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Leihmutterschaft - aus buddhistischer Sicht...?

  • Anna Panna-Sati
  • 27. Juli 2026 um 16:42
  • Zum letzten Beitrag
  • Anna Panna-Sati
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    • 27. Juli 2026 um 16:42
    • #1

    Hallo, ihr Lieben, :)


    dieser Tage beschäftigte das Thema "Leihmutterschaft" vermehrt die Medien, weil sich zwei prominente Politiker - beide mit gleichgeschlechtlichen Partnern lebend - öffentlich dazu bekannten, mittels Leihmutterschaft (in den USA, da in Deutschland verboten!), Väter geworden zu sein.


    Zu Buddhas Zeiten gab es natürlich noch keine Reproduktionsmedizin, das Problem der Unfruchtbarkeit jedoch schon und da half man sich oft, indem Schwager/Schwägerin, Geschwister... "einsprangen", der Mann sich eine Zweitfrau nahm, usw. ...

    Dass diese Aktionen nicht ohne Probleme abgingen, erzählt eine Geschichte, die eigentlich das Thema Lüge/Meineid behandelt:

    Zitat

    PETA-VATTHU

    Buch I - Uraga Vagga

    I,6: Die Menschenfresserin der fünf Kinder - Pañcaputtakhādapetivatthu

    In einem Dorf bei Sāvatthī lebte ein vermögender Mann. Seine Ehefrau war unfruchtbar. Seine Verwandten drängten ihn, eine andere Frau zu nehmen, aber da er sie liebte, wollte er es nicht.

    Da sagte sie zu ihm: "Ich bin unfruchtbar, o Herr. Eine andere Braut muß her, laß die Linie der Familie nicht aussterben. "Als sie ihn so drängte, willigte er schließlich ein und nahm sich eine zweite Frau hinzu. Diese wurde dann bald schwanger.

    Da wurde die erste Frau plötzlich neidisch und fürchtete, daß die zweite Frau nun Herrin im Haus sein würde, während man sie zurücksetzen würde. Übermannt von dieser Eifersucht suchte sie eine Pilgerin auf, die ihr ein Abtreibungsmittel verschaffte, das sie der zweiten Frau beibrachte. Das Folgende schildern die Verse.

    ......

    https://www.palikanon.com/khuddaka/pv/pv_i_06-07.htm

    Zur Entstehung menschlichen Lebens äußerte sich der Buddha im folgenden Sutta (Majjhima Nikaya 38 - Mahatanhasankhaya Sutta):

    Zitat

    ...(Der Daseinskreislauf: Empfängnis bis Reife)

    26. "Ihr Bhikkhus, die Empfängnis eines Embryos im Schoß findet statt, wenn drei Dinge zusammenkommen.

    Wenn die Vereinigung von Vater und Mutter stattfindet, aber die Mutter nicht ihre fruchtbaren Tage hat, und das Wesen, das wiedergeboren werden soll, nicht anwesend ist - in diesem Fall gibt es keine Empfängnis.

    Wenn die Vereinigung von Vater und Mutter stattfindet, und die Mutter ihre fruchtbaren Tage hat, aber das Wesen, das wiedergeboren werden soll, nicht anwesend ist - auch in diesem Fall gibt es keine Empfängnis.


    Aber wenn die Vereinigung von Vater und Mutter stattfindet, und die Mutter ihre fruchtbaren Tage hat, und das Wesen, das wiedergeboren werden soll, anwesend ist - in diesem Fall findet eine Empfängnis durch das Zusammenkommen dieser drei Dinge statt.


    27. "Die Mutter trägt dann voller Ängstlichkeit den Embryo neun oder zehn Monate in ihrem Schoß - eine schwere Last. Dann, am Ende von neun oder zehn Monaten gebiert sie voller Ängstlichkeit - eine schwere Last.

    Wenn dann das Kind geboren ist, nährt sie es mit ihrem eigenen Blut; denn die Muttermilch wird in der Disziplin des Edlen Blut genannt.


    https://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m038z.htm

    Alles anzeigen

    Der Buddha schloss im Achtfachen Pfad bereits Tierhandel als "rechten Lebenserwerb" aus , was würde er wohl zum heute praktizierten Handel mit Kindern sagen?


    Mich würde interessieren, wie ihr, als Praktizierende und Buddhismus-Interessierte, die Thematik seht:


    1. Existiert ein "Recht auf ein Kind" für jedermann/frau?
    2. Glaubt ihr den Beteuerungen mancher Leihmütter, sie trügen aus Liebe und Mitgefühl/Altruismus ein Kind für Andere aus?
    3. Wie steht ihr zu dem Argument, zahlungskräftige/"reiche" Paare/Männer/Frauen beuteten notleidende, arme Frauen als "lebende Brutkästen" aus?
    4. Angeblich ließen gewisse (weibliche) Hollywood-Stars (Sarah Jessica Parker, Kim Kardashian,....) ihre Kinder durch Leihmütter austragen (um ihre "edlen Körper" zu schonen, die Figur zu halten...?)

      - eine Form des Missbrauchs oder ethisch in Ordnung?

      ....


    Rechtfertigt das innige Bedürfnis nach einem ("eigenen"!) Kind dieses Vorgehen?

    (Zumal es weltweit bedürftige Kinder in Heimen und Waisenhäusern gibt, die auf liebende (Ersatz-) Eltern warten?)


    Einige Videos zum Thema:

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    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 27. Juli 2026 um 18:01
    • KI
    • #2

    Ich denke, beim Thema Leihmutterschaft kommt man leicht in eine Diskussion "natürlich/unnatürlich" aber in Wirklichkeit ist da doch der Unterschied zwischen Freiwilligkeit ( Ich helfe schwulen Freunden eine Familie zu haben) und Ausbeutung viel wichtiger.


    Zu Buddhas Zeiten gab es keine Leihmütter - aber Ammen. Ammen müssen ja um Milch zu geben, eigene Kinder haben, die dann aber natürlich weniger abbekommen. Die tiefe Traurigkeit darüber wird häufig in Wiegenliedern ausgedrückt.


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    "All the Pretty little Horses" ist ein Wiegenlied wo eine schwarze Sklavin ihren weißen Babies alles mögliche verspricht, während sie weiß dass ihre eigenen Kinder verzweifelt nach ihr schreien.


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    Im Itsuki Lullaby geht es um arme Mädchen aus Itsuki die als Kindermädchen zu reichen Familien geschickt werden und ( wie die Geister der Toten ) nur einmal im Jahr zum O-Bon zu ihrer Familie dürfen - eine KI Übersetzung:

    Zitat
    • Es wird bis zum Sommer dauern, danach werde ich nicht mehr hier sein. Wenn der Sommer früher käme...
    • Ich bin ein armer Mensch. Die anderen Leute tragen schöne Kleider, schöne Obi (Gürtel) und schöne Kimonos.
    • Wenn ich sterbe, wer wird dann um mich weinen? Auf dem hinteren Kiefernberg weinen nur die Zikaden.
    • Es ist keine Zikade, es ist meine kleine Schwester. Weine nicht, kleine Schwester, du machst mir Sorgen

    Dieser Inhalt wurde ganz oder teilweise mithilfe von KI erstellt.
  • Qualia
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    • 27. Juli 2026 um 18:52
    • #3

    Das Verlangen nach einem eigenen Kind ist normal, und es erfüllt sich oder eben nicht. Gier nach einem eigenen Kind ist ein Fall für den Psychiater. Gleichgeschlechtliche Paare könnten leicht ein Kind adoptieren, wenn die Politiker nicht so dogmatisch auf Mann/Frau = Familie festbetoniert wären.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Monikamarie
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    • 27. Juli 2026 um 18:54
    • #4

    Liebe Anna, ich verstehe Buddhas Aussagen so, dass es besser ist, gar keine Kinder in die Welt zu setzen. Denn so vermeiden wir vorallem Leid.

    Sein Sohn hieß ja auch Rahula "Fessel".


    Wieso also sollte der Buddha Leihmutterschaft gutheißen.


    Wenn Pasre sich ein Kind wünschen, sollten sie eins adoptieren. Die Gesetzesgrundlagen in Deutschland müssen unbedingt geändert werden.


    _()_Monika ❤️

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    • 27. Juli 2026 um 19:20
    • #5
    Anna Panna-Sati:

    Existiert ein "Recht auf ein Kind" für jedermann/frau?

    Zu diesem Punkt möchte ich einen anderen Gedanken ins Spiel bringen.Ein guter Freund von mir wohlgemerkt Kinderlos fordert immer wieder das es einen Führerschein für Eltern geben sollte.

    Es gibt zuviele schlecht behandelte und emotional verwahrloste Kinder und überforderte Eltern, dass ich diesen Gedanken auch irgendwie verstehe.

    Recht auf ein Kind ?
    Ich denke nein. Im Idealfall ist es ein Privileg und Geschenk einen Menschen begleiten zu dürfen bis er groß ist und man trägt die Verantwortung für dieses Lebewesen.

    Ein Recht darauf gibt es nicht…

    Die Realität vieler Kinder sieht leider oft ganz anders aus.

    Anna Panna-Sati:

    Glaubt ihr den Beteuerungen mancher Leihmütter, sie trügen aus Liebe und Mitgefühl/Altruismus ein Kind für Andere aus?

    Ich habe da auch mal einen ausführlichen Bericht gesehen. Die meisten Leihmütter kommen demnach aus USA und Indien.

    Gerade für die indischen Frauen ist das schon auch eine lukrative Einnahmequelle.

    In dem Bericht haben sie die verschiedenen Situationen beleuchtet.
    Es gibt durchaus auch Leihmütter die dann ihr (Leih-) Kind nicht mehr so leicht abgeben können, das sie eine emotionale Verbindung aufgebaut haben.

    Dann gibt es Leihmütter die noch eine Beziehung zu dem Paar und Kind aufrechterhalten.Das Schwule Paar in dem Bericht nannten Sie so auch Mutter oder a-Mutter oder so ähnlich und besuchten Sie einmal im Jahr.


    Schwierige Entscheidung.

    Denn Wunsch in einer Homosexuellen Beziehung ein auch leibliches Kind zu haben kann ich sehr gut nachvollziehen .

    In manchen Fällen scheint die Leihmutterschaft auch ethisch vertretbar und es läuft für alle Beteiligten gut ab und das Paar kann ihren Familienwunsch leben.

    In anderen Fällen aber nicht und das kann man auch nicht vorhersehen was da passiert.

    Anna Panna-Sati:

    Angeblich ließen gewisse (weibliche) Hollywood-Stars (Sarah Jessica Parker, Kim Kardashian,....) ihre Kinder durch Leihmütter austragen (um ihre "edlen Körper" zu schonen, die Figur zu halten...?)

    Gerücht oder wahr ?
    Aber definitiv nicht vertretbar.

    Und in diesem Fall würde ich die Idee des Elternführerscheins gerne umsetzen.

  • Online
    pano
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    • 27. Juli 2026 um 19:36
    • #6

    Es wird ja auch oft auf die Möglichkeit zur Adoption verwiesen. Auch das ist ja teils schwierig für Homosexuelle Paare und gerade auslandsadoptionen sind auch nicht ohne ethische Probleme. (Wenn eine Mama aus Peru ihre Familie nicht durchfüttern kann, ist es dann ethischer ihr Kind zu adoptieren oder vielleicht doch besser Patenschaften zu übernehmen ?).


    Am Ende wird mit Kindern und Müttern geschachert. Regulierte Leihmutterschaft im Inland gäbe vielleicht noch die Möglichkeit zur Steuerung.

    Das Modell eine Leihmutter im Ausland zu engagieren und dann das Kind in Deutschland anerkennen zu lassen, wirkt für mich nach einer der schlechtesten Optionen.


    Nicht alles was unethisches ist muss verboten sein.

  • Schneelöwin
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    • 27. Juli 2026 um 20:57
    • #7

    Ich kann mich mit dieser Idee einer Leihmutterschaft überhaupt garnicht anfreunden.

    Wenn das Geschenk eines Kindes, warum auch immer, ausbleibt, eine Adoption manchmal schon nicht mehr möglich ist, gibt es noch weitere Überlegungen:

    sich z.B. Kindern zuwenden die wirklich Hilfe benötigen, in welcher Lage auch immer sie sind bis hin zu einer Stiftungsgründung.

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Anna Panna-Sati
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    • 28. Juli 2026 um 19:47
    • #8

    Vielen Dank für eure bedenkenswerten Beiträge, die viele neue Aspekte und Sichtweisen in die Diskussion einfließen lassen. _()_:heart:

    void:

    Ich denke, beim Thema Leihmutterschaft kommt man leicht in eine Diskussion "natürlich/unnatürlich" aber in Wirklichkeit ist da doch der Unterschied zwischen Freiwilligkeit ( Ich helfe schwulen Freunden eine Familie zu haben) und Ausbeutung viel wichtiger.

    Ob eine Methode, die zur Erfüllung "natürlicher", sehr dominanter Fortpflanzungswünsche (dieser Trieb ist bekanntlich, neben dem Selbsterhaltungstrieb, der stärkste) dient, selbst noch "natürlich" ist, spielt bei diesem hochemotionalen Thema vermutlich eine eher untergeordnete Rolle - manche tun ja tatsächlich (fast) "alles", um ein "eigenes" Kind zu bekommen.


    Wenn natürliches Verlangen sich zu Gier, bis hin zur Obsession steigert (wie Qualia es anführt), die "über Leichen geht", wird es allerdings schnell mal unethisch und damit leidvoll...


    Du sprichst die sogenannte "altruistische Leihmutterschaft" an, also einen Deal zwischen einem unfruchtbaren oder gleichgeschlechtlichen Paar mit Kinderwunsch und einer Frau, die sich aus Mitgefühl/Altruismus bereit erklärt - ohne Bezahlung - deren Kind auszutragen.


    Aber wird da wirklich niemand ausgebeutet/ "benutzt"?

    - Die körperlichen Risiken einer Schwangerschaft und Geburt (bis hin zum Tod von Mutter und/oder Kind) blenden die Beteiligten gerne aus, ebenso die psychischen.

    - Was geschieht, wenn das Kind behindert zur Welt kommt oder die Mutter Schaden nimmt?

    - Was tun, wenn, statt einem Kind, Mehrlinge zur Welt kommen?

    .....


    Ich finde dieses (z.B. in den Niederlanden erlaubte) Vorgehen nur in Ordnung, wenn die austragende Mutter dann auch ihren Platz (und ggf. Unterstützung) in der Familie findet, für die sie das Kind ausgetragen hat.


    Bei Frauen, die eine regelrechte Berufung darin sehen, Kinder für Andere auszutragen, hätte ich ernsthafte Zweifel, ob sie wirklich wissen, was sie tun... - die Kinder-"Empfänger" würden sie indessen wohl eher für eine Art "Engel" halten...?

    Und die Kinder - welche Rolle würde die Leihmutter für diese später mal spielen, wenn sie beginnen, Fragen zu stellen?


    Eine Befürworterin der Legalisierung von Leihmutterschaft in Deutschland, die Rechtswissenschaftlerin und Professorin für öffentliches Recht, Frauke Brosius-Gersdorf, äußerte sich folgendermaßen:

    Zitat

    "Man darf eine Frau nicht -gegen ihren Willen- vor sich selbst schützen."

    (In meinen Ohren klingt das fast etwas zynisch....)


    Wenn bezahlte Leihmutterschaft von Frauen in wirtschaftlichen Nöten angeboten wird, kann man nur noch von Kinderhandel sprechen, mittlerweile ein Riesengeschäft weltweit, mit stetig steigender Tendenz.

    Zitat

    Insgesamt gebe es "keinen gesamteuropäischen Trend", , stellt Anika König fest, Soziologin an der FU Berlin. Die Regelungen unterschieden sich "sehr, sehr stark".

    Aber, sagt sie im ARD Europa-Podcast punktEU


    "Es gibt zwar keine wirklich verlässlichen und repräsentativen Zahlen.

    Aber alle Marktanalysen zeigen ganz deutlich, dass die Industrie rund um Leihmutterschaft massiv wächst.

    Es gibt ein riesengroßes jährliches Wachstum und dies wird auch in Zukunft so weitergehen."


    https://www.tagesschau.de/ausland/europa…schaft-100.html

    Alles anzeigen

    Man darf annehmen, dass Leihmutterschaft zunehmend legalisiert und mit der Zeit von den meisten Menschen als "normal" betrachtet werden wird - genau, wie es sich beim Thema Prostitution zeigte:

    Heute will man dieses Gewerbe vielfach als "ganz normale" (Sex-) Arbeit gesehen wissen.

    void:

    Zu Buddhas Zeiten gab es keine Leihmütter - aber Ammen. Ammen müssen ja um Milch zu geben, eigene Kinder haben, die dann aber natürlich weniger abbekommen. Die tiefe Traurigkeit darüber wird häufig in Wiegenliedern ausgedrückt.

    Danke für das Einbringen dieses Aspektes - genau, zu Buddhas Zeiten und danach, war eine Amme oft die einzige Chance, einen Säugling zu retten, dessen Mutter verstorben war oder die ihn nicht stillen konnte/wollte (Letzteres häufig in "besseren Kreisen").


    Der Unterschied zur ausgebeuteten Leihmutter besteht darin, dass

    es hier um Leben und Tod für ein bereits geborenes Baby ging, und die Amme dadurch als Lebensretterin (nicht -spenderin) fungierte.


    Auch der Buddha wurde ja von einer Amme großgezogen...

    (https://de.wikipedia.org/wiki/Mahapajapati_Gotami)


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Qualia
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    • 28. Juli 2026 um 21:23
    • #9

    Ich bin keine Frau und kann es mir nur erdenken, durch Schwangere betrachten und begleiten. Wenn ich dann sehe, wie sich diese, gerade in den letzten zwei Monaten der Schwangerschaft, über dieses Ding in sich betrüben.

    Wenn sie sich so sehr bemühen muss, ihr Leben einigermaßen auf die Reihe zu bekommen, und die Freude auf das Kind immer wieder gewinnt, frage ich mich echt, ob eine Frau ihr Kind ohne Schwierigkeiten abgeben kann. Schwangerschaft ist nur zu ertragen, wenn man weiß: Ich bekomme ein Kind als Belohnung. Frauen sind am Sichtbarsten gerade nach einer Geburt. Alles vergessen, nur zufrieden mit dem Leben.


    Wenn ich schon dieses „Muttersein“ für meine Geschwister nie wieder überwinden konnte, kann ich mir nicht vorstellen das eine Frau nicht viel mehr darunter leidet, ein Kind zu verlieren oder sich nicht um es sorgen kann. Ganz egal, was sie mir für Geschichten erzählt: Ver-Ausblendung.


    Ich finde es Barbarisch eine „Leihmutter“ zu benutze nur um meine Gier nach einem Säugling zu befriedigen. Aber das ist meine Entscheidung, andere sollen machen, was sie möchten, ich bin der letzte der verurteilt. Jeder erschafft sich sein Leiden selbst, egal ob Leihmutter oder Leihmutterbenutzer.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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