1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Alles
  • Alles
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Benderson2

Beiträge von Benderson2

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Benderson2
    • 25. März 2026 um 07:51

    Kain war es nach dem Brudermord zumindest nicht mehr, als er ins Land Nod verbannt wurde und die Vampire geschaffen hat. Abel kann man danach als sesshaft bezeichnen.


    Alles hier wahrheitsgetreu nachzulesen:

    https://whitewolf.fandom.com/de/wiki/Kain


    😆

  • Berauschende Mittel und Sex

    • Benderson2
    • 25. März 2026 um 07:35

    Guten Morgen und danke für deinen Beitrag

  • Berauschende Mittel und Sex

    • Benderson2
    • 25. März 2026 um 07:34

    Ja Kaffee 🤤

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Benderson2
    • 24. März 2026 um 22:43
    Qualia:

    Das Rauchen, nicht aber das Raucher sein.

    Also immer noch Appetit drauf aber abstinent oder nur noch ab und zu eine?

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Benderson2
    • 24. März 2026 um 20:41
    Qualia:

    Das einzige Privat-Eigentum, das ich bei mir sehe, ist mein Körper. Alles andere ist Beiwerk und so was wie eine Eigentumswohnung war für mich wie eine Übernachtung in einem Luxushotel, unerreichbar und darum keinen Gedanken wert. Selbst meine jetzige Wohnung samt Inventar ist sehr unsicher. Meinen Körper kann ich bewahren, meine Umwelt nicht, sie verlangt nach meinem Körper, darum ist mein „Kampf“ gegen das zu früh sterben, wodurch auch immer. Lebenserhalt mit so geringen Mitteln wie möglich schützt mich hervorragend.

    Das habe ich erkannt, das ist das Geheimnis der 100-jährigen.

    Du hast also inzwischen mit Rauchen aufgehört? 😉😅

  • Grundstudium Buddhismus

    • Benderson2
    • 24. März 2026 um 19:42

    Mit *Düfte helfen sehr" meinte ich z.B eine Erfahrung als ich bei den Achtsamkeitsübungen an frischer Pfefferminze gerochen habe, dass ich mich an eine meiner ersten Erinnerungen meiner Kindheit in bewegtem Bild erinnert habe als meine Mutter mit mir durch den Garten ging und wir gemeinsam Kräuter zerrieben und daran geschnuppert haben an einem sonnigen Tag mitsamt der positiven Gefühle die ich dabei hatte.


    das hat wiederum weitere Schöne Kindheitserinnerungen an meine Eltern wachgerufen auch wenn vieles davon verdrängt war bzw überschattet durch meinen cholerischen Vater und gab mir die Kraft sie als fehlnare Menschen zu sehen die mir viel Liebe geschenkt haben es aber leider oft gut gemeint aber schlecht gemacht haben. So konnte ich ihnen verzeihen und habe verstanden dass vieles was mich verletzt hat einfach kindliche Erwartungen an die Eltern waren Die man als Vorbilder Als allwissende perfekte immer für einen da seiende Menschen sehen möchte was aber kein Vater und keine Mutter bieten kann .

  • Berauschende Mittel und Sex

    • Benderson2
    • 24. März 2026 um 19:29

    Das mit 25 Jahre her war auf kiffen bezogen Das hat bei mir meine Erkrankung nicht ausgelöst Da musste schon LSD her. Seitdem sind psychedelische Stoffe absolut tabu für mich.

  • Berauschende Mittel und Sex

    • Benderson2
    • 24. März 2026 um 19:26

    Wenn man das einmal hat bekommt man es nicht mehr los es ist einfach ein Problem des Gehirns botenstoffe zu regeln in ihrer Dosis. Durch Medikamente kann man das aber in den Griff bekommen Das waren wieder Ein stabiles Gleichgewicht im Gehirn hat. Mit meiner Depot Spritze Fluanxol und einem nicht abhängig machenden Schlafmittel gerate ich nicht mehr in einen manischen Zustand. Der wiederum durch die Entzugssymptome nach Abklingen der Botenstoffe einen depressiven Zustand auslöst.


    Bei vielen bleiben Wahnvorstellungen die sie sich in der man nie eingeredet haben vorhanden. Ich löse mich von ihnen und hinterfrage alles rational was ich erlebt habe Um wieder 'normal' zu sein bzw nicht mehr an eingebildeten Erkenntnissen zu haften.

  • Grundstudium Buddhismus

    • Benderson2
    • 24. März 2026 um 18:29

    Wie ich Lassi bereits in einer PN geschrieben habe, ist meiner persönlichen Erfahrung nach all das Meditieren über Rätsel, das auswendig lernen Buddhas Lehre, das Diskutieren über das ich und Sinneseindrücke, das Aufsagen von Mantras und Namen von alten lehrermeistern nur Beiwerk. Im Rahmen eines umfassenden Studiums durchaus interessant aber Zur eigenen Befreiung geht es um etwas anderes :


    Relevant ist nicht das alles erlernen oder rezitieren, sondern das verzeihen und loslassen. Jeder ubrige Hass oder Vorwurf den du in dir trägst verbindet dich unsichtbar mit negativer Energie mit der Person oder der enttäuschung die bzw. mit dem Ereignis das du lange schon hinter dir gelassen hast. bildlich gesprochen.


    Erwachen, sich befreien bzw zur Erleuchtung finden ( auch wenn ich den letzten Begriff nicht so mag weil er so hochtrabend und angeberisch klingt) ist Wenn Dir klar dass dein komplettes Leid von dir abfällt und wie der Weg dahin funktioniert Um ihn wiederzugehen wenn du neues Leid ansammelst.


    Ich zitiere mal aus meinem Buch, um einen möglichen Weg dahin aufzuzeigen , zumindest den den ich gegangen bin, vielleicht hilft es euch auch im Sinne des buddhistischen Ziels möglichst viele von ihrem Leid zu befreien :


    Kapitel 2.3 – Om Mani Padme Hum Mantra


    Systemzeit: 15. August 2019


    Nach der Vision gehe ich, Michael, zurück in den Achtsamkeitsraum der Tages-Klinik. Nun nehme ich meine auf dem Rücken liegende Meditationshaltung wieder ein und der Achtsamkeitslehrer führt uns in eine weitere Trance.


    Wie brennende Papierschiffe fahren meine Gedanken im geistigen Auge an mir vorbei und stürzen durch einen Wasserfall außer Sichtweite. Danach lenkt der Achtsamkeitstherapeut unsere Gedanken in bestimmte Richtungen. Im Hintergrund läuft leise auf CD das buddhistische ‚Om Mani Padme Hum Mantra‘, das universelle ‚Mantra der Liebe und des Mitgefühls‘. Erst erzählt uns der Therapeut eine kurze Geschichte, dann führen wir das mit dem Mantra zusammenhängende Ritual gemeinsam durch:


    „So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf. Da nahm der Buddha ein wenig Erde mit seinem Fingernagel auf und wandte sich an die Menschen: ‚Was meint ihr? Was ist mehr: das bisschen Erde unter meinem Fingernagel oder diese große Erde? ‘


    ‚Die große Erde ist viel mehr. Das bisschen Erde unter deinem Fingernagel ist winzig. Verglichen mit der großen Erde reicht es nicht annähernd an ein Hunderttausendstel,‘ antwortet einer seiner Zuhörer. Der Buddha nickt zustimmend und fährt fort: ‚Ebenso ist für einen edlen Schüler, für einen Menschen, der die Lehre erfasst hat: Das Leiden, das vorbei und erledigt ist, sehr viel mehr. Das noch übrige Leiden ist winzig. Verglichen mit der Masse des Leidens, das in der Vergangenheit vorbei und erledigt ist, ist das übrige Leiden nur ein Hunderttausendstel. So überaus segensreich ist es, die Lehre zu erfassen und das Auge des Dhamma zu erlangen. ‘“


    Der Achtsamkeitslehrer fährt leise und deutlich mit seiner hypnotischen Stimme fort: „Geht in euch. Fühlt die Liebe und das Mitgefühl in euch selbst. Habt Mitgefühl für euch selbst, eure Fehler, eure Schwächen, eure Unzulänglichkeiten. Nutzt eure Energie, um euch all das zu vergeben. Denkt an all jene, die euch Schmerz zugefügt haben, lasst die negativen Gedanken an sie, die euch belasten los und verzeiht ihnen ihre Fehler, ihre Schwächen, ihre Unzulänglichkeiten. Und wenn danach noch etwas Energie in euch übrig ist, senden wir den Rest unserer Liebe und unseres Mitgefühls hinaus an alle fühlenden Lebewesen auf der Welt.“


    Ich merke, wie das alles wahr wird. Ich verzeihe allen (inklusive mir) und ich wünsche allen Gutes. Den Schlechten, aus ihren Fehlern zu lernen. Mir selbst, meine Eltern so anzunehmen, wie sie eben sind. Zusätzlich wird mir klar, dass es keinen Sinn macht, über unlösbares nachzudenken (z.B. warum hat xy das vor z Jahren getan, denn ich werde ihn/sie nie dazu fragen können und wenn, dann sagt er/sie eh nicht die Wahrheit oder weiß selber nicht, warum er/sie sich so verhält bzw. verhalten hat). Ich war befreit, im buddhistischen Sinne. Hatte den Strom des Erwachens betreten.


    Auf diese Weise durch ein Mantra zu erwachen klingt einfach, aber um zu dem Punkt zu kommen, um es umzusetzen und loszulassen bzw. die Verursacher meines Leids (und darunter zähle ich auch mich selbst) zu lieben bzw. ‚trotz allem lieb zu haben‘ oder zumindest ‚Mitgefühl‘, ging bei mir über Wochen in der Tagesklinik. Ich war aber auch ein eher schwerer Fall inklusive Traumata und bipolarer Störung.


    Erst einmal galt es, überhaupt die Ursachen meines persönlichen Leids herauszufinden, also z.B. Verletzungen, Kränkungen und Beleidigungen, Hadern mit einer Gottheit die vielleicht nicht existiert oder anders ist als wir sie uns ausmalen; Personen, Worte, Gedankenmuster / Anhaftungen / Engramme / Vorstellungen (wie etwas oder man selber oder jemand zu dem man eigentlich aufschaut oder mag zu sein hat) und so weiter... Das mag je nach Person im vertraulichen Gespräch mit echten, ehrlichen, freundlich-direkten Freunden gehen oder nun mal im Rahmen einer Therapie mit Kunsttherapie, Gesprächstherapie und Therapieformen aus dem Buddhistischen, wie Achtsamkeitstraining und Meditation.


    Begleitend zur Ursachenerkundung wurden bei uns durch Achtsamkeitstraining schöne Erinnerungen wachgerufen (Düfte helfen sehr); ein Bewusstsein für sich, andere und seine Umgebung geschaffen (wacher werden); und darüber hinaus schöne gesellschaftliche Erlebnisse genossen (Spielenachmittage, Grillen, zusammen eine schöne Zeit verbringen,...), um wieder eine positive Grundstimmung zu bekommen.


    So konnte ich genug positive Energie ansammeln und die Energie, die ich entbehren konnte, nutzen (im Sinne des Om Mani Padme Hum Mantra), um den Menschen / mir selbst / einem tatenlosen Gott (falls man ihm die Schuld für sein Leid in die Schuhe schiebt) / ... zu verzeihen und ihnen dann, wie gesagt, meine Liebe bzw. Mitgefühl zu schenken.


    Einmal Tabula Rasa, reinen Tisch machen und ohne Vorbedingungen neu anfangen. Den Bund mit der Menschheit / Gottheit(en) neu schließen. Denn entweder waren sie nicht stark genug, wussten es nicht besser, hielten sich lieber raus, sind unter dem Gruppendruck eingeknickt, sind einfach mitleidswürdige Ar***löcher oder eigentlich liebende Eltern, die auch nur unvollkommene Menschen sind und es einfach nicht besser wussten. Es geht also einen deutlichen Schritt über das reine ‚Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern‘ aus dem Vater Unser hinaus und ‚besiegelt‘ das Ganze durch Liebe und/oder Mitgefühl.


    Mein Befreiungs- / Erwachenserlebnis verändert meine Persönlichkeit und löst eine manische Episode aus, denn ich bin bipolar und bekomme derzeit noch die falschen Medikamente. Befreit von meinen negativen Gefühlen, die mich unten gehalten haben, schwelge ich in einem Hochgefühl, doch ich bin auch grüblerisch....

  • Berauschende Mittel und Sex

    • Benderson2
    • 24. März 2026 um 12:21

    Hier sind die fünf Tugendempfehlungen:


    Abstehen vom Töten: Die Übungsregel, kein Lebewesen zu töten oder zu verletzen.


    Abstehen vom Stehlen: Die Übungsregel, nichts zu nehmen, was nicht freiwillig gegeben wurde.


    Abstehen von unheilsamem sexuellen Verhalten: Die Übungsregel, sexuelle Beziehungen nicht missbräuchlich oder schädigend zu führen.


    Abstehen vom Lügen: Die Übungsregel, nicht zu lügen, nicht unheilsam zu reden, nicht zu klatschen oder hart zu sprechen.


    Abstehen von berauschenden Mitteln: Die Übungsregel, keinen Alkohol oder Drogen zu konsumieren, die zu Gewissenlosigkeit, Trägheit oder Bewusstseinstrübung führen.


    Bedeutung und Kontext

    Freiwilligkeit: Die Einhaltung erfolgt aus eigener Einsicht, oft bekräftigt durch das Rezitieren der Formel Sikkhāpadaṃ samādiyāmi („Ich nehme mir die Übungsregel vor“).


    Ziel: Die Silas dienen dazu, ein harmonisches Zusammenleben zu ermöglichen, Leid für sich und andere zu vermeiden und eine solide Basis für Geistesschulung (Meditation) zu schaffen.


    Abgrenzung: Im Theravada-Buddhismus sind sie die grundlegende ethische Praxis für den Alltag.

  • Berauschende Mittel und Sex

    • Benderson2
    • 24. März 2026 um 12:18

    Mit Alkohol bin ich auch vorsichtig inzwischen, im Schnitt zweimal die Woche zwei Bierchen oder zwei Gläser wein in Gesellschaft sind okay . Ist auch von meinem Arzt abgesegnet .

  • Berauschende Mittel und Sex

    • Benderson2
    • 24. März 2026 um 12:08

    "Das alles ruft für mich nach der Begleitung durch einen erfahrenen Lehrer oder Lehrerin.


    Liebe Grüße,

    Aravind"


    Die Erfahrung ist ein Vierteljahrhundert her. 😅


    Ich war bis zur Mittelstufe Gymnasium ziemlich introvertiert. Ich konnte mir nie Namen merken und es fällt mir schwer mir Gesichter zu merken und diese zu unterscheiden. bin etwas gesichtsblind. Mir fiel es daher schwer Freundschaft zu knüpfen und andere hielt mich für unhöflich oder arrogant weil ich sie nie gegrüßt habe wenn sie mir auf der Straße entgegenkam und ich sie nicht erkannt habe zudem viel in meinen Gedanken versunken.


    Konversation fiel mir schwer es war für mich immer eher informationsaustausch statt Unterhaltung. Mimik und zwischentöne konnte ich schwer erkennen. Ließ mich auch leicht verarschen. Daher war ich damals immer außenseite und Opfer.


    Dann habe ich mit kiffen angefangen was ich heute wie gesagt aufgrund meiner Erkrankung nicht mehr darf, das hat mich verändert. Es gab mir einen Blick auf mich auf mein selbst was im buddhistischen nur durch viel Übung und f Meditation möglich ist. Bei Rastafaris allerdings Standard. Ich habe erkannt was die Unterschiede zwischen mir und anderen sind und was sich noch lernen muss um mit ihnen umzugehen. Daraufhin habe ich mich einfach in den Pausen zu verschiedenen Gruppen gestellt zugehört sie beobachtet analysiert und dort und in fernsehserien gelernt wie Interaktion und gruppendynamik funktioniert. Wie Mensch sein funktioniert bei anderen.


    In der Oberstufe war ich dann der einzige mit fast allen Gruppen befreundet war, Chef der Schülerzeitung und Mitglied in der AG Feste und Feiern, schließlich wurde ich für die Hauptrolle im Abifilm ausgewählt. Dann war ich endlich 'normal'

  • Berauschende Mittel und Sex

    • Benderson2
    • 23. März 2026 um 22:53

    Hallo zusammen,


    ich würde gerne wissen, ob berauschende Mittel, die nicht zur Gewisssenlosigkeit führen und Sex/Beziehungen mit Verhütung heutzutage ok wären.


    Ich werde durch berauschende Mittel weder aggressiv, noch gewissenlos, noch beleidigend o.ä. - eher erst gelockert - später müde. Und durch meine Scheidung habe ich meine Knder nur noch einen Tag am Wochenende und wir verbringen schöne Stunden - zocken, Serien/Filme schauen übers Leben reden, kuscheln u.ä.. Sie sind also keine Fessel, sondern eine echte Bereicherung. Wie Buddha es übers Herz bringen konnte, seinen Sohn zu verlassen könnte ich nicht übers Herz bringen. Schließlich hat er sich für Sex entschieden (was damals auch Nachkiommen bedeutete) und hätte auch die Verantwortung für ihn und seine Entwicklung übernehmen sollen. So hochheilig wie ihn manche Schulen und Schüler loben - das war schon ein grober Schnitzer, um eigene Erleuchtung, Befreiung und Glück zu finden - meiner Meinung nach.


    Und Cannabis - auch wenn ich es heute aufgrund meiner manisch-depressiven aber schulmedizinisch unterdrückten Grunderkrankung - nicht mehr konsumieren darf, hat mir damals - ähnlich we bei Zen ersehnt - zu ziemlich eindrucksvollen Einsichten bzw. Selbstbetrachtung verholfen (nicht Illusion, sondern Erkenntnis bzw. andere Sichtweisen, indem ich mich von meinem Ich lösen konnte, ohne damals je etwas über Buddhismus gelesen zu haben), als ich es die ersten Male konsumiert habe. Als tägliches Rauschmittel kontraproduktiv, aber als Krücke/Abkürzung durchaus effektiv.


    Sex/Beziehungen, auch ohne ablenkende Fortpflanzung, sind als Mönch immer noch tabu. Überkommenes Relikt wie das Zölibat oder sinnbehaftet?

  • Der Buddha als Mensch?

    • Benderson2
    • 23. März 2026 um 16:41

    Die Jungfrauen Geburt von Jesus wurde hier schon ōfters erwähnt (gehe gerade die alten Posts durch). Meiner Meinung nach kann das durch Petting durchaus passieren bei unerfahrenen pärchen zu dieser Zeit. Dann hat halt die Mama von Maria ein nicht schändliches Märchen erfunden von einem Wunder das zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung wurde für den kleinen Jesus der mir dieser Story aufgewachsen ist und sich gefragt hat was nun besonderes an ihm ist bzw dieses Märchen nie hinterfragt hat, sich mit der Thora beschäftigt hat um Gott kennenzulernen und seine Rolle als Reformer angenommen hat ( zum Glück, denn wie man an der Bergpredigt sieht die immer wieder mal gerne anhöre auch wenn ich kein Gläubiger Katholik mehr bin war er wirklich ein beeindruckender Mensch. Aber, wie Buddha, mit Sicherheit kein Halbgott.)


    Sobald ich erfahren habe was meine Name bedeutet Also, "wer ist wie Gott" was der Erzengel Michael dem rebellen Lucifer zugerufen hat als er ihn aus dem Himmel runterstieß, war ich auch neugierig was für einen Charakter gott hat insbesondere wenn man sich die Welt anschaut und habe mich viel mit diesem Thema und anderen Religionen und Philosophien beschäftigt.

  • Der Buddha als Mensch?

    • Benderson2
    • 23. März 2026 um 15:28
    Igor07:
    Anna Panna-Sati:

    Der Buddha wurde quasi von einem psychischen Pfeil getroffen, als er erleben musste, wie die Mönche von Kosambi sich stritten (siehe Zitat aus MN128 im Beitrag #35) . (der 1. Pfeil).


    Er versuchte vergeblich

    (ein Zeichen für seine menschliche "Ohnmacht" in diesem Moment!), den Streit zu schlichten und ging - nachdem er noch einige Verse zur Sache verkündet hatte - seiner Wege.

    (KEIN 2. Pfeil)!


    IMHO ohne Betrübnis, ohne Angewidertsein - diese Zuschreibung von Emotionen könnte von den Autoren des Palikanons möglicherweise (wenn es kein Übersetzungsfehler war) aus ihrer Empathie heraus oder ev. auch aus didaktischen Gründen erfolgt sein....? :?

    Alles anzeigen

    Hi, Anna Panna-Sati .


    Ich habe diesen Beitrag im Gedächtnis gehalten, denn ich hatte so wie eine ähnliche Frage.


    Ich komme zur Sache.


    Arahat nimmt die Welt anders wahr. Also: Kontakt, Gefühl, Wahrnehmung und Bewusstsein entstehen zugleich und sofort. Ich benutze die deutschen Wörter, um diese besch*** Pali-Begriffe zu vermeiden.


    Also, der Arahat kann auch, egal von wem oder was, "angewidert" sein oder sogar etwas wie "Zorn" empfinden, aber warum?, wenn er nicht anhaftet?:?:

    Der springende Punkt besteht darin, dass er die Dinge ohne mentale Ausuferung wahrnimmt, also mit innerer Weisheit; deswegen klebt er nicht an ihnen, aber entsprechend der Situation reagiert er.


    Wenn ich angenommen im Schaufenster ein gutes Buch sehe, laufen sofort sehr viele rein automatische Prozesse ab, die ich nicht einmal merke. Ich denke: Was ist das Buch? Ich erinnere mich an alles Mögliche, was zum Thema gehört und was ich dazu gelesen oder gehört habe, mit wem ich darüber irgendwann diskutiert habe. Dann erinnere ich mich an alle Bücher zu einem ähnlichen Thema usw. Das ist der gewöhnliche Wahn, in dem wir alle meistens leben.


    Noch mal anders.


    Beim Arahat entsteht das Gefühl, das sollte logisch sein, aber ohne diese Ausschweifung ohne Ende, wie in der bekannten Geschichte von Paul Watzlawick, wo der Held zum Nachbarn stürmt und ihn ausschimpft, weil er sich schon sehr lange eine Geschichte ausgedacht hatte.


    Und noch einmal anders. Das Gefühl entsteht, es kann auch "widerlich" sein, aber wenn diese mentale Ausuferung nicht passiert, dann kann kein Ergreifen entstehen, also kein Anhaften plus dem ganzen Paket des resultierenden Leidens, das uns alle im Samsara bindet.

    Das ist ein wenig anderes Modell; ich habe es bei Payutto im „Buddhadhamma“ nachgeschaut.


    Hoffe, man kann verstehen, was ich damit meine.


    Wenn nicht, kann ich sagen, an welcher Seite im PDF du das Ganze nachlesen kannst.

    Aber ohne meine eigenen Beispiele, das habe ich versucht , so klar und auch einfach zu erklären.

    LG, Igor.

    Alles anzeigen

    Das mit dem wütend sein und gleich wieder nicht geht mir auch so 😅


    Ein Freund hat mich beim Umzug versetzt weil er am Tag davor gesoffen hat Es mir aber nicht mitgeteilt ich bin extra bei ihm vorbeigefahren um ihn abzuholen wie ausgemacht und der hat aus dem Fenster einfach nur lapidar gesagt dass er andere Probleme hat hat als mir zu helfen anstatt sich zu entschuldigen dass es ihm an dem Tag wegen Kater nicht gut geht..


    Habe mich gegenüber einem gemeinsamen Freund in WhatsApp übelst du ihn ausgelassen dann war alles gut. in meiner nächsten Nachricht eine Minute später habe ich angeboten ein altes Handy für ihn abends mitzubringen da er sein aktuelles verloren hatte. Die Leute einfach so annehmen wie sie sind, sachen nicht anhaften lassen und helfen wo man kann ohne sich ausnutzen zu lassen. 👍

  • Frage zur Zen-Meditation

    • Benderson2
    • 23. März 2026 um 14:25

    “Das Auge, mit dem ich Gott erblicke,
    ist genau das gleiche Auge,
    mit dem Gott mich erblickt.”
    “Zeige mir dieses Auge!”

    Zen Koan Buddha Natur

    Ein Mönch fragte Tozan:
    ‘Was ist Buddha?’
    Tozan antwortete:
    “Drei Pfund Flachs”.

    Zen Koan Buddha Natur

    Ein junger Mann trat vor Tao-hsin:
    “Bitte gebt mir einen Fingerzeig.”
    Tao-hsin hob die vor ihm stehende Tasse auf und fragte den Mann:
    “Wer hat diese Tasse bewegt?”

    Zen Koan Buddha Natur

    Ein Zen-Schüler geht zu einem Zen-Meister, um endlich das Geheimnis des Zen zu erfahren. Er trägt dem Meister, der ruhig in der Zazenhaltung auf dem Boden sitzt, sein Anliegen vor und bittet diesen um Unterweisung. Der Meister hört ihm zu und weist ihn an, sich ebenfalls in der Zazenhaltung neben ihn zu setzen.

    Nachdem der Schüler einige Minuten ruhig sitzend neben dem Meister wartet, fängt er an unruhig zu werden. Schließlich schaut er den Meister fragend an, worauf dieser sich zu ihm umdreht und sagt:
    “Nichts wird mehr passieren. Das ist alles.”

    Zen Koan Buddha Natur

    Tao-hsin sprach zu seinen Schülern:
    “Was sieht ein Käfer, was fühlt er?
    Und ein Adler?
    Und ein Staubkorn?”

    Zen Koan Buddha Natur

    Tao-hsin sprach zu seinen Schülern:
    “Was weißt du sicher?”

    Zen Koan Buddha Natur

    Ein Schüler trat vor Tao-hsin und sagte:
    “Gestern traf mich ein Blitz und alles wurde klar. Leider verliert sich diese Klarheit. Bitte hilf mir!”
    Tao-hsin erwiderte:
    “Eine Sekunde nach der Geburt, eine Sekunde vor dem Tod.
    Was siehst du?”

    Zen Koan Buddha Natur

    Wenn du auslöscht Sinn und Ton,
    was hörst du dann?

  • Frage zur Zen-Meditation

    • Benderson2
    • 23. März 2026 um 14:03
    Qualia:

    Mach die Bewegung des Klatschens nur mit einer Hand.

    Sagt einer: Ich hab nichts gehört.

    Dann antworte: Es fehlt ja auch deine Hand.

    Kannst du mir bitte erzählen, wie es mit den Koan im Zen genau abläuft? Gibt der Anleiter einen Text wider und dann wird drüber meditiert, danach spricht man drüber? Ist es Ziel auf die Antwort zu kommen die der alte Meister vorgegeben hat - und die meist recht abwegig oder aus dem kulturellen und zeitlichen Kontext gefallen sind sind - oder kommt es darauf nicht an.

  • Frage zur Zen-Meditation

    • Benderson2
    • 23. März 2026 um 11:27

    Das Ding ist halt bei Koan komme ich recht schnell auf die Lösung auch wenn es nicht die ist die der Meister als Vorgabe hat. bei klatschen mit einer Hand z.b. ist es durchaus möglich durch das schnelle zusammenklappen der Finger ein klatschgeräusch hinzubekommen 😅


    Danach ist kurz lachen und wieder gedankenstille 😆

  • Frage zur Zen-Meditation

    • Benderson2
    • 22. März 2026 um 22:24

    Gern geschehen - ich habe dir auch viel zu verdanken :heart:

  • Frage zur Zen-Meditation

    • Benderson2
    • 22. März 2026 um 21:13

    Hallo zusammen,


    laut Google geht es im Zazen um...

    • Zazen (Sitzmeditation): Zazen ist der Eckpfeiler der Zen-Praxis. Praktizierende sitzen ruhig da und konzentrieren sich auf den Atem. Das Ziel ist nicht, einen leeren Geist zu erreichen, sondern Gedanken und Empfindungen ohne Bewertung zu beobachten. Durch konsequente Zazen-Praxis kultivieren Praktizierende Achtsamkeit, Konzentration und ein tieferes Verständnis der Natur der Realität.

    Mein "Problem" ist, ich habe beim Meditieren keine Gedanken, genieße nur Leere. Wie wird es im Zen praktiziert? Bekommt man da ein Thema zum Nachdenken und lässt seine Gedanken in die Richtung fließen?


    Qualia Was meinst z.B. du als langjähriger Zen-Praktizierender?

  • Bitte um Überprüfung

    • Benderson2
    • 22. März 2026 um 01:57
    Qualia:

    Frag weiter, ich kann es nicht alles beantworten, zu komplex, mein Denken kommt immer wieder vom Weg ab.

    Irgendwie will es sich nicht konzentrieren. Liegt wahrscheinlich daran, dass da immer noch ein leichtes, aber festes Nein ist. Hier kann ich es relativ leicht überwinden, liegt wohl daran, dass ich hier vermuten kann, dass mehrere lesen, und wenn nicht, auch egal.


    :);):erleichtert:

    "dass da immer noch ein leichtes, aber festes Nein ist" bzgl. des Themas, einzelner Passagen in meinem Text, wie ist da zu verstehen?

  • Bitte um Überprüfung

    • Benderson2
    • 21. März 2026 um 23:51

    Um Google zu zi"Die Deva-Reiche (Götterwelten) im Buddhismus wurden nicht von Buddha persönlich "erfunden", sondern sind Teil der indischen Kosmologie, die er in seine Lehre integriert und neu interpretiert hat. Es handelt sich um eine Mischung aus bestehenden Vorstellungen, die durch den Buddhismus umgedeutet wurden.


    Hier sind die Kernpunkte zur Entstehung:

    • Ursprung (vorbuddhistisch/indisch): Das Konzept der "Devas" (himmlische, strahlende Wesen) stammt aus der vedischen Literatur und dem Hinduismus. Diese Götter galten als Teil der Weltordnung.
    • Integration durch Buddha: Buddha hat die Existenz dieser Wesen und ihrer Reiche in der frühen buddhistischen Lehre bestätigt, sie aber dem Karma-Gesetz unterworfen. Devas sind im Buddhismus keine ewigen Schöpfergötter, sondern Wesen, die aufgrund von gutem Karma für eine sehr lange, aber begrenzte Zeit in höheren Sphären wiedergeboren werden.
    • Neuinterpretation (Verdeutlichung): Buddha betonte, dass auch Devas dem Kreislauf der Wiedergeburten (Samsara) unterliegen und schließlich sterben. Zudem lehrte er, dass ein Deva-Dasein nicht das ultimative Ziel (Nirvana) ist, da es nicht ewig ist und zu Selbstgefälligkeit führen kann.
    • Weiterentwicklung durch Vermischung: Im Laufe der Zeit, insbesondere mit der Entstehung des Mahayana-Buddhismus und der Verbreitung in Tibet (Vajrayana) oder Japan, wurden die Deva-Reiche weiter ausgestaltet und teilweise mit lokalen Gottheiten und Glaubenssystemen (wie Bön in Tibet oder Shinto in Japan) vermischt.

    Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Grundidee war Teil der indischen Kultur (Kamm-Vorstellung), wurde von Buddha aber neu interpretiert (dem Karma unterstellt) und später durch kulturelle Vermischung weiter ausdifferenziert. "


    Heißt das, ein Buddhist glaubt daran, oder nurmanche Schulen oder ist Buddha nur einen Kompromiss eingegangen, damit seine Lehre leichter akzeptiert wird? Ist eine Existenz in einer Deva-Welt der Lehre nach automatisch auch mit einer stofflichen Wiedergeburt verbunden (an die ich nicht glaube, denn wenn die Menschen in ihren Leben dazulernen würden und es somit im nächsten besser machen, sähe die Welt inzwischen anders aus ;)

    Dateien

    image.png 2,97 kB – 0 Downloads image.jpeg 4,17 kB – 0 Downloads image.jpeg 4,17 kB – 0 Downloads
  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • Benderson2
    • 21. März 2026 um 22:42
    void:

    Hier ist ein Beispiel dafür, wie genau die gleiche Szene in einem Film durch unterschiedliche Filmmusik als Teil einer ganz anderen Stimmung wahrgenommen wird.


    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Es wird zum Bruchteil einer ganz anderen Geschichte

    Erinnert mich an das Video :lol:


    5,9 Mio. Aufrufe • 16.291 likes | Reel by Miho
    www.facebook.com
  • Bitte um Überprüfung

    • Benderson2
    • 21. März 2026 um 21:19

    Qualia Was ist mit Fessel 8.:


    Begehren nach dem Unkörperlichen:
    Das Begehren in einem ‚Himmel’ wiedergeboren zu werden


    gemeint?


    Nur eine Fessel weil illusorisch oder ein Umweg weil ein weiteres Leben in einer anderen Existenzform? Tue mir schwer diese abzulegen, weil ich unheimlich neugierig bin, ob und was nach dem Tod kommt. :erleichtert:


    Wahrscheinlich aber nur eine Umwandlung der Hirnströme in Wärmeenergie, die langsam zu Zimmertemperatur abkühlt und dann ein traumloser Schlaff... endlich frei...

  • Bitte um Überprüfung

    • Benderson2
    • 21. März 2026 um 21:15

    Das ist der aktuell finale Text für den Anhang in meinem Buch. Hoffentlich fehlerfrei. Falls euch noch was auffällt, bitte schreiben:


    Anhang 01: Erwachen. Wie weit bist du?


    Dieses Kapitel entspricht weitgehend Recherchen und Wikipedia-Zitaten sowie Gesprächen mit praktizierenden Buddhist/-innen:


    Um zu erwachen, gilt es im Buddhismus zunächst einmal, die ersten drei geistigen Fesseln abzuwerfen. Im Buddhismus bezeichnet ‚Sotāpanna’ eine Person, die die ersten drei von insgesamt zehn Fesseln des Geistes überwunden hat.


    Im Deutschen wird Sotāpanna meistens mit ‚Stromeingetretene/-r’ übersetzt, Stromeintritt heißt in Pali ‚Sotāpatti’. In der Bildersprache des Buddhismus ist ‚Samsara’ das diesseitige (mit Leiden behaftete) Ufer, ‚Nirwana’ (‚Nibbāna’) das jenseitige (leidfreie) Ufer.


    Zum Erreichen des leidfreien anderen Ufers ist das Überqueren eines Stromes notwendig, nicht der physische Tod. Doch danach ist noch nicht Schluss aus Perspektive des Autors: Danach gilt es mit der neuen Geisteshaltung, mit offenen Sinnen und offenem Geist, das immer wieder wundersame andere Ufer zu erkunden.


    Stromeintritt bedeutet, dass jemand in den Strom der Erleuchtung eingetreten ist, das heißt, der Weg zu Nirwana ist für ihn nicht mehr umkehrbar. Rückschläge, die einen vorübergehend wieder zurück ans Ufer des Leids treiben – was immer geschehen kann – sind durch das Gelernte überwindbar.


    Von einem Stromeingetretenen wird gesagt, er/sie/divers habe ein intuitives Verständnis für die Lehre des Buddha (Rechte Ansicht) und vollständiges Vertrauen in sie. Außerdem wird über Stromeingetretene gesagt, dass sich ihnen das ‚Auge des Dhamma’ (‚dhammacakkhu’) geöffnet hat, weil in ihnen die unerschütterliche Erkenntnis gereift ist, dass ‚alles, was irgendwie entstanden ist, auch wieder untergehen muss’ (‚Nichtbeständigkeit’).


    Die drei Fesseln, die beim Stromeintritt vernichtet wurden:

    1. Festhalten an skeptischer Unentschlossenheit, was die Lehren Buddhas betrifft,

    2. Festhalten an Riten und Ritualen – die Überzeugung, das Ausführen von Regeln und Riten sei ausreichend für die Befreiung – und

    3. Festhalten an einem Persönlichkeitsglauben


    Persönlichkeitsglaube bedeutet:
    Die Sichtweise – die Selbstsicht, eines der fünf Aggregate oder Zusammenhäufungen (‚Skandhas’) sei ein permanentes, unveränderliches Wesen (ein ‚Atta’) oder man identifiziert sich mit seinen Begierden bzw. Gelüsten und Bedürfnissen.


    Unter Loslassen eines Persönlichkeitsglaubens ist zu verstehen, dass man nicht mehr daran glaubt, folgende fünf ‚Aggregate’ bzw. ‚Zusammenhäufungen’ seien ein permanentes Wesen, ein ‚Atta’, wären die unveränderliche ‚Seele’.



    Die einzelnen Skandhas:


    Die fünf Skandhas sind ein Kernkonzept des Buddhismus, das die fünf Faktoren beschreibt, die das menschliche Dasein und die Erfahrung eines „Ich“ bilden. Sie bestehen aus Körper / Form (‚Rupa-Nama’), Gefühl (‚Vedana’), Wahrnehmung (‚Samjna’), Geistesformationen (‚Samskara’) und Bewusstsein (‚Vijnana’). Diese dynamischen Prozesse sind ständigem Wandel unterworfen.


    a) Körperlichkeitsgruppe:
    Der materielle Körper als Anhäufung von Sinnen und wahrnehmendem (nicht denkenden) Geist, einschließlich der sechs Sinnesorgane der buddhistischen Philosophie: Auge, Ohr, Nase, Zunge, Tastsinn und Denkorgan. (Anmerkung des Autors: Das Ohr schließt sicher auch das Gleichgewichtsorgan mit ein.)


    b) Gefühlsgruppe:
    ‚Urgefühle bzw. -reize’: angenehm, unangenehm, neutral


    c) Wahrnehmungsgruppe:
    Wahrnehmungen (und Identifikationen) äußerer (Anmerkung: oder eingebildeter) Objekte im Geist des Betrachters, die der Mensch als Farben, Töne, Gerüche und Bilder aufnimmt und unterscheidet.


    d) Gestaltung- bzw. Geistesformations-Gruppe:
    Willensimpulse, Gewohnheiten, Absichten und mentale Funktionen, die zu Karma führen. Diese Gruppe enthält keine Charaktereigenschaften und keinen Willen. Sie ist der Prozess, der Reaktionen auf Impulse der Berührung und des Fühlens mit der Umwelt als Daten der Erfahrungsdaten aufzeichnet. Diese Abläufe werden zu konditionierten Funktionsmustern, Gewohnheit, Instinkt. Sie tragen keine Identität, sind aber individuell. Erst das spätere Ich, das sagt „so bin ich“, macht daraus ein Selbstbild.


    Positive oder negative Wirkungen auf sich und andere haben nur Willenstätigkeiten, wie Aufmerksamkeit, Entschlossenheit, Vertrauen, Sammlung / Konzentration, Weisheit, Tatkraft, Begierde, Widerstreben oder Hass, Unwissen, Dünkel / Arroganz, Persönlichkeitsglaube und ähnliches.


    Keine positiven oder negativen (Karma)folgen haben Willenstätigkeiten, wie Interessen, Willensregungen, Sehnsüchte und Tatabsichten. Gefühle und Wahrnehmungen sind keine Willenstätigkeit.


    e) Bewusstseinsgruppe:
    Bewusstsein entsteht durch das Gewahr werden dieser genannten und erläuterten vier Daseinsfaktoren a) bis d).


    Ein ‚Selbst’ entsteht, in dem die Außenwelt nicht erfasst wird, sondern das die Außenwelt in sich entstehen lässt (‚projiziert‘). Bewusstsein ist hier kein Subjekt, kein Beobachter, kein Ich. Es ist der Vorgang des Hervortretens eines Sinnesfeldes: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Körper- / Tastempfinden, Gedanken, Bewusstsein. Denkbewusstsein besteht nur in Abhängigkeit von Kontakt; es ist nicht eigenständig. Es ist ein Moment des Erscheinens, kein Träger dessen, was erscheint.

    Bewusstsein ist eine Reaktion oder Antwort, die eine der sechs Fähigkeiten (Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper und Geist) als Grundlage und eine der entsprechenden äußeren Erscheinungen (sichtbare Form, Ton, Geruch, Geschmack, Tastobjekte und Geistobjekte – das bedeutet ‚eine Vorstellung oder einen Gedanken‘) zum Objekt hat.


    Sehbewusstsein beispielsweise hat das Auge als Grundlage und eine sichtbare Form als Objekt. Denkbewusstsein hat den Geist als Grundlage und ein Geistobjekt (eine Vorstellung oder einen Gedanken) als Objekt.


    Nur wenn das als frei von dauerhafter Substanz erkannt wird (also ohne unveränderbares selbst, ‚Anatta‘), kann man die Ich-Sucht verlieren und Befreiung vom Leben und damit vom Leid finden. Man befindet sich in ständigem Wandel, wird also ohne zu physisch zu sterben ‚Wiedergeboren’.


    Entsprechend der buddhistischen Lehre gilt es also, das Haften an ein dauerhaftes Ich (beziehungsweise das Glauben an ein beständiges Selbst) aufzugeben, weil dies zu Gier, Hass und Verblendung führt. Dadurch kann das momentane Karma aufgelöst werden, welches das Erfahren von Nirwana verhindert.


    Wenn man diese Komponenten untersucht, aus denen wir gemäß der Lehre des Buddha zusammengesetzt sind, können wir feststellen, dass darin kein ‚Ich‘ und kein festes Selbst zu entdecken sind. Häufig wird hier das Gleichnis eines Wagens verwendet, der nur eine bestimmte Zusammenstellung von Einzelteilen ist, ‚Wagen‘ ist nur ein Name, geht man in seine Tiefe (seine Einzelteile), so ist er nicht mehr vorhanden.


    Spezielle Kontemplationen und Meditationen mit den fünf Daseinsfaktoren fördern

    diese Erkenntnisse. Für gewöhnlich betrachten wir uns aber als eine feste Einheit, was der historische Buddha als Haupthindernis auf dem Weg zur Erleuchtung bezeichnet hat. In dieser illusorischen Annahme eines festen ‚Ichs‘ ist die Ursache allen Leidens zu erkennen.


    Zusammengefasst:
    Die fünf Skandhas sind keine Dinge, keine Substanzen, keine Identitäten und keine Bestandteile eines Ichs. Sie sind Funktionsprozesse, die nur entstehen, wenn Bedingungen zusammentreffen. Sie tragen kein Selbst. Erst durch das Ergreifen – „Das bin ich“, „Das ist mein“ – werden sie zu Quellen des Leidens und zur Grundlage einer Person, eines Ichs.


    Rupa-nama, also Körper und wahrnehmender Geist, ist eine Bezeichnung für eine Zweiheit, die real eine Einheit ist. Erst durch Denken erscheinen Skandha im Körper. Wenn nicht gesehen wird, dass der lebende Körper nicht zu den Skandha gehört, sondern die Bedingung für Skandha ist, kommt es zu Nicht-Verstehen.


    Mit dem Erscheinen von Skandha wird automatisch ein Individuum erscheinen, ohne Selbst oder gar Ich. Alle Leiden entstehen, wenn das „Ich bin dies und das“ nach den Skandha greift und dann an seiner Meinung festhält: Das bin ich, das ist mein.


    Die weiteren 7 Fesseln sind:


    4.: Unweises Handeln durch Unwissenheit bzw. Verblendung:
    Nicht über ‚D‚ukkha‘ (Leid oder Leid durch die Angst vor Leid) wissen, nicht über den Ursprung von Leid wissen, nicht über Beendigung von Leid, nicht über den Weg, der zu der Beendigung von Leid führt, wissen, dieses wird Unwissenheit genannt. Der Weg aus der Unwissenheit ist das Verstehen verschiedener Aspekte (je nach buddhistischer Tradition).


    ‚Avidyā‘ ist das Gegenteil von ‚Vidya‘, was Wissen, Weisheit oder Klarheit bedeutet. ‚Avidyā‘ wird ins Deutsche am treffendsten mit Unwissenheit, Nichtwissen oder Verblendung übersetzt, das Vorhandensein von falschem Wissen, also eine Fehlkonzeption der Wirklichkeit.


    Es bedeutet also nicht nur ein Mangel an Wissen, sondern beispielsweise die Verwechslung von Vergänglichem mit Beständigem (z. B. den eigenen Körper für das wahre Selbst zu halten). Oder die subjektive Wahrnehmung - die fundamentale Blindheit - gegenüber der wahren Natur des Selbst.


    5.: Festhalten an Gier/Sucht/Begierde/sinnlichem Begehren:
    Dies ist das Haben- und Besitzen-wollen, das Bestreben, auf jeden Fall und um jeden Preis zu existieren. Mit Gier verwandt sind die Leidenschaften heftiges Begehren und ‚Durst‘ nach Werden. Es ist dieser ‚Durst‘, der neues Dasein und Wiedergeburt erzeugt und mit leidenschaftlicher Gier verbunden ist, der hier und da sich ergötzt in Form von: Durst nach den Lüsten der sechs Sinne, Durst nach Dasein und Werden, Durst nach Nicht-Dasein, Selbstvernichtung.


    Der ‚Durst‘, das Verlangen, Sucht und Gier offenbaren sich in verschiedener Weise und sind der vordergründige Anlass für die Entstehung von Leid und die Fortdauer der Wesen. ‚Durst‘ ist nicht die erste oder einzige Ursache der Entstehung von Leid. Es ist aber die unmittelbarste. Der ‚Durst’ entsteht durch die verschiedenen Vorstellungen eines Selbst.


    Der ‚Durst‘ schließt also hier nicht nur das Verlangen nach und Hängen an Vergnügen wie etwa Reichtum und Macht ein, er beinhaltet auf einer abstrakteren Ebene auch das Hängen an Vorstellungen und Idealen, Ansichten, Meinungen, Lehren, Begriffen, und Glaubensvorstellungen.


    Laut Buddha entsteht alle Unruhe und Streit auf dieser Welt, von persönlichen kleinen Zankereien in Familien bis zu großen Kriegen zwischen Völkern und Ländern, nur aufgrund dieses selbst- oder nichtselbstsüchtigen ‚Durstes‘. Die Ursache für diesen unaufhörlichen ‚Durst‘, dieses Verlangen, ist Unwissenheit. Heilsam wirken Großzügigkeit und Mildtätigkeit.


    Und es ist die Ansicht des Autors, dass man diesen Durst des Festhalten-wollens auch übertragen kann auf überholte weltliche Verbote und Verhaltensvorgaben von Religionen und die Gier nach ehemaligen Staatsgrenzen, zu denen man wieder zurückkehren möchte.


    6.: Groll für vergangenes zugefügtes Leid:
    Sich selbst oder anderen gegenüber Hass / Zorn / Aggression empfinden, ist die Selbstbehauptung eines illusionären Selbst den Mitwesen gegenüber. Heilsam wirkt Güte. Und nach Ansicht des Autors auch sich-in-den-anderen-hineinversetzen, um seine/ihre Handlungen / Worte zu verstehen, beziehungsweise diese als ‚vergangen und erledigt‘ hinter sich zu lassen.


    7.: Begehren nach Feinkörperlichkeit:
    Das Begehren materiell wiedergeboren zu werden.


    8.: Begehren nach dem Unkörperlichen:
    Das Begehren in einem ‚Himmel’ wiedergeboren zu werden


    9.: Dünkel / Arroganz


    10.: Aufgeregtheit



    10 STUFEN DER ENTWICKLUNG EINES BODHISATTVAS

    Fortgeschrittene spirituell Suchende bewegen sich auf den 10 ‚Bodhisattva-Stufen’. Sie beschreiben, was nach dem Erwachen passiert. Das, was allgemein mit Erwachen bezeichnet wird, geschieht auf der ersten Stufe.


    Die Entwicklung eines ‚Bodhisattvas’ (eines Wesens, das nach Erleuchtung strebt, um allen fühlenden Wesen zu helfen) wird im Mahayana-Buddhismus, insbesondere im Zehn-Stufen-Sutra (‚Dasabhumika-Sutra’), in zehn aufeinanderfolgende Stufen oder ‚Bhumis’ (wörtlich ‚Erde’ oder ‚Grund’) unterteilt.


    Diese ‚Bhumis’ beschreiben den Fortschritt in Weisheit, Mitgefühl und den Vollkommenheiten (‚Paramitas’).


    Hier sind die 10 Stufen der Entwicklung eines Bodhisattvas:


    1. Die Stufe der Freude (‚Pramudita-bhumi’): Der Bodhisattva hat direkt die Leerheit erkannt und erlangt große Freude, weil er den Pfad zur Buddhaschaft betreten hat. Der Schwerpunkt liegt auf der Großzügigkeit (‚Dana Paramita).


    2. Die Stufe der Makellosigkeit (‚Vimala-bhumi’): Der Bodhisattva ist frei von den Flecken unmoralischen Verhaltens und vollendet die Ethik (‚Shila Paramita’)


    3. Die Stufe des Lichts / Erleuchtung (‚Prabhakari-bhumi’): Das Licht der Weisheit strahlt, und der Bodhisattva überwindet Begierde und Hass, indem er die Geduld (‚Kshanti Paramita’) perfektioniert.


    4. Die Stufe der Strahlkraft (‚Archishmati-bhumi’): Das strahlende Feuer der Weisheit verbrennt restliche Illusionen. Der Fokus liegt auf Ausdauer / Anstrengung (‚Virya Paramita’).


    5. Die Stufe, die schwer zu bezwingen ist (‚Sudurjaya-bhumi’): Diese Stufe ist schwer zu erreichen, da der Bodhisattva tief in die Wahrheit der vier edlen Wahrheiten und der Lehre vom Entstehen in Abhängigkeit eindringt. Es gelingt ihm eine Einordnung der vorangegangenen Erfahrungen in die ihm bekannten Lehren, um sie vollständig zu verstehen. Der Fokus liegt auf Konzentration (‚Dhyana Paramita)’.


    6. Die Stufe der Manifestation (‚Abhimukhi-bhumi’): Der Bodhisattva sieht das Wesen der Dinge klar und manifestiert Weisheit. Er versteht die Nicht-Substanzialität aller Phänomene. Der Fokus liegt auf der Weisheit (‚Prajna Paramita’).


    7. Die Stufe der weitreichenden Erleuchtung (‚Durangama-bhumi)’: Der Bodhisattva gelangt ‚weit hinaus’, beherrscht geschickte Mittel (‚Upaya’) zur Befreiung anderer und ist nicht mehr an Konzepte gebunden.


    8. Die Stufe der Unbeweglichkeit (‚Achala-bhumi’): Der Bodhisattva ist unerschütterlich geworden und kann nicht mehr zurückfallen. Alle kognitiven Hindernisse sind überwunden. (Anmerkung des Autors: Tatsächlich steht die Entwicklung dieser Fähigkeit erst an ACHTER Stelle & NACH dem ‚Erwachen’. Rückschritte auf dem Weg dorthin werden also schon seit Jahrtausenden akzeptiert, sind weder Scheitern noch Peinlichkeit, sondern einfach menschlich.)


    9. Die Stufe der ausgezeichneten Intelligenz (‚Sadhumati-bhumi’): Der Bodhisattva besitzt vollkommenes Wissen und kann die Lehre (‚Dharma’) umfassend vermitteln.


    10. Die Stufe der Wolke des Dharma (‚Dharmamegha-bhumi’): Wie eine große Wolke, die Regen spendet, manifestiert der Bodhisattva unendliche Qualitäten, segnet alle Wesen und bereitet sich auf die volle Buddhaschaft vor (‚Buddha-Ernennung’).


    11. Nach diesen zehn Stufen wird oft eine elfte Stufe genannt, die das Erreichen der vollständigen Buddhaschaft (‚Buddhabhumi’) darstellt. Also nicht DER Buddha, sondern EIN Buddha als Titel.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download