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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Lehren/Philosophien = Narrative

  • Qualia
  • 14. März 2026 um 11:32
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  • Qualia
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    • 14. März 2026 um 11:32
    • #1

    Alle Philosophien, Lehren und Gedankengebäude benötigen: ein Subjekt, eine Dauer, eine Identität, eine Zeitlinie, ein „Ich, das denkt“.
    Aber ich sehe:
    Das Ich ist kein Subjekt. Es ist ein Hindernis. Ein Knoten. Ein spontanes Erscheinen. Philosophie kann das nicht akzeptieren, weil sie dann ihren eigenen Boden verliert.


    Denn wenn das Ich nur ein punktuelles Erscheinen ist im Augenblick des Jetzt, ohne vorher und nachher, dann gibt es kein denkendes Subjekt, sondern nur Erscheinung + Dauer + Auflösung. Das ist für die Philosophie tödlich. Für direkte Erfahrung der Realität und Nibbana normal.


    Warum das für Erfahrung und Nibbāna normal ist
    Die Erfahrung zeigt:
    Das Ich entsteht bedingt. Es erscheint. Es vergeht. Es hat keinen Ursprung. Es hat keine Zukunft. Es ist kein Subjekt, sondern ein Erscheinen von kurzer Dauer.


    Das ist auch die Struktur von Paticcasamuppada:
    avijjā → Nicht‑Erkennbarkeit des Ursprungs
    saṅkhāra → erste Erscheinung
    viññāṇa → Bewusstwerden
    nāma‑rūpa → Benennen und Formen
    upādāna → Festhalten
    dukkha → Reibung
    nirodha → Auflösung


    Und Nibbana ist nichts anderes als:
    Das Ende der Ich-Erscheinungen.
    Das Ende des Ich‑Andauern.
    Das Ende von dukkha.
    Nicht metaphysisch, nicht mystisch.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • void
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    • 14. März 2026 um 12:24
    • #2
    Qualia:

    Alle Philosophien, Lehren und Gedankengebäude benötigen: ein Subjekt, eine Dauer, eine Identität, eine Zeitlinie, ein „Ich, das denkt“.

    Ich habe das Gefühl du sprichst da von bestimmten Ideologie, Religionen und so.


    Viele Gedankengebäude systematisieren doch nur bestimmte Wissensgebiete. In der Geometrie um die räumliche Beziehung von Figuren und Körpern. In der Ethnologie geht es darum wo Wörter herkommen.

  • Qualia
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    • 14. März 2026 um 12:37
    • #3

    Und was ist Wissen anderes als die Narrative, auch Vergangenheiten, die als Verhaltensmuster angewendet werden können, aber auch nicht genu die Zukunft vorhersagen können?

    Schrödinger hat sogar dem scheinbar widerspruchsfreien System der mathematischen Axiome den Boden weggezogen, und doch funktionieren sie immer noch.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

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  • void
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    • 14. März 2026 um 15:39
    • #4

    Der menschliche Geist denkt in Narrativen - und wenn sich Fakten zu einer sinnvollen Erzählung fügen, dann gibt uns das ein Gefühl der Befriedigung weil es "schön Sinn macht". So ist z.B dieses Bild zur Evolution des Pferdes sehr befriedigend, weil da gleich so viel Sinn rüberkommt.


    Stephen Jay Gould zeigte , dass die Evolution der Pferde kein zielgerichteter Prozess war, sondern ein komplex verzweigter „Busch“ - Pferdearten wurden ne nach kleiner und größer - es erschließt sich kein Gesamtsinn - viel ist einfach Zufall und enttäuscht unser Bedürfnis nach Sinn.


    In der Physik gibt es ja das Buch "Das hässliche Universum" von Sabine Hossenfelder in dem es darum geht, wie Physiker auf ihrem Wunsch nach schönen Narrativen - nach eleganten Theorien - oft frustriert wird und in die falsche Richtung führt.


    Auch wenn der Wunsch nach Wissen, oft ein Wunsch nach Sinn ist, bedeutet das nicht, das jedes Wissen diesen Hunger stillt und es gibt auch Wissen das uns frustriert, weil es sich gegen weitere Abstraktion sperrt.


    Wenn man z.B den Stammbaum der Zitrusfrüchte anschaut, dann ist das irgendwie wie bei so einem kleineren, inzestiösen Dorf wo es irgendwann jeder mit jedem hatte ohne dass sich viel an Sinn einstellt - das Aha ist klein und schal. Es gibt einem nichts an Sinn.


    Im Gegensatz zu Narrativen die mit Sinn protzen wie bekokste Werbefritzen.


    Deine Gleichsetzung von Wissen mit Narrativen verschleiert das.

  • Qualia
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    • 14. März 2026 um 16:08
    • #5
    Zitat

    Ein Narrativ ist eine sinnstiftende Erzählung oder ein Deutungsmuster, das komplexe Erfahrungen ordnet, Werte vermittelt und Identität stiftet. Google.

    void

    Das ist eben so und deine Definition ist korrekt.

    Warum mach ich das also, wenn wir uns einig sind?


    Es ist das dukkha das erscheint, wenn man sich mit einem Narrativ identifiziert. Und sagt: „So oder Das bin ich und das ist mein So-Sein.“
    Das sinnstiftende Narrativ bleibt so, wie es ist, doch für den, der sich damit identifiziert, kann es zu einer jahrelangen Falle des dukkha werden.


    Ja, das ist richtig, der Begriff „dukkha“ erscheint nur sehr schwach. Es ist in einem Forum für Buddhismus erschienen, und ich habe gemeint, dass der Begriff nicht deutlicher betont werden muss als in einer Liste von Paticcasamuppada.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

    2 Mal editiert, zuletzt von Qualia (14. März 2026 um 16:17)

  • void
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    • 14. März 2026 um 16:25
    • #6
    Qualia:

    Es ist das dukkha das erscheint, wenn man sich mit einem Narrativ identifiziert. Und sagt: „So oder Das bin ich und das ist mein So-Sein.“
    Das sinnstiftende Narrativ bleibt so, wie es ist, doch für den, der sich damit identifiziert, kann es zu einer jahrelangen Falle des dukkha werden.

    Ich unterstütze dich doch. Mich erinnert das was du sagst an das Buch "The World Is Made of Stories“ von David Loy. Kennst du das?


    Da geht es eben genau um Narrative - all das Netz aus Geschichten dass wir über uns über uns selbst, das Leben und die Welt erzählen. Angefangen vom Inneren Monolog bis hin zu gesellschaftlichen Erzählungen. Wie wir uns labern unsere Identität wiederkäuen und

    unsere Realität konstruieren:


    Zitat
    • Loy argumentiert, dass wir die Welt nicht zuerst erleben und dann Geschichten darüber erfinden. Stattdessen formen die Geschichten, die wir uns erzählen (über das, was möglich ist, über richtig und falsch), erst unsere Wirklichkeit.
    • Die "Master Story" und der Mangel: Die Menschen neigen dazu, sich in „Master Stories“ (Hauptgeschichten) zu flüchten, die Sicherheit bieten, aber oft auf dem Gefühl eines „Mangels“ basieren. Dieses Gefühl der Unvollständigkeit (im Buddhismus oft mit dem "Ich" verbunden) führt dazu, dass wir versuchen, unsere Identität durch persönliche Lebensgeschichten zu festigen.
  • Qualia
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    • 14. März 2026 um 19:42
    • #7
    void:

    Wie wir uns labern unsere Identität wiederkäuen und

    unsere Realität konstruieren

    "The World Is Made of Stories“ von David Loy. Nein, das Buch kenne ich nicht, doch allein der Titel sagt viel aus. Ich beschäftige mich intensiv mit der Kette des bedingten Entstehens und habe sie endlich in mir. Das hat viel Arbeit gekostet, meine Narrative darüber vom Rost der Vorstellungen zu befreien. Hat sich gelohnt.


    Die Welt aus Geschichten:

    Das ist mir extrem aufgefallen, wenn ich mit älteren Menschen 60-80 zusammen bin. Oder meine Schwägerin, die mir immer die gleichen Geschichten erzählt von ihrem Leiden. Sie hören nur noch ihre Erzählung, ohne mal daran zu denken, dass die alle nicht mehr wirksam sind, weil sie eben so sein wollen, wie sie in ihrem Glauben immer waren.


    Dukkha in Endlosschleife der eingebildeten Narrative, aus der sie nicht herauskommen, und ich nicht helfen kann.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

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    • 14. März 2026 um 21:22
    • #8
    Qualia:

    Das ist mir extrem aufgefallen, wenn ich mit älteren Menschen 60-80 zusammen bin. Oder meine Schwägerin, die mir immer die gleichen Geschichten erzählt von ihrem Leiden. Sie hören nur noch ihre Erzählung, ohne mal daran zu denken, dass die alle nicht mehr wirksam sind, weil sie eben so sein wollen, wie sie in ihrem Glauben immer waren.


    Dukkha in Endlosschleife der eingebildeten Narrative, aus der sie nicht herauskommen, und ich nicht helfen kann.

    Du hast ja oben rechts gut geschrieben - das wir eigentlich nur Moment für Moment - existieren, also das übergreifende Ich so etwas wie eine Erinnerung ist, die um nicht zu verblassen, immer wieder wiederholt werden muß. Ich glaube ganz viele Leute wissen tief drinnen, dass sie sich selber nur spielen. Ich muß an Andy Warhol denken, der ja eigentlich privat voller Komplexe war aber dann den schillernden Künstler spielt und am Abend zieht er seine Perücke aus ist gar kein richtiger Warhol mehr und fühlt sich nicht mehr liebenswürdig. Schon tragisch.

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    • 14. März 2026 um 22:16
    • #9

    Und dann gibt es da auch noch einen Körper den man nicht ganz vergessen sollte


    Der geboren wurde und wieder vergeht


    Ganz unabhängig von „Ich“


    Leben entsteht durch Fortpflanzung


    Und falls wir vom Affen abstammen

    Sind auch Affenmütter und Affenväter unsere Vorfahren


    Und falls die Affen irgendwie aus dem ersten Leben im Meer entstanden sind dann sind auch die ersten Meerestiere unsere Vorfahren


    Auf einer Erde, die irgendwann ist entstanden, in einem Universum das bis heute niemand genau beschreiben kann

  • Qualia
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    • 15. März 2026 um 10:39
    • #10
    void:
    Qualia:

    Das ist mir extrem aufgefallen, wenn ich mit älteren Menschen 60-80 zusammen bin. Oder meine Schwägerin, die mir immer die gleichen Geschichten erzählt von ihrem Leiden. Sie hören nur noch ihre Erzählung, ohne mal daran zu denken, dass die alle nicht mehr wirksam sind, weil sie eben so sein wollen, wie sie in ihrem Glauben immer waren.


    Dukkha in Endlosschleife der eingebildeten Narrative, aus der sie nicht herauskommen, und ich nicht helfen kann.

    Du hast ja oben rechts gut geschrieben - das wir eigentlich nur Moment für Moment - existieren, also das übergreifende Ich so etwas wie eine Erinnerung ist, die um nicht zu verblassen, immer wieder wiederholt werden muß. Ich glaube ganz viele Leute wissen tief drinnen, dass sie sich selber nur spielen. Ich muß an Andy Warhol denken, der ja eigentlich privat voller Komplexe war aber dann den schillernden Künstler spielt und am Abend zieht er seine Perücke aus ist gar kein richtiger Warhol mehr und fühlt sich nicht mehr liebenswürdig. Schon tragisch.

    Das erkenne ich eigentlich bei jedem Künstler, künstlerisch Erschaffenden. Sie stellen etwas dar aus ihrem Inneren, ihrer KI und andere können es mit allen Sinnen erfahren.

    dukkha erscheint, wenn der Künstler sich mit seinem Werk identifiziert.


    Bei Pablo Picasso sehe ich dies: sich identifizieren wollen, es aber nicht können, und das Aufgeben und einfach nur noch machen: Was stellt das Werk dar? Antwort: Das, was Sie meinen, stellt es dar! Keine Bestätigung, weil er es im Grunde selbst nicht wirklich weiß.


    Künstler wie Andy Warhol scheinen daran zu verzweifeln, dass andere ihre Kunst nicht sofort verstehen und ihre Interpretation nicht mit seiner übereinstimmt: Das dukkha des doch Verstanden-werden-Müssens.


    Künstler wie William Turner zeigen ihre Kunst nur widerwillig, weil sie ihre Werke als nicht perfekt so erkennen, wie sie in ihrer Vorstellung sein sollten. Sie erkennen, dass es nie so sein wird, aber versuchen doch verzweifelt, Perfektes in ihrem Sinn zu schaffen.


    Jeder Kunst Erschaffende will verstanden, erkannt und bestätigt werden, auch ist er mit seinem Werk nie zufrieden. Es muss von ihnen getrennt werden von Fremden, ansonsten entsteht nur Fluss. Ein Sotapanna hat nur für andere etwas, das er oder das sein ist. Für ihn ist: „Das ist nicht mein, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst.“


    Ich erschaffe hier auch Künstliches. Ich habe mich immer gefragt: Warum veröffentlichst du das? Es hat doch keine Wirkung auf die Realität, nein, weil es keine Wirkung auf die Realität hat.

    Ich habe gern Reaktionen, auf die ich reagieren kann, doch inzwischen habe ich gelernt, dass sehr viel, auch wenn ich es lese, wie aus einer fremden Welt ist. Es ist aus einer fremden Welt, und diese Welt ist vor der Welt, damit die Welt erkannt werden kann und sich niemand mehr mit seinen Werken, seien es Kunst oder Meinungen oder Dinge, identifiziert. Keiner in die Fesseln des Sich-Identifizierens gerät, sondern das Loslösen erkennt: „Das ist nicht mein, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst“, und wenn es notwendig ist, dann ganz bewusst als Rolle.


    Anhand von Buddha: Die ersten Hörer haben ihn verstanden und lebten sein und ihr Erkennen. Aber wie das so ist: Durch den Glauben erscheinen Jünger, die im Glauben lehren wollen, ohne zu verstehen, eben die Lehre des Buddha nicht voll durchschauen und das Verstandene auch nicht leben wollen. Denn eines wird sofort klar: Ich erkenne meine Rollen und gebe sie nicht auf, gerade weil sie mir Lust und Leiden machen (Asketen jeder Art). Warum soll ich meine berechtigten Gefühle aufgeben, wenn sie mir doch Anerkennung und Bestätigung bringen?

    Na gut, nicht von Buddha, aber der hat immer was zu meckern.


    Die Jünger bilden Gruppen. Die Gruppen bilden durch von ihnen gewählte Lehrer Sangha. Die Sangha wünscht sich ein Kloster. Das Kloster verlangt Regeln. Der letzte Bruch mit der Lehre des Buddha: Das Kloster und dann auch die Mönche verlangen, dass sie ernährt werden, ohne dass sie persönlich für ihre Nahrung losgehen.


    Buddha bleibt Buddha und er kann nichts dagegen unternehmen, was sich unter denen, die ihm hinterherlaufen, abspielt. Buddha spielt die Rolle, in der er bis heute als Buddha der Erleuchteten, Befreiten, Heiliger erkannt wird.


    Wenn dir Buddha begegnet, töte Buddha, erkenne den Buddha unter dem Buddha, den du immer wieder töten musst. Was bleibt dann? Mensch bleibt. Der Weg ist nicht achtfältig. Der Weg ist einfältig: „Das ist nicht mein, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst.“


    Wenn ich „Buddha“ verwende, kann nur der erkennen, welchen ich meine, der gelernt hat, Buddha immer wieder zu töten, die anderen verstehen mich nicht richtig. Da bin ich immer noch ich und spiele die erwartbare Rolle, die natürlich auch mittendrin und voll daneben sein kann.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

    Einmal editiert, zuletzt von Qualia (15. März 2026 um 10:46)

  • Qualia
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    • 15. März 2026 um 10:43
    • #11
    Beitrag

    RE: Lehren/Philosophien = Narrative

    […]

    Das erkenne ich eigentlich bei jedem Künstler, künstlerisch Erschaffenden. Sie stellen etwas dar aus ihrem Inneren, ihrer KI und andere können es mit allen Sinnen erfahren.

    dukkha erscheint, wenn der Künstler sich mit seinem Werk identifiziert.



    Bei Pablo Picasso sehe ich dies: sich identifizieren wollen, es aber nicht können, und das Aufgeben und einfach nur noch machen: Was stellt das Werk dar? Antwort: Das, was Sie meinen, stellt es dar! Keine Bestätigung, weil er es im Grunde selbst…
    Qualia
    15. März 2026 um 10:39

    Wenn ich diesen Text lese, der für mich anzweifelbar von mir ist, dann erscheint er mir vollkommen fremd, aber ich kann ihm zustimmen. Nicht mich mit ihm identifizieren.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

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Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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