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Schnellster Weg zur Erleuchtung?

  • Asod55
  • 21. Juni 2024 um 22:38
  • Zum letzten Beitrag
  • Asod55
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    Buddh. Richtung
    Mahayana
    • 21. Juni 2024 um 22:38
    • #1

    Hallo

    Im Buddhismus geht es ja um Karma, Ursache und Wirkung. Habe vom einem Freund gehört der sagt, wünschst du jedem Glück, bekommst du, wenn das Karma reift Glück. Er empfiehlt mir die 4 unermesslichen Gedanken

    Mögen alle Lebewesen mit Glück und den Ursachen von Glück erfüllt sein.

    Mögen alle Lebewesen von Leid und den Ursachen für Leid getrennt sein.

    Mögen alle Lebewesen nie von Glück, das frei von Leid ist getrennt sein.

    Mögen alle Lebewesen in Gleichmut verweilen, frei von Anhaftung und Hass.

    Dadurch würde man Erleuchtung erlangen, weil es eine positive Reaktion gibt.

    (Soll natürlich auch vom Herzen kommen)

    Wünscht man allen fühlenden Wesen die Erleuchtung bzw. die Befreiung bekommt man sie selbst.

    Er meint, sein Meister hat ihn das beigebracht.

    Allen Wesen Glück wünschen wäre schon fast egoistisch, weil man dann selbst Glück bekommt, soll der Dalai Lama gesagt haben meinte er auch.

    Wie sieht ihr das?

    Bringt es überhaupt etwas jedem die Befreiung von Samsara zu wünschen?

    Gibt es echt positives zurück wenn man altruistisch betet?

    May all beings benefit

  • pano
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    • 22. Juni 2024 um 00:05
    • #2
    Asod55:

    Gibt es echt positives zurück wenn man altruistisch betet?

    Ich denke man öffnet seine Wahrnehmung für positives, dass einem zuvor kaum auffällt. Dann gibt es sicher auch positives was zurückgegeben wird wenn man positives gibt. Es ist jetzt aber auch nicht ein magischer Harry-potter Zauberspruch der Wunder wirkt.

    Die aufgeführten Wünsche sind glaube ich eine Formulierung der Brahmaviharas, der vier Emotionen die der Buddha als heilsam bezeichnet hat. Die exakte Formulierung kenne ich so nicht, stammt vermute ich aus dem Mahayana Kontext. Das einüben wird auch oft als mettā Übung bezeichnet (oder Metta Meditation ) falls du dazu googeln willst.

    Karma ist das Gesetz von Ursache und Wirkung wie du richtig beschreibst.

    Asod55:

    Allen Wesen Glück wünschen wäre schon fast egoistisch, weil man dann selbst Glück bekommt, soll der Dalai Lama gesagt haben meinte er auch.


    Wie sieht ihr das?

    Das ist ein paradox, denn die Alternative wäre ja ein selbst-aufgebendes Glück-wünschen und wenn man sich selbst ausklammert stellt man sich und sein Ego schon fast wieder in den Mittelpunkt. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen dass der Dalai Lama das als Ratschlag gemeint hat. Es gab da auch ein Dalai Lama Zitat wo er einen unterschied beschrieben hat zwischen westlicher und buddhistischem Ansatz zum Mitgefühl, wobei er betont hat dass der buddhistische Ansatz nicht so hart zwischen mir und dir trennt wenn ich Mitgefühl übe. Die westliche Interpretstion von Mitgefühl führt im Gegensatz dazu gerne zum burn-out weil man unnachgiebig gegenüber sich selbst ist.


    Ein Kommentar sei noch erlaubt zum Wort „Erleuchtung“, der ist nämlich eine Schöpfung des Westens. Der Buddha sprach von Bodhi, dem erwachen. Das Problem mit dem Begriff Erleuchtung ist, dass da viel romantischer Ballast aus der europäischen Geschichte dran klebt. Daher ziehe ich begriffe wie erwachen / Bodhi vor.


    Ob die von dir oben beschriebene Praxis zur Erleuchtung ofer zu Bodhi führt weiß ich nicht. Aber sie klingt heilsam.

    Im Pali-Buddhismus wird betont dass der edle achtfache Pfad beschritten werden muss auf dem Weg zum erwachend und was du oben beschreibst wäre ein Teilaspekt des achtfachen Pfads.

  • Schneelöwin
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    • 22. Juni 2024 um 12:59
    • #3
    Asod55:

    Mögen alle Lebewesen nie von Glück, das frei von Leid ist getrennt sein.

    Glück, welches frei von Leid ist, das wäre z.B.?

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • GKH
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    • 22. Juni 2024 um 13:36
    • #4

    Hallo Asod55,

    Asod55:

    (..)
    Dadurch würde man Erleuchtung erlangen, weil es eine positive Reaktion gibt.

    (Soll natürlich auch vom Herzen kommen)

    Wünscht man allen fühlenden Wesen die Erleuchtung bzw. die Befreiung bekommt man sie selbst.

    Er meint, sein Meister hat ihn das beigebracht.

    Allen Wesen Glück wünschen wäre schon fast egoistisch, weil man dann selbst Glück bekommt, soll der Dalai Lama gesagt haben meinte er auch.

    Wie sieht ihr das?

    Bringt es überhaupt etwas jedem die Befreiung von Samsara zu wünschen?

    Gibt es echt positives zurück wenn man altruistisch betet?

    May all beings benefit

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    Ja, gibt es. Nicht von jeder Person, die man trifft, aber die Summe über alle Reaktionen auf mich/ mein Handeln ist über die Jahre der Metta- und Tonglen-Praxis deutlich freundlicher geworden.

    (Völlig objektive Sicht bei einem Versuchskaninchen :lol: )

  • Anna Panna-Sati
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    • 22. Juni 2024 um 14:20
    • #5
    Schneelöwin:
    Asod55:

    Mögen alle Lebewesen nie von Glück, das frei von Leid ist getrennt sein.

    Glück, welches frei von Leid ist, das wäre z.B.?

    Gemeint sein kann ja nur das überweltliche Glück - Nibbana/Nirvana -, denn jegliche weltliche Art von Glück ist mit Leid verbunden (siehe 3 Daseinsmerkmale).

    Zitat

    «Nicht ist, o König, das Nibbāna mit Leid vermischt. Ein vollkommenes Glück ist das Nibbāna. Was du aber als das leidvolle Nibbāna bezeichnest, dies Leiden ist ja gar nicht das Nibbāna, sondern nur der der Verwirklichung des Nibbāna vorausgehende Zustand, das Suchen nach dem Nibbāna. Ein ganz und gar vollkommenes Glück aber ist das Nibbāna, unvermischt mit Leid.

    (Mil. 4.8.10.)

    Klar ist auch, dass das Suchen nach dem Nibbana, also der Wunsch nach dem "schnellsten Weg zur Erleuchtung", (noch) mit Leiden verbunden ist.

    Einmal auf dem achtfachen Pfad unterwegs, verringert es sich m.E. aber spürbar und an diesem positiven Trend ändern auch gelegentliche "Rückschläge" nichts...


    Liebe Grüße, Anna _()_ :heart: :)

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Kaiman
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    • 22. Juni 2024 um 14:30
    • #6

    Oh, merket wohl, alle nachdenklichen Gemüter: das schnellste Roß, das euch zur Vollkommenheit trägt, ist Leiden. Niemand genießt soviel ewige Seligkeit, als die mit Christus in der göttlichen Bitterkeit stehen. Denn Liebe bringt Leid – und Leid bringt Liebe. ― Meister Eckhart

  • Qualia
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    • 22. Juni 2024 um 14:39
    • #7

    Denn Liebe bringt Leid und Leid bringt Liebe.

    Buddha sieht das ein wenig anders

    Liebe bringt Leid und Leid bringt Liebe und Liebe bringt Leid >>>

    Das ist der Kreislauf von Liebe und Leid. Durchbrechen ist möglich, halte nicht an Liebe oder Leid fest, nehme Abstand davon an Liebe oder Leid zu leiden.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • GKH
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    • 22. Juni 2024 um 14:41
    • #8
    Schneelöwin:
    Asod55:

    Mögen alle Lebewesen nie von Glück, das frei von Leid ist getrennt sein.

    Glück, welches frei von Leid ist, das wäre z.B.?

    Meeresrauschen? Tanzende Sonnenstrahlen aus Wasser? Blumenduft? Eine Umarmung? Ein freundliches Wort (was auch daran interessiert ist, ob nicht nur die Absicht sondern auch die Wirkung wohltuend ist)?

  • Anna Panna-Sati
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    • 22. Juni 2024 um 14:50
    • #9
    Gurkenhut:
    Schneelöwin:
    Asod55:

    Mögen alle Lebewesen nie von Glück, das frei von Leid ist getrennt sein.

    Glück, welches frei von Leid ist, das wäre z.B.?

    Meeresrauschen? Tanzende Sonnenstrahlen aus Wasser? Blumenduft? Eine Umarmung? Ein freundliches Wort (was auch daran interessiert ist, ob nicht nur die Absicht sondern auch die Wirkung wohltuend ist)?

    Ja, schön :verliebt: ,das sind alles - meist kurze - Glücksmomente, welche in diesem Augenblick "frei von Leid" zu sein scheinen, aber nur, wenn man nicht an ihnen anhaftet (und nicht nachdenkt ;) ).

    Und alles ist bedingt...

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Schneelöwin
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    • 22. Juni 2024 um 14:56
    • #10

    Tanzende Sonnenstrahlen könnten verbrennen, der Blumenduft unangenehm riechen, eine Umarmung in bestimmten Momenten nicht angebracht sein . . .

    Mir geht es um die Ehrlichkeit/Wahrhaftigkeit des Satzes

    Asod55:

    Mögen alle Lebewesen nie von Glück, das frei von Leid ist getrennt sein.

    und würde so wie dargestellt für mich nicht hilfreich sein.

    Und die Überwelt mit einzubeziehen, wenn von "Lebewesen" geschrieben wird, kommt mir etwas abenteuerlich vor.

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • GKH
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    • 22. Juni 2024 um 14:56
    • #11
    Anna Panna-Sati:
    Gurkenhut:
    Schneelöwin:

    Glück, welches frei von Leid ist, das wäre z.B.?

    Meeresrauschen? Tanzende Sonnenstrahlen aus Wasser? Blumenduft? Eine Umarmung? Ein freundliches Wort (was auch daran interessiert ist, ob nicht nur die Absicht sondern auch die Wirkung wohltuend ist)?

    Ja, schön :verliebt: ,das sind alles - meist kurze - Glücksmomente, welche in diesem Augenblick "frei von Leid" zu sein scheinen, aber nur, wenn man nicht an ihnen anhaftet (und nicht nachdenkt ;) ).

    Und alles ist bedingt...

    Wenn man sich nebenbei über Gott und die Welt aufregt und alles was in einem Augenblick passiert zusammen zählt, gibt es kein Glück, was frei von Leid ist. Aber will man das?

  • U123N
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    • 22. Juni 2024 um 17:50
    • #12
    Asod55:

    Wünscht man allen fühlenden Wesen die Erleuchtung bzw. die Befreiung bekommt man sie selbst.

    Die Befreiung beim rezitieren des buddhistischen Mantras liegt darin, dass man in diesem Moment, wo man im vollen Herzen allen Wesen Befreiung vom Leid wünscht, nicht an sich selbst und sein kleines Ich denkt, sondern davon loslässt. Man erkennt an, dass alle Wesen wie man selbst unter den drei Geistesgiften leiden, auch Dein rücksichtsloser Nachbar, Dein ungerechter Chef, der Autofahrer der Dir grade die Vorfahrt genommen hat. Dieser Moment der Selbstlosigkeit beinhaltet die Befreiung für Dich.

    Asod55:

    Gibt es echt positives zurück wenn man altruistisch betet?

    Wenn Du das Mantra aufsagst weil Du im Gegenzug dafür eine Belohnung für Dich selbst erwartest, ist es eher nutzlos. Denke ich.

    Liebe Grüsse! Nanu

  • Amdap
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    • 22. Juni 2024 um 18:22
    • #13

    Entscheidend ist doch die Sichtweise, mit der man an alles innerlich herangeht.

    Es ist schon ein meilenweiter Unterschied zwischen Offener Weite einerseits oder Polarisierung andererseits. Das kann schon eine scheinbar ein und dieselbe Haltung zu zwei ganz verschiedenen Wunschzielen führen [ohne dass man es bewusst merkt].

    Ich war vor einigen Jahren mal zu einer Art Tag der Offenen Tür bei der Moschee, hier bei mir um die Ecke. Als Werbung bekamen die Besucher ein paar Flyer in einem Leinenbeutel, auf den war der Satz gedruckt: "Liebe für alle, Hass für keinen".

    Das hat mich unheimlich beschäftigt, und tut es heute noch. Zeitweise habe ich diesen Satz sogar regelrecht in mir geknetet. Trotzdem komme ich bis heute nicht damit klar. Es ist nicht nur irreal, sondern polarisiert auch.

    Es kultiviert das Schwarzweißdenken, indem es unterstellt, es gäbe äußerlich (ich meine, von außen her) soundso zu bewertende Sachverhalte bzw. Tatsachen auf einer starren Werteskala.

    Verlange nicht, dass alles so geschieht, wie du es wünschest,
    sondern wolle, dass alles so geschieht, wie es geschieht,
    und es wird dir gut gehen.
    Epiktet

  • Qualia
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    • 22. Juni 2024 um 18:36
    • #14
    Nanu:

    Die Befreiung beim rezitieren des buddhistischen Mantras liegt darin

    Nanu:

    Man erkennt an, dass alle Wesen wie man selbst unter den drei Geistesgiften leiden

    Vor allem erkennt man nicht, das man sich in Verblendung befindet. Der Verblendung das Rezitieren von Mantras ganz sicher schützen vor dem selbst etwas gegen die Geistesgifte zu tun. Man wünscht ja schließlich die ganze Zeit, das sollte doch reichen.[lz]

    Asod55:

    Wünscht man allen fühlenden Wesen die Erleuchtung bzw. die Befreiung bekommt man sie selbst.[/lz]

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • U123N
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    • 22. Juni 2024 um 18:42
    • #15
    Amdap:

    Ich war vor einigen Jahren mal zu einer Art Tag der Offenen Tür bei der Moschee, hier bei mir um die Ecke. Als Werbung bekamen die Besucher ein paar Flyer in einem Leinenbeutel, auf den war der Satz gedruckt: "Liebe für alle, Hass für keinen".

    Das hat mich unheimlich beschäftigt, und tut es heute noch. Zeitweise habe ich diesen Satz sogar regelrecht in mir geknetet. Trotzdem komme ich bis heute nicht damit klar. Es ist nicht nur irreal, sondern polarisiert auch.

    Es kultiviert das Schwarzweißdenken, indem es unterstellt, es gäbe äußerlich (ich meine, von außen her) soundso zu bewertende Sachverhalte bzw. Tatsachen auf einer starren Werteskala.

    Ich denke das lässt sich dadurch erklären, dass die Ahmadiyya Gemeinde, deren Leitspruch das hier ist, in den meisten islamischen Ländern als häretisch verfolgt wird.

  • GKH
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    • 22. Juni 2024 um 18:46
    • #16
    Schneelöwin:

    Tanzende Sonnenstrahlen könnten verbrennen, der Blumenduft unangenehm riechen, eine Umarmung in bestimmten Momenten nicht angebracht sein . . .

    Mir geht es um die Ehrlichkeit/Wahrhaftigkeit des Satzes

    Asod55:

    Mögen alle Lebewesen nie von Glück, das frei von Leid ist getrennt sein.

    und würde so wie dargestellt für mich nicht hilfreich sein.

    Und die Überwelt mit einzubeziehen, wenn von "Lebewesen" geschrieben wird, kommt mir etwas abenteuerlich vor.

    Die Sonnenstrahlen brauchen wir (und Pflanzen und Tiere) zum Leben und sie erhitzen die Erde (letzteres mal angeführt, weil nicht jeder Sonnenstrahl etwas verbrennt, da könnte sich noch die Spitzfindigkeit austoben, aber erwärmen tun sie alle). Beides existiert nebeneinander.

    Manche Gedanken und Techniken des Buddhismus arbeiten daran die innere Abwehr zu lockeren, andere das Ankleben zu lösen. Liebevolle Güte bearbeitet sehr gut die Abwehr, der Satz "alles beinhaltet auch Leiden" das Ankleben. Daher halte ich mich aus einer Grundsatzdiskussion raus, wie der Satz wahrhaftig zu interpretieren ist. Und stelle nur die kleine Frage in den Raum, ob dir der Fokus in allem (auch?/ausschließlich?/zuerst?) das Negative zu sehen gerade gut tut?

  • mukti
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    • 22. Juni 2024 um 19:30
    • #17
    Asod55:

    Im Buddhismus geht es ja um Karma, Ursache und Wirkung. Habe vom einem Freund gehört der sagt, wünschst du jedem Glück, bekommst du, wenn das Karma reift Glück.

    ...

    Wünscht man allen fühlenden Wesen die Erleuchtung bzw. die Befreiung bekommt man sie selbst.

    Also ich habe nicht die Fähigkeit das Karma-Gesetz zu durchschauen, aber würde da nicht die Wirkung die Ursache weit übertreffen? Wenn man Glück wünscht, könnte die Wirkung sein dass einem auch Glück gewünscht wird und wenn man Befreiung wünscht, dass einem auch Befreiung gewünscht wird. Jedenfalls glaube ich nicht, dass wünschen alleine zu Glück oder Befreiung führt.

    Es gibt die brahmavihara Güte, Mitleid, Mitfreude und Gleichmut, dabei muss man aber etwas tun:

    Zitat

    Da, ihr Brüder, durchstrahlt der Mönch mit einem von Güte erfüllten Geiste erst eine Richtung, dann eine zweite, dann eine dritte, dann die vierte, ebenso nach oben, unten und ringsherum; und überall mit allem sich verbunden fühlend durchstrahlt er die ganze Welt mit einem von Allgüte erfüllten Geiste, mit weitem, erhabenem, unbeschränktem Geiste, frei von Gehässigkeit und Groll. Mit einem von Mitleid . . . von Mitfreude . . . von Gleichmut erfüllten Geiste durchstrahlt er erst eine Richtung . . . frei von Gehässigkeit und Groll.

    Das erfordert schon einen hohen Grad an geistiger Sammlung auf einer stabilen sittlichen Grundlage. Um den achtfachen Pfad kommt man meines Erachtens nicht herum, an schnelle Abkürzungen glaube ich eher nicht.

    Mit Metta, mukti.


  • Schneelöwin
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    • 22. Juni 2024 um 19:33
    • #18
    Gurkenhut:

    Und stelle nur die kleine Frage in den Raum, ob dir der Fokus in allem (auch?/ausschließlich?/zuerst?) das Negative zu sehen gerade gut tut?

    Ich möchte weder nur Negatives noch nur Positives wahrnehmen, nur weil es mir gerade guttut, dann lieber die Wahrheit.

    Ich genieße jedoch die Glücks"momente" .

    Wenn ich Dir hier so antworte, Du aber auf den obigen Satz, ob richtig oder irreführend nicht eingehen möchtest, hat sich für mich dann aber der Bezug verloren.

    Ich würde einfach keine Sätze integrieren, die sich für mich nicht richtig anfühlen.

    Also meine Antwort zu der Frage; Ob man mit dieser „Affirmation“ schneller Erleuchtung erlangt; ich bezweifle das.

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • GKH
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    • 22. Juni 2024 um 20:01
    • #19
    Schneelöwin:
    Gurkenhut:

    Und stelle nur die kleine Frage in den Raum, ob dir der Fokus in allem (auch?/ausschließlich?/zuerst?) das Negative zu sehen gerade gut tut?

    Ich möchte weder nur Negatives noch nur Positives wahrnehmen, nur weil es mir gerade guttut, dann lieber die Wahrheit.

    Ich genieße jedoch die Glücks"momente" .

    Wenn ich Dir hier so antworte, Du aber auf den obigen Satz, ob richtig oder irreführend nicht eingehen möchtest, hat sich für mich dann aber der Bezug verloren.

    Ich würde einfach keine Sätze integrieren, die sich für mich nicht richtig anfühlen.

    Also meine Antwort zu der Frage; Ob man mit dieser „Affirmation“ schneller Erleuchtung erlangt; ich bezweifle das.

    Alles anzeigen

    Ein Glück ist die gute Wirkung der Gedanken nicht an den konkreten Wortlaut geknüpft. Die vier obigen Sätze sind eine unter vielen Verpackungen für die Wünsche der Brahmavihara für alle Lebewesen.

    2 Mal editiert, zuletzt von GKH (22. Juni 2024 um 20:39)

  • GKH
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    • 22. Juni 2024 um 20:41
    • #20
    mukti:

    (...) Um den achtfachen Pfad kommt man meines Erachtens nicht herum, an schnelle Abkürzungen glaube ich eher nicht.

    Ich habe keine Ahnung, ob die genannten Wünsche allein reichen, aber schnell funktioniert das auch nicht, ernsthaft und konsequent absolut jeder Person Gutes zu wünschen. Zumindest nicht, wenn man vom Kissen runter geht und in die Welt hinein.

  • TinyNight13076
    Gast
    • 22. Juni 2024 um 21:04
    • #21

    Erleuchtung durch Wünsche und Gebete zu erreichen ist meiner Erfahrung nach sehr unwahrscheinlich.

    Zuerst einmal weiß man nicht was das überhaupt bedeutet.

    Man hat vielleicht viele Bücher und Texte studiert und es hat sich eine Idee bzw Vorstellung in Bezug auf die Befreiung ergeben, aber das hat nichts mit der Realität zu tun.

    Der schnellste Weg zur Befreiung ist immer eine Sackgasse, wenn er weg vom eigenen Herzen führt.

    Man hinterfragt ja vieles in der Welt, aber nicht sein eigenes Selbst.

    Dieses Selbst ist die Ursache unserer Probleme. Ohne uns ist das Leben ziemlich einfach.

    Zuerst muss man mal ehrlich akzeptieren, dass man ein Problem hat.

    Dann muss man ein Fünkchen Vertrauen haben, dass es einen Weg aus der misere gibt.

    Ich hatte mehr oder weniger keine Bücher am Anfang, aber einen Lehrer, der mich sehr beeindruckt hat.

    Ich habe seine Ratschläge zu Herzen genommen und die Praxis hatte absolute Priorität in meinem Leben.

    Dann sollte man die buddhistischen Gebote halbwegs einhalten.

    Dadurch wird das Leben für dich und andere Wesen ein wenig leichter.

    Der Schlaf wird besser, die Gewissensbisse werden weniger , und man kann sich mehr der buddhistischen Praxis widmen.

    Was ich leider ziemlich spät verstanden hatte , war die Tatsache, dass die buddhistische Praxis ein Weg der Heilung und Liebe ist.

    Und man muss diese Liebe im eigenen Herzen wirken lassen.

    Damals hörte ich zum ersten Mal von dem Nicht-Selbst, und ich ließ mir deshalb keine Liebe zu kommen, weil das für mich unlogisch war.

    In Wirklichkeit hatte ich vor meiner Praxis keine Ahnung von Liebe.

    Mehr oder weniger dienten alle meine Handlungen nur einem Zweck.

    Ich wollte dieses Ich bestätigen und beschützen.

    Da war Angst,Zweifel und Hilflosigkeit weil ich irgendwie ahnte, dass da etwas nicht stimmte

    Mir wurde schnell klar, dass ich meinen Alltag zur Praxis machen muss, weil dieses Glück, dass ich im Kloster emfand noch sehr zerbrechlich war. Es war abhängig von den scheinbar perfekten Bedingungen im Kloster.

    Im Alltag kam ich ohne der Praxis ziemlich schnell in mein altes Leben zurück.

    Ehrlich gesagt habe ich einige Jahre lang nur Ruhe in mein Herz gebracht, aber nicht nach den Ursachen meiner Probleme gesucht.

    Wie jemand der seit Jahren Schmerzmittel nimmt, aber nicht zum Arzt geht.

    Auf dieser Ebene ging es mir schon viel besser und ich dachte mir, dass dieses Ich zumindest in den Nicht-Ich Elementen weiter existierte.

    Ich war jetzt zwar ein wenig glücklicher, aber irgendwas stimmte immer noch nicht.

    Als nun mein Leben ruhiger geworden war habe ich intensiv dieses Ich untersucht und Gesucht.

    Ich war bereit auf dem Kissen zu sterben.

    Aber leider verwandelte ich mein Herz in ein Schlachtfeld.

    Eines Tages weinte ich, weil ich Magen und Knieschmerzen hatte, weil ich Müde und hungrig war.

    Ich fasste den Entschluss, dass ich aufgebe und mich um meinen Körper wieder kümmern werde.

    Und während ich aufgab, tauchte ich plötzlich zum Kern,Urgrund meiner Existenz.

    In diesem “Raum“ existierte weder Dunkelheit noch Licht, Raum, Gefühle, Hören, Sehen, Riechen.

    Nur diese Stimme, die ich immer als Ich aktzeptierte war da.

    Und als ich mich dieser Stimme näherte, wurde mein ganzes Leben zerstört.

    Es war ein zerstörerischer Moment, aber kurz danach kam ein unvorstellbares Glück .

    Diese Wellen des Glücks hielten mehrere Tage an.

    Gleichzeitig fühlte ich eine tiefe Erleichterung in mir.

    Danach war das Leben wie vorher, nur hatte ich nichts mehr zu tun damit.

    Da war immer noch Angst,Leiden, Wut, Schmerzen,Glück, Freude, aber niemand mehr, der diese Dinge ergreifen konnte und darunter leiden konnte.

    Das Leiden der Welt verschwand nicht, sondern der leidende.

    Was nützen die Wünsche und Gebete, wenn man nicht weiß was sie wirklich bedeuteten ?

    Der Weg zur Wahrheit ist eine Herzensangelegenheit, für die man Liebe,Aktzeptanz und Geduld braucht.

    Es ist ein Prozess der Liebe ,Versöhnung und Heilung.

    Wenn man das stille Meer des Friedens im Herzen freigelegt hat, dann wird man bis zum Verfall des Elementehaufens, zum Instrument, zur Quelle des Friedens und der Liebe.

    Wie ich es mal bei den tibetischen Buddhisten gelernt hatte , nimmt man dann das Leiden der Menschen in sich auf, und transformiert dieses Leiden durch die endlose Liebe im eigenen Herzen. Und diese Liebe,Ruhe und dieser Frieden strahlt dann in alle Richtungen aus.

    Erforsche unablässig dieses Ich mithilfe von Ruhe,Liebe,Geduld,Vertrauen.

    Wenn du das für dich geklärt hast, dann kriegst du antworten auf fragen, die du dir weder vorstellen kannst noch jemals gestellt hast.

    Dann wird dein Leben zum Gebet, zur Quelle der Ruhe und der Liebe.

    Selbst wenn du dann fast nichts machst, wird deine Präsenz anderen Wesen frieden und Ruhe bringen.

    Und wenn Sie ein wenig Ruhe,Liebe,Frieden fühlen, dann werden sie sich vielleicht der Quelle ihrer Probleme widmen.

    Und wenn du Frieden und Freiheit gefunden hast, dann kannst du ihnen Tipps geben .

    Mögen wir alle Frieden finden!

    Lg Martin

  • GKH
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    • 22. Juni 2024 um 21:13
    • #22
    Pause:

    Was nützen die Wünsche und Gebete, wenn man nicht weiß was sie wirklich bedeuteten ?

    Den Verstand zum Herzen lenken. Auf den Weg finden, zu erkunden und zu erfahren, was sie alles bedeuten können.

  • mukti
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    • 22. Juni 2024 um 21:42
    • #23
    Gurkenhut:
    mukti:

    (...) Um den achtfachen Pfad kommt man meines Erachtens nicht herum, an schnelle Abkürzungen glaube ich eher nicht.

    Ich habe keine Ahnung, ob die genannten Wünsche allein reichen, aber schnell funktioniert das auch nicht, ernsthaft und konsequent absolut jeder Person Gutes zu wünschen. Zumindest nicht, wenn man vom Kissen runter geht und in die Welt hinein.

    Ja wenn es nicht nur formal oder halbherzig sein soll. Es wäre wohl auch nicht ganz ehrlich alles Gute wünschen ohne etwas dazu beizutragen wenn man die Möglichkeit hat, was darauf hinausläuft dass man seinen überflüssigen Besitz an Notleidende abgeben müsste und auch ständig behilflich sein müsste. Im Christentum gäbe das dann schon einen Heiligen ab.

    Mit Metta, mukti.


  • GKH
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    • 22. Juni 2024 um 22:03
    • #24
    mukti:
    Gurkenhut:
    mukti:

    (...) Um den achtfachen Pfad kommt man meines Erachtens nicht herum, an schnelle Abkürzungen glaube ich eher nicht.

    Ich habe keine Ahnung, ob die genannten Wünsche allein reichen, aber schnell funktioniert das auch nicht, ernsthaft und konsequent absolut jeder Person Gutes zu wünschen. Zumindest nicht, wenn man vom Kissen runter geht und in die Welt hinein.

    Ja wenn es nicht nur formal oder halbherzig sein soll. Es wäre wohl auch nicht ganz ehrlich alles Gute wünschen ohne etwas dazu beizutragen wenn man die Möglichkeit hat, was darauf hinausläuft dass man seinen überflüssigen Besitz an Notleidende abgeben müsste und auch ständig behilflich sein müsste. Im Christentum gäbe das dann schon einen Heiligen ab.

    In dem Wunsch steckt man selbst mit drin. Das ist mMn wichtig, dass es kein „möge es allen anderen wohlergehen“ ist, sondern ein „möge es allen wohlergehen“, was die Selbstfürsorge miteinschließt und eher nicht mit ständig für andere da sein vereinbar ist. (Wobei man da noch genauer auf die Wortbedeutung von „ständig“ eingehen könnte, ich bin bei meinem Text von 24/7 ausgegangen, keine Ahnung ob du das meintest.)

  • Monikamarie
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    • 22. Juni 2024 um 22:06
    • #25

    Danke Pause,

    Dein liebevoller Bericht zeigt einen Werdegang, den ich bestätigen kann, auch wenn er anders war, so sehe ich dennoch einen"roten Faden".

    Die Essenz ist bei aller Bemühung - bei der Befolgung des Pfades, beim Begreifen der Lehre - der einsetzende Prozess, den keiner "machen" kann, der bei jedem anders verläuft, aber trotzdem Wirkung zeigt.

    Wir können niemals wissen, was die "Klammer ums Herz" löst - und wann.

    Es geschieht oder auch nicht.

    Aber eines weiß ich: es hat immer mit absoluter, tiefer Hingabe zu tun.

    Sie kann aussehen wie "Aufgabe".

    Und das ist auch klar, denn da lässt der Wille, etwas zu erreichen, los.

    Freiheit ...

    Und auch das kann niemand wollen, es geschieht oder es geschieht nicht.

    Wir können aber die Fenster und Türen unseres inneren Raumes öffnen und ihn sauber halten. Vielleicht tritt ES dann ein.

    (J. Krishnamurti)

    Alles Gute für Dich Asod55

    _()_Monika

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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