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  1. Buddhaland Forum
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Dukkha erkennen....

  • Anna Panna-Sati
  • 17. Februar 2024 um 22:37
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  • Anna Panna-Sati
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    • 17. Februar 2024 um 22:37
    • #1

    Ihr Lieben,

    wie sicher die Meisten von euch, habe ich Dukkha satt - im doppelten Sinne; es ist der Grund, warum der Buddhadharma, die buddhist. Praxis, inzwischen großen Raum in meinem Leben einnimmt.

    Vor 2 Monaten starb eine Verwandte meines Mannes, mit gerade mal 46 Jahren, infolge eines bösartigen Hirntumors.

    Knapp sechs Jahre zuvor war bei ihr bereits Brustkrebs diagnostiziert worden, es folgte eine Amputation, Bestrahlung, Chemotherapie....Zeitgleich entwickelte ihr damals 11- jähriger Sohn massive Verhaltensstörungen und wurde mit Hilfe des Jugendamtes in eine Wohngruppe eingegliedert. Damit kam der jüngere Sohn (damals 6 Jahre) nicht zurecht, rastete aus und benötigte psychotherapeutische Hilfe. Der Ehemann war überfordert und fiel seiner Frau oft noch in den Rücken (zog pädagogisch nicht an einem Strang mit ihr)...Vor knapp 3 Jahren (kurz nach erfolgter Brustrekonstruktion) brach sie mit einem epileptischen Anfall zusammen - die niederschmetternde Diagnose: Glioblastom! Voraussichtliche Rest-Lebenszeit: 1/2 - 2 Jahre (Sie schaffte fast 3 Jahre!).

    Wie viel kann ein Mensch ertragen?...

    Ich wurde vor 6 Jahren, nach ihrer ersten Krebsdiagnose, von ihr als Freundin angefragt, obwohl wir uns kaum kannten und ich 90 km entfernt wohne. Ehrlich gesagt, zögerte ich und hätte mich gerne gedrückt - mit meiner gen. Angststörung + Autoimmunerkrankung fühlte ich mich damals "ausgelastet" - , aber es stand sonst niemand zur Verfügung und ich empfand natürlich Mitleid/Mitgefühl, also ließ ich mich darauf ein.....

    Was soll ich sagen?

    Es waren sehr harte Jahre für sie, ich versuchte für sie dazusein und sie bei Bedarf zu stützen , aber - völlig unerwartet - erlebte ich, dass ich unglaublich viel Positives von IHR empfangen habe, ihr unbändiger Lebenswille, ihr Mut und ihre Tapferkeit ließen mich "mein" Leid mit anderen Augen sehen, es verblasste....

    Nach jeder neuen "Hiobsbotschaft" der Ärzte, jeder neuen Komplikation, hörte ich von ihr: "Ich mache das Beste daraus!" Und sie setzte das um - bis zuletzt. Letztlich gab SIE mir viel mehr, als ich ihr geben konnte....

    Krankheit, Tod, Verlust von Angehörigen, usw. sind die Arten von Dukkha, die jeder erkennen kann und mit denen auch jeder irgendwann in seinem Leben konfrontiert wird - der Eine mehr, der Andere weniger intensiv.

    "Der Buddha definiert Leiden zusammengefaßt als die fünf Grup-

    pen des Ergreifens:

    „Geburt ist Leiden, Altern ist Leiden, Krankheit ist Leiden,

    Tod ist Leiden, Zusammensein mit dem Unerwünschten ist Lei-

    den, Getrenntsein von dem Erwünschten ist Leiden, Nichterlan-

    gen was man begehrt, ist Leiden. Kurz gesagt, die fünf Gruppen

    des Ergreifens sind Leiden.“ 113

    Im Wesentlichen bedeutet das, daß alle Vorstellungen eines

    „Selbst“, alle Gedanken von „Ich“ und „Mein“ Leiden sind."
    (Quelle: https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%2…e_Bedeutung.pdf - Danke, Jan87, für den Link ! _()_ )

    -DAS finde ich schwer zu erkennen/zu begreifen, ebenso auch, dass man im Buddhismus dazu angehalten wird, in den (scheinbar) erfreulichen Dingen des Lebens, immer auch gleichzeitig das Leidhafte wahrzunehmen, nicht aber umgekehrt sehen sollte, dass auch im Leidhaften Freude enthalten sein kann.

    -Wieso werden Leiden gelindert (oder gar beseitigt), wenn man nicht mehr mit den 5 Skandhas/Khandhas identifiziert ist?

    Meine Freundin war in den letzten Monaten quasi halbseitig gelähmt, lag alleine in der Wohnung im Pflegebett (Ehemann arbeitete auswärts), kaum in der Lage, den Toilettenstuhl zu erreichen, angewiesen auf den 3 x täglich erscheinenden Pflegedienst.

    Wären Einsamkeit und Hilflosigkeit leichter zu ertragen gewesen ohne Identifikationen?

    Ich weiß es nicht...(Ihr halfen Gebete, die Präsenz ihres Hundes und Telefonate/chatten.)

    Sorry für den langen, eher bedrückenden, Text.

    Wenn ihr mögt, schreibt doch mal, wie ihr mit Dukkha umgeht.

    Alles Gute und liebe Grüße! _()_ :heart: :)

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Qualia
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    • 17. Februar 2024 um 23:39
    • #2

    Genau wie Du.

    Ich habe die Lehre geübt und bin frei von Verzweifeln an niemanden helfen zu können, wenn dieser seine Vorstellungen, Prinzipien nicht loslassen möchte.

    :?Ich kann niemanden erzählen, wie ich mit Dukkha umgehe und wenn ich das tue, führt das zu Konfrontation. Ich bin frei in meinem Anhaften und Loslassen. Das geht so schnell, dass sich andere beleidigt fühlen. Nicht mein Problem. Also weiß ich nicht, wie ich mit Dukkha umgehe. Buddha hat es mir gezeigt, der Rest ist Lächeln. :)  :buddha:

    Mit Leiden weiß ich umzugehen, da gibt es aber auch eine physikalische Ursache.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Leonie
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    • 18. Februar 2024 um 00:02
    • #3
    Anna Panna-Sati:

    Im Wesentlichen bedeutet das, daß alle Vorstellungen eines

    „Selbst“, alle Gedanken von „Ich“ und „Mein“ Leiden sind."
    (Quelle: https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%2…e_Bedeutung.pdf - Danke, Jan87, für den Link ! _()_ )


    -DAS finde ich schwer zu erkennen/zu begreifen, ebenso auch, dass man im Buddhismus dazu angehalten wird, in den (scheinbar) erfreulichen Dingen des Lebens, immer auch gleichzeitig das Leidhafte wahrzunehmen, nicht aber umgekehrt sehen sollte, dass auch im Leidhaften Freude enthalten sein kann.


    -Wieso werden Leiden gelindert (oder gar beseitigt), wenn man nicht mehr mit den 5 Skandhas/Khandhas identifiziert ist?

    Du ziehst da verkehrte Schlüsse aus der Lehre. Entschuldige, wenn ich das so sage, aber Wettimuny handelt das auch recht abstrakt ab und was du über deine verstorbene Freundin erzählst ist doch ein sehr konkretes Beispiel wie man mit Leiden lebt.

    Die erfreulichen Dinge des Lebens sind deshalb auch leidhaft, weil sie vergänglich sind, aber vor allem weil sie Begehren verstärken und damit fester ans Dasein binden.

    Vergänglichkeit ist ein Daseinsmerkmal und die beiden anderen sind anatta - nicht-Selbst oder Nicht-Ich oder nicht-mein und dukkha - Leiden. Alles Dasein, alle Phänomene sind ohne Ausnahme leidhaft - d.h. wenn mich der Pfeil trifft - eine Diagnose von Krebs oder der Unfall eines Angehörigen, löst das einen starken Schmerz aus und die Frage ist, wie ich dann damit lebe - mit diesem Pfeil - wenn er nicht zu entfernen ist, muss ich ihn annehmen und in der Annahme des Leidens liegt die Befreiung. Dabei geht es nicht um Identifikation, d.h. ich mache das Geschehen nicht zu meinem Selbst, werde also zu einem Leidenden, sondern ich sehe es als Fakt und tue, was der Sache angemessen ist. Es ist ganz nüchtern betrachtet nichts besonderes, dass Menschen schwer erkranken, Schmerzen erleben und sterben.

    Das Problem liegt in diesem Selbst, ich und Mein - weil es diese Identifikation bereits schon hat und sie seit Jahren gibt, jeder von uns damit aufgewachsen ist. So ist der Pfeil nicht nur ein Fakt - sondern es ist der Fakt, dass ich mit meiner Endlichkeit konfrontiert werde und ich erkenne, dass mein Leben, mein ich und Selbst sterblich ist und da gibt es kein Drumrumreden - da ist einmal Ende.

    Diese Todesangst ist das Problem. Und diese Angst kommt durch das Bewusstsein, das das Leben und seine Endlichkeit als Enge sieht. Weil ich um meine Endlichkeit weiß - deshalb krallt sich das ICH mit allen seinen Mitteln an diesen skandhas fest - der Persönlichkeitsglaube heißt nicht umsonst Fessel.

    Das eigentlich Positive an dukkha ist jedoch, dass es ein Wecker ist, der dich zum Erwachen ruft. Da jedes Empfinden Leiden ist, ist die Achtsamkeitsübung eine Praxis, die die Empfindungsfähigkeit erhöht und man schon beim kleinsten Leiden wach werden kann bzw. das Leiden des Mitmenschen nichts anderes als ein Spiegel ist und Mitgefühl genau dieser Wecker ist - deshalb kannst du sehr dankbar sein, dass du gebeten wurdest, deine Freundin auf ihrem Weg zu begleiten.

    :zen:

  • Anna Panna-Sati
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    • 18. Februar 2024 um 00:49
    • #4

    Herzlichen Dank, liebe Leonie , für deinen sehr hilfreichen Beitrag, bei mir hat sich dadurch auch emotional etwas gelöst (konnte endlich weinen).... _()_

    Ja, da sind Gefühle von großer Dankbarkeit, aber halt auch noch Trauer und eine gewisse Erleichterung, dass sie nun erlöst ist von ihrem Leiden.

    Liebe Grüße _()_ :heart: :)

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Igor07
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    • 18. Februar 2024 um 01:32
    • #5

    Liebe Anna Panna-Sati ,

    Wenn ich den Krebs bekomme, sehr starke Schmerzen bekomme, das Problem , eigentlich , liegt darin, dass ich es als „Mein“ ( zu MIR gehörend ) empfinde und so auch wahrnehme. Der erste Pfeil ist das Los , dass alle lebendige Wesen er-leid-en sollen, so ist in der Welt, man kann nicht dafür. Aber den zweiten Pfeil man ( kein „Ich“, ansonsten es macht keinen Sinn) kann sich ersparen./ Ich kann es rein verbal nicht besser ausdrücken/.

    Wenn ich genug wachsam bin, dann ich kann er-sehen, dass ich nicht allein in diesem Leben „leide“, und genau darin man kann das unwillkürliche und das spontane Mitgefühl entdecken, denn--- das Mit-Gefühl verbindet uns mit allen Wesen, die leiden, und wenn ich mich nicht als der Nabel der Welt empfinde, ich nehme mich wahr als nicht getrennt von allem, oder mit dem Allem Verbunden, das ist das Wesen von Bodhichitta , und wie ich es verstehe, nur das! Macht aus uns den Menschen mit dem Herzen am rechten Fleck aus, der den fremden Schmerz als den eigenen spürt, ansonsten wir wären wie die Seelenlosen Maschinen, die nur den Verstand oder die Logik benutzen. Alles Gute dir von ganzen Herzen! LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 18. Februar 2024 um 12:01
    • #6
    Salla Sutra:

    Der unerfahrene gewöhnliche Mensch, ihr Mönche, empfindet ein Wohlgefühl empfindet ein Wehgefühl, empfindet ein Weder-wehe-noch-wohl-Gefühl. Auch der erfahrene edle Jünger, ihr Mönche, empfindet ein Wohlgefühl, empfindet ein Wehgefühl, empfindet ein Weder-weh-nach-wohl-Gefühl. Was ist da nun, ihr Mönche, die Besonderheit, was die Verschiedenheit, was der Unterschied zwischen einem erfahrenen edlen Jünger und einem unerfahrenen gewöhnlichen Menschen?

    Es liegt in der Natur des Körpers, dass er ganz unterschiedliche Zustände haben kann, eben angenhme - z.B wenn man fit und verliebt ist und ganz schreckliche - wenn man ohnmächtig und totkrank ist. Weil das in der Natur des Körpes liegt, kann jeder in die Situation kommen.

    Salla Sutta:

    Gleichwie, ihr Mönche, wenn da ein Mann von einem Pfeil angeschossen würde, und er würde dann noch von einem zweiten Pfeil angeschossen. Da wurde dieser Mensch, ihr Mönche, die Gefühle von zwei Pfeilen empfinden.

    Ebenso nun auch, ihr Mönche, wenn der unbelehrte gewöhnliche Mensch, von einem Wehgefühl getroffen, traurig, beklommen ist, jammert, sich stöhnend an die Brust schlägt, in Verwirrung gerät, dann empfindet er zwei Gefühle, ein körperliches und ein gemüthaftes. Ist er von einem Wehgefühl getroffen worden, so leistet er Widerstand. Dann wird in ihm, der dem Wehgefühl Widerstand leistet, der Hang zum Widerstand gegen das Wehgefühl angelegt.

    Der zweite Pfeil kommt also von dem Willen, der sich gegen die jetztige Situation richtet.

    Salla Sutta:

    Wird aber der erfahrene edle Jünger, ihr Mönche, von einem Wehgefühl getroffen, dann ist er nicht traurig, beklommen, jammert nicht, schlägt sich nicht stöhnend an die Brust, gerät nicht in Verwirrung. So empfindet er nur ein Gefühl, ein körperliches, kein gemütmäßiges.

    Das Leid des zweiten Pfeils kommt also aus Gier - etwas anderes als das was ist wollen. Und Hass - das was ist ablehnen. Und dies ist wiederum eng mit dem Ich verbunden. Weil das Ich ja einen"grünen Bereich" dessen was akzeptabel ist absteckt.

    Dukkha bedeutet von seiner Grundbedeutung her "Reibung". Die Reibung zwischen Wollen und Welt.

  • mukti
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    • 18. Februar 2024 um 12:52
    • #7
    Anna Panna-Sati:

    Wenn ihr mögt, schreibt doch mal, wie ihr mit Dukkha umgeht.

    Mit Geduld ertragen, das Beste draus machen, trotzdem noch kleine Freuden finden, zum Arzt gehen. Über diesen ganz natürlichen Reaktionen steht die Besinnung auf die Lehre - Körper/Geist bin ich nicht und gehören mir nicht. Darin sehe ich keine Flucht in eine Phantasievorstellung sondern die Wahrheit. So ist es und das gilt es zu erkennen und zu verwirklichen, dann ist auch alles Dukkha zu Ende.

    Es kann nur so sein, denn Körper und Geist kann ich wahrnehmen und was ich wahrnehme bin ich nicht. Ich sehe einen Baum und bin nicht der Baum, höre einen Ton und bin nicht der Ton, ich bin nicht der Geruch, der Geschmack und das Fühlen. Ich nehme Gedanken wahr also bin ich nicht die Gedanken.

    Das Beobachten ist letztlich das Einzige das mir wirklich hilft wenn sonst nichts mehr hilft, überhaupt der einzig mögliche Weg in die Freiheit. Das Beobachten mit der Erkenntnis dass ich nicht das bin, was ich beobachte. Eigentlich bin ich auch nicht der Beobachter, das ist auch nur eine Identifikation. Aber das Beobachten (Sati) könnte all diese Illusionen auflösen, wenn man es ununterbrochen machen würde. So weit bin ich noch lange nicht und das ist das Positive an Dukkha, da wird man förmlich dazu gezwungen und so geht da ein wenig was weiter mit dem tatsächlichen Durchschauen der Wirklichkeit.

    Mit Metta, mukti.


  • Thorsten Hallscheidt
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    • 18. Februar 2024 um 14:40
    • #8

    Es gibt an dem, was Du erzählt hast, nichts schönzureden. Und es gibt wahrscheinlich auch keine Möglichkeit, dem Schmerz zu entgehen. Es ist eine namen- und trostlose Sauerei, auch wenn und weil es eine alltägliche Sauerei ist: Alter, Krankheit und Tod. Verlust, Schmerz und Verlassenheit.

    Zitat

    Denn alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit der Menschen wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorrt und die Blume abgefallen;

    Quelle

    Ich schwanke zwischen Empörung und Apathie. Gefangen in so einer überaus beschissenen Lage als fühlender, liebender und erkennender Geist in einer brennenden Hütte, in einem Schlachthaus, einem Irrenhaus, einem faulenden Haufen Fleisch.

    Höchste Zeit, sich davon abzuwenden – eigentlich – wenn nicht daran noch immer so erstaunlich viel Schönes wäre. Das ist Dukkha: Wider besseres Wissen dem Schönen, dem Begehrenswerten wieder und wieder in den Schmerz und die Angst folgen. Festhalten wollen, was zwischen den Händen zu Staub zerfällt. Aus Schaum Perspektiven des Glücks zimmern.

    Aber ist es nicht undankbar? Ich muss für alles Schöne mit Verlust bezahlen. Aber nur, wenn ich es festhalten will. Wie sollte ich nicht?

    Manchmal tut sich eine Tür auf in eine Wirklichkeit abseits aller Antizipationen des Elends. Denn die Antizipation gibt dem Pfeil seinen Schrecken, das Lamento gibt ihm den empörenden Schmerz.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Igor07
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    • 18. Februar 2024 um 15:34
    • #9
    Thorsten Hallscheidt:

    nd es gibt wahrscheinlich auch keine Möglichkeit, dem Schmerz zu entgehen. Es ist eine namen- und trostlose Sauerei, auch wenn und weil es eine alltägliche Sauerei ist: Alter, Krankheit und Tod. Verlust, Schmerz und Verlassenheit.

    Es gibt sehr toller Vortrag auf Yotube von Ajahn Cattamalo Bhikkhu , heißt: „ Alter, Krankheit und Tod“, dauert ca. 1 Stunde. Die Dinge und das Leben so zu sehen , wie sie wirklich sind, das ist sehr schwer und es kann sehr schmerzhaft sein. Leider , ich sehe, rein persönlich, keinen anderen Weg. Das ist, sorry tausendmal , keine Sauerei , aber das Leben , wie es ist, ohne die Projektionen und die Vorstellungen, die wir auf es immer verkrampft versuchen überzustülpen.

    So deswegen genau entsteht dieser Trubel/ Strudel/ ( am „Anfang“) zwischen Nama Rupa und dem Bewusstsein, besser ich zitiere kurz:

    Zitat

    „Nehmen wir einmal an, dass auf dem offenen Meer Strudel auftreten.

    Wenn sie sich aus dem einen oder anderen Grund wieder auflösen

    und verschwinden, kommt es dadurch nicht zu einer Verminderung

    oder Vermehrung der Wassermassen im Weltmeer.16 Nun gibt es ein

    sehr bedeutsames Konzept in der Lehre, nämlich dass Existenz eine

    Pervertierung oder abwegige Verdrehung ist. „Was die Weltlinge für das

    Wahre halten, das ist für die Edlen Unwahres.“17 Der Buddha hat diese

    Tatsache bei einer bestimmten Begebenheit erklärt. Obwohl die Welt

    dem Dasein eine solche Wichtigkeit zuschreibt, zeigt der Buddha auf,

    dass es sich dabei nur um eine abwegige Verdrehung der Sachlage

    handelt. Ihm zufolge sind alle Konzepte von Geburt, Tod und

    Pāḷi „vaṭṭa“ genannt wird. Wie er es ausdrückt: ettāvatā vaṭṭaṃ

    vaṭṭati itthattaṃ pannāpanāya18 – ein Wirbel wirbelt insoweit, als

    dadurch eine „Diesheit“ (beispielsweise dieser Zustand der Existenz)

    bestimmt wird. Es ist, als solle eine Stelle angezeigt werden, an der

    sich ein gefährlicher Strudel befindet. Im Meer besteht nur dann die

    Möglichkeit, auf „diese Stelle“ und „jene Stelle da“ hinzuweisen, wenn

    dort Strudel vorhanden sind. Ein Strudel ist aber die Manifestation

    einer pervertierten Aktivität. Er entsteht, wenn eine Gegenströmung

    im Wasser versucht, sich in entgegengesetzter Richtung zum Hauptstrom

    zu bewegen und dieser Versuch vereitelt wird: das Wasser

    dreht sich lediglich und wird zurückgedrängt, und alsbald wiederholt

    sich der Vorgang. Sofern sich kein Erfolg einstellt, windet es sich

    abwärts, um einen Wirbel oder einen Strudel mit einem Abgrund zu

    formen.

    In der gleichen Weise „ignorieren“ die Wesen den wahren Stand der

    Dinge in der Welt. Getrieben von Unwissenheit und Gier, geht ihr Bewusstsein

    auf die Suche nach Beständigkeit in einer Welt der Vergänglichkeit,

    nach Schönheit in einer Welt der Hässlichkeit, nach

    Freude in einer Welt des Leidens und nach einem Selbst in einer

    Welt des Nicht-Selbst. Aufgrund dieser abwegigen Verdrehung der

    Dinge kommt dieser Strudel oder Wirbel einer Person zustande.

    Selbst der Buddha war als Bodhisatta ein Strudel im Saṁsāra. Ebenso

    verhält es sich mit Pacceka-Buddhas und Heiligen. Am Ende sehen sie

    aufgrund ihrer Weisheitskraft die Sinnlosigkeit dieser wirbelnden

    Runde. Wenn die Nichtigkeit dieses Kreisens zwischen Bewusstsein

    und Name-und-Form verstanden wird und der Geist davon entwöhnt

    ist, löst sich der Strudel auf. Wie viele Strudel sich im Ozean auch

    immer auflösen, gibt es keine Ab- oder Zunahme im Wasser. Es ist

    dieses Gleichnis vom Strudel, welches die Antwort auf die Frage nach

    dem nachtodlichen Zustand des Geheilten in sich birgt.

    Alles anzeigen

    Man kann nicht anders machen, als die Dinge, wie sie sind , einfach zu akzeptieren. Und sich zu bemühen , wie der Autor es sagt, „den wahren Stand der Dinge in der Welt“ zu sehen. Das ist nicht einfach. ( Sehr milde ausgedrückt).


    https://nibbanam.net/texte_zum_download/nib_feuergleichnis.pdf

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Anna Panna-Sati
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    • 18. Februar 2024 um 17:35
    • #10

    Lieber Qualia , vielen Dank für deinen Beitrag! _()_ :heart:

    Qualia:

    :? Ich kann niemanden erzählen, wie ich mit Dukkha umgehe und wenn ich das tue, führt das zu Konfrontation.

    Hauptsache, du hast einen - für dich gangbaren, hilfreichen - Weg gefunden, mit Dukkha umzugehen und wenn er auf der Lehre Buddhas fußt, kann er wohl nicht falsch sein...

    Qualia:

    Ich bin frei in meinem Anhaften und Loslassen. Das geht so schnell, dass sich andere beleidigt fühlen. Nicht mein Problem.

    :? Beleidigt fühlt man sich i.d.R., wenn man sich (oder seine Werte, mit denen man identifiziert ist) abgewertet sieht...

    Qualia:

    Buddha hat es mir gezeigt, der Rest ist Lächeln. :) :buddha:

    :like: :)

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • TinyNight13076
    Gast
    • 18. Februar 2024 um 20:29
    • #11
    Anna Panna-Sati:

    .

    -DAS finde ich schwer zu erkennen/zu begreifen, ebenso auch, dass man im Buddhismus dazu angehalten wird, in den (scheinbar) erfreulichen Dingen des Lebens, immer auch gleichzeitig das Leidhafte wahrzunehmen, nicht aber umgekehrt sehen sollte, dass auch im Leidhaften Freude enthalten sein kann.

    -Wieso werden Leiden gelindert (oder gar beseitigt), wenn man nicht mehr mit den 5 Skandhas/Khandhas identifiziert ist?

    Meine Freundin war in den letzten Monaten quasi halbseitig gelähmt, lag alleine in der Wohnung im Pflegebett (Ehemann arbeitete auswärts), kaum in der Lage, den Toilettenstuhl zu erreichen, angewiesen auf den 3 x täglich erscheinenden Pflegedienst.

    Wären Einsamkeit und Hilflosigkeit leichter zu ertragen gewesen ohne Identifikationen?

    Ich weiß es nicht...(Ihr halfen Gebete, die Präsenz ihres Hundes und Telefonate/chatten.)

    Sorry für den langen, eher bedrückenden, Text.

    Wenn ihr mögt, schreibt doch mal, wie ihr mit Dukkha umgeht.

    Alles Gute und liebe Grüße! _()_ :heart: :)

    Alles anzeigen

    Meine Erfahrung mit dem Thema:

    Das oben genannte sind Tipps für jene die noch keine Befreiung erlangt haben (Ab Stromeintritt aufwärts).

    Man kann schon vorher eine Art von Gleichmut entwickeln.

    Läuft es gut, okay loslassen weil es sich ändern wird und muss.

    Läuft es schlecht, okay loslassen weil es sich ändern wird und muss.

    Das kann hilfreich sein, wenn die Welt scheinbar aus den fugen gerät.

    Das Leiden zum Beispiel verschwindet ja nicht, auch nicht für den befreiten.

    Ich dachte immer dass das Leiden verschwindet, aber in Wirklichkeit verschwindet der Leidende. Die Welt ist weder Gut noch schlecht, fair oder unfair.

    Vorrangig ist es eine Täuschung die wir tagtäglich erleben und neu erschaffen.

    In dieser (durch Erziehung,Umfeld usw kreierten) Welt gibt es Gut und Böse, fair und unfair, Geburt und Tod usw.

    Primär entstand 99 % von meinem Leiden ,aus meiner Unwissenheit heraus.

    Was sich bei mir damals schlagartig geändert hatte, war der Wegfall eines Ichs.

    Die Welt dreht sich weiter, mit all ihren Ent-täuschungen, aber ich habe damit nichts mehr zu tun.

    Da ist Freude,Schmerz,leiden,Wut usw, aber niemand mehr, der diese Sachen ertragen muss.

    Wenn das Herz die erste Heilung und Linderung durch das einhalten der Gebote, durch das kultivieren von Samadhi erfährt, dann kann die Liebe (inklusive Güte) das verletzte und komprimierte Herz in die Unendlichkeit ausdehnen.

    Während vorher ein tropfen Farbe auf 100 bis 200 Milliliter Wasser getroffen ist, und dieses Wasser verfärbt hat, trifft nun dieser Tropfen auf ein Meer des friedens .

    Er richtet dort viel weniger Schaden an.

    Schon in der Meditation konnte ich zum Beispiel viel von den Schmerzen lernen, die ich zu dieser Zeit noch als meine Schmerzen betrachtet habe. Alles war mein Lehrer.

    Manchmal wurde es unerträglich, aber aus Respekt vor dem Lehrer, der Sangha bin ich ruhig geblieben und damit einen Schritt weiter gegangen.

    Auch dort habe ich erkannt wann sich dieses Herz in ein Schlachtfeld verwandelt. Und dann habe ich Metta praktiziert und geschaut was passiert.

    Und als ich diese Situation akzeptiert hatte, wurde das Leiden schlagartig halbiert.

    Als dieses Ich durchschaut wurde, wurde mein ganzes Universum zerstört.

    Ist da nun schmerz im Körper, es ist nicht länger mein Problem.

    Die neuen Kriege und Katastrophen lassen mich nicht mehr verzweifeln bzw hilflos werden. Und aus dieser Tatsache heraus entsteht ein tiefer bedingungsloser Frieden, aus dem ich heraus viel für die Menschen, Tiere und anderen Wesen tun kann.

    Früher war es mein Dukkha, mein Glück, mein Leben. Und weil ich die Welt nicht sah wie sie ist, wurde ich Enttäuscht durch den ständigen Wandel.

    Alles was wir sehen,denken,fühlen usw ist in Wirklichkeit nur ein Geistesmoment der uns gerade bewegt.

    Aber es nützt nicht viel, wenn wir das gelesene Wissen wie ein Mantra rezitieren. “Da ist (k)ein Ich “ muss im Herz erforscht und geklärt werden.

    Die Meditation dient nicht nur zum Abbauen von Stress usw, sondern es ist ein Weg in die Freiheit.

    Ich habe seitdem nie wieder trauer, Wut , Freude, Einsamkeit und Hilflosigkeit erlebt, weil diese Dinge wie Wolken sind, die den blauen Himmel nicht zerstören können.

    In der Praxis können auch Momente der Verzweiflung und Dunkelheit auftauchen. Und in dieser Zeit kann man sich darüber freuen, dass man mit der buddhistischen Lehre einen Ausweg gefunden hat.

    Solange man noch halbwegs dazu in der Lage ist, sollte man diese eine Sache (Selbst) suchen und erforschen.

    Dann wird man nur noch einen Wandel erleben, nämlich das verlöschen im stillen Meer des Friedens.

    Mögen wir alle Frieden finden!

  • Qualia
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    • #12
    Martin_1980:

    Ich dachte immer dass das Leiden verschwindet, aber in Wirklichkeit verschwindet der Leidende. Die Welt ist weder Gut noch schlecht, fair oder unfair.

    _()_ _()_ _()_

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Anna Panna-Sati
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    • 19. Februar 2024 um 00:08
    • #13
    Leonie:

    Die erfreulichen Dinge des Lebens sind deshalb auch leidhaft, weil sie vergänglich sind, aber vor allem weil sie Begehren verstärken und damit fester ans Dasein binden.

    Danke, Leonie , genau das ist es, was ich zu begreifen versuche, weil die schönen Dinge des Lebens, auch Kleinigkeiten, von Menschen oft dazu benutzt werden, Leidvolles auszugleichen - im Sinne eines Gegenpols/Gegengewichtes (um überhaupt noch Freude am Leben empfinden zu können) - und Ablenkung ist ja heutzutage/hierzulande kein Problem, eher gibt es ein Zuviel davon (Reizüberflutung).

    Ich würde nun aber unterscheiden wollen zwischen schönen Dingen, an denen sich das Ego aufrichten und man starke Anhaftung z.B. durch Bestätigung entwickeln kann, wie Sport/Wettkämpfe, Konsumartikel, etc. einerseits und beispielsweise den Schönheiten der Natur, an denen man sich - ohne Anhaftung - "einfach nur erfreuen" kann, wie einem farbenfrohen Sonnenuntergang o.ä. .

    Lebt man achtsam im Hier und Jetzt, mit einem frischen, aufnahmefähigen "Anfängergeist", entwickelt sich auch kein Überdruss an diesen "natürlichen Freudequellen", welcher ja ebenfalls eine Erscheinung von "dukkha" darstellt.

    Gleichzeitig lehrt der Kontakt zur Natur, dass alles "im Fluss" ist, jedes Dasein einmal endet und somit auch die eigene Existenz.

    Leonie:

    Das eigentlich Positive an dukkha ist jedoch, dass es ein Wecker ist, der dich zum Erwachen ruft.

    Ja, danke für die Erinnerung, das hatte ich glatt vergessen, dabei war eines der ersten YT- Videos, das ich von Ayya Khema ansah, jenes mit dem Titel "Dukkha, der Lehrmeister". :D

    Leonie:

    mit diesem Pfeil - wenn er nicht zu entfernen ist, muss ich ihn annehmen und in der Annahme des Leidens liegt die Befreiung. Dabei geht es nicht um Identifikation, d.h. ich mache das Geschehen nicht zu meinem Selbst, werde also zu einem Leidenden, sondern ich sehe es als Fakt und tue, was der Sache angemessen ist.

    Ja, das ist wohl die einzig heilsame Art und Weise, mit dem Pfeil umzugehen; in der Praxis - mit den ständigen Höhen und Tiefen über längere Zeiträume - nicht leicht umzusetzen, weil immer wieder Hoffnung auf Besserung aufkeimt, Widerstand/Auflehnung gegen die Fakten aufsteigt und das Annehmen des Leidens dadurch permanent erneuert werden muss...

    Leonie:

    So ist der Pfeil nicht nur ein Fakt - sondern es ist der Fakt, dass ich mit meiner Endlichkeit konfrontiert werde und ich erkenne, dass mein Leben, mein ich und Selbst sterblich ist und da gibt es kein Drumrumreden - da ist einmal Ende.

    Diese Todesangst ist das Problem.

    Und Todesangst ist die Wurzel aller anderen Ängste....

    In der Endphase einer tödlichen Erkrankung, im hohen Alter oder auch während einer tiefen Depression verschwindet die Todesangst oftmals, das Ende wird dann manchmal sogar herbeigesehnt, was ein "Loslassen" bewirkt, das einen friedlichen "Übergang" ermöglicht.

    Die "5 täglichen Betrachtungen" (Theravada) erinnern Praktizierende daran, dass wir alle der Vergänglichkeit unterworfen sind und fördern die Akzeptanz dieser Tatsachen:

    1 . Ich bin dem Altern unterworfen, ich kann dem Altern nicht entgehen.

    2. Ich bin der Krankheit unterworfen, ich kann der Krankheit nicht entgehen.

    3. Ich bin dem Tode unterworfen, ich kann dem Tode nicht entgehen.

    4. Alles, was mein ist und mir lieb, wird sich ändern und vergehen.

    5. Ich bin der Eigentümer meines Wirkens,

    geboren aus meinem Wirken,

    umgeben von meinem Wirken,

    getragen von meinem Wirken.

    Wie immer mein Wirken sein wird, dessen Erbe werde ich sein.


    Liebe Grüße _()_ :heart: :)

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

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    • 19. Februar 2024 um 00:40
    • #14
    Anna Panna-Sati:

    Danke, Leonie , genau das ist es, was ich zu begreifen versuche, weil die schönen Dinge des Lebens, auch Kleinigkeiten, von Menschen oft dazu benutzt werden, Leidvolles auszugleichen

    Es ist Grundlage der Lehre, dass Schönes ausschließlich, wenn es festgehalten wird, Dukkha ist.

    Es ist nicht zu begreifen!!! Das Schönes oder Hässliches Dukkha werden soll, nur weil es existiert.

    Das wird es nur, wenn es festgehalten wird. Wer Schönes oder Hässliches festhalten will, erzeugt dukkha.

    Ich richte mich nach der Lehre des Buddha und nicht nach dem Buddhismus

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Anna Panna-Sati
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    • 19. Februar 2024 um 01:02
    • #15

    Vielen Dank, lieber mukti , für die Schilderung deiner Erfahrungen. _()_ :heart:

    mukti:

    Das Beobachten ist letztlich das Einzige das mir wirklich hilft wenn sonst nichts mehr hilft, überhaupt der einzig mögliche Weg in die Freiheit. Das Beobachten mit der Erkenntnis dass ich nicht das bin, was ich beobachte. Eigentlich bin ich auch nicht der Beobachter, das ist auch nur eine Identifikation. Aber das Beobachten (Sati) könnte all diese Illusionen auflösen, wenn man es ununterbrochen machen würde.

    Ja, dass das achtsame Beobachten eine gewisse Distanz zum Körper und Geist schafft und die Identifikation mit Angst und Schmerz verhindert, konnte ich auch schon erleben, aber es gelingt mir nicht immer...

    Man könnte seinen Fokus auch auf andere Wesen richten, wenn man sich z.B. in einer gesundheitlichen Krise befindet - das empfahl einst der Dalai Lama aufgrund seiner Erfahrung mit einer Erkrankung: Indem er einem anderen Kranken Aufmerksamkeit und Mitgefühl schenkte, trat sein eigenes Leid in den Hintergrund, wurde "unwichtig" ...

    Ich bin mir aber nicht sicher, ob das eine Art "Flucht" oder Ablenkung darstellen könnte, wobei Mitgefühl sich ja als heilsam für alle Beteiligten erweist.

    Liebe Grüße _()_ :heart: :)

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Igor07
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    • 19. Februar 2024 um 01:11
    • #16
    Anna Panna-Sati:

    Und Todesangst ist die Wurzel aller anderen Ängste....

    In der Endphase einer tödlichen Erkrankung, im hohen Alter oder auch während einer tiefen Depression verschwindet die Todesangst oftmals, das Ende wird dann manchmal sogar herbeigesehnt, was ein "Loslassen" bewirkt, das einen friedlichen "Übergang" ermöglicht.

    Leibe Anna Panna-Sati ,

    Weiß ich nicht, wenn ich persönlich reden darf. Ich leide unter den Depressionen das Leben lang. Aber ich lebe trotz allem. Weil ich als das lebendige Wesen mich mit dem Tod via Sterben identifiziere.

    Genau drin ist der Hund begraben. Die Todesangst kann , scheint mir, nur dann absolut verschwinden, wenn die Schmerzen man nicht mehr aushalten kann. ( So wie die Frau von Irvin Yalom, der attestierte Suizid, Metastasen , Krebs im Endstadium), oder man wäre wirklich satt oder müde, er sieht keinen anderen Ausweg, ( so Nanavira, als der Beispiel).

    Paul Debes wusste, dass er Alzheimer hatte. Ich stelle mir immer die Frage, warum er es nicht getan hatte? Sokrates , Seneca hatten doch keine Angst vor dem Tod, die hatten bestimmt keinen Blassen Schimmer über Nicht-Ich, Anatta, usw.

    Jetzt ich wollte zurück zum Begriff dukkha. Besser mit dem Zitat, sehr klein: „„Aniccā vata saṅkhārā, uppādavaya dhammino, uppajjitvā nirujjhanti, tesaṃ vūpasamo sukho.“ [D 16, §221 – wird traditionell im Todesfall oder bei Bestattungen rezitiert]: „Unbeständig sind ja die saṅkhāras, ihre Natur ist Entstehen und Vergehen, geboren verfallen sie; ihre Stillung ist wahres Glück.“

    „Unbeständig sind ja die saṅkhāras, ihre Natur ist Entstehen und Vergehen, geboren verfallen sie; ihre Stillung ist wahres Glück.“

    Wenn ich darüber nachdenke, es wäre besser nicht geboren zu werden, denn es klingt doch absolut logisch. Was bedingt, also abhängig entstanden ist, es ist verdammt zu vergehen.

    Meine persönliche Lösung liegt darin, dass ich immer wie den letzten Tag lebe, wenn sehr schlimm geht, dann die letzte Stunde, am Ende jeder Mensch kann ( auch Tod-Sicher) in beliebigen Moment das Zeitliche segnen. Und so Analayo empfiehlt genau das. Die Kontemplation über den Tod kann der beste Lehrer sein, und zwar immer , auch Jetzt! Nur dann, wenn man nicht darüber zu viel nachsinnst, aber diese Tatsache innerlich realisiert hätte, das kann bestimmt den Stachel der Angst lockern, und man kann , denke ich , den Geschmack der Befreiung erhaschen, man spürt wie einzigartig und kostbar das Leben ist, denn es kann JETZT ! Auch enden. Kann sein, oder? LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • mukti
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    • 19. Februar 2024 um 08:46
    • #17
    Anna Panna-Sati:
    mukti:

    Das Beobachten ist letztlich das Einzige das mir wirklich hilft wenn sonst nichts mehr hilft, überhaupt der einzig mögliche Weg in die Freiheit. Das Beobachten mit der Erkenntnis dass ich nicht das bin, was ich beobachte. Eigentlich bin ich auch nicht der Beobachter, das ist auch nur eine Identifikation. Aber das Beobachten (Sati) könnte all diese Illusionen auflösen, wenn man es ununterbrochen machen würde.

    Ja, dass das achtsame Beobachten eine gewisse Distanz zum Körper und Geist schafft und die Identifikation mit Angst und Schmerz verhindert, konnte ich auch schon erleben, aber es gelingt mir nicht immer...

    Mir auch nicht, vor allem nicht vollständig, aber eine bessere Methode kenne ich nicht. Dieses Beobachten ist eigentlich das Wesen von Satipatthana, das der Buddha als den einzigen Weg bezeichnet hat:


    [lz]

    Wenn, ihr Mönche, der Mönch ein mit den Sinnen verbundenes unangenehmes Gefühl empfindet, weiß er: 'Ein mit den Sinnen verbundenes unangenehmes Gefühl empfinde ich.' Wenn, ihr Mönche, der Mönch ein nicht mit den Sinnen verbundenes unangenehmes Gefühl empfindet, weiß er: 'Ein nicht mit den Sinnen verbundenes unangenehmes Gefühl empfinde ich.'

    .....

    Er weilt bei den Gefühlen das gesetzmäßige Entstehen betrachtend, das gesetzmäßige Vergehen betrachtend, das gesetzmäßige Entstehen und Vergehen betrachtend. Oder wiederum 'Ein Gefühl ist da', so ist seine Achtsamkeit gegenwärtig, aber nur in dem Maße, wie es der Erkenntnis dient, wie es der Achtsamkeit dient. Unabhängig lebt er, hängt an nichts in der Welt.

    D.22[/lz]

    Wenn da z.B. ein starkes körperliches Schmerzgefühl ist hängt man sich geistig daran und so entsteht zusätzlich ein geistiges Wehgefühl, z.B. Angst, Panik, Verdrossenheit, Verzweiflung, Hilflosigkeit, Jammern, Zorn usw. Durch das Beobachten zeigt sich wie sinnlos es ist geistig so zu reagieren, das Leid wird dadurch noch viel größer. So richtet sich das Beobachten nur mehr auf den körperlichen Schmerz. Den nimmt man an ohne sich zu wehren, lässt ihn zu: 'Ein körperliches Gefühl ist da". Man weiß dass man nicht das Gefühl ist, es ist ja ein Objekt das man wahrnimmt. So entsteht eine Distanz durch Nicht-Identifikation und der Schmerz wird zumindest erträglich und man kann einfach warten bis er vorbei ist. Wie lange er auch dauern mag, er wird mit Sicherheit vorübergehen. Geduld ist nichts anderes als warten können.


    [lz]

    Ebenso nun auch, ihr Mönche, wenn der unbelehrte gewöhnliche Mensch, von einem Wehgefühl getroffen, traurig, beklommen ist, jammert, sich stöhnend an die Brust schlägt, in Verwirrung gerät, dann empfindet er zwei Gefühle, ein körperliches und ein gemüthaftes. Ist er von einem Wehgefühl getroffen worden, so leistet er Widerstand. Dann wird in ihm, der dem Wehgefühl Widerstand leistet, der Hang zum Widerstand gegen das Wehgefühl angelegt.

    ....

    Wird aber der erfahrene edle Jünger, ihr Mönche, von einem Wehgefühl getroffen, dann ist er nicht traurig, beklommen, jammert nicht, schlägt sich nicht stöhnend an die Brust, gerät nicht in Verwirrung. So empfindet er nur ein Gefühl, ein körperliches, kein gemütmäßiges.

    S.36.6[/lz]

    Das Widerstehen steigert Dukkha enorm, "der Hang zum Widerstand".

    Das ist auch so wenn es sich nur um ein geistiges Wehgefühl handelt, wenn man z.B. unter einem Verlust leidet. Man will es nicht akzeptieren, es soll so sein wie man es gerne hätte. Beobachten bedeutet es so zu sehen und anzunehmen wie es ist, dadurch entsteht Gleichmut und Befreiung.

    Ich weiß nicht ob das verständlich erklärt ist und will auch nicht belehren als wüsste ich es besser.

    Anna Panna-Sati:

    Man könnte seinen Fokus auch auf andere Wesen richten, wenn man sich z.B. in einer gesundheitlichen Krise befindet - das empfahl einst der Dalai Lama aufgrund seiner Erfahrung mit einer Erkrankung: Indem er einem anderen Kranken Aufmerksamkeit und Mitgefühl schenkte, trat sein eigenes Leid in den Hintergrund, wurde "unwichtig" ...

    Ich bin mir aber nicht sicher, ob das eine Art "Flucht" oder Ablenkung darstellen könnte, wobei Mitgefühl sich ja als heilsam für alle Beteiligten erweist.

    Das ist meines Erachtens keine Flucht sondern eine Reduzierung des Egoismus, der Fixierung auf das eigene Ich, dem ja gewöhnlich ein höherer Wert beigemessen wird als den anderen Ichs. So ist Mitgefühl heilsam für alle Beteiligten.

    Mit Metta, mukti.


  • ewald
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    • 19. Februar 2024 um 10:13
    • #18

    Wenn man damit umgehen kann, dass Leid (dukkha) Bestandteil des glücklichen Lebens ist, relativieren sich die vielen Geschichten der biologischen Nachlässigkeit und sind kein Skandal mehr, sondern die logische Entwicklung, auch bis zum Tod. Solche Geschichten mit Krankheit und Tod gibt es so viele unter den Menschen, sie sollten nicht zu so starker Rührseligkeit führen, so, dass neue Fehler in der Lebensbewältigung entstehen. Buddha betont die Vergänglichkeit, weil sie ein unausweichlicher Bestandteil des Daseins ist, unabhängig von materiellen Gütern oder Vermögen. Ein schwaches Immunsystem fragt nicht nach Kontostand, es lässt die tödlichen Viren durch, weil es zum Widerstand nicht in der Lage ist und die Krankheit bricht aus. Wie man das Immunsystem stärkt, ist eine längere Sache der Lebenskunst, Buddha spricht immer wieder davon. Es ist Teil meiner Arbeit als psychosozialer Berater, aber es ist mühsam, denn die selbstverletzenden Tendenzen sind oft stärker im Menschen, als die positiven, die Eigenverantwortung zur Folge haben. Somit ist dukkha nicht das Böse, dass man ausmerzen muss, im Gegenteil, mit dem Leid Freundschaft schließen und es annehmen als unausweichlicher Bestandteil des Lebens führt zu einem gesunden Umgang, der die Schmerzen im Zaume hält. Wenn man den Tod verteufelt, verteufelt man das Leben und das rächt sich.

  • Sotapannabumm
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    es hilft nicht dieses Feld ernst zu nehmen
    • 19. Februar 2024 um 11:37
    • #19

    Ich denke man kann sich dem Thema auch sachlich nähern. Da sind große Konzepte wie ‚das Leiden existiert noch aber der Leidende nicht mehr‘ eher nicht so hilfreich @Martin_1980. Schmerzen ob nun mental oder körperlich sind je nachdem überwindbar und hier gibt es vielleicht eine Möglichkeit, ganz ohne Kopfzeugs und Profilierungswunsch (a ach übrigens ich bin befreit … ) darüber zu berichten.

  • TinyNight13076
    Gast
    • 19. Februar 2024 um 12:08
    • #20
    Anna Panna-Sati:

    Vielen Dank, lieber mukti , für die Schilderung deiner Erfahrungen. _()_ :heart:

    mukti:

    Das Beobachten ist letztlich das Einzige das mir wirklich hilft wenn sonst nichts mehr hilft, überhaupt der einzig mögliche Weg in die Freiheit. Das Beobachten mit der Erkenntnis dass ich nicht das bin, was ich beobachte. Eigentlich bin ich auch nicht der Beobachter, das ist auch nur eine Identifikation. Aber das Beobachten (Sati) könnte all diese Illusionen auflösen, wenn man es ununterbrochen machen würde.


    Man könnte seinen Fokus auch auf andere Wesen richten, wenn man sich z.B. in einer gesundheitlichen Krise befindet - das empfahl einst der Dalai Lama aufgrund seiner Erfahrung mit einer Erkrankung: Indem er einem anderen Kranken Aufmerksamkeit und Mitgefühl schenkte, trat sein eigenes Leid in den Hintergrund, wurde "unwichtig" ...


    Liebe Grüße _()_ :heart: :)

    Alles anzeigen

    🙏❤️🙏

  • TinyNight13076
    Gast
    • 19. Februar 2024 um 12:17
    • #21
    Sotapannabumm:

    Ich denke man kann sich dem Thema auch sachlich nähern. Da sind große Konzepte wie ‚das Leiden existiert noch aber der Leidende nicht mehr‘ eher nicht so hilfreich @Martin_1980. Schmerzen ob nun mental oder körperlich sind je nachdem überwindbar und hier gibt es vielleicht eine Möglichkeit, ganz ohne Kopfzeugs und Profilierungswunsch (a ach übrigens ich bin befreit … ) darüber zu berichten.

    Vielen Dank für deine Antwort !

    Ich bringe hier nur meine Erfahrungen mit dem Thema ein.

    Davon lebt ein Forum.

    Alles gute für dich!

    Lg Martin

  • Sotapannabumm
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    es hilft nicht dieses Feld ernst zu nehmen
    • 19. Februar 2024 um 12:36
    • #22
    Martin_1980:
    Sotapannabumm:

    Ich denke man kann sich dem Thema auch sachlich nähern. Da sind große Konzepte wie ‚das Leiden existiert noch aber der Leidende nicht mehr‘ eher nicht so hilfreich @Martin_1980. Schmerzen ob nun mental oder körperlich sind je nachdem überwindbar und hier gibt es vielleicht eine Möglichkeit, ganz ohne Kopfzeugs und Profilierungswunsch (a ach übrigens ich bin befreit … ) darüber zu berichten.

    Vielen Dank für deine Antwort !

    Ich bringe hier nur meine Erfahrungen mit dem Thema ein.

    Davon lebt ein Forum.

    Alles gute für dich!

    Lg Martin

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    Du meinst wohl eher davon lebt dein Ego. Alles Gute Dir und dass du das nicht mehr brauchst. Dukkha … ✌️

  • TinyNight13076
    Gast
    • 19. Februar 2024 um 12:39
    • #23
    Sotapannabumm:
    Martin_1980:
    Sotapannabumm:

    Ich denke man kann sich dem Thema auch sachlich nähern. Da sind große Konzepte wie ‚das Leiden existiert noch aber der Leidende nicht mehr‘ eher nicht so hilfreich @Martin_1980. Schmerzen ob nun mental oder körperlich sind je nachdem überwindbar und hier gibt es vielleicht eine Möglichkeit, ganz ohne Kopfzeugs und Profilierungswunsch (a ach übrigens ich bin befreit … ) darüber zu berichten.

    Vielen Dank für deine Antwort !

    Ich bringe hier nur meine Erfahrungen mit dem Thema ein.

    Davon lebt ein Forum.

    Alles gute für dich!

    Lg Martin

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    Du meinst wohl eher davon lebt dein Ego. Alles Gute Dir und dass du das nicht mehr brauchst. Dukkha … ✌️

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    Da könntest du recht haben. Danke für die Rückmeldung. . Lg Martin

  • TinyNight13076
    Gast
    • 19. Februar 2024 um 12:40
    • #24
    ewald:

    Wenn man damit umgehen kann, dass Leid (dukkha) Bestandteil des glücklichen Lebens ist, relativieren sich die vielen Geschichten

    🙏🙏🙏

  • TinyNight13076
    Gast
    • 19. Februar 2024 um 12:44
    • #25
    Qualia:

    Buddha hat es mir gezeigt, der Rest ist Lächeln. :)  :buddha:

    ❤️

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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