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  1. Buddhaland Forum
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Wo fängt das Aussen an?

  • Lassi
  • 13. März 2026 um 11:00
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  • Lassi
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    • 13. März 2026 um 11:00
    • #1

    Hallo ihr Lieben,


    ich komme gleich zum Punkt. Ich beschäftige mich im Moment sehr viel mit Mantren um zum Beispiel Wesen wie die grüne Tara um unterstützen zu bitten. Egal welche Mantren ich verwende zur Meditation, es tauchen jedes Mal nachts dann sehr klare Botschaften an mich auf und es wirkt wie eine enge Zusammenarbeit. Wie kann ich wissen ob ich mir das alles einbilde und es mich nachher nur noch mehr in eine Vorstellung von etwas treibt, um mich eher zu verwirren, auch wenn es sich nach Klarheit im eigenen Kopf anfühlt? Wenn ich mich zum Bespiel intensiv mit Harry Potter oder sonstwas beschäftige, befinde ich mich in Träumen auch gerne in der Harry Potter Welt. Bitte versteht mich richtig. Es geht mir nicht um Abwertung eines Systems, sondern warum der tibetische Buddhismus sich so extrem real in meinem System zeigt und ob das sein kann, nach so kurzer Zeit.

    Liebe Grüße,

    Lassi


    „Verkörpern, was heilsam ist – jenseits von Tradition und Dogma. Methoden nutzen, ohne an ihnen zu kleben. Denn wo kein Konzept ist, da ist kein Innen und kein Außen. Einfach nur: ‚Nix da‘.“

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    • 13. März 2026 um 11:22
    • #2

    Jede Wahrnehmung ist real, das Öffnen der Augen vertreibt jede Illusion.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Igor07
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    • 13. März 2026 um 11:36
    • #3
    Lassi:

    Wie kann ich wissen ob ich mir das alles einbilde und es mich nachher nur noch mehr in eine Vorstellung von etwas treibt, um mich eher zu verwirren, auch wenn es sich nach Klarheit im eigenen Kopf anfühlt?

    Wenn es dir gut tut, ist es nicht egal, ob es real ist oder nicht? Hauptsache, es wirkt. Das Leben ist nicht weiter als ein Traum, wir können es als sehr schönen gestalten oder auch als Albtraum. Wir selbst bestimmen es.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Lassi
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    • 13. März 2026 um 11:39
    • #4

    Für mich bleibt die Frage, ob jede Wahrnehmung auch eine objektive Realität beschreibt. Erfahrungen können sich sehr real anfühlen, auch wenn sie aus dem eigenen Geist entstehen.

    Liebe Grüße,

    Lassi


    „Verkörpern, was heilsam ist – jenseits von Tradition und Dogma. Methoden nutzen, ohne an ihnen zu kleben. Denn wo kein Konzept ist, da ist kein Innen und kein Außen. Einfach nur: ‚Nix da‘.“

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    • 13. März 2026 um 11:40
    • #5
    Igor07:

    Das Leben ist nicht weiter als ein Traum

    Dieser Satz kann in seiner Wirkung tödlich enden, mit geschlossenen Augen in den Abgrund, nur weil der Traum zeigt, dass es ein geiler Pool ist.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

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    • 13. März 2026 um 11:46
    • #6

    Igor07


    Ich habe nach Wahrheit und möglicher Selbsttäuschung gefragt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich deinen Beitrag richtig verstehe. Kannst du mir bitte erklären, wie deine Antwort meine Frage beantwortet?

    Liebe Grüße,

    Lassi


    „Verkörpern, was heilsam ist – jenseits von Tradition und Dogma. Methoden nutzen, ohne an ihnen zu kleben. Denn wo kein Konzept ist, da ist kein Innen und kein Außen. Einfach nur: ‚Nix da‘.“

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    • 13. März 2026 um 11:52
    • #7
    Lassi:

    Für mich bleibt die Frage, ob jede Wahrnehmung auch eine objektive Realität beschreibt. Erfahrungen können sich sehr real anfühlen, auch wenn sie aus dem eigenen Geist entstehen.

    Die objektive Realität kannst du nur erfahren, wenn du deinen Sinnesorganen mehr vertraust als deinem durch Nachdenken erreichten Glauben, wie die Realität dir erscheinen sollte.

    Es hilft nicht, einen netten Menschen vor dir zu glauben und nicht sehen wollen, dass er die Hand hebt, um dich zu schlagen.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

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    • 13. März 2026 um 12:32
    • #8

    Objektive Realität bleibt ungreifbar, weil Sinne und Geist sie färben? Das kommt mir jetzt dazu.

    Liebe Grüße,

    Lassi


    „Verkörpern, was heilsam ist – jenseits von Tradition und Dogma. Methoden nutzen, ohne an ihnen zu kleben. Denn wo kein Konzept ist, da ist kein Innen und kein Außen. Einfach nur: ‚Nix da‘.“

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    • 13. März 2026 um 12:41
    • #9
    Lassi:

    Ich habe nach Wahrheit und möglicher Selbsttäuschung gefragt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich deinen Beitrag richtig verstehe. Kannst du mir bitte erklären, wie deine Antwort meine Frage beantwortet?

    Ja, kann ich.


    Lassi:

    Objektive Realität bleibt ungreifbar, weil Sinne und Geist sie färben? Das kommt mir jetzt dazu.

    Und das ist der springende Punkt.


    Was ist wahr? Was ist real? Alles, was auf mich/ dich/ ein-wirkt. Denn die sogenannte objektive Realität gibt es nicht, sondern sie ist durch unsere Art der Wahrnehmung ausgestaltet. Ich wollte hier nicht zu viel philosophieren. Aber das kleine Zitat schadet nicht:


    Zitat

    „Immer wenn unser Gehirn seine geniale Strategie eines einheitlichen und dynamischen Porträts der Wirklichkeit verfolgt, werden wir bewusst. Zuerst erzeugt unser Gehirn eine Simulation der Welt, die so perfekt ist, dass wir sie nicht als ein Bild in unserem Geist erkennen können. Dann generiert es ein inneres Bild von uns selbst als einer Ganzheit. Dieses Bild umfasst nicht nur unseren Körper und unsere mentalen Zustände, sondern auch unsere Beziehung zur Vergangenheit und Zukunft – ein bewusstes Selbstmodell. Durch die Einbettung des Selbstmodells in das Weltmodell wird ein Zentrum geschaffen. Dieses Zentrum ist das, was wir als unser Selbst erleben. Es ist ein Werkzeug zur Planung und Kontrolle unseres Verhaltens und ein Instrument, um das Verhalten anderer zu verstehen. Es ist ein Produkt automatisch ablaufender, dynamischer Selbstorganisation.
    Das Selbstmodell erlaubt dem biologischen Mechanismus, sich als Einheit zu begreifen.“ (Der Ego-Tunnel, Metzinger)

    Die Quelle:


    Saññā und atta - Lug und Trug
    BGM 2023
    Dhamma Dana - Dhamma Dana



    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%20Dana/Buecher/viriya/Viriya%20-%20Sa%C3%B1%C3%B1%C4%81%20und%20atta.pdf

    Alles Gute!

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Qualia
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    • 13. März 2026 um 12:52
    • #10
    Lassi:

    Objektive Realität bleibt ungreifbar, weil Sinne und Geist sie färben? Das kommt mir jetzt dazu.

    Erkenne deine Färbungen, denn die sind ganz reines „Ich bin und ich habe.“

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

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  • Matthie
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    • 13. März 2026 um 12:57
    • #11

    Oft haben verschiedene Menschen eine unterschiedliche Wahrnehmung des selben Sachverhaltes. Seinen Sinnen trauen finde Ich grundsätzlich gut und doch auch hier gibt es Sinnestäuschungen.

    Ich denke ein offener klarer Geist der durchaus kritisch und zweifelnd ist, kann Dich vor Täuschungen bewahren. Die Realität bzw. Wahrnehmung mit nahestehenden Menschen abzugleichen ist hilfreich. Das sich Dinge aus Deinem Tag direkt im Traum beschäftigen ist doch wunderbar. Ich würde Sie aber eher als Botschaften des Unterbewusstseins betrachten und vielleicht einfach nur wirken lassen.Oft verliert man sich in Deutungen und Interpretationen.

  • Igor07
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    • 13. März 2026 um 13:03
    • #12
    Qualia:

    Dieser Satz kann in seiner Wirkung tödlich enden, mit geschlossenen Augen in den Abgrund, nur weil der Traum zeigt, dass es ein geiler Pool ist.

    Qualia .


    Kläre es mit der modernen Neurowissenschaft ab:


    Zitat

    Roth: Also, philosophisch gesprochen können wir natürlich überhaupt keine Gewißheit haben über die Existenz einer Welt außerhalb unseres Kopfes. Wir haben nur die Gewißheit über unsere eigenen Sinnesdaten. Ob diese Sinneseindrücke aus einer äußeren Welt stammen, kann ich nicht unmittelbar überprüfen. Ich kann sie ja nicht anfassen, sondern was mein Gehirn verarbeitet sind immer nur Sinneseindrücke, von druckempfindlichen Tastsensoren in meinen Fingerspitzen etwa. Die Frage kann also nicht sein, ob ich nachweisen kann, daß es eine unabhängige Welt gibt, sondern nur, ob es plausibel ist, von ihrer Existenz auszugehen. Meine Antwort: Es ist sehr wahrscheinlich, daß es eine äußere Welt gibt.

    Das Gehirn weiß wenig von der Wirklichkeit

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    Sokrates

  • Lassi
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    • 13. März 2026 um 13:10
    • #13
    Igor07:
    Lassi:

    Ich habe nach Wahrheit und möglicher Selbsttäuschung gefragt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich deinen Beitrag richtig verstehe. Kannst du mir bitte erklären, wie deine Antwort meine Frage beantwortet?

    Ja, kann ich.


    Lassi:

    Objektive Realität bleibt ungreifbar, weil Sinne und Geist sie färben? Das kommt mir jetzt dazu.

    Und das ist der springende Punkt.


    Was ist wahr? Was ist real? Alles, was auf mich/ dich/ ein-wirkt. Denn die sogenannte objektive Realität gibt es nicht, sondern sie ist durch unsere Art der Wahrnehmung ausgestaltet. Ich wollte hier nicht zu viel philosophieren. Aber das kleine Zitat schadet nicht:


    Zitat

    „Immer wenn unser Gehirn seine geniale Strategie eines einheitlichen und dynamischen Porträts der Wirklichkeit verfolgt, werden wir bewusst. Zuerst erzeugt unser Gehirn eine Simulation der Welt, die so perfekt ist, dass wir sie nicht als ein Bild in unserem Geist erkennen können. Dann generiert es ein inneres Bild von uns selbst als einer Ganzheit. Dieses Bild umfasst nicht nur unseren Körper und unsere mentalen Zustände, sondern auch unsere Beziehung zur Vergangenheit und Zukunft – ein bewusstes Selbstmodell. Durch die Einbettung des Selbstmodells in das Weltmodell wird ein Zentrum geschaffen. Dieses Zentrum ist das, was wir als unser Selbst erleben. Es ist ein Werkzeug zur Planung und Kontrolle unseres Verhaltens und ein Instrument, um das Verhalten anderer zu verstehen. Es ist ein Produkt automatisch ablaufender, dynamischer Selbstorganisation.
    Das Selbstmodell erlaubt dem biologischen Mechanismus, sich als Einheit zu begreifen.“ (Der Ego-Tunnel, Metzinger)

    Die Quelle:


    Saññā und atta - Lug und Trug
    BGM 2023
    http://www.dhamma-dana.de



    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%2…0und%20atta.pdf

    Alles Gute!

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    Was wäre, wenn sich meine Realität mit einer anderen Realität ständig im Ungleichgewicht befindet? Wenn ein anderer Mensch zum Beispiel behauptet ich könne ihn ruhig im Aussen verlassen, da er mein Wesen in sich erfasst hat, nichtmehr gehen lässt und mich besser kennt, als ich mein eigenes Wesen kennen würde? Ich würde dann sozusagen in seiner Vorstellung bleiben und leben bis ich im Aussen wieder zur Vernunft komme. Wenn ich ihm das glaube. Diese Fantasien haben so rein nichts mit mir zu tun. Es hätte aber nichts gebracht dieser Person das klarer machen zu wollen. Was spielt da Freiheit für eine Rolle, wenn sie nicht gelebt werden will? Wenn mir jemand sagt ich sei nicht frei, dann kann er das mit voller Überzeugung rüberbringen und wir werden nie eine gemeinsame Realität sehen. (Das kam mir gerade als Beispiel)

    Liebe Grüße,

    Lassi


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  • Igor07
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    • 13. März 2026 um 13:41
    • #14
    Lassi:

    Was wäre, wenn sich meine Realität mit einer anderen Realität ständig im Ungleichgewicht befindet? Wenn ein anderer Mensch zum Beispiel behauptet ich könne ihn ruhig im Aussen verlassen, da er mein Wesen in sich erfasst hat, nichtmehr gehen lässt und mich besser kennt, als ich mein eigenes Wesen kennen würde? Ich würde dann sozusagen in seiner Vorstellung bleiben und leben bis ich im Aussen wieder zur Vernunft komme.

    Aber deswegen spricht man über die Konsensus-Realität, im Sinne von Paul Watzlawick.
    Oder Prasangika sagen, alles existiert durch die Kraft der Benennung.

    Das ist mein Beispiel. Der Aborigine auf der Insel, der keinen blassen Schimmer über Geld und Währung hat, kann den Schein, sogar mit tausend Euro, zum Abwischen benutzen, mehr nicht.

    Das andere Beispiel: Diese Buchstaben am Monitor stellen nur Linien dar. Aber ich kann das lesen, weil ich die Sprache und die Grammatik verstehe. Aber meine Katze kann es nicht. So spricht man über die sogenannte Leerheit der Buchstaben.

    Ich würde mir deswegen keinen Kopf machen. Aber wenn es dir gut tut, egal welche Praxis, dann können deine Gesundheit und dein Wohl davon profitieren. Wie gesagt, der blinde Glaube kann Berge versetzen, und es gibt auch umgekehrte Fälle.

    Mehr kann ich nicht hinzufügen.

    P.S. Zur Ausgangsfrage: Der Beobachter bestimmt, ob das Photon entweder als Welle oder als Partikel erscheint. Kommt darauf an. Wenn es dich so sehr interessiert, kann man sehr viel bei Carlo Rovelli nachlesen.

    P1S1. Oder schaue über die Schrödinger -Katze. ( Wikipedia)._()_

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    Sokrates

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    • 13. März 2026 um 13:52
    • #15

    Trau mal bitte deiner Katze etwas mehr zu ^^;)

    Liebe Grüße,

    Lassi


    „Verkörpern, was heilsam ist – jenseits von Tradition und Dogma. Methoden nutzen, ohne an ihnen zu kleben. Denn wo kein Konzept ist, da ist kein Innen und kein Außen. Einfach nur: ‚Nix da‘.“

  • void
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    Zen
    • 13. März 2026 um 14:12
    • #16
    Lassi:

    ich komme gleich zum Punkt. Ich beschäftige mich im Moment sehr viel mit Mantren um zum Beispiel Wesen wie die grüne Tara um unterstützen zu bitten.


    Der tantrische Buddhismus gilt ja gerade deswegen als sehr wirkmächtig, weil er viel von dem was in uns ist für den Weg nutzt . Aber alles was eine starke Wirkung hat, hat normalerweise auch starke "Risiken und Nebenwirkungen" bei Fehlanwendung.


    Während fast jeder an einer Tara Puja teilnehmen ist - soweit ich weiß - eine tantrische Tara "verschreibungspflichtig". Viele tibetische Zentren bieten aber Retreats mit Einweihungen und Ermächtugungen an.


    Das man nicht mehr weiß was real ist und was nicht, was Praxis und was Phantasie ist, zahlt doch genau zu den Risiken, vor denen da geschützt werden soll .

  • Lassi
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    • 13. März 2026 um 14:24
    • #17

    void

    Nun meine Neugier hat mich da wohl geritten. Ich meditiere sehr gerne und habe die Mantren einfach ohne viel darüber nachzudenken ausprobiert. Das es mich so tief bewegt konnte ich vorher nicht wissen. Es tut mir sehr gut und es wäre mir sicher nicht recht meinen Verstand in Wahnvorstellungen zu verlieren. Hast du Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt?

    Liebe Grüße,

    Lassi


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  • mooncake
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    • 13. März 2026 um 18:47
    • #18
    Lassi:

    Für mich bleibt die Frage, ob jede Wahrnehmung auch eine objektive Realität beschreibt. Erfahrungen können sich sehr real anfühlen, auch wenn sie aus dem eigenen Geist entstehen.

    Jede Wahrnehmung stammt aus Deinem eigenen Geist und ist deswegen nicht objektiv. Sie ist aber real, und deswegen versuchen Buddhisten den eigenen Geist zu erkunden. Zu erkennen, wie stark der eigene Geist die Wahrnehmungen beeinflusst hilft auch zu verstehen, wie andere fühlende Wesen von ihrem eigenen Geist beeinflusst sind.

    Die Grenze zwischen meinem "Aussen" und "Innen" hängt meiner Meinung nach ganz und gar von mir selbst ab. Sie unterliegt permanenten Veränderungen und ist deswegen kaum definierbar, manchmal sogar nicht vorhanden.

  • Lassi
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    • 13. März 2026 um 19:08
    • #19

    mooncake

    Das kann ich mir richtig gut vorstellen.


    Zum Thema Wahrnehmung noch.

    Wenn man sich nicht gezielt mitteilen kann, weil man eingeschränkt ist und in einem geistigen Gefängnis sitzt bekommt man regelmäßig Zweifel. Diese Zweifel tragen sich in die Umgebung und man sieht sie überall kleben. So meine Erfahrung. Immer und immer wieder muss man dann zu dem Punkt kommen, wieso diese Zweifel stärker werden, wenn man sie versucht zu ignorieren. Der innerliche Kampf schafft dann eine Haltung für die gute Tat. Die Bodenhaftung. Egal was kommt, zentriert sein. Ein ständiges üben und üben...den Raum halten und einfach da sein.

    Liebe Grüße,

    Lassi


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  • mooncake
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    • 13. März 2026 um 19:24
    • #20
    Lassi:

    Die Bodenhaftung. Egal was kommt, zentriert sein. Ein ständiges üben und üben...den Raum halten und einfach da sein.

    Das ist eine lebenslängliche Aufgabe für viele von uns. Aber sie lohnt sich!!!

    Alles Gute für Dich. _()_

  • Lassi
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    • 13. März 2026 um 22:22
    • #21

    Ich denke, wenn ich etwas folge dann meiner eigenen Überzeugung. Ich kann mir im Moment überhaupt nicht vorstellen einer bestimmten Linie oder Lehre zu folgen. Ich schaffe es auch nicht buddhistische Lehrer als Mehrwissende zu sehen. Ich kann von jedem Einzelnen was lernen, jeder Mensch dem ich begegne. Mein Interesse geht nicht in Richtung Einweihungen, um etwas höher zu kommen. Mein Eindruck ist es würde nur ein Aufblasen meiner Person bedeuten. Lernen tun wir in jedem Moment, wenn wir beginnen uns bewusst zu werden was einen antreibt. Die psychologischen Ansätze finde ich mega super und nachvollziehbar. Die Frage wo der Unterschied zwischen einem Spezialinteresse und dem Fokus auf Bewusstwerdung angeht kann ich mir zum Schluss wohl nur selbst beantworten. Sonst mache ich mich von Anderen abhängig. Es kann natürlich helfen sich auszutauschen. Die Beiträge vom Karmahausmeister helfen mir da im Moment auch weiter. Wirklich ein interessantes Forum.

    Liebe Grüße,

    Lassi


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    • 13. März 2026 um 22:32
    • #22

    Für „Wo fängt das Außen an?“ habe ich eine Formel, die aber keine Wirkung gezeigt hat außer bei mir: Meine Haut, da beginnt das Außen, einschließlich der Sinneshäute, die Informationen über das Außen liefern.


    Es sind nur Informationen, Impulse, und ich muss wissen, dass mein Wissen über das Außen immer relativ ist.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

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  • Samadhi1876
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    • 13. März 2026 um 23:00
    • #23

    Alles ist Universum


    Auch man selbst


    Wie kann es dann ein „Außen geben“?


    Ein sich „getrennt fühlen“?


    Wenn Alles immer miteinander verbunden ist?

    Der begrenzte Geist und seine Gedanken allein…


    Trennen oft nur (unnötig)…


    „Ich“ besitzt halt auch einen Körper


    Ein Körper der eigentlich von selbst lebt


    Solange ihm Nahrung und ausreichend Schutz vor Beschädigung gewährt wird…


    „Ich“ kann den Körper bewegen


    Ihn woanders hin bewegen


    „Ich“ hat eine Sprache gelernt


    Mit dem „Ich“ sich mit anderen „Ichs“ verständigen kann


    Ohne gelernte Sprache:


    Was würde ich wohl denken?

    Ohne in der Schule gewesen zu sein oder andere Menschen gehört zu haben:


    Was würde ich wohl denken?


    Wenn „ich“ keine Augen und Ohren und andere Sinne hätte:


    Was würde ich wohl denken?

  • Lassi
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    • 13. März 2026 um 23:04
    • #24

    Mir fällt dazu ein länger zurückliegender Moment ein. Eine Schamanin hatte mich zu sich nach Hause eingeladen. Es war das erste Treffen. Sie bot mir an Klangschalen auf meinem Körper schwingen zu lassen. Die Schalen hörten nicht mehr auf zu schwingen und ich lag da eine ganze Stunde und war sehr entspannt. Die Dame brach das dann ab und weinte. Sie sagte ich müsse kein Geld bezahlen, da ich ihr so eine schöne Erfahrung geschenkt hatte. Sie sah ein so schönes Licht und ihren Geistführer im ganzen Raum und fühlte sich noch nie so getragen. Ich habe überhaupt nix gemerkt. Die Klangschalen wirkten auch nicht wie außerhalb von mir, sondern es war als wäre ich eins damit. Überall wo ich bisher bei Esomenschen aufgetaucht bin sieht man eine reife und schöne Seele in mir die Anderen mit ihrer bloßen Anwesenheit gut tut. Ich finde das ehrlich gesagt nicht gut und zerschlage diese Illusionen jedes Mal sehr schnell wieder. Die Menschen sehen mich dann anders an danach, aber ich will keiner dieser Schwurbler werden die Anderen etwas vom Leben erzählt. Wenn ich sowas schon sehe wird mir richtig schlecht. Vielleicht kommt daher mein Interesse an Zorngottheiten.

    Ich kann auch keine Grenze feststellen wo mein Körper endet. Es wirkt eher wie ein fließender Übergang.

    Liebe Grüße,

    Lassi


    „Verkörpern, was heilsam ist – jenseits von Tradition und Dogma. Methoden nutzen, ohne an ihnen zu kleben. Denn wo kein Konzept ist, da ist kein Innen und kein Außen. Einfach nur: ‚Nix da‘.“

  • void
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    • 13. März 2026 um 23:45
    • #25
    Lassi:

    Mein Interesse geht nicht in Richtung Einweihungen, um etwas höher zu kommen. Mein Eindruck ist es würde nur ein Aufblasen meiner Person bedeuten.

    Es ist doch relativ nachvollziehbar, dass etwas was effektiv ist, auch Qualifikation und Einweisung voraussetzt. Wenn ich eine Sprungschanze benutzten will, dann muß mir vorher jemand qualifiziertes die Fähigkeit bescheinigen, da sicher anfahren und landen zu können, so dass ich weder andere noch mich gefährde. Und bei tantrischer Praxis ist es eben auch wichtig, dass man richtig geschult ist. Das man versteht um was es geht und die Grundbegriffe versteht.


    Wenn du davon sprichst, dass Tara nachts Botschaften an dich sendet dann klingt das ja fast so wie ein Esoteriker der da irgendeine Wesenheit channelt um von ihr Weisheiten aus der geistigen Welt zu empfangen. Aber Tara ist doch erster Linie ein Buddhaspekt ist - eine Verkörperung des Mitgefühl. Und bei Mitgefühl stellt sich ja nicht so stark die Frage, ob das im Innen oder im Aussen ist, sondern wie man hilft es zu entfalten, und wie man es von anderen unterscheidet.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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