Natürlich kannst du versuchen „loszulassen von deinen negativen Gedanken“ - aber sind diese nicht lediglich Symptom? Das Ganze hat doch Ursachen. Warum sich nicht mal damit beschäftigen? Vielleicht hast du ja sogar recht mit deinen negativen Gedanken! Stell dir vor, das gibt es auch! Man muss sich nicht nur selbst kasteien und sein Ego versuchen abzuschmirgeln. Man muss die Ursachen lösen. Und die sind sicherlich nicht diese Gier/Hass Abstraktionen, sondern denen liegt etwas zugrunde. Hat man das durchschaut und man lag tatsächlich falsch, dann hat man die nötige Einsicht, die dann dazu führt, seine Einstellung zu ändern, falls erforderlich. Das wäre psychologisch gesund. Und dann bist du dein Problem los, ein für allemal. Es taucht nicht mehr in deiner Wahrnehmung auf, es ist weg, du hast es vergessen.
Achtsam geht die Welt zugrunde.
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Aber ich möchte Deine Sicht etwas erweitern. Vielleicht auch vermessen von mir
Nur zu, meine liebe!
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Ich denke schon, es gibt rechte Achtsamkeit (sammā-sati) und falsche Achtsamkeit (micchā-sati). Das betrifft alle acht Glieder des Pfades, rechte oder falsche Ansicht, Gesinnung, usw.
Bei Fischer geht es doch allgemein um Achtsamkeimskeitsübungen, nicht um buddhistische Achtsamkeitspraxis.
Und auch bei micchā-sati geht es nicht um "falsche Achtsamkeit", sondern um Achtsamkeitsübung für unheilsame Ziele (im Sinne von: die Dukkha vermehren).
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Natürlich kannst du versuchen „loszulassen von deinen negativen Gedanken“ - aber sind diese nicht lediglich Symptom?
Meinst du meinen Beitrag? Nein, ich habe gemeint, dass ich loslassen kann, was ich nicht ändern kann.
Wenn der Mensch beispielsweise unheilbar krank ist und es keine Hoffnung gibt, dann gibt es keinen anderen Weg, als loszulassen. Sich festzuklammern, anzuhaften, macht keinen Sinn. Denn alles ist vergänglich.
Die echte Weisheit besteht gerade darin, das zu ändern, was ich ändern kann, vorbehaltlos zu akzeptieren, was nicht in meiner Kraft liegt, und das eine vom anderen sehr gut zu unterscheiden.
Das ist das Gelassenheitsgebet.
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Nein lieber Igor, ich glaube, AndreasM meint mich.
Du AndreasM , kennst mich noch nicht, Du recherchierst offenbar auch nicht, und vielleicht habe ich mich auch noch nicht klar ausgedrückt.
Aber das sollte darauf hindeuten
Die Trigger zeigen mir ja, dass in mir eine Ursache (Resonanz) ist. Bisher konnte ich diese nicht wirklich verabschieden.
Ich bin überheblich, halte mich für wissend, besser, weil ich durch Buddha die Mittel zur Befreiung kenne und auch überwiegend nutze. Und ich wurde sauer, wenn man mir nicht "gehorcht" (Vorsicht Selbstironie
) und mich nicht an-erkennt.
Natürlich hat auch das wieder Ursachen. Aber ich möchte nun wirklich nicht noch mehr darauf eingehen.
Wenn ich die Gedanken in den Vordergrund stelle, dann deshalb, weil sie das Leiden am Leben halten. Vorallem auch, weil sie die ICH- Identität stärken. Aber ich "schmirgel" nicht an "meinem" Ego.
Du kannst sicher sein, dass ich nach fast 40 Jahren Übung wirklich in meine Abgründe schauen kann, um die Ursachen zu erkennen.
Monika
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Ja, Monika, du bist 10 Jahre älter als ich.
🙇♂️
Küss die Hand, gnä Frau!
Nenn es doch einfach gesundes Selbstbewusstsein. Ich würde auch keine Traktate in Fraktur schreiben, wenn ich das nicht hätte. Ich kenne den Weg🤣
Zum Glück schickt mir der Dharma manchmal ein Zeichen. Und so sass ich eines Morgens auf meiner Bank vor der Klause und bemerkte eine Gänseschar, jung, stark, dynamisch, in Pfeilform zum nahen Fluss fliegen. Ich schaute fasziniert hinterher. Als die Schar längst am Horizont verschwunden war, hörte ich ein heiseres Krächzen und ich sah eine alte Gans, die den Anschluss verloren hatte, mit schwerem Flügelschlag hinterher ächzen.
Und es traf mich wie ein Blitz: Das bin ja ich!
Die alte Gans, die nicht mehr hinterher kommt, und es absolut keinen interessiert, was sie so schnattert. Die sind alle längst weg! 🤣
Aber raus muss es. In diesem Sinne, locker bleiben.
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Ich habe mir den Podcast mit großem Interesse angehört und kann sagen Kathrin Fischer hat mich mit Ihrer Denkweise überzeugt.
Der Begriff Achtsamkeit ist ja wie hier schon einige sehr gut beschrieben haben ein Wort was verschieden definiert werden kann.
Im buddhistischen Sinne von rechter Achtsamkeit zu sprechen erscheint mir sinnvoll.
Was mich an buddhistischen Ansätzen gegenüber Gefühle manchmal stört, ist die stoische Gleichgültigkeit mir der ich Ihnen begegnen soll.Gefühle beobachten wie sie kommen und gehen ( ähnlich wie Gedanken ) ist schwierig aber machbar und erstmal sinnvoll.
Auch sich bewusst zu machen das ich nicht an jedes Gefühl andocken muss gibt mir mehr Kontrolle und in manchen Situationen auch den nötigen Abstand um nicht in einen Strudel gezogen zu werden.
Aber ….
Manche Gefühle sind es wert gelebt zu werden.
Wie Kathrin Fischer es beschreibt.Die Wut die ich empfinde hat vielleicht einen Grund eine Ursache die Ihre Berechtigung hat.
Das Wahrzunehmen ist doch Achtsamkeit mit sich selbst.
Der Podcast-Titel ist nicht optimal gewählt.Aber in der Sache trifft sie etwas.
Für mich heißt Achtsamkeit auch meine Gefühle wahrnehmen und ihnen Raum zu geben.
Natürlich immer unter der Prämisse niemanden zu schaden.
Wut, Hass, Zorn sind starke Gefühle mit großer Energie.
Diese kann man nutzen um etwas konstruktiv zu verändern. Erstmal bei sich selbst und mit etwas Mut auch in seinem Umfeld.
Um sie nutzen zu können muss ich sie aber erstmal kennenlernen und wahrnehmen.
Nur wegatmen bis unterdrücken kann zu unkontrollierbaren Ausbrüchen führen.
Und das will doch eigentlich Keiner.
Ohne Achtsamkeit geht die Welt zugrunde. -
Im Satipatthana-Sutra wird nirgendwo gefordert, das zu Betrachtende zu unterdrücken, zu ignorieren oder wegzumachen.
Es soll betrachtet werden, damit man es als das erkennt, was es ist, und nicht wie man das Betrachtete abändert.
Achtsamkeit ist nicht Betrachtung.
In der Meditation Achtsamkeit zu betrachten, macht uns fähig, sie jederzeit aufzusuchen, um gerade jetzt achtsam zu sein. Achtsamkeit mehr als diese Augenblicke im Alltag zu verwenden, erzeugt dukkha, weil es Anhaften an Achtsamkeit ist.
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In der Meditation Achtsamkeit zu betrachten, macht uns fähig, sie jederzeit aufzusuchen, um gerade jetzt achtsam zu sein.
Das ist ein interessanter Punkt.
Achtsamkeit betrachten !
Nicht Achtsam sein sondern sie betrachten.
Setzt aber voraus das ich Achtsamkeit schon etabliert habe in meinem System.
Da denke ich nochmal drüber nach 🙏.
Achtsamkeit mehr als diese Augenblicke im Alltag zu verwenden, erzeugt dukkha, weil es Anhaften an Achtsamkeit ist.
Den Satz verstehe ich nicht ganz.
Es gibt ein zu viel an Achtsamkeit?
Ich habe diese Aussage immer geliebt.(vergessen woher sie stammt 🙈)
Zitat :
“In Allem sollst Du Maß halten. Nur die Liebe sollst Du maßlos üben und praktizieren“
Verhält es sich mit der „rechten“ Achtsamkeit nicht ähnlich ? -
Alles können wir betrachten. Nur die vier Brahmavihara und die Liebe nicht, die müssen wir leben.
Sie zu betrachten, ist dukkha, weil das uns von ihnen trennt, oder dass wir sie als das betrachten: „Das ist mein, das bin ich, so ist mein Status.“ Uns also mit ihnen identifizieren und Forderungen an andere stellen.
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Die vier Brahmaviharas – Das Herz in Beziehung - BuddhaStiftungDie vier Brahmaviharas – Metta (Freundlichkeit), Karuna (Fürsorge), Mudita (Wertschätzung/Mitfreude) und Upekkha (Unvoreingenommenheit) – sind Qualitäten, die…buddhastiftung.org
Alles können wir betrachten. Nur die vier Brahmavihara und die Liebe nicht, die müssen wir leben.
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Ohne Achtsamkeit geht die Welt zugrunde.
Spannende Antithese zum Titel
, lieber Matthie ,
auch dies ist wohl wahr - in einem anderen Sinne.
Ohne "weltliche" Achtsamkeit würden die Lebewesen nur kurze Zeit existieren, denn die Welt ist voller Gefahren - wer da nicht aufpasst, ist schnell wieder weg.
Achtsam mit den Mitmenschen und -geschöpfen, sowie den Ressourcen umzugehen, verzögert den Untergang auf jeden Fall...
Kathrin Fischer kritisiert ja auch speziell das Übermaß an - selbstbezogener - Achtsamkeit, die den Fokus verengt und eben nicht mehr alle (Anderen) und "alles" (auch das große Ganze) im Blick hat, sondern nur noch als Mittel zur eigenen Selbstoptimierung dient.
Damit einhergehend oft das (zunehmende) Desinteresse an gesellschaftlichen Problemen und deren möglichen Lösungen.
(Welches natürlich auch eine Folge von Resignation durch erlebte Ohnmächtigkeit bei vergeblichem Engagement in der Vergangenheit sein kann.)
Alles können wir betrachten. Nur die vier Brahmavihara und die Liebe nicht, die müssen wir leben.
Warum trennst du hier Liebe von den Brahmavihara, lieber Qualia ?
Sie enthalten doch Metta (= universelle Liebe, Wohlwollen,...)?
Auch als Meditationsobjekt lassen sich die Brahmavihara/Unermesslichen betrachten und erforschen (Bhavana), indem man, z.B. in der Metta-Meditation, Metta in sich hochbringt, es fühlt und beim Ausdehnen auf andere Wesen beobachtet (z.B. ob Widerstände auftreten...).
Die Betrachtung dient demnach dazu, diese Haltung in den Alltag zu übertragen und sie dort - möglichst dauerhaft - zu leben.
Der Zweck der Betrachtung ist immer die gelebte Praxis.
Liebe Grüße, Anna
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Es geht bei Achtsamkeit, wie zB auch Krankenkassen „öffentlich“ empfehlen, auch nicht um „Eskapismus“ wie manche hier meinen oder behaupten, ganz im Gegenteil:
Achtsamkeit lernen - mit Übungen für zu Hause - Die TechnikerWas ist Achtsamkeit und wie können Sie sie in Ihren Alltag integrieren? Wir zeigen Ihnen drei einfache Übungen für zuhause.www.tk.de
Hier wird auch auf mögliche Nebenwirkungen der Meditation eingegangen und das sich manche Meditationslehrer mit psychischen Störungen überfordert fühlen (Meditation ist kein Allheilmittel):Meditationsexperte Ulrich Ott im Interview - Die TechnikerRaus aus dem Stress und hinein in die Entspannung: Meditation macht es möglich. Der Meditationsexperte Dr. Ulrich Ott erklärt, wie es funktioniert.www.tk.de -