1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Buddhismus kontrovers

Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

  • Tim1
  • 29. November 2023 um 23:20
  • Zum letzten Beitrag
  • Tim1
    Themenautor
    Reaktionen
    714
    Punkte
    4.359
    Beiträge
    722
    Mitglied seit
    5. Juli 2025
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 29. September 2026 um 14:03
    • #1.226

    Die staatliche Kontrolle wird es nicht geben, außerdem hat die KI doch schon übernommen, sonst würden nicht dauernd "Zwischenfälle" passieren, wobei die Meisten sind nicht mal bekannt vermutlich.


    Ich war immer ein Gegner der Digitalisierung, aber die KI ist nochmals ein anderes Kaliber - ich dachte es wäre ein Programm, was mir hilft im Sinne von besser zu formulieren und strukturieren, wenn ich mit Hilfe einer KI schreibe.


    Falsch gedacht, in meiner Naivität ging ich nicht davon aus, dass das einmal irgendwo im Netz frei zur Verfügung stehen könnte, wie die 53 privaten Fotos, die jetzt entwischt sind.


    Ich dachte immer, ich wäre "schlau", aber dieses Erlebnis hat mir wohl das Gegenteil bewiesen, wie kann man so dumm sein.


    Aber abgesehen von der KI, es wird ja sowie alles mit protokolliert und wenn ich dann Menschen reden höre, ja, kann doch jeder wissen, wirklich? Ich möchte nicht, dass jeder alles von mir weiß.


    Übrigens Qualia man kann vielleicht Dinge löschen im Netz, aber das heißt nicht, dass sie deshalb weg sind. Weißt du es wird allen leicht gemacht sich irgendwo zu registrieren, das dauert 3 min. aber will man weg geht es nicht oder man muss eingeschriebene Briefe ins Ausland verschicken oder einen Anwalt einschalten, so sieht es aus und das ist echt mehr als ärgerlich.


    Wer die Daten hat, hat die Kontrolle ganz einfach. Da hilft auch löschen nichts. Am besten das Netzwerkkabel trennen, wenn man seine Ruhe haben will.


    Warum kann mein Beispiel ein "kleines" Problem werden, weil die Dinge geschrieben worden sind mit der Absicht, dass sie eben sicher sind, ja das ist wirklich naiv gewesen.


    Und bitte bearbeitet keine privaten Fotos oder Befunde oder was auch immer, alles kann einmal öffentlich werden, muss nicht, aber kann bzw. wer weiß wer die Daten mal bekommt und dann?


    Wer hat mich aufgeklärt über die Möglichkeiten von ChatGPT? ChatGPT war so nett und hat mir gesagt - lösch alles und hat mir noch Angst gemacht was da alles passieren kann, echt toll, aber immerhin ehrlich, da müssen die Programmierer noch was tun, weil das sollten die User besser nicht alles wissen, welche Möglichkeiten die KIs bereits jetzt haben.


    Ich habe heute gefragt, und kann ein verirrter KI-Chat auch mein Bankkonto plündern? Weil ihr habt ja meine Zahlungsdaten, angeblich nicht, aber das glaub ich nicht.

  • Monika
    Reaktionen
    6.669
    Punkte
    47.794
    Beiträge
    8.166
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 29. September 2026 um 14:41
    • #1.227

    All diese Gedanken führen zu noch mehr Angst.

    Und Angst ist kein guter Berater, wie ich gerade wieder bestätigt bekam.


    Das ist alles weit weg vom Weg der Befreiung.


    Wir können die Entwicklung nicht aufhalten, auch den Stecker ziehen nützt nichts.


    Eigentlich haben wir "nur Angst zu sterben", oder?

    Aber sterben werden wir ALLE, ob mit oder ohne KI, Putin und Co.


    Ärzte werden auf Kongressen bereits auf die nächsten 3 Jahre vorbereitet, um handlungsfähig zu sein für den kriegerischen Notfall.


    Wir können uns informieren über jede Schrecklichkeit/Katastrophe, die passiert oder zu erwarten ist. Und genau dieses Denken manifestiert bei uns und anderen die "Hölle".


    Wir können aber auch begreifen und immer täglich neu beginnen, uns nur auf den jetzigen Moment und den nächsten Schritt zu konzentrieren.


    JETZT GEHT ES MIR GUT, ICH SITZE WARM UND TROCKEN, HABE GENUG ZU ESSEN UND ZU TRINKEN. EIN DACH ÜBERN KOPF.


    Ich weiß, gestern hab ich mich noch beklagt, aber JETZT IST WIEDER JETZT.


    Mögen wir alle leidfrei sein.

    _()_Monika ❤️

  • Qualia
    Reaktionen
    3.286
    Punkte
    23.791
    Beiträge
    4.004
    Blog-Artikel
    15
    Mitglied seit
    24. Oktober 2023
    Wohnort
    Essen Dellwig
    Buddh. Richtung
    Lehre Buddha, Chan
    Geburtstag
    21. Mai 1954 (72)
    • 29. September 2026 um 15:54
    • #1.228

    Es gibt keine persönlichen Daten oder mir zuzuordnenden Bilder oder Texte, die ohne Probleme und mit hohem Aufwand gefunden werden können. Auch wenn mein Name auftaucht, gibt es vielleicht meinen Ort, aber nie meine Adresse.

    Diese Daten sind auf meinem PC oder Handy. Das Handy ist kaum zu knacken. Und wenn auch, wird niemand Kompromittierendes finden, das behalte ich für mich oder unter dem, mich manchmal nervenden, strengen Schutz von Microsoft. So habe ich es vom ersten PC bis heute gehandhabt.


    Keiner weiß wirklich, wer ich bin.

    Weder das Internet noch KI fürchte ich. Leiden kann ich nur unter Ereignissen, die alle betreffen. Und da hab ich garantiert Möglichkeiten, die ich in meinem Leben schon angewendet habe. Gegen mich beherrschen wollende Menschen, die sind die wahren Monster, denn die bringen auch die KI auf bekloppte Ideen. KI ohne dumme, gierige oder hassende Menschen ist Machtlos!

    Erscheinungen sind annica unbeständig, dukkha unbefriedigend, anatta ohne Selbstsein, immer allein, doch nie einsam, denn alles ist eigenständig erscheinend, aber nichts ist eigenständig bestehend.

  • Aravind
    Reaktionen
    4.849
    Punkte
    31.259
    Beiträge
    5.259
    Mitglied seit
    15. September 2017
    • 5. Oktober 2026 um 11:51
    • #1.229
    Tim1:

    Und ich bin überzeugt, dass es da viele gibt die es auch als Unterstützung für ihre Arbeit einsetzen

    Das dürften mittlerweile 90 % des Traffics sein, weil die kostenlosen Zugänge keine unbegrenzte Anzahl von Anfragen mehr erlauben.


    Tim1:

    Da habe ich gefragt, muss ich denn auch Angst haben, dass ein außer Kontrolle geratener KI-Agent mein Konto leer räumt. ChatGPT meinte unwahrscheinlich, aber ist es das?

    Ich übersetze mal: "Unwahrscheinlich" = "keine Ahnung".


    Ich benutze KI beruflich tatsächlich jeden Tag. So richtig toll ist es nur, wenn man genau weiß, was man tut. Dann ist es aber eine sehr große Hilfe.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Tim1
    Themenautor
    Reaktionen
    714
    Punkte
    4.359
    Beiträge
    722
    Mitglied seit
    5. Juli 2025
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 16. Oktober 2026 um 06:52
    • #1.230

    Psychische Gesundheit – ein paar Gedanken


    Ich bin über 60 und habe den Eindruck, dass psychische Erkrankungen heute viel stärker im Mittelpunkt stehen als früher. Dass offener darüber gesprochen wird, finde ich gut. Trotzdem frage ich mich manchmal, ob wir neben der Behandlung auch genug darüber nachdenken, warum so viele Menschen psychisch belastet sind.


    Medikamente und Psychotherapie können sehr wichtig sein. Aber unser Leben ist auch schneller geworden, der Leistungsdruck ist hoch, und wirkliche Ruhe scheint immer seltener zu werden.


    Gerade hier in einem buddhistischen Forum denke ich, dass auch Achtsamkeit, Meditation und Mitgefühl etwas beitragen können. Nicht als Ersatz für medizinische Hilfe, sondern als Ergänzung. Das gilt für mich übrigens nicht nur für den Buddhismus. Auch andere Religionen können Menschen Halt geben.


    Ich möchte weder die Medizin schlechtreden noch psychische Probleme verharmlosen. Mir scheint nur, dass wir manchmal zu sehr auf die Behandlung schauen und zu wenig darauf, wie Menschen überhaupt leben und was ihnen wirklich guttut.


    Das wollte ich einfach einmal als Gedanken hierlassen.


    Ich habe auch bewusst persönliche Erfahrungen mit dem Thema weggelassen, weil es mir um das Thema ging und nicht um meine Geschichte, die hinlänglich bekannt ist.

  • Monika
    Reaktionen
    6.669
    Punkte
    47.794
    Beiträge
    8.166
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 16. Oktober 2026 um 07:52
    • #1.231

    "Ich denke", psychische Erkrankungen gab es schon immer, die Behandlung ist aber Amerikas Vorbild gefolgt und hat seit ca. 50 Jahren ihren Weg gebahnt.


    In meiner Kindheit klingelten Kriegsversehrte an der Tür und baten um ein Stück Brot. Hatten die keine Depressionen?

    Das wurde nur damals noch nicht beachtet.


    Was war wohl leichter? Trauma durch den 2. Weltkrieg, die Nazizeit, Trümmerfrauen oder unser heutiges Leben, das einerseits unglaublich viele Möglichkeiten bietet, ausreichend Essen, Freizeit und und und ...

    und andererseits die Leiden einer verwöhnten Welt.


    Ich will Depressionen etc. nicht kleinreden, aber unser "Zwang zur Individualität", der Drang "immer besser, höher ..." macht das Gute zum Schlechten.


    Das bemerke ich z.B. jetzt im Alter "Du musst Dich bewegen, Du musst Dich geistig fithalten" usw.

    Ich finde, es wird viel zuviel auf den einzelnen Menschen geachtet.


    Es liegt an Dir, Dich damit zu befassen.


    Ich befasse mich lieber mit Buddhas Lehre/Leere.

    _()_Monika ❤️

    Einmal editiert, zuletzt von Monika (16. Oktober 2026 um 08:03)

  • Qualia
    Reaktionen
    3.286
    Punkte
    23.791
    Beiträge
    4.004
    Blog-Artikel
    15
    Mitglied seit
    24. Oktober 2023
    Wohnort
    Essen Dellwig
    Buddh. Richtung
    Lehre Buddha, Chan
    Geburtstag
    21. Mai 1954 (72)
    • 16. Oktober 2026 um 10:53
    • #1.232
    Monika:

    Das bemerke ich z.B. jetzt im Alter "Du musst Dich bewegen, Du musst Dich geistig fithalten" usw.

    Ich finde, es wird viel zuviel auf den einzelnen Menschen geachtet.

    Das sind die Helfersyndrome einer Gesellschaft, in der jeder weiß, was dem anderen gut zu tun hat, dieses aber nicht auf sich selbst anwendet.


    Jede Form von Melancholie wird zur Depression, einer Krankheit. Ein "Fachmann" Fremder wird es wissen.

    Melancholie erscheint, wenn ein Mensch gute Ratschläge gibt, aber nicht erkennt das es genau die sind, die ihm aus seiner Trägheit und Melancholie helfen würden.

    Andererseits kann sich der Ratgeber darüber ärgern, dass der andere sie auch nicht umsetzen kann oder will, weil der Beratene nicht daran glaubt das der Ratgeber weiß, was ihm hilft.


    Beide wissen scheinbar, was dem anderen helfen würde. Keiner erkennt, dass die Einsicht nur wirksam wird, wenn sie auf das eigene Leben angewendet wird.

    Erscheinungen sind annica unbeständig, dukkha unbefriedigend, anatta ohne Selbstsein, immer allein, doch nie einsam, denn alles ist eigenständig erscheinend, aber nichts ist eigenständig bestehend.

  • Schneelöwin
    Reaktionen
    1.126
    Punkte
    10.161
    Beiträge
    1.787
    Mitglied seit
    1. Februar 2018
    • 16. Oktober 2026 um 11:44
    • #1.233

    Trägheit und Melancholie können etwas sehr schönes sein.

    Ich nehme bewusster wahr, Gegenwärtiges wie das Fallen der Blätter oder den Nachklang des Lebens.

    Mich nervt es dann einfach nur, wenn jemand anderes meint, es dann besser wissen zu müssen.

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Samadhi1876
    Reaktionen
    965
    Punkte
    6.365
    Beiträge
    1.063
    Mitglied seit
    29. Mai 2024
    Buddh. Richtung
    • 16. Oktober 2026 um 22:32
    • #1.234

    Es ist „Nacht“


    Die Sonne befindet sich auf der anderen Seite der Erde


    Von Menschen ist nichts mehr zu sehen und zu hören


    Es regnet


    Nur die Natur ist noch zu hören…

    💫

  • Tim1
    Themenautor
    Reaktionen
    714
    Punkte
    4.359
    Beiträge
    722
    Mitglied seit
    5. Juli 2025
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 17. Oktober 2026 um 08:42
    • #1.235

    Monika

    Es war ja eine Form meines Beitrags, dass ich Kritik geäußert habe, wie viel in der heutigen Gesellschaft der Psyche Aufmerksamkeit zugeordnet wird.


    Ich habe auch den Vergleich mit meiner Jugend bzw. früher, da war das nicht so, dass es nicht auch Menschen gab, denen es nicht gut ging, aber heute ist fast ein wenig zu viel geworden.


    Das war die eigentliche Botschaft. Mein Vater war viele Jahre in Kriegsgefangenschaft, meine Mutter ist im Krieg aufgewachsen - ich könnte mich nicht erinnern, dass einer von den Beiden irgendwelche mentale Probleme hatte und die haben auch schwere Zeiten miterlebt.


    Ich muss mich mit dem Thema dahingehend beschäftigen, weil ich leider ein Thema damit habe, wobei ich darüber gar nicht mehr viel schreiben will, weil ich muss es ohnedies selbst lösen.


    Und klar hilft mir die Beschäftigung mit dem Buddhismus und anderen Dingen sehr, ich suche immer nach alternativen Strategien. Liebe Grüße Tim

  • Monika
    Reaktionen
    6.669
    Punkte
    47.794
    Beiträge
    8.166
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 17. Oktober 2026 um 09:51
    • #1.236

    Guten Morgen lieber Tim, früher wurde eben nicht alles als behandlungsbedürftig wahrgenommen. Das Wissen war nicht verbreitet wie heute, und auch die verschiedenen Formen waren noch gar nicht benannt ...


    Sich mit der Lehre zu beschäftigen ist die eine Seite. Es ging mir aber nicht darum, ob Du daraus alternative Strategien ziehst,

    sondern darum, den Blick von Samsara abzuwenden, sich nicht immer und immer wieder mit den negativen Seiten dieser Welt zu beschäftigen oder sogar zu identifizieren.


    Wenn ich früher Probleme mit meinen KollegInnen hatte, habe ich ununterbrochen mantraartig Texte gelesen oder innerlich rezitiert. Ich war mir sicher, Befreiung zu erlangen!!!


    Ich hatte z.B. Angst vor Sitzungen ausserhalb Hamburgs. Ich wurde gemobbt, u.a. weil ich übergewichtig war.

    Während der meist stundenlangen Fahrt im Dienstwagen oder Zug habe ich nichts anderes gelesen.

    Völlig entspannt konnte ich dann meiner Arbeit nachgehen.

    Ein anderer Mensch würde sich heute vielleicht behandeln lassen.


    Alles Gute für Dich

    Monika_()_


    PS: Befreiung bedeutet nicht, dass um uns herum alles plötzlich wunderbar ist, sondern dass wir von unserem Affen-Geist, unseren illusionären krankmachenden Gedanken befreit sind - von unserer Identifikation.

    Einmal editiert, zuletzt von Monika (17. Oktober 2026 um 09:58)

  • Schneelöwin
    Reaktionen
    1.126
    Punkte
    10.161
    Beiträge
    1.787
    Mitglied seit
    1. Februar 2018
    • 17. Oktober 2026 um 10:41
    • #1.237
    Monika:

    Ein anderer Mensch würde sich heute vielleicht behandeln lassen.


    Für mein Empfinden lassen sich Menschen teilweise auch zu schnell behandeln.

    Früher konnte man vieles für sich allein lösen,

    Heute fällt sehr schnell das Wort Psychologe oder eine Therapie machen, wenn es eigentlich nur darum geht seinen eigenen Charakter anzuerkennen.

    Auch die Psychiatrie wird in Gesprächen, wo man Menschen noch nicht einmal richtig kennt, erwähnt, als würde man diese mal eben in eine Umkleide schicken.

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Tim1
    Themenautor
    Reaktionen
    714
    Punkte
    4.359
    Beiträge
    722
    Mitglied seit
    5. Juli 2025
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 17. Oktober 2026 um 22:14
    • #1.238

    Monika

    Ich weiß, dass dein Leben früher alles andere als einfach war, vermutlich ähnlich wie es heute ist, nur kommt es einem halt so vor als ob es krasser geworden sei, vielleicht ist es das auch.


    Nochmals ich kritisiere ausdrücklich, dass man einfach zu vielen Menschen jetzt eine psychische Diagnose oder gar psychiatrische Diagnose gibt.


    Wobei ich will auch nicht sagen, dass es nicht genug Menschen gibt, die das haben oder brauchen.


    Wo du auch recht hast in Bezug auf mich, ich habe das Negative immer viel stärker wahrgenommen als das Positive, das war dezidiert ein Fehler, meine Eltern haben das schon immer kritisiert - also dieses Muster gibt es sehr lange.


    Ich arbeite dran, aber es ist schwer, das gebe ich zu und wenn ich mir was vornehme treffe ich auch oft auf Menschen, die es einem nicht leicht machen, das was man sich vornimmt auch umzusetzen.


    Allein Thema Kommunikation ist für mich ein Schlüsselthema - buddhistisch gesehen ist die Rechte Rede für mich eine der essentiellsten Regeln, aber ich kenne fast Niemand, der sich dran hält und das nervt mich gewaltig, ich halte dieses permanente negative Getratsche über andere nicht aus und ich werde unfreiwillig damit konfrontiert jeden Tag.


    Aber in der Kommunikation ist mir auch wichtig langsamer zu reden, leiser, vorher denken und nicht gleichzeitig reden und denken, nicht 10 Themen auf einmal in ein Gespräch einbringen und andere ausreden lassen bzw. selbst Pausen machen in der Kommunikation, aber die Schwierigkeit hier ist, wenn man beinahe nur auf Menschen trifft, die genau diesen alten Stil bevorzugen ist es schwer nicht erneut in dieses Muster mit rein gezogen zu werden.


    Ich weiß, ich habe schon oft darüber geschrieben, aber ich bleibe dabei ruhige Kommunikation macht auch den Geist ruhiger - deutlich.


    Schau dir doch mal die Diskussionen im TV an, da versteht man kein Wort, was ist das für eine Gesprächskultur geworden?


    Aber zurück zum Thema, wie gesagt, ich kann nicht glauben, dass heute fast alle Menschen psychische Probleme haben, weil an das würde mich erinnern wenn das immer so gewesen wäre in der Vergangenheit. Das war meine Kritik.

  • void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.731
    Punkte
    63.651
    Beiträge
    11.054
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 17. Oktober 2026 um 23:26
    • #1.239
    Tim1:

    Aber zurück zum Thema, wie gesagt, ich kann nicht glauben, dass heute fast alle Menschen psychische Probleme haben, weil an das würde mich erinnern wenn das immer so gewesen wäre in der Vergangenheit.

    Es gab immer in der Geschichte Leute die man als "nicht bei Sinnen", "wahnhaft" bezeichnet hätte.


    Aber man hat halt viel am geistigen, menschlichen Leiden in anderen Mustern aufgefasst.Bei Galen wurde der Melancholiker als jemand gesehen, in dessen Körper zu viel schwarze Galle war, wogegen bestimmte Diäten, Aderlass und Schröpfen verschrieben wurden.


    Ganz häufig wurde Verzweiflung auch als gar nicht so unangemessen gesehen. Wenn man nicht lange lebt, schlimm schuften muß und die Kinder sterben, dann ist Verzweiflung und Niedergeschlagenheit ja sozusagen nahe liegend. Wenn der Vater im Krieg gestorben ist, die Kinder hungern und krank sind und dass Geld fehlt, sucht man den Ursprung des Leidens nicht zuerst in der Psyche. Aber auch da kann man ja Klagen oder nicht.


    Hier kommt die Religion dazu. Wenn es Gott war der einen den Kelch des Leidens als Probe des Glaubens reicht, dann wird es als sündig gesehen, dieses nicht geduldig und fromm anzunehmen. Dein Wille geschehen, nicht meiner. Von daher wurde die tiefe Betrübtheit mit mit mangelnde Geduld und mangelnde Dankbarkeit assoziiert. Als Löcken wieder den göttlichen Willen.


    Und jetzt sieht man das Empfinden von Leid häufig als individuelle psychische Krankheit. Was ja die Person mehr entlastet als es als spirituelles Problem zu sehen. Die Sucht als Krankheit wäre ja gut, wenn man es so wie eine Erkältung kurieten könnte, mit einer Medizin die man verschrieben bekommt und dann ist man wieder fit. Klappt manchmal aber es beschreibt auch nur einen Teilbereich.

  • Samadhi1876
    Reaktionen
    965
    Punkte
    6.365
    Beiträge
    1.063
    Mitglied seit
    29. Mai 2024
    Buddh. Richtung
    • 18. Oktober 2026 um 06:35
    • #1.240
    Tim1:

    Aber zurück zum Thema, wie gesagt, ich kann nicht glauben, dass heute fast alle Menschen psychische Probleme haben, weil an das würde mich erinnern wenn das immer so gewesen wäre in der Vergangenheit. Das war meine Kritik.

    Man hat früher auch nicht so offen darüber gesprochen wie heute. Aus Angst vor Stigmatisierung zb. Ein Junge weint doch nicht hiess es nur kurz und knapp, weiter gehts zb.

    Zum Anderen waren manche psychische Krankheiten noch gar nicht bekannt.


    Das Gemeinschaftsgefühl war aus meiner Sicht damals auch noch grösser als heute, wo Individualismus als "die grosse Freiheit" angesehen wird.


    Familien und Beziehungen hielten auch noch länger zusammen als heute.

    Wertvorstellungen haben sich verschoben. Damals war es eine Schande essen weg zu werfen. Man war demütiger und dankbarer.


    Heute ist vieles selbstverständlicher geworden. Aber auch schnellebiger. Zu mindestes was technologische Veränderungen betrifft.

    Alles muss immer perfekter sein. Alles nur noch wachsen.


    Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Mittlerweile steht "sogar" Griechenland vor D in der Rangliste des Wohlstands, da D relativ wenig Eigenheimbesitzer hat. Ab Agenda 2010 hat sich vieles für Arbeiter und Angestellte geändert im Sinne von verschlechtert.


    Man braucht sich nur mal alte Fernsehshows im Vergleich zu heute ansehen. Die heutigen wirken künstlicher. Wollen perfekt sein. Wie so vieles andere heute auch künstlicher und unnatürlicher wirkt weil "alles perfekt sein muss".

    Dadurch findet auch eine Art von Entfremdung des Menschen von der Natur und seiner Natürlichkeit immer mehr statt. Das sicherlich bei vielen auch auf die Psyche schlägt.


    Heute redet man aber auch mehr über psychische Probleme als damals obwohl es sie damals genauso gab wie heute:


    Man galt damals damit aber eher als schwach in der Gesellschaft anders als heute: Wo psychische Probleme eher akzeptiert werden.


    Es hat auch eine Art von "Amerikanisierung" statt gefunden: Shopping Malls. McKinsey und Co. Etc.


    Heute geistern auch oft immer neue englische Begriffe herum. Wenn du eine Deutschlandfahne trägst wirst du als Nazi verdächtigt. Es hat auch eine Entfremdung vom eigenen Land statt gefunden.


    Ein "Professor" meinte zuletzt: nur die alten würden sich ja über die vielen Windräder und Verschandelung der Landschaft noch aufregen. Kinder die noch geboren werden wachsen damit auf und haben nie eine andere Landschaft (Natur) gesehen.

    Ausser in alten Filmen.


    Gefühlt war das Leben früher einfacher und überschaubarer. Und heute erscheint es komplexer. Schneller. Auch durch die Globalisierung, Inet und gestiegenen Medienkonsum.


    Ich habe mir letztens eine Doku über das Leben der letzten Nomaden in der Mongolei angesehen:


    Deren Leben ist nicht einfach. Beschwerlich. Sie sind überwiegend auf die Natur angewiesen. Klimawandel auch dort angekommen. Aber das Wichtigste das bei denen über Alles steht ist der Zusammenhalt der Gruppe und das jeder für den anderen da ist. Und das stärkt auch das Gefühl nicht allein mit Allem zu sein, so wie es heute in der modernen Gesellschaft vielmehr der Fall geworden ist.


    Wo Kinder in die Kitas den ganzen Tag abgeschoben werden und Alte ins Altenheim ausrangiert werden.


    Der Mensch lebt aber auch von Liebe und Wärme und Mitgefühl und Verstanden werden. Und das bleibt heute oft auf der Strecke (Kapitalismus, Individualismus, alles immer schneller) und führt auch zu vermehrt psychischen Problemen.


    Bis hin zu Depressionen.

    3 Mal editiert, zuletzt von Samadhi1876 (18. Oktober 2026 um 07:08)

  • Tim1
    Themenautor
    Reaktionen
    714
    Punkte
    4.359
    Beiträge
    722
    Mitglied seit
    5. Juli 2025
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 19. Oktober 2026 um 03:39
    • #1.241

    Was mir bei der ganzen Diskussion noch einfällt: Wir reden heute viel offener über psychische Probleme, aber ob wir deshalb auch besser miteinander umgehen, da bin ich mir nicht so sicher.

    Ich denke da zum Beispiel an die Corona Zeit.


    Da wurden Menschen wegen ihrer Haltung zur Impfung teilweise ziemlich schnell in eine Ecke gestellt. Ich finde, man sollte auch bei solchen Themen unterschiedliche Meinungen aushalten können, ohne gleich den anderen als verantwortungslos oder dumm hinzustellen.


    Ähnlich geht es mir bei der Berichterstattung über internationale Konflikte. Ich erwarte nicht, dass man alle Seiten gleich beurteilt, aber ich möchte mir selbst ein Bild machen können und nicht das Gefühl haben, dass bestimmte Sichtweisen von vornherein ausgeschlossen sind.


    Vielleicht sollten wir uns generell wieder mehr darin üben, Dinge zu hinterfragen, auch die eigene Meinung. Das gilt für mich genauso wie für andere.


    Nur weil wir heute über manche Themen offener reden, heißt das ja noch nicht automatisch, dass wir auch verständnisvoller geworden sind.

  • void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.731
    Punkte
    63.651
    Beiträge
    11.054
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 19. Oktober 2026 um 10:48
    • #1.242
    Tim1:

    Was mir bei der ganzen Diskussion noch einfällt: Wir reden heute viel offener über psychische Probleme, aber ob wir deshalb auch besser miteinander umgehen, da bin ich mir nicht so sicher.

    Ich denke da zum Beispiel an die Corona Zeit.

    Das man heute Leid weniger als ein soziales Problem sieht - als schambehaftetes Versagen der Gemeinschaft - sondern ganz individuell als "psychisches Problem" - als individueller Mangel - als Aufgabe für Selbstoptimierung - ist ja eben eine Folge der Individualisierung.


    Während das Besondere an Corona war, dass da die Logik der Individualisierung kurz einen Riss bekam. Die Frage ob jemand an Impfung glaubt, Mundschutz trägt und sich die Hände desinfiziert, wurde eben nicht mehr als Frage des Individuums und seiner Meinung gesehen, sondern als etwas was andere unmittelbar schädigen kann und insofern andere betrifft.


    Dies ist eine Logik der Ansteckung. Wenn psychische Probleme z.B das Suizidrisiko als ansteckend gedacht werden ( Werther Effekt) dann soll man eben nicht offen reden, weil es sich sonst verbreitet.

  • Tim1
    Themenautor
    Reaktionen
    714
    Punkte
    4.359
    Beiträge
    722
    Mitglied seit
    5. Juli 2025
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 19. Oktober 2026 um 16:41
    • #1.243

    Den Gedanken, psychische Probleme nicht nur als individuelles Problem zu sehen, sondern auch die Gesellschaft dafür verantwortlich zu machen, finde ich wichtig.


    Wenn ich mir anschaue, wie Menschen heute miteinander umgehen, gerade auch in der Arbeitswelt, sehe ich viel Misstrauen, Konkurrenz und teilweise eine regelrechte Bösartigkeit. Wertschätzung und Zusammenhalt scheinen immer mehr verloren zu gehen. Der Einzelne zählt oft nicht mehr viel. Solange er funktioniert, wird er gebraucht, und wenn nicht, ist er schnell abgeschrieben.


    Ich habe den Eindruck, dass das nicht nur in großen Unternehmen so ist, sondern auch im ganz normalen Alltag. Jeder scheint vor allem mit sich selbst beschäftigt zu sein, und für andere bleibt immer weniger Zeit und Verständnis.


    Deshalb finde ich, dass wir nicht nur darüber reden sollten, wie Menschen mit psychischen Problemen umgehen, sondern auch darüber, was sie überhaupt so belastet. Es ist zu einfach, dem Einzelnen zu sagen, er müsse an sich arbeiten, wenn gleichzeitig vieles in unserer Gesellschaft dazu beiträgt, dass Menschen krank werden.


    Wir reden heute viel offener über psychische Probleme. Aber ob wir deshalb auch menschlicher miteinander umgehen, da bin ich mir nicht so sicher.

  • Monika
    Reaktionen
    6.669
    Punkte
    47.794
    Beiträge
    8.166
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 19. Oktober 2026 um 17:01
    • #1.244

    Es tut mir leid Tim, aber ich habe in meinem ganzen Leben in Hamburg und Umgebung, in verschiedenen Stadtteilen immer das Gegenteil von dem erlebt, worüber Du Dich beklagst.

    Sowohl habe ich bis heute immer geholfen, wenn es nötig war, und andererseits habe ich immer Hilfe bekommen.

    _()_

  • Michael Haardt
    Reaktionen
    264
    Punkte
    1.009
    Beiträge
    147
    Mitglied seit
    25. April 2024
    Buddh. Richtung
    • 19. Oktober 2026 um 19:49
    • #1.245

    Ich halte den quantitativen Vergleich früher/heute für schwierig. Früher, wann war das? Kriegs- oder Friedenszeiten? Krisen gab es zu allen Zeiten. Stadt oder Land? Welche Vermögensschicht? Persönliche Erfahrungen sind kein empirisch haltbares Bild der Allgemeinheit und die datenbasierte Beurteilung ist nicht möglich.


    Richtig ist, dass das Verständnis des menschlichen Denkens heute erheblich besser ist. Ich halte das für einen großen Vorteil. Ob damit immer sinnvoll umgegangen wird, bezweifle ich.


    Rein datenbasiert sage ich hingegen, dass wir auf einen massiven Wandel zusteuern, der seine Schatten vorauswirft. Viele große Volkswirtschaften sind massiv überschuldet und ihre Währungen sind vielleicht 5-10 Jahre vom Kollaps entfernt. Das passt etwa zur Spitze des demografischen Krise. Politisch predigt man weiter Durchhalteparolen und Wachstum, anstatt sich den Fakten zu stellen, verschwendet weiter hemmungslos Steuergeld und erhöht Steuern und Abgaben, damit die Party weiter läuft. Auch, wenn die Mehrheit die Probleme nicht wirklich versteht und auch nicht verstehen will, spürt sie den wirtschaftlichen Druck. Dazu kommt speziell in Deutschland die steigende Kriminalität, die marode Infrastruktur, und ein aggressiver Umgang der Regierung mit den Bürgern. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen.


    Ich kann die Kultur nicht ändern, die Gesellschaft und Regierung bewegt. Der Versuch, das zu tun, wird mit Verdruss enden (sieht Buddha auch so). Aber ich kann meine Handlungen bestimmen und mir ein neues Zuhause suchen. Meine Zeit in Deutschland ist seit bald drei Wochen vorbei. Es ist das Verrückteste, was ich je gemacht habe, wirklich anstrengend, und zugleich die rationalste Entscheidung meines Lebens.

  • void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.731
    Punkte
    63.651
    Beiträge
    11.054
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 19. Oktober 2026 um 20:18
    • #1.246

    Auch heute gibt es Leute, die in stark traditionellen Zusammenhängen leben, wo sich das Individuum unterordnen muß. Da hätte man dann womöglich viel Nähe und Geborgenheit aber dafür wenig individuelle Freheit.


    Während man in stark individualisierten Zusammenhängen mehr individuelle Freheit hat aber auf Kosten von Geborgenheit.


    Gerade wenn man Leute aus unterschiedlichen Kulturen kennt, sieht man doch diese Ambiguität. Es ist schön, wenn es einem schlecht geht, und man kann pfeifen und eine Großfamilie unterstützt einen. Und es ist nicht so schön, wenn man eine Großfamilie hat und irgendwer pfeift und man soll alles stehen und liegen lassen um ihn zu unterstützten.


    Es ist schön, wenn man allein ist und sein eigener Herr und schlecht wenn man allein ist und einsam. Es ist wie bei Schopenhauer und seinen Stachelschweinen:

    Schopenhauer:

    Eine Gesellschaft Stachelschweine drängte sich an einem kalten Wintertage recht nah zusammen, um sich durch die gegenseitige Wärme vor dem Erfrieren zu schützen. Jedoch bald empfanden sie die gegenseitigen Stacheln, welches sie dann wieder von einander entfernte. Wann nun das Bedürfnis der Erwärmung sie wieder näher zusammenbrachte, wiederholte sich jenes zweite Übel, so daß sie zwischen beiden Leiden hin und her geworfen wurden, bis sie eine mäßige Entfernung voneinander herausgefunden hatten, in der sie es am besten aushalten konnten.

    So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.

  • Igor07
    Reaktionen
    3.437
    Punkte
    34.747
    Beiträge
    6.208
    Termine
    1
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 19. Oktober 2026 um 20:40
    • #1.247
    Michael Haardt:

    . Dazu kommt speziell in Deutschland die steigende Kriminalität, die marode Infrastruktur, und ein aggressiver Umgang der Regierung mit den Bürgern. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen.

    Dieses Land hat keine Zukunft, außer mit einer rechtsradikalen Regierung, wie es gerade weltweit der Trend ist. Das drückt auf die Psyche, klar. Dieser totale Kollaps kann eigentlich jederzeit passieren.

    Egal …

    Darf ich fragen, in welchem Land du jetzt lebst? Und deine Motive? Danke.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Tim1
    Themenautor
    Reaktionen
    714
    Punkte
    4.359
    Beiträge
    722
    Mitglied seit
    5. Juli 2025
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 19. Oktober 2026 um 21:07
    • #1.248

    Monika
    Ich glaube dir, aber glaub mir bitte auch, dass das was ich schreibe nur meine persönlichen Gedanken sind, vielleicht ist der Platz speziell, wo ich lebe. Und ja, es gibt andere Städte, Länder, Kulturen, wo es anders ist. Aber eben nicht bei mir. Da herrscht eben das worüber ich immer schreibe.


    Immerhin arbeite ich in einem Riesenunternehmen und kann da sehr wohl beurteilen, wie sich alles verändert hat und auch in der normalen Gesellschaft.


    Aber egal mittlerweile, ich bin allein und das ist gut so. Ich brauche niemanden mehr. Also Bezugspersonen brauche ich keine mehr, klar, wenn ich Lebensmittel brauche, dann brauch ich jemanden oder auch viele andere Sachen, aber persönliche Kontakte nein.


    Ich würde gerne was anderes schreiben, aber für mich und die meisten hier fühlt es sich so an.


    Wobei und das habe ich auch oft geschrieben in anderen Städten kenne ich viele glückliche Menschen, ich brauche nicht mal 40 km fahren und schon ist alles freundlicher. Aber gut, man muss sich den Herausforderung stellen.


    Die Proteste in Frankreich, Spanien, Italien usw. werden auch uns erreichen, weil die Menschen einfach mehr als unzufrieden sind und das nicht weil ein wenig Wohlstand verloren gegangen ist sondern viel mehr, nämlich viele verbindliche Dinge, auf die man sich mal verlassen hat können.


    Ich teile übrigens die Meinung von Michael zum Teil, wir sind wirklich am absteigenden Ast, das kann nicht gut gehen, wenn man 2-4 Mal so viel für Energie zahlt und hunderte Milliarden in andere Länder schickt, selbst die USA sind in Schwierigkeiten gekommen, obwohl sich die alles geholt haben in den letzten Jahren, aber jetzt kämpfen auch die.


    Die Politik ist einfach nicht in der Lage Lösungen anzubieten, wenn die Menschen das merken würden, dass es da ein ernsthaftes Bemühen gäbe, dann wäre es vielleicht anders, aber ich habe nicht das Gefühl, dass sich da viele bemühen.

  • Monika
    Reaktionen
    6.669
    Punkte
    47.794
    Beiträge
    8.166
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 19. Oktober 2026 um 21:53
    • #1.249

    Ja aber ich bin nicht im "Buddhaland", um mich mit Samsara zu beschäftigen.


    Ursprünglich, vor 18 Jahren fand ich das Buddhaland, um mein Un-Wissen zu beseitigen und Wissen zu vertiefen. Das BL hat mir sehr geholfen, die "rechte Ansicht" zu entwickeln und tiefer in die Lehre einzusteigen.


    Was Du seit Jahren machst, ist das ständige Wiederkäuen von Leiden, Du willst offenbar nicht begreifen und Deinen Geist schulen, um Dich von all dem zu befreien.


    Alles Gute

    Monika _()_

    Einmal editiert, zuletzt von Monika (19. Oktober 2026 um 22:01)

  • Samadhi1876
    Reaktionen
    965
    Punkte
    6.365
    Beiträge
    1.063
    Mitglied seit
    29. Mai 2024
    Buddh. Richtung
    • 20. Oktober 2026 um 01:02
    • #1.250

    Den Wandel der Gesellschaft erkennt man an allen Ecken und Enden. Zumindest die, die schon länger leben.

    Wenn man sich die Doku über „Sommermärchen 2006“ bspw. anschaut: keine Smartphones zwischen Fans und Spieler. Glaube auch noch keine 170 Millionen Transfers.

    Vor noch mal mehr Jahren gab es in Dörfern sieben Kneipen und heute nur noch eine. Der gesellschaftliche Treffpunkt hat sich verlagert auf soziale Medien. Und was dort zählt sind: likes und follower


    Ernüchterung hat sich auch dahingehend breit gemacht, das Zeiten des Friedens nur Waffenstillstand bedeuten. Das es irgend wann wieder erneut Kriege geben wird: das war im Grunde schon immer so zwischen Menschen:


    Kriege und Konflikte. Im Großen (zwischen Ländern) als auch im Kleinen (zwischen zwei Menschen).


    Der Mensch hat aber nichts daraus gelernt. Oder zu wenige. Und die Mächtigen und Gierigen machen immer weiter. Und immer neue kommen hinzu. Die Großmächte bestimmen Hauptsächlich das Weltgeschehen. Und da jeder Ort der Welt in kurzer Zeit erreichbar ist, hat sich auch die Schnelligkeit der Veränderungen gewandelt.


    Der Weltraum soll nun auch noch mit Millionen Satelliten zugemüllt und auf dem Mond Atomkraftwerke gebaut werden.


    Dagegen kann man allein nichts machen. Nur noch loslassen.


    Es ist so sinnlos wie das Wetter selbst bestimmen zu wollen.


    Leider:


    Denn eigentlich könnten alle Menschen viel besser miteinander…


    Wenn jeder nur ehrlich und offen und bereit und mitfühlend und teilend genug dafür wäre…

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

30-cover-uw-137-png

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.2.8
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download