Hallo, ihr Lieben,
dieser Tage beschäftigte das Thema "Leihmutterschaft" vermehrt die Medien, weil sich zwei prominente Politiker - beide mit gleichgeschlechtlichen Partnern lebend - öffentlich dazu bekannten, mittels Leihmutterschaft (in den USA, da in Deutschland verboten!), Väter geworden zu sein.
Zu Buddhas Zeiten gab es natürlich noch keine Reproduktionsmedizin, das Problem der Unfruchtbarkeit jedoch schon und da half man sich oft, indem Schwager/Schwägerin, Geschwister... "einsprangen", der Mann sich eine Zweitfrau nahm, usw. ...
Dass diese Aktionen nicht ohne Probleme abgingen, erzählt eine Geschichte, die eigentlich das Thema Lüge/Meineid behandelt:
ZitatPETA-VATTHU
Buch I - Uraga Vagga
I,6: Die Menschenfresserin der fünf Kinder - Pañcaputtakhādapetivatthu
In einem Dorf bei Sāvatthī lebte ein vermögender Mann. Seine Ehefrau war unfruchtbar. Seine Verwandten drängten ihn, eine andere Frau zu nehmen, aber da er sie liebte, wollte er es nicht.
Da sagte sie zu ihm: "Ich bin unfruchtbar, o Herr. Eine andere Braut muß her, laß die Linie der Familie nicht aussterben. "Als sie ihn so drängte, willigte er schließlich ein und nahm sich eine zweite Frau hinzu. Diese wurde dann bald schwanger.
Da wurde die erste Frau plötzlich neidisch und fürchtete, daß die zweite Frau nun Herrin im Haus sein würde, während man sie zurücksetzen würde. Übermannt von dieser Eifersucht suchte sie eine Pilgerin auf, die ihr ein Abtreibungsmittel verschaffte, das sie der zweiten Frau beibrachte. Das Folgende schildern die Verse.
......
Zur Entstehung menschlichen Lebens äußerte sich der Buddha im folgenden Sutta (Majjhima Nikaya 38 - Mahatanhasankhaya Sutta):
ZitatAlles anzeigen...(Der Daseinskreislauf: Empfängnis bis Reife)
26. "Ihr Bhikkhus, die Empfängnis eines Embryos im Schoß findet statt, wenn drei Dinge zusammenkommen.
Wenn die Vereinigung von Vater und Mutter stattfindet, aber die Mutter nicht ihre fruchtbaren Tage hat, und das Wesen, das wiedergeboren werden soll, nicht anwesend ist - in diesem Fall gibt es keine Empfängnis.
Wenn die Vereinigung von Vater und Mutter stattfindet, und die Mutter ihre fruchtbaren Tage hat, aber das Wesen, das wiedergeboren werden soll, nicht anwesend ist - auch in diesem Fall gibt es keine Empfängnis.
Aber wenn die Vereinigung von Vater und Mutter stattfindet, und die Mutter ihre fruchtbaren Tage hat, und das Wesen, das wiedergeboren werden soll, anwesend ist - in diesem Fall findet eine Empfängnis durch das Zusammenkommen dieser drei Dinge statt.
27. "Die Mutter trägt dann voller Ängstlichkeit den Embryo neun oder zehn Monate in ihrem Schoß - eine schwere Last. Dann, am Ende von neun oder zehn Monaten gebiert sie voller Ängstlichkeit - eine schwere Last.
Wenn dann das Kind geboren ist, nährt sie es mit ihrem eigenen Blut; denn die Muttermilch wird in der Disziplin des Edlen Blut genannt.
Der Buddha schloss im Achtfachen Pfad bereits Tierhandel als "rechten Lebenserwerb" aus , was würde er wohl zum heute praktizierten Handel mit Kindern sagen?
Mich würde interessieren, wie ihr, als Praktizierende und Buddhismus-Interessierte, die Thematik seht:
- Existiert ein "Recht auf ein Kind" für jedermann/frau?
- Glaubt ihr den Beteuerungen mancher Leihmütter, sie trügen aus Liebe und Mitgefühl/Altruismus ein Kind für Andere aus?
- Wie steht ihr zu dem Argument, zahlungskräftige/"reiche" Paare/Männer/Frauen beuteten notleidende, arme Frauen als "lebende Brutkästen" aus?
Angeblich ließen gewisse (weibliche) Hollywood-Stars (Sarah Jessica Parker, Kim Kardashian,....) ihre Kinder durch Leihmütter austragen (um ihre "edlen Körper" zu schonen, die Figur zu halten...?)
- eine Form des Missbrauchs oder ethisch in Ordnung?
....
Rechtfertigt das innige Bedürfnis nach einem ("eigenen"!) Kind dieses Vorgehen?
(Zumal es weltweit bedürftige Kinder in Heimen und Waisenhäusern gibt, die auf liebende (Ersatz-) Eltern warten?)
Einige Videos zum Thema:
Liebe Grüße, Anna