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  1. Buddhaland Forum
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Probleme? Was zeigt Buddha zur Lösung

  • Qualia
  • 2. Juni 2026 um 11:15
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    • 2. Juni 2026 um 11:15
    • #1

    1. Das Erscheinen des Problems
    Wenn ein unangenehmer geistiger Vorgang erscheint (dukkha‑vedanā), denkt der Ungeübte (puthujjana):
    - „Dies betrifft mich.“
    - „Das geschieht mir.“
    So entsteht die Verstrickung *(upādāna)*.


    2. Das Entstehen des Ich‑Gefühls
    Aus der Erfahrung entsteht die Vorstellung eines Ichs (ahaṃkāra, mamaṃkāra):
    - „Ich werde berührt.“
    - „Mit mir geschieht dies.“
    - „Das sagt etwas über mich aus.“
    So entsteht das Ich‑Gefühl (attavāda), das an der Erfahrung haftet.


    3. Das Erstarren des inneren Zustands
    Wenn der Geist bewertet (saññā + vitakka), formt sich ein Zustand (bhava):
    - Anspannung
    - Ärger
    - Furcht
    - Rückzug
    Der Ungeübte hält diesen Zustand für eine Wahrheit und sagt:
    - „So bin ich.“
    - „So ist es.“
    So entsteht Verblendung (avijjā).


    4. Das Greifen nach der Erfahrung
    Aus dem Zustand entsteht das Greifen (upādāna):
    - „Es darf nicht so sein.“
    - „Ich muss es verstehen.“
    - „Ich muss es ändern.“
    So wird aus einer bloßen Empfindung (vedanā) ein Knoten im Geist (saṅkhāra).


    5. Das Aufsteigen des Impulses
    Vor dem Greifen entsteht ein Impuls (taṇhā):
    - kämpfen
    - fliehen
    - sich rechtfertigen
    - schweigen
    - erklären
    Der Ungeübte folgt dem Impuls und wird getrieben.
    Der Geübte erkennt: Dies ist nur ein Impuls (taṇhā). Ich muss ihm nicht folgen.
    So entsteht Freiheit (vimutti).


    6. Das bloße Gefühl
    Am Anfang steht nur ein Gefühl (vedanā):
    - angenehm (sukha)
    - unangenehm (dukkha)
    - neutral (adukkham‑asukha)
    Es ist bedingt entstanden (paṭicca‑samuppanna) und vergeht (anicca).
    Es sagt nichts über ein Selbst (anattā).
    Wer dies erkennt, beendet die Kette hier.
    Leiden entsteht nicht *(dukkha‑nirodha)*.
    ---
    Der Weg des Entstehens (6 → 1)
    - Aus Gefühl (vedanā) entsteht Impuls (taṇhā).
    - Aus Impuls entsteht Greifen (upādāna).
    - Aus Greifen entsteht Zustand (bhava).
    - Aus Zustand entsteht Ich‑Gefühl (attavāda).
    Bis hier erscheinen die Positionen fast gleichzeitig, erst dukkha ist eine persönliche Entscheidung,
    - Aus Ich‑Gefühl entsteht das Problem (dukkha).
    So entsteht Leiden im Geist (dukkha‑samudaya).
    ---
    Der Weg der Befreiung (1 → 6)
    - Das Problem wird erkannt (sammā‑diṭṭhi).
    - Das Ich‑Gefühl wird durchschaut (anattā‑dassana).
    - Der Zustand wird als Zustand erkannt (bhava‑pariññā).
    - Das Greifen wird gelockert (upādāna‑paṭinissagga).
    - Der Impuls wird nicht ausgeführt (taṇhā‑nirodha).
    - Das Gefühl wird einfach gefühlt (vedanā‑pariññā).
    So endet Leiden (dukkha‑nirodha).
    ---
    In einem Satz:
    Wenn vedanā nicht zu taṇhā wird, entsteht kein upādāna; ohne upādāna entsteht kein bhava; ohne bhava entsteht kein attavāda; ohne attavāda entsteht kein dukkha.**

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

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    • 2. Juni 2026 um 11:33
    • #2

    Es ist so dass wir in einer Welt sind, wo wir mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert werden - innere und auch äußere.


    Und wie das Beispiel Buddhas zeugt - der ja als Ordensoberhaupt viel um die Ohren hatte - ist es möglich mit diesen Herausforderungen erfolgreich umzugehen, ohne sie zu "Ich-Problemen" zu machen. Der Punkt ist wohl, dass er nicht "ich-bezogen" denkt sondern ganz und gar von der Situation aus.

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    • 2. Juni 2026 um 12:46
    • #3

    Das ist in allgemeiner Sprache.


    1. Das Problem erkennen.
    Der Ausgangspunkt ist das Problem selbst: Stress, Druck, Ärger, Angst, Kränkung oder das Gefühl, festzustecken.
    Wichtig ist, das Problem klar zu sehen, ohne es sofort erklären oder lösen zu wollen.
    Nur wahrnehmen: „Da ist etwas Unangenehmes.“ „Da belastete mich etwas.“
    Nicht „Was belastet mich?“ das wäre bereits Interpretation, also Meinung.


    2. Das Ich‑Gefühl darin erkennen
    Ein Problem wird schwerer, wenn ein Ich‑Satz entsteht:
    „Das passiert mir.“
    „Ich bin so jemand.“
    „Das betrifft meine Identität, meine Persönlichkeit.“
    Hier beginnt die Verhärtung. Der Schritt besteht darin, zu sehen:
    „Ich mache aus der Situation gerade ein Bild/eine Meinung von mir.“

    3. Den inneren Zustand als Zustand erkennen
    Vor dem Ich‑Gefühl steht ein innerer Zustand:
    Anspannung, Scham, Wut, Ohnmacht, Rückzug.
    Dieser Zustand wirkt oft wie eine feste Wahrheit.
    Leitsatz: „Das ist ein Zustand, der entstanden ist – kein Beweis dafür, wer ich bin.“
    Damit wird er beweglich.


    4. Das Greifen sehen
    Mein Danachgreifen heißt:
    „Es darf nicht so sein.“
    „Ich brauche eine Erklärung.“
    „Ich muss das kontrollieren.“
    Dieses Festhalten macht aus einer Erfahrung, einem einfachen „Da‑sein“, ein Problem.
    Die Lockerungsgedanken: „Ich muss das nicht festhalten. Ich muss daraus keine Geschichte oder ein Drama machen.“


    5. Den Impuls als Impuls erkennen
    Vor dem Greifen steht nur ein Impuls, ein automatisches Verlangen nach Lösungen:
    Wegdrücken, vermeiden, kämpfen, rechtfertigen, flüchten.
    Ein Impuls ist nicht falsch – er ist einfach automatisch.
    Die Leitlinie lautet:
    „Das ist ein Impuls. Ich muss ihm nicht folgen.“ „Ich muss nicht reagieren, denn es ist nur ein Impuls.“ „Niemand kann mich ‚anstoßen‘, wenn ich dem Impuls nicht folge, den ich in mir spüre.“


    6. Zum Gefühl zurückkehren
    Ganz am Anfang steht nur ein Gefühl im Körper:
    unangenehm – angenehm – neutral.
    Wenn es als reines Gefühl erlebt wird, ohne Geschichte, ohne Ich‑Satz, dann endet die ganze Kette hier. Das Problem kann nicht entstehen.
    Der Leitspruch lautet: „Das ist ein Gefühl in meinem Körper. Es sagt nichts über mich. Ich bin nicht das Gefühl.“
    Schön: Ich habe ein Gefühl. Nur ein Unangenehm, Angenehm oder ein Weder noch.

    ---

    Der Weg ins Problem – wie Schwierigkeiten entstehen (6 → 1)
    Welche Mechanismen zu immer den gleichen Problemen führen.


    6. Ein Gefühl taucht auf: Am Anfang steht immer nur ein Gefühl im Körper:
    unangenehm, angenehm oder neutral.
    Es ist ein reines Erleben, noch ohne Bedeutung oder Bewertung.
    Beispiel:
    Ein Druck im Bauch, ein Ziehen im Nacken, ein Unwohlsein, oder ein angenehmes Gefühl. Man kann beobachten, dass ein Gefühl immer ähnliche Reaktionen auslöst.


    5. Ein Impuls entsteht:
    Aus dem Gefühl entsteht automatisch ein Impuls:
    „Weg davon“ oder „mehr davon“.
    Das ist ein Reflex, kein Fehler und keine Entscheidung.
    Beispiel: Unruhe → Fluchtimpuls.
    Angenehm → Festhalten wollen.


    4. Greifen – das Festhalten beginnt
    Jetzt beginnt die Verhärtung: Der Impuls wird zu einem inneren Muss.
    Hier entstehen aus dem reinen Empfinden eines Gefühls, (6.) die Interpretation, das einordnen.
    „Es darf nicht so sein.“
    „Ich brauche eine Erklärung.“
    „Ich muss das kontrollieren.“
    „Das muss sofort weg.“
    Hier wird aus einem Gefühl eine Schwierigkeit.


    3. Ein innerer Zustand formt sich:
    Mein Greifen, Interpretieren erzeugt einen Zustand:
    Anspannung, Ärger, Scham, Ohnmacht, Druck.
    Der Zustand wirkt wie eine feste Wahrheit:
    „So bin ich jetzt.“
    „So ist die Lage.“
    „Ich stecke fest.“
    Hier beginnt die emotionale Selbstverhärtung.


    2. Ein Ich‑Gefühl entsteht:
    Der Zustand wird persönlich:
    „Das passiert mir.“
    „Ich bin so jemand.“
    „Das betrifft meine Persönlichkeit.“
    „Das sagt etwas über mich aus.“
    „Das Problem, ob real meines oder nicht, wird zu meinem Problem.“
    Jetzt wird aus der Schwierigkeit ein persönliches Problem, das kann auch die Rettung der Welt sein. Die in der Realität nicht mein Problem ist. Das kann sogar etwas sein, das objektiv nicht mein Problem ist, aber ich mache es zu meinem (z. B. Weltrettung, Beziehungen, Natur).


    1. Das Problem erscheint
    Wenn das Ich‑Gefühl mit der Realität kollidiert, entsteht das Problem:
    Stress, Ärger, Angst, Kränkung, Hilflosigkeit, Druck.
    Das Problem ist nicht das Gefühl selbst, sondern das „Ich“, das sich an das Gefühl bindet.

    ---

    Der gesamte Weg in einem Satz
    Ein Gefühl wird zu einem Impuls, daraus wird ein Muss, daraus ein Zustand, daraus ein Ich – und dieses Ich erlebt ein Problem.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

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    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

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    • 2. Juni 2026 um 15:19
    • #4

    Mir geht es um die Unterscheidung zwischen diesem "verblendeten Ich-Problem" und reale zu lösenden Herausforderungen.


    Denn die gibt es ja auch. Wenn man ein Arzt ist kommen Patienten zu einem und es ist der eigene Job zu heilen. Und auch Buddha hatte ja als Ordensoberhaupt oft schwierige Situationen zu bewältigen.


    Die Fragen:

    1. „Es darf nicht so sein.“
    2. „Ich brauche eine Erklärung.“
    3. „Ich muss das kontrollieren.“


    können ja auch in einem ärztlichen Kontext auftreten. Der Arzt braucht eine Erklärung für ein bestimmtes Symptom, er muß das Fieber kontrollieren. Irgendwas darf in dem Sinne nicht sein, dass es das Leben des Patienten verkürzt.


    Es muß also etwas geben, woran man den verblendeten von dem vereblendeten Fall unterscheidet. Ich denke der zentrale Punkt ist erstmal eine Distanz zur Rolle, oder? Also dass das Handeln rein aus der Verantwortung als Arzt oder eben Ordensoberhaupt kommt und nicht aus einem Mangel des Egos.


    Man möchte nicht aus einem "eigenen" Bedürfnis nach Kontrolle kontrollieren sondern rein aus dem (uneigenen) Bedürfnis der Situation heraus.


    Ich finde das nämlich oft schwer zu unterscheiden und es ist leicht sich was vor zumachen. Von daher ist mir wichtig, da Klarheit zu gewinnen.

  • Samadhi1876
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    • 2. Juni 2026 um 16:29
    • #5

    Manche „Probleme“ kann man nur durch Nachdenken lösen:


    Meist gewöhnliche Alltagsprobleme, wie zB etwas reparieren oder kochen oder etwas Neues Lernen für den Beruf…


    Andere „Probleme“ wie zB zu viele Gedanken die sich ewig vergeblich um dieselbe Sache kreisen oder Zuviel Dualismus zB durch Meditation und Gedanken loslassen können…


    Wiederum andere Probleme bei Krankheiten zB durch Medizin oder Operation zB bei Borreliose und Zahnschmerzen…


    Wiederum andere durch Traumatherapie insofern Trauma noch vorhanden…


    Wiederum andere durch wahre Liebe und Mitgefühl und was das ist und wie das geht…


    Manche gemeinsame Probleme kann man nur gemeinsam mit anderen lösen…


    Manche eigene Probleme kann man nur ganz allein lösen…


    Manche eigene Probleme kann man nur mit Hilfe anderer lösen…


    Manche Probleme kann man selbst auch nie lösen sondern nur noch loslassen, oder Abstinenz wahren…


    Letztendlich bedarf es halt auch Wissenheit und Weisheit darüber, und Selbsterfahrung, oder andere um Rat fragen, was wann wirklich helfen kann…


    Und die Illusion oder Traum von immer einfach perfekt sein und immer einfach über alles erhaben sein zu können als Illusion oder Traum zu erkennen…


    Manche Kulturen oder Länder erlauben auch kein einfaches Leben wie der Buddha ohne Dach über dem Kopf und betteln gehen und als Mönch automatisch von Mitmenschen geachtet und respektiert zu werden…


    Sonst sucht man die Lösung für bestimmte Probleme vergeblich an den „falschen Stellen“…


    Fällt mir spontan dazu ein…


    Unabhängig davon „was der Buddha gesagt hat oder nicht“

  • Monikamarie
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    • 2. Juni 2026 um 17:29
    • #6

    Die besten Lösungen schwieriger Probleme geschehen mir mittels Meditation/Beten und darauf folgender Einsichten.


    Diese Einsichten kommen nicht aus Gedanken/Nachdenken.


    In Kanada wurde 1980 meine verzweifelte Frage, was ich tun soll - bleiben oder nach Hamburg zurückkehren ( keine Wohnung mehr, kein Job, 34.000 DM Schulden und eine 9jährige Tochter) - nach einer durchbeteten Nacht beantwortet mit dem sicheren Gefühl "nach Hamburg".


    Es war ein schwerer Schritt, der aber durch diese innere Sicherheit leichter wurde, und den ich nie bereut habe. Es war eben keine Kopfentscheidung, sondern eine tiefe Einsicht.


    So hab ich es immer gehalten, denn mein Vertrauen in "andere Kräfte" ist ungebrochen.


    Buddha sei Dank

    Monika ❤️

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    • 2. Juni 2026 um 17:54
    • #7
    void:

    Mir geht es um die Unterscheidung zwischen diesem "verblendeten Ich-Problem" und reale zu lösenden Herausforderungen.


    Denn die gibt es ja auch. Wenn man ein Arzt ist kommen Patienten zu einem und es ist der eigene Job zu heilen. Und auch Buddha hatte ja als Ordensoberhaupt oft schwierige Situationen zu bewältigen.


    Die Fragen:

    1. „Es darf nicht so sein.“
    2. „Ich brauche eine Erklärung.“
    3. „Ich muss das kontrollieren.“


    können ja auch in einem ärztlichen Kontext auftreten. Der Arzt braucht eine Erklärung für ein bestimmtes Symptom, er muß das Fieber kontrollieren. Irgendwas darf in dem Sinne nicht sein, dass es das Leben des Patienten verkürzt.


    Es muß also etwas geben, woran man den verblendeten von dem vereblendeten Fall unterscheidet. Ich denke der zentrale Punkt ist erstmal eine Distanz zur Rolle, oder? Also dass das Handeln rein aus der Verantwortung als Arzt oder eben Ordensoberhaupt kommt und nicht aus einem Mangel des Egos.


    Man möchte nicht aus einem "eigenen" Bedürfnis nach Kontrolle kontrollieren sondern rein aus dem (uneigenen) Bedürfnis der Situation heraus.


    Ich finde das nämlich oft schwer zu unterscheiden und es ist leicht sich was vor zumachen. Von daher ist mir wichtig, da Klarheit zu gewinnen.

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    Mir geht es immer und ausschließlich um den, der an einem Problem verzweifelt und eben keine Hilfe hat, weil die Hilfe aus der Umwelt kommen muss, die ja gerade die Verzweiflung erzeugt durch ihre sozialen Forderungen. Da ist keine Umwelt, die außerhalb der direkten ist. Keine Außenfreunde, Menschen, Helfer, selbst fremde Fachleute werden von der direkten Umwelt ausgeschaltet. Siehe Monika. Da hilft nur Beten, Gott, oder meinetwegen mein Urwissen, mein Speicherbewusstsein um Antwort zu bitten.


    Ich kann niemandem helfen, aber ich kann versuchen, ihm Mittel an die Hand zu geben, um sich von seiner Verzweiflung zu befreien.

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    • 2. Juni 2026 um 17:56
    • #8
    Monikamarie:

    So hab ich es immer gehalten, denn mein Vertrauen in "andere Kräfte" ist ungebrochen.

    Ja das ist auch oft sehr hilfreich…


    Wenn man seinem Herzen und seiner Seele oder dem Universum und „Gott“ einfach wieder mehr vertraut…


    Und dadurch eine Antwort auf ein Problem von selbst erst erscheinen kann…


    Aber oft erwartet man sofort eine Antwort und kann es nicht abwarten oder „der Kopf ist noch Zuviel dazwischen“…


    Und man ist sich deshalb nur noch nicht ganz sicher…


    Man würde es auch als Intuition bezeichnen…


    Seiner Intuition folgen…


    Und oft ist es auch einfacher wenn man ganz allein mit etwas ist, etwas einen nur ganz allein betrifft…


    Und man ganz allein mit seinem Herzen, Seele und Universum ist…

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    • 2. Juni 2026 um 19:46
    • #9

    Joshu fragte Nansen einst:

    Was ist der wahre Weg?

    Nansen antwortete gewöhnlicher Geist, keine spezielle Vorstellung…


    Damit meinte Nansen aber nicht:


    Einfach nur den gewöhnlichen Geist immer zu folgen…

    Sondern das der gewöhnliche Geist immer wieder neu hervor kommt und dass man üben muss damit umzugehen…


    Und das es auch so etwas wie einmal zu Erwachen bedingt…


    Um zwischen gewöhnlichem und erwachten Geist unterscheiden zu können…



    Dogen sagte:


    Man muss sich selbst vergessen…


    Aber dafür muss man auch das Spiel des Selbst und Egos zuvor durchschauen und loslassen können…



    Wo könnten wir auch anders sein…


    Je gewesen sein…


    Oder zukünftig sein…


    Als in diesem einen Universum…



    Aber der Alltag und andere Menschen


    Stellen uns halt auch oft vor immer neue Herausforderungen


    Und trennen uns mal mehr mal weniger


    Wieder von unserem wahren Selbst


    Und dem ganzen Universum…



    Der kleine Geist beginnt oft je nachdem wie die Umstände sind, wieder schnell zu bewerten und zu trennen…


    Und die Tasse Tee und die Stimme der Amsel…


    Sind augenblicklich nicht mehr die eigene…



    Die anderen Probleme wie Krankheiten, woher soll das Geld kommen, wie mache ich dies oder das…


    Sind eigentlich unabhängig davon…


    Und manche Probleme sind auch einfach nicht zu vermeiden…

  • JoJu91
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    • 3. Juni 2026 um 08:35
    • #10
    void:

    Mir geht es um die Unterscheidung zwischen diesem "verblendeten Ich-Problem" und reale zu lösenden Herausforderungen.

    Hochinteressant ist auch der Fall, in dem ich im Moment keinerlei real zu lösende Herausforderungen habe, abgesehen vielleicht von den banalsten alltäglichen Routinetätigkeiten.


    In diesem Fall neigt mein kleiner Geist dazu, Szenarien von Problemen zu entwickeln, die in kurzer oder ferner Zukunft drohen, von persönlichen Problemen bis zu gesellschaftlich-politischen Problemen. Diese Szenarien gewichtet er nach Eintrittswahrscheinlichkeiten, und entwickelt für jedes Szenario Handlungsalternativen, und für jede Szenario-/Handlungs-Kombination weitere Folge-Szenarien, woraus eine Unzahl zukünftiger Welten entsteht, deren Nebeneinander den kleinen Geist langsam in den Wahnsinn treiben, wenn er nicht rechtzeitig aussteigt ...


    Auf diesem Prinzip beruhen viele nicht-technische Wissenschaften, was sie so gefährlich für die psychologische Verfasstheit einer Gesellschaft macht.


    :cry:

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    • #11
    JoJu91:

    Hochinteressant ist auch der Fall, in dem ich im Moment keinerlei real zu lösende Herausforderungen habe, abgesehen vielleicht von den banalsten alltäglichen Routinetätigkeiten.

    Auslöser ist der Gefühlsstrom: weder wohl noch unwohl. Bewertung: Langeweile, keine Aktion.

    Hilfreich ist: Es gibt keine Routinetätigkeiten.

    Das übt man im Zen. Wenn ich esse, dann esse ich, wenn ich abwasche, dann wasche ich ab, wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich mich langweile, dann langweile ich mich eben.

    Nicht wenn ich esse, sind meine Gedanken schon bei meiner nächsten Arbeit. Den Gedankenstrom nicht abbrechen, das klappt nicht, aber jetzt esse ich.


    Sich auf das Reale konzentrieren und achtsam wahrnehmen, lässt kaum Platz für die Gedanken um nicht jetzt. Die laufen unbemerkt weiter und plötzlich hat man eine Idee zur Lösung eines Problems, an das man nicht mehr denken konnte. Unser Gehirn hat eine große Menge an Hintergrundprogrammen.

    Ein Gebet beten, ein Mantra einschieben, bewusst fernsehen, wahrnehmen, dass man gerade das Nicht-Machen macht.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

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    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

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    • 3. Juni 2026 um 10:04
    • #12

    Hier ist die vertiefte stoisch‑buddhistische Synthese.
    Buddha schlägt jeden Philosophen oder Psychologen, weil er eben keine Metaphysik duldet: Metaphysik ist das von jemandem Eingesetzte, das der Hörer glauben muss, um zum Heil zu kommen.

    Die Stoiker setzen nichts Metaphysisches und nichts Psychologisches, sie zeigen, wie man mit einem Problem umgeht. Die Praxis und nicht Ratschläge, Anweisungen.


    Die Grundidee der Synthese ist, jemandem zu helfen, ohne Mitleid zu haben oder mitzuleiden, aber immer in der Empathie, dem Mitgefühl zu bleiben.

    Buddha beschreibt, wie ein Problem entsteht.

    Die Stoiker beschreiben, wie man mit diesem Problem arbeitet.
    Damit entsteht ein vollständiges Modell:
    – Buddha = Funktionsanalyse
    – Stoiker = Handlungsgrammatik
    Beide Systeme sind komplementär, nicht konkurrierend.


    Die Grundstruktur bei Buddha er liefert die Mechanik des Erlebens:
    1. Gefühl (unangenehm/angenehm/neutral) vedanā
    2. Impuls(weg/mehr) tanhā
    3. Greifen (inneres Muss) upadana
    4. Zustand (Anspannung, Wut, Scham …) bhava
    5. Ich‑Gefühl (Personalisierung) jati
    6. Problem (Konflikt zwischen der Realität und den Vorstellungen vom Ich.) dukkha
    Das ist die Kausalstruktur: Alles fängt mit einem Gefühl an. Es zu Ich "meinem Gefühl" machen ist nur eine Zuschreibung, eine Bewertung.


    Die Handlungslogik der Stoiker: Sie liefert die Praxis, die genau an diesen Punkten ansetzt.
    1. Gefühl → liegt nicht in meiner Macht
    2. Impuls → erster Eindruck, kein Urteil
    3. Greifen → falsches Muss erkennen, ich muss nichts
    4. Zustand → Eindruck, keine Wahrheit, nur meine Meinung
    5. Ich‑Gefühl → Urteil über mich selbst, ist von mir veränderbar
    6. Problem → entsteht durch Zustimmung zu meinem Urteil, meiner Bewertung über ganz egal was. Natürlich auch das ungeprüfte Übernehmen fremder Urteile, Meinungen und Bewertungen über mich, die ich für wahr halte.


    Damit entsteht eine präzise Zuordnung:
    – Buddha erklärt, was passiert.
    – Die Stoiker erklären, wie man es stoppt.


    Die Synthese der beiden Zuordnungen als ein einziger Prozess
    Hier ist die vertiefte Integration, Stufe für Stufe:
    Wie entsteht ein Problem?

    Stufe 1: Ein Gefühl ist angenehm, unangenehm oder neutral.
    Buddha: Ein Gefühl taucht auf, es ist reines Erleben.
    Stoiker: Gefühle sind nicht kontrollierbar, sie sind nur Gefühle.
    Synthese:
    „Das ist ein Gefühl. Es ist nicht mein Gegner und nicht mein Freund.“


    Stufe 2: Impuls ist eine Funktion. Aktion, Reaktion sind automatisch.
    Buddha: Automatische Reaktion: weg damit oder mehr davon.
    Stoiker: Ein Impuls ist ein Eindruck, kein Urteil.
    Synthese:
    „Das ist ein Impuls. Ich muss ihm nicht folgen. Ja, ich kann ihm folgen.“


    Stufe 3: Greifen, Ergreifen, Annehmen, für mich ergreifen.
    Buddha: Das Greifen erzeugt Anhaften, festhalten wollen.
    Stoiker: Greifen wird zu einem falschen Muss, wenn ich glaube, dass ich greifen muss.
    Synthese:
    „Ich mache gerade ein Muss daraus. Das ist optional, denn ich muss nichts.“


    Stufe 4: Zustand, Situation, Prozess
    Buddha: Der Zustand entsteht aus Interpretation.
    Stoiker: Ein Zustand ist ein Eindruck, keine Tatsache.
    Synthese:
    „Das ist ein Zustand, kein Beweis, dass es wirklich so ist. Deine Interpretation“


    Stufe 5: Ich‑Gefühl, Ich bin, Ego
    Buddha: Das Ich, entsteht als Konstruktion.
    Stoiker: Das Ich‑Urteil ist veränderbar.
    Synthese:
    „Ich mache das gerade zu mir. Das ist ein Urteil, kein Fakt.“


    Stufe 6: Problem. Das bin ich. So bin ich. Mein Besitz bin ich.
    Buddha: Das Problem entsteht durch Identifikation mit dem Problem, ich bin das Problem.
    Stoiker: Das Problem entsteht durch Zustimmung zum Urteil. Das Urteil heißt: Ich bin dies und das.
    Synthese:
    „Das Problem ist nicht das ursprüngliche Gefühl, sondern das Ich, das sich daran bindet.“


    Auf jeder Stufe kann es zu einer Identifikation mit der Aussage der Stufe kommen. Wenn man das im Auge behält, kann man als Helfer den Menschen da abholen, wo er auf einer der Stufen (1–6) hängengeblieben, fixiert ist. Wichtig ist immer die niedrigste Stufe.

    Sagt jemand, er ist dieses Gefühl, muss man ihm zuerst zeigen, dass das Gefühl, an dem er hängt, jetzt nicht mehr da ist. „Ist das Gefühl jetzt da?“ „Zeige es mir.“ „Wie sieht es aus?“


    Hier der Handlungsweg der Stufen von 6 nach 1. Wenn ein Problem auftaucht:
    6. Problem → „Was davon liegt in meiner Macht?“
    5. Ich‑Gefühl → „Das ist ein Urteil, kein Fakt.“
    4. Zustand→ „Das ist ein Zustand, kein Beweis.“
    3. Greifen→ „Ich mache ein Muss daraus. Muss ich das?“
    2. Impuls → „Ein Impuls ist kein Befehl.“
    1. Gefühl → „Ein Gefühl ist nur ein Gefühl.“

    Es kann sein das 1. Gefühl schon die gesamte Kette des Problems rückwärts auf. Es bleiben dann nur Reste der Stufen 2–6 übrig. Sichere Zeichen sind Erleichterung, sogar Freude und Lachen beim Gegenüber.


    Die Funktionsformel
    Buddha: „Wenn X entsteht, entsteht Y.“
    Stoiker (Epiktet): „Du musst Y nicht zustimmen.“
    Gemeinsam:
    „Wenn ein Vorgang entsteht, musst du ihn nicht zu deiner Identität machen.“


    Der Leitsatz
    Ein Gefühl entsteht automatisch.
    Ein Problem entsteht erst, wenn ich ihm zustimme, es zu meinem mache.
    Das ist die Essenz beider Systeme.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

    Einmal editiert, zuletzt von Qualia (3. Juni 2026 um 10:17)

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    • 3. Juni 2026 um 22:03
    • #13

    Eine Metapher die mir soeben noch eingefallen ist:


    Wie eine ruhende Nabe eines Rads am Wagen zu sein und bleiben zu können…


    Während das Rad (alles in der Welt und eigene Gedanken und Emotionen und Sinneseindrücke) sich weiterhin um einen dreht…


    Und von dieser ruhenden Nabe aus zu betrachten was wirklich! getan werden muss und was nicht…


    Das auch so etwas wie einen inneren Halt zu gründen braucht…


    Mehr in seiner eigenen Mitte (Hara) (Nabe) zu sein und bleiben.zu können als im Kopf (Rad) (Gedanken, Sinneseindrücke)…


    Und dafür ist regelmäßig Za Zen zb eine gute Übung…

  • Samadhi1876
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    • 3. Juni 2026 um 23:02
    • #14

    Und wenn „Nabe“ und „Rad“ sind auf einmal plötzlich verschwunden…


    Dann ist auch nur noch das Eine Da…

  • Online
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    • 4. Juni 2026 um 10:00
    • #15

    Ich habe für mich eine ähnliche entdeckt:

    (Nibbana: Auge, Ich, nicht Nabe, sondern Loch. Samsara: Wirbelsturm, dieser Körper, das Rad mit einem Mittelloch.) Samadhi1876 Die Nabe ist mein Anhaften an etwas, das nicht zum Rad gehört.


    Der Denkfehler, der die Befreiung verhindert, ist: Nibbana ist metaphysisch, weil es sowohl über als auch unter dem Wirbelsturm gedacht wird. Heißt, dass ein Auge sich selbst sehen kann. (Prāsaṅgika‑Logik)

    Ohne Samsara kein Nibbana. „Ohne Samsara kein Nibbana“ muss ontologisch falsch sein, weil der Buddha keine Ontologie lehrt (Nibbana ist ohne bedingtes Entstehen), sondern Erkenntnis.

    Jemand, der Nibbana als esoterisch sieht, ist entweder verblendet oder ein Glaubender.


    Die Metapher: Der Wirbelsturm, mein Leben.


    Auge durch Wirbelsturm.

    Auge: Klarsicht im Wirbelsturm.

    Auge: kein Handeln, nur Auge.

    Auge, bedingt entstanden.

    Abhängig vom Wirbelsturm.

    Zerfällt der Wirbelsturm, kein Auge.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

    3 Mal editiert, zuletzt von Qualia (4. Juni 2026 um 10:36)

  • JoJu91
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    • 5. Juni 2026 um 08:36
    • #16
    Qualia:

    Das übt man im Zen. Wenn ich esse, dann esse ich, wenn ich abwasche, dann wasche ich ab,

    Das ist immer noch eine echte Herausforderung, bei dem meinem kleinen Geist regelmässig das Messer in der Tasche aufgeht, bewusst abwaschen, weil er das als "bewusst wertvolle Lebenszeit verschwenden" interpretiert, denn er glaubt, in dieser Abwasch-Zeit viel viel wichtigere Dinge zu versäumen, das FOMO-Syndrom, die Angst etwas zu verpassen. :evil:


    Bewusst fernsehen, das ist eine sehr interessante Anregung, ich sollte das mal bei einer Polit-Talkshow versuchen :taube:

  • Samadhi1876
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    • 5. Juni 2026 um 10:57
    • #17
    JoJu91:

    Das ist immer noch eine echte Herausforderung, bei dem meinem kleinen Geist regelmässig das Messer in der Tasche aufgeht, bewusst abwaschen, weil er das als "bewusst wertvolle Lebenszeit verschwenden" interpretiert, denn er glaubt, in dieser Abwasch-Zeit viel viel wichtigere Dinge zu versäumen

    Dasselbe ist ja auch oft wenn man meditiert. Dann kommt einem auch in den Sinn man könnte ja jetzt besser aufstehen und was anderes machen. Besonders dann wenn man regelmäßig und lange meditiert. Und darum wird in den „Zen Klöstern“ wie Antai Ji ja auch von morgens bis abends manchmal mehrere Tage hintereinander Za Zen geübt.

    Za Zen Fördert auch die Konzentration auf das Hier und Jetzt egal wie es ist. Aber wenn man nebenbei berufstätig ist oder zu Hause Familie, oa. ist das in dem Umfang wie in einem Kloster sicher nicht einfach möglich. Und man hat auch noch andere Ablenkungen die man im Kloster nicht hat. Bzw. Im Kloster kann es umgekehrt auch schon mal sehr langweilig werden.


    Aber manchmal reicht es schon regelmäßig und etwas länger zu meditieren um die Achtsamkeit und Konzentration an sich wieder etwas zu verbessern.


    Ganz frei ist man meist ohnehin nie von irgend welchen „Schwankungen“.


    Es geht dabei auch nicht um perfekt sein zu wollen. Dann haftet man wieder einem anderen Extrem an: die „Wahrheit“ liegt in der Mitte der Extreme. Aber durch Za Zen wird man etwas freier von gewöhnlichen Neigungen und Abneigungen und kommt dadurch automatisch mehr „in seine innere Mitte“ und man hält Schwankungen durch äußere und innere Einflüsse auch besser stand. Und dann empfindet man auch gegen zB Abwasch nicht mehr so eine große Abneigung wie zuvor. Im Grunde handelt man mit der Zeit mehr intuitiv und gleichmütiger und gelassener.

    Einmal editiert, zuletzt von Samadhi1876 (5. Juni 2026 um 11:48)

  • Iris
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    • 6. Juni 2026 um 07:41
    • #18

    Wenn einem Menschen alle Herausforderungen genommen werden, dann auch die Chance auf echten Wachstum und Entwicklung. Es sind die Krisen, die uns fordern unsere Komfortzone zu verlassen. Der Schmetterling muss sich aus der Enge seines Kokons befreien. Das ist Teil der Entwicklung. Auch Buddha hat den Palast seines Vaters erst verlassen, als er erkannte, dass die Welt kein Ort unendlicher Freuden ist.

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    • 6. Juni 2026 um 10:16
    • #19
    Beitrag

    RE: Probleme? Was zeigt Buddha zur Lösung

    Hier ist die vertiefte stoisch‑buddhistische Synthese.
    Buddha schlägt jeden Philosophen oder Psychologen, weil er eben keine Metaphysik duldet: Metaphysik ist das von jemandem Eingesetzte, das der Hörer glauben muss, um zum Heil zu kommen.

    Die Stoiker setzen nichts Metaphysisches und nichts Psychologisches, sie zeigen, wie man mit einem Problem umgeht. Die Praxis und nicht Ratschläge, Anweisungen.



    Die Grundidee der Synthese ist, jemandem zu helfen, ohne Mitleid zu haben oder mitzuleiden, aber…
    Qualia
    3. Juni 2026 um 10:04


    Das habe ich nicht verfasst, um Menschen etwas abzunehmen. Wenn ich etwas abnehme, dann habe ich das, was ich ihm abgenommen habe. Dann leide ich mit, und der andere fühlt sich entweder erleichtert oder mitleidend. Die Erleichterung verändert sich, und er hat etwas anderes, das ich ihm dann auch abnehmen soll.


    Der Text beschreibt meine private Handlungsweise mit mir:

    wie ich mein Haben erkannt habe,

    wie ich es als „Das habe ich“ erkannt habe,

    und wie ich es als meinen Besitz anerkannt habe.

    Doch das reicht nicht. Das, was ich besitze, muss ich als Besitz erkennen und nicht mich selbst als meinen Besitz.


    „Der Spiegel im Spiegel“, Michael Ende: „Der Sohn hatte sich unter der kundigen Anleitung seines Vaters …“, Seite 7.

    https://hockebooks.de/sites/default/files/leseproben/Der%20Spiegel%20im%20Spiegel_Leseprobe_18.05.2022.pdf

    Iris:

    Wenn einem Menschen alle Herausforderungen genommen werden, dann auch die Chance auf echten Wachstum und Entwicklung.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

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    mukti
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    • 6. Juni 2026 um 10:24
    • #20
    Iris:

    Wenn einem Menschen alle Herausforderungen genommen werden, dann auch die Chance auf echten Wachstum und Entwicklung. Es sind die Krisen, die uns fordern unsere Komfortzone zu verlassen.

    Das illustriert auch die Erzählung von den Himmelswesen, oder Göttern, die aufgrund ihrer glücklichen Lebensumstände kein Bedürfnis nach Befreiung haben.

    Mit Metta, mukti.


Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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