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Bedeutung

  • Werner Stepan
  • 8. September 2026 um 12:24
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    • 3. Oktober 2026 um 15:53
    • #176

    Die Natur der Welt der Erscheinungen ist ein Strom des bedingten Entstehens und Vergehens. Was als Dualität, Subjekt, Objekt, Eigenschaft oder Geist erscheint, entsteht abhängig von den Bedingungen eines lebendigen Bewusstseins.


    Ein verblendetes Ich fasst diese Erscheinungen – Dualität, Subjekt, Objekt, Eigenschaft oder Geist – als feste Wirklichkeiten auf und identifiziert sich mit ihnen. So entsteht die Illusion eines eigenständigen Selbst und einer von ihm getrennten Welt.

    Erscheinungen sind annica unbeständig, dukkha unbefriedigend, anatta ohne Selbstsein, immer allein, doch nie einsam, denn alles ist eigenständig erscheinend, aber nichts ist eigenständig bestehend.

  • Samadhi1876
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    • 3. Oktober 2026 um 16:22
    • #177

    So ähnlich wie wenn man träumt…

    Bis man aufwacht…

  • mukti
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    • 4. Oktober 2026 um 12:43
    • #178

    Wenn man in einem Traum weiß, dass man träumt, ist man nicht mehr vom Geschehen abhängig. Auf Bedrohungen reagiert man mit einem Lächeln - alles nur Traumgebilde. Auf Verlockungen lässt man sich nicht ein, weil man sonst die Erkenntnis verliert, dass man träumt.

    So lebt wohl jemand auch in dieser Welt, der aus allen Träumen aufgewacht ist.

    Mit Metta, mukti.


  • Werner Stepan
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    • 4. Oktober 2026 um 17:14
    • #179

    Traum oder Wirklichkeit, Leerheit oder Fülle, ist alles das selbe im Leben eines Wesen, da niemand den wahren Grund dahinter mit Sicherheit beweisen/ergründen kann. Es ist alles nur ein Glaube an etwas Unbekanntes, da man mit einer Vorstellung von "Etwas" besser zurecht kommt als von "Nichts ". Und ja, auch die "Leerheit" ist nur ein Begriff für etwas das wir nicht begreifen können, da bedingt entstanden.

  • Helmut
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    • 4. Oktober 2026 um 17:54
    • #180
    Werner Stepan:

    Und ja, auch die "Leerheit" ist nur ein Begriff für etwas das wir nicht begreifen können, da bedingt entstanden.

    Wenn man sagt, etwas ist bedingt entstanden, dann hat man schon etwas erkannt. Man hat begriffen was es bedeutet zu sagen, ein Phänomen ist bedingt entstanden. Man hat das abhängige Entstehen dieses Phänomens verstanden.


    Natürlich kann man auch begreifen was der Begriff Leerheit ausdrückt, was seine Bedeutung ist, denn der Begriff hat eine Grundlage in der Realität und ist somit ebenfalls ein abhängiges Phänomen und erkennbar. Die Bedeutung des Begriffes Leerheit ist nicht ganz einfach zu verstehen; unter anderem auch weil er für uns kein so geläufiger Begriff ist wie Auto, Flugzeug, Haus usw.


    Leerheit (skr. sunyata) ist ein schwieriger philosophischer Begriff, der sich nicht von selbst erschließt. Er ist ein Begriff der Mahayana-Philosophie und in den Mahayana-Lehrmeinungen gibt es unterschiedliche Definitionen. Wenn man sich mit einer von ihnen kontinuierlich beschäftigt, dann erkennt man nach und nach die Bedeutung der Definition und was mittels Leerheit verneint wird.


    Eine Definition ist: "Die Phänomene sind leer von wahrhafter Existenz". Wahrhafte Existenz bedeutet, dass die Phänomene getrennt, losgelöst vom wahrnehmenden Bewusstsein existieren. Diese Auffassung von wahrhafter Existenz wird mit der angegebenen Definition von Leerheit verneint.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

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    • 4. Oktober 2026 um 19:27
    • #181

    Form erscheint.
    Leere erscheint.
    Beide erscheinen bedingt.
    Das Fehlen einer eigenständigen Existenz wird als „Leerheit“ (śūnyatā) bezeichnet, denn śūnyatā kann nicht erscheinen, sie ist ein Vorgang.

    Śūnyatā erscheint nicht, ist kein Phänomen, sondern die Bezeichnung eines Vorgangs.

    Erscheinungen sind annica unbeständig, dukkha unbefriedigend, anatta ohne Selbstsein, immer allein, doch nie einsam, denn alles ist eigenständig erscheinend, aber nichts ist eigenständig bestehend.

  • JoJu91
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    • 5. Oktober 2026 um 08:59
    • #182
    mukti:

    Dass sich das, was erfahren wird selbst erfährt, ist eigentlich unvorstellbar, davon muss ich nicht ausgehen.

    Unvorstellbar trifft es sehr gut.

    Un-vorstellbar für den Alltagsgeist, für den die Welt Wille und Vorstellung ist (Schopenhauer).


    Wenn der leere Raum ohne Wände noch ein letztes Objekt enthält, wie subtil es im höchsten Jhana auch sein mag, gibt es noch Erfahrung von etwas anderem, gibt es noch Anstrengung, Spannung, Stress, um die Dualität aufrechtzuerhalten.


    Wenn das letzte Objekt sich als Fata Morgana aufgelöst hat, ist der leere Raum ohne Gegenüber und erfährt sich selbst und der Stress hat ein Ende. Das, was alles erkennt und von keinem erkannt wird, erkennt sich selbst. Ist natürlich nur eine Analogie.


    Das Wissen um die Gegenwart des stressfreien leeren Raumes, des ursprünglichen Bewusstseins verwandelt das Leben in der Dualität und macht es ein wenig einfacher

    Einmal editiert, zuletzt von JoJu91 (5. Oktober 2026 um 09:04)

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    • 5. Oktober 2026 um 10:22
    • #183
    JoJu91:

    Das, was alles erkennt und von keinem erkannt wird, erkennt sich selbst. Ist natürlich nur eine Analogie.

    Das, was alles erkennt, kann weder von jemandem noch von sich selbst erkannt werden. Es ist, wie es ist. Jede Analogie oder Zuschreibung öffnet den Weg, der schon gegangen wurde.

    Erscheinungen sind annica unbeständig, dukkha unbefriedigend, anatta ohne Selbstsein, immer allein, doch nie einsam, denn alles ist eigenständig erscheinend, aber nichts ist eigenständig bestehend.

  • mukti
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    • 5. Oktober 2026 um 10:49
    • #184
    JoJu91:
    mukti:

    Dass sich das, was erfahren wird selbst erfährt, ist eigentlich unvorstellbar, davon muss ich nicht ausgehen.

    Unvorstellbar trifft es sehr gut.

    Un-vorstellbar für den Alltagsgeist, für den die Welt Wille und Vorstellung ist (Schopenhauer).


    Wenn der leere Raum ohne Wände noch ein letztes Objekt enthält, wie subtil es im höchsten Jhana auch sein mag, gibt es noch Erfahrung von etwas anderem, gibt es noch Anstrengung, Spannung, Stress, um die Dualität aufrechtzuerhalten.


    Wenn das letzte Objekt sich als Fata Morgana aufgelöst hat, ist der leere Raum ohne Gegenüber und erfährt sich selbst und der Stress hat ein Ende. Das, was alles erkennt und von keinem erkannt wird, erkennt sich selbst. Ist natürlich nur eine Analogie.


    Das Wissen um die Gegenwart des stressfreien leeren Raumes, des ursprünglichen Bewusstseins verwandelt das Leben in der Dualität und macht es ein wenig einfacher

    Alles anzeigen

    Vielleicht gibt es etwas das sich selbst erfährt, vielleicht auch nicht. Ich sehe keine Möglichkeit das zu wissen, zu erfahren oder sich an eine solche Erfahrung zu erinnern.


    Offensichtlich gibt es etwas, das die körperlichen und geistigen Phänomene wahrnimmt. Es ist nachvollziehbar, dass die Wahrnehmung 'Dies bin ich, jenes gehört mir' nur eine Vorstellung ist und dass es ohne diese Vorstellung nur mehr Wahrnehmung und Wahrgenommenes gibt. Das Ich gibt es dann immer noch, aber eben mit dem Bewusstsein, dass es nur eine Vorstellung ist. Dann ist auch Stress und Leid zu Ende. Daher scheint es mir im Grunde unnötig, eine Wahrnehmung ohne Wahrgenommenes bzw. Wahrnehmung die sich selbst wahrnimmt anzunehmen.

    Mit Metta, mukti.


  • mukti
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    • 5. Oktober 2026 um 19:20
    • #185
    Helmut:

    Eine Definition ist: "Die Phänomene sind leer von wahrhafter Existenz". Wahrhafte Existenz bedeutet, dass die Phänomene getrennt, losgelöst vom wahrnehmenden Bewusstsein existieren. Diese Auffassung von wahrhafter Existenz wird mit der angegebenen Definition von Leerheit verneint.

    Ist das so zu verstehen, dass es außerhalb des wahrnehmenden Bewusstseins keine Phänomene gibt?

    Mit Metta, mukti.


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    • 5. Oktober 2026 um 23:33
    • #186
    mukti:

    Ist das so zu verstehen, dass es außerhalb des wahrnehmenden Bewusstseins keine Phänomene gibt?

    Wenn man das bis zum Ende des Denkens denkt, ist das so.


    Außerhalb des wahrnehmenden Bewusstseins gibt es keine Phänomene.

    Das heißt nicht das es ohne Wahrnehmung keine Phänomene gibt.


    Es werden keine Phänomene wahrgenommen, sondern Wirkungs-Erscheinungen an den Sinnen, die erst dann als Phänomene im Bewusstsein erscheinen, wenn es dort schon eine Reverenz eines ähnlichen Wahrnehmens gibt.

    Erscheinungen sind annica unbeständig, dukkha unbefriedigend, anatta ohne Selbstsein, immer allein, doch nie einsam, denn alles ist eigenständig erscheinend, aber nichts ist eigenständig bestehend.

    Einmal editiert, zuletzt von Qualia (5. Oktober 2026 um 23:54)

  • mukti
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    • 6. Oktober 2026 um 11:40
    • #187

    :?::?

    Mit Metta, mukti.


  • Helmut
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    • 6. Oktober 2026 um 15:57
    • #188
    mukti:
    Helmut:

    Eine Definition ist: "Die Phänomene sind leer von wahrhafter Existenz". Wahrhafte Existenz bedeutet, dass die Phänomene getrennt, losgelöst vom wahrnehmenden Bewusstsein existieren. Diese Auffassung von wahrhafter Existenz wird mit der angegebenen Definition von Leerheit verneint.

    Ist das so zu verstehen, dass es außerhalb des wahrnehmenden Bewusstseins keine Phänomene gibt?

    Die Definition muss wohl doch etwas genauer erklärt werden. Alle Phänomene sind leer von wahrhafter Existenz, weil sie ausschließlich in Abhängigkeit existieren. Bei dieser Definition wird dies speziell auf die Beziehung von wahrgenommenen Phänomen und wahrnehmendem Bewusstsein bezogen.


    Würden die wahrgenommenen Phänomene wahrhaft existieren, dann würden sie getrennt, losgelöst vom wahrnehmenden Bewusstsein existieren. Es gäbe zwischen beiden keine Beziehung, sie könnten nicht aufeinander wirken. Das widerspricht aber unserer eigenen Erfahrung.


    Es gibt also eine Beziehung zwischen beiden. Es gibt zwei Möglichkeiten wie diese Beziehung sein kann:

    • Zwischen wahrgenommenem Phänomen und Bewusstsein besteht eine Ursache-Wirkungs-Beziehung.
    • Zwischen wahrgenommenem Phänomen und Bewusstsein besteht eine gegenseitige Abhängigkeit.

    Die erste Möglichkeit trifft nicht zu. Wäre das wahrgenommene Phänomen die Ursache für das Bewusstsein, das es wahrnimmt, dann könnte das wahrgenommene Phänomen nicht mehr existieren, wenn die Wahrnehmung von ihm entstanden ist. Zwischen Ursache und Wirkung gibt es eine zeitliche Abfolge. Solange die Ursache existiert, existiert die Wirkung noch nicht. Wenn die Wirkung entstanden ist, gibt es es die Ursache nicht mehr.


    Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass das wahrgenommene Phänomen auch dann noch existiert wenn wir es wahrgenommen haben. Deshalb trifft die zweite Möglichkeit zu.


    Wahrgenommenes Phänomen und wahrnehmendes Bewusstsein bestehen in gegenseitiger Abhängigkeit. Das heißt sie bestehen gleichzeitig. Deshalb sind sie nicht getrennt voneinander. Auf der weltlichen Ebene ist es vergleichbar mit der Beziehung von dem Ganzen und seinen Teilen, die auch immer gleichzeitig bestehen. In den Dharma-Schriften wird diese Beziehung unterschiedlich beschrieben:

    • Die wahrgenommenen Phänomene und das sie wahrnehmende Bewusstsein sind nicht getrennt voneinander, weil gleichzeitig aus einer gemeinsamen Ursache entstehen.
    • Das wahrgenommene Phänomen wird durch das wahrnehmende Bewusstsein bestätigt und das wahrnehmende Bewusstsein wird durch das wahrgenommene Phänomen bestätigt.

    Die Phänomene sind leer von wahrhafter Existenz, sie existieren nicht getrennt von dem wahrnehmenden Bewusstsein, weil zwischen beiden eine gegenseitige Abhängigkeit besteht.

    mukti:

    Ist das so zu verstehen, dass es außerhalb des wahrnehmenden Bewusstseins keine Phänomene gibt?

    Die wahrgenommenen Phänomen wie Autos, Flugzeuge, Bäume, Häuser usw. existieren natürlich außerhalb des Bewusstseins und nicht innerhalb des Bewusstseins. Im Bewusstsein gibt es nur geistige Repräsentationen der äußerlichen Phänomene. Aber sie existieren in gegenseitiger Abhängigkeit und jeweils nicht für sich, getrennt voneinander,

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • mukti
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    • 6. Oktober 2026 um 17:15
    • #189
    Helmut:
    mukti:

    Ist das so zu verstehen, dass es außerhalb des wahrnehmenden Bewusstseins keine Phänomene gibt?

    Die wahrgenommenen Phänomen wie Autos, Flugzeuge, Bäume, Häuser usw. existieren natürlich außerhalb des Bewusstseins und nicht innerhalb des Bewusstseins. Im Bewusstsein gibt es nur geistige Repräsentationen der äußerlichen Phänomene. Aber sie existieren in gegenseitiger Abhängigkeit und jeweils nicht für sich, getrennt voneinander,

    Bewusstsein hängt von Phänomenen ab, denn ohne Phänomene gäbe es nichts, worüber es bewusst sein könnte. Bewusstsein bedeutet immer "über etwas bewusst sein", es existiert nicht aus sich selbst heraus, ist nicht über sich selber bewusst.


    Ob Phänomene von Bewusstsein abhängen, scheint mir nicht erkennbar zu sein, denn wenn kein Bewusstsein vorhanden ist, lässt sich nicht feststellen, ob es Phänomene außerhalb des Bewusstseins gibt oder nicht gibt. Die geistigen Repräsentationen der äußerlichen Phänomene hängen jedenfalls vom Bewusstsein ab, also das Wahrgenommene vergeht, wenn das Bewusstsein vergeht.

    So weit verstehe ich das bis jetzt.

    Mit Metta, mukti.


  • void
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    • 6. Oktober 2026 um 18:11
    • #190
    mukti:
    Helmut:

    Eine Definition ist: "Die Phänomene sind leer von wahrhafter Existenz". Wahrhafte Existenz bedeutet, dass die Phänomene getrennt, losgelöst vom wahrnehmenden Bewusstsein existieren. Diese Auffassung von wahrhafter Existenz wird mit der angegebenen Definition von Leerheit verneint.

    Ist das so zu verstehen, dass es außerhalb des wahrnehmenden Bewusstseins keine Phänomene gibt?

    "Phänomen" ist in der Erkenntnistheorie als etwas definiert, was im Bewusstsein auftaucht.


    Es gibt eine ganze philosophische Strömung - die Phänomenologie - die von dem ausgeht, was sich dem Erleben offenbahrt.


    Im Buddhismus ist das Wort Phänomen meist als Übersetzung des Wortes "Dharma" verwendet.


    Aber was ist jetzt kein Phänomen? Vieles ist ja indirekt "erfahrbar". Mit einem Mikroskop kann ich Bakterien erfahren, mit einem Fernrohr Galaxien und mit einem Geigerzähler Radioaktivität.

  • mukti
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    • 6. Oktober 2026 um 19:18
    • #191
    void:

    "Phänomen" ist in der Erkenntnistheorie als etwas definiert, was im Bewusstsein auftaucht.

    So verstehe ich dieses Wort und und "Bewusstsein" ist eben dasjenige, Phänomen, in dem alle anderen Phänomene auftauchen.

    void:

    Es gibt eine ganze philosophische Strömung - die Phänomenologie - die von dem ausgeht, was sich dem Erleben offenbahrt.

    Vielleicht hat sich durch diese philosophische Strömung auch das Ende von Dukkha offenbart.

    void:

    Im Buddhismus ist das Wort Phänomen meist als Übersetzung des Wortes "Dharma" verwendet.

    Da geht es besonders um solche Phänomene, die in den vier edlen Wahrheiten zusammengefasst sind.

    void:

    Aber was ist jetzt kein Phänomen? Vieles ist ja indirekt "erfahrbar". Mit einem Mikroskop kann ich Bakterien erfahren, mit einem Fernrohr Galaxien und mit einem Geigerzähler Radioaktivität.

    Nach der oben genannten erkenntnistheoretischen Definition gibt es wohl nichts, das kein Phänomen wäre.

    Mit Metta, mukti.


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    • 8. Oktober 2026 um 07:21
    • #192
    Helmut:

    Es gibt also eine Beziehung zwischen beiden. Es gibt zwei Möglichkeiten wie diese Beziehung sein kann:

    Zwischen wahrgenommenem Phänomen und Bewusstsein besteht eine Ursache-Wirkungs-Beziehung.
    Zwischen wahrgenommenem Phänomen und Bewusstsein besteht eine gegenseitige Abhängigkeit.

    Es gibt für den denkenden Geist noch mehr Möglichkeiten:


    • Die Phänomene sind Projektionen des Bewusstseins, ähnlich wie im Nacht-Traum
    • Bewusstsein ist der leere Raum, in dem die Phänome ihr Spiel spielen. Der Raum ist nicht Ursache der Möbel, die in ihm stehen. Werden alle Möbel und sonstigen Inhalte entfernt entfernt, und auch alle Wände ...
    • ....

    Zeit, Ursache und Wirkung lösen sich in gedankenloser, wacher Präsenz auf.

    Wenn der denkende Geist bei nichts verweilt, wenn er schweigt, bleibt die reine Gegenwärtigkeit, die Existenz an sich.

    Einmal editiert, zuletzt von JoJu91 (8. Oktober 2026 um 07:33)

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    • 8. Oktober 2026 um 11:29
    • #193
    JoJu91:

    Wenn der denkende Geist bei nichts verweilt, wenn er schweigt, bleibt die reine Gegenwärtigkeit, die Existenz an sich.

    Wenn der (nach) denkende Verstand bei nichts verweilt (das Systematisieren loslässt), wenn er schweigt, bleibt die reine Gegenwärtigkeit des Geistes (Gewahrsein), die Existenz an sich.


    Geist kann nicht denken, gibt aber Gedanken. Der Verstand macht aus Gedanken die Systeme und die erschaffen handeln mit Absicht ohne Verblendung, die Gier und Hass bewirken. Oder durch Handeln aus Fehlinterpretationen: Verblendung, die Gier oder Hass dukkha bewirken.


    Dieses Gegenwärtig-Sein von Geist, nenne ich: Ich sein ohne auffindbares Ich. Der Verstand sucht nicht mehr nach einem Ich, weil er Gewahrsein geworden ist.

    Erscheinungen sind annica unbeständig, dukkha unbefriedigend, anatta ohne Selbstsein, immer allein, doch nie einsam, denn alles ist eigenständig erscheinend, aber nichts ist eigenständig bestehend.

  • Samadhi1876
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    • 8. Oktober 2026 um 12:38
    • #194

    Im Thread wurde nach


    Bedeutung


    Von Form ist Leere gefragt


    Was das ist


    Das ist das Erste, das zuerst zu lösen, zu klären ist


    Welche Bedeutung das hat, was damit gemeint ist


    ✨


    Danach, oder daraus, folgt erst eine andere


    Zweite Bedeutung, oder besser Erkenntnis:


    Was bedeutet diese Erkenntnis für mein weiteres Leben?


    Nihilismus wäre einfach nur tun und zu lassen was dem Ego gerade in den Sinn kommt, dabei zu sagen, sich dabei vorzustellen, ist eh alles nur ein Traum, nimm einfach nur nicht mehr alles so ernst wie etwas erscheint


    Und sich darüber frei(er) zu fühlen


    Die andere, tiefere eigene Erkenntnis, ganz eigene persönliche Begegnung mit Form ist Leere, losgelöst von Ego


    Bedeutet jedoch


    Das eigene Leiden und Selbsttäuschung bis dahin erkannt zu haben:


    Das beständige vergebliche etwas ergreifen und festhalten oder besitzen wollen


    Ähnlich wie nach dem Mond im Wasser greifen zu wollen…


    Solange man seine eigenen Illusionen und Täuschungen nämlich nicht erkannt hat


    Das eigene Ego auch nicht durchschaut hat, oder bemerkt wenn es wieder erscheint


    Fällt man immer wieder neu darauf herein…

  • Helmut
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    • 8. Oktober 2026 um 15:25
    • #195
    JoJu91:
    Helmut:

    Es gibt also eine Beziehung zwischen beiden. Es gibt zwei Möglichkeiten wie diese Beziehung sein kann:

    Zwischen wahrgenommenem Phänomen und Bewusstsein besteht eine Ursache-Wirkungs-Beziehung.
    Zwischen wahrgenommenem Phänomen und Bewusstsein besteht eine gegenseitige Abhängigkeit.

    Es gibt für den denkenden Geist noch mehr Möglichkeiten:

    • Die Phänomene sind Projektionen des Bewusstseins, ähnlich wie im Nacht-Traum
    • Bewusstsein ist der leere Raum, in dem die Phänome ihr Spiel spielen. Der Raum ist nicht Ursache der Möbel, die in ihm stehen.

    Die Aussage "Die Phänomene sind Projektionen des Bewusstseins..." drückt ja keine Beziehung zwischen zwei unterschiedlichen Phänomenen aus. Sie ist eine allgemeine Definition mit der ausgedrückt wird was ein Phänomen im Wesentlichen ist. Insofern ist sie keine weitere Aussage über Beziehungen, die meine beiden Aussagen hierzu ergänzen würden. Man kann sich natürlich weiterhin fragen: wie ist die Beziehung zwischen dem Phänomen und seiner Eigenschaft, eine Projektion zu sein. Dann ist die Antwort: Sie existieren in gegenseitiger Abhängigkeit, also gleichzeitig. Der zweite Fall trifft also zu, der erste aber nicht.


    Dass das Bewusstsein der Raum ist in dem die Möbel stehen und ihr Spiel spielen: Seit wann befinden sich denn deine Möbel in deinem Bewusstsein? Sitzt du in deinem Bewusstsein, wenn zu am Wohnzimmertisch sitzt und ein Buch liest?

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Qualia
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    • #196
    Qualia:
    mukti:

    Ist das so zu verstehen, dass es außerhalb des wahrnehmenden Bewusstseins keine Phänomene gibt?

    Wenn man das bis zum Ende des Denkens denkt, ist das so.


    Außerhalb des wahrnehmenden Bewusstseins gibt es keine Phänomene.

    Das heißt nicht das es ohne Wahrnehmung keine Phänomene gibt.


    Es werden keine Phänomene wahrgenommen, sondern Wirkungs-Erscheinungen an den Sinnen, die erst dann als Phänomene im Bewusstsein erscheinen, wenn es dort schon eine Reverenz eines ähnlichen Wahrnehmens gibt.

    Alles anzeigen

    Das muss ich jetzt persönlich erweitern, weil ich immer noch einen Unterschied denke zwischen „Erscheinung“ und „Phänomen“.


    Außerhalb des wahrnehmenden Bewusstseins gibt es keine Phänomene, auch keine Objekte, die ich als „reale“ Erscheinungen benenne.

    Phänomene sind Erscheinungen, ein Unterschied zu sehen ist Verblendung. Phänomen und Erscheinung sind tatsächlich Synonyme

    Erscheinungen sind annica unbeständig, dukkha unbefriedigend, anatta ohne Selbstsein, immer allein, doch nie einsam, denn alles ist eigenständig erscheinend, aber nichts ist eigenständig bestehend.

  • mukti
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    • 8. Oktober 2026 um 16:37
    • #197
    Qualia:

    Phänomen und Erscheinung sind tatsächlich Synonyme

    Sehe ich auch so.

    Qualia:

    Außerhalb des wahrnehmenden Bewusstseins gibt es keine Phänomene, auch keine Objekte, die ich als „reale“ Erscheinungen benenne.

    Wie soll ich wissen, was außerhalb des wahrnehmenden Bewusstseins ist oder nicht ist? Da kann man sich was ausdenken, aber wahrnehmen kann man es eben nicht.

    Mit Metta, mukti.


  • Matthie
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    • 8. Oktober 2026 um 17:04
    • #198

    Naja wenn man definiert das Phänomene gleich Erscheinungen sind, (was ich durchaus sinnvoll finde),brauche ich ja ein Bewusstsein um Phänomene/Erscheinungen überhaupt wahrzunehmen.


    Aber mir raucht schon langsam der Kopf in diesem Thread 😂.

    Das liegt wohl an den verschiedenen Definitionen der Teilnehmenden vermute ich 🙈

  • Samadhi1876
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    Buddh. Richtung
    • 8. Oktober 2026 um 18:21
    • KI
    • #199

    Das Wort Mojud (auch Mawjud oder Mawjood, arabisch: موجود) bedeutet „vorhanden“, „existent“, „anwesend“ oder „verfügbar“. [1, 2]

    Sprachliche Herkunft & Bedeutungen

    • Ursprung: Das Wort stammt aus dem Arabischen und wird auch im Persischen und Urdu verwendet. Es leitet sich von der arabischen Wurzel w-j-d (finden / existieren) ab. [1]
    • Als Eigenschaftswort: Es beschreibt etwas, das physisch oder tatsächlich da ist. (Beispielsweise im Persischen Mojudi für Kontostand oder Guthaben, also das „Vorhandene“ auf dem Konto). [1, 2]
    • Als Vorname: Mawjud ist zudem ein arabischer Jungenname mit der Bedeutung „der Existierende“ oder „der Gegenwärtige“. [1, 2]

    Bekannte kulturelle Bedeutung: Die Sufi-Geschichte von „Mojud“

    Wenn der Begriff im spirituellen oder literarischen Kontext fällt, bezieht er sich fast immer auf eine berühmte Sufi-Parabel (oft kommentiert vom spirituellen Lehrer Osho in dem Buch „Mojud: Der Mann mit dem unerklärlichen Leben“): [1, 2, 3]

    • Die Handlung: Ein ganz normaler, kleiner Beamter namens Mojud trifft eines Tages den mystischen Sufi-Meister Khidr. Er wird dazu gebracht, sein geregeltes, langweiliges Leben hinter sich zu lassen und sich völlig dem Fluss des Lebens und des Vertrauens hinzugeben. [1, 2]
    • Die Botschaft: Die Geschichte steht als Sinnbild für den Weg eines Suchenden, der alte Sicherheiten loslässt, um das Leben selbst zum Lehrer zu machen. [1, 2]


    Dieser Inhalt wurde ganz oder teilweise mithilfe von KI erstellt.
  • mukti
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    • 8. Oktober 2026 um 18:41
    • #200

    Naja ich vertraue lieber einem anderen Lehrer als dem Leben selbst.

    Mit Metta, mukti.


Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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