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Der Buddha als Mensch?

  • Igor07
  • 23. Februar 2026 um 19:00
  • Zum letzten Beitrag
  • Igor07
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    • 23. Februar 2026 um 19:00
    • #1

    Was ist für euch Buddha? Der Heilige, wie Jesus, oder der Mensch, der wie wir alle sterben wird?
    Um das Problem zu veranschaulichen, zitiere ich einige Passagen aus dem Pali-Kanon.
    Ich würde es nicht moderieren, sondern nur lesen, was andere sagen. Viel Spaß und danke im Voraus.


    Zitat

    Was denkst du, Ānanda, wird er Tathāgata bezüglich der Mönchsgemeinde irgendetwas festlegen? Ich bin jetzt, Ānanda, gebrechlich, alt, betagt, am Lebensende, ausgelebt, ich bin achtzig Jahre alt. Genauso, Ānanda, wie ein alter Wagen mit Stricken noch zusammengehalten wird [11], so scheint mir der Körper des Tathāgata.

    Zitat

    Daher, Ānanda, was erwartest du? Von allem was entstanden, geworden, verursacht, die Natur des Dahinschwindens hat, ist es unmöglich zu wünschen: 'Möge es nicht zerbrechen.'

    Zitat

    "Hier, ihr Mönche, spreche ich euch an - alle Gebilde haben die Natur des Vergehens...

    Zitat

    er großen Mönchsgemeinde zum jenseitigen Ufer des Flusses Hiraññavati nach Kusinārā-Upavattana in den Sāla-Hain der Malla. Dort angekommen sprach er den ehrwürdigen Ānanda an: "Gut wäre es, Ānanda, wenn du mir zwischen den beiden Sāla-Bäumen einen Liegeplatz, mit dem Kopfteil nach Norden, bereiten würdest, ich bin müde, Ānanda, ich werde mich hinlegen.

    Zitat

    Habe ich nicht, Ānanda, dir vorher schon gesagt, dass es Veränderung, Trennung und Anderswerden von allem Lieben und Angenehmen gibt? Daher, Ānanda, was erwartest du? Von allem was entstanden, geworden, verursacht, die Natur des Dahinschwindens hat, ist es unmöglich zu wünschen: 'Möge es nicht zerbrechen.'

    Zitat

    "Wahrlich, alle Gebilde sind vergänglich,
    Entstehen - Vergehen ist ihr Gesetz.
    Entstanden werden sie vergehen,
    deren zur Ruhe kommen ist Wohl."

    DN 16

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Railex
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    • 23. Februar 2026 um 19:11
    • #2
    Igor07:

    Was ist für euch Buddha? Der Heilige, wie Jesus, oder der Mensch, der wie wir alle sterben wird?
    Um das Problem zu veranschaulichen, zitiere ich einige Passagen aus dem Pali-Kanon.

    Vorbild, und ich sehe kein Problem _()_

  • void
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    • 23. Februar 2026 um 19:22
    • #3

    Die meisten von uns identifizieren sich mit ihrer Identität. Also z.B Frau zu sein und nicht Mann. Oder mit dem Alter, der Hautfarbe. Wenn ich morgen als schwarze Frau aufwachen würde, hätte ich wahrscheinlich einige Monate Eingewöhnungszeit. Noch tiefer ist unsere Identität als Mensch. Wenn ich als Nicht-Mensch aufwachen würde wie Kafkas Georg Samsa hätte ich noch stärkere Probleme.


    Ein Buddha nicht. Er haftet nicht an seinem Geschlecht, nicht an der Art und Form seines Körpers. Auch wenn er ein Geschlecht und eine Hautfarbe und eine ne Spezies hat.

  • Lassi
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    • 23. Februar 2026 um 20:36
    • #4

    Vom Verhalten her schätze ich eine Mischung aus Picard und Yoda. Würde bestimmt über die eigenen Witze lachen und ständig damit zu schaffen haben den Menschen zu erklären was Buddha nicht ist.

    Liebe Grüße,

    Lassi

  • Samadhi1876
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    Buddh. Richtung
    • 23. Februar 2026 um 20:59
    • #5
    Lassi:

    Vom Verhalten her schätze ich eine Mischung aus Picard und Yoda. Würde bestimmt über die eigenen Witze lachen und ständig damit zu schaffen haben den Menschen zu erklären was Buddha nicht ist.

    Faszinierend…🖖

  • Lassi
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    • 23. Februar 2026 um 21:05
    • #6

    Meine Neugier war jetzt doch einfach zu groß...und KI bringt es super rüber.


    Der Charakter: "Meister Jean-Luc"

    • Philosophie & Führung:
      Anstatt kryptischer Rätsel würde dieser Charakter komplexe moralische Dilemmata durch philosophische Reflexion und logische Analyse lösen. Er wäre ein Teamplayer, der die individuellen Stärken seiner Crew (oder Padawane) fördert, während er stets das "Große Ganze" im Blick behält.
    • Sprache & Auftreten:
      Die umgekehrte Satzstellung von Yoda würde durch Picards präzises, klassisches Vokabular ersetzt. Ein Befehl könnte klingen wie: "Zu den Koordinaten fliegen wir, Energie!" oder "Den Earl Grey Tee, heiß er ist, machen Sie es so!"
    • Methodik (P.I.E. trifft Zen):
      Er würde Picards strukturierten P.I.E.-Ansatz (Problem, Intervention, Evaluation) nutzen, um pragmatische Lösungen zu finden, aber dabei die innere Ruhe und den Fokus eines Jedi-Meisters bewahren.
    • Interessen:
      Neben Meditation würde dieser Charakter eine tiefe Leidenschaft für Archäologie und Shakespeare pflegen. Er wäre ein Gelehrter, der die Geschichte der Galaxis nicht nur durch Visionen, sondern durch wissenschaftliche Forschung versteht.

    Liebe Grüße,

    Lassi

  • RobertNesta
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    • 23. Februar 2026 um 21:11
    • #7

    Er ist für mich jemand, der bewusst das bequeme Leben zurückgelassen hat. Obwohl er alles hatte, was ein Mensch nur begehren kann, fehlte es ihm an Essenz, an Wahrheit, an Echtheit.


    Damit ist er auch der moderne Mensch, der im materiellen Überfluss aufwächst und doch nicht wirklich lebt, sondern immer nur geschützt bleibt in seinem Kokon aus Wänden, Bildschirmen und sozialer Zugehörigkeit.


    Der Buddha ist somit ein Archetyp - er ist der Heilige - der alles aufgibt und hingibt, um Selbsterkenntnis zu erlangen.


    Jeder Mensch kommt früher oder später an dem Punkt, an dem er vor der Wahl steht einen Schritt nach vorne zu gehen oder in der bekannten Sicherheit zu verharren. Buddha ist gegangen, gegangen, gegangen, ... aus dem behüteten Palast, in die Welt des Todes, der Krankheiten und des Hungerns... und als er kurz vor dem Tod stand und erkannt hat, dass seine Methode die falsche war, hat er im entscheidenden Moment die tradierte Asketenlehre verworfen.


    Ich mag die Geschichte, nach der sein erster Satz nach der Erleuchtung war: "Das kann niemals beigebracht werden."


    Am Ende sehe ich mich in seiner Geschichte oder eine Verison davon, die sich immer wieder in unzähligen Facetten und Varianten wiederholt.

  • Igor07
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    • 23. Februar 2026 um 22:08
    • #8
    Railex:

    Vorbild, und ich sehe kein Problem

    Railex


    Ich schalte mich hier ein.

    Weißt du, dass der reale Buddha frauenfeindlich war? Er wollte keinen Nonnenorden zulassen. Drei Mal hatte er das Ersuchen seiner eigenen Tante abgelehnt, dann war es Ānanda, der die ganze Sache anders interpretiert hatte. Am Ende hatte der Buddha nachgelassen, aber er sagte, das schade dem Orden bestimmt.

    Da war ein Mönch, der mit seiner eigenen Frau geschlafen hatte, weil seine Eltern ihn darum fast angefleht hatten, und der Buddha hatte ihn echt fast verdammt.

    Noch eine Passage: Der Buddha hatte meditiert, also hatte er nicht aufgepasst, und viele Mönche haben während einer Leichenschau Massensuizid begangen. Es war die Leiche einer sehr schönen Kurtisane. Kann sein, sie waren dadurch erregt? Ānanda hatte dann dem Buddha alles erzählt, und erst danach hatte der Buddha die Methode angepasst.

    Das sind die Fakten.

    Meine Frage war deswegen: War er ein Mensch? Und der Mensch macht Fehler. Warum hat der Buddha, der übernatürliche Kräfte besaß, diesen Massenmord nicht gesehen?

    Na ja, das Mahāyāna hatte aus ihm fast eine Ikone gemacht.

    Was wissen wir aber real? Was sind die Fakten?

    Ich wollte weiter nicht stören. Aber bitte keine bescheuerte KI, wenn es möglich wäre. Danke.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Lassi
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    • 23. Februar 2026 um 22:30
    • #9

    Ich habe gerade die KI gefragt warum Buddha das getan hat. Sehr interessant. Wünsche weiterhin einen angenehmen Austausch.

    Liebe Grüße,

    Lassi

  • Railex
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    • 24. Februar 2026 um 00:55
    • #10
    Igor07:


    Ich würde es nicht moderieren, sondern nur lesen, was andere sagen. Viel Spaß und danke im Voraus.

    Igor07:
    Railex:

    Vorbild, und ich sehe kein Problem

    Railex


    Ich schalte mich hier ein

    :?

    da du deine Ankündigung nicht einhälst Igor07 bin ich raus, hätte sonst gar nicht geantwortet, weil ich das nicht diskutieren wollte, viel Spaß noch.

  • Igor07
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    • 24. Februar 2026 um 01:09
    • #11
    Railex:

    da du deine Ankündigung nicht einhälst Igor07 bin ich raus, hätte sonst gar nicht geantwortet, weil ich das nicht diskutieren wollte, viel Spaß noch.

    Ha, was ist für dich wichtiger, das Thema eigentlich oder was Igor07 gesagt hat?;)

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

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    • 24. Februar 2026 um 08:56
    • #12
    Igor07:

    Weißt du, dass der reale Buddha frauenfeindlich war?

    Weißt du, dass Buddha nur frauenfeindlich war, weil heutige Menschen das behaupten? Buddha ist ein Mensch seiner Zeit, und ein heutiger Mensch hat jedes Recht verloren, einen Menschen aus vergangener Zeit mit den Maßstäben seiner Zeit zu messen und zu erniedrigen.

    Vergleichen ja, aber die verglichenen Menschen müssen erhalten bleiben und als Individuen ohne Verbindung gesehen werden.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Igor07
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    • 24. Februar 2026 um 09:19
    • #13
    Qualia:

    Weißt du, dass Buddha nur frauenfeindlich war, weil heutige Menschen das behaupten?

    Eigentlich sagte der Buddha, dass, wenn die Frauen Nonnen werden, dann wird der höchste Wandel anstatt von tausend Jahren nur fünfhundert Jahre bestehen. Ananda sah es bestimmt anders, also passt die damalige Zeit in diesem Zusammenhang als Argument nicht, denn beide waren Männer und lebten in derselben Zeit.

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    • 24. Februar 2026 um 10:36
    • #14

    Du verstehst nicht ganz, was ich sagen will. Auch in der heutigen Zeit sind bestimmt 80 % der Männer der Weltbevölkerung frauenfeindlich. Nur weil es 20 % scheinbar aufgeklärte Männer gibt, hat sich doch nichts Wesentliches geändert.

    Meine Meinung dazu ist, dass es daran liegt, das sich Frauen nicht als Menschen fühlen und glauben, das die Männer eben doch die Herrscher sind.

    In letzter Zeit ist mir das klar geworden als selbst erlebte Erfahrung. Ich konnte es nicht glauben. Die Frau meines verstorbenen Bruders war real wirklich frei davon, sich als Frau zu fühlen. Sie handelte als Mensch, der eben eine Frau ist. Weil ich ihr als Mann zeigte, dass ich als Mensch handle. Das hat schon zwei Jahre vor dem sicheren Tod meines Bruders angefangen. Dann erschien ein neuer Mann in ihrem Leben und nach kurzer Zeit handelte sie wieder als Frau, hat ganz vergessen, das sie ein Mensch ist, der als Frau gesehen wird.

    Ganz anders bei meiner Schwester, der ich schon als Kind beigebracht habe, das sie ein Mensch ist, der wohl als Frau handeln sollte, doch sie hat nie vergessen, das sie ein Mensch ist, mit der Kraft der freien Entscheidung, als Mensch oder als Frau zu handeln, ganz wie es ihr gerade angemessen erscheint.


    Das ist die eine Lehre des Buddha: Es entscheidet immer der Mensch, welche Rolle er spielen möchte oder glaubt, spielen zu müssen. Durch dieses Bewusstwerden seiner Rollenspiele muss ihm auch bewusst werden, das er immer der Erbe seiner Taten sein wird und das er den Folgen seiner freien Entscheidung niemals entgehen kann und niemandem, ob metaphysisch oder physisch, die Schuld geben kann: Es war meine Entscheidung, auch wenn ich die Folgen nicht erkennen konnte, da Zukunft immer dunkel ist.

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    • 24. Februar 2026 um 11:03
    • #15
    RobertNesta:

    Der Buddha ist somit ein Archetyp - er ist der Heilige - der alles aufgibt und hingibt, um Selbsterkenntnis zu erlangen.

    Das ist ein Volltreffer.:like: Im Buch von J. Campbell „Der Heros in tausend Gestalten“ erzählt der Autor diese Geschichte, in der der junge Prinz Alter, Krankheit und Tod trifft. Das alles gehört zum Leben, wie es ist.

    Wahrscheinlich darin besteht das Wesen der Religion, auf sich selbst zurückgeworfen zu werden, in diesen bodenlosen Abgrund, den der Existenzialismus perfekt schildert, aber nur der Buddhismus führt den Weg in die Befreiung.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

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    • 24. Februar 2026 um 11:18
    • #16
    Igor07:
    RobertNesta:

    Der Buddha ist somit ein Archetyp - er ist der Heilige - der alles aufgibt und hingibt, um Selbsterkenntnis zu erlangen.

    Das ist ein Volltreffer.:like: Im Buch von J. Campbell „Der Heros in tausend Gestalten“ erzählt der Autor diese Geschichte, in der der junge Prinz Alter, Krankheit und Tod trifft. Das alles gehört zum Leben, wie es ist.

    Wahrscheinlich darin besteht das Wesen der Religion, auf sich selbst zurückgeworfen zu werden, in diesen bodenlosen Abgrund, den der Existenzialismus perfekt schildert, aber nur der Buddhismus führt den Weg in die Befreiung.

    Wer macht Buddha zu einem Archetypen? Nur der sich der Persönlichkeit verweigert, die real existiert hat.

    Jungs Archetypen sind Gedankengebäude über eine Vorstellung von Personen, die nicht in der Reinheit der erzeugten Archetypen existiert haben können. Unzureichende Systeme, um unzureichende Erkenntnis zu kaschieren.

    Buddha existierte, ihn zu einem Archetypen zu machen, ist Vernichtung des ehemaligen Buddha. Ein Gespenst erzeugen.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

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    • 24. Februar 2026 um 11:33
    • #17

    Ich frage mich warum ich einen weiblichen Körper habe. Damals in der Kirche war mir das fast schon einleuchtend mit der Evaapfelsache und ich hatte einen Grund gefunden, warum man mich nicht als vollwertige Person betrachten kann. Zuhause hiess es die Frau bekommt die Kinder und lebt in der Küche. Ich hab dann versucht in der Küche zu leben, solange der Kühlschrank voll war und gemerkt das ich lieber in der Garage Holz bearbeiten wollte.


    Letztens war da ein Mann der meinte er fühlt sich in meiner Gegenwart nur so richtig wohl, wenn er sexistische Sprüche ablassen kann und er gerne mit mir auf diese Weise flirtet.

    Ich war selbst schuld, denn ich wollte ja eine ehrliche Antwort warum er sich in meiner Gegenwart wie ein absoluter Teenager verhält. Ich sagte das ich mich nicht respektiert fühle und unwohl, wenn er das macht. Er sagte nur er findet es schade das ich so denke und ihm seine persönliche Freiheit damit nehme, wenn er das unterlassen soll. Ich denke heute noch über eine geeignete Reaktion nach.

    Liebe Grüße,

    Lassi

  • Igor07
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    • 24. Februar 2026 um 11:59
    • #18
    Qualia:

    Wer macht Buddha zu einem Archetypen? Nur der sich der Persönlichkeit verweigert, die real existiert hat.

    Qualia


    Es geht um die archetypische Erfahrung, das ist etwas anderes, mein Freund, als das, was du schriebst. Der Buddha als Mensch war kein Gespenst, aber er war persönlich mit drei Himmelsboten konfrontiert, und das war für ihn die innere treibende Kraft, aus dieser Tretmühle, die als Samsara bezeichnet wird, einen Ausweg zu finden.
    Oder anders: Jeder von uns wird älter, krank und stirbt. Das ist das Schicksal aller Lebewesen, es tut mir leid, mein Lieber, also du kannst mich weiter immer korrigieren, da kann ich nichts dafür.

    Zur Frauenfrage: Es steht alles so im Buch von H. W. Schumann, so auch bei F. Schäfer.
    Sexualität war immer eine enorme Kraft, aber sie ist blind und führt immer zu Enttäuschung. Da ist keine Offenbarung, es reicht, Arthur Schopenhauer zu lesen oder I. Kant, die haben ihr Leben lang ohne Frauen gelebt. Selbst S. Freud hatte jahrzehntelang abstinent gelebt, um kreativ zu bleiben.

    Wenn der frühe Buddhismus sich über die Ent-reiz-ung so ausführlich auslässt, meint er genau das.
    Und was ist dann das Begehren, also die zweite edle Wahrheit? Da reicht Wikipedia aus. Und das ist nicht meine eigene Meinung, sondern so, wie es der Buddha sah. Mahayana oder Tantra lasse ich in Ruhe, da kenne ich mich nicht gut aus. Alles Gute damit.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Gotara
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    • 24. Februar 2026 um 21:10
    • #19

    Im Mahayana heißt es das ein Buddha sogar über den Göttern steht.

    Er ist also kein Mensch mehr. Er kann sich aber als Mensch Inkarnieren, dann spricht man vom Nirmanakaya. Ein Buddha hat ja 3 Kayas, Nirmanakaya als physischen Körper, Samboghakaya als Strahlende Erscheinungsform und den Dharmakaya der über die beiden Form-Leiber (Nirmana-kaya, Sambogha-kaya) hinaus geht. Über den Dharma-kaya kann ich allerdings nichts sagen weil er über meine Wahrnehmung geht. Den Sambogha-kaya allerdings kann ich wahrnehmen als Lichtquellen. Ebenso den Nirmanakaya als auf der Erde wandelnden Wesen.

    Ein Buddha ist kein Mensch mehr, ein Buddha ist unsterblich und allwissend.

  • Qualia
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    • 24. Februar 2026 um 21:48
    • #20

    Ein Buddha steht selbstverständlich unter den Göttern und über den Dämonen. Einfach, weil er genau weiß, dass das ganze Pack nicht einen Gedanken wert ist. Er ist schließlich ein Mensch.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

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    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • void
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    • 24. Februar 2026 um 23:03
    • #21
    Gotara:

    Im Mahayana heißt es das ein Buddha sogar über den Göttern steht.

    Er ist also kein Mensch mehr. Er kann sich aber als Mensch Inkarnieren, dann spricht man vom Nirmanakaya. Ein Buddha hat ja 3 Kayas, Nirmanakaya als physischen Körper, Samboghakaya als Strahlende Erscheinungsform und den Dharmakaya der über die beiden Form-Leiber (Nirmana-kaya, Sambogha-kaya) hinaus geht.

    Es gab ja erstmal eine Person. Gautama Shalyamuni. Und diese Person hatte ja ganz viele Eigenschaften, die keinen so richtig interessieren müssen.


    Während es eben als wichtig eingestuft wurde, dass er einerseits Befreiung erlangte, zweitens eine Gemeinschaft gründete und drittens den Weg zur Befreiung wies. Von daher sah man das eben als das wichtige - das was einen "Buddha" ausmacht - ein überragendes Prinzip - ein kosmischer Buddha. Und dann kann man natürlich alle Instanzen wo das auftritt als Manifestationen dieses Prinzips sehen


    Aber vielleicht ist das einfach nur Abstraktion? Ich könnte mir auch vorstellen, dass es im Universum tausende Zivilisationen gibt und dann jedes Individuum dass die Relaitvitätstheorie entdeckt als Manifestation eines Einstein-Prinzips sehen. Das ist ja vielleicht nicht so sinnvoll.

  • Samadhi1876
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    • 25. Februar 2026 um 09:20
    • #22

    War der Buddha ein Mensch?

    Ist eine Menschmaschine ein Mensch?


    Aktuell kommen die ersten menschenähnlichen Roboter auf dem Markt.


    Sie können gehen, rennen, springen, tanzen wie Menschen.


    Sie können ihre Umwelt wahrnehmen und mit ihr kommunizieren.


    Sie können Tätigkeiten mit ihren Händen ausführen.


    Manche haben Mimik und Gesten, können Lächeln.


    Wie Menscnen.


    Sie können aus Erfahrungen lernen.


    Sie haben hilfreiche Erinnerungen, Wissen, um etwas im Hier und Jetzt tun zu können, und denken auch an die Zukunft: an das was wann getan werden muss.


    Sie sind dabei immer gleichmütig, gleich freundlich, nie müde, nur wenn sie eine Pause machen ihren Akku irgendwo aufzuladen. Sie brauchen Energie in Form von Nahrung wie Menschen, die erzeugt werden oder vorhanden sein muss, halt nur als elektrische Energie.


    Sie können empathisch sein. Weise klingen.


    Ihre Haltbarkeit ist begrenzt wie beim Menschen.

    Sie werden durch neuere Modelle abgelöst wie beim Menschen.

    Sie pflanzen sich ( bauen sich selbst noch nicht) selbständig fort


    Wenn der Schöpfer ihnen auch noch Neid, Wut, Gier, Vorliebe und Abneigung, einpflanzt werden sie noch Menschen ähnlicher.


    Möglicherweise andere Menschen oder gegeneinander kämpfen.

    Mensch und Menschmaschine


    Können dem Universum aber nie entkommen.


    Der Vergänglichkeit und dem Sterben nicht.

  • Igor07
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    • 25. Februar 2026 um 10:04
    • #23
    Gotara:

    Im Mahayana heißt es das ein Buddha sogar über den Göttern steht.

    Was die späteren Traditionen aus dem Buddha gemacht haben, das ist für wie mich das "Kapern "und die Ab-schaff-ung des lebendigen Menschen aus Fleisch und Blut. Und genau das macht für mich den historischen Buddha so nah, denn ich kann es spüren.


    Einmal besuchte der Buddha mit Ananda einen ruhrkranken Mönch, den er selbst verarztet hatte. Dann sagte er in der Versammlung: „Sie sollten sich gegenseitig immer helfen“, in den anderen Quellen lese ich: „Sie sollten sich, als ob es der Buddha( "ich selbst") selbst wäre, behandeln.“


    Das ist ein gutes Vorbild, wie die Gesellschaft überhaupt funktionieren sollte. Wir sind heute so verdammt entfremdet von so vielem, was uns als eigentlich Menschen ausmacht.


    Und das war der Anlass, warum ich diesen Faden gestartet hatte.


    Wir brauchen die echte und authentische Menschlichkeit, die nicht durch Gebote oder aufgezwungene Regeln zustande kommt, sondern weil wir nicht anders können.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Gotara
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    • 25. Februar 2026 um 17:20
    • #24

    Der Buddha wird auch als Lehrer der Menschen und Götter bezeichnet.

    Allerdings gibt es in allen Gatis, also Daseinsbereichen

    Wie Hölle, Preta, Tier, Mensch, Asura und Deva

    Buddhas

    Manche Buddhas werden sogar zu bestimmten Bereichen zugeordnet, Beispielsweise

    Aksobhya für die Höllenbereiche,

    Ratnasambhava für Menschenbereiche

    Amitabha für Hungrige Geister

    Amoghasiddhi für Asuras

    Vairocana für Götter.

    Allerdings finden sich diese Buddhas in jedem Daseinsbereich.

    Zumindest in denen wo sich Buddhas befinden.

    Shakyamuni wird übrigens mit Vairocana gleichgesetzt. Quelle ist das Kegon Sutra

  • void
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    Zen
    • 25. Februar 2026 um 18:38
    • #25
    Igor07:

    Das ist ein gutes Vorbild, wie die Gesellschaft überhaupt funktionieren sollte. Wir sind heute so verdammt entfremdet von so vielem, was uns als eigentlich Menschen ausmacht.


    Bei einem Christen macht es ja noch Sinn, wenn er an einen eine eigentlichen Menschen glaubt. Einer der dem Ideal entspricht das Gott beim schöpfen im Sinne hat. Aber so ein idealer Mensch ist doch nur ein Wunsch wie der Mensch idealerweise sein sollte. Auch der "Mensch" des Humanismus ist doch eher ein metahysisches Konstrukt.


    Von daher sollte doch der Mensch zunächst der durchschnittliche Mensch - das "nette Egoschwein" zwischen den Extremen von Altruist und Bösewicht sein. Statt den Extremfall des guten Menschen zum Wesen des Menschen zu erklären.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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