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"Dürfen" Buddhisten das?

  • KarmaHausmeister
  • 9. Dezember 2025 um 12:40
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    • 3. Januar 2026 um 19:53
    • #51

    Mir ist bewusst, dass ich mich oft auf Meinungsfreiheit berufe – und genau deshalb halte ich sie für etwas anderes als einen Freibrief im Ton.


    Meinungsfreiheit bedeutet für mich, auch Unbequemes sagen zu dürfen, nicht, es beliebig zu sagen.


    Rechte Rede schränkt Inhalt nicht ein, sondern reflektiert die Form, die Absicht und die Wirkung von Worten – gerade in einem spirituellen Kontext.


    Mein Hinweis auf den Umgangston war daher kein Widerspruch zu Meinungsfreiheit, sondern ihr Gegenstück:
    Freiheit im Ausdruck bei gleichzeitiger Verantwortung für das, was Worte auslösen.

  • Qualia
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    • 3. Januar 2026 um 19:57
    • #52
    tammi:

    Natürlich ist es schön, wenn Jeder SEINEN Weg geht. Und wenn er findet, dass es für ihn das Beste ist, dann hat er mit Sicherheit den anderen 99% (?) Menschen etwas voraus , denn die sind mal dazu in der Lage.

    Zitat

    dazu nicht in der Lage.

    Doch sie sind immer dazu in der Lage und sie machen es auch, doch wenn sie auf die „99 %“ treffen, dann gehen sie schnell zurück in das scheinbar Sichere.


    Mein Weg war immer, das ich meinen Weg gehe und den Repressalien aus dem Weg ging, indem ich die Widersacher eben als Leitpfosten nahm für meinen Weg. Die Leitpfosten habe ich stehenlassen, was gehen die mich noch an. Das führte dazu, das ich sehr viel mehr Menschen traf, mit denen ich gemeinsam unsere Wege gehen konnte.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • ewald
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    • 5. Januar 2026 um 15:29
    • #53

    Meinungsfreiheit ist ja in der BRD auch immer wieder ganz großgeschrieben, vor allem im politischen Bereich. Das ist auch schön und gut, nur damit kann man wunderbar Schindluder treiben. Mir geht es auf dem Weg zur Erleuchtung eher um das fühlen. Wie fühlt es sich an? Das kann bei jedem etwas anderes sein, aber es beschreiben und mitteilen ist möglich. Buddha hat über seine Gefühle gesprochen und sich in der Sangah darüber ausgetauscht, das war ihm, um letztlich zur Erleuchtung zu kommen, ganz wichtig. Die Meinung, ja, die ist auch wichtig, aber sie sagt nichts darüber aus, wie es sich anfühlt. Wenn man etwas fühlt, dann sind auch negative Gefühle dabei wie Wut oder Eifersucht und die drücken sich durch affektives Verhalten aus, z.B. durch einen Text, der von Leidenschaft geprägt ist. Das kann jemand, der unter Migräne leidet, als störend empfinden. Jedoch es nutzt nichts, um Illusionen zu überwinden, muss man sie zunächst erkennen und sich bewusst machen. Wie fühlt es sich an? Erst dann ist Veränderung möglich. Der rechte Weg ist also kein Ding, was man haben kann, es ist ein Prozess, den man durchschreitet und da halte ich die Antwort auf die Frage: Wie fühlt es sich an? um die Lösung zu erkennen, für besonders wichtig.

  • Monikamarie
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    • 5. Januar 2026 um 16:10
    • #54

    "Wie fühlst Du Dich?" von Axel Hacke passt super zu Deinem Beitrag.

    :heart:Monika

  • Mentus
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    • 11. Januar 2026 um 08:38
    • #55

    Kein uninteressanter Thread... was ich trotz Praxis weiterhin tue, und zwar aus guten Gründen:


    - Zu spät ins Bett gehen.

    Grund: Weil ich den Tag noch nicht beenden/loslassen will.


    - Zu wenig bzw. garnicht arbeiten.

    Grund: Ich habe keine Lust auf arbeiten. Ich mag nicht und es dauert meisstens auch recht lange...


    - Andere innerlich abwerten/geringschätzen. Grund: Ja... weil ich schon einiges kann, und was können die anderen? In der U-Bahn sitzen und aufs Handy glotzen, blöd rumlachen vielleicht noch. Vielleicht noch sich gut anziehen, Eindruck schinden und möglichst gut ausschauen. zzz.

  • Igor07
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    • 11. Januar 2026 um 10:54
    • #56

    Na ja, ich betrachte mich als kein -ist, also Buddhist, Marxist oder Faschist und so weiter. Es ist sehr schwer, einfach als der Mensch weiterzuleben. Reicht mehr als genug aus.:shrug:

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • ewald
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    • 12. Januar 2026 um 15:53
    • #57

    Gerade als Mensch, will man schmerzfrei leben oder mit so wenig Leid im Dasein wie möglich, gibt es einige Dinge zu beachten in unserer Gesellschaft, denn sie ist nicht von der Lehre Buddhas geprägt. Allem voran geht die Selbstliebe ohne den Vorwurf des Egoismus, dann hat der Mensch die Chance selbstständig und frei zu leben in der gegebenen Umwelt.

  • Mentus
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    • 12. Januar 2026 um 18:02
    • #58
    ewald:

    Allem voran geht die Selbstliebe ohne den Vorwurf des Egoismus, dann hat der Mensch die Chance selbstständig und frei zu leben in der gegebenen Umwelt.

    Das Thema "Selbstliebe & und wie komme ich dahin" wär fast ein eigenes Thema wert, die Sufu ergibt keine besonders aufschlussreichen Ergebnisse...

  • ewald
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    • 17. Januar 2026 um 15:48
    • #59

    Wenn man das Thema googelt, bekommt man den KI-Text, den ich für eine gute Zusammenfassung halte: 'Selbstliebe bedeutet, sich selbst mit allen Stärken und Schwächen anzunehmen, den eigenen Wert zu erkennen und gut für sich zu sorgen – es ist die positive innere Stimme, die nicht mäkelt, sondern wertschätzt, ähnlich wie man für einen guten Freund oder ein Kind da wäre. Sie ist nicht mit Egoismus zu verwechseln, sondern stärkt das Selbstvertrauen, das Selbstbewusstsein und die Zufriedenheit mit sich selbst, indem man Bedürfnisse wahrnimmt und sich selbst Mitgefühl entgegenbringt.' Jedoch ich gebe zu, häufig geht es um geliebt werden, darum dass man sich so verhält, dass andere einen lieben und nicht man sich selbst. Das ist weit verbreitet und deshalb wird die Selbstliebe weniger kund getan. Bin jedoch der Ansicht, dass gerade in der Lehre von Buddha diese Selbstliebe vorhanden ist, wenn man sie danach betrachtet. Besonders die Meditation ist für mich ein empfinden der Selbstliebe als Zen-Buddhist. Dann erübrigt sich die Frage, darf ein Buddhist Selbstliebe empfinden?

  • ewald
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    • 22. Januar 2026 um 14:48
    • #60

    Sage ich ja, die Selbstliebe ist noch nicht in aller Munde und wird von vielen als egozentrisch verschmäht. Es sollen die Anderen mich lieben, nur darum geht es und dafür wird alles getan, bis hin zur Selbstverleugnung. Damit mich andere lieben, dafür bin ich bereit etwas von meinem Wohlbefinden zu opfern, es mir zu versagen, damit mich andere dafür lieben. Gleich per Eigenliebe für das eigene Wohlbefinden zu sorgen und die Anderen weniger brauchen, ist in der Gesellschaft nicht vorgesehen. In der Gemeinschaft steht die anderen brauchen über dem eigenen wohl. Somit dürfen sich auch Buddhisten nicht selber lieben, mit Ausnahme des Zen-Buddhisten.

  • Tim1
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    • 22. Januar 2026 um 15:33
    • #61

    Über Selbstliebe habe ich noch nie nachgedacht. Und das mich andere lieben? Das ist mir nicht wichtig, denn dann müsste ich mich anpassen an etwas was weder meinem moralischen noch ethischen Kompass entspricht.


    Ich bin meist freundlich, hilfsbereit, respektvoll, wertschätzend, ABER der Hintergrund ist da nicht, dass mich irgendwer liebt sondern das ist meine DNA, so denke ich einfach, das ist für mich normal.


    Ich persönliche kenne bedauerlicherweise fast ausschließlich Menschen, die sich vorwiegend um sich selbst sorgen, die interessieren die "Anderen" nicht, aber wie gesagt, das ist eine sehr subjektive Erfahrung, keine Wahrheit.


    Wo ich mich immer zurückziehe sind Konflikte, bevor ich Konflikte eingehe, gebe ich lieber nach, auch wenn es zu meinem Nachteil ist, denn ich habe die Kraft nicht dafür und da bleibe ich bei meinem Credo, wenn Jemand sich schlecht verhält ist das sein Thema und nicht meines. Ich verantworte ausschließlich, was ich tue und somit habe ich keine Feinde oder wie immer man das nennen mag.

  • Monikamarie
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    • 22. Januar 2026 um 18:21
    • #62

    Hallo Tim, bei der Liebe zu sich selbst geht es nicht um narzistische, egozentrische Selbstverliebtheit, sondern um das Annehmen, Mitfühlen und Nachsehen des Selbst.


    Wenn Du aufzählst, was alles Deine DNA ist, magst Du Dich denn da oder bist Du damit in Konflikt?

    Wenn Du so gute Eigenschaften hast wie Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Respekt und Wertschätzung für andere, ist das dann nicht ein Ausdruck Deiner Zuneigung zu Dir selbst?


    Daran ist nichts verkehrt, ganz im Gegenteil. Wir sollten uns schon unserer Stärken bewusst sein, anstatt uns zu grämen, was wir (noch) nicht können oder sind. Das verstehe ich unter Liebe zu sich selbst.

    Dazu gehört eben auch Mitgefühl, wenn wir "fehlen" - und Akzeptieren dessen, was ist.


    Alles Gute weiterhin für Dich

    _()_Monika ❤️

  • Tim1
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    • 22. Januar 2026 um 19:31
    • #63

    Hallo Monika,


    danke für deine Rückmeldung. Ich merke, dass mir der Begriff Selbstliebe lange unklar war, weil ich ihn oft mit Egoismus verwechselt habe.


    Deine Erklärung hat mir geholfen. So verstanden geht es also um Annehmen, Mitgefühl und Nachsicht mit sich selbst – nicht um Selbstverliebtheit. Das leuchtet mir ein.


    Ob ich mich mag? Das ist keine einfache Frage. Ich würde sagen: Ich bin nicht selbstverliebt, aber zunehmend zufrieden mit dem, wie ich heute lebe und handle. Und vielleicht ist genau das ein Teil dessen, was du mit Selbstliebe meinst.


    Danke dir für die wertschätzende Klärung.


    Alles Gute für dich


    Tim

  • ewald
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    • 24. Januar 2026 um 14:16
    • #64

    Da zeigt sich doch, wie sehr die Selbstliebe verkannt wird und geglaubt, es wäre böser Egoismus und nur an sich und nicht an die Anderen denken wollen wir doch gar nicht. Dabei geht diesem, den Anderen helfen, der Egoismus voraus, sich selber stärken, sonst klappt es mit dem Helfen gar nicht. Selbstliebe heißt Eigenverantwortung und das ist die Voraussetzung um anderen schwächeren Menschen wirklich helfen zu können, nicht durch Mitleid und Bedauern, sondern durch Mitgefühl um die Energien des Anderen aufzuladen, damit er dann selber aktiv wird.


    Durch erfolgreiche Selbstliebe brauche ich die Mitmenschen nicht als Liebesobjekte, sondern als Menschen so wie sie sind und es werden die positiven und negativen Gefühle bedient. Jeder Mensch trägt gut und böse in sich, da ist man gut beraten, damit einen Umgang zu finden. Die Abhängigkeit zu sich selbst und den eigenen guten Gefühlen ist kein Problem, aber die Abhängigkeit von außen, von einem der einen liebt, kann zum Konflikt werden. Die Selbstliebe schütz davor wunderbar. Es ist weder nötig Macht auszuüben, noch opfer zu sein.

  • ewald
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    • 31. Januar 2026 um 19:00
    • #65

    Bleibe noch etwas bei der Selbstliebe, weil sie so wichtig ist für das eigenständige Dasein ohne Anhaftung. Gerade als Buddhist der weder der materiellen noch der emotionalen Verführung verfallen möchte. Er möchte bei sich selbst sein können, tief in sich verwurzelt und nicht oberflächlich an irgendetwas gebunden, auch nicht an Illusionen. Die Selbstliebe, sich bei und mit sich selbst spüren ist keine Illusion und selbst wenn, sie schadet nicht und sie schadet vor allem kein Gegenüber. Denn das 'Ich' loslassen geht erst, wenn man wirklich bei sich angekommen ist und dafür ist die Selbstliebe unumgänglich. Wenn andere mich lieben ist das ersatzweise für das selber Lieben schön und praktisch, aber beim Loslassen des 'Ich' hilft es nicht. Auch der liebste Familienangehörige kann die Selbstliebe nicht ersetzen, sie bleibt Voraussetzung für jede andere Liebe, die auf dem Weg notwendig ist um ins Nirvana zu kommen.

  • Railex
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    • 3. Februar 2026 um 07:43
    • #66

    Ich flirte gern und bringe mich damit manchmal selber in Verlegenheit, weil ich etwas anstoße, was ich nicht durchhalten kann oder eigentlich will.


    Der Grund ist wahrscheinlich, weil ich mich da besonders lebendig fühle und manchmal bei Komplimenten etc. durchaus auch Freude verbreite und mich daran erfreue, wenn mein Gegenüber strahlt.


    Rauchen, Alkohol und Drogen habe ich mir zwar komplett abgewöhnt, weil es mich in Frei-und Klarheit störte.

    Allerdings denke ich gerne an einige Erlebnisse unter Psilocybin und XTC zurück und schließe diese beiden Substanzen für die Zukunft nicht gänzlich aus, auch wenn ich momentan absolut kein Bedürfnis danach habe.

  • ewald
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    • 13. Februar 2026 um 14:51
    • #67

    Gegen das Flirten ist nichts einzuwenden, das passiert überall, wo Menschen zusammenkommen, auch im Buddhismus. Flirten ist Flirten, nicht Anbaggern zwecks nächtlichem Beischlaf, das sollte man nicht verwechseln. Das Flirten ist eine reine zwischenmenschliche Freude ohne Hintergedanken, wer dabei eine konkrete Absicht verfolgt macht etwas falsch.


    So kann man, was die Selbstliebe angeht, auch mit sich selber Flirten, das ist ein Spaß und ein positiver Lebensausdruck, man kann eigentlich mit allem Flirten, was man mag. Etwas schöne Augen machen ist doch ein purer Ausdruck von Lebensfreude. Wer das praktiziert braucht keine künstlichen Rauschmittel, um berauscht zu sein, das Flirten reicht völlig aus und es rieseln die Belohnungsstoffe im Gehirn.

  • Samadhi1876
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    • 13. Februar 2026 um 16:22
    • #68
    ewald:

    Gegen das Flirten ist nichts einzuwenden, das passiert überall, wo Menschen zusammenkommen, auch im Buddhismus. Flirten ist Flirten, nicht Anbaggern zwecks nächtlichem Beischlaf, das sollte man nicht verwechseln.

    Hmh…

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    • 13. Februar 2026 um 18:26
    • #69
    Railex:

    Der Grund ist wahrscheinlich, weil ich mich da besonders lebendig fühle und manchmal bei Komplimenten etc. durchaus auch Freude verbreite und mich daran erfreue, wenn mein Gegenüber strahlt.

    So verstehe ich das auch.

    ewald:

    So kann man, was die Selbstliebe angeht, auch mit sich selber Flirten, das ist ein Spaß und ein positiver Lebensausdruck, man kann eigentlich mit allem Flirten, was man mag. Etwas schöne Augen machen ist doch ein purer Ausdruck von Lebensfreude. Wer das praktiziert braucht keine künstlichen Rauschmittel, um berauscht zu sein, das Flirten reicht völlig aus und es rieseln die Belohnungsstoffe im Gehirn.

    Man kann mit der ganzen Welt flirten. Selbst Babies und Kleinkinder können das von Anfang an.

    Warum sollten Buddhisten das nicht "dürfen"?

  • ewald
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    • 17. Februar 2026 um 17:03
    • #70

    Um dürfen, was Selbstzensur angeht, geht es auch, aber es geht vor allem darum, ob der in Europa lebende Buddhist es auch tut und mit den Mitmenschen flirtet, denn das hat viel mit Selbstliebe zu tun. Oder ist es diesem Buddhisten wichtiger, dass er geliebt wird, dass die Anderen ihn anflirten? Das ist eine Frage der Initiative, dürfen Buddhisten die Initiative ergreifen und ihr Liebesgefühl zum Ausdruck bringen? Oder müssen sie warten, bis einer der höher gestellten Persönlichkeiten sich gönnerhaft auf sie herab lässt, um so das Liebesgefühl auszuleben?

    Ich habe solche Hierarchien an anderer Stelle in der Sangha vor Ort erlebt, bin dort nicht alt geworden. Es war eine Gruppe, die Ole Nydahl folgte und nicht zum Zen Buddhismus gehörte. In dieser Gruppe war die Selbstliebe und somit das Flirten untereinander verpönt, die Liebe galt ausschließlich Nydahl gegenüber und von ihm auf die Mitglieder. So gesehen durften die Buddhisten nicht mit den Mitmenschen flirten, bzw. taten es aus Selbstzensur nicht.

  • Qualia
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    • 17. Februar 2026 um 17:26
    • #71

    Bei meinen Begegnungen auf meinen Spaziergängen „flirtete“ ich gern, und wenn ein Lächeln erschien, habe ich den anderen erreicht, und das reicht. Alles Weitere ist ohne meine Absicht. So macht es mir nichts, wenn kein Lächeln erscheint: Nicht erreichen heißt für mich nicht, jemanden erreichen müssen.

    Wer nicht will, der hat schon jemanden, den er anlächelt.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

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    • 17. Februar 2026 um 17:33
    • #72

    Hier in Hamburg-Rissen lächeln mich viele an und ich sie. Es ist einfach ein Zeichen von Freundlichkeit.

    Das finde ich schön.


    Im übrigen habe ich in meinem Leben viel geflirtet. Das war ein Lebensgefühl.


    Dieses ganze Gezweifel "dürfen Buddhisten das", ist so überflüssig wie ein Kropf.

    _()_

  • Railex
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    • 17. Februar 2026 um 17:41
    • #73
    Monikamarie:

    Hier in Hamburg-Rissen lächeln mich viele an und ich sie. Es ist einfach ein Zeichen von Freundlichkeit.

    Das finde ich schön.


    Im übrigen habe ich in meinem Leben viel geflirtet. Das war ein Lebensgefühl.


    Dieses ganze Gezweifel "dürfen Buddhisten das", ist so überflüssig wie ein Kropf.

    _()_

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    Danke Monikamarie , ich tu es auch gern, ja, ein Lebensgefühl :oops:

    Wenn man ohne Leid damit umgehen kann, wenn es nicht erwidert wird, warum nicht, es gibt Menschen, die freuen sich darüber und ich mich auch, so ein gegenseitiges Lächeln ist immer etwas ganz besonderes. :luftkuss:


    P.s. den Kropf möchte ich aber dennoch etwas in Schutz nehmen, weil die Schilddrüse ja wächst, um einen Jodmangel auszugleichen. ;)

  • ewald
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    • 19. Februar 2026 um 15:43
    • #74

    Es gibt diese Verhaltensmuster, an die sich gehalten wird, weil eigene Idee fehlen und dann wird stur Dienst nach Vorschrift absolviert. Das ist traurig, aber wenn nichts Eigenes da ist, oder die Angst es könnte falsch sein, groß ist, dann wird auf das gehört, was vorgegeben wird.


    Das ist in Deutschland sehr stark verbreitet und auch deutsche Buddhisten sind nicht davon frei. Wie gesagt, ich habe es in dieser Sangha erlebt, alles hörte auf diesen europäischen buddhistischen Lama des Diamantweges der tibetischen Schule. Eigenliebe und Flirten war nicht gern gesehen, es galt alles Liebe dem Lama darzubringen. Es hatte schon etwas von religiöser Sekte. Eine buddhistische Gruppe hier in der Stadt vor vielen Jahren. Da war '"Dürfen" Buddhisten das?' großgeschrieben. Das Meiste durften sie nicht, sie durften gehorchen, mehr nicht.

  • Qualia
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    • 19. Februar 2026 um 16:43
    • #75

    Am Anfang einer Mitgliedschaft will man gehorchen, ist man drin, muss man gehorchen, will man nicht mehr gehorchen, kommt die Angst vor Einsamkeit und Verlassenheit. Geht man aus der Gemeinschaft, ist die Welt vergangen, die vor dem Eintritt war. Mitten im Chaos der Verlassenheit muss man sein soziales Leben neu aufbauen, wie ein Neugeborener. Alle religiösen oder spirituellen Gemeinschaften sollten unter richterlicher Kontrolle stehen, damit Mitglieder einen Beistand haben. Religionsfreiheit darf von denen, die nicht zu der jeweiligen Gemeinschaft gehören, als die Würde abgeben betrachtet werden.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

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Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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    • 8. Dezember 2024 um 22:19
    • Allgemeines zum Buddhismus
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