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Dankbarkeit

  • void
  • 9. Dezember 2023 um 12:40
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  • void
    Globale Moderation Themenautor
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    • 9. Dezember 2023 um 12:40
    • #1
    Qualia:

    Mein Dasein ist kein Geschenk, es ist auch kein Fluch, es ist einfach nur mein Dasein, das immer wieder zu meiner Freude erscheint.

    Ich bin keinem spirituellem oder lebenden Wesen oder der Natur zu Dank verpflichtet.

    Ist die Tastatur vor mir zu Dank verpflichtet, weil ich sie benutze zu dem Zweck, aus dem sie erscheint, gerade Jetzt, Jetzt, ...?

    Hat meine Mutter jede ihr bekannte Möglichkeit genutzt, meine Geburt zu verhindern: eindeutig Ja. Ändert das etwas an meinem Dasein: Nein. Gibt es einen Unterschied zu allen anderen geborenen Wesen und mir: Nein. Das Dasein verlangt niemals Dankbarkeit, das tun nur Wesen, die die Vergänglichkeit erkennen und sagen: Undank ist der Weltenlohn.

    Dankbarkeit ist eine Haltung, die anerkennt, dass man von anderen Menschen und Tieren , und das was sie für einen getan haben, abhängig ist.

    Wenn eine Tastatur kaputt geht ist man ja genervt, und von daher macht es doch umgekehrt Sinn sich an ihrem Funktionieren zu freuen, wenn, sie geht.

    Das Wort "Dank" kommt ja von "denken".

    Altbäckermühle:

    IM GEHEN DES WEGES DES ERWACHTEN ÜBEN WIR UNS DARIN, NICHT ZU TÖTEN UND NICHT ZU NEHMEN, WAS UNS NICHT FREIWILLIG GEGEBEN WIRD.

    Das ist das Prinzip unseres Übens mit dem Körper. Das ’nicht töten‘ ist ein Ideal, dem wir uns nur annähern können, denn ‚leben‘ heisst, Leben zu nehmen – und sei es auch ’nur‘ das von Pflanzen. Aber die moderne Agrartechnik erzeugt nicht nur pflanzliche Nahrung, sie tut dies auf Kosten anderer Pflanzen, auf Kosten tierischen Lebens und nicht selten auch auf Kosten menschlichen Lebens. Gleiches gilt für alle Formen des Konsums. Selbst, wenn wir uns auf das Notwendigste beschränken, auf Nahrung, Kleidung und eine hinreichend geschützte Unterkunft, sind wir Nutznießer der sie erzeugenden Produktionsbedingungen und haben damit Anteil an ‚Leben nehmen‘ und ’nehmen, was uns nicht freiwillig gegeben wird‘. Unsere Übung ist, unser Bewusstsein dafür zu wecken und zu entwickeln und damit eine achtsame Genügsamkeit. Damit lernen wir, das, was wir empfangen – sei es Nahrung, Kleidung oder ein sonstiges Konsumgut – in Dankbarkeit zu empfangen und uns des Opfers, die dies von anderen fordert, durch unsere Übung würdig zu erweisen.

    DIESES ESSEN IST EIN GESCHENK DES GANZEN UNIVERSUMS, DES HIMMELS, DER ERDE UND VIELER MENSCHLICHER ARBEIT –

    LEBENDIGES MUSSTE HIER FÜR UNS LEIDEN UND STERBEN.

    MÖGEN WIR SO LEBEN, DASS WIR WÜRDIG SIND, DIES ZU EMPFANGEN.

    MÖGEN WIR UNSERE UNHEILSAMEN GEISTESZUSTÄNDE ÜBERWINDEN, INSBESONDERE VERLANGEN UND AVERSION.

    MÖGEN WIR NUR NAHRUNG ZU UNS NEHMEN, DIE UNS ERNÄHRT UND VOR KRANKHEIT SCHÜTZT.

    WIR NEHMEN DIESES ESSEN DANKBAR AN, UM DEN WEG DES MITGEFÜHLS UND DER WEISHEIT ZU GEHEN.

    (GOKAN NO GE, VERS DER FÜNF BETRACHTUNGEN)

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    Während der Begriff "zu Dank verpflichtet" in eine andere Richtung geht, und nach "Pflicht" und "Schuld" fragt, also so soziale Zwänge.

  • Anna Panna-Sati
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    • 9. Dezember 2023 um 18:17
    • #2
    void:

    Dankbarkeit ist eine Haltung, die anerkennt, dass man von anderen Menschen und Tieren , und das was sie für einen getan haben, abhängig ist.

    Die Anerkennung, von anderen Wesen abhängig zu sein, kann sowohl eine Haltung der Dankbarkeit, als auch (ev. unbewussten) Unmut hervorrufen - je nachdem, welche Erfahrungen die Person (deren Charakter natürlich auch noch eine Rolle spielt) mit diesen Abhängigkeiten in ihrem Leben gemacht und wie sie diese verarbeitet hat.

    Dankbarkeit entsteht, wenn die Erkenntnis, ohne die Anderen nicht existieren zu können, also abhängig zu sein, begleitet wurde/wird von Erfahrungen der Liebe und Fürsorge, also freiwilligen Gaben. Dann entwickelt sich auch leichter ein Verbundenheitsgefühl und nicht das Ansinnen, möglichst wenig mit den Anderen zu tun haben zu wollen.

    (Manch einer glaubt tatsächlich, völlig autark leben zu können - eine Illusion.)

    Wenn man - wie ein Kleinkind (berechtigterweise) bzgl. seiner "Grundversorgung" mit Liebe, Nahrung, Kleidung usw.... - alles aktuell Gegebene als selbstverständlich betrachtet, zeigt sich eine, der Dankbarkeit abträgliche, Anspruchshaltung.

    Im Christentum hat Dankbarkeit als Haltung (natürlich hauptsächlich Gott gegenüber) einen hohen Stellenwert.

    Ich hatte diesbezüglich als Kind ein Erlebnis im katholischen Religionsunterricht: Als ziemlich alberne Elfjährige belustigte es mich, als der Pfarrer mit uns ein Gebet sprach und formulierte:

    "Wir danken Dir, Gott, dass wir ATMEN können."

    Was, für "so etwas" Selbstverständliches sollen wir dankbar sein? dachte ich törichterweise und bekam einen Lachanfall, der auch andere ansteckte...

    Einige Wochen darauf erwischte mich eine heftige Bronchitis, bei der mir schlagartig bewusst wurde, dass der freie, ruhige Atem durchaus nicht selbstverständlich ist und man allen Grund hat, dafür dankbar zu sein.

    Liebe Grüße, Anna :) _()_ :heart:

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • void
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    • 9. Dezember 2023 um 18:42
    • #3

    in Pali ist ja "Kataññu" die Dankbarkeit und im "Kataññu Sutta" geht es angesichts der Dankbarkeit auch gerade um die Dankbarkeit gegenüber Mutter und Vater. " Mutter und Vater tun viel für ihre Kinder. Sie kümmern sich um sie, sie ernähren sie, sie führen sie in diese Welt ein"

    Wobei ja Eltern nicht eine biologische Gegebenheit sind sondern eben, dass man für ein Kind da ist. Was aber wenn niemand für einen da ist oder einem sogar Steine in den Weg legt wie bei Qualia ?

    Dann muß man ja quasi sein eigenes Elter sein und sich wie Münchhausen selber aus dem Sumpf ziehen.

    Dann hat man sich selber viel Dankbarkeit verdient - man sollte sich am Muttertag Pralinen schenken oder so. Weil das ja eine riesige Leistung ist.

    Wenn schon Alleinerziehenden viel Respekt gebührt wie viel mehr dann Selbsterziehenden. Weil es aber dann als Anerkennung der Unabhängigkeit rüberkommt statt als Anerkennung der Abhängigkeit scheint es paradox als sein eigenes Gegenteil auf.

  • Qualia
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    • 9. Dezember 2023 um 18:43
    • #4

    Beim Hören der Bibel und jetzt dem Koran wird mir immer klarer das nicht Dankbarkeit gegenüber Gott gefordert, sondern für die Schöpfung, das Erschaffene von Gott.

    Die Religionen, Kirchen machen daraus Dankbarkeit gegenüber Gott und damit die Missachtung seiner Schöpfung möglich. Wir sind doch Dankbar gegenüber Gott, warum straft er uns.

    Gott straft uns nicht, seine Schöpfung enthält die Strafe, ohne das Gott sie vorgesehen hat, wenn sie nicht dankbar geachtet wird, richtet sich die Schöpfung gegen uns.

    Wenn es dafür eine Quelle gibt, bin ich es.

    Ansonsten gibt es unaufzählbar viele Quellen.

  • Monikamarie
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    • 9. Dezember 2023 um 18:46
    • #5

    Genau Anna, echte Dankbarkeit empfinde ich genauso wie Mitgefühl nicht als etwas Erlernbares, sondern als Frucht durch Praxis und Erfahrung.

    Nur wer bewusst Schmerzen und Krankheit erlebt hat, weiß, was für ein Geschenk es ist, sich einigermaßen gesund und beweglich zu fühlen, wird diese Haltung entwickeln. Das wird nicht mit in die Wiege gelegt, kann aber durch gute Vorbilder und liebevolle Erziehung gefördert werden.

    Verwöhnen wirkt meistens kontraproduktiv.

    Ich wurde sehr verwöhnt, andererseits aber auch durch Beispiel der guten Eltern auf den "rechten Weg" gebracht. Das habe ich nie vergessen und durch gute spirituelle Lehrer immer mehr verinnerlicht, nachdem ich durch eine harte, selbstverursachte Lehre gegangen war.

    Mitgefühl mit dem "normalen uneinsichtigen Menschen" spürte ich eigentlich erst richtig, als ich realisierte, wie lange ich schon dabei bin und trotzdem noch Hindernisse ignoriere.

    Dazu fällt mir dann wieder das Karma ein, das gewisse Voraussetzungen schafft oder eben nicht. Egal was, wer lernen will, muss fühlen :erleichtert:

    _()_

  • Anna Panna-Sati
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    • 9. Dezember 2023 um 19:04
    • #6
    Qualia:

    Die Religionen, Kirchen machen daraus Dankbarkeit gegenüber Gott und damit die Missachtung seiner Schöpfung möglich.

    Das mag tatsächlich früher - teilweise - so gewesen sein, heute wird jedoch (leider etwas spät!) immer wieder der Schutz der Schöpfung betont, ob von den evangelischen und Freikirchen oder von Papst Franziskus:

    Laudato si' (24. Mai 2015) | Franziskus

    "12. Andererseits legt der heilige Franziskus uns in Treue zur Heiligen Schrift nahe, die Natur als ein prächtiges Buch zu erkennen, in dem Gott zu uns spricht und einen Abglanz seiner Schönheit und Güte aufscheinen lässt: „Von der Größe und Schönheit der Geschöpfe lässt sich auf ihren Schöpfer schließen“ (Weish 13,5)"

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Qualia
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    • 9. Dezember 2023 um 19:23
    • #7
    void:

    in Pali ist ja "Kataññu" die Dankbarkeit und im "Kataññu Sutta" geht es angesichts der Dankbarkeit auch gerade um die Dankbarkeit gegenüber Mutter und Vater. " Mutter und Vater tun viel für ihre Kinder. Sie kümmern sich um sie, sie ernähren sie, sie führen sie in diese Welt ein"

    Wobei ja Eltern nicht eine biologische Gegebenheit sind sondern eben, dass man für ein Kind da ist. Was aber wenn niemand für einen da ist oder einem sogar Steine in den Weg legt wie bei Qualia ?

    Dann muß man ja quasi sein eigenes Elter sein und sich wie Münchhausen selber aus dem Sumpf ziehen.

    Dann hat man sich selber viel Dankbarkeit verdient - man sollte sich am Muttertag Pralinen schenken oder so. Weil das ja eine riesige Leistung ist.

    Wenn schon Alleinerziehenden viel Respekt gebührt wie viel mehr dann Selbsterziehenden. Weil es aber dann als Anerkennung der Unabhängigkeit rüberkommt statt als Anerkennung der Abhängigkeit scheint es paradox als sein eigenes Gegenteil auf.

    Es ist eine Dankbarkeit in mit der Umwelt gegenüber. Offiziell natürlich den Menschen gegenüber, denn sie verlangen so sehr nach Dankbarkeit.

    Wenn es dafür eine Quelle gibt, bin ich es.

    Ansonsten gibt es unaufzählbar viele Quellen.

  • Tim1
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    • 9. Dezember 2023 um 21:34
    • #8

    Dankbarkeit? Ein ganz wichtiges Thema, aber komplex. Ich kann nicht sagen, ob es manche Menschen haben und andere nicht oder die nicht, dass sie es erlernen können, wenn das Schicksal zuschlägt.

    Ich denke ich bin von Haus aus Dankbar immer gewesen, trotz der negativen Erlebnisse in meinem Leben und meinem nicht sehr positiven Denken.

    Aber trotz vielem Leids was mein Leben durchzieht und durchzog ist die Dankbarkeit eines der zentralen Elemente im meinem Leben geblieben und wird es immer, egal was das Schicksal bereit hält.

  • Numisatojama
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    • 10. Dezember 2023 um 09:50
    • #9

    Was empfunden wird, wird empfunden und wird sich im Universellen Bewusstsein weiter manifestieren.

    Negativ wie Positiv.

    Mitgefühl,Gleichmut,

    Mitfreude,Großzügigkeit auch Dankbarkeit, sowie Weisheit als Inneres zu erleben hat nichts mit äußeren Anlässen oder Anderen Menschen zu tun.

    Jeder hat die Wahl für sich Alleine

    zu treffen.

    In Metta🙏

  • Railex
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    • 15. Dezember 2023 um 09:40
    • #10

    "Dankbarkeit ist eine Tugend, die Glück bescheren kann.

    Denn durch Dankbarkeit kann man den Genuss dessen, was einem zuteil wird, intensivieren, als Echo der Freude auf die empfundene Freude über etwas, was einem entgegengebracht wird.

    Dankbar sein kann man dafür, dass das Leben vieles gebracht hat oder bringt, worauf man keinen Einfluss nehmen konnte, was ohne eigenes Zutun vorhanden ist."

    (aus dem Philosophie-Lernheft 30 "Was ist Glück?", Fernakademie Laudius)


    "Wäre das Wort "Danke" das einzige Gebet, das du je sprichst, so würde es genügen."

    Meister Eckhart (1260-1328)

  • Monikamarie
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    • 15. Dezember 2023 um 10:22
    • #11

    Ja, allein das Gefühl der Dankbarkeit empfinde ich als Glück.

    _()_

  • Anna Panna-Sati
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    • 20. November 2025 um 16:52
    • #12

    Worauf man ein Recht zu haben glaubt

    (oder es auch tatsächlich hat, beispielsweise in einem "Rechtsstaat"),

    was sich mit Anspruch und Erwartung verbindet und als selbstverständlich empfunden wird, dafür kann man schwerlich (tiefe) Dankbarkeit fühlen.


    Muho (Zen-Meister) äußerte sich mal so: "Du hast das Recht auf gar nichts!"


    Mit dieser Einstellung und einer Haltung der bewussten Wahrnehmung und Wertschätzung, entstünde Raum für die Entwicklung und Empfindung von Dankbarkeit, für die - nun nicht mehr als "selbstverständliches (zustehendes) Recht" gesehenen - empfangenen Dinge...


    Wer dankbar sein kann, lebt glücklicher.


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Bebop
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    • 20. November 2025 um 19:07
    • #13
    Anna Panna-Sati:

    Muho (Zen-Meister) äußerte sich mal so: "Du hast das Recht auf gar nichts!"

    Was aber nicht stimmt. Wir haben angeborene und unveraeusserliche Rechte (Menschenrechte), und weil ich dafür so dankbar war, habe ich während COVID z.B. Merkel angezeigt, als sie diese aussetzen wollte. D.h. weil man diese Rechte hat, soll man sie ggf. verteidigen, was noch wichtiger als die Dankbarkeit ist.

    "Ein Mönch, der Fragen stellt und sich unsicher ist, wie er den Geist eines anderen einschätzen mag, soll einen 'Buddha' genau untersuchen, um festzustellen, ob dieser tatsächlich erwacht ist." (Vivamsaka Sutta)

  • Samadhi1876
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    • 20. November 2025 um 21:14
    • #14
    Bebop:

    Was aber nicht stimmt. Wir haben angeborene und unveraeusserliche Rechte (Menschenrechte), und weil ich dafür so dankbar war, habe ich während COVID z.B. Merkel angezeigt, als sie diese aussetzen wollte. D.h. weil man diese Rechte hat, soll man sie ggf. verteidigen, was noch wichtiger als die Dankbarkeit ist.

    Vielleicht meint Muho damit mehr das man kein Recht darauf hat Recht zu bekommen obwohl es Recht gibt…


    Er sagt damit auch nicht das man als Mensch kein Anspruch darauf hat.

    Oder das man sich nicht um seine Rechte kümmern sollte.


    Aber wie das dann letztendlich ausgeht, steht oft „in den Sternen“ und liegt eben oft nicht ganz allein in unseren Händen…


    So könnte ich ihn verstehen…

  • Qualia
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    • 20. November 2025 um 22:45
    • #15
    Bebop:

    Wir haben angeborene und unveraeusserliche Rechte (Menschenrechte),

    Samadhi1876:

    Vielleicht meint Muho damit mehr das man kein Recht darauf hat Recht zu bekommen obwohl es Recht gibt…

    Selbst wenn Muho das meinen sollte, hat er nicht erkannt, dass es unwichtig ist, Recht zu bekommen, denn wir haben unveräußerliche, angeborene Rechte, Menschen zu sein. Keiner hat bisher eine Technik bei mir anwenden können, dass ich die aufgebe. Da bin ich ein echter Widerling. Einige mussten erkennen, das es mir meine Rechte als Mensch zu nehmen, äußerst lange sehr schmerzhaft für ihn ist. Nicht körperlich, da gibt es weit bessere Methoden. Dafür bin ich dankbar, gelernt zu haben, meine angeborenen Rechte effektiv zu verteidigen.

    Wenn es dafür eine Quelle gibt, bin ich es.

    Ansonsten gibt es unaufzählbar viele Quellen.

  • void
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    • 21. November 2025 um 00:00
    • #16

    Menschenrechte sind ja einfach eine Übereinkunft zwischen Menschen, dass man als Gesellschaft versucht, jedem ein Minimum an Möglichkeiten zuzugestehen, das man dann als Mitglied der Gesellschaft erwarten und einklagen kann.


    Aber diese Erwartung bleibt in der Welt der Menschen und ihrer Übereinkünfte. Wenn man in der Wildnis einem Grizzly begegnet dann gesteht er einem vielleicht kein Recht auf Leben zu. Und auch viele Krankheiten haben da nix unterschrieben. Die Wüste kennt kein Recht auf Wasser. Es ist großartig in einer Gesellschaft zu Leben, die ihren Mitgliedern viel zugesteht und da kann man sehr dankbar sein. Aber wenn man diese Erwartung auf das Leben insgesamt ausweitet, und da denkt diese schulde einem ein Mindestmaß an Würde, dann kann man ja sehr enttäuscht werden. Man war immer nett, hat seine Hausaufgaben gemacht, seine Steuern bezahlt und es passieren einem vielleicht trotzdem abscheuliche Sachen.

    Wikipedia:

    Der Gerechte-Welt-Glaube (englisch just-world hypothesis) bezeichnet eine generalisierte Erwartung, dass es in der Welt grundsätzlich gerecht zugeht und dass Menschen im Leben das bekommen, was ihnen zusteht

    Menschenrechte sind nicht angeboren und nicht eingewachsen. Sie sind nur zugestanden. Auch Tieren kann man ja Rechte zugestehen und die dann z.B nicht quälen und nicht töten. Oder halt eben nicht und man macht Schnitzel draus. Auch aus uns könne man Schnitzel machen die recht ähnlich wie Schweineschitzel schmecken dürften. Die Idee das das nicht so ist und in uns ganz tief eine Würde verankert ist, die uns - jenseits von Konzepten und Übereinkunften - durchzieht ist tröstlich aber wohl eine humanistische Illusion. Vielleicht eine heilsame Illusion die man hegen sollte.

  • Bebop
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    • 21. November 2025 um 03:09
    • #17
    void:

    Auch aus uns könne man Schnitzel machen die recht ähnlich wie Schweineschitzel schmecken dürften.

    Ein wirklich fantastischer Satz! :lol:


    Worum es mir geht, ist, dass wir in der Gegenwart bereits Rechte längst verankert sehen, im Zuge unserer Evolution, die wir nun "haben". Es mag z.B . dem Grizzly egal sein, aber er hat kein Recht, uns zu töten, wir aber eines, ggf. ihn zu töten. Sobald wir Gorillas aber unser Recht auf Leben zugestehen, kann ein Harambe nicht mehr einfach erschossen werden, nur weil er ein Menschenkind an der Hand hält. D.h. unsere Menschenwelt befindet sich auf einer anderen Ebene als der, die Muho hier wohl von seiner Vorstellung, alles, was man denkt, seien "nur Gedanken", abstrahiert.

    "Ein Mönch, der Fragen stellt und sich unsicher ist, wie er den Geist eines anderen einschätzen mag, soll einen 'Buddha' genau untersuchen, um festzustellen, ob dieser tatsächlich erwacht ist." (Vivamsaka Sutta)

  • Samadhi1876
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    • 21. November 2025 um 06:14
    • #18
    Bebop:

    Worum es mir geht, ist, dass wir in der Gegenwart bereits Rechte längst verankert sehen

    Auf dem Papier ja.

    Sonst nichts.


    Verhindert aber nicht die Realität das „Rechte“ gebrochen oder ignoriert werden.


    Bekanntlich oft aus Neid, Hass, Wut, Gier. Ureigenschaften des Sapiens viel älter als Papier.


    Es ist gut das es mittlerweile Menschenrechte gibt.

    Das sie aber weiterhin mit Füssen getreten werden kann man ja täglich beobachten.


    Und sich deshalb an Rechte zu klammern, oder meinen, immer Recht zu bekommen, führt eben hier und da auch zu Enttäuschung und Leiden.


    Und Muho meint deshalb wahrscheinlich die Erwartungen nicht zu hoch anzusetzen, bzw. am besten keine Erwartungen, sondern zumindest selbst immer achtsam zu bleiben.


    Bedeutet wie gesagt nicht auf seine Rechte zu verzichten.

    Aber auch Recht zu bekommen ist die andere Seite der Medaille.


    Wie so oft gibt es immer zwei Seiten einer Sache.


    Hell und Dunkel.

    Einmal editiert, zuletzt von Samadhi1876 (21. November 2025 um 06:38)

  • void
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    • 21. November 2025 um 07:26
    • #19

    Es geht ja um Dankbarkeit. Je weniger Rechte man hat, desto mehr muß man dankbar anderen sein. Dem Vermieter, dass er einem nicht einfach rauswirft, dem Arbeitgeber dass er einen Urlaub gewährt, dem Restaurant dass das Essen genießbar ist, der Polizei das sie einen nicht zusammenschlägt.


    Aber ich bezweifle ob so ein Leben in Unsicherheit wirklich zu mehr Dankbarkeit führt. Eher erstmal zu mehr Angst. Und aus Angst heraus wird man ja eher bedrückt und misstrauisch. Während man wenn man Rechte hat optimistischer und sorgloser sein kann und daraus dann auch anderen Recht gewähren kann.


    Gerade in der USA gibt es ja Christen, die den Sozialstaat anschaffen wollen, damit die Menschen mehr auf Gott und Tugend angewiesen sind. Aber die Idee dass man einen Slum von Hungernden und Frierenden schafft damit da ein Heiliger Martin seinen Mantel teilt, ist doch Käse. Andren Rechte zu gewähren ist ja viel besser als so ein halber Mantel.

  • JoJu91
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    • 21. November 2025 um 09:29
    • #20
    void:

    Aber ich bezweifle ob so ein Leben in Unsicherheit wirklich zu mehr Dankbarkeit führt.

    Ich bin mal wieder etwas provokant und übersetze zwei Passagen Deines Textes in einen buddhistischen Kontext:

    -------------------------------------------------------------------

    "
    In Europa gibt es Bewegungen, die dukkha abschaffen wollen, damit die Menschen nicht mehr die Lehre des Buddha gehen müssen.
    Aber die Idee dass man damit ein Paradies von dankbar Erleuchteten schafft, ...
    "

    ----------------------------------------------------------

    "
    Ich bezweifle, dass so ein Leben in Sicherheit wirklich zum Erwachen führt.
    Erstmal zu mehr Bequemlichkeit, dem Hindernis der "Lässigkeit und Trägheit des Geistes".
    Dann zur Begierde nach mehr Sicherheit, denn auch für die Sicherheit gilt "es ist nie genug".
    Dann zur Begierde nach mehr Komfort und Luxus, denn nur Sicherheit ist langweilig.
    Dann zu mehr Wut, weil die Begierde nach mehr immer noch nicht sofort erfüllt wird.
    Dann zu mehr Neid, weil andere Frauen (und Männer) immer noch schöner sind und (scheinbar ?) mehr Komfort, Luxus und Sicherheit geniessen.
    Dann zur Forderung nach mehr Hilfe von außen, denn "warum tut denn da keiner was" ?
    "

    -------------------------------------------------------------------------------


    Disclaimer: Das ist kein Plädoyer für die Abschaffung des Sozialstaates.


    :?

    Einmal editiert, zuletzt von JoJu91 (21. November 2025 um 09:38)

  • Qualia
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    • 21. November 2025 um 09:35
    • #21
    Bebop:
    void:

    Auch aus uns könne man Schnitzel machen die recht ähnlich wie Schweineschitzel schmecken dürften.

    Ein wirklich fantastischer Satz! :lol:


    Worum es mir geht, ist, dass wir in der Gegenwart bereits Rechte längst verankert sehen, im Zuge unserer Evolution, die wir nun "haben". Es mag z.B . dem Grizzly egal sein, aber er hat kein Recht, uns zu töten, wir aber eines, ggf. ihn zu töten. Sobald wir Gorillas aber unser Recht auf Leben zugestehen, kann ein Harambe nicht mehr einfach erschossen werden, nur weil er ein Menschenkind an der Hand hält. D.h. unsere Menschenwelt befindet sich auf einer anderen Ebene als der, die Muho hier wohl von seiner Vorstellung, alles, was man denkt, seien "nur Gedanken", abstrahiert.

    Zitat

    Worum es mir geht, ist, dass wir in der Gegenwart bereits Rechte längst verankert sehen, im Zuge unserer Evolution, die wir nun "haben".


    Und mir geht es um die evolutionären Sila, die evolutionären Verhaltensweisen, die in der Gemeinschaft einer Herde gebildet werden. Die angeborenen und dann in der Wirklichkeit angewendeten, immer wieder modifizierten Sila.


    Buddha setzt mit seinem Abstandnehmen vom Relativieren der evolutionären Sila an:

    Dem Glauben, dass ich mir schon mal erlauben kann, sie zu brechen oder zu verbiegen. Ja, das kann ich, solange ich danach mein Verbiegen loslasse und nicht wissentlich wiederhole.

    Von Aleister Crowley habe ich mal einen Satz gelesen: Wir müssen alle Gebote mindestens einmal verletzen, damit wir wissen, dass wir das nicht ohne in Lebensgefahr zu sein machen dürfen.


    Selbst ein Mörder kann sich befreien, doch nicht glauben, dass er sein schlechtes Gewissen, seine Scham, sein Bereuen einfach so mit einem Bekenntnis vor Menschen ablegen kann. Wenn das möglich wäre, könnte er das Abstandnehmen, auch in seinen Gedanken, nicht üben.


    Die evolutionären Sila habe ich schon als Kind gespürt: Vor der Handlung sie zu brechen, kam ein schlechtes Gewissen. Nach der Handlung wurde daraus Scham. Aus Scham entstand Freude, wenn ich nicht erwischt wurde, oder Reue, wenn ich erwischt wurde. Erwischt werden hieß: Ausgleichen meiner Ungerechtigkeit. Später wurde mir klar, dass ich immer erwischt wurde, denn Ich habe mich erwischt, ich wusste es, Ich war dabei.


    Ganz überraschend wurde dadurch Gott vernichtet, der der alles sieht. Ich bin es, mein Gott, der alles sieht, und ich konnte kein anderes Wesen für mein schuldig sein verantwortlich machen. Ich war und bin der einzige Erbe meiner Taten, seien sie hilfreich oder verletzend. Ich muss mir dankbar sein, wenn ich unumwunden mein Erbe annehme. Mein Erbe ist auch die Sila die meine Ur Ur Ahnen für sich erkannt haben.

    Wenn es dafür eine Quelle gibt, bin ich es.

    Ansonsten gibt es unaufzählbar viele Quellen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Qualia (21. November 2025 um 10:00)

  • mukti
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    • 21. November 2025 um 11:54
    • #22
    void:

    Es geht ja um Dankbarkeit. Je weniger Rechte man hat, desto mehr muß man dankbar anderen sein. Dem Vermieter, dass er einem nicht einfach rauswirft, dem Arbeitgeber dass er einen Urlaub gewährt, dem Restaurant dass das Essen genießbar ist, der Polizei das sie einen nicht zusammenschlägt.


    Aber ich bezweifle ob so ein Leben in Unsicherheit wirklich zu mehr Dankbarkeit führt. Eher erstmal zu mehr Angst. Und aus Angst heraus wird man ja eher bedrückt und misstrauisch. Während man wenn man Rechte hat optimistischer und sorgloser sein kann und daraus dann auch anderen Recht gewähren kann.

    Man wählt ja nicht ein Leben in Unsicherheit, sondern erkennt, dass es eben unsicher ist. Und neben aller Dankbarkeit, wenn man in den Genuss von Menschenrechten oder Barmherzigkeit kommt, kann man zutiefst dankbar sein, dass die Erkenntnis der Unsicherheit nicht in Angst enden muss, weil es ein Entrinnen aus Dukkha gibt.

    Mit Metta, mukti.


  • Anna Panna-Sati
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    • 21. November 2025 um 12:17
    • #23
    Bebop:
    Anna Panna-Sati:

    Muho (Zen-Meister) äußerte sich mal so: "Du hast das Recht auf gar nichts!"

    Was aber nicht stimmt. Wir haben angeborene und unveraeusserliche Rechte (Menschenrechte)...

    Ich verstehe Muhos Zitat etwas allgemeiner, auf das Leben, an sich, bezogen...


    Das Leben "bietet" keine angeborenen oder gar garantierten Rechte, auf die Anspruch erhoben werden könnte.

    Eine Erwartungshaltung, dass "die Welt" oder andere Menschen uns etwas schulden, führt zwangsläufig zu Leiden.

    (Z.B. besteht kein "Recht" darauf, gesund zur Welt zu kommen - oder überhaupt geboren zu werden...)


    Die Akzeptanz der Abwesenheit/Nichtgegebenheit dieser (illusorischen) Rechte könnte letztlich eine Haltung der Demut und Dankbarkeit der Welt und dem Leben gegenüber ermöglichen.


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    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Qualia
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    • 21. November 2025 um 13:37
    • #24

    Wer seine angeborenen Rechte, die von den Urahnen gefestigt wurden, nicht erkennt, wird nie aus dem Dukkha entrinnen.

    Wenn es dafür eine Quelle gibt, bin ich es.

    Ansonsten gibt es unaufzählbar viele Quellen.

  • Samadhi1876
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    • 22. November 2025 um 00:25
    • #25

    Jeden Augenblick Dankbarkeit für das was nicht selbstverständlich ist:


    Die Luft dieser Erde zum Atmen, ohne die wir in wenigen Minuten nicht mehr leben würden


    Die Sonne, ohne die es kein natürliches Licht gäbe und Wärme für unsere Erdoberfläche


    Nahrung ohne die wir nicht leben könnten


    Ein Dach über dem Kopf und Kleidung zum Schutz gegen Hitze und Kälte

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

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