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Brad Warner

  • Lassi
  • 14. März 2026 um 23:32
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  • Lassi
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    • 14. März 2026 um 23:32
    • #1

    Heute Abend bin ich per Zufall auf eine wirklich tolle Doku gestossen über Brad Warner, einen Zen Buddhist und Lehrer der etwas anderen Art. Hatte vorher nie von ihm was gehört oder gelesen. Im Forum konnte ich jetzt zu seiner Person nur einen älteren Beitrag finden, sonst hätte ich da angeknüpft.

    Liebe Grüße,

    Lassi


    Verkörpern, was heilsam ist – jenseits von Tradition und Dogma. Methoden nutzen, ohne an ihnen zu kleben.

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    • 15. März 2026 um 10:53
    • #2

    Einer meiner „Meister“ der mich zum HerzHaften Lachen gebracht hat und auch zur Selbsterkenntnis, wenn mir das Lachen im Hals stecken geblieben ist und ich gemerkt habe: Ignoranz mir und ihm gegenüber.

    (richtig geil wurde der für mich, weil ich Godzilla-Filme liebe, egal aus welcher Zeit)

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Samadhi1876
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    • 15. März 2026 um 11:45
    • #3

    Er labert ähnlich viel wie Muho in seinen Videos

  • pano
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    • 15. März 2026 um 12:53
    • #4
    Lassi:

    Heute Abend bin ich per Zufall auf eine wirklich tolle Doku gestossen über Brad Warner, einen Zen Buddhist und Lehrer der etwas anderen Art. Hatte vorher nie von ihm was gehört oder gelesen. Im Forum konnte ich jetzt zu seiner Person nur einen älteren Beitrag finden, sonst hätte ich da angeknüpft.

    Der ist enorm abgedriftet, seit (ich glaube) seiner Scheidung (oder war’s der Tod des Lehrers). Würde abraten, oder zumindest als unvollkommene Quelle ansehen.

  • Lassi
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    • 15. März 2026 um 13:08
    • #5
    Samadhi1876:

    Er labert ähnlich viel wie Muho in seinen Videos

    Meinst du mit labern dummes Zeug reden oder zu ausschweifend ?

    Liebe Grüße,

    Lassi


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  • Lassi
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    • 15. März 2026 um 13:20
    • #6
    pano:
    Lassi:

    Heute Abend bin ich per Zufall auf eine wirklich tolle Doku gestossen über Brad Warner, einen Zen Buddhist und Lehrer der etwas anderen Art. Hatte vorher nie von ihm was gehört oder gelesen. Im Forum konnte ich jetzt zu seiner Person nur einen älteren Beitrag finden, sonst hätte ich da angeknüpft.

    Der ist enorm abgedriftet, seit (ich glaube) seiner Scheidung (oder war’s der Tod des Lehrers). Würde abraten, oder zumindest als unvollkommene Quelle ansehen.

    Hallo Pano,


    danke für deine Ehrlichkeit.

    Er ist für mich eine echte Inspirationsquelle und ich werde das Buch Hardcore Zen lesen und seine Empfehlung Moon in a Dewdrop: Writings of Zen Master Dōgen. Bin sehr, sehr gespannt.

    Seine aktuellen Videos auf Youtube sprechen mich auch sehr an.

    Liebe Grüße,

    Lassi


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  • Lassi
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    • 15. März 2026 um 13:26
    • #7
    Qualia:

    Einer meiner „Meister“ der mich zum HerzHaften Lachen gebracht hat und auch zur Selbsterkenntnis, wenn mir das Lachen im Hals stecken geblieben ist und ich gemerkt habe: Ignoranz mir und ihm gegenüber.

    (richtig geil wurde der für mich, weil ich Godzilla-Filme liebe, egal aus welcher Zeit)

    Ich war hin und weg, als ich ihn in der Doku mit dem Hasenkostüm gesehen hab. :lol: Er hat mich mehrfach zum Lächeln gebracht auf eine wirklich angenehme und herzliche Weise. Dadurch berührte er auch eine Stelle tief in mir drin, die mit Freude lernen möchte, ohne Krampf. Sowas zu finden ist selten (zumindest bei mir).

    Liebe Grüße,

    Lassi


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  • Samadhi1876
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    • 15. März 2026 um 13:30
    • #8
    Lassi:

    Meinst du mit labern dummes Zeug reden oder zu ausschweifend ?

    Nicht grundsätzlich „nur dummes Zeug“, aber ja, manchmal zu ausschweifend, bringt die Dinge irgendwie nicht oder nur ganz langsam auf den Punkt. Und bringt andere unnütze Dinge mit hinein. Bis weilen hin zu reiner Selbstdarstellung. Für mich persönlich ist das nix. Und Warner und Muho sind auch noch mal unterschiedliche „Typen“ an sich. Dem einen gefällt Warner warhscheinlich mehr als Muho und umgekehrt.


    Aber solche Influencer leben halt auch irgendwie davon. Müssen ständig neuen Content liefern. Oder verpacken altes immer wieder nur neu, auch mit ihrer ganz eigenen Interpretation, wo man sich manchmal fragt, ist derjenige eigentlich wirklich selbst schon einmal erwacht…


    Im Grunde steht das auch alles in den Büchern. Was sie einem erzählen wollen. Und sich Wissen nur aneignen und etwas nur Wissen vom Hören Sagen ist halt immer etwas anderes als eine ganz eigene Erfahrung dessen, was da geschrieben steht, was eigentlich gemeint ist. Wie sich das in der Praxis „anfühlt“. Also eigene Praxis.


    Selbst der „beste Meister“ kann einem „das“ nicht „einfach sagen“.


    So wie die Geschichte mit dem Ferkel, die du gestern erwähnt hast.

  • Lassi
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    • 15. März 2026 um 13:41
    • #9

    Samadhi1876

    Okay, jetzt verstehe ich was du meinst, danke. Mit dem von dir genannten Muho werde ich mich bei Gelegenheit auch auseinandersetzen.

    Liebe Grüße,

    Lassi


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    • 15. März 2026 um 14:19
    • #10
    Lassi:
    Qualia:

    Einer meiner „Meister“ der mich zum HerzHaften Lachen gebracht hat und auch zur Selbsterkenntnis, wenn mir das Lachen im Hals stecken geblieben ist und ich gemerkt habe: Ignoranz mir und ihm gegenüber.

    (richtig geil wurde der für mich, weil ich Godzilla-Filme liebe, egal aus welcher Zeit)

    Ich war hin und weg, als ich ihn in der Doku mit dem Hasenkostüm gesehen hab. :lol: Er hat mich mehrfach zum Lächeln gebracht auf eine wirklich angenehme und herzliche Weise. Dadurch berührte er auch eine Stelle tief in mir drin, die mit Freude lernen möchte, ohne Krampf. Sowas zu finden ist selten (zumindest bei mir).

    Er erschien, als ich gerade dabei war, meine Zen-Vorstellungen zu verfestigen, wie eine Abrissbirne. Selbstverständlich nur ein Laberkopp für die, die sicher sind im Zen.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

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  • Lassi
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    • 15. März 2026 um 14:53
    • #11
    Qualia:
    Lassi:
    Qualia:

    Einer meiner „Meister“ der mich zum HerzHaften Lachen gebracht hat und auch zur Selbsterkenntnis, wenn mir das Lachen im Hals stecken geblieben ist und ich gemerkt habe: Ignoranz mir und ihm gegenüber.

    (richtig geil wurde der für mich, weil ich Godzilla-Filme liebe, egal aus welcher Zeit)

    Ich war hin und weg, als ich ihn in der Doku mit dem Hasenkostüm gesehen hab. :lol: Er hat mich mehrfach zum Lächeln gebracht auf eine wirklich angenehme und herzliche Weise. Dadurch berührte er auch eine Stelle tief in mir drin, die mit Freude lernen möchte, ohne Krampf. Sowas zu finden ist selten (zumindest bei mir).

    Er erschien, als ich gerade dabei war, meine Zen-Vorstellungen zu verfestigen, wie eine Abrissbirne. Selbstverständlich nur ein Laberkopp für die, die sicher sind im Zen.

    Da bin ich aber jetzt wirklich froh über meine Unsicherheit.


    Mit Laberkopp meinst du einen Schwätzer. Ich bin gespannt welche Stufen oder Berge ich besteigen muss um das auch so zu erfassen.

    Liebe Grüße,

    Lassi


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    • 15. März 2026 um 22:19
    • #12

    Ich finde Brad Warner grundsätzlich sympathisch aber ein wenig so als überlegt er sich vorher nicht wirklich was er sagen will und kommt dann vom einem zum anderen. Ich fühle mich da oft ungeduldig.

  • Lassi
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    • 16. März 2026 um 07:41
    • #13

    Guten Morgen,


    also ich bin mega dankbar und sauge seine Worte richtig auf. Da ich keine Buddhistin bin, sondern mich einfach für verschiedene Methoden interessiere, ist das jetzt im Moment genau das Richtige. Mein Obi Wan der Gegenwart.

    Liebe Grüße,

    Lassi


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  • Christopher
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    • 16. März 2026 um 13:12
    • #14
    Lassi:

    Er ist für mich eine echte Inspirationsquelle und ich werde das Buch Hardcore Zen lesen und seine Empfehlung Moon in a Dewdrop: Writings of Zen Master Dōgen.

    Tue das. Er war für mich und bestimmt viele andere hier ähnlich inspirierend. Dass in den 20 Jahren danach ein etwas gemischteres Bild entstanden ist, muss für Dich jetzt nicht weiter schlimm sein :)

  • pano
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    • 17. März 2026 um 20:50
    • #15
    Christopher:
    Lassi:

    Er ist für mich eine echte Inspirationsquelle und ich werde das Buch Hardcore Zen lesen und seine Empfehlung Moon in a Dewdrop: Writings of Zen Master Dōgen.

    Tue das. Er war für mich und bestimmt viele andere hier ähnlich inspirierend. Dass in den 20 Jahren danach ein etwas gemischteres Bild entstanden ist, muss für Dich jetzt nicht weiter schlimm sein :)

    Leseempfehlung Buddhist Teachers’ Responses to Sexual Violence: Epistemological Violence in American Buddhism | Journal of Global Buddhism

  • Samten
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    • 17. März 2026 um 23:28
    • #16
    Lassi:

    Samadhi1876

    Okay, jetzt verstehe ich was du meinst, danke. Mit dem von dir genannten Muho werde ich mich bei Gelegenheit auch auseinandersetzen.

    Muho:


    Antaiji

  • Tai
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    • 18. März 2026 um 09:54
    • #17
    pano:
    Christopher:
    Lassi:

    Er ist für mich eine echte Inspirationsquelle und ich werde das Buch Hardcore Zen lesen und seine Empfehlung Moon in a Dewdrop: Writings of Zen Master Dōgen.

    Tue das. Er war für mich und bestimmt viele andere hier ähnlich inspirierend. Dass in den 20 Jahren danach ein etwas gemischteres Bild entstanden ist, muss für Dich jetzt nicht weiter schlimm sein :)

    Leseempfehlung Buddhist Teachers’ Responses to Sexual Violence: Epistemological Violence in American Buddhism | Journal of Global Buddhism

    Ich konnte auf Anhieb in dem verlinkten Artikel keinen Hinweis zu Brad Warner finden. Gibt es eine Verbindung?

  • Lassi
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    • 18. März 2026 um 17:33
    • #18

    Ich hänge jetzt bei Seite 60 von Hardcore Zen fest. Eigentlich war der Plan, es am Stück zu lesen, aber dieser furchtbare Slang macht mich fertig, ich will momentan nur noch innerlich schreien. Es gibt zwar zwischendurch wirklich schöne Sätze, aber die Art, wie er schreibt, kratzt extrem an meiner Geduld. Ab Seite 10 hatte ich Kopfschmerzen, und auch wenn es seit Seite 50 minimal besser ist, frage ich mich ernsthaft, wie ich es bis Seite 232 schaffen soll. So viel zum Thema Vorfreude... Normalerweise halte ich viel aus, aber das hier ist eine echte Geduldsprobe

    Liebe Grüße,

    Lassi


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  • Samadhi1876
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    • 18. März 2026 um 17:38
    • #19
    Lassi:

    Ich hänge jetzt bei Seite 60 von Hardcore Zen fest. Eigentlich war der Plan, es am Stück zu lesen, aber dieser furchtbare Slang macht mich fertig, ich will momentan nur noch innerlich schreien. Es gibt zwar zwischendurch wirklich schöne Sätze, aber die Art, wie er schreibt, kratzt extrem an meiner Geduld. Ab Seite 10 hatte ich Kopfschmerzen, und auch wenn es seit Seite 50 minimal besser ist, frage ich mich ernsthaft, wie ich es bis Seite 232 schaffen soll. So viel zum Thema Vorfreude... Normalerweise halte ich viel aus, aber das hier ist eine echte Geduldsprobe

    Deshalb habe ich auch nicht alles gelesen, sondern nur das für mich Interessantere, glaube das kommt in etwa erst zum Schluss wenn ich mich recht erinnere, wo er von ersten neuen Erfahrungen mit ZaZen erzählt und was der Meister zu „Erleuchtung“ meint.


    Bei Muho in seinen Büchern und auf seinen Sendekanal braucht man ähnlich viel Geduld und gute Nerven…

  • Lassi
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    • 18. März 2026 um 18:03
    • #20
    Samadhi1876:
    Lassi:

    Ich hänge jetzt bei Seite 60 von Hardcore Zen fest. Eigentlich war der Plan, es am Stück zu lesen, aber dieser furchtbare Slang macht mich fertig, ich will momentan nur noch innerlich schreien. Es gibt zwar zwischendurch wirklich schöne Sätze, aber die Art, wie er schreibt, kratzt extrem an meiner Geduld. Ab Seite 10 hatte ich Kopfschmerzen, und auch wenn es seit Seite 50 minimal besser ist, frage ich mich ernsthaft, wie ich es bis Seite 232 schaffen soll. So viel zum Thema Vorfreude... Normalerweise halte ich viel aus, aber das hier ist eine echte Geduldsprobe

    Deshalb habe ich auch nicht alles gelesen, sondern nur das für mich Interessantere, glaube das kommt in etwa erst zum Schluss wenn ich mich recht erinnere, wo er von ersten neuen Erfahrungen mit ZaZen erzählt und was der Meister zu „Erleuchtung“ meint.


    Bei Muho in seinen Büchern und auf seinen Sendekanal braucht man ähnlich viel Geduld und gute Nerven…

    Das hast du echt gut gelöst. Ich habe zwischendurch schon versucht, den Smalltalk einfach zu überspringen, aber ich neige leider dazu, alles lesen zu müssen. Ich will jedes Wort analysieren und verstehen, daher kommen wohl auch die Kopfschmerzen. Danke für deine Worte, bei mir funktioniert das Ignorieren einfach schlecht, weil ich es jetzt erst recht lesen will, gerade weil es so einen Widerstand in mir auslöst. So gegen den eigenen Körper zu arbeiten, macht keinen Spaß, aber ich denke, das war definitiv das letzte Buch, das ich mir von ihm gekauft habe.

    Liebe Grüße,

    Lassi


    Verkörpern, was heilsam ist – jenseits von Tradition und Dogma. Methoden nutzen, ohne an ihnen zu kleben.

  • pano
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    • 18. März 2026 um 21:57
    • #21
    Tai:
    pano:
    Christopher:

    Tue das. Er war für mich und bestimmt viele andere hier ähnlich inspirierend. Dass in den 20 Jahren danach ein etwas gemischteres Bild entstanden ist, muss für Dich jetzt nicht weiter schlimm sein :)

    Leseempfehlung Buddhist Teachers’ Responses to Sexual Violence: Epistemological Violence in American Buddhism | Journal of Global Buddhism

    Ich konnte auf Anhieb in dem verlinkten Artikel keinen Hinweis zu Brad Warner finden. Gibt es eine Verbindung?

    hier

    Zitat

    A final response comes from popular white Zen Buddhist teacher Brad Warner, who often articulates a seemingly apolitical and race-and gender-blind hermeneutics of Buddhism.3In a Facebook comment in response to allegations against Levine, Warner writes, “It’s hard to have sympathy for anonymous people with stories that have no detail at all. If someone were to tell me their direct experience, I’d be sympathetic.”Warner reiterates this point months later, in September 2018, stating “I keep getting accused of being unsympathetic to the folks harmed by Noah Levine. But it’s hard to be sympathetic to anonymous people and to stories that are so vague they could be just about anything. I can’t find much in there to be sympathetic to”(Warner, 2018). Meaningfully, by August, there were already several public accounts of Levine’s alleged misconduct, including a detailed allegation of sexual assault (Merlan, 2018a). In my reading, Warner’s narrative reflects an active desire to not believe. When an accusation of sexual assault exists, it is not named or interpreted as assault. Rather, an account, whether vague or specific, is named as “so vague they could be just about anything”(Warner, 2018). Information about alleged sexual misconduct and assault existed from early days, but the interpretation from Warner was always already one of not believing—always already one of naming anonymity as a reason to not believe.


    Warner goes further than to name accusations of sexual misconduct as not believable. He claims these accounts exist, instead, for “titillation”(Warner, 2019a). In his blog published January 2019, Warner writes, “The lurid tales I’ve seen about Noah on the Interwebs sound like Victorian pornography to me. They supposedly detail the horrid misdeeds of a most wicked man. Yet I wonder how much of their appeal is pure titillation”(Warner, 2019a). Instead of approaching these women’s accounts as evidence of Levine’s alleged sexual misconduct, these accounts are read as pornographic and, per the definition of “lurid,”arousing. In Warner’s formulation, Levine is not a wicked man because he has allegedly done wicked things. He is a wicked man because he is made into a wicked man through unjust, unfair, political processes. Warner’s comments illustrate the ways Buddhist teachers respond to accusations of sexual violence with the clear desire to avoid believing them. This response ultimately serves to dismiss and demean gendered complaints of alleged sexual violence


    Overall, the invocation of not-knowing mind, non-duality, equanimity, right speech, dueprocess, and anonymityreinforce dynamics of power. They limit the space to believe without guilt that alleged sexual violence and harm took place. These discourses place the naming of alleged gendered injustices as antithetical to Buddhist practice and as a failure of the awakened mind. They are framed, in essence, as unwise, unskillful, and judgmental. The voices, embodiments, and perspectives of non-hegemonic actors are doubted, foreclosed, and demeaned. They are demeaned as such because these dharmic readings serve the purpose, whether intentional or not, of protecting a man’s innocence. Stated neutrally, these Buddhist teachings are not neutral. These teachings are gendered for the ways they maintain masculine control and place doubt, uncertainty,and failure onto the voices and positions of less powerful others. Based in a dominant epistemology that serves to uplift hegemonic actors, these Buddhist teachers’responses ultimately limit Buddhist declarations of guilt against Levine

    Auf deutsch

    Zitat

    Eine abschließende Reaktion stammt von dem populären weißen Zen-Buddhistischen Lehrer Brad Warner, der oft eine scheinbar unpolitische sowie rassen- und geschlechterblinde Hermeneutik des Buddhismus artikuliert. In einem Facebook-Kommentar als Reaktion auf die Anschuldigungen gegen Levine schreibt Warner: „Es ist schwer, Mitgefühl für anonyme Personen mit Geschichten zu haben, die keinerlei Details enthalten. Wenn mir jemand von seiner direkten Erfahrung berichten würde, wäre ich mitfühlend.“ Warner bekräftigt diesen Punkt Monate später, im September 2018, mit den Worten: „Mir wird immer wieder vorgeworfen, kein Mitgefühl für die von Noah Levine geschädigten Leute zu haben. Aber es ist schwer, mit anonymen Menschen und Geschichten mitzufühlen, die so vage sind, dass sie so ziemlich alles bedeuten könnten. Ich kann darin nicht viel finden, mit dem man mitfühlen könnte“ (Warner, 2018). Bezeichnenderweise gab es bis August bereits mehrere öffentliche Berichte über Levines mutmaßliches Fehlverhalten, einschließlich eines detaillierten Vorwurfs des sexuellen Übergriffs (Merlan, 2018a). Meiner Interpretation nach spiegelt Warners Narrativ den aktiven Wunsch wider, nicht zu glauben. Wenn eine Anschuldigung wegen sexuellen Übergriffs vorliegt, wird sie nicht als Übergriff benannt oder interpretiert. Vielmehr wird ein Bericht, egal ob vage oder spezifisch, als „so vage, dass er alles Mögliche sein könnte“ bezeichnet (Warner, 2018). Informationen über mutmaßliches sexuelles Fehlverhalten und Übergriffe lagen von Anfang an vor, aber Warners Interpretation war von vornherein eine des Nicht-Glaubens – von vornherein eine, die Anonymität als Grund für Unglauben anführte. Warner geht noch weiter, als Anschuldigungen wegen sexuellen Fehlverhaltens als unglaubwürdig zu bezeichnen. Er behauptet stattdessen, diese Berichte existierten zur „Lüsternheit“ (Warner, 2019a). In seinem im Januar 2019 veröffentlichten Blog schreibt Warner: „Die reißerischen Geschichten, die ich im Internet über Noah gesehen habe, klingen für mich wie viktorianische Pornografie. Sie beschreiben angeblich die schrecklichen Verfehlungen eines höchst bösen Mannes. Doch ich frage mich, wie viel von ihrem Reiz reine Lüsternheit ist“ (Warner, 2019a). Anstatt die Berichte dieser Frauen als Beweise für Levines mutmaßliches sexuelles Fehlverhalten zu betrachten, werden diese Berichte als pornografisch und – gemäß der Definition von „reißerisch“ (lurid) – als erregend gelesen. In Warners Formulierung ist Levine kein böser Mann, weil er angeblich böse Dinge getan hat. Er ist ein böser Mann, weil er durch ungerechte, unfaire, politische Prozesse zu einem bösen Mann gemacht wird. Warners Kommentare veranschaulichen die Art und Weise, wie buddhistische Lehrer auf Vorwürfe sexueller Gewalt mit dem klaren Wunsch reagieren, ihnen den Glauben zu verweigern. Diese Reaktion dient letztlich dazu, geschlechtsspezifische Beschwerden über mutmaßliche sexuelle Gewalt abzutun und herabzuwürdigen. Insgesamt verstärkt das Berufen auf das „Nicht-Wissen“ (not-knowing mind), Nicht-Dualität, Gleichmut, rechte Rede, rechtsstaatliche Verfahren und Anonymität bestehende Machtdynamiken. Sie begrenzen den Raum, um ohne Schuldgefühle daran zu glauben, dass mutmaßliche sexuelle Gewalt und Schaden stattgefunden haben. Diese Diskurse stellen die Benennung von mutmaßlichen geschlechtsspezifischen Ungerechtigkeiten als gegensätzlich zur buddhistischen Praxis und als ein Versagen des erwachten Geistes dar. Sie werden im Wesentlichen als unweise, ungeschickt und wertend gerahmt. Die Stimmen, Verkörperungen und Perspektiven nicht-hegemonialer Akteure werden angezweifelt, ausgeschlossen und herabgewürdigt. Sie werden als solche herabgewürdigt, weil diese dharmischen Lesarten – ob absichtlich oder nicht – dem Zweck dienen, die Unschuld eines Mannes zu schützen. Neutral formuliert: Diese buddhistischen Lehren sind nicht neutral. Diese Lehren sind vergeschlechtlicht durch die Art und Weise, wie sie männliche Kontrolle aufrechterhalten und Zweifel, Unsicherheit sowie Versagen auf die Stimmen und Positionen weniger mächtiger Anderer projizieren. Basierend auf einer dominanten Epistemologie, die dazu dient, hegemoniale Akteure zu stärken, schränken die Reaktionen dieser buddhistischen Lehrer letztlich buddhistische Schuldsprüche gegen Levine ein.

  • Christopher
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    • 19. März 2026 um 06:57
    • #22

    danke - ich kann mich erinnern, dass er damals ähnlich zu den Vorwürfen gegen Sasaki reagiert hat. Er hat (wie vielen anderen auch) die Sache relativiert weil Sasaki angeblich so ein guter Lehrer war, und hat sich mE insgesamt ablehnend bzw. desinteressiert geäußert.

  • Qualia
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    • 19. März 2026 um 09:07
    • #23

    Ein hervorragender Lehrer kann als Person, nicht in der Funktion des Lehrers, ein alle Sila-Brecher sein. Wobei bei diesem Menschen der Lehrer ein Schleier ist, der den Missachtenden verblendet. Ich glaube, das nennt man Heuchler.


    Der exzellente Lehrer hat keine Chance, die Person, die ihn trägt, zur Praxis der Tugenden zu bringen. Die vermittelte Lehre ist gut, doch der, der sie vermittelt, ist ein Heuchler und grinst über seine eigenen Worte an andere.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Tai
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    • 19. März 2026 um 10:44
    • #24
    pano:

    hier

    Danke pano .


    Sehr überzeugende Einordnung; sowohl bezüglich Warners Äußerungen, als auch zur missbräuchlichen Auslegung von der Lehre der Nicht-Dualität.

  • Christopher
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    • 19. März 2026 um 11:32
    • #25

    Zu Letzterem zitiere ich mich selbst gerne :)

    Zitat

    Aber da ist noch eine weitere gelehrte Zen-Weisheit, mit der sich Fehlverhalten relativ leicht rechtfertigen und somit ungehindert fortsetzen lässt, nämlich die „absolute“ Sicht im Gegensatz zur „relativen“ Sicht. Durch diese Unterscheidung kann ein des Missbrauchs beschuldigter Lehrer den Blickwinkel ganz einfach auf eine höhere Abstraktionsebene lenken und damit jegliche Diskussion sozusagen im Keim ersticken. Kramer und Alstad erklären dies folgendermaßen:


    • In der esoterischen „Spiritualität” erfolgt diese Verlagerung aus dem Bereich der individuellen Existenz auf die abstrakte Ebene einer allumfassenden Einheit. Ein Beispiel: Wenn das Sein als etwas betrachtet wird, das aus unterschiedlichen Wesenheiten besteht, dann sind es die einzelnen Menschen, die leiden. Das Konzept der Einheit schafft die Individuen ab. Wenn die verschiedenen Ebenen vermischt werden und wir dabei gefissentlich übersehen, daß sie verschieden sind, können paradoxe Aussagen getroffen werden wie „Es gibt Leiden, aber niemand leidet“ oder „Alle Unvollkommenheit ist vollkommen.“ Indem der Zusammenhang derart verändert wird, kann fast alles in ein Paradoxon gefaßt werden, was ganz besondere Weisheit suggeriert. Außerdem kann jedes Verhalten mit Paradoxa gerechtfertigt werden, indem von einer verborgenen Bedeutung gesprochen wird, die Teil der paradoxen Natur der Dinge ist; diese kann aber selbstverständlich nur der Guru angemessen verstehen.219


    Und so verstehen es manche Zen-Lehrer sehr gut, wie ein Beobachter berichtet, „den Fragen interessierter Zuhörer, die von der relativen Perspektive des alltäglichen Lebens gestellt werden, mit Antworten zu begegnen, die vom absoluten Blickwinkel des Buddhismus stammen und umgekehrt. Auf diese Weise kann mit Leichtigkeit das scheinbar begrenzte Verständnis des jeweiligen Fragestellers demonstriert werden, der häufg tiefbeeindruckt und verblüfft zurückgelassen wird.“220


    Auch gibt es aus dieser „absoluten“ Sicht ja keine möglicherweise leidenden Einzelpersonen, was zu der Annahme verleitet, dass es Missbrauch dann ja gar nicht gibt. Caryl Gopfert drückt das in ihrer Studie zum Vertrauensbruch bei Zen-Lehrern so aus: „Im Bereich des Relativen gibt es Betrug und Ausbeutung, im Bereich des Absoluten defniert sich so einfach die Beschaffenheit der menschlichen Existenz. Niemand begeht Verrat am anderen. Es gibt weder Verräter, noch Verratene, noch Verrat.“221 Dass sich Shimano diese Rationalisierung zunutze gemacht hat, hat auch einer seiner Schüler deutlich gemacht: „Mit dem Argument, dass es nichts/niemanden zu beurteilen gibt, lässt sich doch perfekt jegliches Missbrauchsverhalten rechtfertigen.“222


    Das Argument der Gegensätze von Absolut und Relativ dient aber nicht nur höchst elegant dazu, Auseinandersetzungen im Keim zu ersticken und die Leiden des Einzelnen herunterzuspielen, vielmehr wird unterschwellig auch angedeutet, dass die Ebene des Absoluten, also der vermeintliche Ursprung jeglichen Handelns des Lehrers, sehr viel „erleuchteter“ sei und eben weit „über“ der schlichten Schülerebene des Relativen stehe.223 Und so wird der Schülerin nicht nur der an ihr begangene Missbrauch zugemutet; es quält sie aufgrund des ihr verwehrten Zugangs zu solch höheren Sphären dazu auch noch das Gefühl ihrer Minderwertigkeit und Unzulänglichkeit.

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Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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