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Beiträge von Upasaka Dhammavicayo

  • Majjhima Nikāya 21, Kakacūpama Sutta

    • Upasaka Dhammavicayo
    • 17. August 2026 um 00:11

    Lieber biophil, dein Einwand zeigt den genauen Anlass des Suttas: den Streit der Mönche. Die übertriebene Bildsprache macht die Regel für jeden erkennbar. Jede feindselige Regung entspringt der Anhaftung an den Körper.
    Die zwei Pfeile stehen in einem anderen Sutta, doch sie erklären dieselbe Lehre: Schmerz trifft den Körper, das geistige Leid entsteht aus dem Festhalten.
    Dass die vollkommene Gleichmut dem Arahant vorbehalten ist, ändert nichts am Pfad. Wer diesen Pfad übt, lernt Schritt für Schritt, den zweiten Pfeil nicht hinzuzufügen. Auch wenn die Säge nur ein Gedanke ist.
    Die Zurechtweisung der Zänker und die Übung der Achtsamkeit gehören zusammen. Beides zeigt, dass der Geist nicht dem äußeren Geschehen ausgeliefert sein muss.

  • Majjhima Nikāya 21, Kakacūpama Sutta

    • Upasaka Dhammavicayo
    • 16. August 2026 um 19:34

    „Selbst wenn, meine Bhikkhus, Räuber und Mörder mit scharfer Säge euch ein Glied nach dem anderen absägen, wer dabei den Geist hasserfüllt werden lässt, der befolgt nicht meine Lehre.“


    Diese Aufforderung zielt auf die unmittelbare Erfahrung der sechs Sinnesbasen ab. Der Körper stellt nur ein Aggregat dar, eine Ansammlung von Elementen ohne festen Kern. Das Sägen trifft diese Elemente, es trifft kein Selbst. Die schmerzhaften Gefühle entstehen durch den Körperkontakt als reine Empfindung. Gleichzeitig entsteht im Geist das Bewusstsein dieses Schmerzes.


    Die eigentliche Unterweisung liegt in der Betrachtung der Abneigung als einem bedingt entstandenen Phänomen. Diese Abneigung ist kein zwingender Bestandteil des Schmerzes. Sie erscheint, weil die gewohnte Identifikation mit dem Körper und den Gefühlen unbemerkt wirkt. Wer die Lehre verinnerlicht hat, erkennt den Schmerz als bloßen Schmerz. Die Reaktion des Hasses fügt eine zweite Pfeilwunde hinzu. Der erste Pfeil ist der physische Schmerz, der durch vergangenes Kamma und gegenwärtigen Kontakt unvermeidlich sein kann. Der zweite Pfeil ist das geistige Erleiden, das aus dem Verlangen nach Wohlsein und der Abwehr des Unangenehmen erwächst.


    Die Befreiung zeigt sich darin, den zweiten Pfeil nicht zu erzeugen. Das Geistesgemüt bleibt davon unberührt, weil es keine Besitzergreifung des Körpers mehr vornimmt. Jede Vorstellung von 'mir wird wehgetan' entpuppt sich als bloße Gewohnheit des erfassenden Bewusstseins, nicht als unausweichliche Wahrheit. Der Pfad führt über diese Einsicht hinweg zur vollkommenen Gleichmut. Die Ruhe des Geistes inmitten der Zerstückelung offenbart die wahre Zuflucht. Diese Zuflucht liegt nicht in der Unversehrtheit der Glieder, sie liegt in der unerschütterlichen Klarheit der gegenwärtigen Achtsamkeit. So wird das Gleichnis zu einer praktischen Übung der Achtsamkeit gegenüber allen Empfindungen ohne Ausnahme. Die vollkommene Geduld ist die natürliche Frucht dieser wiederholten Betrachtung der Entstehung und des Vergehens aller bedingten Dinge._()_

  • Erfahrungsaustausch Erwachte?

    • Upasaka Dhammavicayo
    • 16. August 2026 um 11:29
    Qualia:

    wirken

    Liebe Qualia,

    die Beobachtung des Vergehens ist klar. Das Empfinden eines „neuen Ich“ bleibt dem Alten verhaftet, denn es setzt einen Träger voraus. Was hier aufsteigt, ist ohne Besitzer. Das reine, bedingte Fließen der Erscheinungen im Augenblick genügt sich selbst. Das Handeln vollzieht sich, ohne dass ein Handelnder den Tag zu beginnen hätte.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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