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  1. Buddhaland Forum
  2. GermanViking

Beiträge von GermanViking

  • Fake Mönche betrügen Touristen

    • GermanViking
    • 18. Juli 2026 um 18:04
    KarmaHausmeister:
    Helgo:
    KarmaHausmeister:

    Ihre Datenschutzeinstellungen

    Ein Fake-Link... linkt zu Fake-Mönch Report ....bitte korrigieren


    Der Link ist in Ordnung. Probiere es.

    Der Link ja, aber der Titel verwundert.

  • Scham (auch Beschämung, Schamlosigkeit) - unheilsam oder heilsam?

    • GermanViking
    • 18. Juli 2026 um 17:56
    Anna Panna-Sati:
    GermanViking:

    Mein Beitrag das Scham und Beschämung aber faktisch meist nur die Opfer trifft wurde geflissentlich ignoriert.

    1. Hier ist jeder frei, auf Statements einzugehen oder auch nicht, das solltest du respektieren und nicht darauf beharren, dass auf jede deiner Äußerungen reagiert wird.

    2. "Geflissentlich"/ignorieren ist allemal eine Unterstellung, die sich im Nachhinein meist als falsch erweist, denn es gibt mannigfaltige Gründe, warum jemand nicht auf einen Beitrag antwortet.

    (Eine Userin schrieb in diesem Forum übrigens mal den denkwürdigen Satz:

    "Es gibt kein Recht auf Antwort." ;))

    3. Können ja noch Beiträge folgen, der Thread ist nicht geschlossen...:)

    GermanViking:

    Die Ursachen sind ziemlich eindeutig eine repressive Sexualmoral und intransparente Machtstrukturen. Die werden hier durchaus beklatscht.

    Bitte belegen:

    Wo werden hier "intransparente Machtstrukturen" "beklatscht"?


    Was die "repressive Sexualmoral" betrifft, kann man sie aus den strengen Mönchsregeln (Vinaya Pitaka III), die der Buddha vor 2500 Jahren erließ, tatsächlich ableiten und eine zeitgemäße Überarbeitung wäre m.E. dringend angebracht.

    (In der Praxis wird allerdings eh vieles nicht so streng ausgelegt...8))


    Ganz wichtig: Die Einhaltung von Keuschheitsregeln sollte auf Freiwilligkeit basieren und diese gründet auf Erfahrung und Einsicht, nicht auf (falscher) Scham und Ängsten.


    Also, lieber GermanViking , das Thema ist sehr vielschichtig und über Scham, erst recht im Zusammenhang mit Sexualität, offen zu sprechen, nicht jedermanns Sache.


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

    Alles anzeigen

    Klar, man kann und darf alles was man nicht hören möchte ignorieren. Ignoranz ist nur selten ein guter Ratgeber. Die repressive Sexualmoral kann man hier und in anderen Themen sehr gut nachlesen. Die Intransparenz auch. Ich erinnere nur an meine Nachfrage im BDSM-Thema wer denn nun keusch lebt nachdem die Keuschheit ja ausnahmslos von jedem Menschen moralisch verlangt wurde.

  • Symposium: Buddhism and Sexual Abuse

    • GermanViking
    • 18. Juli 2026 um 17:47
    Anna Panna-Sati:

    ABER: Das Klischee des "alten Lustmolchs" kommt auch nicht von ungefähr:

    Was mancher Alternde an "Manneskraft" einbüßte, macht er durch "Machtgefälle" wieder wett, indem er seine Machtposition, seinen Status und finanziellen Wohlstand oder auch sein überlegenes Wissen, Klugheit und seine spirituelle Weisheit einsetzt, um sich für - vornehmlich jüngere Personen - interessant und anziehend zu machen.

    Die scheinbar (!) überragende Weisheit, fast Allwissenheit, mancher "Dharmalehrer" beeindruckt die SchülerInnen und macht es den "Molchen" dementsprechend leicht, ihre niederen Triebe auszuleben...

    (umso mehr bei arglosen Kindern/Kindermönchen.... :( :sick: )

    Das Problem entsteht aber eben durch die Intransparenz von Machtverhältnissen und durch eine repressive Sexualmoral. Nicht weil Menschen eine Sexualität haben. Die einzelne Verfehlung ist sicher eine Charakterschwäche vor, aber im großen Maßstab liegt da ein Problem im System vor.


    Ich glaube diese Unterscheidung zwischen waking up und growing up war von Ken Wilbur.

  • Symposium: Buddhism and Sexual Abuse

    • GermanViking
    • 18. Juli 2026 um 17:41
    Anna Panna-Sati:

    Völliges Erliegen des Sexualtriebs im Alter ist sicher nicht mehr "normal", aber ein Wandel, der sich in einem Rückgang sexueller Aktivitäten und allgemein abnehmendem Interesse an Sex zeigen kann - schon.

    Das schleichende Verringern des sexuellen Verlangens im Alter ist ein natürlicher, völlig normaler Prozess, der nicht nur mit der Absenkung des Hormonpegels (Testosteron bei Männern, Östrogen bei Frauen) zusammenhängt, sondern auch noch andere biologische/physische sowie psychische und psychosoziale Ursachen hat. Dies alles verändert auch vielfach die Art und den Stellenwert des sex. Lustempfindens.

    Normal im Sinne von es passiert häufig im Alter: Ja. Aber es passiert nicht aus normativen Gründen oder einer Entwicklung, sondern den Abbau körperlicher Funktionen. Igor feiert das hier aber. Der Buddha beschrieb Alter und Krankheit als Teil des Leidens. Igor scheint gleiches aber zu feiern. Daher auch meine Frage an ihn ob er das Ganze als eine Art Todeskult betreibt.

  • Symposium: Buddhism and Sexual Abuse

    • GermanViking
    • 18. Juli 2026 um 14:59
    Igor07:

    Das mag jemandem nicht gefallen, aber dann sollte man das bitte nicht auf den Buddhismus beziehen

    Von mir aus 🤷‍♂️


    Bin mir aber auch nicht sicher ob alle Buddhisten deine Meinung teilen.

    Igor07:

    Aus der Sicht des Buddhismus ist sie jedoch das Problem, denn dort geht es um Sinneszügelung und das Versiegen der Triebe.

    Also ist der Buddhismus eine Art Todeskult?

  • Meditation der Grundpfeiler der buddhistischen Praxis ?

    • GermanViking
    • 18. Juli 2026 um 10:35
    Matthie:

    Ist die buddhistische Praxis nicht zwangsläufig verknüpft mit der Meditation?

    Ich habe mir mal sagen lassen, dass die meisten Buddhisten in Asien gar nicht meditieren, sondern dass dies meist der spirituellen Elite überlassen wird. Der Laie versucht eher sich positives Karma zu machen.


    Ich glaube, dieser Buddhismus ist gleich der friedlichen Meditation und ist mehr so ein Ding der westlichen Rezeption.

  • Symposium: Buddhism and Sexual Abuse

    • GermanViking
    • 18. Juli 2026 um 10:22
    pano:

    Sexuellen misbrauch auf den Sexualtrieb zu reduzieren verkürzt.

    Stimmt, sowas hat auch immer was mit Macht(strukturen) zu tun. Wie ich auch schrieb.

    pano:

    Die Sexualität ist ein Ausdruck des Problems,

    Sexualität an sich ist kein Problem, sondern eine Grundbedingung des menschlichen Daseins.

    pano:

    Das wir altern ist einfach nur ein Daseinsmerkmal, die Einsicht in die Unbeständigkeit hilft nicht mehr an der Idee der Unsterblichkeit anzuhaften.

    Ich sprach nirgends von Unsterblichkeit. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass etwa die Abschwächung des Sexualtriebs oder der Trieb zu essen und zu trinken im Alter keine normale Funktionsweise ist, sondern eine Erscheinung der Degeneration normaler menschlicher Funktionen.

    Thorsten Hallscheidt:

    Passiv-aggressiv... ich liebe diese Worthülsen.

    Ich denke, du kannst ganz gut nachschlagen, was der Begriff heißt.

    Thorsten Hallscheidt:

    Argument: Ich habe mich ziemlich intensiv mit Damasio, Metzinger, Dennett, Singer, etc. beschäftigt. Allerdings fand ich irgendwann David Chalmers viel plausibler. Auch hier vor allem sein Argument gegen Daniel Dennett (ab 12:00 im Video)

    Erstmal zeigst du ganz kurz, dass es um das Thema, wie sehr der Mensch rein biologisch determiniert ist, eine ziemliche Diskussion gibt. Deine passiv-aggressive pseudo-intellektuelle Abwertung trägt also gar nichts. Davon abgesehen sprach ich überhaupt nicht von einem vollständigen Determinismus. Ich sagte, dass Hormone und andere Botenstoffe einen großen Teil des menschlichen Verhaltens steuern. Was ein etablierter biologischer Fakt ist. Wenn du es nicht glaubst, nimm mal größere Mengen Testosteron (oder ein Hormon deiner Wahl) spritzen und warte mal auf die Veränderungen.

  • Symposium: Buddhism and Sexual Abuse

    • GermanViking
    • 18. Juli 2026 um 09:29
    Thorsten Hallscheidt:
    GermanViking:

    Tja, hab in Bio damals aufgepasst.

    Ich würde sagen, Du bist damals in Bio stehen geblieben. (:

    Sagte er passiv-aggressiv anstatt ein Argument zu machen. 🙄

  • Undercover in Tibet

    • GermanViking
    • 18. Juli 2026 um 09:22
    Qualia:

    Ihm war bewusst geworden das er nur über die außerhalb Tibets lebenden Anhänger das religiöse Oberhaupt ist.

    Wie religiös sind Exiltibeter eigentlich?

  • Symposium: Buddhism and Sexual Abuse

    • GermanViking
    • 18. Juli 2026 um 08:54
    Thorsten Hallscheidt:
    GermanViking:

    Hormone und andere Botenstoffe steuern einen großen Teil des Verhaltens des Menschen. Das potentielle Erliegen des Sexualtriebs durch Alter, Krankheit, usw. ist nicht “normal”, sondern eine Degenerationserscheinung bei dem der normale Betrieb des Körpers zum Erliegen kommt.

    Was Du alles weißt.

    Tja, hab in Bio damals aufgepasst.

  • Undercover in Tibet

    • GermanViking
    • 18. Juli 2026 um 07:44
    crocus:

    In Europa hat sich die Kirche die Unabhängigkeit vom Kaiser übrigens lang und hart erkämpfen müssen. Das war der sogenannte Investiturstreit. In Tibet hat es diesen Kampf nie gegeben. Warum sollte es auch? Die Klöster waren weltliche und religiöse Macht in einem.

    Da wird mir doch der weltliche Herrschaftsanspruch der Katholiken ziemlich unter den Teppich gekehrt. Mithilfe der Fälschung der so genannten Konstantinschen Schenkung beanspruchte man die Herrschaft über ganz Westeuropa. Papst und Bischöfe waren Herrscher über große Landstriche und der politische Einfluss war enorm. Gegner wurden auch zusammen mit den weltlichen Fürsten mitunter brutal bekämpft. Man denke nur an das Ende von Bruno und anderen unbequemen Denkern und die Kreuzzüge gegen die Katharer und Muslime. Noch im 20. Jahrhundert waren einige Staaten dabei den Klerikalfaschisten das Rückgrat brechen zu müssen. Da lohnt sich mal etwa ein Blick was sich so in Irland oder Spanien abspielte.

  • Scham (auch Beschämung, Schamlosigkeit) - unheilsam oder heilsam?

    • GermanViking
    • 18. Juli 2026 um 07:40
    Anna Panna-Sati:
    GermanViking:

    Die ach so tolle Scham...

    "Toll" findet Scham hier, glaube ich, niemand, lieber GermanViking, - sie kann, abhängig von vielen Faktoren, nützlich und heilsam, aber auch hinderlich und unheilsam sein - das lässt sich doch auch aus den Beiträgen dieses Threads ersehen.

    GermanViking:

    ....wieder in Aktion bei Repression und Opferbeschuldigung: RE: Symposium: Buddhism and Sexual Abuse

    Was da passierte (und womöglich leider vielerorts noch passiert), ist eine ganz üble Sache, beschämend für alle, die sich dem Buddhismus verbunden fühlen, Dharmalehrer, Sanghen, besonders aber für buddhistische (Dach-) Organisationen und andere Verantwortungsträger.


    Glücklicherweise haben immer mehr Betroffene den Mut, ihre Scham zu überwinden und die Vergehen ihrer Peiniger anzuzeigen.

    Sie brauchen dringend jede Unterstützung und ggf. therapeutische Hilfe.

    Es stimmt hoffnungsvoll, dass Menschen, wie der buddhistische Mönch Tenzin Peljor und viele Andere, das Thema, trotz der Brisanz, aufgegriffen haben und sich für Opfer, Aufklärung und Gegenmaßnahmen einsetzen.


    In Asien, wo der Buddhismus teilweise Staatsreligion ist oder besonderen verfassungsmäßigen Schutz und herausgehobene Stellung genießt (Sri Lanka), sorg(t)en wohl anerzogene (in diesen Fällen unangebrachte) Hochachtung/Ehrfurcht und glorifizierende Verehrung der Äbte und Mönche, für "Zurückhaltung" beim Melden und Verfolgen von Missbrauch, aber mit der Zeit wird sich in den dortigen Klöstern zweifellos etwas ändern müssen, sonst sieht es für den traditionellen Buddhismus vor Ort, auf lange Sicht, vermutlich düster aus...


    (Bekanntlich dauerte es in der kath. Kirche auch seehr lange, bis sich von Seiten des Klerus etwas bewegte, Missbrauchsopfer gehört und entschädigt wurden...)


    Zu Buddhas Zeiten wären solche Bhikkhus sofort aus dem Orden ausgeschlossen worden:

    Zitat

    Wer auch immer als Mönch Geschlechtsverkehr ausübt, der ist ein Ausge­schlossener, ein Ausgestoßener[104].“


    https://www.palikanon.com/vinaya/3-bhu-v/bhu0024-083.htm


    Liebe Grüße, Anna _()_:heart:

    Alles anzeigen

    Also ich meine mich zu entsinnen das hier im Thread noch über die moralischen Vorzüge von Scham und Beschämung schwadroniert wurde. Mein Beitrag das Scham und Beschämung aber faktisch meist nur die Opfer trifft wurde geflissentlich ignoriert. Hinterher sagen, wenn es sich dann nicht mehr verheimlichen lässt, ach wie schlimm es doch war, aber die Struktur aufrecht zu erhalten durch die es passiert ist nichts weiter als ein Mechanismus die Gruppe zu schützen und Kritik rhetorisch abzuwehren. Die Ursachen sind ziemlich eindeutig eine repressive Sexualmoral und intransparente Machtstrukturen. Die werden hier durchaus beklatscht.

    Wäre mir neu das sich da bei den Katholiken groß was geändert haben soll bzw. der Druck kam fast immer von außen.

  • Symposium: Buddhism and Sexual Abuse

    • GermanViking
    • 18. Juli 2026 um 07:23
    AndreasM:
    Igor07:

    Sex kann man als den Ausdruck des Gierens verstehen, also als die zweite edle Wahrheit.

    Da hat er recht, zumindestens nach dem Buddha:


    Wie sollen wir uns gegenüber Frauen verhalten? „Nicht ansehen, Ananda." „Und wenn wir sie sehen?" „Nicht ansprechen." (DN 16).


    Ein Brahmane bietet ihm seine Tochter zur Frau an, ein Mädchen von gerühmter Schönheit, das sich diesen Handel nicht ausgesucht hat. Die Antwort des Erhabenen, im Vers überliefert: Nicht einmal beim Anblick der Töchter Maras sei Verlangen in ihm entstanden. „Was ist denn dies hier, voll von Harn und Kot? Nicht einmal mit dem Fuße möchte ich es berühren" (Snp 4.9)

    Alles anzeigen

    Schon Hart frauenfeindlicher Tobak. Erklärt aber die Situation in vielen Ländern Ostasiens.

  • Symposium: Buddhism and Sexual Abuse

    • GermanViking
    • 18. Juli 2026 um 07:22
    Igor07:
    Qualia:

    "sexuelles Verlangen macht blind" für was?

    Qualia


    War nichts persönlich gemeint. Es geht um die "Verblendung". Wie bei allen Trieben... als ich jung war, hat es mich sehr gestört. Wie dem auch sei, wir können es anders sehen, und ich brauche keinen Pali-Kanon zu zitieren.

    Sex kann man als den Ausdruck des Gierens verstehen, also als die zweite edle Wahrheit. Darüber zu streiten, macht keinen Sinn.

    Feierst du dann auch wenn alte Menschen dann etwa die Gier nach Nahrung und Getränken einstellen? Sorry, aber deine Beiträge lesen sich extrem danach das du ein immenses Problem mit deiner eigenen Sexualität hast.

  • Symposium: Buddhism and Sexual Abuse

    • GermanViking
    • 18. Juli 2026 um 07:19
    Igor07:
    GermanViking:

    Kann ich mir lebhaft vorstellen. Hier vertreten ja einige das Ideal absoluter Keuschheit (schweigen sich dann aber darüber aus, ob sie sich selbst daran halten).


    Erinnert mich alles etwas an die Katholiken.

    Was du noch sagst...:? Sexuelles Verlangen macht blind, da sind die Hormone im Spiel. Aber wer alt ist, der braucht das Ganze nicht mehr und kann normal leben.

    Und was das Ganze mit den Menschen macht, kann man bei I. Yalom in seinem Roman „Die Schopenhauer-Kur“ nachlesen. Der Hauptheld leidet unter Sexsucht. Tolles Buch, meine herzliche Empfehlung.:like:

    Hormone und andere Botenstoffe steuern einen großen Teil des Verhaltens des Menschen. Das potentielle Erliegen des Sexualtriebs durch Alter, Krankheit, usw. ist nicht “normal”, sondern eine Degenerationserscheinung bei dem der normale Betrieb des Körpers zum Erliegen kommt.

  • Symposium: Buddhism and Sexual Abuse

    • GermanViking
    • 18. Juli 2026 um 07:12
    Anna Panna-Sati:
    Christopher:

    War nur ein Witz in Anspielung auf das geplante DBU-Seminar zum selben Thema, das dann gecancelt wurde, wohl wegen Empörung über die Darstellung einer weiblichen Brust in der Werbung :)

    Sorry, lieber Christopher , beim ernsten Thema dieses Threads bleibt einem das Lachen über derartige "Witze" doch eher im Halse stecken.

    Jene Probleme lassen sich leider weder weglachen, noch wegdiskutieren...:shrug:

    Was kann man denn da tun?


    Ich denke das es durchaus inzwischen mehr als klar ist das eine repressive Sexualmoral in Verbindung mit intransparenten Machtstrukturen oft Räume für Missbrauch öffnet. Der westlichen Öffentlichkeit wurde das besonders beim Katholizismus klar, aber scheinbar hat Buddhismus ein ähnliches Problem.

  • Scham (auch Beschämung, Schamlosigkeit) - unheilsam oder heilsam?

    • GermanViking
    • 17. Juli 2026 um 18:26

    Die ach so tolle Scham wieder in Aktion bei Repression und Opferbeschuldigung: RE: Symposium: Buddhism and Sexual Abuse

  • Symposium: Buddhism and Sexual Abuse

    • GermanViking
    • 17. Juli 2026 um 18:21
    AndreasM:

    Wer gehe, trage oft eine Last der Scham und verberge seine klösterliche Vergangenheit.

    Aber in dem anderen Thread haben wir doch gelernt, wie toll Scham vermeintlich ist! (Mein Hinweis, dass sie meist nur zur Beschämung von Opfern eingesetzt wird, wurde fleißig ignoriert.)


    Christopher:

    Empörung über die Darstellung einer weiblichen Brust in der Werbung :)

    Kann ich mir lebhaft vorstellen. Hier vertreten ja einige das Ideal absoluter Keuschheit (schweigen sich dann aber darüber aus, ob sie sich selbst daran halten).


    Erinnert mich alles etwas an die Katholiken.

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • GermanViking
    • 14. Juli 2026 um 16:40

    Bschor schätzt selbst, dass rund drei Viertel der beobachteten Wirkung von Antidepressiva auf Placebo-Effekt zurückgehen und kritisiert offen die Unterschätzung von Absetzproblemen sowie einen möglichen Rebound-Effekt nach zu langer Einnahme. Was ich bei ihm aber nicht finde, ist die Aussage, dass Antidepressiva bei allen Patienten zwangsläufig zur Chronifizierung führen. Er bleibt bei differenzierter Abwägung und befürwortet den Einsatz weiterhin bei bestimmten Patientengruppen, v. a. schweren Depressionen.

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • GermanViking
    • 14. Juli 2026 um 10:04

    Igor07 Die S3-/Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression empfiehlt eine Erhaltungstherapie von vier bis neun Monaten nach Remission in unveränderter Dosierung. Das ist ein Mindestzeitraum, keine Obergrenze. Bei erhöhtem Rückfallrisiko oder rezidivierender Depression empfiehlt sie ausdrücklich eine Rezidivprophylaxe von mindestens zwei Jahren, bei entsprechender Indikation auch länger. Die Leitlinie begrenzt die Einnahmedauer also gerade nicht auf "einige Monate". Sie warnt im Gegenteil davor, die Erhaltungstherapie zu früh zu beenden, weil das Rückfallrisiko dann deutlich steigt.

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • GermanViking
    • 13. Juli 2026 um 23:00

    Igor07 Die von dir vermutlich gemeinte ARD-Dokumentation "Tabletten gegen Depressionen – helfen Antidepressiva?" (Erstausstrahlung 2022) ist nach wie vor öffentlich in der ARD-Mediathek abrufbar, und Irving Kirsch wird darin mit seiner kritischen Position zur Wirksamkeit von Antidepressiva zitiert. Seine Kernaussage, dass die klinische Wirksamkeit bei leichten bis mittleren Depressionen kaum über Placebo-Niveau liegt, ist also nicht aus dem Verkehr gezogen worden, sondern öffentlich dokumentiert. Für eine gezielte Zensur von Kirschs Aussagen finde ich keinen Beleg. Falls du eine konkrete Quelle dafür hast, wäre die interessant.


    Kirschs Position (Antidepressiva-Wirkung überwiegend als Placebo-Effekt) existiert und wird in der Fachwelt breit diskutiert, aber eben auch breit kritisiert und nicht als Konsens akzeptiert. Der Psychiater Daniel Carlat etwa hat Kirschs selektive Datenauswahl kritisiert, und Kirschs eigene Metaanalyse zeigt selbst noch einen klinisch relevanten Unterschied zu Placebo bei schwer Depressiven (Hamilton-Score über 27).


    "Bei allen" ist eine stärkere Aussage, als selbst die Tardive-Dysphorie-Hypothese ihrer eigenen Urheber trägt. Fava und El-Mallakh, auf die sich diese These stützt, sprechen ausdrücklich von einer Untergruppe von Langzeit-Anwendern, nicht von einem Mechanismus, der bei jedem Patienten mit derselben Konsequenz abläuft.


    Das ist auch pharmakologisch plausibel: Neuroadaptive Gegenregulation (etwa Rezeptor-Downregulation bei SSRIs) ist zwar ein real beschriebener Prozess, aber ihr klinisches Ergebnis variiert stark zwischen Individuen. Manche entwickeln Toleranz oder Rebound-Effekte, viele andere nicht, was sich in den sehr unterschiedlichen Verläufen bei Absetzversuchen zeigt.


    Eine zelluläre Anpassungsreaktion zu postulieren heißt nicht automatisch, dass sie bei allen zum selben klinischen Endpunkt (Chronifizierung) führt. Zellen bei jedem Menschen reagieren nicht identisch, sonst gäbe es keine unterschiedlichen Verträglichkeiten und Ansprechraten überhaupt.

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • GermanViking
    • 13. Juli 2026 um 19:05

    Igor07 Es gibt die "Tardive Dysphorie"-These (u. a. von Giovanni Fava und Rif El-Mallakh vertreten), nach der die Langzeiteinnahme von Antidepressiva bei manchen Patienten paradoxerweise zu einer chronifizierten, therapieresistenteren Verlaufsform beitragen könnte, vermutlich über Rezeptor-Anpassungsprozesse. Das ist ein reales Forschungsfeld, aber eine Minderheitsposition, keine etablierte Tatsache, dass Antidepressiva Depressionen generell "auslösen".


    Absetzsymptome nach längerer SSRI/SNRI-Einnahme werden oft mit einem Rückfall verwechselt (das hattet ihr weiter oben schon richtig diskutiert), und es gibt berechtigte Kritik an zu schneller, zu undifferenzierter Verschreibungspraxis bei leichten bis mittleren Depressionen, wo die Evidenzlage für Antidepressiva gegenüber Placebo tatsächlich schwächer ist als bei schweren Depressionen (das deckt sich mit dem, was Matthie in der vorherigen Doku-Zusammenfassung berichtet hatte). Aber "diese Arzneimittel lösen die Depression selbst aus" als generelle Kausalaussage geht über das hinaus, was die Datenlage hergibt. Bei schweren, insbesondere bei psychotischen oder stark suizidalen Depressionen ist der Nutzen von Antidepressiva (und in Extremfällen EKT) in der Evidenz deutlich klarer belegt als das Risiko einer Chronifizierung.

  • Ist der Buddhismus eine Wissenschaft?

    • GermanViking
    • 13. Juli 2026 um 15:55

    Hans-Günter Wagner Der Philosoph, dessen Fledermaus-Gedankenexperiment du aufgreifst, heißt Thomas Nagel, nicht "Paul Nagel". Sein Aufsatz What Is It Like to Be a Bat? (1974) ist einer der Klassiker der Philosophie des Geistes.

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • GermanViking
    • 13. Juli 2026 um 15:49

    Matthie Betablocker sind kein Mittel gegen schwere Depressionen. Sie wirken auf das sympathische Nervensystem (Herzfrequenz, Blutdruck, Zittern) und werden in der Psychiatrie höchstens off-label gegen körperliche Angstsymptome eingesetzt. Nicht zur Behandlung von Depressionen. Bei schweren Depressionen kommen stattdessen Antidepressiva (SSRI, SNRI, trizyklische Antidepressiva u. a.) oder, bei therapieresistenten Fällen, Verfahren wie EKT zum Einsatz.

  • Scham (auch Beschämung, Schamlosigkeit) - unheilsam oder heilsam?

    • GermanViking
    • 12. Juli 2026 um 21:25

    Anna Panna-Sati Das würde in der psychotherapeutischen Ethikliteratur wohl eher unter Grenzverletzung fallen als unter anerkannte Methodik. Interessant ist auch: In der Schamforschung selbst (Wurmser, den ihr weiter oben schon zitiert hattet) ist die Standardtechnik gerade die Analyse der Scham und ihrer Abwehrmechanismen. Ganz sicher nicht das gezielte Erzeugen neuer Scham als Hebel.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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