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  1. Buddhaland Forum
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  3. Buddhismus und Wissenschaft im Dialog

Contemplative Lab: Gemeinsam eine Bewusstseinskultur entstehen lassen

  • KarmaHausmeister
  • 15. Januar 2026 um 10:13
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  • JoJu91
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    • 21. Januar 2026 um 08:18
    • #26
    Rimi Dalv:

    Was ist damit gemeint? Ein weiteres Bewusstsein, unabhängig von den 6 Sinnesbereichen?

    "Das, was alles erkennt, und von keinem erkannt wird"


    Aber durchaus erkannt werden kann.


    :medim::mediw:

  • JoJu91
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    • 21. Januar 2026 um 08:36
    • #27
    Rimi Dalv:

    Was bedingen die niederen Bewusstseine?

    Chaos, Verwirrung, alles, was einen Alptraum ausmacht.


    Ein für mich einfacher Test ist das Lesen eines anspruchsvollen kleinen Kapitels, etwa in einem Mathe- oder Physik-Buch.


    Mit einem unruhigen Geist, zappelig, nervös bekomme ich schon Panik, wenn ich die Formeln sehe.

    Wird der Geist etwas ruhiger, kann ich beginnen zu lesen, schweife aber in kurzer Zeit ab oder werde müde.

    Wird der Geist noch ruhiger, kann ich versuchen, die Kern-Aussage der Formel zu verstehen.

    Ist der Geist ganz klar, fast gedankenfrei und ohne Emotionen, kann es passieren, dass ich beim x-ten mal lesen die inhaltliche Bedeutung der Formel verstehe. Sie nicht etwa in einer Prüfung ausswendig hersagen und mit ihr rechnen kann, sondern sie wirklich verstehe.

    Einmal verstanden, kann ich in der Prüfung Fragen zu dem Thema beantworten, auf die ich mich nicht zuvor vorbereitet habe.

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    • 21. Januar 2026 um 09:11
    • #28
    KarmaHausmeister:

    [..] Wenn man keine Argumente mehr hat, aber dennoch seine Überzeugung nicht ändern möchte, macht man so etwas. Ich halte so ein Verhalten ja nicht für sehr buddhistisch. Soviel zur Metaebene.


    Fehlende Argumente oder die Einsicht, dass es nur ums Rechthaben geht.


    Ich finde es auch nicht besonders hilfreich, die Antworten hier im Forum wiederholt als unbuddhistisch abzuwerten.

    DON'T HATE, MEDITATE.

  • Qualia
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    • 21. Januar 2026 um 09:25
    • #29
    JoJu91:
    Rimi Dalv:

    Was ist damit gemeint? Ein weiteres Bewusstsein, unabhängig von den 6 Sinnesbereichen?

    "Das, was alles erkennt, und von keinem erkannt wird"


    Aber durchaus erkannt werden kann.


    :medim::mediw:

    Alles anzeigen

    Aber durchaus erkannt werden kann.


    Bewusstsein kann nicht von einem Ich erkannt werden, weil das, was meint, es zu erkennen, nicht von Bewusstsein unabhängig ist. Ein Ich lebt Bewusstsein, doch es weiß nicht, was Bewusstsein ist.


    Wissenschaftlich wissen wir, dass es Bewusstsein gibt, doch nicht, wie es erscheint. Alles scheitert daran, dass es eben nicht organisch gefunden werden kann, obwohl jeder Forscher weiß, weil er es lebt, dass es da ist.


    Der Wissenschaftler ist atta und Bewusstsein ist anatta.

    Wenn Bewusstsein DAS Bewusstsein ist, müsste es sich selbst erforschen, doch Bewusstsein kann nicht atta werden, denn wenn es DAS Bewusstsein ist, wird es sofort atta: Wer erforscht Bewusstsein?


    Nur intellektuell kann sich das Ich als anatta leben, doch sein atta sein kann es nicht überwinden, weil es ohne anatta-Bewusstsein nicht erscheinen kann.


    Daraus ergibt sich, dass alles Bewusstsein nicht wissenschaftlich an der Natur der Dinge erforscht werden kann. Das Ich kann sich nicht als real existierend beweisen, denn seine Forschungen scheitern am anatta seiner Grundlage, Bewusstsein.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

    3 Mal editiert, zuletzt von Qualia (21. Januar 2026 um 09:47)

  • Qualia
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    • 21. Januar 2026 um 09:49
    • #30

    Leben kann nicht von einem Lebewesen erkannt werden, weil das, was meint, es zu erkennen, nicht von Leben unabhängig ist. Ein Lebewesen lebt Leben, doch es weiß nicht, was Leben ist.


    Wissenschaftlich wissen wir, dass es Leben gibt, doch nicht, wie es erscheint. Alles scheitert daran, dass es eben nicht organisch gefunden werden kann, obwohl jeder Forscher weiß, weil er es lebt, dass es da ist.


    Der Wissenschaftler ist atta und Leben ist anatta.

    Wenn Leben DAS Leben ist, müsste es sich selbst erforschen, doch Leben kann nicht atta werden, denn wenn es DAS Leben ist, wird es sofort atta: Wer erforscht Leben?


    Nur intellektuell kann sich ein Lebewesen als anatta leben, doch sein atta sein kann es nicht überwinden, weil es ohne anatta Leben nicht erscheinen kann.


    Daraus ergibt sich, dass alles Leben sich nicht wissenschaftlich an der Natur der Lebewesen erforschen lässt. Leben kann sich nicht als real existierend beweisen, denn seine Forschungen scheitern am anatta seiner Grundlage, Leben.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Monikamarie
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    • 21. Januar 2026 um 09:59
    • #31

    Das Auge kann sich selbst beim Gucken nicht sehen. Aber es sieht.

  • Monikamarie
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    • 21. Januar 2026 um 10:07
    • #32

    Das Gehirn kann seinen persönlichen Denk-/Empfindungsprozess etc. nicht sehen, aber ich kann es. Was kann das beobachten? BEWUSSTSEIN, nicht mein Bewusstsein, sondern einfach Bewusstsein ohne ICH, also nur Lauschen ohne Bewertung.

    _()_

  • KarmaHausmeister
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    • 21. Januar 2026 um 11:50
    • #33
    Hotte:
    KarmaHausmeister:

    [..] Wenn man keine Argumente mehr hat, aber dennoch seine Überzeugung nicht ändern möchte, macht man so etwas. Ich halte so ein Verhalten ja nicht für sehr buddhistisch. Soviel zur Metaebene.


    Fehlende Argumente oder die Einsicht, dass es nur ums Rechthaben geht.


    Ich finde es auch nicht besonders hilfreich, die Antworten hier im Forum wiederholt als unbuddhistisch abzuwerten.


    Das ist keine Abwertung sondern eine Feststellung. Würdest Du mir zustimmen, dass das Festhalten an – was auch immer – der buddhistischen Idee entgegenläuft? Das Festhalten an (religösen) Überzeugungen ohne eine valide argumentative Grundlage ist in seiner harmloseren Form spirituelles Bypassing. Im schlimmeren Falle führt diese dann geradewegs in den Fundamentalismus.

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

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  • Igor07
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    • 21. Januar 2026 um 12:32
    • #34
    KarmaHausmeister:

    Würdest Du mir zustimmen, dass das Festhalten an – was auch immer – der buddhistischen Idee entgegenläuft? D

    Das stimmt, aber was bedeutet konkret die buddhistische Idee?:?: Der Buddhismus,

    , egal welche Richtung, ist eine Religion, oder irre ich mich? Wenn man aber aus der Religion mit Karma, Wiedergeburt, den anderen Daseinsbereichen und so weiter reine Wissenschaft machen will, dann verpasst man beides.
    Th. Metzinger ist der Wissenschaftler. Und insofern ich mich an seine Präsentation zum letzten Buch erinnere, hat er sehr ausweichend auf einige heikle Fragen geantwortet.Denn über einiges spricht man nicht, so könnte er von den Kollegen als nicht wissenschaftskonform betrachtet werden. Auch über einige seiner früheren Erfahrungen, auf die er im ersten Buch eingeht, wollte er nicht mehr sprechen. Zu viel subjektiv, passt nicht ins Schema. Ins Paradigma.
    Die Wissenschaft ist per eigener Natur "objektiv", sie misst etwas, was sie verifizieren kann, also mit Hilfe von Geräten. Aber auf die grundlegenden Fragen über den Sinn des Daseins oder was früher war, vor dem Entstehen des Universums, und so weiter, ist es bis heute nicht möglich, mit den Mitteln der biologischen Evolution die Emergenz des Lebens zu erklären, und auch das Entstehen des Homo sapiens, denn ein Virus wäre immer anpassungsfähiger als der Mensch, nur um einige Beispiele zu nennen.
    Was ist dann Qualia? Das ist nur aus der Seite der Erste-Person-Perspektive erlebbar. Man kann es nicht rein objektiv nachweisen. Religion spiegelt die innere unmittelbare Erfahrung wider, aber die Wissenschaft versucht, dieses tief- innerliche Phänomen zu messen, etwa welche Gehirnareale aktiv sind. Das sind aber die verschiedenen Zugänge, oder täusche ich mich?
    Lange Rede, kurzer Sinn: Man sollte die berüchtigte Kirche im Dorf lassen. Nur meine sehr bescheidene Meinung. Wenn ich darf. _()_

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

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    • 21. Januar 2026 um 18:02
    • #35
    Rimi Dalv:

    Eine andere Frage: Buddhas Lehre führt zum Nibbana. Wohin führt Metzingers Lehre?

    Buddhas Lehre führt zum Nibbana, dazu habe ich Buddhas Beschreibung des Nibbana zitiert.

    KarmaHausmeister:

    Die Frage also, was für Dich nibbana ist, sollte zunächst genau geklärt werden, bevor wir hier weitersprechen können.

    Für mich ist die zitierte Beschreibung des Nibbana ausreichend. Wohin führt also Metzingers Lehre? Ich verlange nicht nach deiner eigenen Deutung, wäre aber auch nicht abgeneigt diese zu lesen. Hat Metzinger sich in diese Richtung irgendwann geäußert oder etwas als Ziel formuliert?

    ...seid euch selbst die Zuflucht ... die Lehre sei euch Zuflucht, habt keine andere Zuflucht (DN16)

  • mooncake
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    • 21. Januar 2026 um 19:07
    • #36

    Wenn ich es richtig verstanden habe, ist Metzinger ein Neurowissenschaftler, der seine Forschungen im Idealfall ohne Ziel betreiben und dokumentieren würde.

    Ein Ziel gehört vielleicht eher in den Bereich der Religionen, der Politik oder der Wirtschaft.

    Im Buddhismus geht es denke ich darum, das Ich zu erkennen, und zu überwinden. Das Ziel ist die Transzendenz des Egos und die Erkenntnis danach.

    Was das Ziel des säkularen Buddhismus ist, wüsste ich auch gerne. Ich möchte es wirklich verstehen.

  • KarmaHausmeister
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    • 21. Januar 2026 um 22:06
    • #37
    Rimi Dalv:

    Für mich ist die zitierte Beschreibung des Nibbana ausreichend. Wohin führt also Metzingers Lehre? Ich verlange nicht nach deiner eigenen Deutung, wäre aber auch nicht abgeneigt diese zu lesen. Hat Metzinger sich in diese Richtung irgendwann geäußert oder etwas als Ziel formuliert?


    Ich verstehe das Zitat aber nicht. Ich weiß nicht, was gemeint ist. Erkläre es mir bitte.

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

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  • JoJu91
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    • 22. Januar 2026 um 07:44
    • #38
    Qualia:

    Daraus ergibt sich, dass alles Bewusstsein nicht wissenschaftlich an der Natur der Dinge erforscht werden kann. Das Ich kann sich nicht als real existierend beweisen, denn seine Forschungen scheitern am anatta seiner Grundlage, Bewusstsein.

    Richtig, es kann von einem ICH nicht erkannt werden.


    Aber ...


    :angel:

  • JoJu91
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    • 22. Januar 2026 um 07:45
    • #39
    KarmaHausmeister:

    Das Festhalten an (religösen) Überzeugungen ohne eine valide argumentative Grundlage ist in seiner harmloseren Form spirituelles Bypassing. Im schlimmeren Falle führt diese dann geradewegs in den Fundamentalismus.

    Oder wie Nietzsche (sinngemäss) meinte, Überzeugungen sind gefährlicher als Lügen.

  • Hotte
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    • 22. Januar 2026 um 11:49
    • #40
    KarmaHausmeister:
    Hotte:
    KarmaHausmeister:

    [..] Wenn man keine Argumente mehr hat, aber dennoch seine Überzeugung nicht ändern möchte, macht man so etwas. Ich halte so ein Verhalten ja nicht für sehr buddhistisch. Soviel zur Metaebene.



    [...] Ich finde es auch nicht besonders hilfreich, die Antworten hier im Forum wiederholt als unbuddhistisch abzuwerten.


    Das ist keine Abwertung sondern eine Feststellung. Würdest Du mir zustimmen, dass das Festhalten an – was auch immer – der buddhistischen Idee entgegenläuft? Das Festhalten an (religösen) Überzeugungen ohne eine valide argumentative Grundlage ist in seiner harmloseren Form spirituelles Bypassing. Im schlimmeren Falle führt diese dann geradewegs in den Fundamentalismus.


    Wenn tatsächlich alles falsche Ansicht wäre, von dem du sagst, dass es falsche Ansicht ist, würde ich das auch so sehen – Da das aber nicht so ist und keine der Auslegungen besser als die andere ist, bleibt das Etikett ‚unbuddhistisch‘ für mich eine Abwertung.

    DON'T HATE, MEDITATE.

  • Rimi Dalv
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    • 22. Januar 2026 um 18:56
    • #41
    KarmaHausmeister:
    Rimi Dalv:

    Für mich ist die zitierte Beschreibung des Nibbana ausreichend. Wohin führt also Metzingers Lehre? Ich verlange nicht nach deiner eigenen Deutung, wäre aber auch nicht abgeneigt diese zu lesen. Hat Metzinger sich in diese Richtung irgendwann geäußert oder etwas als Ziel formuliert?


    Ich verstehe das Zitat aber nicht. Ich weiß nicht, was gemeint ist. Erkläre es mir bitte.

    Die Frage, wohin führt Metzingers Lehre, sollte zunächst genau geklärt werden, bevor wir hier weitersprechen können.

    ...seid euch selbst die Zuflucht ... die Lehre sei euch Zuflucht, habt keine andere Zuflucht (DN16)

  • KarmaHausmeister
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    • 22. Januar 2026 um 19:39
    • #42
    Rimi Dalv:
    KarmaHausmeister:
    Rimi Dalv:

    Für mich ist die zitierte Beschreibung des Nibbana ausreichend. Wohin führt also Metzingers Lehre? Ich verlange nicht nach deiner eigenen Deutung, wäre aber auch nicht abgeneigt diese zu lesen. Hat Metzinger sich in diese Richtung irgendwann geäußert oder etwas als Ziel formuliert?


    Ich verstehe das Zitat aber nicht. Ich weiß nicht, was gemeint ist. Erkläre es mir bitte.

    Die Frage, wohin führt Metzingers Lehre, sollte zunächst genau geklärt werden, bevor wir hier weitersprechen können.


    Schau, du möchtest doch das bud. Verständnis von nibbana mit dem „Ziel“ Metzingers vergleichen. Wenn du aber ersteres nicht definieren kannst, was willst du dann vergleichen?


    Inzwischen denke ich, Dir ist gar nicht klar, was in bud. Sinne nibbana eigentlich sein könnte. Deshalb auch deine stete Weigerung, den von Dir zitierten Palitext zu deuten.

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  • Rimi Dalv
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    • 22. Januar 2026 um 20:09
    • #43
    KarmaHausmeister:

    Die Frage also, was für Dich nibbana ist, sollte zunächst genau geklärt werden, bevor wir hier weitersprechen können.

    Ich habe lediglich deine Gegenfrage Spielerei fortgesetzt:

    Rimi Dalv:

    Die Frage, wohin führt Metzingers Lehre, sollte zunächst genau geklärt werden, bevor wir hier weitersprechen können.

    Und sieh mal da wird jemand ungehalten:

    KarmaHausmeister:

    Inzwischen denke ich, Dir ist gar nicht klar, was in bud. Sinne nibbana eigentlich sein könnte. Deshalb auch deine stete Weigerung, den von Dir zitierten Palitext zu deuten.

    Nun die Antwort ist nicht schwer zu erraten: Inzwischen denke ich, Dir geht es gar nicht um Austausch, sondern bloß um die Hoheit der Argumentation. Deshalb auch die Angst auf meine simple Frage einzugehen.

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  • Rimi Dalv
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    • 22. Januar 2026 um 20:16
    • #44
    KarmaHausmeister:

    Deshalb auch deine stete Weigerung, den von Dir zitierten Palitext zu deuten.

    Diese Texte sind nicht zum Deuten und zerreden da, sondern zum Verstehen. Warum das so ist steht in dem Zitat aus der MN43 weiter oben, oder einfacher beschrieben:

    So wie man Dinge erfährt, so versteht man sie. Und so wie man Dinge versteht, so erfährt man sie.

    ...seid euch selbst die Zuflucht ... die Lehre sei euch Zuflucht, habt keine andere Zuflucht (DN16)

  • KarmaHausmeister
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    • 23. Januar 2026 um 11:16
    • #45
    Rimi Dalv:
    KarmaHausmeister:

    Deshalb auch deine stete Weigerung, den von Dir zitierten Palitext zu deuten.

    Diese Texte sind nicht zum Deuten und zerreden da, sondern zum Verstehen. Warum das so ist steht in dem Zitat aus der MN43 weiter oben, oder einfacher beschrieben:

    So wie man Dinge erfährt, so versteht man sie. Und so wie man Dinge versteht, so erfährt man sie.


    Du, mir liegen "Spielereien" fern. Ich bin auch nicht "ungehalten". Ich bin lediglich an einem sauberen, ergebnisoffenen Dirkurs interessiert. Lass uns bitte auf ad hominem verzichten.


    Mich irritiert Deine fortgesetzt Weigerung, in den Diskurs richtig einzusteigen, indem Du nicht definieren magst, was aus Deiner Sicht buddhistisches nibbana bedeuten kann.


    Ich habe hier etwas zu lesen für Dich (es ist etwas länger – was man mir verzeihen möge):


    Nirvana in den buddhistischen Traditionen: Eine vergleichende Betrachtung


    Der Begriff „Nirvana“ (Pali: nibbāna) gehört zu den zentralen Konzepten buddhistischer Lehre und ist zugleich eines der vielschichtigsten. Je nach Tradition variiert seine Auslegung erheblich: von einer metaphysischen Transzendenz über psychologische Befreiung bis hin zu einer gelebten Gegenwärtigkeit jenseits aller Unterscheidungen. Die folgende Skizze zeigt, wie unterschiedlich Nirvana in den Hauptströmungen des Buddhismus verstanden wird.


    Im frühbuddhistischen Denken, wie es uns im Pali-Kanon stellenweise begegnent (vgl. Samyutta Nikāya, Udāna), wird Nirvana oft als das Erlöschen der drei Geistesgifte Gier, Hass und Verblendung beschrieben. Es ist ein Zustand jenseits von Geburt und Tod, nicht als Ort gedacht, sondern als endgültige Befreiung vom leidhaften Kreislauf des Daseins, des Samsara.


    Der Theravada-Buddhismus, der sich stark auf diese frühen Quellen bezieht, bewahrt diesen transzendenten Charakter, erweitert ihn aber um systematisierte Meditationspraxis und klare Stufenmodelle der Befreiung (vgl. Visuddhimagga). Nirvana ist hier nicht bloß das Erlöschen von Leid, sondern wird auch als Friede und ungeborenes Element, „asankhata dhatu“ beschrieben. In neueren Lesarten, etwa bei Buddhadasa, wird Nirvana jedoch auch als eine diesseitige Befreiung im gegenwärtigen Moment interpretiert, ein Ansatz, der sich mit moderner Psychologie und Achtsamkeitspraxis verbindet und sich im säkularen Buddhismus ebenso findet.


    In den tantrischen und vajrayana-buddhistischen Schulen – vor allem im tibetischen Buddhismus – verschwimmt die Trennung von Nirvana und Samsara zunehmend. Hier wird Nirvana als die direkte Einsicht in die Leerheit des Geistes, „sunyata“, verstanden, verbunden mit der Erfahrung von Klarheit und Mitgefühl. Die Praxis zielt nicht auf das Verlassen der Welt, sondern auf ihre Transformation durch Rituale, Visualisierungen und das Auflösen dualistischer Vorstellungen (vgl. die Dzogchen-Lehren von Longchenpa oder Patrul Rinpoche): „Samsara ist Nirvana“, sofern die wahre Natur der Wirklichkeit erkannt wird.


    Auch der Chan- und Zen-Buddhismus lehnt ein begriffliches oder zukünftiges Nirvana ab. Der Erwachte Geist ist immer schon da. Durch Praxis kann er im Alltag verwirklicht werden. Die Zen-Tradition (vgl. Dogen: Shobogenzo) betont das „Nirvana im Tun“: Wasser tragen, Holz hacken. Die Trennung zwischen Erleuchtung und Alltag wird als Illusion erkannt. Nirvana zeigt sich im Unmittelbaren, Jetzigen, jenseits von Sprache und Konzept.


    Demgegenüber steht der Amitabha-Buddhismus, die Reines-Land-Schule, Hier wird Nirvana erst über den Umweg über die Wiedergeburt im Reinen Land erreicht, einem transzendenten Bereich, der ausschließlich durch das Vertrauen in die Kraft des Buddha Amitabha zugänglich wird. Dort ist die Erleuchtung leichter erreichbar, da leidvolle Bedingungen fehlen. In dieser Form des Buddhismus steht nicht die eigene Anstrengung, sondern die Hingabe im Zentrum, „Tariki“, die „fremde Kraft“. Während Mahayana‑Schulen allgemein Nirvana als untrennbar mit Weisheit und Mitgefühl sehen, versteht der Reinen‑Land‑Buddhismus Nirvana konkret als Buddhaschaft, die durch Vertrauen in Amitabha und Wiedergeburt in seinem Land „zugesichert“ und dort vollendet wird.


    In neueren säkular-buddhistischen Deutungen ist Nirvana keine mystische Erlösung irgendwo jenseits, sondern eine psychologische und praktische Freiheit im Hier und Jetzt. Sie bedeutet, den automatischen Kreislauf von Empfindung, emotionaler Reaktion, Gewohnheits-Handlung zu durchschauen und zu unterbrechen: Anstatt unbewusst auf Reize zu reagieren, nimmst du Empfindungen achtsam wahr und ergreifst sie nicht. In diesem Zwischenraum entsteht ein offener Raum der Wahl, in dem dein Handeln nicht mehr von konditionierten Mustern bestimmt ist. Diese Befreiung ist Nirvana als gegenwärtige Offenheit und autonome Reaktionsfähigkeit, nicht als metaphysischer Zustand, sondern als direkt erfahrbare Freiheit von automatischem Leiden und konditionierten Gewohnheiten.


    Während also der frühe Buddhismus Nirvana als Erlöschen betont, beschreiben spätere Strömungen es zunehmend als Verwirklichung des wahren Seins oder gar als Alltäglichkeit selbst.


    Dann möchte ich abschließend noch der Frage nachgehen, warum antike religiöse Texte nicht einfach so gelesen werden können. Sie müssen zwingend Interpretiert werden. Sorry, wieder viel zu lesen:


    Ein religiöser Text ist immer Ergebnis von Auswahl, Ausschluss, Ordnung, Kommentierung, liturgischer Verwendung. Kanonisierung ist eine hermeneutische Praxis. Wer behauptet, nur „den Text selbst“ zu nehmen, ignoriert, dass der Text in seiner überlieferten Form bereits Ergebnis interpretierender Prozesse ist.


    Antike Texte sind in Sprachstufen verfasst, deren Semantik, Grammatik, Metaphorik und Idiomatik sich teils fundamental von heutigen Sprachgewohnheiten unterscheiden. Schon das Übersetzen ist Interpretation: Man entscheidet über Bedeutungsnuancen, Satzbezüge, Begriffe ohne exakte Entsprechung und kulturell aufgeladene Wörter.


    Religiöse Texte entstehen in konkreten politischen, sozialen, ökonomischen und ökologischen Kontexten: Stammesordnungen, Imperien, Kriegslogiken, Agrargesellschaften, antike Medizin. Eine buchstäbliche Lektüre tut so, als seien diese Kontexte irrelevant. Tatsächlich sind sie oft der Schlüssel, um überhaupt zu verstehen, worauf Aussagen zielen (und worauf nicht).


    Viele Passagen sind situative Interventionen: Konfliktregulierung, Identitätsstiftung, Krisendeutung, Abgrenzung nach außen, Binnenmoral für eine konkrete Gemeinschaft. Ohne Interpretation werden zeitgebundene Strategien zu zeitlosen Dogmen umgedeutet. Das nennt man dann einen Kategorienfehler.


    Antike religiöse Literatur ist nicht homogen: Mythos, Hymnus, Gesetzeskorpus, Weisheitsliteratur, Gleichnis, Vision, Apokalypse, Brief, Chronik. Gattungen funktionieren über symbolische, narrative, poetische und übertreibende Mittel. Wer sie „buchstäblich“ liest, liest sie oft gegen ihre eigene Textlogik.


    Religiöse Texte arbeiten mit Bildern, die Orientierung, Sinn und Haltung stiften sollen. Eine buchstäbliche Lektüre verwechselt symbolische Wahrheit (existenzielle, ethische, spirituelle Tragfähigkeit) mit empirischer Wahrheit (physikalische Beschreibung). Das reduziert den Text und entkernt ihn zugleich.


    Antike Kanones sind oft vielstimmig: verschiedene Traditionen, Redaktionsschichten, konkurrierende Theologien. Selbst innerhalb eines einzigen Buches können Normen, Dogmen oder Anthropologien divergieren. „Buchstäblich“ gelesen: Was gilt dann, wenn Aussagen kollidieren? Schon die Auswahl einer Lesart ist Interpretation.


    Kosmologie, Biologie, Psychologie, Geschichtswissenschaft: Vieles, was antike Texte voraussetzen (Weltbild, Krankheitserklärungen, Geschlechtermodelle), ist nicht mehr plausibel. Buchstäblichkeit zwingt dann zu kognitiven Verrenkungen oder Wissenschaftsfeindlichkeit. Interpretation erlaubt, Anspruchsebenen zu trennen: Sinn- und Lebensdeutung vs. Naturbeschreibung.


    Sklaverei, Gewaltlogiken, patriarchale Rechtsordnungen, Kollektivstrafen: Antike Texte spiegeln moralische Horizonte ihrer Zeit. Eine buchstäbliche Lektüre konserviert diese Horizonte. Interpretation ist hier nicht Luxus, sondern Verantwortung: Man muss klären, ob eine Norm zeitbedingt war, welchem Zweck sie diente, und welche übergeordnete ethische Intuition (falls vorhanden) heute anders eingelöst werden müsste.


    Viele religiöse Texte sind für Rezitation, Ritual, Ermahnung, Erinnerung, Identitätsstiftung gemacht. Dies gilt im Besonderen für die Pali-Texte. Ihre Wirkung entsteht in Praxisformen, nicht als isolierte Informationsquelle. Buchstäblichkeit verfehlt diese performative Dimension und liest Liturgie wie Protokoll, Gebet wie Bericht, Vision wie Nachricht. Der Buddhologe Mark Allon schreibt dazu: „Diese Texte [die Palitexte], sowohl Prosa als auch Verse, sind in hohem Maße textuelle oder literarische Kunstwerke. Sie sind keine wortwörtlichen Aufzeichnungen oder (…) Reden und Aussprüche der betreffenden Personen und auch keine beiläufigen Beschreibungen ihrer Handlungen oder der damit verbundenen Ereignisse. Sie sind hochgradig strukturiert und stilisiert, extrem formelhaft und repetitiv, sorgfältig ausgearbeitete Konstrukte (…).“


    Hermeneutisch betrachtet entsteht Bedeutung im Zusammenspiel von Text, Tradition und Lesenden. Jede Lektüre bringt Vorverständnisse mit (Weltbild, Moral, Psychologie, Sprache). „Buchstäblich“ ist oft eine verdeckte Moderne-Lektüre, die ihre eigenen Voraussetzungen nicht reflektiert. Interpretation macht diese Voraussetzungen sichtbar und korrigierbar

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

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  • Rimi Dalv
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    • 23. Januar 2026 um 15:51
    • #46

    KarmaHausmeister

    Lassen wir Metzinger dann in ruhe. Das war jetzt viel Text, die Argumentation ist plausibel und schlüssig. Eine Sache wird dabei ausgeblendet. Buddha hat das Dhamma nicht umsonst als wohl verkündet und für Verständigen verständlich erklärt. Bloßes Erkennen funktioniert hier nicht, man muss der Lehre gemäß sich entwickeln und eigenes Verständnis ausbauen. All die Bücher und Erklärungen von den Menschen, die selbst dieses Dhamma nicht verwirklicht haben, sind nichts wert bzw. widerspiegeln nur Ansichten Dschungel dieser Menschen.

    Ich werde mich hüten etwas zu deuten was ich selbst noch nicht erreicht und erkannt habe, um ja niemand vom Weg oder in die Irre zu führen. Gehört aus meinem Sicht zu rechten Rede.

    ...seid euch selbst die Zuflucht ... die Lehre sei euch Zuflucht, habt keine andere Zuflucht (DN16)

  • Qualia
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    • 23. Januar 2026 um 16:33
    • #47

    Zu meiner rechten Rede gehört es, dass ich wissentlich das Risiko eingehe, durch meine Worte jemanden von seinem Weg abzubringen oder ihn in die Irre zuleiten. Hier haben sie keine Wirkung und darum schreibe und spreche ich fast nur noch hier.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Igor07
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    • 23. Januar 2026 um 16:42
    • #48
    Rimi Dalv:

    Ich werde mich hüten etwas zu deuten was ich selbst noch nicht erreicht und erkannt habe, um ja niemand vom Weg oder in die Irre zu führen. Gehört aus meinem Sicht zu rechten Rede.

    Hm, sorry tausendmal, hast du den ganzen Text aufmerksam gelesen?

    Um etwas zu erreichen, wie du es schreibst, sollte man es zuerst de-finieren.

    Im Umkehrschluss bedeutet es, diese Be-deut-ung "bestimmt" die Wahrheit, die nicht absolut ist.

    Sie ist abhängig entstanden.

    Von der konkreten Zeit, Kultur, Übersetzungen usw.

    Was ist dann Nirvana?

    Kommt darauf an.

    Mit rechter Rede hat es nichts zu tun. Aber mit der schlüssigen Argumentation bestimmt._()_

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • KarmaHausmeister
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    • 23. Januar 2026 um 17:56
    • #49
    Rimi Dalv:

    KarmaHausmeister

    Lassen wir Metzinger dann in ruhe. Das war jetzt viel Text, die Argumentation ist plausibel und schlüssig. Eine Sache wird dabei ausgeblendet. Buddha hat das Dhamma nicht umsonst als wohl verkündet und für Verständigen verständlich erklärt. Bloßes Erkennen funktioniert hier nicht, man muss der Lehre gemäß sich entwickeln und eigenes Verständnis ausbauen. All die Bücher und Erklärungen von den Menschen, die selbst dieses Dhamma nicht verwirklicht haben, sind nichts wert bzw. widerspiegeln nur Ansichten Dschungel dieser Menschen.

    Ich werde mich hüten etwas zu deuten was ich selbst noch nicht erreicht und erkannt habe, um ja niemand vom Weg oder in die Irre zu führen. Gehört aus meinem Sicht zu rechten Rede.

    Rimi Dalv:

    Frage: Buddhas Lehre führt zum Nibbana. Wohin führt Metzingers Lehre?


    Nun, also, ich muss das nicht diskutieren. Du warst es, der die Frage aufgeworfen hat. Wenn Du das nicht diskutieren möchtest, stelle einfach keine entsprechenden Fragen.

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  • Monikamarie
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    • 23. Januar 2026 um 18:02
    • #50
    Rimi Dalv:

    Ich werde mich hüten etwas zu deuten was ich selbst noch nicht erreicht und erkannt habe, um ja niemand vom Weg oder in die Irre zu führen. Gehört aus meinem Sicht zu rechten Rede.

    Du wirst Dich hüten?

    Schade, denn ohne diese Deutungen, die ich hier seit 2008 wie einen Stein von allen Seiten untersuche, wäre ich noch genauso verbohrt wie zu Beginn.


    Und rechte Rede bezieht sich auf den Umgang mit ihr, auf Stolz, Überheblichkeit, verletzende Worte und nicht auf unterschiedliche Interpretationen.


    Wenn ein Gynäkologe erst über Schwangerschaft sprechen darf, wenn er sie erlebt hat, dann "prost Mahlzeit" ... :lol:

    _()_

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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