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  1. Buddhaland Forum
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Vergänglichkeit beinhaltet auch Geburt ?

  • Kaiman
  • 11. Februar 2026 um 07:54
  • Zum letzten Beitrag
  • Kaiman
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    • 11. Februar 2026 um 07:54
    • #1

    Guten Morgen Liebe Buddha Land Mitglieder,


    Bei den 5 täglichen Betrachtungen, hat der Buddha empfohlen sich Alter, Krankheit und Tod zu vergegenwärtigen.

    Ich finde das es einseitig auf den Verfall gerichtet ist.

    Geburt oder das werden/entstehen von den Dingen ist doch auch ein Aspekt von Vergänglichkeit.

    Wie seht Ihr das ?


    Ich wünsch euch einen Guten Start in den Tag und eurer Praxis.


    Gruß Kaiman

  • Qualia
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    • 11. Februar 2026 um 09:01
    • #2

    Bei Geburt, Altern, Krankheit, Tod kann der Betrachter stets das Werden und Verfallen erkennen. Alle vier können sowohl als wiedergeboren als auch als wiederverfallen gewertet werden.


    Es gibt keinen anderen Aspekt der Vergänglichkeit als das Vergehen. annica

    Es gibt keinen anderen Aspekt des Unbefriedigenden als entstehendes Vergehen, vergehendes Entstehen. dukkha


    Es gibt nur das reale Erscheinen aller Dinge und Gedanken. Sie können nicht festgehalten oder bewahrt werden, denn sie verfallen und wandeln sich von Entstehen zu Vergehen zu Entstehen zu Vergehen.


    Off-Topic

    Worte, die in Stein gemeißelt sind, überdauern nur, weil der Stein scheinbar überdauert. Derjenige, der das getan hat, kann nur selten verstehen, dass die gemeißelten Worte, sobald sie von einem anderen gelesen werden, einen anderen Wert haben.


    Der Verfasser muss erkennen können, dass seine Gedanken erscheinen und vergehen, wiedergeboren werden und wieder verfallen. Nur er kann ihren Sinn erkennen, doch sobald er den Sinn seines Geschriebenen erkannt hat, wandelt sich ihr Sinn in ihm. Er erfährt, dass es unmöglich ist, Gedanken festzuhalten. Der Stein bleibt in seinem Vergehen ein Stein. Worte erkennt nur ein Geist, der Worte erkennt und den Stein, das Reale, vergisst. Den Stein vergessen bedeutet, sich zu verblenden im Meinen, dass die Worte auch Stein sind.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Kaiman
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    • 11. Februar 2026 um 09:27
    • #3

    Vielleicht ist die Analogie eines Flusses doch das beste Beispiel. Es ist weder ein neuer Fluss noch der alte , wenn man einen Punkt um fluß betrachtet. Vielleicht ist das eine hilfreicher Gedanke . Meditationsobjekt

  • Qualia
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    • 11. Februar 2026 um 10:03
    • #4
    Kaiman:

    Vielleicht ist die Analogie eines Flusses doch das beste Beispiel. Es ist weder ein neuer Fluss noch der alte , wenn man einen Punkt um fluß betrachtet. Vielleicht ist das eine hilfreicher Gedanke . Meditationsobjekt

    Einzig neu erscheinen die Wellen, die weder neu noch alt sind. Wellen und Fluss sind Erscheinungen ohne Eigenschaften, ohne Werte. Realität,

    Wenn das Bewerten ausgeschaltet werden kann, nicht mal die Benennungen Fluss oder Wellen. Nur Da-Sein, Erscheinen.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Igor07
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    • 11. Februar 2026 um 10:33
    • #5
    Kaiman:

    Ich finde das es einseitig auf den Verfall gerichtet ist.

    Geburt oder das werden/entstehen von den Dingen ist doch auch ein Aspekt von Vergänglichkeit.

    Weil der Tod Angst macht, das ist bestimmt tod-sicher. Aber ohne den Tod wäre es keine neue Geburt.
    Der Buddha wollte doch die Todlosigkeit verwirklichen. Das bedeutet, auf die normale alltägliche Sprache übersetzt, keine Angst mehr vor der Vergänglichkeit und dem Verfall, wie du es ausdrückst. Das ist der zentrale Gedanke von Analayo.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Kaiman
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    • 11. Februar 2026 um 19:24
    • #6
    Igor07:

    Weil der Tod Angst macht,

    nicht jedem. Und ich denke jeder hat ein anderes Verhältnis zum Tod.. Manchmal kann er auch paradox sein. Ein Freund hatte so Angst vor dem Tod, dass er sich daraufhin das Leben genommen hat... ruhe in Frieden.

  • Michael Haardt
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    • 11. Februar 2026 um 19:56
    • #7
    Qualia:

    Off-Topic

    Worte, die in Stein gemeißelt sind, überdauern nur, weil der Stein scheinbar überdauert. Derjenige, der das getan hat, kann nur selten verstehen, dass die gemeißelten Worte, sobald sie von einem anderen gelesen werden, einen anderen Wert haben.

    Finde ich kein bisschen off topic. Dein ganzer Beitrag ist klasse!


    Ich denke, genau darum hat Buddha Ratschläge gegeben und zum selbst denken und prüfen aufgerufen. 2500 Jahre später sind Schriften und Sprachen vergangen, Worte können falsch verstanden werden, Regeln falsch angewendet. Aber mit genug Ratschlägen kann man den Weg finden und auf den Rest kommt man dann selbst. Es kann ihn ohnehin niemand anders für einen gehen.


    Jetzt kann man sich fragen, ob Buddha damit nicht etwas Ewiges geschaffen hat, aber ich vermute, dass er sagen würde, etwas Ewiges entdeckt zu haben, was sich dennoch im Detail stets wandelt, so wie das Leben selbst.

  • Railex
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    • 11. Februar 2026 um 20:11
    • #8
    Kaiman:

    Guten Morgen Liebe Buddha Land Mitglieder,


    Bei den 5 täglichen Betrachtungen, hat der Buddha empfohlen sich Alter, Krankheit und Tod zu vergegenwärtigen.

    Ich finde das es einseitig auf den Verfall gerichtet ist.

    Geburt oder das werden/entstehen von den Dingen ist doch auch ein Aspekt von Vergänglichkeit.

    Wie seht Ihr das ?


    Ich wünsch euch einen Guten Start in den Tag und eurer Praxis.


    Gruß Kaiman

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    Die 4!! täglichen Bewusstmachungen beinhalten:


    1.die Freude den Dharma zu kennen und praktizieren zu dürfen

    2. dass der Tod jederzeit eintreten kann

    3. das Gesetz von Ursache und Wirkung (Karma) anzuerkennen

    und 4. die Bewusstmachung, dass alle fühlenden Lebewesen in der Intensität und Allgegenwärtigkeit des Leidens miteinander verbunden sind.


    Da die Kenntnis des Dharmas beinhaltet, dass die menschliche Geburt sowohl Ursache des Leidens,als auch sehr wertvoll ist, um das Leiden zu überwinden, wird auch den entstehenden Prozessen Rechnung getragen.


    Oder hast du 5 andere Betrachtungen gemeint Kaiman ?

    Einmal editiert, zuletzt von Railex (11. Februar 2026 um 20:33)

  • Igor07
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    • 11. Februar 2026 um 22:35
    • #9
    Kaiman:

    nicht jedem.

    Was hatte doch der junge Prinz gesucht, der noch kein Buddha war? Dass diese Übung nicht für jeden gilt, das betont Analayo im praktischen Ratgeber zu Satipatthana. Alles Gute._()_

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Kaiman
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    • 12. Februar 2026 um 18:59
    • #10
    Railex:

    Die 4!! täglichen Bewusstmachungen beinhalten:

    Interessant habe ich so noch nicht gesehen. Gefällt mir aber auch ganz gut. Ich meinte allerdings die anderen 5 täglichen Betrachtungen.


    Die fünf Betrachtungen - Theravada Buddhismus Salzburg


    Viele Grüße

  • Anna Panna-Sati
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    • 12. Februar 2026 um 20:32
    • #11

    Es kann m.E. nicht schaden, diese 5 Betrachtungen noch mal direkt vor Augen zu haben:

    Zitat

    A.V.57 Fünf Betrachtungen für jedermann - 7. Abhiṇhapaccavekkhitabbaṭhāna Sutta

    Fünf Tatsachen, ihr Mönche, sollte jeder öfters bei sich erwägen, sei es Mann oder Frau, Hausner oder Hausloser. Welches sind diese fünf Tatsachen?


    »Dem Altern bin ich unterworfen, kann dem Alter nicht entgehen.


    Der Krankheit bin ich unterworfen, kann der Krankheit nicht entgehen.


    Dem Sterben bin ich unterworfen, kann dem Sterben nicht entgehen.


    Von allem Lieben und Angenehmen muß ich scheiden und mich trennen.


    Eigner und Erbe meiner Taten bin ich, meinen Taten entsprossen, mit ihnen verknüpft, habe sie zur Zuflucht und die guten und bösen Taten, die ich tue, werde ich zum Erbe haben«


    - das sollte jeder öfters bei sich erwägen, sei es Mann oder Frau, Hausner oder Hausloser.

    Alles anzeigen
    Kaiman:

    Ich finde das es einseitig auf den Verfall gerichtet ist.

    Geburt oder das werden/entstehen von den Dingen ist doch auch ein Aspekt von Vergänglichkeit.

    Hallo, lieber Kaiman ,

    das habe ich auch anfangs so gesehen und musste mich daher immer ziemlich überwinden, diese Betrachtungen zu praktizieren (erst recht, wenn sich eh schon leicht depressive Gedanken breitmachen wollten und zu befürchten stand, dass sich diese verstärken/manifestieren...).


    Werden und Vergehen sind ja zwei untrennbare Seiten einer Medaille, die sich gegenseitig bedingen.


    Es geht bei den 5 Betrachtungen m.E. also darum, sich immer wieder des beständigen Wandels bewusst zu sein und nicht an Geburt/Werden/Entstehen (weil diese Prozesse oft als freudvoll empfunden werden) anzuhaften.


    Der bekannte Theravada-Mönch Ajahn Brahm erzählt(e) dazu gerne die Geschichte von seinem Lehrer Ajahn Chah, der Vergänglichkeit veranschaulichen wollte, indem er eine Tasse hochhielt und erklärte, dass diese Tasse für ihn bereits zerbrochen sei.

    Sein Anliegen dabei: Einsicht und Akzeptanz, dass alles Geborene, Gewordene, Gestaltete, irgendwann sterben, vergehen, zerbrechen wird.....


    Liebe Grüße, Anna _()_:heart::)

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Igor07
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    • 12. Februar 2026 um 21:43
    • #12
    Anna Panna-Sati:

    Der bekannte Theravada-Mönch Ajahn Brahm erzählt(e) dazu gerne die Geschichte von seinem Lehrer Ajahn Chah, der Vergänglichkeit veranschaulichen wollte, indem er eine Tasse hochhielt und erklärte, dass diese Tasse für ihn bereits zerbrochen sei.

    _()__()__()_


    Zitat

    Ihr sagt zu jemandem: „Hey, mach mein Glas nicht kaputt!“ Könnt ihr
    verhindern, dass etwas Zerbrechliches zerbricht? Wenn es jetzt nicht
    zerbricht, dann eben später. Wenn ihr es nicht zerbrecht, dann jemand
    anderes. Und wenn es nicht von jemand anderem kaputt gemacht wird,
    dann von einem der Hühner! Der Buddha rät, das zu akzeptieren. Er
    durchdrang die Wahrheit dieser Dinge und sah, dass dieses Glas bereits
    zerbrochen ist. Wann immer ihr das Glas verwendet, solltet ihr daran
    denken, dass es bereits zerbrochen ist. Versteht ihr das? So war das
    Verständnis des Buddha. Er sah das zerbrochene Glas im unversehrten.
    Wann immer seine Zeit abgelaufen ist, wird es zerbrechen. Entwickelt
    dieses Verständnis. Benutzt das Glas, kümmert euch darum, bis es euch
    eines Tages aus der Hand fällt. „Klirr!“ Kein Problem. Und warum nicht?
    Weil ihr seine Zerbrechlichkeit bereits gesehen habt, bevor es zerbrach!

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    https://cdn.amaravati.org/wp-content/uploads/2021/05/11/gesammelten-lehren-2021-01-21.pdf

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • JoJu91
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    20. Juni 2024
    • 13. Februar 2026 um 07:44
    • #13

    Vielleicht haben die Betrachtungen, wie alle existenziellen Betrachtungen, wenn sie intensiv und mit gesammeltem Geist stattfinden, nur den Sinn, eine wache, bewusste Lücke im Fluss der Gedanken und Emotionen zu schaffen, und in dieser Lücke gibt es kein Alter, keine Krankheit, kein Karma, keine Geburt, keinen Tod, nur die Qualität von Sat-Chit-Ananda.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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