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MN 19: Dvedhāvitakkasutta / Zwei Arten von Gedanken

  • pano
  • 6. Juni 2026 um 21:13
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    • 13. Juni 2026 um 11:20
    • #51

    Ich bin immer ganz nah am Theravada. Ich habe aber erkannt, dass die Schule des Theravada eine, wenn auch hervorragende, Interpretation der einen Lehre des Buddha ist. Sie ist auch näher als Zen, der sein Pulver verschießt, weil sich zwei Schulen heute nicht gegenseitig akzeptieren und befruchten. Soto bleibt bei seiner Fehleinschätzung und Rinzai bei seiner.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

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    mukti
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    • 13. Juni 2026 um 11:47
    • #52
    Qualia:

    Das Übergewicht muss unbedingt auf Studieren gelegt werden, damit man seine schädigenden sankhāra überhaupt erkennen kann.

    Wenn du meinst, möge es dir zum Erwachen verhelfen. Ich bin nicht qualifiziert für so eine Debatte, bin nur ein westlicher Laie der sich mehr zur Waldtradition hingezogen fühlt und damit zufrieden ist.

    Mit Metta, mukti.


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    • 13. Juni 2026 um 11:52
    • #53
    Qualia:

    . Sie ist auch näher als Zen, der sein Pulver verschießt, weil sich zwei Schulen heute nicht gegenseitig akzeptieren und befruchten

    Es stimmt natürlich das man sich da eher zu einer der beiden Schule hingezogen fühlt.

    In der Sanbo-Zen Linie werden aber zum Beispiel Elemente von Soto und von Rinzai vereint.


    Auch der Zen Buddhismus entwickelt sich weiter.

    Auch wenn Sanbo Zen eher eine Laienbewegung ist.

  • Samadhi1876
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    • 13. Juni 2026 um 11:59
    • #54

    Kurze Übersicht zur angesprochenen „Waldtradition“ mittels KI zum besseren Verständnis:


    Der Begriff Waldtradition bezeichnet am häufigsten die Thailändische Waldtradition, eine sehr bekannte und strenge monastische Linie innerhalb des Theravada-Buddhismus. Sie wurde im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert maßgeblich von Mönchen wie Ajahn Mun Bhuridatta geprägt. [1, 2, 3]

    Die wichtigsten Merkmale dieser Tradition sind:

    • Asketisches Leben: Mönche leben in völliger Abgeschiedenheit in den Wäldern und Dschungeln. Sie besitzen fast nichts außer ihren Roben und einer Almosenschale. [1, 2]
    • Strenge Disziplin: Es wird strikt nach den alten monastischen Regeln (Vinaya) gelebt. Oft gibt es nur eine Hauptmahlzeit am Tag. [1, 2]
    • Fokus auf Meditation: Die Praxis zielt durch intensive Meditation auf die Erleuchtung und das Ablegen von geistigen Verunreinigungen ab. [1, 2]
    • Bekannte Meister: Zu den berühmtesten Lehrern, die diese Tradition auch in den Westen brachten, gehören Ajahn Chah und Ajahn Brahm. [1, 2]

    Weitere Bedeutungen des Begriffs

    • Regionaler Naturschutz: Der Ausdruck wird auch verwendet, um historisch gewachsene, nachhaltige Nutzungsformen von Wäldern zu beschreiben. [1]
    • Klimaschutz & Aktivismus: In Deutschland wird der Begriff in der Politik manchmal genutzt, um den Erhalt und die jahrhundertealte Tradition bestimmter Wälder (wie zum Beispiel dem Hambacher Forst) zu beschreiben. [1]
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    • 13. Juni 2026 um 12:06
    • #55
    mukti:
    Qualia:

    Das Übergewicht muss unbedingt auf Studieren gelegt werden, damit man seine schädigenden sankhāra überhaupt erkennen kann.

    Wenn du meinst, möge es dir zum Erwachen verhelfen. Ich bin nicht qualifiziert für so eine Debatte, bin nur ein westlicher Laie der sich mehr zur Waldtradition hingezogen fühlt und damit zufrieden ist.

    Ich kenne mich nur in meinem Denken aus, das an dem, was real ist, orientiert ist und nicht an das was Schulen meinen, so zu sein. Ich stelle alle meine Sankhāra infrage, bis keine Metaphysik oder Mythologie mehr erscheint. Das nennt man leerer Raum und Erleuchtung ist reiner Mythos. Was sollte die Leerheit denn wohl erleuchten oder beleuchten?

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

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    • 13. Juni 2026 um 12:18
    • #56
    Samadhi1876:

    Asketisches Leben: Mönche leben in völliger Abgeschiedenheit in den Wäldern und Dschungeln. Sie besitzen fast nichts außer ihren Roben und einer Almosenschale.

    Strenge Disziplin: Es wird strikt nach den alten monastischen Regeln (Vinaya) gelebt. Oft gibt es nur eine Hauptmahlzeit am Tag. [1, 2]

    Fokus auf Meditation: Die Praxis zielt durch intensive Meditation auf die Erleuchtung und das Ablegen von geistigen Verunreinigungen ab.

    Asketisches Leben, Strenge Disziplin, Fokus auf Meditation sind genau die Verhaltensweisen, die Buddha nach seiner „Erleuchtung“ rundweg abgelehnt hat. Denn sie erzeugen entweder Freude oder Frust und bei Frust den Selbstzwang, es ausführen zu müssen, um dazuzugehören.


    SN56.11

    "Zwei Extreme sind, ihr Mönche, von Hauslosen nicht zu pflegen. Welche zwei?

    • Bei den Sinnendingen sich dem Anhaften am Sinnenwohl hingeben, dem niederen, gemeinen, gewöhnlichen, unedlen, heillosen; und
    • sich der Selbstqual hingeben, der schmerzlichen, unedlen, heillosen.

    Diese beiden Extreme vermeidend, ist der Vollendete zum mittleren Vorgehen erwacht, das sehend und wissend macht, das zur Beruhigung, zum Überblick, zur Erwachung, zum Nirvāna führt. https://www.palikanon.com/samyutta/sam56.html#s56_11

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

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    Einmal editiert, zuletzt von Qualia (13. Juni 2026 um 12:24)

  • Anna Panna-Sati
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    • 13. Juni 2026 um 14:02
    • #57
    Qualia:

    Asketisches Leben, Strenge Disziplin, Fokus auf Meditation sind genau die Verhaltensweisen, die Buddha nach seiner „Erleuchtung“ rundweg abgelehnt hat.

    :o:?

    Das asketische Leben der Theravada-Waldtradition wirkt m.M.n. nur im Vergleich mit dem Leben des heutigen westlichen (meist durchweg hedonistischen, sinnesfreudigen) "Durchschnittsmenschen" "extrem", der Buddha würde es sicherlich nicht so einordnen.

    Qualia:

    SN56.11

    "Zwei Extreme sind, ihr Mönche, von Hauslosen nicht zu pflegen. Welche zwei?

    Bei den Sinnendingen sich dem Anhaften am Sinnenwohl hingeben, dem niederen, gemeinen, gewöhnlichen, unedlen, heillosen; und
    sich der Selbstqual hingeben, der schmerzlichen, unedlen, heillosen.

    Mit NICHT-"Anhaften am Sinnenwohl" ist - z.B. in Bezug auf Ernährung - gemeint, dem Körper nur das an Nahrung zuzuführen, was er benötigt, um zu funktionieren, also Maß zu halten und nicht (ausschließlich) des Genusses wegen, zu essen oder sich der Schlemmerei/Völlerei hinzugeben (das wäre dann ein "Extrem").


    Und genau daran halten sich die Waldmönche - im Idealfall...;)


    Die Praxis der Theravada-Waldmönche stellt auch normalerweise keine "Selbstqual" dar:

    Weder wird extrem gehungert, noch Körperpflege und Kleidung vernachlässigt und Disziplin bewährt sich als eine große Hilfe, weil sie Struktur und Halt gibt.

    Dass der Fokus auf Meditation liegt, ist m.E. auch im Sinne des Buddhadharmas, schließlich zog sich auch der Buddha - trotzdem er schon erwacht war- immer wieder zur Meditation zurück:

    Zitat

    A.II.31 Waldeinsamkeit

    Zwei Gründe gewahrend, ihr Mönche, suche ich im Walde einsame, abgelegene Stätten auf.

    Welches sind die beiden Gründe?

    • Mein eigenes gegenwärtiges Wohlsein und
    • Mitleid mit späteren Generationen.

    Diese beiden Gründe gewahrend, suche ich im Walde einsame, abgelegene Stätten auf.

    Buddha war demnach, wenn man ihn denn so "ein-/zuordnen" mag, sowohl Wald - als auch "Stadt/Dorf"- Mönch...

    Der hohe Stellenwert der (mündlichen) Belehrung/Unterweisung => "Studium" - spiegelt sich offenkundig in den Tausenden von Lehrreden/Suttas wider.


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Samadhi1876
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    • 13. Juni 2026 um 20:52
    • #58

    Ist jetzt zwar „Zen“:


    Aber oft fallen mir zwei Sprüche in besonderen Momenten ein:


    Wenn Du die Wahrheit nicht glaubst zu finden wo Du bist, wo sonst meinst Du sie zu finden…


    Dogen Zenji



    Ich würde Dir gerne helfen

    Aber in der Zen Schule haben wir Nichts


    Ikkyu



    Für den Außenstehenden oder der noch nie meditiert hat, der wird das nie „verstehen“ was damit gemeint ist


    Er wird es nur versuchen rein intellektuell zu verstehen

  • Samadhi1876
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    • 13. Juni 2026 um 21:31
    • #59

    Oder auch vor 2000 Jahren sagte jemand (verzweifelt):


    Gott hilf Ihnen…


    Denn sie wissen nicht was sie tun…

  • Samadhi1876
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    Buddh. Richtung
    • 13. Juni 2026 um 21:35
    • #60

    Ramdass meinte einfach nur:

    Be here


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  • Ochse
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    • 14. Juni 2026 um 11:11
    • #61
    Qualia:

    Soto bleibt bei seiner Fehleinschätzung und Rinzai bei seiner.

    Komisch, dass die das in all den Jahrhunderten nicht selbst gemerkt haben.

  • Online
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    • 14. Juni 2026 um 12:12
    • #62
    Ochse:
    Qualia:

    Soto bleibt bei seiner Fehleinschätzung und Rinzai bei seiner.

    Komisch, dass die das in all den Jahrhunderten nicht selbst gemerkt haben.

    Eine Gruppe verwechselt ihren Erfolg mit Wahrheit und schützt diese Verwechslung durch Tradition. Eine Tradition oder Schule ist nur im Inneren realitätsnah, aber nicht in der Kommunikation mit einer anderen Gemeinschaftsrealität. Besonders wenn diese kritisiert das die Tradition verkrustet ist, auch wenn beide Traditionen sind.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Ochse
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    • 14. Juni 2026 um 12:29
    • #63
    Qualia:

    Eine Gruppe verwechselt ihren Erfolg mit Wahrheit (...)

    Dem liegt vielleicht zugrunde, dass wir auch als Einzelpersonen dazu tendieren, unsere Meinungen mit Wahrheit zu verwechseln.

  • Igor07
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    • 14. Juni 2026 um 12:47
    • #64
    Ochse:

    Dem liegt vielleicht zugrunde, dass wir auch als Einzelpersonen dazu tendieren, unsere Meinungen mit Wahrheit zu verwechseln.

    Wie wahr, zuerst geht es um die Schlacht der Ansichten, koste es, was es wolle, dann aber kommen die echten Waffen ins Spiel.


    Zitat

    Im Verlangen nach Debatten stürzt er sich in eine Versammlung, wo jeder den anderen als Toren ansieht. Auf andere gestützt stellt er seine Behauptung auf; er wünscht Lob, behauptet, bewandert zu sein.

    Süchtig ist er nach Debatten inmitten der Versammlung, sein Wunsch nach Lob lässt ihm bange werden. Doch wenn er zurückgewiesen wird, ist er beschämt; über Tadel verärgert, sucht er bei andern Fehler.

    Pasūrasutta—Sabbamitta

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Samadhi1876
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    Buddh. Richtung
    • 14. Juni 2026 um 13:46
    • #65
    Ochse:

    Komisch, dass die das in all den Jahrhunderten nicht selbst gemerkt haben.

    Es gibt auch das Sanbo Zen das Soto und Rinzai versucht „zu verbinden“:


    S.a. Koun Yamada

    Sanbo Zen International | Zen: authentic path and practice of self discovery

  • Ochse
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    • 14. Juni 2026 um 16:18
    • #66
    Samadhi1876:

    Es gibt auch das Sanbo Zen das Soto und Rinzai versucht „zu verbinden“:

    Ich weiß. Und es ist in der Zwischenzeit auch nicht mehr ganz ungewöhnlich, dass Mönche der jeweiligen Schule eine Zeit in einem Kloster der anderen Schule verbringen.

    Meine Anmerkung war ironisch gemeint. Und lass uns beide hoffen, dass jetzt von den Vertretern der Wahrheit keine Diskussion kommt, dass Sanbo gar kein richtiges Zen ist, weil sie katholische Priester und Schwestern autorisiert haben...:D

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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