Alles anzeigenWie sind denn eure eigenen Erfahrungen zu dem gesagten?
Wie habt ihr Buddhas Worte geprüft?
Was habt ihr erfahren mit welcher 'Übung' ?
Das sind erst mal nur Schriften, Worte anderer, Theorie, die man auch theoretisch nachvollziehen kann.
Aber erst mit der ganz eigenen Erfahrung dessen, weiß man auch „wie sich das tatsächlich anfühlt“. Und vermittelt auch ein anderes Gefühl als nur an etwas zu glauben oder verstanden zu haben.
Andererseits kann es sein, das man sich daraufhin anfängt etwas einzubilden, oder Zuviel einzubilden, wie zB „Ich bin jetzt erwacht“. Und die anderen nicht. Und sich dadurch auch als etwas „besseres“ oder anderen überlegen fühlt.
Deshalb sagte Kodo Sawaki auch „Du musst auch die Satoris wieder fallen lassen wie die Blätter“. 🍂
Stattdessen beginnt man einfach an nichts mehr so wie zuvor anzuhaften oder anders haben oder erreichen zu wollen.
Gefühlt befindet man sich nun mehr in einer Mitte. Vorher gab es nur die eine Seite die man kannte. Die entstanden ist seit Kindheit. Durch Gesellschaft durch eigene Vorstellungen. Keine Mitte.
Die andere Seite hat man seit Geburt vergessen und ist ihr nun durch Erwachen wieder begegnet. Und damit auch eine Mitte wieder entstanden.
Übt man nicht weiter in der Mitte zu bleiben, zwischen den Extremen, kann es sein das man sich wieder Zuviel in das eine oder andere extrem (Seite) verliert.
Ohne Meditation und innere Einkehr und Achtsamkeit regelmäßig weiter üben, kann das je nach Situation wieder schnell geschehen.
Aber nun. Zumindest weiß man jetzt besser was zu tun ist und was nicht.
Und aber auch, das es ein lebenslanger Übungsweg bleibt.
Mit immer neuen Herausforderungen.
Letztendlich aber, gibt es nichts zu gewinnen und zu verlieren.
Jemand der Angst davor hat ins Bodenlose fallen zu können, und nicht weiß was danach geschieht, das im Leben nicht einmal erlebt hat, wird sich auch weiterhin versuchen irgendwie im Leben mit etwas (zusätzlich) abzusichern.
Auch weiterhin Angst vor dem Sterben haben.
Das mit der eigenen Erfahrung stimmt. Theorie bleibt Theorie, auch wenn sie noch so klar klingt. Man kann über Feuer reden, ohne je die Wärme gespürt zu haben.
Die Warnung vor dem Einbilden ist berechtigt. Gerade nach ersten Einsichten kommt schnell das Gefühl auf, man hätte es geschafft. Das ist ein feines Anhaften, das man leicht übersieht.
Kodo Sawakis Bild mit den Blättern passt gut. Man lässt los, und dann kommt das nächste Blatt. Und das nächste.
Die Mitte ist ein gutes Wort dafür. Man hat beide Seiten gesehen, die eine durch die Prägung, die andere durch das Erwachen. Die Mitte ist kein Ort, den man einmal erreicht und dann besitzt. Sie bleibt eine Übung.
Ohne regelmäßige Praxis kippt man schnell wieder zur Seite. Das ist ehrlich beobachtet.
Dass es ein lebenslanger Weg bleibt, stimmt. Es gibt immer neue Herausforderungen, neue Situationen, in denen man sich verliert. Und dann wieder findet.
Nichts zu gewinnen, nichts zu verlieren. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Wer das wirklich sieht, hat keine Angst mehr vor dem Bodenlosen. Die Angst vor dem Sterben kommt aus dem Festhalten an einem Bild von sich selbst. Wer das durchschaut hat, hat den Stachel verloren, auch wenn der Weg weitergeht.