Entscheidungen fallen auch nur im Moment - durch das Gefühl, nicht durch Denken und Konzepte.
Buddhistische Werte vs. AfD
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KarmaHausmeister -
30. November 2025 um 11:33 -
Geschlossen
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Void macht es mit seinen Gleichsetzungen nicht viel besser, unterstellt gleich Rechtsradikalität und dass die Einschränkung von Migration auch ein Vernachlässigen der Schwachen, Behinderten usw. bedeuten müsse. Dabei sind es die anderen Parteien, die unseren Sozialstaat in Gefahr gebracht haben.
Oh, ich hatte das eher als Feststellung gesehen.
Die AFD wurde doch vom Verfassungsschutz 2025 als gesichert rechtsextremistisch eingestuft - es werden also Bestrebungen gesehen, die derzeitige freiheitlich demokratische Grundordnung zu ersetzten. Natürlich kann man das unterschiedlich gewichten und es sicher alarmistisch, da gleich das vierte Reich vor der Tür zu wähnen. Ich denke was die AFD will - und das sagt ja Alice Weidel sogar, ist wohl eher so etwas wie in Ungarn - also eine "iliberale Demokratie".
Viele Menschen haben ja wie du Angst, dass sich das was man in den letzten Jahren als normale Politik gemacht hat, ins Verderben führt, und sich Renten, Sozialstaat als nicht mehr finanzierbar heraus stellen. Das Bild ist vielleicht das eines Busses der auf den Abgrund zu fährt - und wo gerade das normale Verhalten des "Weiter so" - Ratschen, Essen, Musik hören - schlecht ist und dann ein ungehöriges Verhalten - Schreien, dem Fahrer wegzerren, Notbremse, Scheiben einschlagen das eigentlich Vernünftige. Um von einem als fatal Engestufen Status Quo wegzukommen, ist man zu Alternative und Umbau bereit.
Aber ist die AfD eine Alternative? Ist sie eine braun-blau rechtsneoliberale Partei die reaktionäre nostalgische Träume aufwärmt oder ist da was frisches und zukunftsweisendes dabei.
Ungarn feiert sich dafür ein Bollwerk gegen die Migration zu sein, es baut die Rechte von Minderheiten und verspricht "woke Eliten" zu schassen. Dies sind sicher umsetzbare Projekte. Aber gibt es sonst frische Idee des Umdenkens? Eine andere Richtung für den Bus?
Ich sehe da nichts. Die Staatsverschuldung und die Inflationsrate von Ungarn ist ja sogar höher als die von Deutschland und die ganze Wirtschaft viel bescheidener.
Ich habe das Gefühl so richtig hat keiner eine Alternative und die Strategie der AFD ist es den Blick auf Themen wie Migration und Kulturkampf zu lenken, wo man Durchgreifen inszenieren kann. Es ist keine so echte Alternative.
In Ungarn ist ja die Zustimmung für Orban seit einiger Zeit gesunken und die Leute Peter Magyar zuneigen.
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Damit eine Partei ihre Ziele politisch überhaupt verwirklichen kann, braucht es entweder eine absolute Mehrheit oder einen Koalitionspartner mit ähnlichen Zielen.
Gert Wilders ist in den Niederlanden deshalb auch gescheitert.
Vieles ist auch im Landesrecht verankert und nicht im Bundesrecht.Dh auch die Landeswahlen sind zu beachten.
Zum anderen Bedarf es das Unternehmen, und andere Interessengruppen bei dem mit spielen.
Also ganz so einfach ist es nicht, Veränderungen weit räumig durchzusetzen. Schon gar nicht global.
Und darum kann ein einzelner Buddhist auch nur im Kleinen oder näherem Umfeld meist etwas verändern oder beeinflussen. -
Mein politisches Interesse geht ja nicht so weit, dass ich hier viel mitreden könnte. Auch geht es um eine Partei in Deutschland, aber ich denke es gibt da Ähnlichkeiten mit der FPÖ in Österreich, die übrigens gegenwärtig eine hohe Zustimmung in der Bevölkerung genießt.
Der renommierte Politikwissenschaftler Anton Pelikan hat einmal gesagt: "Die FPÖ wurde gegründet von Nazis für Nazis". Ich weiß nicht genau wie das mit der AFD ist, aber wenn ich auf irgendeine Lehre stoße, und sei es auch eine politische Ideologie, schaue ich mir zuerst ihren Ursprung an. Wo kommt das her, wie ist es entstanden? Es ist ja kaum der Fall, dass sich eine Gruppierung komplett von ihrem Ursprung löst um eine ganz andere Richtung einzuschlagen. Und alles, was irgendwie mit der Nazi-Ideologie zu tun hat, ist für mich vollkommen indiskutabel.
Die FPÖ hat sich davon nicht eindeutig distanziert, sondern hat argumentiert, dass es in andere Parteien ja auch ehemalige Nazis gegeben hat. Das stimmt, sogar die Sozialdemokraten haben so manche in die Regierung geholt. Das lag aber daran, dass es damals einen Mangel an anderen Politikern gab, weil ja die Opposition im sogenannten dritten Reich weitgehend aus dem Weg geräumt wurde. Die neue, demokratische Regierung hat sich aber unisono und mit Nachdruck von den Nazis distanziert, während sich im Umfeld der FPÖ bis heute solche Sympathisanten herumtreiben. Das macht die Sache einfach: Was die Politik betrifft, sind sie für mich unten durch.
Tja, "Just my two cents".
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Es ist ja kaum der Fall, dass sich eine Gruppierung komplett von ihrem Ursprung löst um eine ganz andere Richtung einzuschlagen.
Wenn man Schweiz und Österreich sich anschaut, oder andere Länder, dann hat man auch das Gefühl, das manche Länder gerne mehr autonomer von anderen Ländern sein möchten als andere. Von EU im Grunde auch nicht viel wissen wollen, außer am besten nur profitieren.
Österreich war ja auch mal lange Zeit eine „Großmacht“. Siehe Österreich-Ungarn, Habsburger.
Und bei AfD hat man auch das Gefühl es geht da um alte Ideologie oder „wieder richtig deutsch“ zu sein.Zuviel plötzliche Migration kann auch zu Befremdlichkeiten führen, oder ich muss nun etwas mit „Fremden“ teilen. Oder etwas Vertrauteres zu verlieren.
Solange man das Gefühl hat von etwas selbst auch zu profitieren, wie damals die Gastarbeiter in D die beim Wiederaufbau mit halfen, mag man etwas auch einfacher akzeptieren. Als wenn man etwas als eine zusätzliche Belastung empfindet.
Das meine ich nicht nur in Bezug auf andere Menschen. Auch ganz einfach wenn ich zu müde oder zu krank geworden bin und mir so etwas mehr zu schaffen macht als ohne dem.
Bewegungen von Völkern hat es auch schon immer gegeben. Sa Deutsche die nach Russland ausgewandert und dort wieder vertrieben wurden.
Oft leben Nationalitäten auch in anderen Nationen für sich weiter untereinander. Auf Grund von Sprache und Kultur. Sa New York mit seinen „Vierteln“ damals: Italiern, Deutsche, später die Bronx mit Farbigen.
Aber hauptsächlich denke ich, geht es vielen (auch in der Politik) im Grunde nur um Macht über andere oder anderes (auch über mehr Geld) zu bekommen. Um Existenz. Um Bewahrung seiner „Identität“.
Es gibt halt auch verschiedene Sapiens Typen die ein einfacheres Miteinander schwieriger machen.
Wo Mitgefühl, Gewaltbereitschaft, Gier usw an sich unterschiedlich stark ausgeprägt sind
Und denen man überall auf der Welt begegnet.
Also man muss sich auch klar sein mit welchem Wesen man es hier zu tun hat um Leiden besser zu verstehen.
Genauso wie Krankheiten. Für die es ein Mittel gibt oder eben nicht. -
Viele Menschen haben ja wie du Angst, dass sich das was man in den letzten Jahren als normale Politik gemacht hat, ins Verderben führt, und sich Renten, Sozialstaat als nicht mehr finanzierbar heraus stellen.
Das alles ist in der Geschichte nicht neu.
Die Antwort in D und in der EU darauf ist leider "noch mehr Staat".
Meine grösste Sorge:
Die nächste Stufe, der letzte Ausweg ist ein uralter Klassiker: Kriegswirtschaft.
Hatten wir schon, das gibt es nicht nur in braun und wird ja schon offen angedeutet.
BASF nimmt ein Spiegelbild des Ludwigshafener Werks in China in Betrieb.
Das CO2 wird dann dort, in Zhanjiang, verfeuert, und bei uns sind 65.000 Arbeitsplätze weg, die Arbeitsplätze, die an denen dranhängen, wohl nicht mitgerechnet. Ludwigshafen wird Detroit.
Deindustrialisierung.
Wer bisher bei BASF gearbeitet hat oder PKW gebaut hat, baut jetzt Panzer und Munition.
Weil man Panzer und Raketen nicht essen und bewohnen kann, und Soldaten auch nichts zum Essen oder Bewohnen bauen, ist die Folge Inflation mit Wohlstandsverlust auf breiter Front.
Zumal die jungen gutqualifizierten und "die Reichen" das Land in grosser Zahl verlassen.
Abstimmung mit den Füssen, brain drain.
Wenn dann bei den Regierenden und der Bevölkerung die Nerven am Limit sind, genügt ein kleiner Anlass, und es ist wieder Krieg in Europa. Wer dann zuerst geschossen hat, ist das wichtig ?
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Die Bremer Stadtmusikanten als Parteimitglied.
Parlamentarische Demokratie.Als Esel folgt es der Gründungsideologie, dem Grundsatzprogramm, egal wie unzeitgemäß es ist.
Als Hund verbeißt es alle Meinungen, die den Esel gefährden können, und erschreckt die Abweichler.
Als Katze gibt es die sanfte Hinterhältigkeit und sorgt für Gehorsam zu Hund und Esel.
Als Hahn ist es der Visionen-Vorstellung-Krähende. Der sein festgebunden an den Esel verschleiert.Die Bremer Stadtmusikanten als Wähler.
Er hört den Hahn, der Visionen verbreitet, wie er das Leben golden machen will.
Nach der Wahl erscheint ihm die Katze: So war es nicht gemeint, so kann der Hahn es nicht umsetzen.
Dann wird es Zeit für den Hund, der den enttäuschten Wähler beschuldigt, dass er sie gewählt hat.
Die Esel fressen das, was die Wähler erschaffen, es bleibt, wie es war. Das Wahlvolk in Erwartung, die Parteien pflegt, ihren Wohlstand.Was bleibt dem Wahlvolk?
Die Partei wählen, die keine Wunder, einfache, schnelle Taten verkündet.Doch in Zeiten der Wahl? Wer will da schon Realisten, in Zeiten der großen Show? Alles Glitzer, Glamour, Worthülsenschlachten ohne Wert. Für die Realität haben wir vor und nach Silvester genügend Zeit. Jetzt zünden wir die Knaller/Stimmabgabe.
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Damit eine Partei ihre Ziele politisch überhaupt verwirklichen kann, braucht es entweder eine absolute Mehrheit oder einen Koalitionspartner mit ähnlichen Zielen.
Und wo liegt das Problem? Denn die Minderheitsregierung stellt keine Lösung dar. Sie wäre überhaupt nicht funktionsfähig. Wenn man den Trend beobachtet, bekommt die AfD die absolute Mehrheit – oder passiert da noch ein Wunder? Bestimmt nicht. Welche Optionen haben wir dann nach der Verfassung?
Die CDU tendiert ohnehin nach rechts; es reicht, ein wenig aufmerksam die Nachrichten zu lesen. Dieses Verhalten lässt sich nicht mehr bestreiten.
Was den Osten des Landes betrifft, braucht ein vernünftiger Mensch nicht zu würfeln. Wir wissen sowieso nicht alles, denn wer dort lebt, erzählt nicht besonders Lustiges. Die Lehrer an den Schulen sind eingeschüchtert; rechte Gedankengut ist bei vielen jungen Leuten schon tief verwurzelt.
Und die öffentliche Form des Widerstandes kann sehr elend enden – das war schon früher so. -
, ich hatte das eher als Feststellung gesehen.
Viele Menschen haben ja wie du Angst, dass sich das was man in den letzten Jahren als normale Politik gemacht hat, ins Verderben führt, und sich Renten, Sozialstaat als nicht mehr finanzierbar heraus stellen
Das ist weniger Angst, sondern das habe ich "eher als Feststellung gesehen."
Das treffende Beispiel ist Polen, nicht Ungarn. Klare Kante gegen Russland und Migranten, deutlich weniger Gewaltstraftaten.
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Weil man Panzer und Raketen nicht essen und bewohnen kann, und Soldaten auch nichts zum Essen oder Bewohnen bauen, ist die Folge Inflation mit Wohlstandsverlust auf breiter Front.
Zumal die jungen gutqualifizierten und "die Reichen" das Land in grosser Zahl verlassen.
Hauptsache „Wachstum“:
Zahl der Milliardäre in Deutschland wächst um über 30 ProzentDie Superreichen in Deutschland können ihr Vermögen im vergangenen Jahr um fast 150 Milliarden Euro steigern. Erbschaften und gute Investments bringen…www.n-tv.de -
Das alte Denken in Links, Liberal, Rechts ist nicht hilfreich. Sich an einzelnen Personen oder Ereignissen aufzuhalten, führt auch zu nichts. Schimpfen, Jammern, mit dem Finger wahlweise auf die Politik oder die Bürger zu zeigen, ebenfalls nicht. Es ging in diesem Thread nicht um den politischen Stammtisch, sondern um die buddhistische Betrachtungsweise der politischen Situation, in der die AfD natürlich inzwischen ein deutlich wahrnehmbarer Teil ist.
Ich habe den globalen Rahmen bereits angerissen. Ich habe gesagt, dass ich mich durch GG 5 unserer Verfassung und dessen zunehmend striktere Durchsetzung eingeschränkt sehe. Das ist nicht das einzige Problem unserer Verfassung.
Es ist wirtschaftlich inzwischen klar, dass ein zu föderalistischer Staat irgendwann nicht mehr funktioniert, weil sich ein Wirrwarr aus Behörden gegenseitig völlig blockiert. Ein Beispiel: Ich wollte dem Finanzamt meine neue IBAN mitteilen. Elster? Fehlanzeige. Ich muss mir ein Formular laden, ausdrucken, unterschreiben und per Post versenden, und das Formular hat nicht mal ein Format, wo die Adresse vom FA in einen Geschäftsbrief passt. Warum? Weil ich nicht in Bayern wohne, denn die haben das neuen Modul für die IBAN-Änderung schon entwickelt. Ich möchte nicht wissen, wie teuer diese Trivialdienstleistung war. Wir lassen uns diesen Ausbund von Extremföderalismus, genannt Allgemeine Finanzverwaltung, so um die 40-50 Mrd. im Jahr kosten. Deutschland nimmt im Jahr aktuell 948 Mrd ein, um es mal ins Verhältnis zu setzen. Die Mitarbeiter werden nicht rotiert, was für eine objektivere Behandlung nötig wäre, so dass es zu viel Willkür kommt und vielen erfolgreichen Einsprüchen. Jede Veränderung dieses Systems erfordert eine Verfassungsänderung, und der Widerstand aller Leute, die von diesem System profitieren, wird gewaltig sein. Wir werden also kein nationales Finanzamt bekommen, was eine einheitliche, kosteneffiziente IT benutzt - es sei denn, eine Partei geht hier mit mehr Gewalt vor, als alle Beamten zusammen haben, und dann schießt sie vielleicht über das Ziel hinaus. Oder der Überhang dauerhaft nicht mehr besetzbarer Stellen im öffentlichen Dienst wird weiter steigen, die Dienstleistung wird immer schlechter und teurer, und der Staat versagt weiter in seinen Kernaufgaben.
Das ist die Situation. Kein Links, Liberal, Rechts, aber eine Ursache in unserer Verfassung. Ist der Wunsch nach einer tiefgreifenden Verfassungsänderung nun progressiv oder eine menschenfeindliche Verachtung der freiheitlich demokratischen Grundordnung? Wieder Portugal als Beispiel: Dort gibt es ein komplett digital arbeitendes, zentrales, nationales Finanzamt. Man kann in jede Niederlassung marschieren, wenn man mit einem Menschen sprechen möchte, weil alle auf den gleichen Daten arbeiten. Man sieht, was sein Steuerberater macht, was Elster so versteckt, als ob man jahrelang keine Steuererklärung gemacht hätte.
Buddha argumentiert nie auf Basis von Dogmen und es gibt kein "aus Prinzip unten durch". Der Weg ist von Verständnis und einem besseren Leben für die, die ihn gehen, geprägt. Es gibt kein Versprechen einer glücklichen Welt. Es gibt aber einen Weg zum Verständnis, wie sie aussieht. Man kann nur über Parteien sprechen, wenn man das weite Feld gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Probleme betrachtet, das sie hervorgebracht hat.
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Beamten
Schweiz hat es immerhin geschafft das Beamtentum weitest gehend abzuschaffen.
Das wird in D Vorraussichtlich aber nie passieren. Genauso wie der Abbau vom Schilderwald auf den Straßen.
Man weiß auch das es Anders gehen kann: Aber da stehen Angst und Bequemlichkeit und Starrsinn im Denken halt im Wege.
Irgendwie ist das auch „deutsche Kultur“.
Die „German Angst“ fällt mir eben dazu ein, die auch mit dem 2.Weltkrieg und ihren Folgen zu tun hat.
Oder auch das „Preußentum“. -
Österreich war ja auch mal lange Zeit eine „Großmacht“. Siehe Österreich-Ungarn, Habsburger.
Und bei AfD hat man auch das Gefühl es geht da um alte Ideologie oder „wieder richtig deutsch“ zu sein.Die FPÖ war auch Deutschnational, später sind sie offiziell auf die Linie "O du mein Österreich" umgeschwenkt. Ein kluger Schachzug, der ihnen viele Anhänger eingebracht hat.
Solange man das Gefühl hat von etwas selbst auch zu profitieren, wie damals die Gastarbeiter in D die beim Wiederaufbau mit halfen, mag man etwas auch einfacher akzeptieren. Als wenn man etwas als eine zusätzliche Belastung empfindet.
Die Gastarbeiter gab es bei uns noch in den siebziger Jahren, ich erinnere mich an Bemerkungen wie "Irgendwer muss ja die Drecksarbeit machen".
Aber hauptsächlich denke ich, geht es vielen (auch in der Politik) im Grunde nur um Macht über andere oder anderes (auch über mehr Geld) zu bekommen. Um Existenz. Um Bewahrung seiner „Identität“.Die Identität scheint mir eine große Rolle zu spielen. Als Angehöriger eines Volkes fühlt man sich natürlich wohler und sicherer als alleine. Das kann halt dazu führen, dass es als richtig und ehrenvoll empfunden wird, einer Nation unter allen Umständen treu zu bleiben, auch wenn sie so entgleist, dass man dabei Wahrhaftigkeit und Menschlichkeit mit Füßen treten muss.
Besser ist es wohl, sich als Angehöriger der Menschheit zu empfinden. Da hat man auch mehr Auswahl, mit welchen Exemplaren man viel oder wenig zu tun haben will.
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Die Beschilderung der deutschen Straßen im Verantwortungsbereich der Gemeinden wird primär durch die Vermeidung von Klagen, Geldmangel und Inkompetenz geprägt, wie ich durch einen erfahrenen Straßenbauingenieur lernte. Nicht durch Angst, Bequemlichkeit und Starrsinn. Straßenbau ist nämlich auch so ein Beispiel von Extremföderalismus. Viele Gemeinden sind nicht in der Lage, eine Stelle eines erfahrenen Straßenbauplaners voll auszulasten, also macht das irgendwer mit Halbwissen nebenbei. Hauptziel: Nicht verklagt zu werden. Und da ist ein Schild oft billiger und einfacher als eine Baumaßname, für deren korrekte Planung und eine sinnvolle Ausschreibung ebenfalls Kompetenz gebraucht würde, und für die es sowieso kein Geld gibt.
Aus dem Grund gibt es immer wieder erhebliche Reibungsverluste bei Bauprojekten, wo mehrere Behörden zugleich involviert sind, z.B. Übergänge und Anschlüsse von Straßen, die verschiedenen Behörden unterliegen. Eine Gemeinde kann bei einem Autobahnanschluss nicht sagen, OK, wenn der saniert werden muss, könnt ihr die Landstraße gleich mit machen und wir übernehmen dann die Kosten. Es wird auf beiden Seiten individuell geplant, ausgeschrieben, und es wird schwieriger und teurer, weil das nun auch noch koordiniert werden muss.
Dieser extreme Föderalismus wurde nach dem 2. WK speziell geschaffen, um eine effiziente zentralistische Steuerbarkeit des Staates zu verhindern. Hat funktioniert.
Die Alternative eines mittleren Wegs wäre zweifellos besser gewesen. Buddha erkannte, dass massives Gegensteuern letztlich Oszillationen verursacht, mit Leid an jedem Extrem.
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Buddha ist der AFD nie begegnet - gab es ja damals nicht. Gibt es einen Kern der AFD den Buddha begegnet ist? Vielleicht kann man auf der emotionalen Ebene suchen:
In über 75 Prozent der Posts konstruiert die AfD eine kollektive Identität und versucht damit ein Gemeinschaftsgefühl unter der Anhängerschaft zu erzeugen.
Die AfD setzt auf eine Doppelidentität, sie versteht sich und ihr Umfeld als »Opfer« und »Retter« zugleich. Zentrale Konfliktgegenstände sind dabei jedoch nicht ökonomische, soziale oder eben demokratiepolitische Fragen, sondern in erster Linie kulturelle Themen. Konkreter: ein Lebensstil, den sie zur »kulturtypischen« deutschen, nahezu naturgesetzlich verbrieften Lebensweise erhebt. Der Vorwurf an »die Anderen«: Die Eliten wollen uns das »normale Leben« wegnehmen.
Im Durchschnitt enthält jede »Wir«-Botschaft mehr als einen emotionalen Trigger. Anders als oftmals angenommen, handelt es sich dabei nicht nur um negative Affekte wie Empörung oder Angst. Positive und negative Emotionen kommen in gleichem Verhältnis vor. Überlegenheit, moralische Aufrichtigkeit, Mut und Machertum sind von der AfD häufig eingesetzte positive Gefühle.
Die Facebook-Seite der AfD ist somit keinesfalls allein eine »Wutmaschine«. Die selbstbewussten und optimistischen Zuschreibungen erzeugen eine Selbstheroisierung, die wiederum der Selbstaufwertung der individuellen AfD-Unterstützenden dient. Ohne dieses positive Gruppengefühl und die hoffnungsvolle Zukunftsperspektive würde der AfD keine nachhaltige Mobilisierung gelingen.
Es ist also eine Beschwörung des "Wirs" und der Identität. Gab es das Buddhas Zeiten?
Beginnend mit der zweiten Hälfte des 2. Jahrtausends v.u.Z. drangen indo-iranische Stämme in das Indus-Tal ein und eroberten es. Sie ließen sich dort nieder und siedelten sich auch weiter im Osten, in Nordindien, an. Diese Stämme stammten höchstwahrscheinlich aus dem Gebiet von Afghanistan, dem östlichen Iran und dem südwestlichen Turkestan und waren als „Arier“, die „Edlen“, bekannt. Das Wort „Iran“ geht ursprünglich auf dieselbe Wurzel zurück wie das Wort „Arier“. Durch den Einfluss dieser Stämme sind den frühen iranischen und indischen Kulturen bestimmte sprachliche und religiöse Merkmale gemeinsam.
Infolge der arischen Invasion wurden viele Angehörige der der dunkelhäutigeren einheimischen Bevölkerung, die der Harappa-Mohenjodaro-Kultur angehörten, versklavt; andere wanderten nach Südindien ab. Die von den Ariern propagierten Klassenunterschiede in Edle und Stammesangehörige wurde ausgeweitet und entwickelten sich zum indischen Kastensystem. Das Sanskritwort für Kaste lautet Varna und bedeutet auch „Farbe“.
"Varna" färbt die Leute in Eigene und Uneigenen, die Edlen und die Unedeln. Von daher könnte Suttras in denen es um das Kastensystem und Varna geht, einen Hinweis darauf geben, wie Buddha ein ähnliches Einfärben in unserer Zeit beurteilen würde.
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Das Wohlwollen im Buddhismus ist offenbar ein Wert, der ihn von der AFD unterscheidet, indem es allen Wesen gleichermaßen gilt.
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Die Alternative eines mittleren Wegs wäre zweifellos besser gewesen. Buddha erkannte, dass massives Gegensteuern letztlich Oszillationen verursacht, mit Leid an jedem Extrem.
Das was in Beispiel Sachen Strassenbau (oder auch Bahnverkehr), warten auf Antworten von Behörden, in den letzten Jahren auffällig geworden ist:
Eine Art von Egoismus, Individualismus, überzogene Langsamkeit, oder egal wie es den anderen damit ergeht. Oder was sie darüber denken oder fühlen.
Also so etwas wie kein Mitgefühl, obwohl es auch eine andere Lösung gäbe. Ich erinner mich mal 5km im Stau gestanden zu haben weil bei einer drei spurigen Autobahn für Grünschnitt rechts am Rande zwei! Spuren gesperrt wurden. Oder wochenlange Baustellen wo man aber keine Arbeiter sieht.
Gefühlt denken Menschen bei Planungen oder Handlungen anscheinend allgemein, nicht mehr so viel, oder so weit daran, daran was das eigentlich mit anderen macht. Gefühlt mehr jeder denkt nur noch an sich selbst.
Das anscheinend auch mit Veränderungen innerhalb der Generationen zu tun hat.
Geradeaus der Blick…
Alte werden ins Pflegeheim abgeschoben…Kinder in die Kitas…
Statt „ich hätte gerne vier Brötchen“ in der Bäckerei…„ich bekomme vier Brötchen“…
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Es ist also eine Beschwörung des "Wirs" und der Identität. Gab es das Buddhas Zeiten?
Das gab es zu allen Zeiten der Menschheit, behaupte ich. Es ist die Grundlage von Kulturen, von Nationen und später von Staaten, erkennbar an den jeweiligen, mit der Größe der Organisationseinheiten wachsenden, Kriegen.
Und hier gibt es einen interessanten Punkt: Staaten beeinhalten oft nationale Identifikation und deren Idee einer Produktionsgemeinschaft. Migration mit allen positiven und negativen Folgen verringert die nationale Identifikation. Das Internet mit dem Blick auf die globale Welt tut das ebenfalls. Die wachsende Ungleichheit der Vermögensverteilung, die düsteren Zukunftsaussichten und die extrem kapitalistische Unternehmensführung, die Loyalität bestraft, zerstören die Idee von Produktionsgemeinschaften. Das hat bisher keine einzige Partei erkannt. Hier zeigt sich das dritte Element aller Staaten: Gewalt. Wer nicht freiwillig im Krieg dient, wird gezwungen. Wer das Land verlassen will, muss sich freikaufen (Strafsteuer bei privatem Kapitalwegzug). Wohlwollen? Bei den Altparteien ebenfalls nicht zu erkennen.
Buddha hat sich nicht konkret gegen Staaten/Regierungen und deren Politik geäußert. Er hat seine Macht korrekt eingeschätzt und auf unnötiges Leid verzichtet.
Danke für den anderen Link! Ich sehe den Zusammenhang nicht, aber ich wusste nie, wie die Kasten entstanden sind. Jetzt wird mir klar, wie der Hinduismus sie mit spiritueller Bedeutung füllte und woher der immer noch lose vorhandene Zusammenhang mit den Hautfarben kommt.
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Letzendlich
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Nur Das
Was an der „Oberfläche“ dabei heraus kommtWie auch im Alltag
Auf Grund von Gedanken, Emotionen, Ego, Trieben
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Das ohne mehr Achtsamkeit, Demut, Dankbarkeit, Weisheit, Vertrauen, Hingabe, bedingungslose Liebe und Mitgefühl und Nicht-DualitätWeniger Angst und Gier und Unwissenheit
Deshalb auch nie anders sein kann -
Das Wohlwollen im Buddhismus ist offenbar ein Wert, der ihn von der AFD unterscheidet, indem es allen Wesen gleichermaßen gilt.
Dieser Aussage kann ich mich anschließen, danke, lieber mukti !
Wohlwollen? Bei den Altparteien ebenfalls nicht zu erkennen.
Also darüber könnte man jetzt trefflich streiten, lieber Michael Haardt , weil sich die Wahrnehmungen da sicherlich sehr unterscheiden...
EINE Partei hob sich m.E. - zumindest in früheren Jahren - angenehm von den übrigen ab, indem sie den Fokus besonders auf unser aller Lebensgrundlagen und ihre zunehmende Zerstörung richtete, Klimaschutz, Naturschutz, Umweltschutz, Tierschutz usw. - darin kann man schon viel Wohlwollen (für alle Wesen) erkennen.
(Auch im demonstrierten Pazifismus, der allerdings in den letzten Jahren schwere Dämpfer erhielt...
)
Aber den anderen Parteien würde ich Wohlwollen ebenfalls nicht rundweg absprechen wollen, es zeigt sich halt nur nicht so umfassend, wie es wünschenswert wäre ....
Anmerkung: Der Begriff "Altparteien" stößt mir hier jedoch sehr unangenehm auf- vielleicht könnte man da einen alternativen Terminus vorziehen?
ZitatAlles anzeigenAltpartei ist ein Schlagwort, das primär zur Diskreditierung des politischen Gegners verwendet wird (Stigmabegriff). Der Ausdruck wird in jüngerer Zeit häufig im Kontext des Aufstiegs des Rechtspopulismus und der AfD gebraucht. Dabei lassen sich hauptsächlich zwei Gebrauchsvarianten beobachten:
Einerseits richtet sich der Ausdruck in abwertender Weise gegen etablierte Parteien, andererseits taucht er oft in sprachkritischen Kontexten auf, wo seine Verwendung und seine Sprecher kritisiert oder diskreditiert werden.
Historisch ist der Ausdruck in verschiedenen anderen politischen Konstellationen anzutreffen, mit teilweise vom heutigen Gebrauch stark abweichenden Verwendungsweisen.
Im Kontext des deutschen Parteiensystems werden gegenwärtig primär die Parteien als Altpartei bezeichnet, die schon vor 1990 die (westdeutsche) politische Landschaft prägten: CDU/CSU, SPD und FDP, mit Einschränkungen auch die Grünen. Auch die Linke wird dieser Gruppe manchmal in abwertender Absicht zugerechnet, versteht sich aber selbst als Oppositionspartei.
Liebe Grüße, Anna
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Die Behörden können 10% aller Stellen dauerhaft nicht mehr besetzen und kontinuierlich wird durch neue Vorschriften mehr Arbeit erzeugt. Ein Beispiel: Bauämter sollen juristisch entscheiden, aber sie stellen keine Juristen ein (und würden auch kaum welche bekommen) und sie haben nicht mal Zugriff auf juristische Datenbanken. Ohne die nötigen Kompetenzen dauern Sachen ewig, weil schwierige Arbeiten ohne die nötige Kompetenz erstmal weitergegeben werden. Die Bauämter können keine übergeordnete Behörde um fachlichen Rat fragen! Extremföderalismus. Gerade aus erster Hand mitbekommen.
Die gegenüber früher extremen Sperrungen von Autobahnen liegen an neuen Sicherheitsvorschriften für die Mitarbeiter, die mehr Abstand fordern. Nach Unfällen bleibt die Sperrung manchmal zig Stunden stehen, weil gerade keine Reinigungsfirma Zeit hat.
Die Schläferbaustellen sind so geplant. Es soll möglichst billig sein. Also wird ein billiger Auftrag angenommen, der länger dauert. Die Absperrung macht nicht die Baufirma, sondern das Land, und die Firma muss das bezahlen. Es wird also zeitig abgesperrt, die Firma fängt an, arbeitet zwischendurch woanders, um eine gleichmäßige Auslastung zu haben, und alles dauert ewig. Es gibt längst moderne Maschinen, die effizienter arbeiten, aber keine Firma kauft sie, weil sie sich von Ausschreibung zu Ausschreibung hangeln muss. Die Autobahn GmbH ist eine Verwaltungsgesellschaft, die die Arbeit des Verkehrsministeriums als Subunternehmer macht, ohne an die Einschränkungen der Besoldung gebunden zu sein, und die eigentliche Arbeit nur weitergibt. In anderen Ländern würde diese Gesellschaft selbst bauen, mit modernsten Maschinen. Das darf sie bei uns aber nicht. Und davon profitieren viele Leute.
Unser Staat versagt strukturell und die Altparteien bestehen auf der bisherigen Struktur. Politik und Bürokratie sind naheliegenderweise enge Freunde. Darum wird die AfD stark bekämpft: Sie droht der neue Begünstigte dieses Filzes zu werden. Im Grunde muss sie gar nichts tun, außer zu existieren, und sich von den Altparteien abzusetzen. Wie man beim Beispiel bei uns im Dorf sah: Bevor sie kommunal an die Macht kommt, wird ausnahmsweise mal gemacht, was die Mehrheit der Menschen will. Das klappt nicht in allen Gemeinden und auf Bundesebene gar nicht.
Nun hat die AfD durchaus ein Programm. Ich wage mir nicht auszumalen, was los wäre, wenn sie die Position von Schäuble einst vertreten würde, die nicht hätte verfassungsfeindlicher sein können, und definitiv heute unter Volksverhetzung liefe:
FDP: Schäuble fordert "Erschießung auf Verdacht"Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) stößt mit seinem jüngsten Anti-Terror-Vorstoß auf massiven Widerspruch. "Manche Vorschläge von Herrn Schäuble…www.augsburger-allgemeine.deDie kulturellen Probleme liegen tiefer und sind globaler, darum sehen wir ein paar Probleme in allen alten entwickelten westlichen Ländern. Warum klappt es auf Bundesebene nicht, z.B. den deutschen Haushalt erheblich zu restrukturieren? Warum ist das Wohnen in den meisten Ländern der Welt unbezahlbar geworden?
Buddha empfiehlt, an solche Fragen ohne emotionale Belastung und Scheuklappen heranzugehen. Jeder ärgert sich über viele kritikwürdige Dinge, aber das darf nicht den globalen Blick vernebeln, wenn man brauchbare Antworten haben will. Und danach sieht man, was die AfD ist, und was sie nicht ist, und wie riesig die eigentlichen Probleme sind, hinter denen die deutsche Bundespolitik schlicht verschwindet.
P.S.: Wenn der Begriff Altparteien allgemein stigmatisiert sein sollte, ist das bei mir nicht angekommen. Ich meine damit die gewohnte Parteienlandschaft, mehr nicht. Falls jemand einen besseren Begriff dafür hat, nur her damit. Brandmauerparteien?
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Auch wenn es immer wieder neues (unverständliches und unnötiges) Leiden in der Menschenwelt gibt
Ist auch dieses Leiden in Wahrheit vergänglich und leer
Auch wenn es manchmal -
Das Wohlwollen im Buddhismus ist offenbar ein Wert, der ihn von der AFD unterscheidet, indem es allen Wesen gleichermaßen gilt.
"Ein Barbar aus dem Süden kann kein Buddha werden"
Mit diesen Worten wurde Hui-Neng von seinem Meister Konin empfangen.
Bei einem Ex-Arbeitgeber fühlte sich mein Freund X als Franke diskriminiert, weil, so meinte er, "die Unternehmensführung die Westfalen bevorzugt behandelt", was man schon am relativen Anteil der Westfalen in der Unternehmensführung sehe.
Zur Zeit meines Urgrossvaters artete so manche Tanzveranstaltung in eine Massenschlägerei aus, weil sich die Burschen des Nachbardorfes den Mädels des eigenen Dorfes zu sehr näherten.
Völkermord unter Schwarzen in Ruanda, Bürgerkrieg unter Weissen in Ex-Jugoslawien, ...
Misstrauen gegenüber Angehörigen fremder Gruppen liegt wohl in der Natur des Menschen.
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Vielleicht kann man auf der emotionalen Ebene suchen:
Das Interessante an dem von Dir zitierten Text (Frankfurter Hefte) und in dem genialen, vielleicht bewusst alle Klischees bedienenden Eröffnungs-Text #1 von KarmaHausmeister ist, dass er als Musterbeispiel für das Phänomen der Projektion genommen werden kann.
Ersetze in den Texten das Wort AfD durch "Links-Grüne" und Du weisst, wie "der typische AfDler" über die "herrschende Elite" in Deutschland denkt.
Die gegenseitigen Vorwürfe lassen sich fast eins zu eins übertragen.
Brüder und Schwestern im Geiste werfen der Gegenseite ihren eigenen Schatten vor.
Dann nehmen wir die Perspektive des "Grossen Verführers" (*) ein, der das Spiel von aussen betrachtet und vor Freude tanzt.
(*) Mara, Satan, Teufel, ...
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Misstrauen gegenüber Angehörigen fremder Gruppen liegt wohl in der Natur des Menschen.
In der Natur des Menschen liegt die Neugier, die durch Fremdes ausgelöst wird, Forschergeist und wenn möglich, Gemeinsamkeit.
Misstrauen erscheint erst, wenn sich eine Gruppe als besondere Gruppe identifiziert. Dann kommt es zu Misstrauen gegenüber einer Gruppe als Gruppe, die sich auch als besonders empfindet.
Nicht gegen einzelne Mitglieder, die aus einer fremden Gruppe beitreten: Die werden abgelehnt, wenn sie meinen, sich so benehmen zu wollen, wie es in ihrer von ihnen verlassenen Gruppe normal war.
Es wird nicht Anpassung erwartet, es wird erwartet, dass man sein altes Gruppenverhalten vermindert und das der neuen, der von ihnen gewählten, kopierend annimmt. Nichts gegen fremdes Verhalten, wenn es so modifiziert ist, dass es zu Ihrer, jetzt Gruppenmitgliedschaft beiträgt.
Jeder Fremde kann so leben, wie er meint leben zu müssen, doch nur in seinem privaten Bereich, also ohne seiner neuen Gemeinschaft seine Wahrheiten aufzuzwingen oder zu verlangen.
Gegenüber fremden Menschen tolerant sein, aber gegen intolerante, fremdbleiben wollende Menschen vorgehen.
Gruppe gegen Gruppe ist in jedem Fall gewalttätiger Krieg.
Menschen gegen Menschen ist Streit, Konfrontation, Meinungsverschiedenheit.
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