Bedeutung
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Ich glaube, die beiden haben gar nix gefunden. Sonst müssten sie sich nicht mehr streiten und wüssten, dass sie schon immer vom Selben geredet haben.
Tja, das ist eben die Crux an der Sache...was bleibt wenn man die Begriffe weglässt ?
Danke für Deine Antwort. MfG Werner
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Die Grundlage von "Form ist Leere" und dem Konzept aus den Upanishaden ist das bedingte Entstehen -
Buddha hat zwar dieses Konzept der Gesetzmäßigkeit übernommen, doch er hat die Frage nach dem Urgrund - dem Brahman - und entsprechend dem Atman - dem Selbst - offengelassen.
In den Digha Nikaya hat er sich mit den religiösen und philosphischen Grundlagen und Vorläufern befasst und deren Konzepte als falsche Ansichten verworfen.
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In der Minima Moralia schreibt Adorno den Satz "Das Ganze ist das Unwahre".
Damit möchte er allen Systemen entgegentreten in dem das Ganze das einzig Wahre ist. Die Grundlage von der alles andere angeleitet wird.
So eine komische Ordnung hat ja oftmals große Schönheit,ist aber im Kern repressiv. Die Idee einer Ganzheit ist ja die Grundlage des Kastensystems.
Ein zentraler mythologischer Ursprung findet sich im berühmten Purusha-Mythos: Der Urmensch Purusha wird geopfert, und aus seinen Körperteilen entstehen die vier Varna – aus seinem Kopf die Brahmanen, aus den Armen die Krieger, aus den Schenkeln die Händler und aus den Füßen die Diener. Dieser Mythos lieferte lange Zeit eine religiöse Begründung für Hierarchien.
Von daher sollten wir bei allen, die das Ganze als das Wahre sehen mißtrauisch sein.
Wenn das Herzsutra alles als leer ansieht, dann ist das dagegen ein Akt der Dekonstruktion.
Natürlich ist "Alles ist Leer" und "Alles ist Fülle" strukturell ähnlich. So wie man ja auch sagen kann das ein Hut und ein Sock das gleiche sind, das eine eben für den Kopf und das andere für die Füße. Und sehen nicht manche Hüte ( die der Schlümpfe) wie Socken aus? Andere sagen, dass ein Hut eben eine Kopfbedeckung ist und ein Sock eine Fußbedeckung.
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Für mich persönlich haben das Prajnaparamitra Mantra des Herzsutra und das Purnam Mantra der Upanishaden die selbe Aussage, eines bezeichnet die Leere als vollkommen und das andere die Fülle.
das Konzept einer Fülle wird im chinesichen Flower Garland Buddhismus entwickelt. Wird sicher noch genug unterschiede zu einer hinduistischen Tradition geben. Hab gerade nicht mehr präsent wie das auf chinesisch hieß.
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Für mich persönlich haben das Prajnaparamitra Mantra des Herzsutra und das Purnam Mantra der Upanishaden die selbe Aussage, eines bezeichnet die Leere als vollkommen und das andere die Fülle.
das Konzept einer Fülle wird im chinesichen Flower Garland Buddhismus entwickelt. Wird sicher noch genug unterschiede zu einer hinduistischen Tradition geben. Hab gerade nicht mehr präsent wie das auf chinesisch hieß.
Du meinst vermutlich Huayan (華嚴), also die chinesische Schule des Avatamsaka-Sutra. Die Nähe über das Motiv der Fülle ist interessant, aber gleichsetzen würde ich die beiden Traditionen auch nicht.
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Für mich persönlich haben das Prajnaparamitra Mantra des Herzsutra und das Purnam Mantra der Upanishaden die selbe Aussage, eines bezeichnet die Leere als vollkommen und das andere die Fülle.
das Konzept einer Fülle wird im chinesichen Flower Garland Buddhismus entwickelt. Wird sicher noch genug unterschiede zu einer hinduistischen Tradition geben. Hab gerade nicht mehr präsent wie das auf chinesisch hieß.
Du meinst vermutlich Huayan (華嚴), also die chinesische Schule des Avatamsaka-Sutra. Die Nähe über das Motiv der Fülle ist interessant, aber gleichsetzen würde ich die beiden Traditionen auch nicht.
Der Begriff den ich suchte war nicht der Begriff huayan (chin Bezeichnung für flower garland ), sondern für das Konzept aus dem huayan welches ich meine, ich glaube es war die Totality. Aber ist ewig her dass ich dazu was gelesen habe und ich finde es nicht mehr.
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In einer Analogie ist das ursprüngliche Bewusstsein wie der leere Raum ohne Wände.
Weil es leer ist, kann es alles enthalten, unendliche Formen, unendliche Fülle.
Sobald es das erste Ding enthält, den ersten Inhalt, ist nicht mehr leer, nicht mehr ursprünglich, sondern bedingt und in seiner Schöpferkraft beschränkt, es ist skhanda-Bewusstsein.
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das Konzept aus dem huayan
Frage an Copilot:
Welches Konzept wird im Avatamsaka-Sutra herausgearbeitet und wie ist sein Name?
Kurzantwort
Das Avataṃsaka‑Sutra entwickelt das Konzept der gegenseitigen Durchdringung aller Phänomene. Sein traditioneller Name lautet „Dharma‑Dhātu‑Pratītyasamutpāda“, in der Huayan‑Schule „Li‑Shi‑Wu‑Ai“ und „Shi‑Shi‑Wu‑Ai“.Zitat: „das Konzept der gegenseitigen Durchdringung aller Phänomene.“ Frage: Sind mit "Phänomene" die geistigen Erscheinungen gemeint oder auch die objektiven Erscheinungen?
Antwort:
Das Avataṃsaka‑Sutra spricht nicht von „Phänomenen“ im modernen Sinn (subjektive Eindrücke). Es spricht von shi (事) – „Dinge“, „Vorgänge“, „Erscheinungen“, egal ob geistig oder körperlich.
Shi ist alles Erscheinende. Li ist das Prinzip (Leerheit). Beide durchdringen und bedingen sich.
Dieser Inhalt wurde ganz oder teilweise mithilfe von KI erstellt. -
Prompten kann ich auch
Google Gemini:> Erläutere das Prinzip der Totalität im huayan und seine beziehung zu Sunyata?
Das Prinzip der Totalität (Dharma-dhātu) im Huayan-Buddhismus – klassisch ausgedrückt durch die Lehre von der gegenseitigen Durchdringung und Identität aller Phänomene (Interpenetration) – besagt, dass kein Phänomen isoliert existiert, sondern jedes einzelne Element des Universums die Gesamtheit aller anderen Phänomene in sich birgt und von ihnen konstituiert wird.
das ist im prinzip der aspekt auf den ich hinaus wollte.
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Prompten kann ich auch
Google Gemini:> Erläutere das Prinzip der Totalität im huayan und seine beziehung zu Sunyata?
Das Prinzip der Totalität (Dharma-dhātu) im Huayan-Buddhismus – klassisch ausgedrückt durch die Lehre von der gegenseitigen Durchdringung und Identität aller Phänomene (Interpenetration) – besagt, dass kein Phänomen isoliert existiert, sondern jedes einzelne Element des Universums die Gesamtheit aller anderen Phänomene in sich birgt und von ihnen konstituiert wird.
das ist im prinzip der aspekt auf den ich hinaus wollte.
Es ist für mich nur logisch und anders nicht möglich.
Alles ist in einem, eines ist in allem.
Alles geht ineinander über, existiert nur abhängig voneinander.
Anders gesagt, wenn du im Holztisch die Sonne, den Regen, die Erde, die Nährstoffe und Mikroorganismen sehen kannst, dann bist du wohl auf dem richtigen Weg.
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Prompten kann ich auch
Google Gemini:> Erläutere das Prinzip der Totalität im huayan und seine beziehung zu Sunyata?
Das Prinzip der Totalität (Dharma-dhātu) im Huayan-Buddhismus – klassisch ausgedrückt durch die Lehre von der gegenseitigen Durchdringung und Identität aller Phänomene (Interpenetration) – besagt, dass kein Phänomen isoliert existiert, sondern jedes einzelne Element des Universums die Gesamtheit aller anderen Phänomene in sich birgt und von ihnen konstituiert wird.
das ist im prinzip der aspekt auf den ich hinaus wollte.
Ich weiß
Ich wusste nicht das ich darauf hinaus wollte.
Das Avatamsaka-Sutra war für mich, der sich an der einen Lehre des Buddha hält, das reinste Chaos. Jetzt weiß ich, warum. Das ist mit Prompten allein nie zu erreichen.
Wenn ich damit fertig bin, setze ich es hier rein, damit ich anhand der Reaktionen sehen kann, ob ich wirklich bei der einen Lehre bleibe. -
Der Begriff der Totalität passt gut zum Hinduismus. Hinter all den Phänomenen wird ein Prinzip gesehen ( Atman) dass das Ganze und Wahre repräsentiert.
Buddha geht mit seiner Anatman Lehre drüber hinaus.
Wenn man die Mahayana Sutren mit den Lehren der Upanischaden gleichsetzt, dann kann das ja zweierlei bedeuten:
- Der Buddhismus ist einfach nur einfach alter Wein in neuen Schläuchen ist. Im Grunde war es unnötig dass der Buddhismus entstand, wenn ja schon die Upanischaden das Gleiche aussagen.
- Es gibt im Mahayana eine Gefahr aus Leerheit ein "Ganzes" zu machen, es droht ein Rückfall hinter Anatta.
Ich bleibe bei Adorno: Das Ganze ist das Unwahre.
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Ich glaube, der entscheidende Punkt ist, dass hier ein „Ganzes“ verstanden wird, das ich so gar nicht behauptet habe.
Es geht nicht um ein substanzielles Ganzes, keinen Weltgeist, keinen Atman und auch nicht um eine metaphysische Einheit hinter den Erscheinungen. Gemeint ist vielmehr eine endlose Verkettung von Bedingungen, Ursachen und Wirkungen.
Gerade das ist doch sehr buddhistisch gedacht: Etwas entsteht nicht unabhängig aus sich selbst heraus, sondern aufgrund anderer Bedingungen. Und diese Bedingungen haben wiederum ihre eigenen Bedingungen. Der Tisch steht also nicht deshalb in Beziehung zu Sonne, Regen, Erde, Baum, Arbeit usw., weil all diese Dinge irgendwie Bestandteil einer kosmischen Substanz „Ganzheit“ wären. Er steht mit ihnen in Beziehung, weil er ohne diese Bedingungen überhaupt nicht in dieser Form entstanden wäre.
Das Beispiel vom Tisch ist deshalb eigentlich ziemlich treffend. Man kann im Tisch gewissermaßen den Baum, die Erde, das Wasser, die Sonne, die Arbeit des Menschen usw. „sehen“. Nicht wörtlich als verborgene Bestandteile, sondern als Bedingungen seiner Existenz.
Und genau hier sehe ich auch keinen Widerspruch zu Anatta oder Śūnyatā. Im Gegenteil: Die Abwesenheit einer unabhängigen Eigennatur ist gerade der Grund dafür, dass Dinge nur abhängig von anderen Bedingungen existieren können.
Wenn man also„Alles ist in allem“ also als Behauptung eines metaphysischen Absoluten liest, kann man sicherlich davor warnen. Aber wenn damit schlicht die gegenseitige Bedingtheit und die endlose Kette von Ursache und Wirkung gemeint ist, sehe ich darin keinen Atman-Gedanken, sondern eine sehr buddhistische Betrachtungsweise.
Vielleicht sollte man deshalb weniger fragen: „Ist das Ganze wahr oder unwahr?“ und genauer fragen: „Existiert irgendein Phänomen unabhängig von seinen Bedingungen?“ Aus buddhistischer Sicht dürfte die Antwort darauf ziemlich eindeutig ausfallen.
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Prompten kann ich auch
Google Gemini:> Erläutere das Prinzip der Totalität im huayan und seine beziehung zu Sunyata?
Das Prinzip der Totalität (Dharma-dhātu) im Huayan-Buddhismus – klassisch ausgedrückt durch die Lehre von der gegenseitigen Durchdringung und Identität aller Phänomene (Interpenetration) – besagt, dass kein Phänomen isoliert existiert, sondern jedes einzelne Element des Universums die Gesamtheit aller anderen Phänomene in sich birgt und von ihnen konstituiert wird.
das ist im prinzip der aspekt auf den ich hinaus wollte.
Beim Prompten ist es wichtig ist es keine suggestiv Fragen zu stellen. Mit der Frage "Erläutere das Prinzip der Totalität im huayan" suggerierst du ja schon, dass der Begriff Dharma Dhatu etwas mit Totalität zu tun hat. Man kann explizit fragen, ob die Begriffe gut zusammenpassen:
ZitatIst Dharma Dhatu im huayen gut mit Totalität zu übersetzten?
Die Übersetzung von Dharmadhātu (chin. 法界, fǎjiè) als „Totalität“ wird in westlichen Darstellungen des Huayan-Buddhismus (etwa bei Garma C. C. Chang) häufig verwendet, ist jedoch philosophisch zweischneidig. Sie erfasst zwar den holistischen Aspekt der Schule, birgt aber das Risiko westlicher Kategoriefehler.
Pro: Was die Übersetzung leistet
- Netzwerk-Charakter: „Totalität“ bringt das Grundmotiv des Huayan-Buddhismus auf den Punkt: Einzelne Phänomene (shi) existieren nicht isoliert, sondern durchdringen sich gegenseitig ohne Hindernis (shìshì wúài). Das Ganze ist in jedem Teil präsent.
- Anti-Atomismus: Der Begriff verhindert ein reduktionistisches Verständnis, bei dem die Welt nur als Ansammlung einzelner Gegenstände gesehen wird.
Contra: Die philosophischen Schwachstellen
- Gefahr der Verdinglichung (Reifizierung): Im westlichen Sprachgebrauch evoziert „Totalität“ oft eine geschlossene, statische Entität, ein „All-Eines“ oder ein metaphysiches Super-Substrat (ähnlich dem Absoluten bei Hegel oder der Substanz bei Spinoza). Das Dharmadhātu ist jedoch kein Behälter und kein übergeordnetes Wesen.
- Konflikt mit Śūnyatā (Leerheit): Huayan baut auf der Mādhyamaka-Philosophie auf. Das Dharmadhātu ist die Erfahrung der gegenseitigen Abhängigkeit (pratītyasamutpāda) aller leeren Phänomene. Wenn „Totalität“ als etwas Wesenhaftes missverstanden wird, untergräbt dies das Prinzip der Eigenwesenlosigkeit
Das Problem der Verdinglichkeit und der Konflikt mit Shunyata sind ernst Gegenargumente.
Sie zeigen gut, wo der Mahayana über sowas wie das Purnam Mantra hinausgeht.
Die Gefahr von KI ist, dass sie die eigenen Fehlannahmen oft bestätigt.
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Wenn man das Beispiel des Tisches weiterführt, wird eigentlich erst richtig deutlich, was mit dieser gegenseitigen Bedingtheit gemeint ist.
In einem Holztisch kann man zunächst den Baum erkennen. Im Baum kann man die Erde erkennen, aus der er seine Nährstoffe bezogen hat, das Wasser, das ihn wachsen ließ, und das Sonnenlicht, durch das er überhaupt wachsen konnte. Man kann den Regen erkennen, die Wolken und den Wasserkreislauf. Man kann den Boden erkennen, die Mineralien, Mikroorganismen, Pilze und unzählige andere Lebewesen, die an diesem Wachstum beteiligt waren.
Man kann im Baum aber auch die Zeit erkennen: Jahre des Wachstums, Jahreszeiten, Alter und Veränderung. Man kann den Samen erkennen, aus dem der Baum hervorgegangen ist, und wiederum den Baum, der diesen Samen hervorgebracht hat.
Und dann ist da nicht nur der Baum. Im Tisch steckt auch die Arbeit des Menschen: derjenige, der den Baum gefällt hat, die Werkzeuge, mit denen er bearbeitet wurde, die Menschen, die diese Werkzeuge hergestellt haben, das Wissen über Holzverarbeitung, die Transportwege, die Energie, die für Herstellung und Transport benötigt wurde.
Man kann sogar die Geschichte der Materialien weiterverfolgen: Das Metall einer Schraube verweist auf Erz, Bergbau, geologische Prozesse und die Menschen und Technologien, durch die daraus Metall geworden ist. Der Lack verweist wiederum auf andere Rohstoffe, chemische Prozesse und industrielle Herstellung.
Und plötzlich merkt man: Der Tisch ist überhaupt kein isoliertes „Ding“. Er ist ein Knotenpunkt einer praktisch endlosen Geschichte von Bedingungen.
Aber genau das meine ich nicht im Sinne einer mystischen Substanz, in der „alles enthalten“ wäre. Der Tisch enthält nicht buchstäblich die Sonne oder den Regen. Vielmehr ist er ohne diese Bedingungen nicht denkbar.
Und genau darin liegt für mich der buddhistische Gedanke des abhängigen Entstehens: Je genauer man hinschaut, desto weniger findet man etwas, das aus sich selbst heraus und unabhängig existiert.
Der Tisch ist Tisch aufgrund zahlloser Bedingungen. Der Baum ist Baum aufgrund zahlloser Bedingungen. Und auch wir selbst sind nicht unabhängig von Nahrung, Luft, Wasser, anderen Menschen, unserer Geschichte, unserer Umwelt und unzähligen weiteren Bedingungen.
„Alles ist in allem“ kann deshalb, richtig verstanden, eine poetische Beschreibung dieser gegenseitigen Bedingtheit sein – nicht die Behauptung eines ewigen metaphysischen Ganzen.
Gerade weil es kein isoliertes, aus sich selbst bestehendes Ding gibt, kann man in jedem Ding gewissermaßen die unendliche Geschichte seiner Bedingungen erkennen.
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Ich lade ausdrücklich dazu ein, meine Überlegungen kritisch zu überprüfen, und würde mich sehr freuen, wenn ihr eure eigenen Ansichten dazu mit mir teilt. Mich interessiert besonders die Frage, ob man sagen kann: Alles geht ineinander über, alles entsteht aus Bedingungen, die sich gegenseitig bedingen – und gerade deshalb entsteht kein übergeordnetes Wesen und kein inhärentes, aus sich selbst bestehendes Selbst.
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Alles geht ineinander über, alles entsteht aus Bedingungen, die sich gegenseitig bedingen – und gerade deshalb entsteht kein übergeordnetes Wesen und kein inhärentes, aus sich selbst bestehendes Selbst.
Nichts geht ineinander über, das heißt das es nur Erscheinungen gibt, die an sich Identitäten ohne Eigenkern sind und ihre Form nicht ändern oder sich mit anderen ineinander übergehen können. Nichts ist dauerhaft verbunden, vereint. Jedes zusammengesetzte Objekt oder Subjekt kann bis auf seine Quarks zerlegt werden.
Weil das so ist, kann es kein übergeordnetes, beständiges „Wesen“ geben. Aber weil es genau diese Welt der Einzelteile gibt, entstehen Bedingungen und daraus Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten, dass ein Selbst erscheinen, und vergehen kann.
Dieses Selbst muss Annica, Dukkha, Anatta erkennen: Jedes zusammengesetzte Objekt oder Subjekt kann bis auf seine Quarks zerlegt werden.
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Du sagst zunächst, das Problem der „Totalität“ bestehe darin, dass daraus ein übergeordnetes metaphysisches Ganzes werden könnte. Gleichzeitig bestätigst du aber selbst die Beschreibung, dass im Huayan kein solches übergeordnetes Wesen gemeint ist, sondern dass Phänomene voneinander abhängig sind und sich gegenseitig durchdringen.
Dann verstehe ich nicht, warum du ausgerechnet diese gegenseitige Bedingtheit als „Ganzes“ problematisierst.
Wenn ich sage: Im Holztisch sind gewissermaßen Baum, Erde, Wasser, Sonne, Regen, Mikroorganismen, menschliche Arbeit usw. erkennbar, behaupte ich doch nicht, dass irgendwo hinter dem Tisch ein kosmisches Superwesen „Tischheit“ existiert. Ich sage lediglich: Ohne diese Bedingungen wäre dieser Tisch nicht entstanden.
Das ist doch gerade der Punkt von Pratītyasamutpāda: Dinge entstehen abhängig von Bedingungen und besitzen keine unabhängige Eigennatur.
Deshalb scheint mir dein Einwand ein Problem zu lösen, das in meiner Aussage gar nicht enthalten ist. Du warnst vor einer Verdinglichung des „Ganzen“, obwohl ich gerade kein substanzielles Ganzes behaupte.
Und eigentlich wird es dadurch sogar interessanter: Wenn alles bedingt entsteht, dann gibt es eben gerade kein übergeordnetes Wesen, das hinter allem steht. Es gibt nur dieses Geflecht gegenseitiger Bedingungen – ohne Anfangspunkt, ohne unveränderlichen Kern und ohne inhärentes Selbst.
Vielleicht ist deshalb nicht die Frage „Ist das Ganze wahr?“, sondern die viel buddhistischere Frage: Findest du irgendwo ein Phänomen, das unabhängig von seinen Bedingungen aus sich selbst heraus besteht?
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Religiöse Konzepte sind ja zu allererst Werkzeuge, die einen bestimmten Job erledigen.Und da kann die Vergegenwärtigung gegenseitiger Abhängigkeit wie im Huayen dabei helfen, Illusionen zu überwunden die das Selbst und die Dinge als fest sehen.
Aber wenn man z.B die Metapher von Indras Netz aus dem Huayen Sutra nimmt:
Stellt man sich Indras Netz vor, so erstreckt es sich unendlich in alle Dimensionen von Raum und Zeit. An jedem Knotenpunkt dieses Netzes befindet sich ein makelloses, strahlendes Juwel. Da das Netz unendlich ist, ist auch die Anzahl der Juwelen unbegrenzt. Jedes einzelne Juwel reflektiert auf seiner Oberfläche nicht nur das Licht aller anderen unzähligen Juwelen im Netz, sondern in jeder dieser Reflexionen spiegelt sich wiederum das gesamte Netz wider. Es ist ein unendlicher, holografischer Prozess der gegenseitigen Widerspiegelung ad infinitum
.. dann sieht man wie eine Idee von allseitiger Durchdringung jenseits der Funktion Anhaftung zu verringern, anders andeutet und zu kosmischen Gefühle verleitet wird . Fast wie in Flammarions Holzschnitt, wo der Eingeweihten sich die ehrfurchtsgebietenden, verborgene kosmische Ordnung der Sphärenharmonie offenbahrt.
Natürlich hat dies seinen Reiz - viele Ideen von "Intersein" und Verbundenheit sind ja sehr schön. Aber es gibt da die Gefahr der Schwärmerei wo Verbundenheit ein poetisches Gefühl von Sinn und kosmischer Ordnung gezogen wird. Und es ist diese Idee von "kosmischer Ordnung" die zu der Gefahr einer Illusion von Ganzheit führt.
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Die japanischen Schriftzeichen entfalten oft erst im Kontext ihre Bedeutung. In unserer westlichen Sprache gibt es für „ein Ding“ bspw gar kein Wort oder Zeichen, sondern muss mit mehreren Wörtern erst beschrieben werden. Wodurch etwas auch seine wahre Bedeutung verlieren kann.
KI:
Der von dir gesuchte Spruch lautet im korrekten Japanisch „Shiki soku ze kū“ (色即是空 / しきそくぜくう). Er stammt aus dem berühmten buddhistischen Herz-Sutra (Hannya Shingyo) und bedeutet übersetzt: [1, 2, 3]„Form ist Leere“ (oder auch: „Alles Sichtbare ist vergänglich / Illusion“). [1, 2]
Der vollständige, bekannte Kernsatz lautet eigentlich „Shiki soku ze kū, kū soku ze shiki“, was übersetzt wird mit: „Form ist Leere, Leere ist Form“. [1, 2]
Die Bedeutung dahinter
- Shiki (Form/Materie): Bezieht sich auf alles, was wir mit unseren Sinnen in der physischen Welt wahrnehmen können (Gegenstände, Körper, Gefühle). [1]
- Kū (Leere): Bedeutet im Buddhismus nicht, dass gar nichts existiert (kein absolutes „Nichts“). Es bedeutet vielmehr, dass alle Dinge vergänglich sind und keine feste, dauerhafte Substanz besitzen. Alles verändert sich ständig und existiert nur in Abhängigkeit von anderem. [1, 2]
Der Satz ist ein zentrales Mantra im Zen-Buddhismus. Er soll den Menschen vor Augen führen, dass es eine Illusion ist, sich an materiellen Dingen oder starren Vorstellungen festzuklammern, da nichts auf dieser Welt von Dauer ist. [1]
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Wenn ich damit fertig bin, setze ich es hier rein, damit ich anhand der Reaktionen sehen kann, ob ich wirklich bei der einen Lehre bleibe.
„Objekt“ ≠ rūpa = das Gegebene, das Auftreten, kein Objekt, keine Identität, keine Zuschreibung.
Das Objekt ist nicht mehr rupa, wenn es das Zusammenwirken der Skandha verlässt und als Erscheinung, Identität, Seiendes bewusst wird.„Subjekt“ ≠ nāma = das Benennen, die Zuschreibung, kein Subjekt, keine Entität, nur Funktion: Zuschreibung.
Das Subjekt ist nicht mehr nama, wenn sie das Zusammenwirken der Skandha verlassen und als Benennung, Zuschreibung, Entität bewusst werden.
„Prinzip“ ≠ viññāṇa = das Erkennen, Kontakt, Resonanz, kein Prinzip, keine Identität, nur Funktion: Kontakt.
Das Prinzip ist nicht mehr viññāṇa, wenn es das Zusammenwirken der Skandha verlässt und als Absicht, Antrieb durch Aktion/Reaktion, bewusst werden.„Nicht-Ding oder Ding“ ≠ suññatā = Nicht‑Eigenheit, ‑Erscheinung, keine oder nur Substanz, keine oder nur Identität.
Nicht-Ding oder Ding ist nicht mehr suññatā, wenn sie das Zusammenwirken der Skandha verlassen und den Zweifel im Bewusstsein anregen, ob das Seiende die einzige Realität, nicht doch nur Leerheit ist.Diese vier Begriffe in „ ... " sind philosophische Konstruktionen, die das Bewusstsein wirkt und nicht von den Skandha gewirkt werden.
Funktionsgleichungen:
Shi ≠ rūpa, ≠ nāma, ≠ viññāṇa. Shi = Summe der Erscheinungsfunktionen
Li ≠ suññatā. Li = suññatā als Prinzip mit Eigenheit.Huayan, Avataṃsakasutra, verblendet drei Funktionen zu einer Kategorie (Shi) und verfestigt eine Funktion zu einem Prinzip (Li).
Damit entsteht:
Shi = Wirkung als Erscheinung
Li = Leere als Struktur
Beides ist nicht die eine Lehre des Buddha.
Beides ist Interpretation, Verwässerungen.Huayan übersetzt diese Funktionslogik später in eine kosmologische Struktur (Li/Shi).
Shi (事) = alles Erscheinende: Huayan fasst rūpa + nāma + viññāṇa zusammen als „Shi“: Shi = alles, was erscheint, egal ob geistig oder körperlich.
Das ist eine kosmologische Erweiterung, nicht Buddhas Begriff, weil er immer die drei Begriffe einzeln verwendet.Li (理) = das Prinzip der Nicht‑Eigenheit: Huayan setzt suññatā als „Li“: Li = die Leerheit, die alle Erscheinungen durchdringt.
Auch das ist eine späte Systematisierung, nicht Buddhas Terminologie.
(Ich habe meinen Text einfach so in Gemini eingesetzt, ohne Prompt, und losgelassen. Das Ergebnis hat mir viele Worte geliefert, um sicher zu sein.) -
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Der Begriff der Totalität passt gut zum Hinduismus. Hinter all den Phänomenen wird ein Prinzip gesehen ( Atman) dass das Ganze und Wahre repräsentiert.
Buddha geht mit seiner Anatman Lehre drüber hinaus.
Wenn man die Mahayana Sutren mit den Lehren der Upanischaden gleichsetzt, dann kann das ja zweierlei bedeuten:
- Der Buddhismus ist einfach nur einfach alter Wein in neuen Schläuchen ist. Im Grunde war es unnötig dass der Buddhismus entstand, wenn ja schon die Upanischaden das Gleiche aussagen.
- Es gibt im Mahayana eine Gefahr aus Leerheit ein "Ganzes" zu machen, es droht ein Rückfall hinter Anatta.
Ich bleibe bei Adorno: Das Ganze ist das Unwahre.
Die Frage ist ja auch ob "Totalität" eine Übersetzung nah am Text ist oder inwiefern da interprätierend übersetzt wird.
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What comes, will go.
What is found, will be lost again.
But what you are is beyond coming and going and beyond description.
- Rumi - -
Wenn sich alles " Leerheit/Fülle " auflöst...
„Ich bin und weiß nicht wer, ich komm’ und weiß nicht woher, ich geh’ und weiß nicht wohin – mich wundert, dass ich so fröhlich bin!“
MfG Werner
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