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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Buddhistische Ethik und BDSM

  • GermanViking
  • 2. Juli 2026 um 09:12
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  • GermanViking
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    • 4. Juli 2026 um 12:51
    • #51

    Igor07 Also wenn ich dich richtig verstehe: Es geht dir nicht speziell gegen BDSM, sondern gegen weltliches Begehren als solches und generell. Das ist eine in sich schlüssige Haltung und ich nehme sie weiterhin so an. Dann geht es aber um Sexualität und Genuss überhaupt.


    Das ist dann aber der Punkt, wo ich sagen muss: Ich lebe nicht als Mönch und strebe auch nicht die vollständige Transzendenz allen Begehrens an. Auf dieser Ebene von jemandem, der versucht bewusst und verantwortungsvoll mit seinem Begehren umzugehen, statt es ganz aufzugeben, wurde meine Ausgangsfrage gestellt. Du beantwortest sie aber aus meiner Perspektive von der Ebene der vollständigen Entsagung.


    Meine Frage war ja gerade, ob man ein Begehren leben kann, ohne in diese Kratz-Spirale zu geraten, ob es also einen achtsamen Umgang unterhalb der völligen Entsagung gibt. Du sagst, nein, jedes Kratzen ist eins zu viel. Das ist konsequent. Ich hoffe aber auf mehr Abstufungen.


    Bei Ahimsa rennst du bei mir offene Türen ein. Gewaltlosigkeit ist auch für mich der Maßstab. Die Frage bleibt aber, was als Gewalt zählt. Die hast du in #34 mit dem Chirurgen selbst beantwortet: Der schneidet in einen Körper und begeht trotzdem keine Gewalt, weil Absicht, Zweck und Einwilligung den Charakter der Handlung verändern. Genau diese Unterscheidung wende ich auf einvernehmliche, informierte Praxis unter Erwachsenen an.

    2 Mal editiert, zuletzt von GermanViking (4. Juli 2026 um 13:01)

  • Igor07
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    • 4. Juli 2026 um 13:03
    • #52

    GermanViking -


    Der Buddhismus redet über die Versiegung der Triebe, aber du wolltest mit ihnen gut umgehen.
    Wenn du den Unterschied nicht siehst, dann kann ich nichts dafür.:shrug:;):rainbow:

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • GermanViking
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    • 4. Juli 2026 um 13:06
    • #53

    void deinen Gedanken, dass man sich bei BDSM in etwas Archaisches, unter die zivilisierte Oberfläche, gemeinsam hineinbegibt, finde ich durchaus interessant. Zumindest gibt es im BDSM-Bereich unter dem Begriff Primal inzwischen sogar einen ganzen Unterbereich. Aber man muss auch sagen, dass da nicht jeder drauf steht. Andere stehen zum Beispiel sehr stark auf Rollen, Verträge und Riten.


    Das Gemeinsame ist dabei aber das Entscheidende. Allein ist so ein Sich-Fallenlassen etwas ganz anderes.


    Igor07 Den Unterschied sehe ich durchaus: Versiegung der Triebe auf der einen Seite, achtsamer Umgang mit ihnen auf der anderen. Das ist genau die Differenz, um die es die ganze Zeit ging. Ich habe nur nie behauptet, das Erste anzustreben.

    Verstehst du die Versiegung der Triebe als etwas, das du für dich als Laie tatsächlich anstrebst und lebst? Oder als das ferne Ziel des Wegs, dem man sich annähert, ohne es im Laienleben schon zu erreichen?

    2 Mal editiert, zuletzt von GermanViking (4. Juli 2026 um 13:17)

  • Igor07
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    • 4. Juli 2026 um 13:42
    • #54

    Igor07 Also lebst du keusch, hast keine sexuellen oder sonstigen Vorlieben und erwartest das auch von jedem anderen Buddhisten? Und wie erklärst du dir, dass dies selbst in buddhistischen Ländern nur eine Minderheit tut? Ich meine, im Zen haben ja sogar einige Mönche ihre Frauen ganz offiziell. Ich frag das mal so direkt, weil ich glaube, sonst drehen wir uns im Kreis.


    Da reden wir aneinander vorbei. Es geht nicht um mich oder dich, sondern um die Frage, warum diese Praktiken mit der buddhistischen Ethik nicht verträglich sind. Mit weltlichen Gesetzen, also den vom Staat bestimmten, ist das etwas anderes.

    Die echte Liebe kommt durch das Herz zustande, aber nicht durch das, was sich dahinter befindet.

    So hat nach der Verfassung der Staat das Recht, sich im Fall eines Angriffes selbst zu verteidigen, also auch mit militärischen Mitteln. Aber mit dem Buddhismus, wenigstens dem früheren, geht das nicht. Du kannst alles machen, du entscheidest es. Deine cetanā, deine eigenen Konsequenzen, also technisch gesprochen: Karma. Punkt. Viele Traditionen sehen das alles anders. Mehr kann ich nichts hinzufügen und wünsche dir, dass du für dich die goldene Mitte oder den mittleren Weg findest.


    P.S.


    Mit den Trieben, was etwas Archaisches ist, also uns mit allen Tieren verbindet, wie sollte man damit umgehen? Ha, schau die Serie auf Netflix: „Achtsam Morden“, dann frage ich mich, warum sie so verdammt populär ist. _()_

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  • GermanViking
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    • 4. Juli 2026 um 14:30
    • #55

    Igor07 Ich denke das können wir doch dann als versöhnlichen Ausklang nehmen.


    "Deine cetanā, deine Konsequenzen, dein Karma, Punkt" Da stimme ich absolut zu.


    Meine Frage, ob du die Triebversiegung selbst als Laie lebst oder als fernes Ziel verstehst, lasse ich stehen. Du magst sie bewusst offenlassen, das ist dein gutes Recht. Mir ging es nie darum, dich zu prüfen, sondern zu verstehen, von welcher Warte aus jemand spricht. Das habe ich jetzt gut genug verstanden: Vom Ideal der Entsagung her, das der Buddhismus in seiner strengsten Form vorgibt.


    Du siehst jedes weltliche Begehren als Bindung an einen Leidenskreislauf. Ich hoffe auf Abstufungen unterhalb der völligen Entsagung.

  • Igor07
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    • 4. Juli 2026 um 15:19
    • #56

    Was mir noch zum ganzen Thema einfällt: Es gibt im Buddhismus den Begriff „heilsames Begehren“, chanda.

    Was bedeutet es? Wenn ich zum Beispiel Schach spiele, aber wegen des rein ästhetischen Genusses, nicht um zu gewinnen. Oder wenn ich die Bäume gieße und pflege, aber nicht, weil ich als Gärtner dafür Geld bekomme, sondern wegen der Vollkommenheit der Natur, die sich darin ausdrückt. Oder jemand studiert Physik, nicht um die Prüfung zu bestehen, sondern aus echtem Interesse.

    Ich kann mir auch die Sexualität darin vorstellen, aber sie wäre dann der Ausdruck echter Liebe aus dem Innersten, die ich dem anderen schenke, nicht um den Reiz zu steigern und mehr Genuss zu bekommen. Es wäre dann der spontane Ausdruck dessen, was mich im Innersten bewegt – als ein Geschenk, das ich dem Partner aus freien Stücken gebe.

    Ich bezweifle aber sehr, dass diese Praktiken in diese Kategorie fallen.

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    • 4. Juli 2026 um 15:46
    • #57

    Igor07 Interessant. Erinnert mich an bestimmte Konzepte aus dem Zen.


    Du hast ein bestimmtes Spiel (Schach) und ein bestimmtes Studienfach (Physik) aufgezählt, aber bei Sexualität eine bestimmte Spielart (BDSM) ausgeschlossen. Kann ein Paar, das BDSM praktiziert, kein "Geschenk, das ich dem Partner aus freien Stücken gebe" haben und dabei "echte Liebe aus dem Innersten" verspüren? Ich habe das Gefühl, hier werden wieder Intention und Praxis miteinander vermischt.


    Ich mag auch nicht unromantisch klingen, aber ob sexuelle Großzügigkeit und romantische Liebe immer so eng korrelieren, halte ich ehrlich gesagt für etwas zweifelhaft. Dazu gibt es viel zu viele liebevolle Ehen mit schlechtem Sex und gute One Night Stands. Es sei denn, du meinst Liebe in einem sehr weiten Sinne, sowas wie Metta.

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    • 4. Juli 2026 um 15:57
    • #58

    Wie schon regelmäßig erkenne ich hier die Verachtung des Körpers zugunsten einer Illusion von Befreiung.

    Damit konnte ich schon im Christentum nichts anfangen, besser gesagt: Ich erkannte die Fesselung, BDSM, in so einem Dualismus der Spiritualität. Mein Körper ist das Wichtigste überhaupt, denn ohne ihn könnte ich weder BDSM noch Heiligkeit leben.

    Buddha erkennt das Sich-identifizieren-mit-Dingen, seinem Ich oder seinem Status als dukkha. Dukkha wird beendet durch: Das ist nicht mein, das ist nicht ich, das ist nicht mein Selbst.

    Befreiung ist also ganz einfach: Wenn ich jemanden habe und wir machen BDSM, dann ist das so, ganz gleich, wie ekelhaft das Unwissende sehen.


    Übrigens, die sind mir egal, weil sie nicht bereit sind, Menschen so zu akzeptieren, wie sie eben sind. Alle müssen ihren Vorstellungen entsprechen, und dann wundern sie sich auch noch über Kriege.

    Ich habe mich mit Wissen geweigert, Buddhist oder ein BDSMer zu sein. Natürlich auch Mann oder Frau. Ich bin Mensch und das ist schon verwerflich genug.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Igor07
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    • 4. Juli 2026 um 16:01
    • #59
    GermanViking:

    Ich mag auch nicht unromantisch klingen, aber ob sexuelle Großzügigkeit und romantische Liebe immer so eng korrelieren, halte ich ehrlich gesagt für etwas zweifelhaft. Dazu gibt es viel zu viele liebevolle Ehen mit schlechtem Sex und gute One Night Stands. Es sei denn, du meinst Liebe in einem sehr weiten Sinne, sowas wie Metta.

    Doch, ich meine die echte Liebe in der Ehe oder in einer festen Beziehung. Inwiefern ich die Quellen kenne, hatte der Buddha bestimmt nicht dagegen. Wir können ihn sowieso nicht fragen. Der Buddhismus stellt eigentlich den Weg zum Glück dar, es ist kein Ausdruck von Pessimismus. Diese Meinung ist verkehrt und entspricht nicht dem Sinn der Lehre.

    Noch anders:

    Die romantische Liebe kommt und geht. Die echte Liebe kann man mit der Liebe der Mutter zum eigenen Kind vergleichen. Sie ist frei von Anhaftung. Die Mutter will, dass das eigene Kind gedeiht und im Leben prosperiert – einfach so. Sie braucht keine externen Reize dafür. Sie kann nicht anders.

    Wenn in der Beziehung genau diese Gefühle vorhanden sind, dann spielt es keine Rolle, ob es Sex gibt oder nicht. Das wäre dann der Ausdruck innerer Harmonie zueinander und miteinander. Klar, das ist selten, aber ich kenne konkrete Menschen, bei denen das so ist – warum denn nicht?

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    Sokrates

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    • 4. Juli 2026 um 16:11
    • #60
    GermanViking:

    .

    Aber zum Inhalt an sich: Wer will, dass andere frei von Leid sind, wie kann derjenige sich dann am Leid ergötzen? Für mich hängt es am Wort Leid. Ich verstand das immer so, dass sich das gegen ungewolltes Leid, unter dem jemand leidet, richtet. Beim einvernehmlichen BDSM-Spiel geht es aber um etwas, das der andere will und im geschützten Rahmen nicht als unerwünschte Qual erlebt.

    Konkret ist es wirklich und tatsächlich so, dass man sich am Leid des anderen erfreut. Und der andere hat Gründe sich ebenfalls am Leid zu erfreuen. Dies steht quer zum Wunsch nach Leidfreiheit. Es ist wichtig das anzuerkennen.


    Das Leid wird nur deswegen in Kauf auf genommen, weil es Lust erzeugt. Wenn beide nicht im Zustand sexuellen Begehrens sind, wird Leid als Leid erfahren und Schmerz als unangenehm.


    Von daher ist die Rolle von Lust und Begehren das zentrale.


    Es gibt ja Religionen, die das Begehren und das Sinnliche bejahen (Pankult) und solche wo man sich selber im origiastischen Rausch Schmerzen zufügt. Sexualität in all ihren Aspekte kann ja eine tiefe Lebenskraft repäsetieren.


    Aber der Buddhismus und Jainismus sind Religionen die eine eher distanzierteste Beziehung zu Begehren, Rausch und Sinnlichkeit einnehmen und sie als Fesseln sehen.

  • GermanViking
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    • 4. Juli 2026 um 16:37
    • #61

    void Es wird tatsächlich Begehren und Lust vorausgesetzt, und ohne diesen Zustand würde der Schmerz als unangenehm erfahren werden. Wobei es auch unter diesen Maßgaben dann natürlich noch Grenzen und Vorlieben gibt.


    Zugleich beschreibst du damit etwas, das nicht nur spezifisch für BDSM ist, sondern allgemeingültig ist für jede Sexualität. Auch beim zärtlichsten Sex wird eine Berührung nur deshalb als lustvoll und angenehm erfahren, weil Begehren da ist. Gerade Frauen müssen leider immer wieder ungewollte sexuelle Annäherungen abwehren oder ertragen.


    Da sind wir wieder an dem Punkt, an dem Igor07 und ich gelandet sind: Wenn das der Maßstab ist, trifft er alle Sexualitäten, nicht diese eine Spielart.


    Wo ich dir aber widerspreche, ist beim Wort „ergötzen". Ich erfreue mich nicht am Leid als Leid, sondern an der Lust, der Hingabe, dem Vertrauen des anderen. Der Schmerz ist dabei das Mittel, nicht der Zweck. Wenn meine Partnerin in dem Moment wirklich litt, im Sinne von ungewolltem, quälendem Leid, wäre der Reiz sofort weg, nicht größer. Genau das unterscheidet es vom Sadismus im eigentlichen (klinischen) Sinn.

    Igor07 also scheinst du schon so etwas wie Metta zu meinen. Aber das ist ja eine andere Ebene als die konkrete Praxis. Wenn sie unabhängig davon besteht, ob es Sex gibt oder nicht, dann ist sie der Boden, auf dem alles steht, und begründet oder verbietet keine bestimmte Form. Zwei Menschen können sie füreinander empfinden und dabei zärtlich sein oder auch intensiver.

    2 Mal editiert, zuletzt von GermanViking (4. Juli 2026 um 17:17)

  • Igor07
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    • 4. Juli 2026 um 17:31
    • #62
    GermanViking:

    also scheinst du schon so etwas wie Metta zu meinen. Aber das ist ja eine andere Ebene als die konkrete Praxis. Wenn sie unabhängig davon besteht, ob es Sex gibt oder nicht, dann ist sie der Boden, auf dem alles steht, und begründet oder verbietet keine bestimmte Form. Zwei Menschen können sie füreinander empfinden und dabei zärtlich sein oder auch intensiver.

    Doch nein, du hast mich missverstanden. Das ist kein Metta, denn Metta ist eher unpersönlich, das hat void zitiert. Die Liebe, also ich meine reale Liebe, meint den konkreten realen Menschen, das ist etwas anderes so wie das Beispiel mit Mutter und Kind.

    Auch wenn du sagst: „Hier werden wieder Intention und Praxis miteinander vermischt“, dann verfehlt das den Sinn des Buddhismus. Warum? Mein Verhalten kann man als angemessen und korrekt verstehen, wenn ich entsprechende Ursachen und Bedingungen berücksichtige, also so wie den Strom der bedingten Entstehung. Das wäre dann der Ausdruck von Weisheit. Ich handele dann angemessen und korrekt.Das sind normale Wörter, ich wollte keine Fachbegriffe, sondern es einfacher veranschaulichen.

    Dein Fehler in der ganzen Argumentation, wie ich es sehe, besteht darin, dass du dich an diese so intensiven Gefühle innerlich involvierst, so dein Satz: „Ich erfreue mich nicht am Leid als Leid, sondern an der Lust …“ Das verfehlt die Tradition, denn es wirkt so, als ob du diese Lust unbewusst steigern wolltest, dann wird sie noch intensiver, was daraus folgt, ist die Abstumpfung – das ist reine Neurobiologie, davon war die Rede mehr als genug.

    Sexualität kann nur dann im buddhistischen Sinne, wenn überhaupt real ausgelebt, wenn sie eher spontan und wie fließend aus sich selbst heraus entsteht, aber nicht durch bestimmte Techniken.

    Ich weiß das alles, weil ich viele Jahre Kundalini-Tantra praktiziert habe, das ist Bihar School of Yoga, aber der Sinn und Inhalt ist identisch wie im Buddhismus.

    Wenn der Mensch nach dem Ergebnis, also nach Resultat, fixiert ist, dann wird alles nur schiefgehen.

    Rausch, egal welcher, sexueller oder durch Drogen, vernebelt die klare Sicht, verzerrt sie, dann will die Person immer mehr, mehr und mehr … Das würde aber nicht funktionieren.

    Nirvana kann auch als freier Raum betrachtet werden zwischen Reiz und Reaktion, also ich reagiere nicht blind, weil ich Reize( via Stimulus) suche, sondern ich werde innerlich abgekühlt. Nirvana bedeutet genau diese innere Kühle, wie beim Essen /so Thai.-Sprache/ Frage dich selbst, entspricht das Ganze diesen Praktiken, abgesehen von den ethischen Regeln überhaupt.

    Mehr kann ich wirklich nicht sagen.

    Alles Gute herzlich.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • GermanViking
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    • 4. Juli 2026 um 18:27
    • #63

    Igor07 Stimmt, wenn die Intensität immer weiter steigen muss, läuft etwas falsch, das schrieb ich hier auch schon. Da sind wir uns einig.


    Allerdings schließt du aus "ich erfreue mich an der Lust und Hingabe des anderen": Ich will diese Lust unbewusst steigern, bis zur Abstumpfung. Aber Freude an etwas ist nicht dasselbe wie Gier nach immer mehr davon. Das schrieb ich also weder, noch meinte ich es.


    Zur Metta-Korrektur: Okay, da habe ich dich missverstanden. Wenn du die konkrete, personale Liebe zu diesem Menschen meinst und nicht das unpersönliche Wohlwollen gegen alle, dann ist das sogar näher an dem, was ich sagte. Denn Liebe zum konkreten Menschen heißt ja hinszuschauen, was dieser eine Mensch gerade will und braucht.


    Nicht die äußere Form entscheidet, sondern die Bedingungen, unter denen gehandelt wird. Ich trenne Intention und Praxis nicht, um die Praxis von der Ethik freizusprechen, sondern um zu sagen, dass dieselbe äußere Handlung je nach Absicht heilsam oder unheilsam sein kann, du selbst nennst das "Ursachen und Bedingungen berücksichtigt".

    Wenn Sexualität nur noch technisch hergestellt wird, um ein Resultat zu erzwingen, ist das nicht gut. Nur trennt dieser Maßstab wieder nicht BDSM von allem anderen. Auch der sanfteste Sex hat gelernte technische Anteile und auch er kann trotzdem aus sich heraus fließen. Ausgerechnet die tantrischen Wege, die du kennst, arbeiten doch sehr bewusst mit Energie, Atem, Technik, usw. Deiner Warnung vor der Resultat-Fixierung stimme ich ohne Einschränkung zu. Wer auf das Ergebnis fixiert ist, aufs Kommen, auf die Leistung, auf den nächsten Kick, verfehlt den Moment.

    Nicht jeder intensive Zustand vernebelt die Sicht. Manche tun es, das sehe ich wie du. Aber es gibt auch intensive Zustände hoher Präsenz, in denen gerade nichts vernebelt ist, sondern alles sehr klar und gegenwärtig ist.


    Ich habe ganz am Anfang dieses Fadens von dem Spielraum zwischen Impuls und Handlung gesprochen. Dass man nicht blind dem Reiz folgt, sondern innehält, abspricht, hinschaut. Wo er verschwindet, wo nur noch Reiz und blinde Reaktion sind, wäre ich der Erste, der abrät.


    Falls du mit "reiner Neurobiologie" Sayitingermans alte Behauptung meinst, dann will ich dich doch auf meine ausführlichen Antworten dazu verweisen. Sayitingermans Behauptungen gehen mit einer einzigen Ausnahme überhaupt nicht aus seinen Quellen hervor.

  • Anna Panna-Sati
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    • 4. Juli 2026 um 18:54
    • #64

    Hallo, lieber Alex ( GermanViking ),


    danke für deine Antwort, aus der ich u.a. viel kognitive Empathie herauslese, die ja auch bei BDSM eine herausragende Rolle zu spielen scheint.

    GermanViking:

    Es geht uns also nicht darum, eine dauerhafte Hierarchie oder Besitzverhältnisse zu etablieren, sondern darum, in bestimmten Momenten bewusst Macht und Hingabe zu erleben, ohne dass dies das gesamte Beziehungsgefüge bestimmt.

    D.h., ihr verbringt auch außerhalb der Sex-Sessions Zeit miteinander, wo die Hierarchien aufgehoben sind und Gleichberechtigung herrscht?

    GermanViking:

    Gerade weil wir das so handhaben, fühlen wir uns alle drei relativ frei und nicht in einer Rolle gefangen. Daraus entstehen dann oft erst die interessanten Kontraste.

    "relativ" frei.....

    "Interessante Kontraste" ...

    Wenn du (selbst nur ein wenig) sadistisch veranlagt bist, verspürst du dann nicht nachfolgend ein verstärktes "Bestrafungsbedürfnis", z.B., wenn "deine" Sub dir, außerhalb des Spiels, mal auf die Nerven geht?

    GermanViking:

    Inwiefern wir also unsere sexuellen Rollen im Alltag leben würden, kann ich nicht so wirklich sehen.

    Meines Erachtens ist genau dies eine Schwierigkeit, das Unterschätzen des Einflusses der BDSM-Praktiken auf die Persönlichkeitsentwicklung allgemein - dementsprechend also auch das Negieren von Auswirkungen auf Empfindungen und Verhaltensweisen im alltäglichen Leben...

    GermanViking:

    Aber für uns ist es wichtig, dass diese Praktiken nicht zu einer umfassenden Identität oder Lebensform werden, sondern ein bewusster, begrenzter Teil unseres Lebens bleiben.

    Ja, das ist verständlich und vernünftig, aber es passiert eben allzu leicht, dass es etwas mit euch "macht", ohne dass es bewusst (und damit kontrollierbar) wird - alle Handlungen haben Folgen, manchmal auch erst viel später und in anderen Bereichen...

    Waldler:

    Ich stelle mir gerade vor, man hätte dem Buddha dieses Thema vorgebracht. Was er wohl gesagt hätte? (Ist eine ernstgemeinte Frage)

    Der Buddha, dem nichts Menschliches fremd war, hätte - in seiner Weisheit, seinem unerschütterlichen Gleichmut, von Mitgefühl bewogen - sicherlich mit einem Laien Klartext geredet und auf die Unheilsamkeit solcher Praktiken verwiesen.


    Mit Mönchen, denen ja auch so allerlei "Missetaten" (z.B. GV mit einer Äffin...) "unterliefen", sprach er seinerzeit durchaus schon mal in härterem Tonfall - denn in diesen Fällen ging es ja auch um den Ruf (und damit Fortbestand) des von Spenden abhängigen Ordens, der den Dharma bewahren, vertreten und künftig verbreiten sollte.


    Vinaya-Piṭaka V - Bhikkhu-Vibhaṅga

    Qualia:

    Buddh hat nur etwas einzuwenden, wenn die Sila verletzt werden und einvernehmlicher Sex ist nie ein Sila brechen.

    So einfach ist es nicht...

    - Einvernehmlicher Sex könnte ja beispielsweise auch Ehebruch (definitiv ein Brechen der 3. Sila) bedeuten und dieser kann zu mannigfaltigem Leid und Schaden beitragen.


    - Des Weiteren handelt es sich bei BDSM nicht um "normalen" Sex, welcher Ausdruck erotischer Liebe, sowie der Paarbindung und Fortpflanzungswunsch ist, sondern um eine Erweiterung des sinnlichen Erlebnisspektrums mit Hilfe von Mitteln/Strategien, die Menschen erniedrigen, um der Luststeigerung willen.


    - Last, but not least, darf "Einvernehmlichkeit" nicht das einzige Kriterium sein (wie auch GermanViking schrieb), der/diejenigen müssen auch "einwilligungsfähig" sein - mithin nicht psychisch/geistig krank oder minderjährig oder....

    GermanViking:

    Die ICD-11 (2022) hat den alten Sadomasochismus als Diagnose gestrichen, zusammen mit vielen anderen Themen aus dem Bereich Fetischismus und Transsexualität.

    Ich frage mich ja, was (oder wer) der - zusätzliche - Treiber des Paradigmenwechsels war und ob da nicht eine Lobby beteiligt ist, die sich Vorteile davon verspricht....

    Von Interesse wäre in diesem Zusammenhang auch, wer die Studien zum Thema eigentlich finanziert denn - wie zu lesen ist- boomt die Sexspielzeug-Industrie ja gewaltig in den letzten Jahren, man hofft aber auf noch höhere Gewinne...


    https://www.fortunebusinessinsights.com/de/sexspielzeugmarkt-112990?__cf_chl_f_tk=duZRlKJZH6ugiNdw8I8ratD3q_Zje4dhdzaGv.KbsJo-1783175992-1.0.1.1-.W02e_xq27lVb.22QrHTqyo3jZRc.DDdPzq2saKm5WA


    Dieser Industriezweig, wie überhaupt die gesamte Sex-Industrie, nebst ihren Nutznießern (die übrigens häufig aus den höheren sozialen Schichten stammen...), dürften kein Interesse an der Pathologisierung von BDSM haben.


    Nur so ein Gedanke....

    GermanViking:

    Aber zum Inhalt an sich: Wer will, dass andere frei von Leid sind, wie kann derjenige sich dann am Leid ergötzen? Für mich hängt es am Wort Leid. Ich verstand das immer so, dass sich das gegen ungewolltes Leid, unter dem jemand leidet, richtet.

    Beim einvernehmlichen BDSM-Spiel geht es aber um etwas, das der andere will und im geschützten Rahmen nicht als unerwünschte Qual erlebt.

    Ja, ein Problem besteht aber darin, dass manche Menschen, z.B. aufgrund ihrer psychischen Verfassung (die für den Partner nicht immer klar ersichtlich ist), nicht wirklich in der Lage sind, zu beurteilen, inwieweit ihnen BDSM mittel-langfristig schadet.

    Mit der Willensfreiheit ist das halt so eine Sache, du berichtest ja selbst von "Subspace" und den möglichen Folgen - nicht jede(r) geht so verantwortungsbewusst damit um, wie du es (anscheinend) tust.

    GermanViking:

    Einvernehmlich greift halt etwas kurz. Es sollte nicht nur eine aktive Zustimmung (im Kontrast zur passiven) vorliegen, sondern sie sollte auch informiert und rational sein.

    Ein Kind kann zwar prinzipiell zustimmen, aber es kann nie völlig informiert und rational zustimmen, da es aufgrund seiner Entwicklung dazu noch nicht vollständig in der Lage ist.

    So ist es, aber dies träfe beispielsweise auf ein(e)n Borderline(r)in o.ä. psychisch erkrankte Person ebenfalls zu, wobei sich Betroffene selten als solche "outen" (und manche von ihrer Störung auch nichts wissen/wollen...).

    GermanViking:

    Ich erfreue mich nicht am Leid als Leid, sondern an der Lust, der Hingabe, dem Vertrauen des anderen. Der Schmerz ist dabei das Mittel, nicht der Zweck. Wenn meine Partnerin in dem Moment wirklich litt, im Sinne von ungewolltem, quälendem Leid, wäre der Reiz sofort weg, nicht größer.

    Genau das unterscheidet es vom Sadismus im eigentlichen (klinischen) Sinn.

    Beruhigend zu wissen...

    Im Zweifel verschafft ein Test Klarheit:

    Würdest du lieber eine dreckige Toilette putzen oder eine Kellerassel zerquetschen? ;):

    Sadismus: Jeder vierte hat Appetit auf Töten
    Sie glauben, grausamen Sadisten begegnen Sie nur abends auf der Fernsehcouch in Horrorfilmen oder düs­teren nordischen Krimis?
    medical-tribune.ch
    GermanViking:

    Ich lebe nicht als Mönch und strebe auch nicht die vollständige Transzendenz allen Begehrens an.

    Auf dieser Ebene von jemandem, der versucht bewusst und verantwortungsvoll mit seinem Begehren umzugehen, statt es ganz aufzugeben, wurde meine Ausgangsfrage gestellt.

    Erinnert mich etwas an "Wasch' mich, aber mach' mich nicht nass."


    Du wolltest/willst etwas in Einklang bringen, was widersprüchlich ist:

    Buddhistische (!) Ethik und eine sexuelle Praxis, die - zumindest manchen - Menschen zum Schaden gereichen kann und durch Förderung von Anhaftungen eine heilsame spirituelle Weiterentwicklung be-/verhindert.


    Du wirst nicht beides gleichzeitig und vollständig leben können, also bleibt nur, Prioritäten zu setzen, Kompromisse zu finden (darauf läuft es wohl hinaus), ggf. einen Anspruch fallenzulassen oder die Situation aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten.


    Liebe Grüße, Anna _()_:heart:

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

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    • 4. Juli 2026 um 19:52
    • #65
    Anna Panna-Sati:

    D.h., ihr verbringt auch außerhalb der Sex-Sessions Zeit miteinander, wo die Hierarchien aufgehoben sind und Gleichberechtigung herrscht?

    Hallo Anna!


    Erstmal eine allgemeine Anmerkung: Viele BDSM-Varianten enthalten dieses dichotome Machtverhältnis zwischen Dom und Sub (oder auch Top und Bottom), aber nicht alle. Manche stehen zum Beispiel nur auf Bondage, Breathplay oder Painplay oder haben einen krassen Lederfetisch.


    Bei mir gehört aber D/s dazu und ja, außerhalb der entsprechenden Sessions habe ich kein Interesse an hierarchischen Beziehungen. Mit zwei meiner Partnerinnen treffe ich mich auch regelmäßig zu ganz normalen sozialen Aktivitäten. Die Dritte hat aber ein nahezu rein sexuelles Interesse. Also klar reden wir auch mal oder essen was zusammen, aber das ist eher Rahmenwerk. Für starke soziale Hierarchien wären das auch die falschen Frauen und das falsche Land.


    Ich würde auch eher andersherum formulieren: Die Hierarchie ist während der Session gesondert angeschaltet und nicht extra für den Alltag mal eben ausgeschaltet.


    Zudem ist das auch in jeder der drei Beziehungen anders im Detail dann doch anders gelagert. In einem Fall ist das Ganze eine stark archaische (primal ist der Begriff in der Szene) Komponente und ist sehr körperlich-roh geprägt, da wird in der Session selbst gar nicht so viel verbal kommuniziert. In den beiden anderen Fällen ist viel verbale Kommunikation dabei, wobei eine der Damen sehr provokativ-offensiv auftritt (brat ist der Begriff in der Szene) während die andere sich sehr viel positive verbale Bestärkung wünscht.


    Anna Panna-Sati:

    "relativ" frei.....

    "Interessante Kontraste" ...

    Wenn du (selbst nur ein wenig) sadistisch veranlagt bist, verspürst du dann nicht nachfolgend ein verstärktes "Bestrafungsbedürfnis", z.B., wenn "deine" Sub dir, außerhalb des Spiels, mal auf die Nerven geht?

    Ich finde soziale Konflikte jetzt generell eher nicht so sexuell anregend. Es gibt natürlich den klassischen Versöhnungssex in engen Langzeitbeziehungen, aber den hatte ich noch mit keiner der drei Frauen.


    Generell würde ich davon abraten, Sex oder besonders BDSM mit einer Person zu haben, für die man gerade in irgendeiner Form negative Gefühle hat.


    Wie ich aber schon andeutete, ist eine meiner Partnerinnen gern in der Rolle Brat, sprich, sie provoziert gern und will dann sozusagen zur Raison gebracht werden. Das ist aber Teil des BDSM und auch als solches erkennbar. Die Provokationen betreffen da auch nicht den Alltag, sondern sind eindeutig erkennbar sexueller oder zumindest koketter Natur.

    Anna Panna-Sati:

    Meines Erachtens ist genau dies eine Schwierigkeit, das Unterschätzen des Einflusses der BDSM-Praktiken auf die Persönlichkeitsentwicklung allgemein - dementsprechend also auch das Negieren von Auswirkungen auf Empfindungen und Verhaltensweisen im alltäglichen Leben...

    Dass wiederholtes Handeln die Person prägt, will ich erstmal gar nicht leugnen. Ob sich das dann aber automatisch auf andere Lebensbereiche überträgt, halte ich zumindest für diskussionswürdig.


    Wenn die Prägung von dem abhängt, was man wiederholt einübt, dann lohnt der Blick darauf, was beim achtsam praktizierten BDSM eigentlich eingeübt wird. Nämlich fragen, zuhören, auf feinste Signale achten, innehalten, bremsen.

    Die großen Untersuchungen (hier im Thread bereits von mir zitiert und verlinkt) finden bei Praktizierenden keine erhöhte Aggressivität und keine Korrelation mit einer grausamen oder dominanten Persönlichkeit im Alltag, teils sogar etwas höheres Wohlbefinden.

    Das soll deine Sorge nicht restlos widerlegen, aber es spricht zumindest gegen eine Zwangsläufigkeit.

    Das kippt genau dort, wo die Trennung zwischen Spiel und Alltag aufgegeben wird, also bei totalen, dauerhaften Dynamiken. Da wird die sexuelle Rolle dann ja zur Identität. Einer der Gründe weswegen ich davon nichts halte.


    Anna Panna-Sati:

    Ja, das ist verständlich und vernünftig, aber es passiert eben allzu leicht, dass es etwas mit euch "macht", ohne dass es bewusst (und damit kontrollierbar) wird - alle Handlungen haben Folgen, manchmal auch erst viel später und in anderen Bereichen...

    Wenn "es könnte unbewusst etwas mit dir machen, das erst später und woanders auftaucht" ein Vorbehalt ist, dann trifft er nicht diese BDSM-Praxis, sondern praktisch jede prägende Erfahrung. Ein fordernder Beruf macht etwas mit einem, eine lange Beziehung, eine Verletzung, sogar eine intensive spirituelle Praxis. Hier im Thread wurde ja auch schon festgestellt, dass Ärzte zum Beispiel eine gewisse Abstumpfung gegenüber den Schmerzen anderer Menschen entwickeln, ohne das zu wollen. Das Leben prägt uns überall, meist ungefragt. Das macht deine Bedenken zwar wahr, aber es macht sie nicht zu einem Einwand speziell gegen die von mir beschriebenen BDSM-Praktiken.


    Anna Panna-Sati:

    So einfach ist es nicht...

    - Einvernehmlicher Sex könnte ja beispielsweise auch Ehebruch (definitiv ein Brechen der 3. Sila) bedeuten und dieser kann zu mannigfaltigem Leid und Schaden beitragen.


    - Des Weiteren handelt es sich bei BDSM nicht um "normalen" Sex, welcher Ausdruck erotischer Liebe, sowie der Paarbindung und Fortpflanzungswunsch ist, sondern um eine Erweiterung des sinnlichen Erlebnisspektrums mit Hilfe von Mitteln/Strategien, die Menschen erniedrigen, um der Luststeigerung willen.


    - Last, but not least, darf "Einvernehmlichkeit" nicht das einzige Kriterium sein (wie auch GermanViking schrieb), der/diejenigen müssen auch "einwilligungsfähig" sein - mithin nicht psychisch/geistig krank oder minderjährig oder....

    Alles anzeigen

    Man könnte natürlich argumentieren, dass der Ehebruch leidvoll ist, weil nicht alle Personen ihm zugestimmt haben, die es etwas angeht, und das wären dann ja nicht nur die beiden Personen mit dem sexuellen Kontakt, sondern auch deren Ehepartner. Auch das gibt es ja durchaus als Fetisch, auch wenn es nicht meines ist.


    Nicht jeder BDSM-Sex enthält Erniedrigungen. Reine Bondage-Praktiken zum Beispiel nicht. Und nicht jeder "normale" Sex dient Liebe, BIndung oder Fortpflanzung. Es gibt genug One-Night-Stands, lieblosen oder schlechten Sex in Beziehungen, usw. Du baust hier eine Dichotomie auf, in der du "normalem" Sex die positiven Eigenschaften zuweist und BDSM die schlechten.


    Dass Einvernehmlichkeit nicht das einzige Kriterium ist, da stimme ich zu.


    Anna Panna-Sati:

    Ich frage mich ja, was (oder wer) der - zusätzliche - Treiber des Paradigmenwechsels war und ob da nicht eine Lobby beteiligt ist, die sich Vorteile davon verspricht....

    Von Interesse wäre in diesem Zusammenhang auch, wer die Studien zum Thema eigentlich finanziert denn - wie zu lesen ist- boomt die Sexspielzeug-Industrie ja gewaltig in den letzten Jahren, man hofft aber auf noch höhere Gewinne...


    https://www.fortunebusinessinsights.com/de/sexspielzeu….DDdPzq2saKm5WA


    Dieser Industriezweig, wie überhaupt die gesamte Sex-Industrie, nebst ihren Nutznießern (die übrigens häufig aus den höheren sozialen Schichten stammen...), dürften kein Interesse an der Pathologisierung von BDSM haben.


    Nur so ein Gedanke....

    Alles anzeigen

    „Vielleicht steckt eine interessierte Lobby dahinter" lässt sich gegen jede Entscheidung ins Feld führen, in beide Richtungen. Mit derselben Bewegung könnte jemand fragen, wer ein Interesse an der Pathologisierung von BDSM hat und da fänden sich auch so einige Kandidaten. Sobald man Positionen nach vermuteten Geldinteressen statt nach ihren Gründen bewertet, kann man am Ende gar nichts mehr beurteilen. Deshalb würde ich es lieber bei der Sache halten.


    Und die Sache spricht gegen die Lobby-Erklärung. Die ICD-11 hat ja nicht einfach BDSM entpathologisiert. Sie hat ein durchgängiges Kriterium angelegt, das für viele Diagnosen gilt. Krankheitswertig ist, was Leidensdruck, Funktionseinschränkung oder Schaden für andere erzeugt, nicht die bloße Abweichung von einer Norm. Derselbe Schritt wurde vorher bei der Homosexualität gegangen. Und genau deshalb wurde die eine Form, auf die dein Einwand zielt, ausdrücklich als Diagnose behalten, nämlich der Sadismus gegenüber Nicht-Einwilligenden. Die WHO hat die Grenze also exakt dort gezogen, wo auch ich sie ziehe, bei Konsens und Fremdschädigung. Das ist eine kohärente Systematik, keine Gefälligkeit für eine Industrie.


    Anna Panna-Sati:

    Ja, ein Problem besteht aber darin, dass manche Menschen, z.B. aufgrund ihrer psychischen Verfassung (die für den Partner nicht immer klar ersichtlich ist), nicht wirklich in der Lage sind, zu beurteilen, inwieweit ihnen BDSM mittel-langfristig schadet.

    Mit der Willensfreiheit ist das halt so eine Sache, du berichtest ja selbst von "Subspace" und den möglichen Folgen - nicht jede(r) geht so verantwortungsbewusst damit um, wie du es (anscheinend) tust.

    Ich hatte ja selbst gesagt, dass ein bloßes "Ja" nicht reicht, dass Einwilligung informiert und tragfähig sein muss und dass gerade der Subspace die Urteilsfähigkeit trüben kann. Du gehst einen Schritt weiter und sagst: Bei manchen Menschen ist diese Tragfähigkeit von vornherein brüchig, aus Gründen, die der Partner nicht sieht.


    Es ist wie bei allem, was Vertrauen und ein Gefälle beinhaltet: Je weniger sicher ich sein kann, dass mein Gegenüber gerade wirklich frei urteilt, desto vorsichtiger, langsamer und aufmerksamer muss ich sein, und desto eher muss ich im Zweifel bremsen, auch gegen den geäußerten Wunsch. Genau das meinte ich damit, dass ein Dom eben nicht einfach alles tun darf, was die Sub sich wünscht.


    Allerdings sollte man auch vorsichtig sein, seine Partner oder Menschen mit submissiver Sexualneigung generell zu pathologisieren, wenn es dafür gar keinen überzeugenden Anhaltspunkt gibt. Auch das ist dann nämlich keine gleichberechtigte Beziehung mehr. Historisch wurden übrigens gerade Frauen so immer wieder massiv entmündigt.


    Anna Panna-Sati:

    So ist es, aber dies träfe beispielsweise auf ein(e)n Borderline(r)in o.ä. psychisch erkrankte Person ebenfalls zu, wobei sich Betroffene selten als solche "outen" (und manche von ihrer Störung auch nichts wissen/wollen...).

    Eine psychische Erkrankung kann die tragfähige Zustimmung genauso unterlaufen wie fehlende Reife.


    Eine Unterscheidung würde ich aber ziehen, weil sonst zwei verschiedene Dinge verschmelzen. Beim Kind ist die Einwilligungsfähigkeit kategorisch nicht gegeben, ausnahmslos; deshalb ist dort jede Praxis ausgeschlossen. Bei einer psychischen Erkrankung ist die Urteilsfähigkeit graduell und situativ eingeschränkt, aber nicht grundsätzlich aufgehoben. Ein Mensch mit Borderline ist nicht pauschal einwilligungsunfähig, sonst müsste man ihm jede selbstbestimmte Sexualität, jede Beziehung, jede riskante Entscheidung absprechen und das wäre selbst eine Form von Übergriff.


    Menschen mit psychischen Problemen sind ja auch in "normalen" Beziehungen gefährdet, ausgenutzt zu werden. Das Problem, das du beschreibst, ist also weniger eines von BDSM als eines vom Umgang mit Verletzlichkeit überhaupt.


    Zugleich will ich nochmal darauf hinweisen, dass man nicht kategorisch davon ausgehen sollte, dass der Stalker nicht zurechnungsfähig ist, ob er nun auf BDSM steht oder nicht, denn auch das ist eine Form von psychischer Gewalt und kein gesundes Verhalten. Ich hatte hier auch die beiden großen Studien verlinkt, die belegten, dass BDSMler keine überdurchschnittliche Zahl an Traumata haben.


    Anna Panna-Sati:

    Beruhigend zu wissen...

    Im Zweifel verschafft ein Test Klarheit:

    Würdest du lieber eine dreckige Toilette putzen oder eine Kellerassel zerquetschen? ;) : Sadismus: Jeder vierte hat Appetit auf Töten Sie glauben, grausamen Sadisten begegnen Sie nur abends auf der Fernsehcouch in Horrorfilmen oder düs­teren nordischen Krimis?

    Getier aus meiner Wohnung kommt in ein extra dafür bereitgestelltes Glas und wird dann in die Natur getragen. Meine Ex-Frau nervt das oft, weil es deutlich länger dauerte und sie die Spinnen dann trotz Arachnophobie im Glas doch immer beobachtet hat. Die Kellerassel kommt also ins Glas und nach draußen und das Klo wird danach geputzt, bevor der Damenbesuch kommt.


    Glaub mir, die richtig düsteren nordischen Krimis kommen nicht im deutschen TV!

    8 Mal editiert, zuletzt von GermanViking (4. Juli 2026 um 20:51)

  • GermanViking
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    • 4. Juli 2026 um 21:01
    • #66
    Anna Panna-Sati:

    Erinnert mich etwas an "Wasch' mich, aber mach' mich nicht nass."


    Du wolltest/willst etwas in Einklang bringen, was widersprüchlich ist:

    Buddhistische (!) Ethik und eine sexuelle Praxis, die - zumindest manchen - Menschen zum Schaden gereichen kann und durch Förderung von Anhaftungen eine heilsame spirituelle Weiterentwicklung be-/verhindert.


    Du wirst nicht beides gleichzeitig und vollständig leben können, also bleibt nur, Prioritäten zu setzen, Kompromisse zu finden (darauf läuft es wohl hinaus), ggf. einen Anspruch fallenzulassen oder die Situation aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten.


    Liebe Grüße, Anna _()_ :heart:

    Alles anzeigen

    Bewusst und begrenzt mit einem Begehren umzugehen, statt es ganz aufzugeben, ist ja keine Ausrede, sondern die Lage fast jedes Laien zu fast jedem Genuss.


    Hier im Thread haben ja schon einige absolute Keuschheit nahezu stolz als Wert proklamiert, keusch oder monastisch scheint aber trotzdem niemand zu leben. Bei Gewalt war es ähnlich, aber da habe ich gar nicht erst gefragt, wer hier wirklicher Pazifist und Veganer ist.


    Du setzt als feststehend voraus, was im Thread ja eine der zentralen Fragen ist: ob diese BDSM-Praxis nämlich zwangsläufig schadet und mehr Anhaftung erzeugt als andere Sinnlichkeit. "Kann manchen schaden" stimmt, aber das gilt für vieles und heißt nicht "schadet zwangsläufig".


    Danke dir, Anna, und liebe Grüße zurück.


    P.S.: Ist extra, weil ich den Beitrag davor nicht mehr editieren konnte.

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    • 4. Juli 2026 um 21:20
    • #67

    BDSM führt zu emotionaler Abstumpfung. Da gibt es unterschiedliche Stufen. Wer eine glückliche Beziehung führt, braucht sowas in der Regel nicht.

  • Waldler
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    • 4. Juli 2026 um 21:47
    • #68

    Ich frage mich gerade, ob ich das alles in einem buddhistischen Forum lesen mag?


    Nein, will ich nicht.


    Daher bin ich hier raus.

    Schönen Abend

    W.

    Einmal editiert, zuletzt von Waldler (4. Juli 2026 um 21:58) aus folgendem Grund: Tippfehler korrigiert

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    • 4. Juli 2026 um 22:37
    • #69

    Im alten ( hinduistischen) Indien gab es traditionell vier Lebensziele:

    • Dharma: Mit Dharma ist in Hinduismus hauptsächlich Rechtschaffenheit im Sinne der Kastenregeln gemeint .
    • Artha: Wohlstand, Erfolg, Einfluß.
    • Kama: Sinnesvergnügen.
    • Moksha: Spirituelle Befreiung

    Und für jeden Bereich gab es die passenden Sutras. Für Moksha natürlich die religiösen Sutras. Für den Bereich Artha so etwas wie das Arthashastra, wo Fürsten gesagt wird wie sie Macht bekommen und für Kama gab es eine Kategorie von Werken denen das Kamasutra entstammt. Ein Sutra für das Ziel Kama ist, werden eben die verschiedenen Optionen Kama (Lust) zu erzeugen aufgezählt. Es gibt einfach Unterkapitel zu Genital, Oral, Anal, Küssen,Rollentausch, Kratzen, Beißen und Schlagen und da betont der Autor dass dies nur dazu dienen soll Lust zu erzeugen und nicht in Gewalt umschlagen soll. Auch damals ( 200-300 n Chr) gab es also so die ganze Klaviatur der Lusterzeugung.


    Die Harmonisierung der Lebensziele erfolgte durch eine zeitliche Schichtung. Erstmal muß man als Schüler die Kastenregeln lernen, dann wird es in Ehe und Beruf wichtig Kama und Artha so zu leben, dass es anderen nicht schadet und schließlich - wenn man sozusagen "den Hof übergeben hat" hat man seine Pflicht getan und widmet sich dem Spirituellen ( Moksha).


    Während es eben spirituelle Adepten gibt, die aus dem Weltlichen ( Dharma, Kama, Artha) heraustreten und nicht nur Moksha widmen.


    Diese Kategorisierung zeigt einerseits, wie Kama und Moksha als unterschiedliche und auch als such widerstrebende Ziel wahrgenommen wurden, aber trotzdem nicht polar sondern so dass alles irgendwo seinen Platz hat.


    Es würde mich interessieren, ob der Buddhismus damals analog dachte, oder da andere Prioritäten setzte.

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    • 4. Juli 2026 um 22:50
    • #70

    Ob BDSM nun moralisch oder ethisch in Ordnung ist eine Frage (um die zu beantworten muss garnicht der Buddhismus bemüht werden, wenn zwei Erwachsene aus freien Stücken und unter Einhaltung vereinbarter Grenzen BDSM machen wollen ist das ethisch und moralisch in Ordnung ).


    Die Frage die sich mir stellt: ist es heilsam (kusala), ist es unheilsam (akusala), oder irgendwo dazwischen? (Mal so mal so?).


    Die eigene Sexualität zu unterdrücken halte ich erstmal für nicht so heilsam. Ganz pauschal ausgedrückt.


    Da ich keinerlei Zugang zu BDSM habe muss und will ich es diesbezüglich garnicht bewerten aber die Frage nach der heilsamkeit wäre die die ich mich fragen würde wenn ich BDSM praktizieren würde und mich für den buddhistischen Pfad interessiere um Dukkha zu mindern.

  • Samadhi1876
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    • 5. Juli 2026 um 01:03
    • #71
    void:

    würde mich interessieren, ob der Buddhismus damals analog dachte, oder da andere Prioritäten setzte.

    Der Buddha Shakyamuni hatte sich ja auch vor der spirituellen Befreiung erst mal „richtig ausgetobt“, wenn es stimmt, mit den Kurtisanen und so.


    Die Reihenfolge ist sicherlich nicht unwichtig, bevor es dann zur spirituellen Befreiung geht, sonst kommt einem das Andere dabei vielleicht Zuviel noch in die Quere.

  • pano
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    • 5. Juli 2026 um 08:02
    • #72

    Ach Samadhi1876 austoben ist dein Lieblingsthema …

    Naja. In den hagiographischen Erzählungen hat vieles eine bestimmten Zweck. Im Prinzip wird mit solchen Geschichten belegt das ein ausschweifendes luxusleben mit allen sinnesfreuden eben das Dukkha nicht hat verschwinden lassen.


    gelehrt hat der Buddha nicht dass man sich erstmal austoben soll.

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    • 5. Juli 2026 um 09:18
    • #73
    Samadhi1876:

    Der Buddha Shakyamuni hatte sich ja auch vor der spirituellen Befreiung erst mal „richtig ausgetobt“, wenn es stimmt, mit den Kurtisanen und so.

    Die sind ja erst späteren Datums. Buddhas Vater war ja gewählter Anführer (Raja) einer oligarchischen Adelsversammlung. Buddha schreibt, dass er im Reichtum aufwuchs und die Familie mehrere Residenzen ( wahrscheinlich würde man das heute Villen nennen) und in der Regenzeit von Musikantinnen und Dienerinnen unterhalten wurde. Das würde dann später - als man große Reiche hatte - als Paläste und als Harem umgedeutet. Eben aus einer pädagogischen Motivation heraus um den Charakter der Umkehr zu verdeutlichen.

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    • 5. Juli 2026 um 09:37
    • #74
    Sayitingerman:

    BDSM führt zu emotionaler Abstumpfung. Da gibt es unterschiedliche Stufen. Wer eine glückliche Beziehung führt, braucht sowas in der Regel nicht.

    In einer glücklichen Beziehung ist alles möglich, von SM über BDSM bis zu der Moral angepasstem Sex. Das macht eine glückliche Beziehung aus: dass alles möglich ist und sogar nur Lieben geht. Moral ist tödlich für eine glückliche Beziehung. Moral ist was für Gruppen, Vereinigungen, Stämme, Staaten.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

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    • 5. Juli 2026 um 09:40
    • #75
    Waldler:

    Ich frage mich gerade, ob ich das alles in einem buddhistischen Forum lesen mag?


    Nein, will ich nicht.


    Daher bin ich hier raus.

    Schönen Abend

    W.

    Alles anzeigen

    Wer die Lehre des Buddha nicht auch in diesem Thread erkennt, wird ein: „Ich bin Buddhist“, sein.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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