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Orientierung

  • Lassi
  • 18. März 2026 um 10:39
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  • Lassi
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    • 18. März 2026 um 10:39
    • #1

    Moin in die Runde,
    ich bin jetzt seit einem Monat hier im Forum und habe in der Zeit schon jede Menge Threads durchstöbert. Ehrlich gesagt, ich habe schon einiges dazugelernt. Überall finde ich spannende Inhalte und interessante Blickwinkel.


    Eine Frage beschäftigt mich gerade. Da das Forum für jede buddhistische Richtung einen eigenen Bereich hat und dadurch viele unterschiedliche Herangehensweisen vertreten sind, frage ich mich, fühlt man sich eher in den eigenen Reihen wohl, oder spielt das gar keine so große Rolle? Klar, Sympathie ist sicher wichtig, aber wie sind eure Erfahrungen?


    Wann habt ihr eigentlich gemerkt, dass eine bestimmte Richtung für euch passt?


    Und praktiziert hier vielleicht jemand mehrere Traditionen gleichzeitig, oder ist das eher ungewöhnlich?
    Ich will gar nicht zu viel schreiben, mich interessiert vor allem, was ihr dazu sagt.
    Ach, und falls ich ein Thema erwischt habe, das es schon unter einem anderen Namen gibt, dann bitte einfach löschen.

    Liebe Grüße,

    Lassi


    Verkörpern, was heilsam ist – jenseits von Tradition und Dogma. Methoden nutzen, ohne an ihnen zu kleben.

  • Igor07
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    • 18. März 2026 um 16:49
    • #2
    Lassi:

    Und praktiziert hier vielleicht jemand mehrere Traditionen gleichzeitig, oder ist das eher ungewöhnlich?
    Ich will gar nicht zu viel schreiben, mich interessiert vor allem, was ihr dazu sagt.
    Ach, und falls ich ein Thema erwischt habe, das es schon unter einem anderen Namen gibt, dann bitte einfach löschen.

    Lassi


    Hi, du bist aber sehr aktiv, und mir gefällt, was du über die menschlichen Beziehungen geschrieben hast und über die eigenen Erfahrungen. Also nur Respekt, Hut ab, keine Schmeichelei. Das ist nicht mein Stil, meistens verhalte ich mich sehr herausfordernd und echt kämpferisch.
    Egal. Zur Frage: Ich hatte sehr lange Zeit Zen praktiziert, aber es hatte etwas nicht geklappt.
    Also ich mache Yoga mit den Elementen der Achtsamkeit, sehr viele Jahre, praktisch jeden Tag.
    Meine eigene bescheidene Meinung: Die Zeit des Lebens ist echt kurz, nicht zu verzetteln, denn alles zusammen kann so wie Verdauungsbeschwerden auslösen.
    Wenn du dich für die entsprechende Richtung entscheidest, dann wäre es sinnvoll, mit dem persönlichen Lehrer zu üben, also nicht im Internet, sondern real, von Gesicht zu Gesicht.
    Bei mir war es so, aber jetzt kann ich alleine praktizieren, denn ich weiß, hoffe ich, was ich tue.

    Alles Gute dir, herzlich auf deinem Weg.:rose::heart:_()_

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Lassi
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    • 18. März 2026 um 18:28
    • #3

    Grüß dich,

    was für ein Tag und nun die nächste Überraschung dich hier zu lesen. Damit hätte ich jetzt wirklich nicht gerechnet.


    Vielen lieben Dank für deine Wertschätzung in Bezug auf meine Offenheit. Diese Offenheit hat mich zwar schon oft Probleme gekostet aber in dem Moment wirkt sie einfach reinigend und ausgleichend. Wie das dann auf andere wirkt ist eine andere Sache. Umso schöner wenn sich jemand der kein Blatt vor den Mund nimmt so ehrlich dazu äußert ohne mich mit Schleim zu überdecken.

    Du warst also mal auf dem Zen Weg wenn man das so nennen kann? Es würde mich natürlich interessieren warum sich das bei dir verlaufen hat. Wenn du darauf nicht eingehen willst weil es zu persönlich ist verstehe ich das voll und ganz. Toll wenn du einen anderen und besseren Weg für dich gefunden hast.

    Danke für deine lieben Wünsche.:klee:_()_:rainbow:

    Liebe Grüße,

    Lassi


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  • Wetering
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    • 19. März 2026 um 07:28
    • #4

    Ich denke jeder praktiziert in einer Tradition, alles andere macht meiner Meinung nach keinen Sinn.

    Eine Freundin hat die Tradition "gewechselt", das ist aber selten.


    Über grundlegende buddhistische Themen kann man sich sicher traditionsübergreifend austauschen, wobei es mehr und weniger Überschneidungen gibt bei den einzelnen Traditionen.

  • Lassi
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    • 19. März 2026 um 13:01
    • #5

    Wetering

    Danke für deine Nachricht.


    Ich kann das ehrlich gesagt nur teilweise nachvollziehen. Wieso nicht einfach erstmal bei mehreren Richtungen eine Weile reinschauen, selbst Erfahrungen machen und dann entscheiden? Vielleicht habe ich dich da auch falsch verstanden.


    Im Moment interessieren mich tibetischer Buddhismus, Zen und der säkulare Buddhismus.


    Beim tibetischen Buddhismus fasziniert mich die Symbolik, die Rituale und die Mantren. Es fühlt sich an, als würden sie eine tiefere Erfahrung ermöglichen, auch wenn die Komplexität manchmal ein bisschen einschüchternd ist.


    Zen zieht mich durch die Klarheit und Einfachheit an. Die Praxis ist direkt und reduziert, und gerade diese Reduktion macht es leichter, wirklich im Moment zu sein und zu spüren, was Meditation für mich bedeutet.


    Beim säkularen Buddhismus gefällt mir besonders, dass er so bodenständig ist, sich aufs Alltagsleben konzentriert und gut mit psychologischen Einsichten zusammenpasst. Es geht darum, selbst zu erfahren, wie Achtsamkeit, Mitgefühl und Gelassenheit wirken, ohne dass man sich in metaphysischen Konzepten verliert. Traditionelle Vorstellungen wie Reinkarnation spielen dabei keine zentrale Rolle. Es geht ja vielmehr darum, die Lehren praktisch zu erleben und auf das eigene Leben zu übertragen.


    Alle drei Richtungen berühren mich auf ihre eigene Weise, und genau deshalb fällt es mir schwer, mich zu entscheiden.


    Jede hat etwas, das ich mitnehmen kann.
    Ich hoffe sehr, dass ich nichts falsch wiedergebe, ich versuche nur, das so zu beschreiben, wie ich es bisher verstanden habe und wie es für mich wirkt.

    Liebe Grüße,

    Lassi


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  • Wetering
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    • 19. März 2026 um 13:16
    • #6

    Natürlich kannst du dich bei tibetischen, Zen- und säkularen Gruppen umschauen, wenn du magst.

    Du hattest aber von "praktizieren" gesprochen, und du wirst am Ende nicht tibetischen, Zen- und säkularen Buddhismus praktizieren können.

  • Lassi
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    • 19. März 2026 um 13:28
    • #7

    Danke, Wetering… ich bin mir da gerade unsicher. Gibt es im Buddhismus wirklich eine Regel, dass man nur eine Richtung praktizieren darf? Oder ist das eher eine Empfehlung? Ich will einfach verstehen, wie das gemeint ist. Danke dir für die Hilfe.

    Liebe Grüße,

    Lassi


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  • Wetering
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    • 19. März 2026 um 13:44
    • #8

    Falls es diese Regel gibt ist sie zumindest nicht von Buddha selbst ;)


    Von Ponlop Rinpoche gibt es diese Empfehlung und von einem anderen buddhistischen Lehrer habe ich dasselbe gehört.

  • Aravind
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    • 19. März 2026 um 14:47
    • #9
    Lassi:

    Danke, Wetering… ich bin mir da gerade unsicher. Gibt es im Buddhismus wirklich eine Regel, dass man nur eine Richtung praktizieren darf?

    Natürlich nicht. Aber der Geist ist so trickreich, dass er, wenn Hindernisse auftauchen , lieber Ausweichen empfiehlt, als etwas "richtig" zu machen (und die Hindernisse tauchen mit 100 %-iger Sicherheit auf).


    Ich denke, Wetering hat das hier gemeint. Was Du am Ende praktizierst, ist nicht tibetischer Buddhismus, sondern das, was Dein Geist aus den tibetischen/zen/Vipassana-Anweisungen macht. Auch deshalb ist es empfehlenswert, sich erst mal für eine Richtung zu entscheiden, und die wirklich tief kennenzulernen. Mit allen Fallstricken und Chancen.


    Diese Entscheidung sollte IMHO das Herz treffen. Der Verstand ist dafür komplett ungeeignet. Verstandeszweifel tauchen noch genug auf, nachdem man sich entschieden hat. Ob man durchhält oder nicht, entscheidet sich im Gefühl, nicht im Denken.


    Meine persönliche Meinung: In der Regel entscheidet man sich aus den falschen Gründen für die buddhistische Praxis. Und wahrscheinlich auch aus den falschen Gründen für eine bestimmte Richtung. Das tolle: Beides spielt mittelfristig überhaupt keine Rolle mehr!


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Lassi
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    • 19. März 2026 um 15:55
    • #10

    Hallo Aravind,
    danke für deine Hilfe.
    Ich beziehe meinen Verstand eigentlich ganz gerne mit ein, weil für mich die Vernunft eine große Rolle spielt. Mein Verstand hilft mir dabei, Dinge logisch zu durchdenken und abzuschätzen, was passieren könnte.
    Die Vernunft geht für mich aber noch ein Stück weiter. Sie sorgt dafür, dass ich nicht nur schaue, was möglich ist, sondern auch, was wirklich sinnvoll und richtig ist. Und genau das bewahrt mich oft davor, unüberlegte Entscheidungen zu treffen.
    Nur merke ich gerade, dass meine Herzensentscheidung irgendwie blockiert ist.

    Liebe Grüße,

    Lassi


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  • Igor07
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    • 19. März 2026 um 16:56
    • #11
    Lassi:

    Die Vernunft geht für mich aber noch ein Stück weiter. Sie sorgt dafür, dass ich nicht nur schaue, was möglich ist, sondern auch, was wirklich sinnvoll und richtig ist. Und genau das bewahrt mich oft davor, unüberlegte Entscheidungen zu treffen.
    Nur merke ich gerade, dass meine Herzensentscheidung irgendwie blockiert ist.

    Im Theravāda, und das ist mein Weg, sollte man auf das eigene Herz, Citta, hören. Ganz egal, wie der Begriff übersetzt wird, stellt es für mich so etwas wie die innere Essenz dar, den Kern. Also wenn ich als Mensch sterbe, vergehe, wie alle bedingten Phänomene eigentlich, bleibt es bestehen. Was das ist, kann ich nicht mit dem Verstand erklären. Aber ich kann es spüren, tief in mir drin, jedoch nicht fassbar und auch nicht vermittelbar. Aber ich denke inzwischen, nein, ich weiß es: Es ist das Einzige Echte, was in mir und in uns allen überhaupt existiert.

    Wenn es so abgehoben oder mystisch klingt, bleibt mir nichts mehr übrig, als Ludwig Wittgenstein zu zitieren:

    Zitat

    „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Lassi
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    • 19. März 2026 um 17:04
    • #12

    Im Theravada ist doch alles sehr traditionell und geregelt, wenn ich das richtig verstanden habe.


    Ich kenne mich: Steck mich in ein System, und ich zerschlage es, solange bis nichts mehr davon übrig ist. Bisher war das bei allem so, egal ob Christentum, Islam, Hinduismus oder jeglichem Esokram.
    Mein Herz will frei sein und selbstbestimmt.

    Liebe Grüße,

    Lassi


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  • Igor07
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    • 19. März 2026 um 17:09
    • #13
    Lassi:

    Im Theravada ist doch alles sehr traditionell und geregelt, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Das stimmt einfach nicht, denn die echte Wahrheit kann man nur im eigenen Herzen finden, aber in keiner Lehre, die dann wirklich buchstäblich leer ist. Aber es spielt am Ende keine Rolle mehr, wie es Aravind treffend bemerkte._()_

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Lassi
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    • 19. März 2026 um 17:18
    • #14

    Vielleicht hab ich kein Herz und denke nur ich hab eins. Entschuldige bitte.

    Liebe Grüße,

    Lassi


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  • Helmut
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    • 19. März 2026 um 17:46
    • #15
    Lassi:

    Vielleicht hab ich kein Herz und denke nur ich hab eins. Entschuldige bitte.

    Natürlich hast du genauso wie wir alle ein körperliches Herz. Wenn es heißt, man kann die Wahrheit nur im eigenen Herzen finden, dann geht es aber nicht um das körperliche Herz.


    Das Herz ist vielmehr ein Symbol, eine Metapher, eine Analogie für einen sehr subtilen Bewusstseinszustand. Das Herz ist eine Metapher für die unmittelbare, also nicht-begriffliche, geistige Wahrnehmung. Diese unmittelbare geistige Wahrnehmung geht über das begriffliche Denken, das auch sehr wichtig ist, hinaus.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • mooncake
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    • 19. März 2026 um 18:19
    • #16

    Ich denke, man kann sich doch alles mal in Ruhe ansehen, bevor man sich überhaupt für eine Richtung entscheidet. Allerdings halte ich es auch für wichtig, in dieser Richtung ein paar Jahre zu praktizieren. Ohne dran zu bleiben, ist es schwierig, den Dharma zu durchdringen.


    Ich hatte mir das damals ganz pragmatisch ausgesucht. Durch die vielen Umzüge hatte ich keinen festen Lehrer, bin durch die Soto Zen Dojos gepilgert und habe auch viele Jahre jeden Tag zuhause für mich Zazen geübt.


    Inzwischen lerne ich gerne vom tibetischen Buddhismus oder dem Amitabha Buddhismus. Die Lehre ist so vielfältig, dass sie auch nach Jahren immer neue und bereichernde Aspekte für mich bringt.

  • Lassi
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    • 19. März 2026 um 18:38
    • #17

    Mein Verstand scheint wirklich das Problem zu sein. Im Moment bin ich sehr selbstkritisch, weil ich die Sorge habe, dass alles nur eine Spinnerei sein könnte, all das Positive, das ich in den letzten Tagen durch das Rezitieren von Mantras aus dem tibetischen Buddhismus erlebt habe. Auch die Arbeit mit Tara und den anderen Bodhisattvas fühlt sich manchmal so an, als müsste ich alles hinterfragen, bevor ich es wirklich annehmen kann, wenn mir jemand seine Einschätzungen darüber mitteilt.

    Liebe Grüße,

    Lassi


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  • mooncake
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    • 19. März 2026 um 18:51
    • #18
    Lassi:

    wenn mir jemand seine Einschätzungen darüber mitteilt.

    Den Verstand sollte man dabei nie ausschalten. Lass Dir doch einfach Zeit damit, und setze Dich nicht unter Entscheidungsdruck. ;)

  • Lassi
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    • 20. März 2026 um 07:36
    • #19

    ja, den Druck rauszunehmen ist für mich ein wichtiger Punkt. Ich neige dazu, mich selbst unter Druck zu setzen , das ist ein Verhalten, das ich mir über die Jahre angewöhnt habe, um überhaupt zu funktionieren.
    Durch meine Autismus-Diagnose achte ich zudem sehr bewusst auf Kommunikation. Smalltalk bedeutet für mich nach wie vor eher, mein Gegenüber zu analysieren, als wirklich soziale Nähe aufzubauen. Ich glaube, dadurch wirke ich auf neurotypische Menschen oft etwas anders, vielleicht distanzierter oder weniger intuitiv.
    Im Moment habe ich mir vorgenommen, erst einmal den Rest des Buches Hardcore Zen zu lesen. Ich möchte mir dazu Notizen machen und versuchen, die Inhalte mit Hilfe meiner psychologischen Kenntnisse für mich zu entschlüsseln, so gut es mir eben möglich ist.

    Liebe Grüße,

    Lassi


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  • JoJu91
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    • 20. März 2026 um 07:55
    • #20
    Lassi:

    Wann habt ihr eigentlich gemerkt, dass eine bestimmte Richtung für euch passt?

    Meine bevorzugte Meditationsmethode habe ich aus dem "Tibetischen Buch vom Leben und Sterben" entnommen, das mich sehr fasziniert hat.


    Allerdings waren mir die tibetischen Meditationsgruppen zu "gefährlich".


    Deshalb habe ich meine Meditationsmethode in einer Zazen-Gruppe praktiziert, dort hat mich das Ambiente fasziniert und die Präsenz des Meisters, und ausserdem war meine Methode sehr gut kompatibel mit dem Shikantaza des Soto Zen.


    Die praktischen Dinge über das praktische buddhistische Leben habe ich mir bei Ayya Khema (Theravada) geholt, die damals noch gelebt hat. Einer ihrer Schüler und Retreat-Assistenten war mein bester edler Dhamma-Freund, mit dem ich mich ganz entspannt und humorvoll auf bayerisch über alle Themen unterhalten konnte, dir mir wichtig waren.

  • Lassi
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    • 20. März 2026 um 10:00
    • #21

    JoJu91 danke für deinen Beitrag.


    Ein Buch von Ayya Khema habe ich auch hier, Sei dir selbst eine Insel. Das werde ich nach Hardcore Zen lesen.
    Es ist schön zu hören, dass du so positive Erfahrungen gemacht hast. Ich stelle gerade bei mir selbst fest, wie verkopft ich manchmal bin. Je tiefer ich in die Lehren eintauche, desto mehr fällt mir auf, wie sehr sich mein Charakter auf eine Art geformt hat, die gleichzeitig angepasst und von den falschen Gründen geleitet ist. Vielleicht ist es eine Form von Arroganz.
    Besonders auffällig ist gerade, dass mein Mitgefühl im Moment deutlich reduziert ist und das gekünstelte, maskierte, antrainierte Ich immer stärker sichtbar wird. Es wirkt wie ein Schild gegen Menschen, die mir schaden wollen, nur war mir bisher nie so klar, dass ich damit auch andere von mir weghalte.
    Dass in so kurzer Zeit so viel passiert und mir so vieles klar wird, erschreckt mich ein wenig. Besonders, weil ich das Meditieren mit den Mantren aus dem tibetischen Buddhismus ja noch nicht so lange praktiziere.

    Liebe Grüße,

    Lassi


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    • 22. März 2026 um 02:39
    • #22

    Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Meine Richtung ist eigentlich die ganze Zeit vor mir, der säkulare Buddhismus, praktische Meditation, Achtsamkeit und ethische Lebensgestaltung, ganz ohne religiöse Dogmen. Man könnte sagen: Ich meditiere, damit ich nicht vor lauter Bäumen den Wald verliere. Wer weiß, was sich daraus noch entwickelt. :rainbow:

    Liebe Grüße,

    Lassi


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    • 22. März 2026 um 09:31
    • #23

    Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, verwirrt sein.

    Loslösung: Den Wald als Wald sehen und den Baum als Baum.

    Sehe ich den Wald, sehe ich keine Bäume, sehe ich den Baum, ist da kein Wald.

    Sehe ich Bäume im Wald, kann ich weder den Wald noch den Baum erkennen, ich habe mich verwirrt, verirrt, das jetzt vergessen, Achtsamkeit und Aufmerksamkeit sind Chaos.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Lassi
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    • 22. März 2026 um 09:56
    • #24

    Also weniger „alles gleichzeitig checken müssen“ und mehr entspanntes Umschalten.:?:grinsen:

    Liebe Grüße,

    Lassi


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    • 22. März 2026 um 11:06
    • #25
    Lassi:

    Also weniger „alles gleichzeitig checken müssen“ und mehr entspanntes Umschalten.:?:grinsen:

    Dein Gehirn arbeitet sowieso analog, eins nach dem anderen, aber eben so schnell, dass du lebensnotwendig glauben kannst, es arbeitet digital.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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