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  1. Buddhaland Forum
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Mitleid vs. Mitgefühl

  • roWf
  • 21. September 2023 um 21:11
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  • Leonie
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    • 22. September 2023 um 22:46
    • #26

    Karuna, Karuṇā, Karuṇa: 44 definitions

    https://www.bps.lk/olib/bp/bp225s_Nyanaponika_Four-Sublime-States.pdf

    Karuna wird mit compassion also Mitgefühl oder Einfühlung übersetzt.

    Dass im Visuddhi Magga karuna mit Mitleid übersetzt wird, hat was mit dem deutschen Übersetzer zu tun. Der war hier Nyānatiloka Mahāthera (* 19. Februar 1878 als Anton Walther Florus Gueth in Wiesbaden; † 28. Mai 1957 in Colombo).

    :zen:

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 22. September 2023 um 23:22
    • #27

    Viele frühe Buddhisten in Deutschland - wie eben auch Nyanatiloka kamen über Arthur Schopenhauer zum Buddhismus. Und für Schopenhauer war "Mitleid" ein zentraler Begriff und er bedeutet für ihn mehr als so die konkrete Gefühlsregung. Sondern eher ein Transzendieren von meinem "Wohl und Wehe" zu einem, das den anderen einschließt:

    Schopenhauer:
    Grenzenloses Mitleid mit allen lebenden Wesen ist der festeste und sicherste Bürge für sittliches Wohlverhalten ... Mitleid selbst aber ist eine unleugbare Tatsache des menschlichen Bewusstseins, ist diesem wesentlich eigen, beruht nicht auf ... Begriffen, Religionen, Dogmen, Mythen, Erziehung und Bildung; sondern ist ursprünglich und unmittelbar, liegt in der menschlichen Natur selbst. Mitleid ist die ganz unmittelbare Teilnahme am Leiden eines Anderen: Wir leiden mit ihm, also in ihm. E 208, 211 f.; W I 444.

    Von daher gibt es einerseits eine große Nähe zum Buddhismus aber andererseits ist es so, dass Schopenhauers Mitleid tatsächlich fordert um des anderen Willen unglücklich zu sein:

    Schopenhauer:
    Nur das Leiden des Anderen erweckt unsere Teilnahme. Keiner wird von Anderen Beweise echter Menschenliebe erhalten, solange es ihm wohl geht. Unglück ist die Bedingung des Mitleids

    Von daher ist die Übersetzung von "karuna" mit "Mitleid" nicht so gut.

  • Igor07
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    • 23. September 2023 um 01:29
    • #28
    pano:

    Vielleicht wird insbesondere da wir hier im Anfängerbereich sind die Sache etwas klarer wenn man ins konkrete Beispiel geht. Ich erinnere mich wie ich die Bilder des Erdbebens in der Türkei sah. Es gab eine Flut von Bildern leidender Menschen, eine humanitäre Tragödie. Das kann einen eigentlich nicht "kalt" lassen. Wie, Igor07 sollte ich in einer solchen Situation karunā üben?

    Man kann innerlich den Schmerz den anderen spüren. Mirra Alfassa war einmal die Zeigin der Züchtigung auf der Plantage, dann die hatte den blutenden Rücken selbst bekommen. Das erinnerte mir damals Agape, so fühlt es sich an. Reden darüber ist nicht möglich. So wie die Innere Kreuzigung, als du den eigenen Henker segnest, bevor du stirbst.

    Das ist Karuna. Egal, wie man das ganze definiert. Es entsteht spontan, unwillkürlich, vom dem reinem "Herz-Seele" aus. Alles Liebe dir, pano .

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

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    • 23. September 2023 um 10:51
    • #29
    Igor07:
    pano:

    Vielleicht wird insbesondere da wir hier im Anfängerbereich sind die Sache etwas klarer wenn man ins konkrete Beispiel geht. Ich erinnere mich wie ich die Bilder des Erdbebens in der Türkei sah. Es gab eine Flut von Bildern leidender Menschen, eine humanitäre Tragödie. Das kann einen eigentlich nicht "kalt" lassen. Wie, Igor07 sollte ich in einer solchen Situation karunā üben?

    Man kann innerlich den Schmerz den anderen spüren. Mirra Alfassa war einmal die Zeigin der Züchtigung auf der Plantage, dann die hatte den blutenden Rücken selbst bekommen. Das erinnerte mir damals Agape, so fühlt es sich an. Reden darüber ist nicht möglich. So wie die Innere Kreuzigung, als du den eigenen Henker segnest, bevor du stirbst.

    Das ist Karuna. Egal, wie man das ganze definiert. Es entsteht spontan, unwillkürlich, vom dem reinem "Herz-Seele" aus. Alles Liebe dir, pano .

    Lieber Igor07 ,

    "innerlich den Schmerz des anderen spüren" definiert m.E. eher Empathie/Einfühlung, wobei die "berühmten" Spiegelneurone aktiviert werden, sowie eigene Erfahrungen und Vorstellungskraft einfließen.

    (Sogenannte "Stigmata" zeugen von psychosomatischen Vorgängen und stellen wohl ein Maximum des Einfühlungsprozesses dar - oft in religiösen Kontexten - Stichwort: religiöse Ekstase - zu beobachten.)

    Empathie würde ich als die Basis für Mitleid sehen, welches mir wiederum als Basis für Mitgefühl/Karuna erscheint.

    Mitleid kann schwächen, "zu viel werden" (nicht zuletzt wegen zu starker Identifikation!) und damit u.U. zum Burnout und zur Abwendung vom Leid des Anderen führen (schlimmstenfalls mit der möglichen Konsequenz, die du mit dem Ernst Klee - Zitat schildertest).

    Mitgefühl/Karuna empfinde ich dagegen als die Weiterentwicklung des Mitleides durch Hinzukommen von Liebender Güte/Metta und Gleichmut/Upekkha, welche den starken Wunsch entstehen lassen, dass es dem/den leidenden Wesen gut gehen soll.

    Dadurch werden Kräfte freigesetzt, die zur Hilfe und Unterstützung des/der Betroffenen eingesetzt werden können.


    "Mitfühlendes Verständnis" statt weinerliches Bedauern, Jammern und Klagen ist sicherlich hilfreicher in der Not (wobei ich auch schon Menschen kennenlernen durfte, die dieses Bedauern und Mit-Weinen brauchten, wie void es in Beitrag # 17 beschrieb!).

    Im konkreten Fall (Erdbeben): Zumindest Sach- und Geldspenden zur Verfügung stellen, bis hin zum persönlichen Hilfseinsatz vor Ort.

    Liebe Grüße, Anna :) :heart: _()_

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

    Einmal editiert, zuletzt von Anna Panna-Sati (23. September 2023 um 10:56)

  • roWf
    Gast
    • 23. September 2023 um 12:44
    • #30

    Nagut, zusammenfassend wäre dann der Unterschied zwischen Mitleid und Mitgefühl für mich der, dass ich bei ersterem eher helfen will weils mir selber nicht so gut geht, ich Bedürfnisse aufs Gegenüber projiziere oder mich überlegen fühlen möchte.

    Bei zweiterem kann ich zwar auch Traurigkeit über das Leid eines Weggefährten verspüren, kann aber durch meine Zuversicht mit Blick auf das grosse Ganze (was Anna Panna-Sati wohl mit "gut werden können" meinte) und die Erkenntnis dass das mit dem "Ich und du" sowieso so eine Sache ist, besser unterstützen.

    Mit Übungen zum Entwickeln von Metta, also dass alle Lebewesen frei von Leid sein mögen inklusive nämlich mir selber, könnts klappen.

    Das ist ja schon mal was :)

  • Igor07
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    • 23. September 2023 um 16:06
    • #31
    Anna Panna-Sati:

    "innerlich den Schmerz des anderen spüren" definiert m.E. eher Empathie/Einfühlung, wobei die "berühmten" Spiegelneurone aktiviert werden, sowie eigene Erfahrungen und Vorstellungskraft einfließen.

    Hi, liebe Anna Panna-Sati .

    Ich zitiere aus dem kleinem Büchlein „ Buddha“ von Axel Michaels, er ist Professor für klassische Indologie an der Universität Heidelberg. (Beck-Verlag). Zuerst er spricht über die „Allgütige Liebe ( maitri).“.

    Auf der Seite 82 lese ich:“ Das Freundschaft-Gefühl ist geprägt von Sanftmut und Teilnahmslosigkeit, nicht aber von Empathie. Maitri ist in gewissen Hinsicht nicht mehr als indifferentes Wohl-Wollen ohne Zuneigung und ohne starke Gefühlsregungen.“

    Der Autor übersetzt Karuna als die „Nächstenliebe“ ( S.82), auch er benutzt das Wort „Mitleid“( S.83). Darunter man versteht die Fähigkeit , „sich frei von Groll und Übelwollen „ in allen und allem wiederzuerkennen. / So wäre auch mein Fall mit Mirra Alfassa) .

    Weiter der Autor betont , dass es hier um alle Wesen umfassende Liebe , die mit der Wiedergeburtsvorstellungen zusammenhängt:

    „Es ist kein Wesen zu finden, das nicht früher einmal Mutter, Vater, Bruder, Schwester , Sohn oder Tochter gewesen wäre“… ( Matasutta, SN II, 189). / S.83/.

    Deswegen man spricht über die Selbstaufopferung, , die sehr deutliche Widerspiegelung in Jatakas findet, und später im Mahayana-Buddhismus im Bodhisattva- Ideal. ( als sehr ausgeprägt).

    LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

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    • 23. September 2023 um 16:20
    • #32
    Igor07:

    „Es ist kein Wesen zu finden, das nicht früher einmal Mutter, Vater, Bruder, Schwester , Sohn oder Tochter gewesen wäre“… ( Matasutta, SN II, 189). / S.83/.

    Deswegen man spricht über die Selbstaufopferung, , die sehr deutliche Widerspiegelung in Jatakas findet, und später im Mahayana-Buddhismus im Bodhisattva- Ideal. ( als sehr ausgeprägt).

    LG.

    Buddha Sakyamuni hat seinen Schülerinnen und Schüler gesagt, nehmt meine Lehre nicht einfach an nur weil ich sie gesprochen habe, sondern erst wenn ihr sie geprüft habt. Dieses Prinzip sollte man auch westliche Autoren anwenden.

    Das Bodhisattva-Ideal besteht nicht in Selbstaufopferung, sondern darin, auf der Grundlage von Mahakaruna Bodhicitta zu entwickeln, um dann mittels der Bodhisattva-Handlungen die Buddhaschaft zu erreichen. Ein Bodhisattva hat diese Zielsetzung, um die Fähigkeit zu erlangen allen in Samsara umherkreisenden Wesen den Pfad, der aus Samsara herausführt aufzeigen zu können.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

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    • 23. September 2023 um 16:46
    • #33
    Helmut:

    Das Bodhisattva-Ideal besteht nicht in Selbstaufopferung

    Lol, Helmut , siehe hier:

    Selbstopferung eines Bodhisattva - Deutsche Digitale Bibliothek

    https://recherche.smb.museum/detail/458529

    Alles Gute!

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

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    • 23. September 2023 um 16:56
    • #34
    Igor07:
    Helmut:

    Das Bodhisattva-Ideal besteht nicht in Selbstaufopferung

    Lol, Helmut , siehe hier:

    https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/ZCGIUPAT6…BRIQ5HFUKWXKAQC

    https://recherche.smb.museum/detail/458529

    Alles Gute!

    Auch hier gilt, was ich zu Beginn von Beitrag #32 gesagt habe. Auch diese Interpretationen sollte man nicht einfach übernehmen, sondern sich erst einmal verdeutlichen worin die Bodhisattva-Praxis besteht und dann schauen, ob diese Museumsinterpretationen angemessen sind.

    Worin das Bodhisattva-Ideal besteht kann man ja mal in Candrakirtis Madhyamakavatara nachlesen und prüfen, ob diese Darstellung in sich widerspruchsfrei ist und wenn man festgestellt hat, dass diese Darstellung widerspruchsfrei ist, kann man dann ja mal die Interpretationen des Museums überprüfen.

    Gruß Helmut

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    • 23. September 2023 um 17:22
    • #35
    Igor07:

    Der Autor übersetzt Karuna als die „Nächstenliebe“ ( S.82), auch er benutzt das Wort „Mitleid“( S.83). Darunter man versteht die Fähigkeit , „sich frei von Groll und Übelwollen „ in allen und allem wiederzuerkennen. / So wäre auch mein Fall mit Mirra Alfassa)

    Wenn dieses "Sich-Erkennen im Anderen" zu tätiger Hilfe führt, umso besser, wenig hilfreich ist es m.E. aber, die Symptome der Opfer quasi zu "übernehmen", indem man sie im/am eigenen Körper entwickelt:

    Igor07:

    Mirra Alfassa war einmal die Zeigin der Züchtigung auf der Plantage, dann die hatte den blutenden Rücken selbst bekommen.

    Das empfinde ich als unheilsam, aber u.U. erregte Mirra Alfassa damit so viel Aufsehen, dass letztendlich Abhilfe geschaffen werden konnte...? :?

    Igor07:

    Zuerst er spricht über die „Allgütige Liebe ( maitri).“.

    Auf der Seite 82 lese ich:“ Das Freundschaft-Gefühl ist geprägt von Sanftmut und Teilnahmslosigkeit, nicht aber von Empathie. Maitri ist in gewissen Hinsicht nicht mehr als indifferentes Wohl-Wollen ohne Zuneigung und ohne starke Gefühlsregungen.“

    Teilnahmslosigkeit bedeutet so etwas wie Gleichgültigkeit, Metta beinhaltet aber - meiner Meinung nach - durchaus, Anteil zu nehmen, Verbundenheit zu empfinden, wenn auch ohne Anhaftung und ohne "starke Gefühlsregungen".

    Ein warmes Gefühl von sanfter Hinneigung und Wohlwollen für alle Wesen impliziert auch (gleichmütig-gelassene) Anteilnahme, ansonsten sehe ich nicht, dass es den anderen Wesen hilft (die merken schon, ob man mit dem Herzen "dabei" oder "teilnahmslos" ist).

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Igor07
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    • 23. September 2023 um 17:45
    • #36
    Helmut:

    Ein Bodhisattva hat diese Zielsetzung, um die Fähigkeit zu erlangen allen in Samsara umherkreisenden Wesen den Pfad, der aus Samsara herausführt aufzeigen zu können.

    Gut, der letzte Versuch, lieber Helmut .

    Die Redewendung " aufzeigen zu können", so wie ich es sehe, ist nicht genug ausreichend.

    Denn Boddhisattva machen alles mögliche , um den den anderen "leidenden " Wesen zuerst zu helfen, aber nicht sich selbst zuerst per se. Und das hat mit dem Thread zu tun.

    Ich zitiere:

    Zitat

    Bodhisattvas geloben, auf die Befreiung aller Wesen hinzuarbeiten. Ihr letztendliches Ziel ist daher, nicht nur Erleuchtung für sich selbst zu erlangen, sondern allen Wesen zu helfen, ebenfalls erleuchtet zu werden. Aus ihrem großen Mitgefühl heraus stellen sie ihre eigene Erleuchtung zurück, um anderen zu helfen und sie werden als spirituelle Anführer und Beschützer verehrt.


    Also, es steht im Zitat: " zu helfen".

    Was ist ein Bodhisattva?
    Eine Einführung zu Bodhisattvas, die danach streben, Erleuchtung zu Wohle aller fühlenden Wesen zu erlangen.
    studybuddhism.com


    So die andere Quelle:

    Zitat

    Ein Bodhisattva hilft den Wesen auf dreifache Weise: durch seine Gedanken, seine Worte und seine Handlungen. Zu den helfenden und reinigenden Gedanken zählen die Öffnung von Geist und Herz für andere, die Übung der Gleichsetzung von sich selbst und anderen und all die vielen anderen bewährten geistigen Übungen zur Entfaltung von liebender Güte und Mitgefühl. Was die Rede betrifft, so hilft der Bodhisattva anderen Wesen durch Worte der Ermutigung und des Trostes, durch achtsame und heilsame Rede, getragen von Zuhören und Verständnis. Der Weg des Bodhisattva-Handelns schließlich ist der Weg tätiger Liebe. Das Handeln zum Wohle aller Wesen ist vielgestaltig und unermeßlich. Wir leben in einer Welt grenzenlosen Leids und Unrechts. Nur wer sich vom Leid der anderen wirklich berühren läßt, der kann aus echtem Mitgefühl und frei von ich-bezogenen Motiven handeln, denn wer seines Ich nicht gedenkt, ist frei von Verhaftungen und kann sich so wirklich engagieren im Dienste anderer.


    https://www.buddha-netz.org/bodhisattva-ideal-und-engagierter-buddhismus.html


    Anna Panna-Sati:

    Teilnahmslosigkeit bedeutet so etwas wie Gleichgültigkeit

    Die Gelassenheit, eher, das ist anderes, wie ich es sehe.

    Das Böse ( Wie Morden, z.B.) sollte bestraft sein, gestoppt sein, aber ohne Hass und mit dem Abstand zu "Gefühlen", frei nach Paul Debes, die Gespräche. LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

    Einmal editiert, zuletzt von Igor07 (23. September 2023 um 17:53)

  • roWf
    Gast
    • 23. September 2023 um 18:33
    • #37

    In meinem buddhistischen Kochbuch (haha) steht dass ein gewisser Gary Snyder bezüglich der 4 grossen Gelübte aus dem Zenbuddhismus(?) mal so in etwa sagte:

    "Die fühlenden Wesen sind zahllos, ich gelobe sie alle zu retten.

    Es ist ein wenig einschüchternd, dem Universum diesen Vorsatz jeden Tag - laut- zu verkünden. Dieses Gelübte hat mich jahrelang verfolgt und am Ende gepackt:

    Mir wurde klar dass ich gelobt hatte, MICH von den fühlenden Wesen retten zu lassen."

    Find ich interessant.

  • Kaiman
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    • 23. September 2023 um 20:09
    • #38

    Hi , also ich verstehe Mitgefühl als Oberbegriff und Mitleid ist der Unterbegriff. Mitgefühl kann sich auch in Mitfreude äußern. Wenn ich mitfühle wenn jmd. leidet dann spüre ich offensichtlich über das Gefühl auch das leid . Deswegen sehe ich da eher keinen Unterschied.

  • roWf
    Gast
    • 23. September 2023 um 21:08
    • #39
    Kaiman:

    Hi , also ich verstehe Mitgefühl als Oberbegriff und Mitleid ist der Unterbegriff. Mitgefühl kann sich auch in Mitfreude äußern. Wenn ich mitfühle wenn jmd. leidet dann spüre ich offensichtlich über das Gefühl auch das leid . Deswegen sehe ich da eher keinen Unterschied.

    Das macht Sinn :)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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