Ich möchte mit Euch etwas teilen, das mich tief beeindruckt hat:
Vor 5000 Jahren gab es im heutigen Nordwesten von Indien und im angrenzenden Afghanistan und Pakistan die sogenannte Indus-Sarasvati Hoch-Kultur, diese war die ausgedehnteste der alten Hochkulturen und von ihrem Kulturstand her eine der am weitesten entwickelten. Mir waren bis dato nur das Alte Ägypten und Mesopotamien als Hochkulturen bekannt.
Die Gesamtbevölkerung der Indus-Sarasvati-Kultur wurde auf über 5 Millionen geschätzt. Ihre Städte hatten 50.000 Einwohner und mehr, was erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass die meisten großen antiken Städte im Durchschnitt nur etwa 10.000 Menschen beherbergten. Sie bestanden aus mit genormten Ziegelsteinen gemauerten Reihenhäusern entlang geometrisch angelegter Straßennetze und hatten Spültoiletten, ein Abwassersystem, und Einrichtungen auf beiden Straßenseiten, die Teil eines ausgeklügelten Entwässerungssystems waren, das sogar fortschrittlicher war als das der frühen Römer. Es gab öffentliche Schwimmbecken mit fließendem Wasser, Marktplätze, auf denen Händler mit genormten Gewichten und Linelen abmaßen, Bildhauer, Töpfer und Kinder, die Spielzeuge aus Bronze, Kupfer und Zinn hatten.
Die Städte der Indus-Tal-Zivilisation waren durchdacht geplant, der Ort sorgfältig ausgewählt und gezielt gebaut worden, bevor sie vollständig bewohnt wurden. Darüber hinaus zeigten sie alle eine Übereinstimmung mit einer einheitlichen Vision, sowohl zeitlich über Jahrhunderte als auch örtlich über das weite Gebiet des Indus-Tals hinweg. Das Volk scheint hauptsächlich aus Handwerkern, Bauern und Händlern bestanden zu haben. Es gibt keine Hinweise auf eine stehende Armee, keine Burgen oder Paläste und keine Tempel oder anderen Heiligtümer. Es ist durchaus möglich, dass es gar keinen Götterglauben gab.
Frage: Wie kann ein so hoher Grad an Fortschrittlichkeit und Koordiniertheit ohne Hinterlassenschaften der Macht wie Pyramiden oder Tempel erklärt werden?
Es muss eine Organisationsstruktur gegeben haben, die äusserst selbstlos und allseits anerkannt war und zwar über Jahrhunderte hinweg. Das ist aus meiner Sicht nur durch eine Kultur der umfassenden Weisheit eines signifikanten Teils der Bevölkerung zu erklären.
Und in der Tat gibt es dafür Hinweise:
- Es wurde eine Anzahl von Siegel (damals persönliche Unterschrift) entdeckt, darunter das Mohenjo-Daro Siegel 420, welche Personen in recht eindeutiger Yoga-Haltung zeigen. Das passt gut dazu, dass im Indus-Tal das Yoga entstanden ist. Das "Yoga von damals" war der Vorläufer der späteren Meditation.
- Die ersten schriftlichen Übertragungen stammen von den Ariern, die die Lehren der Indus-Tal-Zivilisation übernahmen und in ihrer Muttersprache, einer Vorstufe von Sanskrit niederschrieben. Diese Vedischen Lehren umfassen die Wissenschaft des Meditierens und Atmens.
Ein signifikanter Teil der Bevölkerung muß also durch Meditation erleuchtet gewesen sein! Oder seht Ihr das anders?