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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Lehren/Philosophien = Narrative

  • Qualia
  • 14. März 2026 um 11:32
  • Zum letzten Beitrag
  • void
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    • 20. März 2026 um 07:40
    • #26

    Hier ist ein Beispiel dafür, wie genau die gleiche Szene in einem Film durch unterschiedliche Filmmusik als Teil einer ganz anderen Stimmung wahrgenommen wird.


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    Es wird zum Bruchteil einer ganz anderen Geschichte

  • Lassi
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    • 20. März 2026 um 08:40
    • #27

    Hallo,

    bei dem Thema musste ich gerade an Smileys und Reaktionen denken. Für mich macht es einen großen Unterschied, dass etwas hinzugefügt wird und vor allem was. Diese ganze Palette an Möglichkeiten kann eine Aussage eher verzerren als klären.
    Ein sehr freundliches Smiley in Kombination mit einem eher kritischen Text wirkt auf mich widersprüchlich. Ich kann dann oft nicht eindeutig erkennen, was eigentlich gemeint ist. Soll ich mich am Text orientieren oder an den Emojis?
    Für mich haben solche Zusätze manchmal etwas wie Hintergrundmusik, sie laufen mit, beeinflussen die Stimmung, aber machen die eigentliche Aussage nicht unbedingt klarer, sondern eher uneindeutig.

    Liebe Grüße,

    Lassi


    Verkörpern, was heilsam ist – jenseits von Tradition und Dogma. Methoden nutzen, ohne an ihnen zu kleben.

  • Qualia
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    • 20. März 2026 um 10:30
    • #28
    Beitrag

    RE: Lehren/Philosophien = Narrative

    Wir erzählen uns selber nicht nur auf so einer biographischen Ebenen Geschichten sondern im ganz kleinen. Schon dass was wir als unmittelbares Gefühl erleben kann schon eine "Geschichte" - also eine Konstruktion und Interpretation sein.



    Die Psychologen Schachter und Singer kamen zu einer zwei Faktoren-Theorie der Emotion. Sie besagt, dass ein Gefühl aus zwei Komponenten besteht: Erstmal einem körperlichen Abteil und dann aus ein kognitiven Bewertung.



    Diese Theorie wurde 1974 "Capilano…
    void
    20. März 2026 um 07:37


    Für Moderator: Das seitenübergreifende Zitieren funktioniert bei mir nicht.


    Das Verwechseln von Fühlen und Gefühl führt zu Emotionen (sich mit Gefühl identifizieren).

    Anhaftung an: das ist mein Gefühl. Ich bin das Gefühl, das Gefühl ist meine Identität.

    Buddha: Das ist nicht mein Gefühl, das Gefühl bin nicht ich, das Gefühl ist nicht meine Identität. (Das Fühlen ist absolut neutral, ohne atta.)


    Wenn ich das, was du beschreibst, anhand meiner Definition der Anhäufungen zeige, könnte es sein, dass du ein Dich-Identifizieren erkennst.

    Deine Körperlichkeitsgruppe registriert etwas, die Wahrnehmungsgruppe bedingt ein Fühlen. Die Fühlengruppe bedingt eine Information.


    Diese Information wird an das Ich/Selbst gesendet und deine individuelle Identität versucht herauszubekommen, was dieses Fühlen bedeutet, und bildet daraus ein Gefühl, das mit erfahrenen Gefühlen die Bewertung „Emotion“ bekommt.

    Dein Verstand sendet seine Bewertung an das Dreigestirn: Körperlichkeit, Wahrnehmung, Gefühl, und dieses erzeugt die für die Reaktionen deines materiellen Körpers notwendigen Prozesse. Wenn du dich auf das unmittelbare Fühlen konzentrierst, nachdem du das Gefühl identifiziert hast, können viele Stressfaktoren gestoppt werden. Denn das Dich-mit-dem-Gefühl-identifizieren wird gestoppt. Beispiel: Nicht mein Problem oder mein Problem.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

    3 Mal editiert, zuletzt von Qualia (20. März 2026 um 10:44)

  • ewald
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    • 20. März 2026 um 14:51
    • #29

    Worum geht es eigentlich? Zu beweisen, dass auch ein Gefühl etwas Materielles ist und nicht etwas Immaterielles? Dass es seelische Empfindungen als etwas Immaterielles nicht gibt? Dass alles Materie ist, man muss nur genau hinschauen? Dass auch Meditation ein Vorgang ist, der Materie schafft? Dass der Geist letztendlich auch nur Materie ist? Dass das Immaterielle eine Illusion ist, die real nicht zu belegen ist? Ja, es gibt keine Messgeräte, die Immaterielles nachweisen können. Ist das Immaterielle ein Narrativ?

  • Anna Panna-Sati
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    • 20. März 2026 um 16:00
    • #30
    Lassi:

    Ein sehr freundliches Smiley in Kombination mit einem eher kritischen Text wirkt auf mich widersprüchlich.

    Ich kann dann oft nicht eindeutig erkennen, was eigentlich gemeint ist. Soll ich mich am Text orientieren oder an den Emojis?

    Ja, das kann ich nachvollziehen. liebe Lassi, denn der Text bewegt sich meistens auf der Sachebene, das Emoji jedoch oft auf der Beziehungsebene - deren Verbindung harmoniert nicht immer miteinander. :shrug: (->Emoji: Ist wohl nicht zu ändern...) :) (-> freundliches Anlächeln)


    Die Emojis haben unterschiedliche Funktionen, sie können z.B. :

    - einen "scharfen" Text etwas abmildern (entspanntes Lächeln, breites Grinsen, Zwinkersmiley)

    - Stimmung auflockern bei schwierigen "Reizthemen" (Coolness-Smiley, Lach-Smiley)

    - (Selbst-) Ironie anzeigen (Zwinkersmiley)

    - Signalisieren, dass die eigenen Aussagen nicht die "ganze Wahrheit" zeigen, sondern noch durchdacht/hinterfragt werden/können (auch vom Autor!) - (Nachdenk-Smiley)


    usw. usf. ....


    Ich konzentriere mich zunächst immer hauptsächlich auf den Text und seine Aussage, nehme vorhandene Emojis zwar am Rande wahr, kümmere mich aber erst im Anschluss um deren "Botschaft".

    Zum Schluss lese ich nochmal alles zusammen und verstehe dann - hoffentlich! - ;), was der Autor in der Sache ausdrücken wollte, ggf. auch, was ihn bewegte...

    Lassi:

    Für mich haben solche Zusätze manchmal etwas wie Hintergrundmusik, sie laufen mit, beeinflussen die Stimmung, aber machen die eigentliche Aussage nicht unbedingt klarer, sondern eher uneindeutig.

    Klar, die durch Emojis vermittelten Emotionen können u.U. ablenken vom Inhalt des Beitrages, weil sie eben durch die Berührung einer anderen Kommunikationsebene möglicherweise die konzentrierte Aufnahme eines Textinhaltes stören.

    -> Im Zweifelsfall erst mal getrennt aufnehmen, aber letztlich "macht es die Mischung". ;)


    Schau dir doch mal dieses "Kommunikationsquadrat" von Friedemann Schulz - von Thun an (falls du es nicht schon kennst):


    das Kommunikationsquadrat - Schulz von Thun Institut


    Liebe Grüße, Anna :) (Heiterkeit, Freundlichkeit) _()_(dankender Gruß, Verbundenheit) :heart: (Lieb. Güte/Wohlwollen)


    (Aussage: Diese Haltungen bleiben grundsätzlich auch bei kritischen oder gar scharfzüngig-ironischen Beiträgen erhalten, bei traurigen lasse ich das Lächel-Emoji manchmal weg oder stelle es hintan)

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

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    • 20. März 2026 um 16:32
    • #31

    Liebe Anna,
    danke, das „Kommunikationsquadrat“ von Friedemann Schulz von Thun sagt mir etwas, danke dir trotzdem. Ich habe es mir gerade noch einmal verinnerlicht.
    Zu den Smileys: Vor langer Zeit habe ich in einer Autismusgruppe etwas darüber geschrieben, wie Smileys auf uns wirken. Das Feedback war riesig, und vor allem wurde deutlich, dass jeder einzelne Smiley von jedem anders wahrgenommen wird.


    Der zwinkernde Smiley löst bei mir zum Beispiel das Gefühl aus, dass mich jemand indirekt belehren möchte. Den Smiley mit dem Buch in der Hand kannte ich noch nicht. Ich denke, viele Erfahrungen mit Smileys sind geprägt von den Texten und Beziehungen, in denen wir sie sehen. Für mich drückt der Buchsmiley aus, dass jemand nicht belehrend wirken will, aber trotzdem sagt: „Hallo, bitte kurz aufpassen, jetzt kommt etwas Wichtiges.“
    Herzsmileys empfinde ich als schwer, weil ich Rot als sehr einnehmende Farbe wahrnehme. Eine Kombination mit Herz wirkt für mich nicht stimmig. Eher passend wären Lila, Blau, Weiß oder Grün. Die gelben Smileys sind mir zu laut und aufdringlich. Sie stören mich richtig und fühlen sich fast so an, als wäre ich mitten in einem Kaufhaus. Regenbogen und Kleeblatt nutze ich als Zeichen von Glück und Harmonie.
    Die Friedenstaube erinnert mich eher an die echten Tauben, die gern vor meiner Tür landen, nicht unbedingt mit Frieden verbunden, auch wenn sie eine andere Farbe hat. So könnte ich ewig weitermachen.
    Und was ich absolut schlimm finde, sind Ausrufezeichen. Sie tun richtig weh, wenn sie auftauchen. Es fühlt sich an, als würde die Person beim Schreiben schreien.
    Herzlichen Dank, Anna. Du hast so eine schöne Art zu schreiben, und bei dir fühlt sich jedes Wort an, als würdest du genau wissen, was du meinst.


    _()_:rainbow::klee:

    Liebe Grüße,

    Lassi


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  • Qualia
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    • 20. März 2026 um 18:28
    • #32
    ewald:

    Worum geht es eigentlich? Zu beweisen, dass auch ein Gefühl etwas Materielles ist und nicht etwas Immaterielles? Dass es seelische Empfindungen als etwas Immaterielles nicht gibt? Dass alles Materie ist, man muss nur genau hinschauen? Dass auch Meditation ein Vorgang ist, der Materie schafft? Dass der Geist letztendlich auch nur Materie ist? Dass das Immaterielle eine Illusion ist, die real nicht zu belegen ist? Ja, es gibt keine Messgeräte, die Immaterielles nachweisen können. Ist das Immaterielle ein Narrativ?

    Genau darum geht es: dass das alles nur Spekulationen eines Ich sind, das von sich behauptet, ein Stabiles und veränderliches Ich ist.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

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  • ewald
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    • 21. März 2026 um 13:49
    • #33

    Das

    Qualia:

    Genau darum geht es: dass das alles nur Spekulationen eines Ich sind, das von sich behauptet, ein Stabiles und veränderliches Ich ist.

    Das 'Ich' oder das Selbst ist nun mal eine Größe um die Identifikation mit sich selbst zu ermöglichen, auch wenn es eine Illusion ist, wir müssen es zunächst hinnehmen, was anderes gibt es nicht. Auch Buddha hat so viele Rollen erlebt in seinem Leben, wenn man seine Biografie kennt, wird das deutlich und erst am Ende durch die Erleuchtung konnte er die Illusionen ablegen. Aber bis dahin ist die Identifikation mit dem Selbst notwendig um überleben zu können. Auch die Illusionen sind in einer westlichen Welt unabänderlich. Man kann zwar virtuell mit Worten ausdrücken, ich bin ein Erleuchteter, ich bin im Nirvana, aber wie viel Substanz hat das real? Ob ein 'Ich' stabil ist, hängt vor allem von der Psyche ab, die Behauptung allein hat kaum einen Effekt.

  • Qualia
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    • 21. März 2026 um 16:30
    • #34

    Das Einzige, worauf ich mich gründen kann, ist mein Körper, der kontinuierlich funktioniert – seit meiner von mir nur vermuteten Geburt bis zu meinem ebenso nur vermuteten Tod.

    Denn beide kenne ich nicht, weil ich meine Geburt nicht erfahren habe (Narrativ) und im Fall meines Todes (Narrativ) nicht erfahren werde. Den Tod könnte ich nur erfahren, wenn es einen bewussten Augenblick nach dem Tod gäbe. Das gehört in den Bereich heiliger Vorstellungen und Glaubens.

    Die Zeit (Narrativ) ist ebenfalls ein Teufelswerk meines Verstandes, der glaubt, durch sie die Kontinuität meines Lebens erkennen zu können, obwohl mein Verstand nichts mit meinem Leben gemein hat. Ich habe eine Uhr, die angeblich Zeit misst. Die Zeit läuft unendlich, weil ich sie so denken muss, um „vergangen“, „jetzt“, „gleich“ messen zu können – und damit habe ich plötzlich „Zeit“, ups.


    Alle Narrative versuchen, die Kontinuität in Stücke zu zerhacken, und nur der Glaube, dass sie das können, macht Meinen, Wahrheit und Glauben möglich.

    Doch das ganze Universum, einschließlich meines Lebens, macht unbeeindruckt und ohne jede auch nur winzigste Unterbrechung weiter. Welch ein Glück.


    Der Körper läuft.

    Geburt und Tod sind Narrative.

    Zeit ist ein Narrativ des Verstandes.

    Narrative zerhacken Kontinuität.

    Die Kontinuität bleibt unberührt.

    Das Universum läuft weiter.

    Welch ein Glück.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

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  • Jens
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    Ich kenne noch nichts,möchte erst sehen.
    • 21. März 2026 um 22:35
    • #35

    Spekulieren kannst Du nur im Haus der Sprache,

    was bei der Menge des bereits Vorhandenen

    ja mehr einer Einkaufstour ähnelt.Für das Grundlegende wie Sex,Aggression,Angst,Traurigkeit,Freude,

    Euphorie braucht man keine Worte und Begriffe.

    Dieses "Ich" war schon da,bevor es durch Sprache benannt werden konnte,bevor es als "Ich" problematisch werden konnte.

  • Benderson2
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    • 21. März 2026 um 22:42
    • #36
    void:

    Hier ist ein Beispiel dafür, wie genau die gleiche Szene in einem Film durch unterschiedliche Filmmusik als Teil einer ganz anderen Stimmung wahrgenommen wird.


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    Es wird zum Bruchteil einer ganz anderen Geschichte

    Erinnert mich an das Video :lol:


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  • Qualia
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    • 22. März 2026 um 09:08
    • #37

    Jedes Leben ist absolut real, und es beruht auf Ontologien.


    Wenn eine Ontologie erkannt ist, kann sie durch keine Transformation, die auf einer a‑priori‑Setzung beruht, beseitigt werden.


    Die Ontologie verweigert jede Transformation, weil die a‑priori‑Setzung nicht durch die Wirklichkeit des Ablaufs belegt werden kann.


    Wenn ein Ich‑Bewusstsein eine a‑priorische Transformation als wahr anerkennt, beginnt die Identifikation.

    Mit einer Ontologie kann man sich nicht identifizieren – sie ist immer das, was sie ist.

    Die a‑priori‑Setzung ist immer ein Narrativ.


    Text auf Deutsch, ohne Fremdwörter:

    Jedes Leben ist absolut wirklich, und es beruht auf den Grundstrukturen des Lebendigseins.


    Wenn eine solche Grundstruktur des Lebendigseins erkannt ist, kann sie durch keine Veränderung beseitigt werden, die auf einer vorausgesetzten Behauptung beruht.


    Die Grundstruktur verweigert jede Veränderung, weil die vorausgesetzte Behauptung nicht durch die tatsächliche Wirklichkeit des Ablaufs bestätigt werden kann.


    Wenn ein Ich‑Bewusstsein eine solche vorausgesetzte Veränderung (Behauptung) erfährt, ob durch sich selbst oder durch ein anderes Ich‑Bewusstsein, und sie für wahr hält, beginnt die Identifikation, dukkha.


    Mit einer Grundstruktur kann man sich nicht identifizieren – sie ist immer das, was sie ist, Tatsache, nie dukkha, vielleicht leiden an etwas, ja, aber kein dukkha.

    Die vorausgesetzte Behauptung ist immer eine Erzählung.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

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    2 Mal editiert, zuletzt von Qualia (22. März 2026 um 09:16)

  • Anna Panna-Sati
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    • 22. März 2026 um 13:39
    • #38
    Qualia:

    Mit einer Grundstruktur kann man sich nicht identifizieren – sie ist immer das, was sie ist, Tatsache, nie dukkha, vielleicht leiden an etwas, ja, aber kein dukkha.

    Lieber Qualia , eine andere Sicht:

    Die Grundstruktur des Lebens ist ja bei allen Lebewesen (nicht nur biologisch-chemisch) gleich, insofern bestehen da schon Identifikationsmöglichkeiten, z.B. durch das

    (allerdings weltlich-konventionelle) Verständnis dessen, was alle Lebewesen verbindet und eint.

    Daraus kann ein Verbundenheitsgefühl ( sich als Teil dieses komplexen Systems, der Biosphäre, zu empfinden) hervorgehen, mit entsprechender Identifikation als "Nebenwirkung" und nachfolgend - fast zwangsläufig - Dukkha, z.B. durch Mitleid....


    "Leiden an etwas" ist m.E. auch Teil von "dukkha", nämlich "dukkha-dukkha", das "normale", unvermeidliche physische oder psychische Leid -> "Leid des Leidens", welches jedes Lebewesen vom Anfang bis zum Ende seines Daseins wiederholt erfährt.


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Qualia
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    • 22. März 2026 um 14:07
    • #39
    Anna Panna-Sati:
    Qualia:

    Mit einer Grundstruktur kann man sich nicht identifizieren – sie ist immer das, was sie ist, Tatsache, nie dukkha, vielleicht leiden an etwas, ja, aber kein dukkha.

    Lieber Qualia , eine andere Sicht:

    Die Grundstruktur des Lebens ist ja bei allen Lebewesen (nicht nur biologisch-chemisch) gleich, insofern bestehen da schon Identifikationsmöglichkeiten, z.B. durch das

    (allerdings weltlich-konventionelle) Verständnis dessen, was alle Lebewesen verbindet und eint.

    Daraus kann ein Verbundenheitsgefühl ( sich als Teil dieses komplexen Systems, der Biosphäre, zu empfinden) hervorgehen, mit entsprechender Identifikation als "Nebenwirkung" und nachfolgend - fast zwangsläufig - Dukkha, z.B. durch Mitleid....


    "Leiden an etwas" ist m.E. auch Teil von "dukkha", nämlich "dukkha-dukkha", das "normale", unvermeidliche physische oder psychische Leid -> "Leid des Leidens", welches jedes Lebewesen vom Anfang bis zum Ende seines Daseins wiederholt erfährt.


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

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    Qualia:

    Mit einer Ontologie kann man sich nicht identifizieren – sie ist immer das, was sie ist.

    Ontologie = Grundstruktur

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

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  • ewald
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    • 24. März 2026 um 14:38
    • #40

    Warum kann man sich mit dem, was unabänderlich gegeben ist nicht Identifizieren?


    Bin seit Jahrtausenden als Mensch geprägt, das lässt sich nicht ändern, aber ich kann es annehmen und sagen, ja ich bin ein Mensch (mit allen Vor- und Nachteilen) und mich mit dem Menschsein identifizieren.

  • void
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    • 24. März 2026 um 21:56
    • #41
    ewald:

    Warum kann man sich mit dem, was unabänderlich gegeben ist nicht Identifizieren?


    Bin seit Jahrtausenden als Mensch geprägt, das lässt sich nicht ändern, aber ich kann es annehmen und sagen, ja ich bin ein Mensch (mit allen Vor- und Nachteilen) und mich mit dem Menschsein identifizieren.

    Ich denke, das Wort "Identifizieren" mehrere Bedeutung. Eine davon ist das was man im Buddhismus als Anhaftung (Upadana) bezeichnet also ein "Festhalten als Eigenes".


    Während man "Identität" auch einfach ganz allgemein ein Gleichsetzten verstanden werden kann. Ich bin 1.80, meine Haare sind leicht grau und Mensch bin ich auch. Dies muß ja kein Anhaften beinhalten.

  • ewald
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    • 25. März 2026 um 15:08
    • #42

    Am Mensch sein kann ich ja ruhig anhaften, da kann auch Buddha nichts dagegen sagen, das werde ich zu Lebzeiten nie los, erst im Tod endet diese Identifizierung. Wenn Du buddhistisches Anhaften meinst, warum schreibst Du es dann nicht? Sich mit etwas identifizieren können ist in der Psychologie ein positiver Vorgang, eine Verbindung zwischen Du und ich herstellen. So ist auch Anhaften nicht in Stein gemeißelt. An Dinge, die unabänderlich gegeben sind, kann man ruhig anhaften, man wird sie eh nie los. Es ist sogar leichter, sie sich zu eigen zu machen, z.B. die Atmung. Bewusstes Atmen in der Meditation führt zu wunderbaren Gehirnstrukturen.

  • Qualia
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    • 25. März 2026 um 16:28
    • #43

    Anhaften ist kein Problem, Dukkha erscheint, wenn man an dem, an dem man Anhaften festhält, und es als mein, ich bezeichnet.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

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    • 25. März 2026 um 16:39
    • #44
    Qualia:

    Anhaften ist kein Problem,

    Ist es so?


    Zitat

    In Bezug auf unser Dasein schafft upàdàna Bindung und damit Leiden (dukkha): Was man ergreift,
    davon wird man erfaßt.

    https://akincano.net/wp-content/uploads/Wo_das_Herz.pdf


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    • 26. März 2026 um 08:21
    • #45
    Qualia:

    Anhaften ist kein Problem, Dukkha erscheint, wenn man an dem, an dem man Anhaften festhält, und es als mein, ich bezeichnet.

    Wenn man unter "Anhaften" ganz allgemein ve steht, dass man von etwas nicht los kommt, dann hast du vielleicht recht. Man kann sich einen Süchtugen vorstellen, der zwar abhängig ist, aber keine Identität aus seiner Sicht zieht.


    Aber der buddhistische Begriff Upādanā - der mir Anhaften übersetzt wird bedeutet doch "

    Klammern, Ergreifen: Dummerweise an etwas festhalten, das heißt, es als "Ich" oder "Mein" zu betrachten; Dinge persönlich nehmen."


    Das Festhalten und als mein, Ich bezeichnen, ist also in dem Begriff drin.

  • Qualia
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    • 26. März 2026 um 08:49
    • #46
    void:
    Qualia:

    Anhaften ist kein Problem, Dukkha erscheint, wenn man an dem, an dem man Anhaften festhält, und es als mein, ich bezeichnet.

    Wenn man unter "Anhaften" ganz allgemein ve steht, dass man von etwas nicht los kommt, dann hast du vielleicht recht. Man kann sich einen Süchtugen vorstellen, der zwar abhängig ist, aber keine Identität aus seiner Sicht zieht.


    Aber der buddhistische Begriff Upādanā - der mir Anhaften übersetzt wird bedeutet doch "

    Klammern, Ergreifen: Dummerweise an etwas festhalten, das heißt, es als "Ich" oder "Mein" zu betrachten; Dinge persönlich nehmen."


    Das Festhalten und als mein, Ich bezeichnen, ist also in dem Begriff drin.

    Alles anzeigen

    Darauf versuche ich ja hinzuweisen. Upādānā ist vollkommen normal für alle Fühlenden der Gruppe Homo, Homo erectus, Homo sapiens und Homo sapiens sapiens. Doch der Mensch, der seinem dukkha „Das ist mein, das bin ich, so bin ich“ verfallen ist, ist nur noch Mensch, ist nur noch seine Rollen und kein fühlendes Lebewesen mehr.


    Das hört sich nur brutal an, aber Buddha hat sein Leben dem hingegeben, den Menschen die Lösung zu zeigen, die eine Lehre:


    „Das ist nicht meins, das bin nicht ich, das ist nicht meine Identität.“

    Das ist nicht meins, auch wenn ich es besitze.

    Das bin nicht ich, auch wenn ich das glaube.

    Das ist nicht meine Identität, auch wenn ich sie lebe.


    Die Lehre ist ganz einfach, und wenn ein Mensch sie anwendet, wird es leicht, ein fühlendes Menschenwesen zu werden, doch die Menschen werden es nicht verstehen und ablehnen, sie wollen etwas sein und als Etwas gesehen und behandelt werden. Wenn ein Mensch, fest überzeugt ist, etwas zu sein, dann verlangt er, so behandelt zu werden. Er will von keinem hören, dass er nicht so gesehen wird, wie er sich sieht.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

    4 Mal editiert, zuletzt von Qualia (26. März 2026 um 09:13)

  • Igor07
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    • 26. März 2026 um 10:50
    • #47
    void:

    Aber der buddhistische Begriff Upādanā - der mir Anhaften übersetzt wird bedeutet doch "

    Klammern, Ergreifen: Dummerweise an etwas festhalten, das heißt, es als "Ich" oder "Mein" zu betrachten; Dinge persönlich nehmen."

    void


    In dem von mir verlinkten Artikel erklärt der Autor auf einwandfreiem Deutsch sehr gut, dass die vollständige Übersetzung sowohl als „Ergreifen“ als auch als „Festhalten“ verstanden und auch so interpretiert werden kann. Also atta, Selbst, steckt immer schon darin, aber die normalen Menschen merken es nicht, denn die ganze Kette der bedingten Entstehung ist auf allen Gliedern wie von Dukkha infiziert. Das erklärt den anderen Artikel von Kay Zumwinkel im ganzen Buch: „Der Buddha und seine Lehre“. Verlag Beyerlein & Steinschulte. Hier

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    • 26. März 2026 um 16:54
    • #48
    Qualia:

    Wenn ein Mensch, fest überzeugt ist, etwas zu sein, dann verlangt er, so behandelt zu werden. Er will von keinem hören, dass er nicht so gesehen wird, wie er sich sieht.

    Ich glaube, da denken wir verschieden. Das soziale ist ja nur eine Schicht. Man stelle sich einen pünktlichen Beamten vor, der stolz auf seine Leistung und seine Familie ist. Und dann wird er dement , vergißt dass er Beamter war, was sein Job war und seine Kinder und sein Name. . Und der christlichen Putzfrau daneben geht es genauso. Auch die vergisst ihren Namen, ihre Rolle, ihren Gott. Beide haben ihre soziale Identität verloren - sind nur mehr fühlende Menschenwesen.


    Aber dies ist dich nur die äußerste Schicht dessen was wie sind. Darunter - unserer sozialen Tünche beraubt - sind wir doch vielleicht von Identität und Rolle befreit - aber nicht von unseren Strebungen. Auch als reines Menschentier können wir gütig oder bissig, garstig oder zahm sein. Von daher sprach Buddha von der Zähmung des Elefanten.


    Habe ich dich richtig verstanden standen?

    In diesem Punkt denken wir wohl sehr anders.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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