1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Allgemeines zum Buddhismus

Was würde ein Arahant/Bodhisattva denken, wenn sie/er die Bergpredigt liest?

  • Anandasa
  • 6. Oktober 2026 um 18:05
  • Zum letzten Beitrag
  • Anandasa
    Themenautor
    Reaktionen
    443
    Punkte
    4.798
    Beiträge
    834
    Mitglied seit
    11. April 2015
    • 6. Oktober 2026 um 18:05
    • #1

    Ist natürlich hypothetisch, weil wir alle keine Arahants oder Bodhisattvas sind.


    Ich sage jetzt mal zunächst nichts dazu was ich selbst denken würde. Sonst dreht sich nur alles darum und es wird nicht allgemein darüber nachgedacht. Wer will, kann es als Koan ansehen oder einfach als buddhistische Übungsaufgabe.


    Es geht nicht darum das Christentum in den Buddhismus zu integrieren oder sowas. Daraus kam für mich die Fragestellung, aber die Frage hat einen allgemeinen Anteil, denke ich. Ich werde nach einiger Zeit sagen, was ich mir selbst dazu überlegt habe.

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Helmut
    Reaktionen
    2.709
    Punkte
    16.729
    Beiträge
    2.742
    Blog-Artikel
    4
    Mitglied seit
    7. Mai 2018
    • 6. Oktober 2026 um 18:58
    • #2

    Ich denke, sie werden die Bergpredigt als eine tiefgründige spirituelle Lehrrede ansehen in der die Grundlagen des Christentums dargelegt werden. Sie werden auch sehen, dass es diverse Übereinstimmungen mit den Lehren des Dharma gibt und deshalb sei es gut, sich mit ihr befassen. Für den buddhistisch-christlichen Dialog ist es absolut notwendig, sich mit ihr zu befassen. Diesen Dialog sollten wir auch dann anstreben, wenn wir noch keine Arahants bzw. Bodhisattvas sind.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Online
    void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.721
    Punkte
    63.621
    Beiträge
    11.050
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 6. Oktober 2026 um 22:00
    • #3

    Es werden ja etliche geistige Eigenschaften als positiv/ selig dargestellt:

    • Sanftmut
    • Barmherzigkeit
    • Friedfertigkeit
    • Abstehen von Lüge/Begehren
    • Getechtugkeitssinn

    Und da würde man ja als Buddhist beipflichten, dass es heilsam ist.


    Einige Sachen sind aber sehr theistisch:

    • Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und allerlei Böses gegen euch reden und dabei lügen.
    • Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten.
    • Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen

    Das Heilsame liegt hier nicht mehr so sehr in den Taten, sondern eine bestimmte Gruppe ist hier zum Starthalter des Guten/Gottes ernannt. Ich denke diese Sprache wird den Arhat "fremd dünken"


    Daraus folgen dann Sätze, denen eine gewisse Gewalt innewohnt. Zunächst gegen eigene sündige Teile, die ausgerissen und dem Verderben überantwortet werden:

    • Wenn dich aber dein rechtes Auge verführt, so reiß es aus und wirf’s von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde.
    • Wenn dich deine rechte Hand verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle fahre.


    Auch das wird irritieren. Wo die Seeligpreisung der Sanfmütugungen nicht etwas von Ahimsa (Gewaltlosigkeit) hatte, ist es jetzt doch etwas drastisch und gewaltsam. Natürlich erstmal nur gegen das Unheildame.


    Aber genau an diese Metapher des bedrohten Leibes wird dann Thomas von Aquin anknüpfen und sie in Gewalt gegen den anderen ummünzen:

    • „Wenn ein Glied des Leibes brandig geworden ist und den ganzen Leib verdirbt, ist es lobenswert und heilsam, es abzuschneiden, damit der übrige Leib gerettet wird."
    • "Wenn daher jemand für die Gemeinschaft gefährlich ist und sie durch eine Sünde verdirbt, ist es lobenswert und gesund, ihn zu töten, damit das Gemeinwohl gewahrt bleibt."
  • Monika
    Reaktionen
    6.654
    Punkte
    47.749
    Beiträge
    8.160
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 6. Oktober 2026 um 22:11
    • #4

    Ist das Düstere aus der Bergpredigt, void ?

    Monika _()_

  • Online
    void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.721
    Punkte
    63.621
    Beiträge
    11.050
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 6. Oktober 2026 um 22:15
    • #5
    Monika:

    Ist das Düstere aus der Bergpredigt, void ?

    Monika _()_

    Ja, der Kontext ist der des "Ehebrechens"

    Matthäus 5 Die Bergpredigt:

    Vom Ehebrechen


    27Ihr habt gehört, dass gesagt ist 2. Mose 20,14: »Du sollst nicht ehebrechen.« 28Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.


    29Wenn dich aber dein rechtes Auge verführt, so reiß es aus und wirf’s von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde. 30Wenn dich deine rechte Hand verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle fahre.


    31Es ist auch gesagt 5. Mose 24,1: »Wer sich von seiner Frau scheidet, der soll ihr einen Scheidebrief geben.« 32Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Unzucht, der macht, dass sie die Ehe bricht; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.

    Alles anzeigen

    Die Strafe für Ehebruch war ja damals die Steinigung. Und ich lese das mit den verstorbenen Gliedern so, dass es sich darauf bezieht. Ich bin aber - im Gegensatz zu KarmaHausmeister kein Theologe. Vielleicht verstehe ich das komplett falsch..


    Das unten ist von Thomas von Aquin:


    • Wenn ein Glied des Leibes brandig geworden ist und den ganzen Leib verdirbt, ist es lobenswert und heilsam, es abzuschneiden, damit der übrige Leib gerettet wird."
    • "Wenn daher jemand für die Gemeinschaft gefährlich ist und sie durch eine Sünde verdirbt, ist es lobenswert und gesund, ihn zu töten, damit das Gemeinwohl gewahrt
  • Qualia
    Reaktionen
    3.278
    Punkte
    23.718
    Beiträge
    3.991
    Blog-Artikel
    15
    Mitglied seit
    24. Oktober 2023
    Wohnort
    Essen Dellwig
    Buddh. Richtung
    Lehre Buddha, Chan
    Geburtstag
    21. Mai 1954 (72)
    • 7. Oktober 2026 um 09:17
    • #6
    void:

    Wenn dich aber dein rechtes Auge verführt, so reiß es aus und wirf’s von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde.


    Wenn dich deine rechte Hand verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle fahre.

    Dass erkenne ich als Auswirkungen/Folgen von dem, dass Buddha Abstand nehmen vom Verbiegen, Auslegen, Ignorieren der Sila bezeichnet.


    In der Bergpredigt wird eine Selbstbestrafung/Selbstzucht/Entsüchtigung eingeführt: ´

    Reiß dir das Auge aus, lass los von gierigem Sehen, sonst wird dir das Auge durch Richterurteil ausgerissen.


    Hack dir die Hand ab, die böses Gedankengut umsetzen will, lass die Gier nach fremdem Gut los, sonst wird dir die Hand durch Richterurteil abgehackt.


    Im Kontext mit Ehebruch geht es hier eindeutig um „Nehme Abstand von sexuellen Übergriffen und Fehlverhalten“. Das kann aber auch auf alle Sila oder Gebote angewendet werden. Nimm Abstand davon, die Sila zu verletzen. Selbstzucht schützt vor Henkertaten.


    Nimm selbst Abstand von dem, was dich zur Übertretung führt.
    Wer sich nicht selbst begrenzt, wird durch äußere Grenzen begrenzt.

    Erscheinungen sind annica unbeständig, dukkha unbefriedigend, anatta ohne Selbstsein, immer allein, doch nie einsam, denn alles ist eigenständig erscheinend, aber nichts ist eigenständig bestehend.

  • Samadhi1876
    Reaktionen
    957
    Punkte
    6.312
    Beiträge
    1.054
    Mitglied seit
    29. Mai 2024
    Buddh. Richtung
    • 7. Oktober 2026 um 11:20
    • #7

    Es ist auch die Frage „wie wörtlich“ die Rede zu nehmen ist:

    Ob man sich tatsächlich „ein Auge raus reißen soll“ oder ob es sich nur um eine extreme Verdeutlichung handelt. Angeblich gibt es auch eine andere Version wo die Predigt auf dem Feld und nicht auf einem Berg statt fand.


    Meine Meinung zu der Bergpredigt ist, das sie zu mehr Demut, Achtsamkeit und Mitgefühl und zu weniger Begehren ermahnt. Auch wenn manche Worte extrem klingen.


    Wer weiß was Jesus tatsächlich gesagt hat. Wurde später ja auch nur von anderen aufgeschrieben. Ohne Jesus damit „in Schutz nehmen zu wollen“.

    Aber manche Worte muss jeder Mensch für sich auch selbst hinterfragen und verstehen und nicht Wort wörtlich nehmen, letztendlich geht es auch hier um selbst Verstehen, eigene Praxis und Umsetzung im Alltag und nicht nur eine Rede und Worte zu zu hören…

    Berg der Bergpredigt
    Startseite
    www.kirche-im-wdr.de
  • Monika
    Reaktionen
    6.654
    Punkte
    47.749
    Beiträge
    8.160
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 7. Oktober 2026 um 12:50
    • #8

    Ich war von Jugend an überzeugte Christin und habe die Worte immer im übertragenen Sinn verstanden.


    Erst Mitte der 80er Jahre, nachdem ich Kontakt mit der östlichen Philosophie bekam, wurde mir der Unterschied klar, im Christentum heisst es "Du sollst nicht ...", im Buddhismus "ich übe mich ...".


    Dennoch, ob Christentum oder Buddhismus, es wird alles verfälscht. Ich unterscheide seither, ob es die reine Lehre ist oder von Interpreten.


    Was ist die "reine Lehre"? Aus beruflicher Erfahrung weiß ich "was gewollt ist".

    Jesus lehnte die "alte Lehre" der Pharisäer ab und kam zurück auf die Liebe, das Mitgefühl ...

    Buddha lehnte die "alte Lehre" in Indien ab und kam zurück auf die Liebe, Mitgefühl.


    Beide hatten zum Ziel, Wege aus dem Leiden zu finden.

    Auch Jesus appellierte an die eigene Verantwortung. Das Gebet war sein Hilfsmittel.


    Da ich sowohl Gebet als auch Meditation kenne und praktiziere, besteht für mich kein Unterschied.


    In Asien werden Räucherkerzen angezündet, es wird um Wohlstand und Kindersegen gebetet.


    Was Menschen daraus machen, dagegen ist der "Religionsgründer" machtlos.

    _()_

  • Anandasa
    Themenautor
    Reaktionen
    443
    Punkte
    4.798
    Beiträge
    834
    Mitglied seit
    11. April 2015
    • 8. Oktober 2026 um 17:02
    • #9

    Danke für die vielen Antworten. Das Düstere der Bergpredigt hatte ich gar nicht berücksichtigt als ich das Topic eröffnet hatte.

    Zitat

    Es werden ja etliche geistige Eigenschaften als positiv/ selig dargestellt:

    • Sanftmut
    • Barmherzigkeit
    • Friedfertigkeit
    • Abstehen von Lüge/Begehren
    • ...


    Die positiven Aspekte der Bergpredigt berücksichtigend würde ich sagen, das ein Arahant/Bodhisattva einfach sinngemäß sich denken würde: "Sehr schön, genau so". Er würde sich daran freuen im Sinne von Mitfreude.


    Und damit ist es das. Hier ist ein weiterer Mensch, der den Gedanken von Metta verstanden hat und diese Leuten predigt, die in schweren Zeiten (Besetzung durch die Römer) viel Last tragen müssen. Damit ist das Thema für den Arahant/Bodhisattva erledigt und der geht weiter seines Weges.


    Es geht mir in der Sache nur darum wie man/ich Jesus im Kontext vom buddhistischen Denken (Vermeiden von Wut, Hass, und andere schlechte Geistesgifte) sehen würde. Also ohne Opferlamm und Heiland. Dies führt in eine Art "Jammern" (nicht böse gemeint, aber letztendlich geht es mMn in diese Richtung) oder Anbetung.


    Beides führt zu einem Denken, dass da jemand ist, der einem hilft. So jemand ist aber nicht da. Ein solches Denken trübt mMn den Geist ein ohne hier den Christen zu nahe treten zu wollen. Man fängt an zu verklären und Gestaltungen zu bilden. Man muss sich selbst helfen oder man bekommt Hilfe in Folge des eigenen guten Karmas, das man erzeugt hat. Dann hat man Freunde, die einem helfen.


    Als Papst Franziskus gerade zum Papst gewählt wurde und im Petersdom auf die Loggia trat richtete er einige Worte an die Christen auf dem Petersplatz und begann mit: "Sorelle e fratelli, buena sera!". Meine Schwestern und Brüder, Guten Abend! Ganz schlichte Worte, aber darauf muss man erst einmal kommen. Es gibt noch weitere Dinge im Christentum, über die es sich lohnt nachzudenken.


    Aber man muss enorm aufpassen, dass man nicht anfängt in irgendwas sein Heil zu suchen. Dann bildet man Gestaltungen ohne Ende und verliert den klaren Geist. Wäre ich ein christlicher Geistlicher, wäre ich im Innern in Wirklichkeit Buddhist, der den Leuten in ihrer Religion versucht zu helfen ihren Geist und Herz zu entwickeln. Mit dem Christentum selbst wäre ich schnell überfordert und ausgelaugt. Naja, ein anderen Thema. Ich beginne abzuschweifen.

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Online
    void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.721
    Punkte
    63.621
    Beiträge
    11.050
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 8. Oktober 2026 um 18:30
    • #10

    Aber in der Bergpredigt ist beides drin:


    1. Einerseits der Aspekt der rein auf die zu verwirklichen den Eigenschaften schaut ( Liebe, Friedfertigkeit, Sanftmut) was ja eine spirituelle Aufgabe ist, die es ähnlich auch im Buddhismus gibt.


    2. Aber andererseits auch eine Strömung, in der das Heil nicht rein im Geist ist sondern bei Gott liegt und es darum geht diesen Gott in der Welt durchzusetzen und das Reich Gottes in seinen Worten und Taten zu verwirklichen.


    So ein Missionarische Eifer gab es im Buddhismus eher selten. Es gab Ashoka der Missionare in weit entfernte Regionen schickte und sogar von "Eroberung durch den Dharma spricht.

    Ashoka:

    „Nun ist es die Eroberung durch den Dharma, die der Piyadasi als beste Eroberung ansieht. Und diese wurde hier erreicht, an den Grenzen, sogar sechshundert Yojanas entfernt, wo der griechische König Antiochos regiert, jenseits davon wo die vier Könige mit Namen Ptolemaios, Antigonos, Magas und Alexander regieren, ebenso im Süden unter den Cholas, den Pandyas und so weit entfernt wie Tamraparni.“

    Ashoka hätte das mit dem "Licht der Welt" und dem "Salz der Erde" wohl angemessene Beschreibung für seine Bestrebungen gefunden.

  • Monika
    Reaktionen
    6.654
    Punkte
    47.749
    Beiträge
    8.160
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 8. Oktober 2026 um 19:50
    • #11

    Anandasa , nur eines:

    Der Buddha hat alle Meinungen aufgegeben, bei einem Arahat wird das genauso sein.

    Warum also sollte er die Bergpredigt zerpflücken?


    Ich habe die Worte Jesu immer so verstanden, dass die sogenannte Sünde, z.B. Ehebruch ja zu viel Leid führt. Was ja dem, was Buddha sagt nicht widerspricht.

    Die Ausdrucksweisen sind nur unterschiedlich. Auch der Buddha benutzte manchmal scharfe Worte.


    _()_Monika ❤️

    Einmal editiert, zuletzt von Monika (8. Oktober 2026 um 19:56)

  • Matthie
    Reaktionen
    221
    Punkte
    1.221
    Beiträge
    194
    Mitglied seit
    27. Februar 2026
    • 8. Oktober 2026 um 20:37
    • #12
    void:

    So ein Missionarische Eifer gab es im Buddhismus eher selten.

    Das finde ich sehr sympathisch am Buddhismus.

    Bin auch überrascht das die Bergpredigt soviele düstere Seiten enthält. Danke fürs erhellen void 🙏

    In der Bibel gibt es ja viele düstere und gewaltätige Stellen.

    Früher dachte ich eher es geht darum Ihren Anhängern Angst zu machen und sie dadurch zum Rechten Wege zu zwingen.

    Heute glaube ich, diese Sprache ist eher der Zeit geschuldet und sowohl Jesus wie auch Buddha würden heute andere Worte und Bilder benutzen .

    Es reichen ja schon 100 Jahre aus um zu sehen das die Sprache sich verändert.

    Reformbewegungen machen deshalb Sinn. Man kann das ja nicht 1 zu 1 in die heutige Zeit übertragen. Auch wenn manche Fanatiker das wohl gerne tun würden.

    Anandasa:

    Aber man muss enorm aufpassen, dass man nicht anfängt in irgendwas sein Heil zu suchen. Dann bildet man Gestaltungen ohne Ende und verliert den klaren Geist. Wäre ich ein christlicher Geistlicher, wäre ich im Innern in Wirklichkeit Buddhist, der den Leuten in ihrer Religion versucht zu helfen ihren Geist und Herz zu entwickeln.

    In irgendwas sein Heil suchen ?

    Sein Heil in Gott suchen ist ja nicht irgendwas ?
    Du meinst wohl etwas anderes… Anandasa


    Im GFK Buch von Marshall Rosenberg beschreibt er wie nach eine Schlichtung ein Araber seinen Dank so ausdrückte.:

    Er nahm seine Hand küsste ihm auf den Daumen und sagte :

    „Ich küsse den Gott, der in Dir ist“


    Finde ich eine sehr schöne Geste.

    Irgendwie glaube ich das bei allen unterschiedlichen Wegen der Kern der Religionen doch sehr ähnlich ist.

    Aber vielleicht ist das auch nur ein naives Wunschdenken von mir ….

  • Monika
    Reaktionen
    6.654
    Punkte
    47.749
    Beiträge
    8.160
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 8. Oktober 2026 um 20:50
    • #13

    Matthie ,

    das alte Testament enthält viel Grausamkeiten und Kriege.

    Jesus hat damit aufgeräumt. Er gebrauchte m.E.n. scharfe Worte gegen Pharisäer u.dergl.

    Im Grunde dieselbe Einstellung wie Buddha.


    Aber man müsste sich damit beschäftigen. Und das tun die wenigsten, dafür haben sie ja eine Meinung.


    Ein Arahant hätte das nicht (mehr).

    _()_Monika

  • Samadhi1876
    Reaktionen
    957
    Punkte
    6.312
    Beiträge
    1.054
    Mitglied seit
    29. Mai 2024
    Buddh. Richtung
    • 8. Oktober 2026 um 22:02
    • #14

    Bodhisattva:

    Das Schwierigste daran ist oft

    Auch Davon loszulassen


    Obwohl man selbst endlich weiß

    Es gäbe andere heilsamere Wege


    Nachdem man selbst

    Lange danach gesucht hat


    Und das Leiden in der Welt

    Danach weiterhin gefühlt hilflos entgegen blickt


    Ein anderes Verlangen

    als zuvor nun Geblieben ist


    Oder wieder erscheint


    Sobald man anderes Leid in der Welt woanders wieder neu erblickt

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

30-cover-uw-137-png

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.2.8
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download