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  • Benderson2
  • 19. März 2026 um 19:43
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    19. März 2026
    • 19. März 2026 um 19:43
    • #1

    Hallo zusammen,


    ich habe für mich den Weg zum Buddha recherchiert und formuliert. Könnten bitte ein paar Expert--innen überprüfen, ob sich Fehler eingeschlichen haben?:


    Um zu erwachen, gilt es im Buddhismus zunächst einmal, die ersten drei geistigen Fesseln abzuwerfen. Im Buddhismus bezeichnet ‚Sotāpanna’ eine Person, die die ersten drei von insgesamt zehn Fesseln des Geistes überwunden hat.


    Im Deutschen wird Sotāpanna meistens mit ‚Stromeingetretene/-r’ übersetzt, Stromeintritt heißt in Pali ‚Sotāpatti’. In der Bildersprache des Buddhismus ist ‚Samsara’ das diesseitige (mit Leiden behaftete) Ufer, ‚Nirwana’ (‚Nibbāna’) das jenseitige (leidfreie) Ufer.


    Zum Erreichen des leidfreien anderen Ufers ist das Überqueren eines Stromes notwendig, nicht der physische Tod. Doch danach ist noch nicht Schluss aus Perspektive des Autors: Danach gilt es mit der neuen Geisteshaltung, mit offenen Sinnen und offenem Geist, das immer wieder wundersame andere Ufer zu erkunden.


    Stromeintritt bedeutet, dass jemand in den Strom der Erleuchtung eingetreten ist, das heißt, der Weg zu Nirwana ist für ihn nicht mehr umkehrbar. Rückschläge, die einen vorübergehend wieder zurück ans Ufer des Leids treiben – was immer geschehen kann – sind durch das Gelernte überwindbar.


    Von einem Stromeingetretenen wird gesagt, er/sie/divers habe ein intuitives Verständnis für die Lehre des Buddha (Rechte Ansicht) und vollständiges Vertrauen in sie. Außerdem wird über Stromeingetretene gesagt, dass sich ihnen das ‚Auge des Dhamma’ (‚dhammacakkhu’) geöffnet hat, weil in ihnen die unerschütterliche Erkenntnis gereift ist, dass ‚alles, was irgendwie entstanden ist, auch wieder untergehen muss’ (‚Nichtbeständigkeit’).


    Die drei Fesseln, die beim Stromeintritt vernichtet wurden:


    1.: Festhalten an skeptischer Unentschlossenheit, was die Lehren Buddhas betrifft,


    2.: Festhalten an Riten und Ritualen – die Überzeugung, das Ausführen von Regeln und Riten sei ausreichend für die Befreiung – und


    3.: Festhalten an einem Persönlichkeitsglauben


    Persönlichkeitsglaube bedeutet:


    Die Sichtweise – die Selbstsicht, eines der fünf Aggregate oder Zusammenhäufungen (‚Khandhas’) sei ein permanentes, unveränderliches Wesen (ein ‚Atta’) oder man identifiziert sich mit seinen Begierden bzw. Gelüsten und Bedürfnissen.


    Unter Loslassen eines Persönlichkeitsglaubens ist zu verstehen, dass man nicht mehr daran glaubt, folgende fünf ‚Aggregate’ bzw. ‚Zusammenhäufungen’ seien ein permanentes Wesen, ein ‚Atta’, wären die unveränderliche ‚Seele’.


    Die einzelnen Skandhas:


    a) Körperlichkeitsgruppe:

    Der materielle Körper, einschließlich der sechs Sinnesorgane der buddhistischen Philosophie: Auge, Ohr, Nase, Zunge, Tastsinn und Denkorgan. (Anmerkung des Autors: Das Ohr schließt sicher auch das Gleichgewichtsorgan mit ein.)


    b) Gefühlsgruppe:

    ‚Urgefühle’: angenehm, unangenehm, neutral


    c) Wahrnehmungsgruppe:

    Wahrnehmungen (und Identifikationen) äußerer (Anmerkung: oder eingebildeter) Objekte im Geist des Betrachters, die der Mensch als Farben, Töne, Gerüche und Bilder aufnimmt und unterscheidet.


    d) Geistesformationsgruppe:

    Keine positiven oder negativen (Karma)folgen haben Willenstätigkeiten, wie Interessen, Willensregungen, Sehnsüchte und Tatabsichten.


    Gefühle und Wahrnehmungen sind keine Willenstätigkeit.


    Positive oder negative Wirkungen auf sich und andere haben nur Willenstätigkeiten, wie Aufmerksamkeit, Entschlossenheit, Vertrauen, Sammlung / Konzentration, Weisheit, Tatkraft, Begierde, Widerstreben oder Hass, Unwissen, Dünkel / Arroganz, Persönlichkeitsglaube und ähnliches.


    e) Bewusstseinsgruppe:

    Bewusstsein entsteht durch das Gewahr werden dieser genannten und erläuterten vier Daseinsfaktoren a) bis d).


    Ein ‚Selbst’ entsteht, in dem die Außenwelt nicht erfasst wird, sondern das die Außenwelt in sich entstehen lässt (‚projiziert‘).


    Bewusstsein ist eine Reaktion oder Antwort, die eine der sechs Fähigkeiten (Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper und Geist) als Grundlage und eine der entsprechenden äußeren Erscheinungen (sichtbare Form, Ton, Geruch, Geschmack, Tastobjekte und Geistobjekte – das bedeutet ‚eine Vorstellung oder einen Gedanken‘) zum Objekt hat.


    Sehbewusstsein beispielsweise hat das Auge als Grundlage und eine sichtbare Form als Objekt. Denkbewusstsein hat den Geist als Grundlage und ein Geistobjekt (eine Vorstellung oder einen Gedanken) als Objekt.


    Nur wenn das als frei von dauerhafter Substanz erkannt wird (also ohne unveränderbares selbst, ‚Anatta‘), kann man die Ich-Sucht verlieren und Befreiung vom Leben und damit vom Leid finden. Man befindet sich in ständigem Wandel, wird also ohne zu physisch zu sterben ‚Wiedergeboren’.


    Entsprechend der buddhistischen Lehre gilt es also, das Haften an ein dauerhaftes Ich (beziehungsweise das Glauben an ein beständiges Selbst) aufzugeben, weil dies zu Gier, Hass und Verblendung führt. Dadurch kann das momentane Karma aufgelöst werden, welches das Erfahren von Nirwana verhindert.


    Wenn man diese Komponenten untersucht, aus denen wir gemäß der Lehre des Buddha zusammengesetzt sind, können wir feststellen, dass darin kein ‚Ich‘ und kein festes Selbst zu entdecken sind. Häufig wird hier das Gleichnis eines Wagens verwendet, der nur eine bestimmte Zusammenstellung von Einzelteilen ist, ‚Wagen‘ ist nur ein Name, geht man in seine Tiefe (seine Einzelteile), so ist er nicht mehr vorhanden.


    Spezielle Kontemplationen und Meditationen mit den fünf Daseinsfaktoren fördern diese Erkenntnisse. Für gewöhnlich betrachten wir uns aber als eine feste Einheit, was der historische Buddha als Haupthindernis auf dem Weg zur Erleuchtung bezeichnet hat. In dieser illusorischen Annahme eines festen ‚Ichs‘ ist die Ursache allen Leidens zu erkennen.


    Die weiteren 7 Fesseln sind:


    4.: Unweises Handeln durch Unwissenheit bzw. Verblendung:

    Nicht über ‚D‚ukkha‘ (Leid oder Leid durch die Angst vor Leid) wissen, nicht über den Ursprung von Leid wissen, nicht über Beendigung von Leid, nicht über den Weg, der zu der Beendigung von Leid führt, wissen, dieses wird Unwissenheit genannt. Der Weg aus der Unwissenheit ist das Verstehen verschiedener Aspekte (je nach buddhistischer Tradition).


    ‚Avidyā‘ wird ins Deutsche am treffendsten mit Unwissenheit, Nichtwissen oder Verblendung übersetzt, das Vorhandensein von falschem Wissen, also eine Fehlkonzeption der Wirklichkeit.


    Es bedeutet also nicht nur ein Mangel an Wissen, sondern beispielsweise die Verwechslung von Vergänglichem mit Beständigem (z. B. den eigenen Körper für das wahre Selbst zu halten). Oder die subjektive Wahrnehmung - die fundamentale Blindheit - gegenüber der wahren Natur des Selbst.


    ‚Avidyā‘ ist das Gegenteil von ‚Vidya‘, was Wissen, Weisheit oder Klarheit bedeutet.


    5.: Festhalten an Gier/Sucht/Begierde/sinnlichem Begehren:

    Dies ist das Haben- und Besitzen-wollen, das Bestreben, auf jeden Fall und um jeden Preis zu existieren. Mit Gier verwandt sind die Leidenschaften heftiges Begehren und ‚Durst‘ nach Werden. Es ist dieser ‚Durst‘, der neues Dasein und Wiedergeburt erzeugt und mit leidenschaftlicher Gier verbunden ist, der hier und da sich ergötzt in Form von: Durst nach den Lüsten der sechs Sinne, Durst nach Dasein und Werden, Durst nach Nicht-Dasein, Selbstvernichtung.


    Der ‚Durst‘, das Verlangen, Sucht und Gier offenbaren sich in verschiedener Weise und sind der vordergründige Anlass für die Entstehung von Leid und die Fortdauer der Wesen. ‚Durst‘ ist nicht die erste oder einzige Ursache der Entstehung von Leid. Es ist aber die unmittelbarste. Der ‚Durst’ entsteht durch die verschiedenen Vorstellungen eines Selbst.


    Der ‚Durst‘ schließt also hier nicht nur das Verlangen nach und Hängen an Vergnügen wie etwa Reichtum und Macht ein, er beinhaltet auf einer abstrakteren Ebene auch das Hängen an Vorstellungen und Idealen, Ansichten, Meinungen, Lehren, Begriffen, und Glaubensvorstellungen.


    Laut Buddha entsteht alle Unruhe und Streit auf dieser Welt, von persönlichen kleinen Zankereien in Familien bis zu großen Kriegen zwischen Völkern und Ländern, nur aufgrund dieses selbst- oder nichtselbstsüchtigen ‚Durstes‘. Die Ursache für diesen unaufhörlichen ‚Durst‘, dieses Verlangen, ist Unwissenheit. Heilsam wirken Großzügigkeit und Mildtätigkeit.


    Und es ist die Ansicht des Autors, dass man diesen Durst des Festhalten-wollens auch übertragen kann auf überholte weltliche Verbote und Verhaltensvorgaben von Religionen und die Gier nach ehemaligen Staatsgrenzen, zu denen man wieder zurückkehren möchte.


    6.: Groll für vergangenes zugefügtes Leid:

    Sich selbst oder anderen gegenüber Hass / Zorn / Aggression empfinden, ist die Selbstbehauptung eines illusionären Selbst den Mitwesen gegenüber. Heilsam wirkt Güte. Und nach Ansicht des Autors auch sich-in-den-anderen-hineinversetzen, um seine/ihre Handlungen / Worte zu verstehen, beziehungsweise diese als ‚vergangen und erledigt‘ hinter sich zu lassen.


    7.: Begehren nach Feinkörperlichkeit:

    Das Begehren materiell wiedergeboren zu werden.


    8.: Begehren nach dem Unkörperlichen:

    Das Begehren in einem ‚Himmel’ wiedergeboren zu werden.


    9.: Dünkel / Arroganz


    10.: Aufgeregtheit


    10 STUFEN DER ENTWICKLUNG EINES BODHISATTVAS


    Fortgeschrittene spirituell Suchende bewegen sich auf den 10 ‚Bodhisattva-Stufen’. Sie beschreiben, was nach dem Erwachen passiert. Das, was allgemein mit Erwachen bezeichnet wird, geschieht auf der ersten Stufe.


    Die Entwicklung eines ‚Bodhisattvas’ (eines Wesens, das nach Erleuchtung strebt, um allen fühlenden Wesen zu helfen) wird im Mahayana-Buddhismus, insbesondere im Zehn-Stufen-Sutra (‚Dasabhumika-Sutra’), in zehn aufeinanderfolgende Stufen oder ‚Bhumis’ (wörtlich ‚Erde’ oder ‚Grund’) unterteilt.


    Diese ‚Bhumis’ beschreiben den Fortschritt in Weisheit, Mitgefühl und den Vollkommenheiten (‚Paramitas’).


    Hier sind die 10 Stufen der Entwicklung eines Bodhisattvas:


    1. Die Stufe der Freude (‚Pramudita-bhumi’): Der Bodhisattva hat direkt die Leerheit erkannt und erlangt große Freude, weil er den Pfad zur Buddhaschaft betreten hat. Der Schwerpunkt liegt auf der Großzügigkeit (‚Dana Paramita).


    2. Die Stufe der Makellosigkeit (‚Vimala-bhumi’): Der Bodhisattva ist frei von den Flecken unmoralischen Verhaltens und vollendet die Ethik (‚Shila Paramita’).


    3. Die Stufe des Lichts / Erleuchtung (‚Prabhakari-bhumi’): Das Licht der Weisheit strahlt, und der Bodhisattva überwindet Begierde und Hass, indem er die Geduld (‚Kshanti Paramita’) perfektioniert.


    4. Die Stufe der Strahlkraft (‚Archishmati-bhumi’): Das strahlende Feuer der Weisheit verbrennt restliche Illusionen. Der Fokus liegt auf Ausdauer / Anstrengung (‚Virya Paramita’).


    5. Die Stufe, die schwer zu bezwingen ist (‚Sudurjaya-bhumi’): Diese Stufe ist schwer zu erreichen, da der Bodhisattva tief in die Wahrheit der vier edlen Wahrheiten und der Lehre vom Entstehen in Abhängigkeit eindringt. Der Fokus liegt auf Konzentration (‚Dhyana Paramita)’.


    6. Die Stufe der Manifestation (‚Abhimukhi-bhumi’): Der Bodhisattva sieht das Wesen der Dinge klar und manifestiert Weisheit. Er versteht die Nicht-Substanzialität aller Phänomene. Der Fokus liegt auf der Weisheit (‚Prajna Paramita’).


    7. Die Stufe der weitreichenden Erleuchtung (‚Durangama-bhumi)’: Der Bodhisattva gelangt ‚weit hinaus’, beherrscht geschickte Mittel (‚Upaya’) zur Befreiung anderer und ist nicht mehr an Konzepte gebunden.


    8. Die Stufe der Unbeweglichkeit (‚Achala-bhumi’): Der Bodhisattva ist unerschütterlich geworden und kann nicht mehr zurückfallen. Alle kognitiven Hindernisse sind überwunden. (Anmerkung des Autors: Tatsächlich steht die Entwicklung dieser Fähigkeit erst an ACHTER Stelle & NACH dem ‚Erwachen’. Rückschritte auf dem Weg dorthin werden also schon seit Jahrtausenden akzeptiert, sind weder Scheitern noch Peinlichkeit, sondern einfach menschlich.)


    9. Die Stufe der ausgezeichneten Intelligenz (‚Sadhumati-bhumi’): Der Bodhisattva besitzt vollkommenes Wissen und kann die Lehre (‚Dharma’) umfassend vermitteln.


    10. Die Stufe der Wolke des Dharma (‚Dharmamegha-bhumi’): Wie eine große Wolke, die Regen spendet, manifestiert der Bodhisattva unendliche Qualitäten, segnet alle Wesen und bereitet sich auf die volle Buddhaschaft vor (‚Buddha-Ernennung’).


    11. Nach diesen zehn Stufen wird oft eine elfte Stufe genannt, die das Erreichen der vollständigen Buddhaschaft (‚Buddhabhumi’) darstellt. Also nicht DER Buddha, sondern EIN Buddha als Titel.

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    • 20. März 2026 um 07:41
    • #2

    Aus meiner Sicht sehr gut formuliert.


    Wenn das, was Du bis zum Satz

    "Die weiteren 7 Fesseln sind: "

    beschrieben hast, Deine tiefe "persönliche" Erfahrung ist,

    dann bist Du vermutlich schon in den Strom eingetreten.


    Ein gewaltiger Schritt, aber kein Grund zum Übermut.


    Denn wie Du weiter schreibst, kann der in den Strom Eingetetene durchaus noch unweise handeln, an sinnlichem Begehren festhalten, Groll empfinden, feinkörperliche und unkörperliche Existenz begehren, arrogant und aufgeregt sein.


    Dass Stromeintritt nicht mehr umkehrbar ist, da bin vorsichtig, denn gibt es nicht das Phänomen der "gefallenen Engel" ?


    :mediw::medim:

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    • 20. März 2026 um 07:45
    • #3
    Benderson2:

    Sehbewusstsein beispielsweise hat das Auge als Grundlage und eine sichtbare Form als Objekt.

    Vieles aus der Buddha-Lehre findet sich bereits in den Upanishaden der Hindus.


    "

    Nicht das, was das Auge sieht,

    ist Brahman,

    sondern das,

    was es dem Auge zu sehen möglich macht (*),

    und nicht das,

    was die Menschen hier anbeten

    "


    (Tempelspruch)


    (*) Damit ist nicht das Gehirn gemeint

  • Qualia
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    • 20. März 2026 um 09:57
    • #4

    Ich stelle mal Skandha wieder her, das klärt einige deiner Fragen. Denn wenn man Skandha nicht durchschaut, kann Dukkha-Verminderung nicht erreicht werden.

    Zitat

    a) Körperlichkeitsgruppe:

    Der materielle Körper, einschließlich der sechs Sinnesorgane der buddhistischen Philosophie: Auge, Ohr, Nase, Zunge, Tastsinn und Denkorgan. (Anmerkung des Autors: Das Ohr schließt sicher auch das Gleichgewichtsorgan mit ein.)

    Das ist eine korrekte Beschreibung von Körper = rupa. Rupa ist aber nicht Skandha = nama.


    In der „Kette des bedingten Entstehens“ (Sieh wiki) ist die Reihung: 1. avijjā, 2. sankhāra, 3. viññāna, 4. rupa-nama und 5. āyatana.

    1. Quantenmechanik 2. Physik 3. Belebung physischer Körper, die für begrenzte Zeit lebendig sein können.

    Die von dir definierten Körper, rupa, sind ohne Skandha, nama. Sind nicht das, was Skandha mit Körperlichkeit meint. rupa-nama wird auch als Körper und Geist übersetzt, doch in Skandha/nama ist kein Geist im Sinn von Denken.

    Skandha sind die Anhäufungen von Wahrnehmungsgruppen ohne eine Identität. Bildet ein Individuum, das sich nicht erkennen, aber Wahrnehmung hat, mehr nicht.


    Die Position 4. Heißt rupa nama, nicht Skandha, wird aber meistens als Skandha bezeichnet, wobei das Körperliche der Skandha zum Körper allgemein wird und so zu Verwirrung führt.


    Die Skandha, die Anhäufungen = nama

    Benderson2:

    a) Körperlichkeitsgruppe:

    Der materielle Körper, einschließlich der sechs Sinnesorgane der buddhistischen Philosophie: Auge, Ohr, Nase, Zunge, Tastsinn und Denkorgan. (Anmerkung des Autors: Das Ohr schließt sicher auch das Gleichgewichtsorgan mit ein.)


    a) Die Körperlichkeits‑Gruppe

    Körperlichkeit ist die Sinnesmembran, die Haut des Körpers. Das lässt sich auf die Zelle zurückführen: Ihre Membran ist die erste Form von Körperlichkeit. Alle Häute und nur die Häute gehören zu dieser Gruppe. Aus der Membran der Zelle entwickeln sich erst die Häute der Sinnesorgane.

    Benderson2:

    c) Wahrnehmungsgruppe:

    Wahrnehmungen (und Identifikationen) äußerer (Anmerkung: oder eingebildeter) Objekte im Geist des Betrachters, die der Mensch als Farben, Töne, Gerüche und Bilder aufnimmt und unterscheidet.

    Ich musste die Reihenfolge ändern.

    b) Die Wahrnehmungsgruppe

    Die Häute können nur wahrnehmen/empfinden, sie können nicht fühlen, denn es sind nur Sinnesobjekte da, die die Membran empfindet. Die Empfindungen der Membran bedingen die Fühlen-Gruppe.

    Zitat

    b) Gefühlsgruppe:

    ‚Urgefühle’: angenehm, unangenehm, neutral

    c) Fühlen‑Gruppe

    Geh von der Zelle aus, und du wirst erkennen, dass sie keine Gefühle haben kann, denn sie besitzt noch kein Verarbeitungssystem für Gefühle. Man kann es nur „Fühlen“ nennen, aber in sehr eingeschränktem Sinn: Eine Zelle fühlt ausschließlich unangenehm. Sie fühlt sich nicht wohl; sie ist lediglich neutral, solange kein Unwohlsein vorhanden ist.

    Die Fühlen‑Gruppe bedingt die weitere Differenzierung von Wahrnehmung.

    Zitat

    d) Geistesformationsgruppe:

    Keine positiven oder negativen (Karma)folgen haben Willenstätigkeiten, wie Interessen, Willensregungen, Sehnsüchte und Tatabsichten.


    Gefühle und Wahrnehmungen sind keine Willenstätigkeit.


    Positive oder negative Wirkungen auf sich und andere haben nur Willenstätigkeiten, wie Aufmerksamkeit, Entschlossenheit, Vertrauen, Sammlung / Konzentration, Weisheit, Tatkraft, Begierde, Widerstreben oder Hass, Unwissen, Dünkel / Arroganz, Persönlichkeitsglaube und ähnliches.

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    d) Gestaltung‑Gruppe

    Das kann unmöglich „Geistes‑Gestaltung“ sein, denn es ist noch kein Geist anwesend. Ein „Ich“, das in deinem Sinn gestalten kann, erscheint in der Kette des bedingten Entstehens erst an Position 11: Geburt (jāti).


    Diese Gruppe enthält keine Charaktereigenschaften und keinen Willen. Sie ist der Prozess, der Reaktionen auf Impulse der Berührung und des Fühlens mit der Umwelt als Daten der Erfahrungsdaten aufzeichnet. Diese Abläufe werden zu konditionierten Funktionsmustern, Gewohnheit, Instinkt. Sie tragen keine Identität, sind aber individuell. Erst das spätere Ich, das sagt „so bin ich“, macht daraus ein Selbstbild.

    Zitat

    e) Bewusstseinsgruppe:

    Bewusstsein entsteht durch das Gewahr werden dieser genannten und erläuterten vier Daseinsfaktoren a) bis d).


    Ein ‚Selbst’ entsteht, in dem die Außenwelt nicht erfasst wird, sondern das die Außenwelt in sich entstehen lässt (‚projiziert‘).


    e) Bewusstsein-Gruppe

    Bewusstsein ist hier kein Subjekt, kein Beobachter, kein Ich. Es ist der Vorgang des Hervortretens eines Sinnesfeldes: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Körper‑Tastempfinden, Gedanken, Bewusstsein. Denkbewusstsein besteht nur in Abhängigkeit von Kontakt; es ist nicht eigenständig. Es ist ein Moment des Erscheinens, kein Träger dessen, was erscheint. Sinnesfelder treten nie gleichzeitig auf, sondern immer nur nacheinander – ein Moment, ein Feld. Bei Lebewesen ist der Hirnstamm gebildet.


    Es folgt noch ein Beitrag, der die Anhaftungen an die Anhäufungen in deinem Fall aufzeigt.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Benderson2
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    • 20. März 2026 um 11:02
    • #5

    Qualia Bist du bitte so lieb, deine Änderungen direkt in einen kopierten Text des Originalposts einzufügen? Sonst schleichen sich bei mir nur weitere Fehler ein, fürchte ich. _()_

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    • 20. März 2026 um 11:17
    • #6
    Zitat

    Der materielle Körper, einschließlich der sechs Sinnesorgane der buddhistischen Philosophie: Auge, Ohr, Nase, Zunge, Tastsinn und Denkorgan. (Anmerkung des Autors: Das Ohr schließt sicher auch das Gleichgewichtsorgan mit ein.)

    Das Gleichgewichtsorgan trägt nicht zu der Erfahrung des Hörens bei. Ich würde es eher beim Tastsinn einordnen.

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    • 20. März 2026 um 11:30
    • #7
    Benderson2:

    Im Deutschen wird Sotāpanna meistens mit ‚Stromeingetretene/-r’ übersetzt, Stromeintritt heißt in Pali ‚Sotāpatti’. In der Bildersprache des Buddhismus ist ‚Samsara’ das diesseitige (mit Leiden behaftete) Ufer, ‚Nirwana’ (‚Nibbāna’) das jenseitige (leidfreie) Ufer.


    Im Begriff Sotāpanna steht der Fluß für den Weg zur Befreiung während im Gleichnis mit dem Floß im Alagaddupama Sutta der Fluß für Samsara steht. Bei dir klingt es so, als handle es sich um den selben Fluß.

  • Monikamarie
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    • 20. März 2026 um 11:41
    • #8
    void:
    Zitat

    Der materielle Körper, einschließlich der sechs Sinnesorgane der buddhistischen Philosophie: Auge, Ohr, Nase, Zunge, Tastsinn und Denkorgan. (Anmerkung des Autors: Das Ohr schließt sicher auch das Gleichgewichtsorgan mit ein.)

    Das Gleichgewichtsorgan trägt nicht zu der Erfahrung des Hörens bei. Ich würde es eher beim Tastsinn einordnen.

    Meiner Erfahrung nach nicht, lieber Void, bei einem Hörsturz bekommt man u.U. Gleichgewichtsstörungen.

    Liebe Grüße Monika _()_

  • Benderson2
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    • 20. März 2026 um 11:55
    • #9
    void:
    Benderson2:

    Im Deutschen wird Sotāpanna meistens mit ‚Stromeingetretene/-r’ übersetzt, Stromeintritt heißt in Pali ‚Sotāpatti’. In der Bildersprache des Buddhismus ist ‚Samsara’ das diesseitige (mit Leiden behaftete) Ufer, ‚Nirwana’ (‚Nibbāna’) das jenseitige (leidfreie) Ufer.


    Im Begriff Sotāpanna steht der Fluß für den Weg zur Befreiung während im Gleichnis mit dem Floß im Alagaddupama Sutta der Fluß für Samsara steht. Bei dir klingt es so, als handle es sich um den selben Fluß.

    Danke, wie würdest du den Absatz formulieren?

  • Online
    void
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    • 20. März 2026 um 11:56
    • #10
    Monikamarie:

    Meiner Erfahrung nach nicht, lieber Void, bei einem Hörsturz bekommt man u.U. Gleichgewichtsstörungen.

    Liebe Grüße Monika _()_

    Ja sicher - weil der Gleichgewichtssinn im Ohr ist.


    Für mich ist die Einteilung der Skandhas eine Einteilung dessen welche Sinnesempfinfung sie hervorbringen.


    Es gibt ja auch Leute die lernen ähnlich wie Fledermäuse, mit dem Ohren zu sehen ( Klicksonar)

    Anderes Sehen:

    Klicksonar funktioniert ohne Hilfsmittel. Es ist die Nutzung von Echos selbsterzeugter Töne. Der Ton eines Zungenklicks (Schnalzen) wird von umliegenden Objekten als Echo zurück geworfen. Das Gehirn lernt durch Hören und Begreifen in wenigen Tagen, diese Echos einzuordnen, zu differenzieren und bald auch zu kombinieren. Das braucht kein Studium, aber einige Übung. Es ist eine völlig einfache Methode, die eine bereits bei jedem Menschen angelegte Fähigkeit der Wahrnehmung nutzt. Am Ende steht ein dem Sehen ähnlicher Vorgang räumlicher Orientierung mit weitreichenden Möglichkeiten für blinde Menschen.

    In diesem Fall würde man dies - da es zu einer Wahrnehmung des Sehens beiträgt - dem Auge zuschlagen.

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    Matthie
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    • 20. März 2026 um 12:00
    • #11

    Der Gleichgewichtssinn ist etwas sehr subtiles.

    Rein biologisch sitzt er im Innenohr und gibt Rückmeldung ans Gehirn.

    Warum aber Gleichgewichtsübungen mit geschlossenen Augen schwieriger sind, erklärt das nicht ….

    Benderson2

    Ich finde das eine unglaubliche Recherche.

    Ich frage mich nur wofür Du Sie erstellt hast ?

    Alles auf einmal zu verstehen ist wahrscheinlich ne Nummer zu groß.

    Oder geht es um ein Referat ?

  • Benderson2
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    • 20. März 2026 um 12:08
    • #12

    Ich habe ein Buch geschrieben, in dem es auch um Buddhismus geht. Das Kapitel, bzw. der Anhang ist entstanden, als ich versucht habe, den Weg zum Buddha zu verstehen, um ihn zu gehen. Ich hab es zwar schon veröffentlicht, allerdings werde ich die Korrekturen, die ich hier mitnehme, im Buch aktualisieren. Da es Print-on-Demand ist, kein Problem.


    Es handelt auch von meinen Erlebnissen mit Helmut alias Qualia ;)


    Wenn du mal in die Leseprobe reinschnuppern möchtest: https://www.amazon.de/Apocalypse-203…/dp/B0GSHZ6CFW/

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    Matthie
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    • 20. März 2026 um 12:10
    • #13

    Über die Sache mit dem Stromeintritt und das er einmal eingetreten er nicht mehr umkehrbar ist, stolpere Ich ähnlich wie Joju.


    Ich kenne mich da Fachlich im Buddhismus zu wenig aus.

    Persönlich sehe ich das als schöne Wunschvorstellung die einem ein Gefühl von Sicherheit gibt.

    Der Strom trägt Dich ja.

    Als Skeptiker sehe ich aber Stromschnellen, Wiederstände im Wasser und gefährliche Untiefen.

    Hm …. wäre aber schön wenn es wahr wäre.

  • Qualia
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    • 20. März 2026 um 12:28
    • #14
    Benderson2:

    Qualia Bist du bitte so lieb, deine Änderungen direkt in einen kopierten Text des Originalposts einzufügen? Sonst schleichen sich bei mir nur weitere Fehler ein, fürchte ich. _()_

    Das darf ich nicht. Du musst es andersherum machen. Glaube einfach, dass das, was ich geschrieben habe, wahr ist. Vertrau mir. Wenn du ein Mathe-Ergebnis überprüfen willst, zerfledderst du auch nicht die Mathematik, du nutzt sie.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

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  • Benderson2
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    • 20. März 2026 um 12:47
    • #15
    Qualia:
    Benderson2:

    Qualia Bist du bitte so lieb, deine Änderungen direkt in einen kopierten Text des Originalposts einzufügen? Sonst schleichen sich bei mir nur weitere Fehler ein, fürchte ich. _()_

    Das darf ich nicht. Du musst es andersherum machen. Glaube einfach, dass das, was ich geschrieben habe, wahr ist. Vertrau mir. Wenn du ein Mathe-Ergebnis überprüfen willst, zerfledderst du auch nicht die Mathematik, du nutzt sie.

    Du meintest in deinem Post, es käme noch was. Soll ich lieber darauf warten?

  • Qualia
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    • 20. März 2026 um 14:13
    • #16

    JA. Es ist eine wirkliche Anstrengung für mich, das zu schreiben. Ich muss ja auch immer beachten, dass es unangreifbar ist. Ich bin mein brutalster Kritiker geworden.


    Das ist die Grundlage. Ohne jede Metaphysik.

    Beitrag

    RE: Notizen über die Dhammas.

    rupa nama für die, die der einen Lehre zur Befreiung von dukkha folgen wollen.



    „Buddha sagt: Die Skandha sind das Selbst.“ Das ist ein Übersetzungsfehler im Deutschen, mit katastrophalen Folgen.
    Hätten sie Lehre-gemäß übersetzt, dann heißt es: „Buddha sagt: rupa nama ist das Individuum ( puggala ) ohne Identität ( anatta ).“ Buddha sagt nicht, dass die Skandha, nama das Selbst sind.



    Ich verwende ausdrücklich rupa nama, nicht nama rupa, damit es nicht mehr zum Trugschluss kommt, dass nama…
    Qualia
    19. März 2026 um 16:31

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  • Samadhi1876
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    • 20. März 2026 um 16:00
    • #17
    Benderson2:

    Hier sind die 10 Stufen der Entwicklung eines Bodhisattvas:


    1. Die Stufe der Freude (‚Pramudita-bhumi’): Der Bodhisattva hat direkt die Leerheit erkannt und erlangt große Freude, weil er den Pfad zur Buddhaschaft betreten hat.

    Ich würde an der Stelle nicht schreiben er hat die Leerheit (ganz) erkannt. Das folgt ja erst mit 5. und 6. Wenn dann hat er bis dahin die Illusion des Ich nur erkannt wie Du zuvor beschrieben hast. Aber nicht die Leerheit in Allem…

  • Qualia
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    • 20. März 2026 um 18:33
    • #18
    Samadhi1876:
    Benderson2:

    Hier sind die 10 Stufen der Entwicklung eines Bodhisattvas:


    1. Die Stufe der Freude (‚Pramudita-bhumi’): Der Bodhisattva hat direkt die Leerheit erkannt und erlangt große Freude, weil er den Pfad zur Buddhaschaft betreten hat.

    Ich würde an der Stelle nicht schreiben er hat die Leerheit (ganz) erkannt. Das folgt ja erst mit 5. und 6. Wenn dann hat er bis dahin die Illusion des Ich nur erkannt wie Du zuvor beschrieben hast. Aber nicht die Leerheit in Allem…

    Wenn man das liest – und ich habe das ganze Ding gelesen und auch zwei Versionen übersetzt und MMK drauf, dann ist das mit Ver 1. so. Das ist das, worum es geht: die Einordnung dieser Erfahrung in die ihm bekannten Lehren, um die eine, die im Vers 1 dargelegt wurde, zu verstehen.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

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  • Benderson2
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    • 20. März 2026 um 21:48
    • #19

    Qualia Was meinst du, wann könnte ich mit Teil 2 deiner Antwort rechnen? Möchte nicht drängeln, bin nur neugierig :angel:

  • Qualia
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    • 20. März 2026 um 22:56
    • #20
    Qualia:

    Ich stelle mal Skandha wieder her, das klärt einige deiner Fragen. Denn wenn man Skandha nicht durchschaut, kann Dukkha-Verminderung nicht erreicht werden.

    Zitat

    a) Körperlichkeitsgruppe:

    Der materielle Körper, einschließlich der sechs Sinnesorgane der buddhistischen Philosophie: Auge, Ohr, Nase, Zunge, Tastsinn und Denkorgan. (Anmerkung des Autors: Das Ohr schließt sicher auch das Gleichgewichtsorgan mit ein.)

    Das ist eine korrekte Beschreibung von Körper = rupa. Rupa ist aber nicht Skandha = nama.


    In der „Kette des bedingten Entstehens“ (Sieh wiki) ist die Reihung: 1. avijjā, 2. sankhāra, 3. viññāna, 4. rupa-nama und 5. āyatana.

    1. Quantenmechanik 2. Physik 3. Belebung physischer Körper, die für begrenzte Zeit lebendig sein können.

    Die von dir definierten Körper, rupa, sind ohne Skandha, nama. Sind nicht das, was Skandha mit Körperlichkeit meint. rupa-nama wird auch als Körper und Geist übersetzt, doch in Skandha/nama ist kein Geist im Sinn von Denken.

    Skandha sind die Anhäufungen von Wahrnehmungsgruppen ohne eine Identität. Bildet ein Individuum, das sich nicht erkennen, aber Wahrnehmung hat, mehr nicht.


    Die Position 4. Heißt rupa nama, nicht Skandha, wird aber meistens als Skandha bezeichnet, wobei das Körperliche der Skandha zum Körper allgemein wird und so zu Verwirrung führt.


    Die Skandha, die Anhäufungen = nama

    Benderson2:

    a) Körperlichkeitsgruppe:

    Der materielle Körper, einschließlich der sechs Sinnesorgane der buddhistischen Philosophie: Auge, Ohr, Nase, Zunge, Tastsinn und Denkorgan. (Anmerkung des Autors: Das Ohr schließt sicher auch das Gleichgewichtsorgan mit ein.)


    a) Die Körperlichkeits‑Gruppe

    Körperlichkeit ist die Sinnesmembran, die Haut des Körpers. Das lässt sich auf die Zelle zurückführen: Ihre Membran ist die erste Form von Körperlichkeit. Alle Häute und nur die Häute gehören zu dieser Gruppe. Aus der Membran der Zelle entwickeln sich erst die Häute der Sinnesorgane.

    Benderson2:

    c) Wahrnehmungsgruppe:

    Wahrnehmungen (und Identifikationen) äußerer (Anmerkung: oder eingebildeter) Objekte im Geist des Betrachters, die der Mensch als Farben, Töne, Gerüche und Bilder aufnimmt und unterscheidet.

    Ich musste die Reihenfolge ändern.

    b) Die Wahrnehmungsgruppe

    Die Häute können nur wahrnehmen/empfinden, sie können nicht fühlen, denn es sind nur Sinnesobjekte da, die die Membran empfindet. Die Empfindungen der Membran bedingen die Fühlen-Gruppe.

    Zitat

    b) Gefühlsgruppe:

    ‚Urgefühle’: angenehm, unangenehm, neutral

    c) Fühlen‑Gruppe

    Geh von der Zelle aus, und du wirst erkennen, dass sie keine Gefühle haben kann, denn sie besitzt noch kein Verarbeitungssystem für Gefühle. Man kann es nur „Fühlen“ nennen, aber in sehr eingeschränktem Sinn: Eine Zelle fühlt ausschließlich unangenehm. Sie fühlt sich nicht wohl; sie ist lediglich neutral, solange kein Unwohlsein vorhanden ist.

    Die Fühlen‑Gruppe bedingt die weitere Differenzierung von Wahrnehmung.

    Zitat

    d) Geistesformationsgruppe:

    Keine positiven oder negativen (Karma)folgen haben Willenstätigkeiten, wie Interessen, Willensregungen, Sehnsüchte und Tatabsichten.


    Gefühle und Wahrnehmungen sind keine Willenstätigkeit.


    Positive oder negative Wirkungen auf sich und andere haben nur Willenstätigkeiten, wie Aufmerksamkeit, Entschlossenheit, Vertrauen, Sammlung / Konzentration, Weisheit, Tatkraft, Begierde, Widerstreben oder Hass, Unwissen, Dünkel / Arroganz, Persönlichkeitsglaube und ähnliches.

    Alles anzeigen

    d) Gestaltung‑Gruppe

    Das kann unmöglich „Geistes‑Gestaltung“ sein, denn es ist noch kein Geist anwesend. Ein „Ich“, das in deinem Sinn gestalten kann, erscheint in der Kette des bedingten Entstehens erst an Position 11: Geburt (jāti).


    Diese Gruppe enthält keine Charaktereigenschaften und keinen Willen. Sie ist der Prozess, der Reaktionen auf Impulse der Berührung und des Fühlens mit der Umwelt als Daten der Erfahrungsdaten aufzeichnet. Diese Abläufe werden zu konditionierten Funktionsmustern, Gewohnheit, Instinkt. Sie tragen keine Identität, sind aber individuell. Erst das spätere Ich, das sagt „so bin ich“, macht daraus ein Selbstbild.

    Zitat

    e) Bewusstseinsgruppe:

    Bewusstsein entsteht durch das Gewahr werden dieser genannten und erläuterten vier Daseinsfaktoren a) bis d).


    Ein ‚Selbst’ entsteht, in dem die Außenwelt nicht erfasst wird, sondern das die Außenwelt in sich entstehen lässt (‚projiziert‘).


    e) Bewusstsein-Gruppe

    Bewusstsein ist hier kein Subjekt, kein Beobachter, kein Ich. Es ist der Vorgang des Hervortretens eines Sinnesfeldes: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Körper‑Tastempfinden, Gedanken, Bewusstsein. Denkbewusstsein besteht nur in Abhängigkeit von Kontakt; es ist nicht eigenständig. Es ist ein Moment des Erscheinens, kein Träger dessen, was erscheint. Sinnesfelder treten nie gleichzeitig auf, sondern immer nur nacheinander – ein Moment, ein Feld. Bei Lebewesen ist der Hirnstamm gebildet.


    Es folgt noch ein Beitrag, der die Anhaftungen an die Anhäufungen in deinem Fall aufzeigt.

    Alles anzeigen

    Ich bekomme das nicht zusammen, außer in einem Satz:

    Weder der Körper noch die Skandha, rupa-nama, sind mein. Weder Körper noch Skandha bin ich. Weder Körper noch Skandha sind meine Identität.


    Heißt: Wenn du Probleme erkennen willst, finde heraus, was in den Skandha glaubst du, ist Dein. Was in den Skandha glaubst du, bist du, dein Glaube: So bin ich eben.

    Mit was identifizierst du dich so sehr, dass du glaubst, das ist dein Selbstsein, deine Identität, deine Erscheinung?

    Wenn du konzentriert in den Texten suchst, findest du dein Festhängen in der Reihenfolge, wie du sie loslassen kannst.


    Ich habe dir unter deinen Benennungen der Anhäufungen die geschrieben, die ich in den Reden des Buddha gefunden habe.


    In meinem Blog findest du mehr zu Skandha.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da er nicht mehr verfügbar ist.

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  • Benderson2
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    • 21. März 2026 um 00:05
    • #21

    Gut, dann werde ich mal versuchen, deine Korrekturen einzuarbeiten. Bitte prüfe nachm, ob ichs richtig verstanden habe Qualia :


    Um zu erwachen, gilt es im Buddhismus zunächst einmal, die ersten drei geistigen Fesseln abzuwerfen. Im Buddhismus bezeichnet ‚Sotāpanna’ eine Person, die die ersten drei von insgesamt zehn Fesseln des Geistes überwunden hat.


    Im Deutschen wird Sotāpanna meistens mit ‚Stromeingetretene/-r’ übersetzt, Stromeintritt heißt in Pali ‚Sotāpatti’. In der Bildersprache des Buddhismus ist ‚Samsara’ das diesseitige (mit Leiden behaftete) Ufer, ‚Nirwana’ (‚Nibbāna’) das jenseitige (leidfreie) Ufer.


    Zum Erreichen des leidfreien anderen Ufers ist das Überqueren eines Stromes notwendig, nicht der physische Tod. Doch danach ist noch nicht Schluss aus Perspektive des Autors: Danach gilt es mit der neuen Geisteshaltung, mit offenen Sinnen und offenem Geist, das immer wieder wundersame andere Ufer zu erkunden.


    Stromeintritt bedeutet, dass jemand in den Strom der Erleuchtung eingetreten ist, das heißt, der Weg zu Nirwana ist für ihn nicht mehr umkehrbar. Rückschläge, die einen vorübergehend wieder zurück ans Ufer des Leids treiben – was immer geschehen kann – sind durch das Gelernte überwindbar.


    Von einem Stromeingetretenen wird gesagt, er/sie/divers habe ein intuitives Verständnis für die Lehre des Buddha (Rechte Ansicht) und vollständiges Vertrauen in sie. Außerdem wird über Stromeingetretene gesagt, dass sich ihnen das ‚Auge des Dhamma’ (‚dhammacakkhu’) geöffnet hat, weil in ihnen die unerschütterliche Erkenntnis gereift ist, dass ‚alles, was irgendwie entstanden ist, auch wieder untergehen muss’ (‚Nichtbeständigkeit’).


    Die drei Fesseln, die beim Stromeintritt vernichtet wurden:


    1.: Festhalten an skeptischer Unentschlossenheit, was die Lehren Buddhas betrifft,


    2.: Festhalten an Riten und Ritualen – die Überzeugung, das Ausführen von Regeln und Riten sei ausreichend für die Befreiung – und


    3.: Festhalten an einem Persönlichkeitsglauben


    Persönlichkeitsglaube bedeutet:


    Die Sichtweise – die Selbstsicht, eines der fünf Aggregate oder Zusammenhäufungen (‚Skandhas’) sei ein permanentes, unveränderliches Wesen (ein ‚Atta’) oder man identifiziert sich mit seinen Begierden bzw. Gelüsten und Bedürfnissen.


    Unter Loslassen eines Persönlichkeitsglaubens ist zu verstehen, dass man nicht mehr daran glaubt, folgende fünf ‚Aggregate’ bzw. ‚Zusammenhäufungen’ seien ein permanentes Wesen, ein ‚Atta’, wären die unveränderliche ‚Seele’.


    Die einzelnen Skandhas:


    Die fünf Skandhas sind ein Kernkonzept des Buddhismus, das die fünf Faktoren beschreibt, die das menschliche Dasein und die Erfahrung eines „Ich“ bilden. Sie bestehen aus Körper/Form (Rupa), Gefühl (Vedana), Wahrnehmung (Samjna), Geistesformationen (Samskara) und Bewusstsein (Vijnana). Diese dynamischen Prozesse sind ständigem Wandel unterworfen.


    a) Körperlichkeitsgruppe ( ‚rupa-nama’):

    Der materielle Körper als Anhäufung von Sinnen und wahrnehmendem (nicht denkenden) Geist, einschließlich der sechs Sinnesorgane der buddhistischen Philosophie: Auge, Ohr, Nase, Zunge, Tastsinn und Denkorgan. (Anmerkung des Autors: Das Ohr schließt sicher auch das Gleichgewichtsorgan mit ein.)


    b) Gefühlsgruppe:

    ‚Urgefühle bzw. -reize’: angenehm, unangenehm, neutral


    c) Wahrnehmungsgruppe:

    Wahrnehmungen (und Identifikationen) äußerer (Anmerkung: oder eingebildeter) Objekte im Geist des Betrachters, die der Mensch als Farben, Töne, Gerüche und Bilder aufnimmt und unterscheidet.


    d) Gestaltung- bzw. Geistesformations-Gruppe:

    Willensimpulse, Gewohnheiten, Absichten und mentale Funktionen, die zu Karma führen. Diese Gruppe enthält keine Charaktereigenschaften und keinen Willen. Sie ist der Prozess, der Reaktionen auf Impulse der Berührung und des Fühlens mit der Umwelt als Daten der Erfahrungsdaten aufzeichnet. Diese Abläufe werden zu konditionierten Funktionsmustern, Gewohnheit, Instinkt. Sie tragen keine Identität, sind aber individuell. Erst das spätere Ich, das sagt „so bin ich“, macht daraus ein Selbstbild.


    Positive oder negative Wirkungen auf sich und andere haben nur Willenstätigkeiten, wie Aufmerksamkeit, Entschlossenheit, Vertrauen, Sammlung / Konzentration, Weisheit, Tatkraft, Begierde, Widerstreben oder Hass, Unwissen, Dünkel / Arroganz, Persönlichkeitsglaube und ähnliches.


    Keine positiven oder negativen (Karma)folgen haben Willenstätigkeiten, wie Interessen, Willensregungen, Sehnsüchte und Tatabsichten. Gefühle und Wahrnehmungen sind keine Willenstätigkeit.


    e) Bewusstseinsgruppe:

    Bewusstsein entsteht durch das Gewahr werden dieser genannten und erläuterten vier Daseinsfaktoren a) bis d).


    Ein ‚Selbst’ entsteht, in dem die Außenwelt nicht erfasst wird, sondern das die Außenwelt in sich entstehen lässt (‚projiziert‘). Bewusstsein ist hier kein Subjekt, kein Beobachter, kein Ich. Es ist der Vorgang des Hervortretens eines Sinnesfeldes: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Körper- / Tastempfinden, Gedanken, Bewusstsein. Denkbewusstsein besteht nur in Abhängigkeit von Kontakt; es ist nicht eigenständig. Es ist ein Moment des Erscheinens, kein Träger dessen, was erscheint.


    Bewusstsein ist eine Reaktion oder Antwort, die eine der sechs Fähigkeiten (Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper und Geist) als Grundlage und eine der entsprechenden äußeren Erscheinungen (sichtbare Form, Ton, Geruch, Geschmack, Tastobjekte und Geistobjekte – das bedeutet ‚eine Vorstellung oder einen Gedanken‘) zum Objekt hat.


    Sehbewusstsein beispielsweise hat das Auge als Grundlage und eine sichtbare Form als Objekt. Denkbewusstsein hat den Geist als Grundlage und ein Geistobjekt (eine Vorstellung oder einen Gedanken) als Objekt.


    Nur wenn das als frei von dauerhafter Substanz erkannt wird (also ohne unveränderbares selbst, ‚Anatta‘), kann man die Ich-Sucht verlieren und Befreiung vom Leben und damit vom Leid finden. Man befindet sich in ständigem Wandel, wird also ohne zu physisch zu sterben ‚Wiedergeboren’.


    Entsprechend der buddhistischen Lehre gilt es also, das Haften an ein dauerhaftes Ich (beziehungsweise das Glauben an ein beständiges Selbst) aufzugeben, weil dies zu Gier, Hass und Verblendung führt. Dadurch kann das momentane Karma aufgelöst werden, welches das Erfahren von Nirwana verhindert.


    Wenn man diese Komponenten untersucht, aus denen wir gemäß der Lehre des Buddha zusammengesetzt sind, können wir feststellen, dass darin kein ‚Ich‘ und kein festes Selbst zu entdecken sind. Häufig wird hier das Gleichnis eines Wagens verwendet, der nur eine bestimmte Zusammenstellung von Einzelteilen ist, ‚Wagen‘ ist nur ein Name, geht man in seine Tiefe (seine Einzelteile), so ist er nicht mehr vorhanden.


    Spezielle Kontemplationen und Meditationen mit den fünf Daseinsfaktoren fördern diese Erkenntnisse. Für gewöhnlich betrachten wir uns aber als eine feste Einheit, was der historische Buddha als Haupthindernis auf dem Weg zur Erleuchtung bezeichnet hat. In dieser illusorischen Annahme eines festen ‚Ichs‘ ist die Ursache allen Leidens zu erkennen.


    Zusammengefasst:

    Die fünf Skandhas sind keine Dinge, keine Substanzen, keine Identitäten und keine Bestandteile eines Ichs. Sie sind Funktionsprozesse, die nur entstehen, wenn Bedingungen zusammentreffen. Sie tragen kein Selbst. Erst durch das Ergreifen – „Das bin ich“, „Das ist mein“ – werden sie zu Quellen des Leidens und zur Grundlage einer Person, eines Ichs.


    Rupa-nama, also Körper und wahrnehmender Geist, ist eine Bezeichnung für eine Zweiheit, die real eine Einheit ist. Erst durch Denken erscheinen Skandha im Körper.

    Wenn nicht gesehen wird, dass der lebende Körper nicht zu den Skandha gehört, sondern die Bedingung für Skandha ist, kommt es zu Nicht-Verstehen.


    Mit dem Erscheinen von Skandha wird automatisch ein Individuum erscheinen, ohne Selbst oder gar Ich. Alle Leiden entstehen, wenn das „Ich bin dies und das“ nach den Skandha greift und dann an seiner Meinung festhält: Das bin ich, das ist mein.


    Die weiteren 7 Fesseln sind:


    4.: Unweises Handeln durch Unwissenheit bzw. Verblendung:

    Nicht über ‚D‚ukkha‘ (Leid oder Leid durch die Angst vor Leid) wissen, nicht über den Ursprung von Leid wissen, nicht über Beendigung von Leid, nicht über den Weg, der zu der Beendigung von Leid führt, wissen, dieses wird Unwissenheit genannt. Der Weg aus der Unwissenheit ist das Verstehen verschiedener Aspekte (je nach buddhistischer Tradition).


    ‚Avidyā‘ wird ins Deutsche am treffendsten mit Unwissenheit, Nichtwissen oder Verblendung übersetzt, das Vorhandensein von falschem Wissen, also eine Fehlkonzeption der Wirklichkeit.


    Es bedeutet also nicht nur ein Mangel an Wissen, sondern beispielsweise die Verwechslung von Vergänglichem mit Beständigem (z. B. den eigenen Körper für das wahre Selbst zu halten). Oder die subjektive Wahrnehmung - die fundamentale Blindheit - gegenüber der wahren Natur des Selbst.


    ‚Avidyā‘ ist das Gegenteil von ‚Vidya‘, was Wissen, Weisheit oder Klarheit bedeutet.


    5.: Festhalten an Gier/Sucht/Begierde/sinnlichem Begehren:

    Dies ist das Haben- und Besitzen-wollen, das Bestreben, auf jeden Fall und um jeden Preis zu existieren. Mit Gier verwandt sind die Leidenschaften heftiges Begehren und ‚Durst‘ nach Werden. Es ist dieser ‚Durst‘, der neues Dasein und Wiedergeburt erzeugt und mit leidenschaftlicher Gier verbunden ist, der hier und da sich ergötzt in Form von: Durst nach den Lüsten der sechs Sinne, Durst nach Dasein und Werden, Durst nach Nicht-Dasein, Selbstvernichtung.


    Der ‚Durst‘, das Verlangen, Sucht und Gier offenbaren sich in verschiedener Weise und sind der vordergründige Anlass für die Entstehung von Leid und die Fortdauer der Wesen. ‚Durst‘ ist nicht die erste oder einzige Ursache der Entstehung von Leid. Es ist aber die unmittelbarste. Der ‚Durst’ entsteht durch die verschiedenen Vorstellungen eines Selbst.


    Der ‚Durst‘ schließt also hier nicht nur das Verlangen nach und Hängen an Vergnügen wie etwa Reichtum und Macht ein, er beinhaltet auf einer abstrakteren Ebene auch das Hängen an Vorstellungen und Idealen, Ansichten, Meinungen, Lehren, Begriffen, und Glaubensvorstellungen.


    Laut Buddha entsteht alle Unruhe und Streit auf dieser Welt, von persönlichen kleinen Zankereien in Familien bis zu großen Kriegen zwischen Völkern und Ländern, nur aufgrund dieses selbst- oder nichtselbstsüchtigen ‚Durstes‘. Die Ursache für diesen unaufhörlichen ‚Durst‘, dieses Verlangen, ist Unwissenheit. Heilsam wirken Großzügigkeit und Mildtätigkeit.


    Und es ist die Ansicht des Autors, dass man diesen Durst des Festhalten-wollens auch übertragen kann auf überholte weltliche Verbote und Verhaltensvorgaben von Religionen und die Gier nach ehemaligen Staatsgrenzen, zu denen man wieder zurückkehren möchte.


    6.: Groll für vergangenes zugefügtes Leid:

    Sich selbst oder anderen gegenüber Hass / Zorn / Aggression empfinden, ist die Selbstbehauptung eines illusionären Selbst den Mitwesen gegenüber. Heilsam wirkt Güte. Und nach Ansicht des Autors auch sich-in-den-anderen-hineinversetzen, um seine/ihre Handlungen / Worte zu verstehen, beziehungsweise diese als ‚vergangen und erledigt‘ hinter sich zu lassen.


    7.: Begehren nach Feinkörperlichkeit:

    Das Begehren materiell wiedergeboren zu werden.


    8.: Begehren nach dem Unkörperlichen:

    Das Begehren in einem ‚Himmel’ wiedergeboren zu werden.


    9.: Dünkel / Arroganz


    10.: Aufgeregtheit


    10 STUFEN DER ENTWICKLUNG EINES BODHISATTVAS


    Fortgeschrittene spirituell Suchende bewegen sich auf den 10 ‚Bodhisattva-Stufen’. Sie beschreiben, was nach dem Erwachen passiert. Das, was allgemein mit Erwachen bezeichnet wird, geschieht auf der ersten Stufe.


    Die Entwicklung eines ‚Bodhisattvas’ (eines Wesens, das nach Erleuchtung strebt, um allen fühlenden Wesen zu helfen) wird im Mahayana-Buddhismus, insbesondere im Zehn-Stufen-Sutra (‚Dasabhumika-Sutra’), in zehn aufeinanderfolgende Stufen oder ‚Bhumis’ (wörtlich ‚Erde’ oder ‚Grund’) unterteilt.


    Diese ‚Bhumis’ beschreiben den Fortschritt in Weisheit, Mitgefühl und den Vollkommenheiten (‚Paramitas’).


    Hier sind die 10 Stufen der Entwicklung eines Bodhisattvas:


    1. Die Stufe der Freude (‚Pramudita-bhumi’): Der Bodhisattva hat direkt die Leerheit erkannt und erlangt große Freude, weil er den Pfad zur Buddhaschaft betreten hat. Der Schwerpunkt liegt auf der Großzügigkeit (‚Dana Paramita).


    2. Die Stufe der Makellosigkeit (‚Vimala-bhumi’): Der Bodhisattva ist frei von den Flecken unmoralischen Verhaltens und vollendet die Ethik (‚Shila Paramita’).


    3. Die Stufe des Lichts / Erleuchtung (‚Prabhakari-bhumi’): Das Licht der Weisheit strahlt, und der Bodhisattva überwindet Begierde und Hass, indem er die Geduld (‚Kshanti Paramita’) perfektioniert.


    4. Die Stufe der Strahlkraft (‚Archishmati-bhumi’): Das strahlende Feuer der Weisheit verbrennt restliche Illusionen. Der Fokus liegt auf Ausdauer / Anstrengung (‚Virya Paramita’).


    5. Die Stufe, die schwer zu bezwingen ist (‚Sudurjaya-bhumi’): Diese Stufe ist schwer zu erreichen, da der Bodhisattva tief in die Wahrheit der vier edlen Wahrheiten und der Lehre vom Entstehen in Abhängigkeit eindringt. Es gelingt ihm eine Einordnung der vorangegangenen Erfahrungen in die ihm bekannten Lehren, um sie vollständig zu verstehen. Der Fokus liegt auf Konzentration (‚Dhyana Paramita)’.


    6. Die Stufe der Manifestation (‚Abhimukhi-bhumi’): Der Bodhisattva sieht das Wesen der Dinge klar und manifestiert Weisheit. Er versteht die Nicht-Substanzialität aller Phänomene. Der Fokus liegt auf der Weisheit (‚Prajna Paramita’).


    7. Die Stufe der weitreichenden Erleuchtung (‚Durangama-bhumi)’: Der Bodhisattva gelangt ‚weit hinaus’, beherrscht geschickte Mittel (‚Upaya’) zur Befreiung anderer und ist nicht mehr an Konzepte gebunden.


    8. Die Stufe der Unbeweglichkeit (‚Achala-bhumi’): Der Bodhisattva ist unerschütterlich geworden und kann nicht mehr zurückfallen. Alle kognitiven Hindernisse sind überwunden. (Anmerkung des Autors: Tatsächlich steht die Entwicklung dieser Fähigkeit erst an ACHTER Stelle & NACH dem ‚Erwachen’. Rückschritte auf dem Weg dorthin werden also schon seit Jahrtausenden akzeptiert, sind weder Scheitern noch Peinlichkeit, sondern einfach menschlich.)


    9. Die Stufe der ausgezeichneten Intelligenz (‚Sadhumati-bhumi’): Der Bodhisattva besitzt vollkommenes Wissen und kann die Lehre (‚Dharma’) umfassend vermitteln.


    10. Die Stufe der Wolke des Dharma (‚Dharmamegha-bhumi’): Wie eine große Wolke, die Regen spendet, manifestiert der Bodhisattva unendliche Qualitäten, segnet alle Wesen und bereitet sich auf die volle Buddhaschaft vor (‚Buddha-Ernennung’).


    11. Nach diesen zehn Stufen wird oft eine elfte Stufe genannt, die das Erreichen der vollständigen Buddhaschaft (‚Buddhabhumi’) darstellt. Also nicht DER Buddha, sondern EIN Buddha als Titel.

    2 Mal editiert, zuletzt von Benderson2 (21. März 2026 um 00:14)

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    • 21. März 2026 um 00:06
    • #22

    Anmerkungen:

    "Sie fühlt sich nicht wohl; sie ist lediglich neutral, solange kein Unwohlsein vorhanden ist." Wenn deine Haut gestreichelt wird, anstatt nur etwas zu ertasten, ist das Gefühl angenehm, nicht neutral. Das fühlt auch ein Neugeborendes, ohne es geistig erlernen zu müssen.


    "d) Gestaltung‑Gruppe
    Das kann unmöglich „Geistes‑Gestaltung“ sein, denn es ist noch kein Geist anwesend. Ein „Ich“, das in deinem Sinn gestalten kann, erscheint in der Kette des bedingten Entstehens erst an Position 11: Geburt (jāti).
    Diese Gruppe enthält keine Charaktereigenschaften und keinen Willen. Sie ist der Prozess, der Reaktionen auf Impulse der Berührung und des Fühlens mit der Umwelt als Daten der Erfahrungsdaten aufzeichnet. Diese Abläufe werden zu konditionierten Funktionsmustern, Gewohnheit, Instinkt. Sie tragen keine Identität, sind aber individuell. Erst das spätere Ich, das sagt „so bin ich“, macht daraus ein Selbstbild."


    -> Meinst du damit das, was ich d) Geistesformationsgruppe: genannt habe? Ich verstehe deinen Punkt nicht ganz.. würdest du empfehlen, die Gruppe umzubenennen oder ist der Text inhaltlich falsch?

  • Qualia
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    • 21. März 2026 um 08:54
    • #23
    Benderson2:

    Gut, dann werde ich mal versuchen, deine Korrekturen einzuarbeiten. Bitte prüfe nachm, ob ichs richtig verstanden habe Qualia :


    Um zu erwachen, gilt es im Buddhismus zunächst einmal, die ersten drei geistigen Fesseln abzuwerfen. Im Buddhismus bezeichnet ‚Sotāpanna’ eine Person, die die ersten drei von insgesamt zehn Fesseln des Geistes überwunden hat.


    Im Deutschen wird Sotāpanna meistens mit ‚Stromeingetretene/-r’ übersetzt, Stromeintritt heißt in Pali ‚Sotāpatti’. In der Bildersprache des Buddhismus ist ‚Samsara’ das diesseitige (mit Leiden behaftete) Ufer, ‚Nirwana’ (‚Nibbāna’) das jenseitige (leidfreie) Ufer.


    Zum Erreichen des leidfreien anderen Ufers ist das Überqueren eines Stromes notwendig, nicht der physische Tod. Doch danach ist noch nicht Schluss aus Perspektive des Autors: Danach gilt es mit der neuen Geisteshaltung, mit offenen Sinnen und offenem Geist, das immer wieder wundersame andere Ufer zu erkunden.


    Stromeintritt bedeutet, dass jemand in den Strom der Erleuchtung eingetreten ist, das heißt, der Weg zu Nirwana ist für ihn nicht mehr umkehrbar. Rückschläge, die einen vorübergehend wieder zurück ans Ufer des Leids treiben – was immer geschehen kann – sind durch das Gelernte überwindbar.


    Von einem Stromeingetretenen wird gesagt, er/sie/divers habe ein intuitives Verständnis für die Lehre des Buddha (Rechte Ansicht) und vollständiges Vertrauen in sie. Außerdem wird über Stromeingetretene gesagt, dass sich ihnen das ‚Auge des Dhamma’ (‚dhammacakkhu’) geöffnet hat, weil in ihnen die unerschütterliche Erkenntnis gereift ist, dass ‚alles, was irgendwie entstanden ist, auch wieder untergehen muss’ (‚Nichtbeständigkeit’).

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    Das In-den-Strom-Eintreten, Sotāpatti, ist mit keinem realen Bild und keiner Metapher vollständig zu erfassen. Viele Menschen beschreiben das Im-Strom-Sein sein als Flow, ein ähnlicher Zustand, der durch wiederholtes, gleichförmiges Tun entsteht: Laufen, Fahrradfahren, sogar Fabrikarbeit.


    Der Stromeingetretene bleibt im Strom, weil er sich in einem Zwischenraum befindet – einer Art Blase zwischen Gedankengebäuden, Vorstellungen und Meinungen, getragen von dem Floß des Dhamma. Die Skandhas tun weiterhin das, was sie immer getan haben: Der Sitzende, der Fluss, das linke und das rechte Ufer, die Welten hinter den Ufern – kurz: Samsara. Auf den Körper und die Skandhas kann das Ich, das sich von dukkha befreit, vertrauen. In Samsara ist nicht das Floß des Dhamma, denn sonst könnte sie nicht von dukkha befreien.


    Der Unterschied besteht darin, dass Gier, Ablehnung und das Bedürfnis, recht zu haben, stark geschwächt sind. Das Ich hat sich so weit im Griff, dass es sein eingebildetes Leiden an der Welt nicht mehr duldet.


    In den Strom einzutreten bedeutet, auf dem Floß des Dhamma in Zazen zu sitzen und sich treiben zu lassen – mit offenen Sinnen und offenen Handlungen. Das Floß wird von einem Ufer zum anderen getragen. Du siehst das, was dukkha erzeugt, und bleibst, wo du bist. Kommst du an ein Ufer, das dir neue Erfahrungen bietet, verlässt du das Floß, legst es am Ufer ab und machst neue Erfahrungen von dukkha und von der Befreiung davon. Und wenn es genug ist, kehrst du zum Floß zurück und lässt dich wieder vom Fluss des Samsara tragen – dorthin, wohin dein Lebensweg führt.


    Es kann sogar sein, dass du auf deinem Ausflug das Floß vergisst. Doch es ist immer da. Hermann Hesse hat das in „Siddhartha“ gut beschrieben: Siddhartha sitzt vollkommen allein, zerstört, an einen Baum gelehnt, in tiefster Verzweiflung. Als seine Sorgen leer gedacht sind und er dem Tod nahe ist, hört er es ganz leise: OM. Er horcht auf dieses OM – und plötzlich wird ihm klar: Es war immer da, hatte ihn nie verlassen, hatte ihn immer getragen.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

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    • 21. März 2026 um 09:30
    • #24
    Benderson2:

    Die drei Fesseln, die beim Stromeintritt vernichtet wurden:


    1.: Festhalten an skeptischer Unentschlossenheit, was die Lehren Buddhas betrifft,


    2.: Festhalten an Riten und Ritualen – die Überzeugung, das Ausführen von Regeln und Riten sei ausreichend für die Befreiung – und


    3.: Festhalten an einem Persönlichkeitsglauben


    Persönlichkeitsglaube bedeutet:


    Die Sichtweise – die Selbstsicht, eines der fünf Aggregate oder Zusammenhäufungen (‚Skandhas’) sei ein permanentes, unveränderliches Wesen (ein ‚Atta’) oder man identifiziert sich mit seinen Begierden bzw. Gelüsten und Bedürfnissen.


    Unter Loslassen eines Persönlichkeitsglaubens ist zu verstehen, dass man nicht mehr daran glaubt, folgende fünf ‚Aggregate’ bzw. ‚Zusammenhäufungen’ seien ein permanentes Wesen, ein ‚Atta’, wären die unveränderliche ‚Seele’.

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    Ich schreibe jetzt über die ersten vier Fessel, die den Stromeintritt blockieren.

    1. Sinnliche Gier (kāma‑rāga):
    Das Verlangen nach sinnlichen Genüssen und nach Erregung, die in der Vergangenheit erlebt wurde und in der Zukunft wieder erlebt werden sollte. Erregung ist dabei ein unbestimmtes Gefühl, das vom Ich als lustvoll oder leidvoll interpretiert wird.

    Dieses Begehren nach sinnlicher Erregung entsteht aus einem Grundmuster: der Gleichgültigkeit gegenüber dem, was jetzt ist. Man denkt sich ein Verlangen aus: aus dem Gewesenen und aus der Hoffnung, dass es wieder so werden sollte. Schon das schafft Erregung, die Langeweile vergeht.
    Auch Ärger und Hass gehören dazu, denn sie folgen demselben Muster: Gleichgültigkeit gegenüber dem gegenwärtigen Moment. Es ist ein Festhalten an vergangenen Erfahrungen und ein Drängen auf gleiche zukünftige Zustände.

    Sinneslüste erscheinen also nur, wenn man mit in der Vergangenheit erfahrener Erregung aus dem jetzt Langweiligen, weder wohl noch unwohl, flüchten will. Flüchten, weil man nicht erkennen kann, dass jetzt Wohl und Frieden sind.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

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    • 21. März 2026 um 21:15
    • #25

    Das ist der aktuell finale Text für den Anhang in meinem Buch. Hoffentlich fehlerfrei. Falls euch noch was auffällt, bitte schreiben:


    Anhang 01: Erwachen. Wie weit bist du?


    Dieses Kapitel entspricht weitgehend Recherchen und Wikipedia-Zitaten sowie Gesprächen mit praktizierenden Buddhist/-innen:


    Um zu erwachen, gilt es im Buddhismus zunächst einmal, die ersten drei geistigen Fesseln abzuwerfen. Im Buddhismus bezeichnet ‚Sotāpanna’ eine Person, die die ersten drei von insgesamt zehn Fesseln des Geistes überwunden hat.


    Im Deutschen wird Sotāpanna meistens mit ‚Stromeingetretene/-r’ übersetzt, Stromeintritt heißt in Pali ‚Sotāpatti’. In der Bildersprache des Buddhismus ist ‚Samsara’ das diesseitige (mit Leiden behaftete) Ufer, ‚Nirwana’ (‚Nibbāna’) das jenseitige (leidfreie) Ufer.


    Zum Erreichen des leidfreien anderen Ufers ist das Überqueren eines Stromes notwendig, nicht der physische Tod. Doch danach ist noch nicht Schluss aus Perspektive des Autors: Danach gilt es mit der neuen Geisteshaltung, mit offenen Sinnen und offenem Geist, das immer wieder wundersame andere Ufer zu erkunden.


    Stromeintritt bedeutet, dass jemand in den Strom der Erleuchtung eingetreten ist, das heißt, der Weg zu Nirwana ist für ihn nicht mehr umkehrbar. Rückschläge, die einen vorübergehend wieder zurück ans Ufer des Leids treiben – was immer geschehen kann – sind durch das Gelernte überwindbar.


    Von einem Stromeingetretenen wird gesagt, er/sie/divers habe ein intuitives Verständnis für die Lehre des Buddha (Rechte Ansicht) und vollständiges Vertrauen in sie. Außerdem wird über Stromeingetretene gesagt, dass sich ihnen das ‚Auge des Dhamma’ (‚dhammacakkhu’) geöffnet hat, weil in ihnen die unerschütterliche Erkenntnis gereift ist, dass ‚alles, was irgendwie entstanden ist, auch wieder untergehen muss’ (‚Nichtbeständigkeit’).


    Die drei Fesseln, die beim Stromeintritt vernichtet wurden:

    1. Festhalten an skeptischer Unentschlossenheit, was die Lehren Buddhas betrifft,

    2. Festhalten an Riten und Ritualen – die Überzeugung, das Ausführen von Regeln und Riten sei ausreichend für die Befreiung – und

    3. Festhalten an einem Persönlichkeitsglauben


    Persönlichkeitsglaube bedeutet:
    Die Sichtweise – die Selbstsicht, eines der fünf Aggregate oder Zusammenhäufungen (‚Skandhas’) sei ein permanentes, unveränderliches Wesen (ein ‚Atta’) oder man identifiziert sich mit seinen Begierden bzw. Gelüsten und Bedürfnissen.


    Unter Loslassen eines Persönlichkeitsglaubens ist zu verstehen, dass man nicht mehr daran glaubt, folgende fünf ‚Aggregate’ bzw. ‚Zusammenhäufungen’ seien ein permanentes Wesen, ein ‚Atta’, wären die unveränderliche ‚Seele’.



    Die einzelnen Skandhas:


    Die fünf Skandhas sind ein Kernkonzept des Buddhismus, das die fünf Faktoren beschreibt, die das menschliche Dasein und die Erfahrung eines „Ich“ bilden. Sie bestehen aus Körper / Form (‚Rupa-Nama’), Gefühl (‚Vedana’), Wahrnehmung (‚Samjna’), Geistesformationen (‚Samskara’) und Bewusstsein (‚Vijnana’). Diese dynamischen Prozesse sind ständigem Wandel unterworfen.


    a) Körperlichkeitsgruppe:
    Der materielle Körper als Anhäufung von Sinnen und wahrnehmendem (nicht denkenden) Geist, einschließlich der sechs Sinnesorgane der buddhistischen Philosophie: Auge, Ohr, Nase, Zunge, Tastsinn und Denkorgan. (Anmerkung des Autors: Das Ohr schließt sicher auch das Gleichgewichtsorgan mit ein.)


    b) Gefühlsgruppe:
    ‚Urgefühle bzw. -reize’: angenehm, unangenehm, neutral


    c) Wahrnehmungsgruppe:
    Wahrnehmungen (und Identifikationen) äußerer (Anmerkung: oder eingebildeter) Objekte im Geist des Betrachters, die der Mensch als Farben, Töne, Gerüche und Bilder aufnimmt und unterscheidet.


    d) Gestaltung- bzw. Geistesformations-Gruppe:
    Willensimpulse, Gewohnheiten, Absichten und mentale Funktionen, die zu Karma führen. Diese Gruppe enthält keine Charaktereigenschaften und keinen Willen. Sie ist der Prozess, der Reaktionen auf Impulse der Berührung und des Fühlens mit der Umwelt als Daten der Erfahrungsdaten aufzeichnet. Diese Abläufe werden zu konditionierten Funktionsmustern, Gewohnheit, Instinkt. Sie tragen keine Identität, sind aber individuell. Erst das spätere Ich, das sagt „so bin ich“, macht daraus ein Selbstbild.


    Positive oder negative Wirkungen auf sich und andere haben nur Willenstätigkeiten, wie Aufmerksamkeit, Entschlossenheit, Vertrauen, Sammlung / Konzentration, Weisheit, Tatkraft, Begierde, Widerstreben oder Hass, Unwissen, Dünkel / Arroganz, Persönlichkeitsglaube und ähnliches.


    Keine positiven oder negativen (Karma)folgen haben Willenstätigkeiten, wie Interessen, Willensregungen, Sehnsüchte und Tatabsichten. Gefühle und Wahrnehmungen sind keine Willenstätigkeit.


    e) Bewusstseinsgruppe:
    Bewusstsein entsteht durch das Gewahr werden dieser genannten und erläuterten vier Daseinsfaktoren a) bis d).


    Ein ‚Selbst’ entsteht, in dem die Außenwelt nicht erfasst wird, sondern das die Außenwelt in sich entstehen lässt (‚projiziert‘). Bewusstsein ist hier kein Subjekt, kein Beobachter, kein Ich. Es ist der Vorgang des Hervortretens eines Sinnesfeldes: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Körper- / Tastempfinden, Gedanken, Bewusstsein. Denkbewusstsein besteht nur in Abhängigkeit von Kontakt; es ist nicht eigenständig. Es ist ein Moment des Erscheinens, kein Träger dessen, was erscheint.

    Bewusstsein ist eine Reaktion oder Antwort, die eine der sechs Fähigkeiten (Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper und Geist) als Grundlage und eine der entsprechenden äußeren Erscheinungen (sichtbare Form, Ton, Geruch, Geschmack, Tastobjekte und Geistobjekte – das bedeutet ‚eine Vorstellung oder einen Gedanken‘) zum Objekt hat.


    Sehbewusstsein beispielsweise hat das Auge als Grundlage und eine sichtbare Form als Objekt. Denkbewusstsein hat den Geist als Grundlage und ein Geistobjekt (eine Vorstellung oder einen Gedanken) als Objekt.


    Nur wenn das als frei von dauerhafter Substanz erkannt wird (also ohne unveränderbares selbst, ‚Anatta‘), kann man die Ich-Sucht verlieren und Befreiung vom Leben und damit vom Leid finden. Man befindet sich in ständigem Wandel, wird also ohne zu physisch zu sterben ‚Wiedergeboren’.


    Entsprechend der buddhistischen Lehre gilt es also, das Haften an ein dauerhaftes Ich (beziehungsweise das Glauben an ein beständiges Selbst) aufzugeben, weil dies zu Gier, Hass und Verblendung führt. Dadurch kann das momentane Karma aufgelöst werden, welches das Erfahren von Nirwana verhindert.


    Wenn man diese Komponenten untersucht, aus denen wir gemäß der Lehre des Buddha zusammengesetzt sind, können wir feststellen, dass darin kein ‚Ich‘ und kein festes Selbst zu entdecken sind. Häufig wird hier das Gleichnis eines Wagens verwendet, der nur eine bestimmte Zusammenstellung von Einzelteilen ist, ‚Wagen‘ ist nur ein Name, geht man in seine Tiefe (seine Einzelteile), so ist er nicht mehr vorhanden.


    Spezielle Kontemplationen und Meditationen mit den fünf Daseinsfaktoren fördern

    diese Erkenntnisse. Für gewöhnlich betrachten wir uns aber als eine feste Einheit, was der historische Buddha als Haupthindernis auf dem Weg zur Erleuchtung bezeichnet hat. In dieser illusorischen Annahme eines festen ‚Ichs‘ ist die Ursache allen Leidens zu erkennen.


    Zusammengefasst:
    Die fünf Skandhas sind keine Dinge, keine Substanzen, keine Identitäten und keine Bestandteile eines Ichs. Sie sind Funktionsprozesse, die nur entstehen, wenn Bedingungen zusammentreffen. Sie tragen kein Selbst. Erst durch das Ergreifen – „Das bin ich“, „Das ist mein“ – werden sie zu Quellen des Leidens und zur Grundlage einer Person, eines Ichs.


    Rupa-nama, also Körper und wahrnehmender Geist, ist eine Bezeichnung für eine Zweiheit, die real eine Einheit ist. Erst durch Denken erscheinen Skandha im Körper. Wenn nicht gesehen wird, dass der lebende Körper nicht zu den Skandha gehört, sondern die Bedingung für Skandha ist, kommt es zu Nicht-Verstehen.


    Mit dem Erscheinen von Skandha wird automatisch ein Individuum erscheinen, ohne Selbst oder gar Ich. Alle Leiden entstehen, wenn das „Ich bin dies und das“ nach den Skandha greift und dann an seiner Meinung festhält: Das bin ich, das ist mein.


    Die weiteren 7 Fesseln sind:


    4.: Unweises Handeln durch Unwissenheit bzw. Verblendung:
    Nicht über ‚D‚ukkha‘ (Leid oder Leid durch die Angst vor Leid) wissen, nicht über den Ursprung von Leid wissen, nicht über Beendigung von Leid, nicht über den Weg, der zu der Beendigung von Leid führt, wissen, dieses wird Unwissenheit genannt. Der Weg aus der Unwissenheit ist das Verstehen verschiedener Aspekte (je nach buddhistischer Tradition).


    ‚Avidyā‘ ist das Gegenteil von ‚Vidya‘, was Wissen, Weisheit oder Klarheit bedeutet. ‚Avidyā‘ wird ins Deutsche am treffendsten mit Unwissenheit, Nichtwissen oder Verblendung übersetzt, das Vorhandensein von falschem Wissen, also eine Fehlkonzeption der Wirklichkeit.


    Es bedeutet also nicht nur ein Mangel an Wissen, sondern beispielsweise die Verwechslung von Vergänglichem mit Beständigem (z. B. den eigenen Körper für das wahre Selbst zu halten). Oder die subjektive Wahrnehmung - die fundamentale Blindheit - gegenüber der wahren Natur des Selbst.


    5.: Festhalten an Gier/Sucht/Begierde/sinnlichem Begehren:
    Dies ist das Haben- und Besitzen-wollen, das Bestreben, auf jeden Fall und um jeden Preis zu existieren. Mit Gier verwandt sind die Leidenschaften heftiges Begehren und ‚Durst‘ nach Werden. Es ist dieser ‚Durst‘, der neues Dasein und Wiedergeburt erzeugt und mit leidenschaftlicher Gier verbunden ist, der hier und da sich ergötzt in Form von: Durst nach den Lüsten der sechs Sinne, Durst nach Dasein und Werden, Durst nach Nicht-Dasein, Selbstvernichtung.


    Der ‚Durst‘, das Verlangen, Sucht und Gier offenbaren sich in verschiedener Weise und sind der vordergründige Anlass für die Entstehung von Leid und die Fortdauer der Wesen. ‚Durst‘ ist nicht die erste oder einzige Ursache der Entstehung von Leid. Es ist aber die unmittelbarste. Der ‚Durst’ entsteht durch die verschiedenen Vorstellungen eines Selbst.


    Der ‚Durst‘ schließt also hier nicht nur das Verlangen nach und Hängen an Vergnügen wie etwa Reichtum und Macht ein, er beinhaltet auf einer abstrakteren Ebene auch das Hängen an Vorstellungen und Idealen, Ansichten, Meinungen, Lehren, Begriffen, und Glaubensvorstellungen.


    Laut Buddha entsteht alle Unruhe und Streit auf dieser Welt, von persönlichen kleinen Zankereien in Familien bis zu großen Kriegen zwischen Völkern und Ländern, nur aufgrund dieses selbst- oder nichtselbstsüchtigen ‚Durstes‘. Die Ursache für diesen unaufhörlichen ‚Durst‘, dieses Verlangen, ist Unwissenheit. Heilsam wirken Großzügigkeit und Mildtätigkeit.


    Und es ist die Ansicht des Autors, dass man diesen Durst des Festhalten-wollens auch übertragen kann auf überholte weltliche Verbote und Verhaltensvorgaben von Religionen und die Gier nach ehemaligen Staatsgrenzen, zu denen man wieder zurückkehren möchte.


    6.: Groll für vergangenes zugefügtes Leid:
    Sich selbst oder anderen gegenüber Hass / Zorn / Aggression empfinden, ist die Selbstbehauptung eines illusionären Selbst den Mitwesen gegenüber. Heilsam wirkt Güte. Und nach Ansicht des Autors auch sich-in-den-anderen-hineinversetzen, um seine/ihre Handlungen / Worte zu verstehen, beziehungsweise diese als ‚vergangen und erledigt‘ hinter sich zu lassen.


    7.: Begehren nach Feinkörperlichkeit:
    Das Begehren materiell wiedergeboren zu werden.


    8.: Begehren nach dem Unkörperlichen:
    Das Begehren in einem ‚Himmel’ wiedergeboren zu werden


    9.: Dünkel / Arroganz


    10.: Aufgeregtheit



    10 STUFEN DER ENTWICKLUNG EINES BODHISATTVAS

    Fortgeschrittene spirituell Suchende bewegen sich auf den 10 ‚Bodhisattva-Stufen’. Sie beschreiben, was nach dem Erwachen passiert. Das, was allgemein mit Erwachen bezeichnet wird, geschieht auf der ersten Stufe.


    Die Entwicklung eines ‚Bodhisattvas’ (eines Wesens, das nach Erleuchtung strebt, um allen fühlenden Wesen zu helfen) wird im Mahayana-Buddhismus, insbesondere im Zehn-Stufen-Sutra (‚Dasabhumika-Sutra’), in zehn aufeinanderfolgende Stufen oder ‚Bhumis’ (wörtlich ‚Erde’ oder ‚Grund’) unterteilt.


    Diese ‚Bhumis’ beschreiben den Fortschritt in Weisheit, Mitgefühl und den Vollkommenheiten (‚Paramitas’).


    Hier sind die 10 Stufen der Entwicklung eines Bodhisattvas:


    1. Die Stufe der Freude (‚Pramudita-bhumi’): Der Bodhisattva hat direkt die Leerheit erkannt und erlangt große Freude, weil er den Pfad zur Buddhaschaft betreten hat. Der Schwerpunkt liegt auf der Großzügigkeit (‚Dana Paramita).


    2. Die Stufe der Makellosigkeit (‚Vimala-bhumi’): Der Bodhisattva ist frei von den Flecken unmoralischen Verhaltens und vollendet die Ethik (‚Shila Paramita’)


    3. Die Stufe des Lichts / Erleuchtung (‚Prabhakari-bhumi’): Das Licht der Weisheit strahlt, und der Bodhisattva überwindet Begierde und Hass, indem er die Geduld (‚Kshanti Paramita’) perfektioniert.


    4. Die Stufe der Strahlkraft (‚Archishmati-bhumi’): Das strahlende Feuer der Weisheit verbrennt restliche Illusionen. Der Fokus liegt auf Ausdauer / Anstrengung (‚Virya Paramita’).


    5. Die Stufe, die schwer zu bezwingen ist (‚Sudurjaya-bhumi’): Diese Stufe ist schwer zu erreichen, da der Bodhisattva tief in die Wahrheit der vier edlen Wahrheiten und der Lehre vom Entstehen in Abhängigkeit eindringt. Es gelingt ihm eine Einordnung der vorangegangenen Erfahrungen in die ihm bekannten Lehren, um sie vollständig zu verstehen. Der Fokus liegt auf Konzentration (‚Dhyana Paramita)’.


    6. Die Stufe der Manifestation (‚Abhimukhi-bhumi’): Der Bodhisattva sieht das Wesen der Dinge klar und manifestiert Weisheit. Er versteht die Nicht-Substanzialität aller Phänomene. Der Fokus liegt auf der Weisheit (‚Prajna Paramita’).


    7. Die Stufe der weitreichenden Erleuchtung (‚Durangama-bhumi)’: Der Bodhisattva gelangt ‚weit hinaus’, beherrscht geschickte Mittel (‚Upaya’) zur Befreiung anderer und ist nicht mehr an Konzepte gebunden.


    8. Die Stufe der Unbeweglichkeit (‚Achala-bhumi’): Der Bodhisattva ist unerschütterlich geworden und kann nicht mehr zurückfallen. Alle kognitiven Hindernisse sind überwunden. (Anmerkung des Autors: Tatsächlich steht die Entwicklung dieser Fähigkeit erst an ACHTER Stelle & NACH dem ‚Erwachen’. Rückschritte auf dem Weg dorthin werden also schon seit Jahrtausenden akzeptiert, sind weder Scheitern noch Peinlichkeit, sondern einfach menschlich.)


    9. Die Stufe der ausgezeichneten Intelligenz (‚Sadhumati-bhumi’): Der Bodhisattva besitzt vollkommenes Wissen und kann die Lehre (‚Dharma’) umfassend vermitteln.


    10. Die Stufe der Wolke des Dharma (‚Dharmamegha-bhumi’): Wie eine große Wolke, die Regen spendet, manifestiert der Bodhisattva unendliche Qualitäten, segnet alle Wesen und bereitet sich auf die volle Buddhaschaft vor (‚Buddha-Ernennung’).


    11. Nach diesen zehn Stufen wird oft eine elfte Stufe genannt, die das Erreichen der vollständigen Buddhaschaft (‚Buddhabhumi’) darstellt. Also nicht DER Buddha, sondern EIN Buddha als Titel.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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