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Itivuttaka 46 – Die Schulung (Sikkhā)

  • Upasaka Dhammavicayo
  • 18. August 2026 um 06:46
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    Upasaka Dhammavicayo
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    • 18. August 2026 um 06:46
    • #1

    „Lebet, ihr Jünger, unter dem Segen der Schulung, im Besitze der höheren Weisheit, von der Erlösung durchdrungen, unter dem Einfluß der Besinnung. Für diejenigen, ihr Jünger, welche unter dem Segen der Schulung ... leben, ist die eine von zwei Früchten zu erwarten: Wissen noch in der gegenwärtigen Erscheinung, oder, sofern noch ein Rest von Beilegungen vorhanden ist, die Nichtwiederkehr.“


    Der Buddha zählt hier vier Dinge auf, die das Üben tragen.

    Das erste ist die Schulung. Damit ist das tägliche Lernen und Einüben gemeint. Die Sittlichkeit, die Sammlung des Geistes, die Einsicht. Das hört nicht auf. Wer das als etwas Wertvolles begreift, für den wird Üben zur Selbstverständlichkeit.


    Das zweite ist die höhere Weisheit. Das ist kein angelesenes Wissen. Es ist das genaue Hinsehen, wie die Dinge wirklich ablaufen. Alles, was entsteht, hört auch wieder auf. Das durchschaut man mit der Zeit immer klarer.


    Das dritte ist die Erlösung als Herzstück. Sie ist nicht erst etwas für später. Wer übt, spürt schon hier und jetzt, was es heißt, etwas loszulassen, nicht mehr so festzuklammern.


    Das vierte ist die Besinnung, also die Achtsamkeit. Sie ist die Aufpasserin. Sie sorgt dafür, dass die anderen drei nicht auseinanderfallen.


    Wer so lebt, dem stehen zwei Ergebnisse offen. Das eine ist die vollkommene Erkenntnis, das Erwachen, noch in diesem Leben. Das andere ist die Nichtwiederkehr, falls noch ein Rest von Anhaftungen da ist, kommt man nach dem Tod nicht mehr in diese Sinneswelt zurück.


    Was der Text zusagt, ist tröstlich, weil es sicher ist. Beide Wege (das volle Wissen hier oder die Nichtwiederkehr) führen ans Ziel. Keiner führt in eine Sackgasse.


    Der Vers am Ende sagt eigentlich nur: Bleib dran. Freu dich an der Sammlung, scheue keine Mühe, schau immer wieder auf das, was Geburt und Tod antreibt. Māra besiegen heißt nicht, gegen etwas Äußeres zu kämpfen. Es heißt, die eigenen inneren Verstrickungen zu durchschauen. Die Geburt besiegen heißt, nicht mehr in dem Kreislauf steckenzubleiben, der immer neu Leid hervorbringt.

    Das ist das, was man Tag für Tag übt. 🙏

  • mukti
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    • 18. August 2026 um 14:46
    • #2

    Es braucht wohl sehr intensive Schulung bis zur Nichtwiederkehr oder gar dem endgültigen Erwachen.

    Mit Metta, mukti.


  • Monikamarie
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    • 18. August 2026 um 14:54
    • #3

    Mir ist das egal, mukti, ICH bin nicht dabei 8)

  • Qualia
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    • 18. August 2026 um 15:04
    • #4

    Mir war schon mit 13 Jahren klar: Ich werde nicht wiedergeboren. „Ich wiedergeboren.“ war genauso lächerlich wie die Verwandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Qualia ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • mukti
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    • 18. August 2026 um 15:48
    • #5
    Monikamarie:

    Mir ist das egal, mukti, ICH bin nicht dabei 8)

    Bei der Schulung bist du nicht dabei?

    Mit Metta, mukti.


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    • 18. August 2026 um 19:48
    • #6
    mukti:

    Nichtwiederkehr

    Ja, viel Übung. Aber was wirklich zählt, ist, einmal klar zu erkennen. Danach wird die Übung leicht, weil man weiß, wohin sie führt 😊

  • mukti
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    • 19. August 2026 um 10:55
    • #7
    Upasaka Dhammavicayo:

    Ja, viel Übung. Aber was wirklich zählt, ist, einmal klar zu erkennen. Danach wird die Übung leicht, weil man weiß, wohin sie führt 😊

    Es kommt dann einmal der Moment, in dem das Erkennen eine solche Klarheit erreicht, dass es nie wieder von Unwissenheit überwältigt wird und stets gegenwärtig ist. Dann kann man nicht mehr in niedrige Zustände zurückfallen, hat den achtfachen Pfad tatsächlich erreicht, ist in den Strom eingetreten und "eilt zielbewusst dem vollen Erwachen entgegen".

    Das ist bereits ein sehr hohes Ziel für einen noch weltlichen Menschen.

    Mit Metta, mukti.


  • biophil
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    • 19. August 2026 um 11:20
    • #8
    mukti:

    und stets gegenwärtig ist

    Da haben wir das Problem. :maske:

  • mukti
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    • 19. August 2026 um 11:31
    • #9
    biophil:
    mukti:

    und stets gegenwärtig ist

    Da haben wir das Problem. :maske:

    Mit jedem Moment des direkten Erkennens wird das Problem kleiner.

    Mit Metta, mukti.


  • Sodann
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    • 19. August 2026 um 19:02
    • #10
    Upasaka Dhammavicayo:

    Der Buddha zählt hier vier Dinge auf, die das Üben tragen.

    Das erste ist die Schulung. Damit ist das tägliche Lernen und Einüben gemeint. Die Sittlichkeit, die Sammlung des Geistes, die Einsicht. Das hört nicht auf. Wer das als etwas Wertvolles begreift, für den wird Üben zur Selbstverständlichkeit.


    Das zweite ist die höhere Weisheit. Das ist kein angelesenes Wissen. Es ist das genaue Hinsehen, wie die Dinge wirklich ablaufen. Alles, was entsteht, hört auch wieder auf. Das durchschaut man mit der Zeit immer klarer.


    Das dritte ist die Erlösung als Herzstück. Sie ist nicht erst etwas für später. Wer übt, spürt schon hier und jetzt, was es heißt, etwas loszulassen, nicht mehr so festzuklammern.


    Das vierte ist die Besinnung, also die Achtsamkeit. Sie ist die Aufpasserin. Sie sorgt dafür, dass die anderen drei nicht auseinanderfallen.

    Alles anzeigen

    Was ist mit dem täglichen Einüben gemeint? Wie wird das ganz praktisch gehandhabt? Durch Lesung der Sutras und Rezitationen, oder Meditation, durch Gebete und Niederwerfungen?

    Das tägliche Üben kenne ich persönlich aus dem Zen, ich würde noch sehr gerne wissen, wie das im Theravada praktiziert wird. Danke für eure Hinweise. _()_

    _()_

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    Upasaka Dhammavicayo
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    • 19. August 2026 um 19:18
    • #11

    Sodann

    Die Frage ist berechtigt, denn das Wort „Schulung“ wirkt erstmal abstrakt, fast akademisch. Im Theravada, so wie ich es sehe und lebe, teilt sich das tägliche Einüben in zwei Stränge, die sich gegenseitig stützen. Der eine ist die formelle Zeit auf dem Kissen oder beim Gehen. Der andere ist das, was in den Zwischenräumen passiert.


    Am Morgen gibt es bei vielen die Rezitation der Pali-Texte. Das sind keine Gebete im Sinne von Bitten an eine äußere Macht. Man spricht die Zuflucht zu Buddha, Dhamma und Sangha und die fünf Übungsregeln. Das ist wie das Einschärfen der Grundrichtung für den Tag. Die Niederwerfungen sind eine Geste, um den eigenen Hochmut abzulegen und sich an die Qualitäten des Erwachten zu erinnern. Diese Formeln wirken auf den Geist wie ein Schleifstein, sie beruhigen und klären.


    Das Kernstück ist die Meditation. Meistens sitzt man und verfolgt den Atem, oder man richtet die Aufmerksamkeit auf die Empfindungen im Körper, etwa die Bewegung des Bauches beim Ein- und Ausatmen. Im Wechsel dazu gibt es die Gehmeditation, wo man Schritt für Schritt die einzelnen Bewegungsphasen wahrnimmt. Das ist kein stures Verharren. Es ist das genaue Kennenlernen der eigenen körperlichen und geistigen Vorgänge.


    Der zweite Strang ist die alltägliche Achtsamkeit. Das hört nicht mit dem Aufstehen vom Kissen auf. Beim Essen schaut man auf die vier Bestandteile, auf den Geschmack und das Verlangen danach. Beim Öffnen einer Tür spürt man die Berührung. Wenn ein scharfer Ton oder ein unangenehmer Geruch kommt, merkt man, wie sich sofort ein Gefühl von Ablehnung oder Ziehen bildet. Dieses beständige Hinschauen in jeder Körperhaltung ist die eigentliche Übung. Die Rezitationen am Abend dienen dann dem Zurückschauen und dem Loslassen des Erlebten.


    Was den Unterschied zum Zen betrifft: Die formellen Methoden können sich unterscheiden, etwa beim Sitzen oder beim Umgang mit Koans. Das Grundprinzip ist aber verwandt. Im Theravada liegt der Akzent sehr stark auf der kontinuierlichen Unterscheidung der Geistesfaktoren in jedem Augenblick. Man zerlegt die Erfahrung in ihre Teile, um das "Ich" darin nicht mehr zu finden. Das tägliche Brot ist die klare Erkenntnis, dass jedes Auftauchen wieder verschwindet.


    Diese ganzen Handlungen (Rezitieren, Sitzen, Gehen, Beobachten beim Essen) sind nicht die Ursache für das Erwachen. Sie sind der Boden, auf dem die Einsicht von selbst wächst. Die Besinnung, von der der Buddha spricht, ist die Aufpasserin, die dafür sorgt, dass kein Bereich des Tages unbewacht bleibt. Wer das so übt, stellt fest, dass das Loslassen kein Ziel für später ist. Es zeigt sich im selben Moment, in dem man eine unangenehme Empfindung einfach nur kommen und gehen lässt, ohne dagegen anzukämpfen. Das ist täglich greifbar. Die Sicherheit, die der Text verspricht, kommt nicht aus dem Glauben, sie kommt aus diesem immer wiederholten, nüchternen Hinsehen. Es läuft darauf hinaus: Man macht sich die Mühe, sich immer wieder neu auszurichten, und die Ergebnisse stellen sich wie von selbst ein. 🙏

  • Igor07
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    • 19. August 2026 um 19:30
    • #12
    Upasaka Dhammavicayo:

    Wer das so übt, stellt fest, dass das Loslassen kein Ziel für später ist. Es zeigt sich im selben Moment, in dem man eine unangenehme Empfindung einfach nur kommen und gehen lässt, ohne dagegen anzukämpfen. Das ist täglich greifbar.

    Im Hier und Jetzt – klingt verdammt nach Ñāṇavīra Thera oder auch Ajahn Buddhadāsa, ha ha. Wer braucht in dieser modernen Zeit buchstäblich an die Wiedergeburt zu glauben?


    Nur Sehen

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

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    • 19. August 2026 um 19:45
    • #13

    Igor07

    Das Hier und Jetzt ist der Prüfstand. Die Wiedergeburt ist nichts anderes als die Fortsetzung dieses Greifens. Solange das "Ich bin" nicht versiegt, trägt man den Samen weiter. Für die Übung bleibt alles beim Alten: Achtsamkeit auf das, was gerade ist. 😊

  • Sodann
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    • 19. August 2026 um 19:52
    • #14

    Herzlichen Dank@ Upasaka Dhammavicayo !

    _()_

  • biophil
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    • 19. August 2026 um 19:56
    • #15
    Upasaka Dhammavicayo:

    Solange das "Ich bin" nicht versiegt, trägt man den Samen weiter.

    Wer ist "man"? Wo ist der Träger, wenn kein Selbst da ist? Die Lehre basiert auf das Beenden des Kreislaufs der Geburten. Aber bis jetzt ist für mich unverständlich, wer oder wie diese Übertragung vonstatten geht.


    Weiter: Wieso 7/1/0 Leben, wenn kein Selbst? Wie erfolgt die Zuordnung?


    anatta hier, Wiedergeburt dort. Irgendwas passt da nicht, oder?

  • Igor07
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    • 19. August 2026 um 20:00
    • #16
    Upasaka Dhammavicayo:

    Die Wiedergeburt ist nichts anderes als die Fortsetzung dieses Greifens.

    Upasaka Dhammavicayo


    Klar, danke dir sehr.

    Ohne Ergreifen, also etwas als „Mein“ betrachtet wird, egal was, mein Körper oder meine Frau, ha ha ha … es wäre kein „Ich“, also kein „Selbst“. In diesem Sinne werden wir geboren und sterben immer gerade in diesem Augenblick.

    Ohne dieses Greifen, anders ausgedrückt, gäbe es keine Wiedergeburt.

    Die Mehrheit der Buddhisten klammert an etwas wie das Leben nach dem Tod oder die anderen Bereiche, aber wir erschaffen oder eher gestalten sie selbst doch. Wir tragen die Verantwortung, kein Gott an keinem Himmel.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

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    • 19. August 2026 um 20:15
    • #17

    biophil

    Das ist der Punkt, an dem der Verstand kapitulieren möchte. Dieses Unbehagen ist sogar ein gutes Zeichen, es zeigt, dass die gewohnte Denkweise ins Wanken kommt.

    Du kennst den folgenden Vergleich wahrscheinlich: Stell dir eine Flamme vor. Die Flamme dieser Kerze ist nicht identisch mit der Flamme der nächsten Kerze, wenn du sie anzündest. Trotzdem ist sie nicht völlig losgelöst davon. Es wandert kein Feuerstoff hinüber, es gibt keinen Träger der Flamme. Die Bedingung setzt sich fort, das ist alles.


    Genau so läuft es mit diesem sogenannten Kontinuum, den fünf Anhaftungsmassen. Der letzte Geistesmoment im Sterben ist die unmittelbare Bedingung für den ersten Geistesmoment im neuen Dasein. Das ist keine Übertragung eines Ichs, das ist reine Ursache-Wirkung, wie das Weiterrollen einer Billardkugel nach dem Anstoß.


    Die Zählung der sieben, einen oder null Leben beschreibt keinen göttlichen Zuordnungsprozess. Ein Sotapanna hat die Wurzel der Ich-Vorstellung durchtrennt. Was übrig bleibt, ist die Schwungmasse der Anhaftungen, die noch abklingt. Das ist wie bei einem Baum, dessen Stamm durchsägt ist. Er fällt, aber die Zweige berühren vielleicht noch den Boden, bevor sie ganz zur Ruhe kommen. Sieben Leben sind die maximale Reichweite dieser abklingenden Bewegung.


    Die Zuordnung erfolgt an den Grad der noch vorhandenen Fesselung. Wer einmal den Fehlschluss der Identität durchschaut hat, erkennt, dass die Frage "Wer wird wiedergeboren?" eine falsche Frage ist. Es ist das Begehren selbst, das sich fortsetzt, solange es nicht vollständig aufgelöst ist. Die Erkenntnis von Anatta und der Kreislauf der Wiedergeburt sind zwei Seiten derselben Medaille, kein Widerspruch.

  • Igor07
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    • 19. August 2026 um 20:24
    • #18
    biophil:

    Wo ist der Träger, wenn kein Selbst da ist?

    Es gibt keinen !:!: Träger.


    Zitat

    Hätten die Dinge ein wahres Selbst, müssten sie beständig sein. Wären die Dinge auch nur einen einzigen Augenblick beständig, könnten sie nicht füreinander Bedingung sein. Könnten sie nicht füreinander Bedingung sein, könnten sie keinen Strom bilden. Gäbe es keinen Strom der Bedingungen, wäre kein Geschehen in der Natur möglich. Und gäbe es irgendein wahres Selbst inmitten des Stroms, wäre ein tatsächliches Geschehen nach Ursachen und Bedingungen unmöglich.

    Der Strom der Ursachen und Bedingungen, der die Dinge nach den Gesetzen der Natur erscheinen lässt, kann nur fortschreiten, weil die Dinge unbeständig sind, nicht verharren, entstehen und vergehen, kein wahres Selbst besitzen und in wechselseitiger Abhängigkeit stehen.

    4.1.4 Zusammenfassende Bedeutung als Einstieg in das Verständnis

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • biophil
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    • 19. August 2026 um 20:28
    • #19

    Beide Bilder brauchen einen Kontakt: Die Flamme springt nur über, wo Docht und Hitze sich berühren, die Billardkugel gibt ihren Impuls nur durch Stoss weiter. Genau dieser Kontakt fehlt zwischen Sterbendem und Embryo. Du erklärst eine Übertragung ohne Träger mit Beispielen, die ohne Träger nicht funktionieren.


    Und wenn “Wer wird wiedergeboren?” eine falsche Frage ist, dann auch “Wie viele Leben bleiben dem Sotapanna?” Zählen kann man nur Leben von jemandem.

  • Igor07
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    • 19. August 2026 um 20:43
    • #20
    biophil:

    Und wenn “Wer wird wiedergeboren?” eine falsche Frage ist, dann auch “Wie viele Leben bleiben dem Sotapanna?” Zählen kann man nur Leben von jemandem.

    Sieh hier, ich habe dort eine sehr gute Arbeit von Anālayo verlinkt. Alles Gute!


    Thema

    Das richtige Verständnis der Wiedergeburt im frühen Buddhismus.

    Ich wollte hier einen sehr wertvollen Artikel von Bhikkhu Anālayo präsentieren, der das Thema sehr prägnant und klar schildert.
    Wer hier etwas posten wollte, dann bitte ich, den ganzen Text zu lesen. Ich hänge ihn sowohl im Original als auch in der deutschen Übersetzung an.
    Was ich rein persönlich dazu sagen wollte: Der Autor setzt sich sehr gut und sachlich mit der Position des "säkularen" (rein materialistischen) Buddhismus auseinander und deckt Schwachstellen dieser Argumentation auf.
    Zum…
    Igor07
    19. Januar 2026 um 13:10

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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