„Freunde, man findet diese vier Arten von Personen in der Welt. Welche vier? Da versteht jemand, der einen Makel hat, nicht der Wirklichkeit entsprechend: ‚Ich habe einen Makel in mir.‘ Da versteht jemand, der einen Makel hat, der Wirklichkeit entsprechend: ‚Ich habe einen Makel in mir.‘ Da versteht jemand, der keinen Makel hat, nicht der Wirklichkeit entsprechend: ‚Ich habe keinen Makel in mir.‘ Da versteht jemand, der keinen Makel hat, der Wirklichkeit entsprechend: ‚Ich habe keinen Makel in mir.‘“
In dieser Rede geht es um etwas, das jeder von uns kennt: den eigenen Schmutz. Der Buddha beschreibt vier Leute. Zwei haben einen Fleck auf der Schüssel, zwei sind sauber.
Derjenige, der seinen Dreck kennt, ist demjenigen, der seinen Dreck nicht kennt, haushoch überlegen. Auch wenn beide denselben Fehler in sich tragen.
Wer nicht sieht, was in ihm vorgeht, wird nie auf die Idee kommen, es wegzuwischen. Der Dreck bleibt liegen, zieht noch mehr Dreck an. Wie eine dreckige Bronzeschüssel, die man in die staubige Ecke stellt. Man lässt sie liegen, und mit der Zeit wird sie nur noch schlimmer.
Wer aber hinschaut und sagt: „Ja, da ist was“, der hat die entscheidende Hürde genommen. Dieses Eingeständnis ist keine Schwäche. Es ist der erste Atemzug. Die Energie zum Aufräumen stellt sich dann von ganz alleine ein.
Das größte Hindernis ist die Illusion, rein zu sein, während man verdreckt ist. Wer die Wahrheit über sich selbst sieht, der stirbt nicht in diesem Irrglauben. Ihm wird klar, dass es nicht darum geht, perfekt zu sein. Es geht darum, wach zu sein für das, was gerade in einem vorgeht. Dieses klare Sehen ist der eigentliche Reinigungsprozess. 🙏