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  1. Buddhaland Forum
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Körper,Geist und Seele

  • Matthie
  • 4. August 2026 um 10:33
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  • Qualia
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    • 7. August 2026 um 18:01
    • #51

    Die drei Pfeiler des Menschseins.

    Ausgangsfrage: Was ist Seele?


    Seele ist der Prozess des inneren Erlebens im Jetzt. Der Prozess des inneren Erlebens im Jetzt ist Seele.
    Seele kann nicht gemessen werden und hat keine Eigenschaften, denn nur Messbares hat Eigenschaften, Ort, Zeit.


    Natürlich kann man der Seele Eigenschaften zusprechen, doch sie sind nur Zuschreibungen, um über „Seele“ zu kommunizieren: den andauernden psychischen Prozess des inneren Erlebens: Wahrnehmung, in Resonanz mit Gefühlen sein, Interpretation und Selbstmodellierung, eben alles, was der individuelle Mensch als seine Seele empfindet.

    Der Beweis einer Seele kann nicht erbracht werden. Für jeden, der Seele empfindet, ist kein Beweis nötig. Da ist eine Seele, ich weiß das ich nicht die Seele bin.


    Körper entsteht aus der DNA, Seele erscheint durch das Ausreifen des Nervensystems, Geist beginnt mit der Geburt mit ersten Erfahrungen, dann durch eigenes Handeln, entwickelt sich durch die Bildung des eigenen Erfahrungsspeichers im Erlebnisraum. Er erweitert sich durch Lernen mit seinen Altersgenossen und durch sie, wie man miteinander umgeht, um sich nicht schlecht zu fühlen, sowie durch Konditionierung mit Erwachsenen-Regeln, -Normen, -Moral.


    Beim Menschen müssen also immer Körper, Geist und Seele vorhanden und entwickelbar sein, um als Erwachsener ein „Ich bin dies und das“ zu bilden. Dieses erkennt seinen „Schmerz“ und kann sein Leben betrachten als „Ich bin ich“. Das „Ich bin ich“ ist ein inhaltsleerer Betrachter, nicht Beobachter, und immer im Jetzt anwesend. „Ich bin dies und das“ kann erkennen das es nur in der Gegenwart eingreifen und handeln kann. Denn Vergangenes kann nicht geändert und Zukünftiges kann nicht gewusst werden.


    „Ich bin ich“ ist immer wieder neu im Jetzt, nicht festzuhalten, besteht nur, solange Bewusstsein erhalten ist. Kontinuierlich neu erscheinend, solange der Körper lebt.

    „Ich bin ich“ kann nicht durchgehend erkennbar sein, weil es immer wieder von den Inhalten eines „Ich bin dies und das“ verdeckt wird.

    Mein Personsein ist sich nicht andauernd des „Ich bin ich“ bewusst, das würde mir das Menschliche nehmen. Körper, Geist, Seele, Ich bin dies und das, Ich bin ich, sind immer eine Einheit mit unterschiedlich starker Erscheinung im Bewusstsein.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Qualia ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

    2 Mal editiert, zuletzt von Qualia (7. August 2026 um 18:13)

  • Samadhi1876
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    • 8. August 2026 um 12:15
    • #52
    Matthie:

    Geistige Probleme können zu körperlichen führen und Umgekehrt.

    Richtig trennen kann man da meiner Meinung nach nicht.

    In der Therapie macht es aber natürlich Sinn Körper und Geist zur Behandlung zu trennen.

    Physiotherapie für den Körper und Psychiotherapie für den Geist/Seele.(Psyche).

    Beider Therapieforrmen sagen aber das man die andere Seite auch anschauen muss bei der Behandlung.

    Mentaler,zwischenmenschlicher Schmerz lässt sich gut über die Seele ausdrücken.

    Alles anzeigen

    Es kommt auch immer darauf an welche „geistigen Probleme“ überhaupt bestehen. Und wie sehr sie einen ( im Alltag) belasten. Wie vielfältig die Psychotherapie dabei ist und wie unterschiedlich die Behandlungsmethoden, zeigt der nachfolgende Artikel aus 2004, den ich über den Begriff „Seelenklempner“ fand, weil es ja hier im Thread des Fragestellers anscheinend auch um die leidende Seele geht, und nicht allein ob sie existiert oder nicht oder ewig ist oder nicht oder wieder geboren wird.

    Spiritualiät befasst sich zu dem auch mit dem „Himmel“, nicht nur mit der Erde und auch dem Sein auf der Erde. Und was wir eigentlich wirklich sind.


    Darum ist es vielleicht auch wichtig zu schauen, was belastet mich gerade wirklich, und was kann dabei helfen.


    Die „Seelenklempner“ kennen verschiedene Methoden (Stand 2004, leider etwas älter der Bericht) und nicht jede Methode hilft bei allen Problemen, es kommt auch darauf an um welches Probleme es sich handelt:


    Ob Angststörungen, Zwangsstörungen, etc.


    Und ob

    Medikamente, die ihre Wirkung aber wieder verlieren wenn man sie absetzt

    Verhaltenstherapie (etwas aktiv lernen)

    Gesprächstgeraphie (nur durch reden und zuhören)

    Systemische Arbeit (Ursachen in Familien suchen und verstehen)


    Aufstieg der Seelenklempner
    Keine Psychotherapie hilft bei allen seelischen Schieflagen. Für Ängste und Zwangserkrankungen gibt es eindeutig erfolgreiche Behandlungen. Die Seelenhelfer…
    wissenschaft.de


    Man darf/muss (je nach dem wie belastend) auch immer schauen was bei welchem Problem am besten helfen kann. Und welches Problem man selbst wirklich hat. Oder ob es nur ein Problem der Gesellschaft (oder eines anderen) ist an dem man selbst nur mit leidet aber selbst nicht lösen kann, weil man sich selbst Zuviel damit identifiziert oder darin gefangen fühlt.

    Einmal editiert, zuletzt von Samadhi1876 (8. August 2026 um 12:34)

  • Matthie
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    • 8. August 2026 um 13:20
    • #53
    Samadhi1876:

    weil es ja hier im Thread des Fragestellers anscheinend auch um die leidende Seele geht, und nicht allein ob sie existiert oder nicht oder ewig ist oder nicht oder wieder geboren wird

    Danke sehr schön auf den Punkt gebracht.

    Über Fragen nachzudenken, die man garnicht wirklich beantworten kann macht ja auch nur bedingt Sinn.

    Über das Leid nachzudenken macht Sinn.

    Und welche , Prägungen,Konflikte Erlebnisse und andere Äußere Einflüsse zu inneren Verletzungen geführt haben und welche Wirkung Sie auf mich haben ist doch wichtig zu erkennen um ein heilen erst möglich zu machen.


    Der Bericht über die Seelenklempner. ( schlimmes Wort 😂 ) ist sehr interessant.

    In den letzten Jahren hat sich da aber viel getan und auch die Zahlen diagnostizierter Personen sind da angestiegen .


    Die richtige Behandlungsmethode ist durchaus wichtig.

    Ein entscheidender Punkt wird aber immer vergessen.

    Die Wahl des Therapeuten und ob die „Chemie“ zwischen Therapeuten und Patienten passt ist entscheidend für den Erfolg.

    Das ist ähnlich bei der Wahl eines Lehrers.

    Ein Lehrer der für Person XY gut ist und mir empfohlen wurde, kann der Richtige für mich sein aber eben auch der Falsche.

    Das kann jeder nur für sich selbst herausfinden.

    Sich da Zeit zu nehmen um den für mich passenden Therapeuten ( gilt auch für Lehrer/Meister ) zu finden, empfinde ich als sehr wichtig.

    Samadhi1876:

    Man darf/muss (je nach dem wie belastend) auch immer schauen was bei welchem Problem am besten helfen kann. Und welches Problem man selbst wirklich hat. Oder ob es nur ein Problem der Gesellschaft (oder eines anderen) ist an dem man selbst nur mit leidet aber selbst nicht lösen kann, weil man sich selbst Zuviel damit identifiziert oder darin gefangen fühlt.

    Das stimmt und ist gar nicht so leicht zu unterscheiden.

    Das Gefühl des gefangen Sein kenne ich sehr gut.

    Ich fühle mich aber mehr und mehr befreit .

    Vielleicht auch nur ein Segen des älter Werdens .

    😜

    Das sich immer wieder bewusst machen das man früher oder später ja eh stirbt hilft mir auch viele Probleme zu relativieren und mehr im Hier und Jetzt anzukommen.

  • Samadhi1876
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    • 8. August 2026 um 16:02
    • #54
    Matthie:

    Die richtige Behandlungsmethode ist durchaus wichtig.

    Ein entscheidender Punkt wird aber immer vergessen.

    Die Wahl des Therapeuten und ob die „Chemie“ zwischen Therapeuten und Patienten passt ist entscheidend für den Erfolg.

    Das ist ähnlich bei der Wahl eines Lehrers.

    Ein Lehrer der für Person XY gut ist und mir empfohlen wurde, kann der Richtige für mich sein aber eben auch der Falsche.

    Das kann jeder nur für sich selbst herausfinden.

    Sich da Zeit zu nehmen um den für mich passenden Therapeuten ( gilt auch für Lehrer/Meister ) zu finden, empfinde ich als sehr wichtig.

    Alles anzeigen

    Ja, da muss man leider manchmal auch erst die ein oder andere Erfahrung machen…


    Mir ist zum Thema insbesondere Körper soeben noch Lomi Lomi Nui als Beispiel eingefallen: eine Massage die Körper Geist und Seele mehr in Einklang (wieder im Fluss) bringen soll.

    Man kann auch ein persönliches belastendes Thema mit in die Massage bringen das man gerne auflösen möchte (habe ich damals neben Meditation selbst auch gerne benutzt und als hilfreich empfunden, meinen Körper wieder besser zu spüren, bzw. Selbst eine Ausbildung damals begonnen).


    Aber ich habe später auch festgestellt das Lomi Massagen in Spas oder Hotels nicht dasselbe sind, sondern im Grunde nur Wellnessmassagen die nur Lomi Styles enthalten (richtige Wahl des Therapeuten wie du sagst ist wichtig).

    Die Hawaii(aner) waren sehr Natur verbunden und auch spirituell mit dem Universum verbunden. Und haben auch versucht seelische Probleme in der Gemeinschaft ganz offen zu lösen.

    Lomi Lomi Nui – Wikipedia
    de.wikipedia.org


    Ich habe mich damals nicht allein nur für Zen interessiert, sondern gleichzeitig auch für Yoga, Lomi, Traumatherapie mit Hypnose


    Also in verschiedene Richtungen auch geschaut und auch ausprobiert und wie sich das anfühlt und was in einer Sache helfen kann und was nicht


    Man kann auch nicht pauschal Ratschläge geben, da jeder Mensch eine andere Lebensgeschichte hat und den einen etwas mehr belastet als den anderen, oder den anderen etwas anderes belastet als den anderen

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    • 8. August 2026 um 16:43
    • #55
    Matthie:
    Samadhi1876:

    weil es ja hier im Thread des Fragestellers anscheinend auch um die leidende Seele geht, und nicht allein ob sie existiert oder nicht oder ewig ist oder nicht oder wieder geboren wird

    Danke sehr schön auf den Punkt gebracht.

    Über Fragen nachzudenken, die man garnicht wirklich beantworten kann macht ja auch nur bedingt Sinn.

    [...]


    Der Buddhismus ist da schon ziemlich eindeutig, wenn es um die Frage geht, ob es eine Seele gibt oder nicht (Anatta-Lehre). Das Leiden entsteht im Buddhismus ja erst dadurch, dass wir fälschlicherweise glauben, ein Ich und eine ewige Seele zu besitzen.


    Ich sehe es aber auch so, dass wir mit unserem Bemühen auf beiden Ebenen, sowohl auf der psychologischen als auch auf der buddhistischen Ebene, ansetzen sollten.


    Dieses Bild gefällt mir da ganz gut:


    Psychologische Ebene:
    Die Welle lernt, eine stabile, gesunde Welle im Ozean zu sein (das Ego stabilisieren und stärken).


    Buddhistische Ebene:
    Die Welle erkennt, dass sie in Wahrheit der gesamte Ozean ist (das Ego fallen lassen).

    DON'T HATE, MEDITATE.

  • Samadhi1876
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    • 8. August 2026 um 16:46
    • #56

    TNH bspw. hat Zen auch um Aspekte „Arbeit mit dem inneren Kind“ erweitert. Während das beim „klassischen Zen“ kein Thema ist. Rinzai und Soto unterscheiden sich auch noch mal in gewisser Weise. Arbeit mit Koan oder nicht zB.

    Bei den Tibetern spielt die Wiedergeburt anscheinend auch eine größere Rolle.


    Auch da darf man dann selbst schauen „welche Form“ passt zu mir…


    Am Anfang natürlich erst mal Alles schwer zu überschauen…

  • JoJu91
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    • 12. August 2026 um 07:22
    • #57
    mukti:

    Was ist dasjenige, von dem es erkannt werden kann?

    "Das, was alles erkennt, und von keinem erkannt wird (ist das Ich)" stammt von Schopenhauer der es vielleicht aus anderer Quelle übernommen hat, und der es aus philosophischer Sicht in seinem Werk "Die Welt als Wille und Vorstellung" ausführlich erläutert, allerdings sehr viel Text.


    Aus Meditations-Sicht gibt es das Gleichnis vom leeren Raum ohne Wände.


    Weil der der Raum leer ist, kann sein Inhalt frei gestaltet werden, kann er alles enthalten.

    Sobald er auch nur ein Ding enthält, ist er nicht mehr frei in seinen Gestaltungsmöglichkeiten.


    In der Meditation machen wir den Raum unseres Bewusstseins leer.

    Im einfachsten Zustand hat es keine Inhalte mehr und ist frei von allen Beschränkungen.


    Das höchste Bewusstsein ist leer, aber nicht tot.

    Es ist schöpferisch und weil es leer ist, kann es alles erschaffen.

    Es kann erfahren werden, aber nicht von mir, denn ich bin nur einer seiner unendlich vielen möglichen Inhalte.

  • Qualia
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    • 12. August 2026 um 09:32
    • #58
    JoJu91:

    In der Meditation machen wir den Raum unseres Bewusstseins leer.

    Im einfachsten Zustand hat es keine Inhalte mehr und ist frei von allen Beschränkungen.

    Wenn ich dann nachher glaube das das die Leerheit war, kommt es zur nächsten Falle: Es gibt keine Leerheit ohne die Anwesenheit von Ich.


    Die Frage „Was ist Ich das betrachtet?“ ist die Falle, denn in der Leerheit kann es nichts geben, das eine Reflexion meines Ichs erscheinen lässt, dann ist es keine Leerheit.


    Damit kann man nachher erkennen das es keinen Raum im Universum geben kann, der vollkommene Leerheit ist, wenn man den als „Leerheit“ von außen betrachtet: In welcher Leerheit bin dann ich?


    Man muss schon erkennen, dass man vollkommen allein ist, aber weil die Leerheit ist, bin ich nie einsam und mache „die Leerheit“ auch nicht zu einem Objekt. Es gibt kein Yang ohne Yin und kein Yin ohne Yang.

    Ich ist nicht leer oder tot.

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    Einmal editiert, zuletzt von Qualia (12. August 2026 um 09:51)

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    • 12. August 2026 um 09:55
    • #59
    mukti:

    Was ist dasjenige, von dem es erkannt werden kann?

    Ich denke, es macht vielleicht Sinn in Den einzelnen Handlungen zu denken.


    Eine Frage dabei wäre "Ist Erkennen von Identität abhängig". Wenn jemand z.B etwas Mathematisches erkennt z.B das es negative Zahlen gibt, ist es dann wichtig ob es sich bei dem Erkennenden um ein Kind, einen Erwachsenen, einen Amerikaner, einen Außerirdischen handelt? Eher nicht. Und die Emotionen, also ob derjenige zusätzlich auf Klo muß, wütend ist oder sonst was ist für das Erkennen auch egal.


    Erst im Nachhinein wird das Ich des Erkennens mit den anderen Identitäten zusammengeworfen.

  • mukti
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    • 12. August 2026 um 10:22
    • #60
    JoJu91:
    mukti:

    Was ist dasjenige, von dem es erkannt werden kann?

    "Das, was alles erkennt, und von keinem erkannt wird (ist das Ich)" stammt von Schopenhauer der es vielleicht aus anderer Quelle übernommen hat, und der es aus philosophischer Sicht in seinem Werk "Die Welt als Wille und Vorstellung" ausführlich erläutert, allerdings sehr viel Text.


    Aus Meditations-Sicht gibt es das Gleichnis vom leeren Raum ohne Wände.


    Weil der der Raum leer ist, kann sein Inhalt frei gestaltet werden, kann er alles enthalten.

    Sobald er auch nur ein Ding enthält, ist er nicht mehr frei in seinen Gestaltungsmöglichkeiten.


    In der Meditation machen wir den Raum unseres Bewusstseins leer.

    Im einfachsten Zustand hat es keine Inhalte mehr und ist frei von allen Beschränkungen.


    Das höchste Bewusstsein ist leer, aber nicht tot.

    Es ist schöpferisch und weil es leer ist, kann es alles erschaffen.

    Es kann erfahren werden, aber nicht von mir, denn ich bin nur einer seiner unendlich vielen möglichen Inhalte.

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    Ich sehe das so: Das was alles erkennt, kann selber nicht erkannt werden, weil es dann ja nicht das Erkennende, sondern das Erkannte wäre. Wieso weiß man dann überhaupt, dass es existiert? Weil es eben etwas Erkennendes geben muss, sonst würde man ja nichts erkennen.


    Statt "Das Erkennende" verwende ich lieber den Begriff "Das Wahrnehmende", denn unter "erkennen" kann auch eine Gedankentätigkeit verstanden werden. Gedanken sind aber auch nur Objekte der Wahrnehmung. Was macht die Wahrnehmung? Sie nimmt einfach nur wahr, sonst nichts. Sie nimmt Körperliches und Geistiges wahr ohne einzugreifen, ohne Begehren und Aversion. Sie ist kein Ich, sondern eben nur Wahrnehmung und sie nimmt wahr, was ihr vorgesetzt wird. Das Begehren macht aus den Objekten der Wahrnehmung ein "Ich" oder "Mein". Wenn das Begehren durch Praxis des achtfachen Pfades erloschen ist, nimmt sie Körper und Geist als das wahr, was sie in Wirklichkeit sind, zusammengesetzte körperliche und geistige Elemente. In Wirklichkeit bin ich das nicht und es gehört mir nicht, sagt der Buddha.


    Das ist mein Zugang, damit will ich andere Zugänge nicht kritisieren.

    Mit Metta, mukti.


  • Matthie
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    • 12. August 2026 um 11:35
    • #61
    mukti:

    Ich sehe das so: Das was alles erkennt, kann selber nicht erkannt werden, weil es dann ja nicht das Erkennende, sondern das Erkannte wäre. Wieso weiß man dann überhaupt, dass es existiert? Weil es eben etwas Erkennendes geben muss, sonst würde man ja nichts erkennen.


    Statt "Das Erkennende" verwende ich lieber den Begriff "Das Wahrnehmende", denn unter "erkennen" kann auch eine Gedankentätigkeit verstanden werden. Gedanken sind aber auch nur Objekte der Wahrnehmung. Was macht die Wahrnehmung? Sie nimmt einfach nur wahr, sonst nichts. Sie nimmt Körperliches und Geistiges wahr ohne einzugreifen, ohne Begehren und Aversion.

    Sehr schön in Worte gefasst . 🙏


    Sprache ist etwas faszinierendes.

    Das Erkennende — Das Wahrnehmende.

    Ich habe es immer als der Beobachtende für mich selbst gesehen.

    Das Beobachtende kommt das Wahrnehmende sehr nahe. Das anstelle von der gefällt mir sehr gut . 🙏


    Das Beobachtende ist für mich wie ein fest verankerter Turm der in alle Richtungen wahrnehmen kann aber nicht eingreift.

    So sieht er alles was um ihn herum passiert und ob es gerade stürmisch oder friedvoll ist.

    Einfluss hat es auf den Turm aber nicht.

    Naja außer die Erde bebt und bringt ihn zu Fall…

    🙈
    Um noch einmal bei den Wörtern zu bleiben.

    Wahrnehmen ist eher neutral.

    Im Erkennen steckt ja auch die Erkenntnis drin.

    Das geht von einer einfachen Schlussfolgerung bis hin zu einem fundamentalen Durchbruch .

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    • 12. August 2026 um 11:58
    • #62
    JoJu91:

    Das höchste Bewusstsein ist leer, aber nicht tot.

    Es ist schöpferisch und weil es leer ist, kann es alles erschaffen.

    Es kann erfahren werden, aber nicht von mir, denn ich bin nur einer seiner unendlich vielen möglichen Inhalte.


    Ich denke, dass das höchste Bewusstsein im buddhistischen Sinne nicht schöpferisch ist, sondern einfach "nur" leer und unberührt. Da ist keine Urkraft, die eine Absicht hat und etwas erschaffen möchte, nur ein Spiegel, der das bedingte Entstehen mit unzähligen Ichs widerspiegelt.

    DON'T HATE, MEDITATE.

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    • 12. August 2026 um 13:22
    • #63

    Da ist kein Spiegel, und wenn ich doch „Spiegel“ benutzen möchte, dann bin ich der Spiegel in der Leere, die nicht leer ist, weil der Spiegel da ist, der nicht sehen kann, was er spiegelt, weil die Leere nichts zeigt.

    Ich ist nicht leer oder tot.

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    • 12. August 2026 um 13:41
    • #64
    Qualia:

    Da ist kein Spiegel, und wenn ich doch „Spiegel“ benutzen möchte, dann bin ich der Spiegel in der Leere, die nicht leer ist, weil der Spiegel da ist, der nicht sehen kann, was er spiegelt, weil die Leere nichts zeigt.


    Die relative Ebene und ein Forum brauchen nun mal Bilder. Auf der absoluten Ebene ist sowieso schon alles gesagt.

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    • 12. August 2026 um 13:45
    • #65

    Würde es so beschreiben:


    Kein Subjekt und kein Objekt erscheinen mehr


    Kein Vergleichen dadurch möglich (und damit keine Gedanken an etwas wie , Bewertung, Ergreifen, Oder etwas nicht haben wollen)


    Kein sich von etwas getrennt fühlen mehr


    Wie ein Wassertropfen im Ozean der nicht über sich selbst nachdenkt


    Während man mehr intuitiv weiter lebt, geht, steht, liegt, handelt, als Mensch


    Zuvor war Gedanken „Krieg“

    Nun ist Gedanken „Feuerpause“


    Während Alles einfach weiterhin so ist wie es ist


    Im Licht und gleichzeitig in der Dunkelheit


    Raum und zeitlos


    Wandelt sich auch ohne uns alles beständig


    Auch wenn manchmal wieder eigene Gedanken gebraucht werden zb zu überlegen welche Zutaten brauche ich für eine Mahlzeit:


    Weil man muss sich zu Lebzeiten weiter zumindest um sich (seinen Körper) selbst kümmern


    Nachdem der Körper zerfallen ist braucht man das nicht mehr

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    • 12. August 2026 um 13:54
    • #66

    Ohne Meditation ist das vielleicht schwieriger zu erkennen und auch in Praxis zu verwandeln


    Weil ansonsten muss ich irgendwie immer wieder neu darüber nachdenken


    Während man bei der Meditation einfach alles kommen und gehen lässt


    Ohne zu bewerten


    Auch Gedanken, Emotionen, oder körperliche Unruhen


    Shinjinmei beschreibt das eigentlich ganz gut in Worten

  • Samadhi1876
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    • 12. August 2026 um 14:09
    • #67

    Und


    Traurigkeit gehört zum Leben dazu
    Genauso wie zu lachen

    Seelisch


    Oder mancher anderer Schmerz

    Oder andere Freude

    Körperlich


    Es wird oft nur schwieriger wenn man etwas bestimmtes möchte oder etwas bestimmtes erhalten möchte oder etwas bestimmtes nicht mehr möchte


    Als es im Augenblick erscheint

    Oder schon zu lange erscheint


    Man kann manchmal auch erst mal warten und nichts tun


    Um zu schauen was wirklich zu tun ist


    Oft verändern sich Gefühle auch einfach nur beständig


    Auf Grund verschiedenster Ursachen

    Denn alles wandelt sich ja auch beständig


    Wie die Jahreszeiten

    Über den Frühling freuen wir uns meist

    Über den Herbst werden wir melancholischer

    Im Sommer kann es sehr heiß werden und im Winter sehr kalt


    Und nach einem Ereignis das Traurigkeit auslöste erscheint manchmal auch wieder ein Ereignis das Lachen auslöst


    Manchmal wollen wir aber lieber die ganze Zeit lachen und nicht traurig sein


    Und nicht solange darauf warten


    Wie auf:

    Wann kommt denn endlich der Frühling oder wann ist der Winter endlich vorbei
    Oder lieber dies statt das


    Aber gewisse Dinge wie die Jahreszeiten

    Liegen nun einmal nicht in unseren „eigenen Händen“


    Sondern in „anderen Händen“


    Manchmal sagen wir auch:


    Das ist das Universum

    Oder „die Hand Gottes“

  • Qualia
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    • 12. August 2026 um 15:52
    • #68

    Es gibt keine absolute Ebene, alles ist Samars in Leerheit. Absolutheit (Dogma) wird eingesetzt, um zu bestimmen das es nichts weiter mehr zu sagen ist. PUNKT.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Qualia ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

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    • 12. August 2026 um 16:05
    • #69
    Qualia:

    Es gibt keine absolute Ebene, alles ist Samars in Leerheit. Absolutheit (Dogma) wird eingesetzt, um zu bestimmen das es nichts weiter mehr zu sagen ist. PUNKT.


    Schön, dass wir uns im Kern so einig sind. :)

    DON'T HATE, MEDITATE.

  • mukti
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    • 12. August 2026 um 17:03
    • #70
    Matthie:

    Das Beobachtende ist für mich wie ein fest verankerter Turm der in alle Richtungen wahrnehmen kann aber nicht eingreift.

    So sieht er alles was um ihn herum passiert und ob es gerade stürmisch oder friedvoll ist.

    Einfluss hat es auf den Turm aber nicht.

    Naja außer die Erde bebt und bringt ihn zu Fall…

    Dann nimmt es wahr dass die Erde bebt und was da zu Fall gebracht wird, ist nicht das Wahrnehmende oder Beobachtende würde ich sagen. Wahrnehmung bleibt immer nur dieselbe Wahrnehmung, unberührt von den Geschehnissen, die sie wahrnimmt.

    Sie ist immer da, außer im Tiefschlaf. Obwohl es da vielleicht auch eine Wahrnehmung gibt, aber keine Erinnerung daran.

    Jedenfalls ist sie im Wachbewusstsein offensichtlich vorhanden, aber weil man in die Objekte der Wahrnehmung versunken ist, achtet man nicht darauf. Allenfalls denkt man 'Ich nehme wahr', obwohl doch das Ich oder die Persönlichkeit auch ein Objekt der Wahrnehmung ist.

    Für mich ist die Besinnung darauf ein Schlüssel zur Praxis.

    Mit Metta, mukti.


Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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