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  2. Anna Panna-Sati

Beiträge von Anna Panna-Sati

  • Die „unscheinbare Tugend“

    • Anna Panna-Sati
    • 27. November 2025 um 22:00
    KarmaHausmeister:

    Die „unscheinbare Tugend“, die dich am meisten verändert.

    Meine "Bescheidenheit" erlaubt es mir eigentlich nicht, über meine "unscheinbaren Tugenden" zu berichten....;):badgrin:


    Spaß beiseite...

    Am meisten verändert wurde ich zuletzt, durch die tief empfundene Dankbarkeit für die lebensrettende (ärztliche und pflegerische) Hilfe und vielfache Unterstützung, die ich während und nach meinem Krankenhausaufenthalt erfuhr.

    Aus dem Gefühl entwickelte sich im Laufe der Zeit eine Haltung der Dankbarkeit für jeden Tag, den ich erleben darf...


    Seitdem ist

    - jeder Tag, (ein) guter Tag

    - jeder Tag eine (Zu)gabe...


    Zusammen mit der Dankbarkeit kam Freude auf - diese allerdings im Bewusstsein, dass sie Anicca unterliegen und nicht "ewig" andauern würde.

    Durch bewusste "Pflege", u.a. mittels Bewusstheit, ist es jedoch möglich, jene Qualitäten im Geist wieder hochzubringen, falls sie (z.B. in Krisensituationen) zu "schwächeln" beginnen...


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Kontrollverlust

    • Anna Panna-Sati
    • 27. November 2025 um 21:08
    Monikamarie:

    Mann man man

    Omannomann

    :lol:

    "Man" will halt nicht dauernd "ich" oder "wir" sagen, liebe Monika. ;):erleichtert:


    Monikamarie:

    Bei der Diagnose einer unheilbaren Krankheit mit baldiger Todesfolge geht es nicht ums überwinden, sondern um das Umgehen mit dieser Nachricht ...

    _()_:heart:


    ...und das - möglichst leidarme - Weiterleben mit der Erkrankung und der Aussicht auf ein baldiges (als "vorzeitig" empfundenes) Ende des Lebens.


    Helmut:

    Wie wir unser jetziges Leben nutzen, hat großen Einfluss darauf wie wir sterben und wie es dann nach dem Tod weitergeht.

    Das ist sicher wahr und richtig - insbesondere für noch (relativ) Junge/Gesunde - aber diese Erkenntnis übt auch Druck aus und wenn eine sogenannte "infauste Diagnose" gestellt wird, bedeutet es zunächst erst mal einen Schock und - Kontrollverlust.

    Helmut:

    ...es reicht meines Erachtens nicht, sich einfach mit dem Tod abzufinden. Vielmehr sollten wir im Bewusstsein, dass wir irgendwann sterben werden, die Essenz dieses Lebens ergreifen und sie durch die Dharmapraxis so gut wir können verwirklichen.

    _()_Ja, die Dharmapraxis ist auf jeden Fall eine gute Vorbereitung auf das unvermeidliche Sterben, wie auch den Tod und eine Bereicherung für das Leben sowieso.


    Meditation könnte man auch als einen Versuch sehen, den Tod zu "kontrollieren"....:?


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Freundschaft (im Buddhismus)

    • Anna Panna-Sati
    • 27. November 2025 um 20:26

    Herzlichen Dank, liebe Ellaestla (Gabriella), für das Teilen deiner Einsichten und Erfahrungen mit Freundschaften. _()_:heart:


    Du scheinst sehr (welt)offen, gleichzeitig aber auch nach innen gewandt zu sein, was sicherlich viele Menschen anziehend finden und das Knüpfen neuer Kontakte fördert.

    Ellaestla:

    Ich sehe die Gesellschaft anderer als Spiegel, durch sie kann ich mein Verhalten "sehen". Direkt als Reaktion, aber auch indirekt durch Spuegelung oder Projektion.

    Ich habe mir angewöhnt, dieses Möglichkeiten aktiv zu nutzen.

    D.h. du nutzt Freundschaften auch aktiv für deine psychologische (ev. spirituelle) Weiterentwicklung?

    Bin neugierig : Tauscht ihr euch untereinander über diese Erfahrungen aus oder praktizierst du das so "nebenher", während ihr z.B. zusammen etwas unternehmt?

    (Musst nicht antworten, wenn dir diese Frage(n) zu persönlich sind...;))

    Ellaestla:

    Die meisten Freundschaften aus früheren Zeiten führe ich weiter und die sind mir wichtig, jedoch sind es Menschen, die an mir interessiert sind, auch wenn die mit vielen Wandlungen nichts anzufangen wissen.

    Sie stellen Fragen, aber sie stellen nichts in Frage.

    Ja, die "Wandlungen" im Laufe eines Lebens können für langjährige Freunde teilweise irritierend sein - bei mir zeigte es sich, dass eine gute Freundin Schwierigkeiten mit der Akzeptanz meiner Ausrichtung auf die Lehre Buddhas bekam, weil ich seitdem viele alte "Ansichten" (die wir geteilt hatten) ad acta legte und mein Leben in vielen Bereichen durchgreifend änderte...:shrug:

    (Sie stellte vieles davon in Frage...)

    Ellaestla:

    Ich weiß nicht, wohin die reise6geht, aber aus jetziger Sicht halte ich es für sehr wünschenswert, alle Menschen als Freude zu enpfinden.....

    Als Freude oder/und als FreuNde - beides würde ich auch begrüßen...;)

    Mittlerweile sind mehrere meiner (meist wesentlich älteren) Freundinnen schon verstorben, die Bindungen waren jeweils innig-intensiv gewesen und ihr Verlust sehr schmerzlich.


    Vor wenigen Wochen zog eine weitere vertraute Kameradin (freiwillig) mit ihrem Mann in ein Pflegeheim, 30 km entfernt - habe leider, u.a. krankheitsbedingt, wenig Gelegenheit, sie zu besuchen (sie scheint aber zufrieden dort, war schließlich früher selbst als Stationsleitung in einem Altenheim beschäftigt...).


    Neue (engere) freundschaftliche Bindungen würde ich nun eher nicht mehr eingehen wollen (es sei denn ein "spiritueller Freund" träte in mein Leben, wie bei Schneelöwin :)), aber die Einstellung, in allen Menschen, die mir begegnen, Freunde zu sehen (sogar hier im Forum, wo man ja nur die Beiträge kennt...) habe ich schon länger verinnerlicht...


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • Anna Panna-Sati
    • 26. November 2025 um 15:35

    Hallo, lieber ewald ,

    ewald:

    Der Wunsch, die Welt retten zu wollen, rührt daher, dass, wenn ich die Welt gerettet habe, mich selber auch gerettet habe.

    Da ist viel Wahres dran - es gilt direkt und indirekt:

    Im Einsatz für eine gute (größere) Sache ist die Erfahrung einer Steigerung des Selbstwertgefühls und ein Gefühl der Erfüllung durch Sinnhaftigkeit der Taten (Sinngebung des Lebens) möglich.

    Werden gesteckte Ziele tatsächlich erreicht (z.B. Renaturierung eines Gewässers, Wiederinbetriebnahme einer stillgelegten Bahnstrecke,...) profitiert der "Weltretter" noch mal...

    (Natürlich ist damit Dukkha nicht vom Tisch...)

    ewald:

    Dabei trifft auch hier der alte Satz zu, würde sich jeder selber retten, wären alle gerettet und somit auch die Welt.

    M.E. trifft BEIDES (das obige und dieses Zitat) zu - sowohl, als auch, nicht entweder-oder.


    Realistischerweise müsste man jedoch einräumen, dass es (leider) höchst unwahrscheinlich ist, dass sich jeder selbst "retten" kann (oder/und will!) - man sieht ja allenthalben - oft genug auch an sich selbst...:roll::nosee:- mit ungläubigem Schrecken, wie die Menschen an alten Mustern/Gewohnheiten hängen und nicht sehen/erkennen wollen, dass Änderungen durch sie selbst geboten sind.

    ewald:

    Ich finde, um sich selbst zu retten, ist der Buddhismus und Buddhas Lehre ideal geeignet.

    _()_Ja, diesbezüglich bin ich ganz deiner Meinung, und vor allem ist es beim Praktizieren der Buddha-Lehre von Anfang an klar, dass die Verantwortung bei "einem selbst" liegt.


    Das mag allerdings die buddhist. Praxis für jene erschweren, die z,B. (vorher) dem Glauben an einen personalen Gott anhingen(anhängen), bei dem man im Gebet Verantwortung, Sorgen und Nöte abladen kann...

    (Vermutlich fühlen sich daher manche Ex- oder Noch-Christen bei bestimmten buddhist. Traditionen wohler, wo der "Guru" quasi die Rolle des verehrten "Erlösers" einnimmt...:?)


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Freundschaft (im Buddhismus)

    • Anna Panna-Sati
    • 26. November 2025 um 14:23
    Zitat

    Kein besseres Heilmittel gibt es im Leid, als eines edlen Freundes Zuspruch.

    (Euripides)

    _()_:heart:

  • Kontrollverlust

    • Anna Panna-Sati
    • 25. November 2025 um 23:53
    Helmut:
    Thorsten Hallscheidt:
    Anna Panna-Sati:

    Die Fähigkeit der (radikalen) Akzeptanz dessen, was nicht zu ändern ist, der (widerstandslosen) Annahme aller Gegebenheiten, auf dem Achtpfad zu entwickeln, wird - nach und nach - dazu führen, dass der "Irrsinn" sich irgendwann graduell verändert und schließlich verflüchtigt, auflöst.... :sunny:

    Ja, dieses "schrittweise" ist ein zentraler Punkt. Wo gibt es die Möglichkeit der Kontrolle, was bedeutet: Inwiefern habe ich Spielraum, mich für Heilsames zu entscheiden? Denn das Heilsame ist die Zuflucht, von der aus ich versuchen kann, das Nicht-Kontrollierbare zunehmend zu sehen und zu akzeptieren. An den Haaren aus dem Sumpf ziehen...

    In Bezug zu den Menschen mit denen man kontinuierlich zu tun hat, Angehörige, Familie, Bekannte, Freunde, Arbeitskollegen usw., hat man die Möglichkeit, sich darin zu schulen, heilsam zu handeln und Unheilsames zu unterlassen. In Bezug zu ihnen kann sich darin schulen, seinen Ärger usw. zu überwinden und stattdessen Freigebigkeit, Ethik, Geduld usw. zu entwickeln.


    Es kann nicht, wie Anna Panna-Sati im obigen Zitat schreibt, darum gehen, radikal zu akzeptieren, was nicht zu ändern sei.

    Aufgrund des abhängigen Entstehens verändert sich alles.

    Ob ich mit meinem Handeln etwas verändern kann, hängt natürlich von vielen Umständen und Bedingungen ab und solange die nicht vollständig gegeben sind, werde ich nicht viel verändern können.

    Man kann sich damit abfinden, aber man kann sich auch bemühen, die Fähigkeiten und Qualitäten zu entwickeln, die es einem ermöglichen, bestimmte Dinge zu verändern.


    ......

    Alles anzeigen

    Es gibt Dinge, die kann man nur (radikal) akzeptieren, z.B. eine Krankheitsdiagnose, das Älterwerden, den Tod - was willst du an diesen Tatsachen ändern?


    Das Einzige, was du beeinflussen kannst, ist die Art des Umgangs mit diesen "Götterboten" und auch dazu gehört, diese zunächst einmal bewusst anzunehmen

    (z.B. übungsweise, im Rahmen der "5 Betrachtungen" - A.N. V.57. -

    https://www.palikanon.com/angutt/a05_051-060.html#a_v57).


    In anderen Bereichen gibt es natürlich mehr Spielraum für (Um-)Gestaltungen und Veränderungen, aber diese betreffen hauptsächlich den eigenen Geist, mit dem man auf dem Edlen Achtfachen Pfad praktiziert.

    Wenn es gelingt, den Geist zu läutern, inneren Frieden zu finden, werden sich auch positive Auswirkungen auf die Umgebung, das soziale Umfeld, ergeben, wie der Dalai Lama in deinem Zitat ausführt:

    Helmut:

    In einem Kommentar zum Bodhicaryavatara von Santideva schrieb der Dalai Lama:


    Der Friede beginnt in dir.

    Solange wir uns selbst nicht verändern, wird sich auch in der Welt nur das verändern was andere Menschen beeinflussen können.

    Aber auch dies ist nichts Unveränderliches.

    Uns erscheint es wahrscheinlich so, aber das liegt doch nur daran, dass wir selbst zu wenig oder nichts tun und uns mit dem angeblich Unvermeidlichen abfinden.

    Alles anzeigen

    _()_


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Daseinsbegehren - die Begierde (da) zu SEIN....

    • Anna Panna-Sati
    • 25. November 2025 um 23:14
    Zitat

    A.VIII.70 Maras letzte Heimsuchung - 10. Bhūmicāla Sutta


    ....Und am Cāpālaschrein gab der Erhabene besonnen und klar bewußt seinen Lebenswillen auf.

    Als nun aber der Erhabene seinen Lebenswillen aufgegeben hatte, da erhob sich ein gewaltiges Erdbeben und Donner erdröhnten. Der Erhabene aber, der den Zusammenhang erkannte, ließ zu jener Stunde dieses feierliche Wort ertönen:

    Zitat

    "Auf gab der Weise seinen Daseinswillen,

    Der Hohes sowie Niederes gebiert [26].

    Gesammelt und im Inneren froh zerbrach er

    Gleich einem Panzer [27] die Persönlichkeit [28]."

    https://www.palikanon.com/angutt/a08_061-070.html#a_viii65

    Alles anzeigen

    In dieser Sutta fällt auf, dass der Buddha, der ja als Erwachter befreit von jeglichem Begehren (auch nach Dasein!), Hass und Verblendung war, bis dato noch DaseinsWILLEN besaß, den er erst zuletzt, 3 Monate vor seinem Tod, - nachdem "Mara" (hier bezeichnet als der "Böse") ihm nahelegte, nun ins Parinibbana einzutreten - aufgab...

    Zitat

    Möge nun, o Herr, der Erhabene ins Nibbāna eingehen! Möge nun der Gesegnete ins Nibbāna eingehen! Es ist nun, o Herr, an der Zeit, daß der Erhabene ins Nibbāna eingehe!

    Denn der Erhabene, o Herr, hat ja die Worte gesprochen: 'Nicht werde ich, o Böser, ins Nibbāna eingehen, bis daß nicht dieser Heilige Wandel blüht und gedeiht, sich ausgebreitet hat, weit bekannt und mächtig geworden ist und unter den Menschen und Göttern wohl verkündet sein wird. Nun aber, o Herr, blüht und gedeiht dieser Heilige Wandel, hat sich ausgebreitet, ist weit bekannt und mächtig geworden und ist wohl verkündet unter Menschen und Göttern. Möge nun, o Herr, der Erhabene ins Nibbāna eingehen! Möge der Gesegnete ins Nibbāna eingehen! Es ist nun, o Herr, an der Zeit, daß der Erhabene ins Nibbāna eingehe!"


    -"Bemühe dich nicht, o Böser! Nicht lange mehr wird es bis zum völligen Nibbāna des Vollendeten dauern.

    Heute in drei Monaten wird der Vollendete in das völlige Nibbāna eingehen."


    Frage: Was ist der Unterschied zwischen Daseinsbegierde und Daseinswillen?


    Außerdem bewegt mich, wofür hier "Mara" steht:

    Sind es möglicherweise ("negative") Gedanken des Buddhas, denen er (nun) erlaubt, hochzukommen?


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Kontrollverlust

    • Anna Panna-Sati
    • 24. November 2025 um 23:54

    Das menschliche Grundbedürfnis nach Kontrolle, Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit macht es schwer, Kontrollverlust zu akzeptieren -

    EIN Problem, das bei der buddhistischen Praxis auftreten kann...


    Gleichzeitig ist es aber auch anstrengend, für alles (selbst)verantwortlich zu sein, (sich) kontrollieren zu "müssen".

    Dann setzt man sich äußerst diszipliniert, in kontrollierter, aufrechter Haltung, auf's Meditationskissen und lässt (alles) los....Fallenlassen ins Ungewisse...


    Normalerweise kann Kontrollverlust u.U. nicht nur als beängstigend, sondern auch als etwas Beschämendes erlebt werden, ein Ausgeliefertsein gegenüber psychischen und/oder physischen Prozessen, allgemein den Daseinsmerkmalen, insbesondere Anicca.

    Die "Krone der Schöpfung" als "Immer-wieder-Opfer" der diversen Begehrlichkeiten, des Verlangens nach Beständigkeit von Gutem, Angenehmem und Schönem...:shrug:

    Thorsten Hallscheidt:

    Ich habe gemerkt, dass ein zentraler Punkt (zumindest für mich) das völlige Durchdringen und Anerkennen von Anicca ist.

    Damit stehst du wahrlich nicht alleine....

    Wer Anicca wirklich (auf Dauer) durchdringt, ist befreit, weil mit der Erkenntnis und Durchschauung von Anicca die Ernüchterung kommt, gefolgt von Abwendung und schließlich Loslösung - lehrt der Buddha im Palikanon.

    Zitat

    S.22.59. Die Merkmale des Nicht-Ich - 7. Anattalakkhaṇa Sutta


    .....13. Was meint ihr, o Mönche, ist die Körperlichkeit unvergänglich oder vergänglich?" -

    "Vergänglich, o Herr." - "Was aber vergänglich ist, ist das leidig oder freudig?" - "Leidig, o Herr." - "

    Was nun vergänglich, leidig, wandelbar ist, kann man dies mit Recht so ansehen: 'Dies ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst'?" - "Gewiß nicht, o Herr."


    14.-17. "Sind Gefühl - Wahrnehmung - Gestaltungen - Bewußtsein unvergänglich oder vergänglich?" -

    "Vergänglich, o Herr." - "Was aber vergänglich ist, ist das leidig oder freudig?" - "Leidig, o Herr." -

    "Was nun vergänglich, leidig, wandelbar ist, kann man dies mit Recht so ansehen: 'Dies ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst'?" - "Gewiß nicht, o Herr." .....


    https://www.palikanon.com/samyutta/sam22_060.html#s22_59

    Alles anzeigen

    Das wiederholte, direkte Sehen von Anicca ist also ein elementarer Schritt auf dem Weg und führt zur Erkenntnis:

    Was vergänglich ist, ist leidhaft, was leidhaft ist, ist nicht-Selbst.


    Zitat

    S.22.28. Genuß III - 7. Tatiyaassāda Sutta

    ....19. Wenn aber, ihr Mönche, die Wesen bei diesen fünf Gruppen des Anhangens den Genuß als Genuß, das Elend als Elend, das Entrinnen als Entrinnen der Wirklichkeit gemäß verstanden haben, dann weilen die Wesen in dieser Welt mit ihren guten Geistern, mit Māra- und Brahma-Göttern, mit Asketen und Priestern, mit ihren Scharen von Göttern und Menschen

    als Entronnene, Entfesselte, Befreite, mit schrankenlosem Geiste."


    https://www.palikanon.com/samyutta/sam22_030.html#s22_15

    Es geht immer ums Verstehen (der Wirklichkeit gemäß), welches sich schrittweise, aber auch mal schlagartig einstellen kann.

    (Die Frage ist, ob dieses dann tatsächlich anhaltende Wirkung zeigt oder ob z.B. tiefe seelische Erschütterungen wieder ins Leiden zurückfallen lassen...:?:shrug:)


    Thorsten Hallscheidt:

    Anicca ist nicht einfach nur „Unbeständigkeit“, sondern die Unmöglichkeit, irgendeinen Zustand zu stabilisieren.

    "Auf Dauer" zu stabilisieren, würde ich (ergänzend) sagen wollen, denn manche Zustände halten sich - unter entsprechenden Bedingungen - , zumindest scheinbar, eine gewisse Zeit einigermaßen stabil, in einer Art Balance.


    Aber grundsätzlich hast du natürlich recht und jeder, der z.B. einen freudvollen Zustand länger aufrechterhalten oder steigern/intensivieren will, wird merken, dass es nicht (lange) funktioniert.

    (Dazu gibt es ein Sprichwort: "Die Freuden, die man übertreibt, verwandeln sich in Schmerzen.")


    Thorsten Hallscheidt:

    Solange ich auch nur unterbewusst davon ausgehe oder wünsche, dass etwas nicht veränderlich, nicht vergänglich ist, mir nicht wie Sand zwischen den Händen zerrinnen wird, ist der Versuch von Kontrolle da, denn Anhaftung oder Ablehnung sind Formen der Kontrolle oder des Wunsches danach.

    Ja, das kann ich (nur allzu) gut nachvollziehen....

    Im Tibetischen Buddhismus werden ja von Mönchen oft wunderschöne Mandalas geschaffen, die - nach kurzer Freude daran - wieder zerstört werden, um Anicca besser zu verstehen und zu akzeptieren...

    Dieses Ritual erfolgt -wie alle Rituale- sehr kontrolliert:


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    Thorsten Hallscheidt:

    Man nimmt also Zuflucht in ein System, um vielleicht etwas Schutz und Kontrolle gegenüber den disruptiven Eigenschaften der Vergänglichkeit zu finden,

    Vielleicht hilft es gelegentlich, sich ab und zu auch die positiven Seiten der Vergänglichkeit/Unbeständigkeit vor Augen zu führen, die es zweifelsohne gibt?


    Thorsten Hallscheidt:

    Wo gibt es die Möglichkeit der Kontrolle, was bedeutet:

    Inwiefern habe ich Spielraum, mich für Heilsames zu entscheiden?


    Denn das Heilsame ist die Zuflucht, von der aus ich versuchen kann, das Nicht-Kontrollierbare zunehmend zu sehen und zu akzeptieren.

    _()_

    Du hast dich ja schon für etwas Heilsames entschieden - die buddhistische Praxis - jetzt geht es "nur" noch ums Durchhalten... und die Anwendung des Erkannten/Gelernten im Alltag - dabei finde ich Achtsamkeit (in Verbindung mit Metta) sehr hilfreich.

    Sati ermöglicht Gewahrsein dessen, was im eigenen Geist vor sich geht und mit einem Grundton von liebender Güte (Metta), wird die Aufmerksamkeit weicher, der "innere Kontrolleur" entgiftet.


    Kontrolle, im Sinne von "Ich muss das im Griff haben/in den Griff bekommen!", steigert Dukkha wohl eher...


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • Anna Panna-Sati
    • 23. November 2025 um 15:38
    ewald:

    Oh Mann, wie ich diese Weltretterallüren hasse, weil sie so sehr an der Realität des Alltags vorbeigehen, .....

    Lieber ewald , es stellt sich doch u.a. die Frage:

    -Woher rührt denn der Wunsch, "die Welt retten" zu wollen?

    Im Allgemeinen sicherlich nicht daher, dass man sich allmächtig wähnt und als quasi "Erlöser" aufwerten möchte - eher im Gegenteil!


    Das Anliegen entstammt zumeist einem Gefühl der Trauer (des Mitleides/Mitgefühls) über das Leiden (die Unzulänglichkeiten) in der Welt - vordringlich das u.U. vermeidbare - also einer Art Weltschmerz, der bei entsprechend Veranlagten die Motivation für Engagement und Aktivismus liefert, den Drang, Veränderungen zum Positiven, Guten, zu bewirken.

    Da dies alleine nicht zu schaffen ist, suchen diese "Weltretter" natürlich Gleichgesinnte und vernetzen sich....

    (M.E. ein guter Weg aus der (übertriebenen) Selbstbezogenheit...)


    Andere reagieren eher mit Resignation/Rückzug, lassen sich von Ohnmachtsgefühlen ("Ist eh alles sinnlos...") lähmen, wieder Andere versuchen bei sich selbst und im näheren Umfeld Verbesserungen zu erzielen - all das ist "Realität des Alltags".


    Hotte:

    Ohne den Idealismus der "Weltverbesserer" wäre wir heute sicher in vielen Bereichen nicht so weit.

    Danke, lieber Hotte , für diesen wichtigen Hinweis. _()_:heart:


    Dass wir heute in der Lage sind, viele, früher tödliche, Krankheiten zu heilen bzw. zumindest zu lindern/aufzuhalten oder nur noch selten unter unerträglichen körperlichen Schmerzen leiden müssen, nebst den ganzen positiven zivilisatorischen Errungenschaften, ist Menschen zu verdanken, die das Leid nicht einfach hinnehmen wollten....


    Nicht zuletzt war der Buddha idealistisch genug, in die Hauslosigkeit zu ziehen, um einen" Weg aus dem Leiden" zu finden - und noch 2500 Jahre später "rettet" seine Lehre viele Menschen vor Verzweiflung und ermöglicht ihnen ein Leben im inneren Frieden.

    ewald:

    Es kann ja auch niemand den Tod aus der Welt schaffen und er kann viel Leid erzeugen, vor allem bei den Hinterbliebenen.

    Klar, den Tod, als natürliches Ende des Lebens, kann niemand aus der Welt schaffen, ggf. ließe/lässt sich aber vielfach ein "sinnloses" Sterben verhindern, z.B. durch humanitäre Hilfsmaßnahmen aller Art, durch Luft- und Wasserreinhaltung/Umweltschutz, durch konsequente Maßnahmen zur Begrenzung/ Verzögerung des lebensgefährlichen Klimawandels usw. ...

    ewald:

    Man kann mit Verlust umgehen, aber verhindern kann man ihn nicht.

    Bzgl. des unvermeidbaren Leides (z.B. Verlust durch Tod) verhält es sich so; die Art des Umgangs entscheidet dabei über die Dauer und den Grad des Leidens - eine hoffnungsvolle Erwartung, es völlig auslöschen zu können, birgt allerdings die Gefahr neuen Leides....


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Kurze Vorstellung

    • Anna Panna-Sati
    • 23. November 2025 um 14:37

    Schön, dass du da bist - herzlich willkommen, liebe Gabriella ! :rose::)

    Viel Freude beim Lernen und Austauschen...


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Dankbarkeit

    • Anna Panna-Sati
    • 22. November 2025 um 14:09

    Ich hoffe, das ist kein "bitteres Lachen", lieber Qualia ! ;)


    pano:

    Ich denke ich bin von einem 38 jährigen Ferkel mit Physikstudium kaum zu unterscheiden. Höre ich Teller klappern läuft mir der Speichel und wenn man mich zwickt quieke ich.

    :lol: :heart: Danke für den Lacher, lieber pano ....

  • Dankbarkeit

    • Anna Panna-Sati
    • 22. November 2025 um 13:38
    Bebop:
    Anna Panna-Sati:

    Das Leben "bietet" keine angeborenen oder gar garantierten Rechte, auf die Anspruch erhoben werden könnte.

    Doch. Diese Rechte hat sich die Menschheit erarbeitet. Sie sind bei der Geburt vorhanden, je nach Lokalität unterscheiden sie sich. Der Ausdruck "das Leben an sich" trifft es hier nicht, denn Rechte sind eine Erfindung von Menschen, nicht von Tieren, und zu Tieren spricht Muho nicht. .....

    Ja, sicherlich haben Menschen - nicht zuletzt um ihres eigenen Wohles willen - Grund- und Menschenrechte erarbeitet, dafür (und denjenigen) kann man dankbar sein.


    Tatsache ist aber, dass all diese Vereinbarungen und ethischen Grundsätze dennoch keine Garantie dafür sind, dass sie immer berücksichtigt und eingehalten werden...


    Was (nur als Beispiel), wenn eine werdende Mutter, die sich in einer psychischen Ausnahmesituation befindet, nachdem sie ohne Hilfe ein Baby geboren hat, dieses in eine Plastiktüte stopft und in einem Gebüsch (oder gleich im Müllcontainer) "entsorgt"?

    Das Leben steckt voller Unsicherheiten und Unwägbarkeiten...


    Dankbarkeit, als subjektives, reaktives Gefühl, hat oft genug ein kurzes Verfallsdatum - als Haltung kultiviert, kann sie verinnerlicht werden und auch heilsame Wirkungen entfalten.


    Man sollte sie nur nie von Anderen erwarten:

    Kummer oder gar Verbitterung über Undankbarkeit Anderer, erzeugt u.U. schnell ein hartnäckiges "Dauer-Dukkha" , das Beziehungen belasten und vergiften kann.


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Kontrollverlust

    • Anna Panna-Sati
    • 21. November 2025 um 13:48

    Lieber Thorsten, herzlichen Dank für diesen Thread. _()_:heart::like:

    (Wieso gibt's hier eigentlich kein "WOW"- Emoji? ;))


    Du hast m.E. die seltene Gabe und Fähigkeit, Dinge in wunderschöne Worte zu fassen, für die es (oft) keine Worte zu geben scheint.

    Thorsten Hallscheidt:

    Aber es gibt einen Punkt, an dem diese vollkommene Hoffnungslosigkeit (m.E. ein anderes Wort für existenzielles, totales Loslassen oder Aufgeben oder Hingeben) umkippt – von einem Dagegen-Stemmen in ein Fließen: Der Kampf hört auf, der Versuch, sich gegen Anicca zu stellen, all das Streben, Eifern, Wollen, Schützen, Vorsorgen, Absichern, Planen, Festhalten etc. endet, und

    Ruhe kehrt ein.

    Die Wirklichkeit wird sehr klar und deutlich, und der Wunsch nach dauerhafter Sicherheit oder dauerhaftem Glück oder Frieden in der Welt verschwindet komplett, ohne Bedauern zurückzulassen.

    Ja, DAS ist es, was wir uns zutiefst wünschen, nämlich, nichts mehr zu wünschen (wunschloses Glück, tiefer Frieden).

    Thorsten Hallscheidt:

    Nach ein paar Minuten geht der Irrsinn in alter Frische wieder los.

    Ja - wenn es nicht so schmerzlich wäre, könnte man darüber lachen....(::erleichtert:

    Vor allem auch über diese Beständigkeit des Unbeständigen - wie gewonnen, so zerronnen...:shrug:8)


    Es braucht Geduld (auch mit der Ungeduld), zu ertragen, dass auf das Loslassen ( = eine Art des "lustvollen Kontrollverlustes"?) immer wieder das Ergreifen folgt, womöglich noch mit (längerem) Festhalten. :hug:


    Mindestens zwei Realitäten scheinen allerdings beständig zu sein:


    -Der (physische) TOD

    (aus biologischer Sicht - aus religiösem Blickwinkel kann er auch als "Übergang" gesehen werden, also wieder anicca, wobei das Ende, der Zerfall des Körpers ja offensichtlich ist)

    -und Nibbana/Nirvana

    (zumindest gemäß der Theravada- buddhistischen Lehre).


    Der Tod, sofern einmal - endgültig - eingetreten, ist irreversibel und ewig beständig.


    Nibbana, da unbedingt, ungeboren, ungeschaffen ebenso.


    Zu Kontrollverlust kommt es in beiden Fällen....


    mukti:

    Weil auf die Erfahrung der vollkommenen Hoffnungslosigkeit nicht das vollkommene Loslassen folgt, geht der Irrsinn wieder los.

    Das Problem besteht darin, dass sich eben auch das Loslassen (wenn es nicht "vollkommen" ist?) als unbeständig erweist und Dukkha erneut Fuß fassen kann.

    mukti:

    die Praxis des achtfachen Pfades ermöglicht eine schrittweise Loslösung.

    _()_"schrittweise" ...


    Die Fähigkeit der (radikalen) Akzeptanz dessen, was nicht zu ändern ist, der (widerstandslosen) Annahme aller Gegebenheiten, auf dem Achtpfad zu entwickeln, wird - nach und nach - dazu führen, dass der "Irrsinn" sich irgendwann graduell verändert und schließlich verflüchtigt, auflöst....:sunny:


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Dankbarkeit

    • Anna Panna-Sati
    • 21. November 2025 um 12:17
    Bebop:
    Anna Panna-Sati:

    Muho (Zen-Meister) äußerte sich mal so: "Du hast das Recht auf gar nichts!"

    Was aber nicht stimmt. Wir haben angeborene und unveraeusserliche Rechte (Menschenrechte)...

    Ich verstehe Muhos Zitat etwas allgemeiner, auf das Leben, an sich, bezogen...


    Das Leben "bietet" keine angeborenen oder gar garantierten Rechte, auf die Anspruch erhoben werden könnte.

    Eine Erwartungshaltung, dass "die Welt" oder andere Menschen uns etwas schulden, führt zwangsläufig zu Leiden.

    (Z.B. besteht kein "Recht" darauf, gesund zur Welt zu kommen - oder überhaupt geboren zu werden...)


    Die Akzeptanz der Abwesenheit/Nichtgegebenheit dieser (illusorischen) Rechte könnte letztlich eine Haltung der Demut und Dankbarkeit der Welt und dem Leben gegenüber ermöglichen.


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    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Dankbarkeit

    • Anna Panna-Sati
    • 20. November 2025 um 16:52

    Worauf man ein Recht zu haben glaubt

    (oder es auch tatsächlich hat, beispielsweise in einem "Rechtsstaat"),

    was sich mit Anspruch und Erwartung verbindet und als selbstverständlich empfunden wird, dafür kann man schwerlich (tiefe) Dankbarkeit fühlen.


    Muho (Zen-Meister) äußerte sich mal so: "Du hast das Recht auf gar nichts!"


    Mit dieser Einstellung und einer Haltung der bewussten Wahrnehmung und Wertschätzung, entstünde Raum für die Entwicklung und Empfindung von Dankbarkeit, für die - nun nicht mehr als "selbstverständliches (zustehendes) Recht" gesehenen - empfangenen Dinge...


    Wer dankbar sein kann, lebt glücklicher.


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Herz

    • Anna Panna-Sati
    • 20. November 2025 um 16:28

    Vielen Dank für den eingestellten Vortrag, lieber Thorsten. _()_:heart:

    Thorsten Hallscheidt:

    Den Weg einschlagen, der das Herz freundlich und friedlich macht.

    Das verengte, ängstlich-verkrampfte Herz kann selten freundlich und friedlich sein, es neigt zur Verhärtung oder "Abstumpfung".


    Roland Nyanabodhi, ehem. Theravada-Mönch, legt seinen Schülern, im Rahmen der Metta-Meditation, ein herzöffnendes Mantra "ans Herz":

    "Offen und weit

    licht und leicht

    (warm und weich)

    ganz entspannt"


    Mir hat es in spannungsreichen Zeiten schon oft geholfen loszulassen

    und (wieder) frei zu werden - für Liebe, Mitgefühl und Frieden.


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • Anna Panna-Sati
    • 14. November 2025 um 19:53

    Danke, lieber void , für deine Antwort. _()_

    void:

    Natürlich, ist das bei anderen leicht zu sehen, bei sich selber aber eher schwer. Spott im Sinne dessen, das man auf andere herabschaut - wo das augenfällig ist - ist aber nicht konstruktiv.


    Aber es liegt schon eine tiefe Ironie drin.

    Mag sein, aber ist es überhaupt angebracht, Anderen - obendrein mit einer gewissen Süffisanz - zuzusehen, während sie in ihrem "Leidensstrudel" kreisen und womöglich sogar untergehen?

    (Lenkt natürlich u.U. ausgezeichnet vom eigenen Leiden ab....:?)


    Mitgefühl wäre jedoch wohl allemal eine bessere Option...nicht nur für Buddhisten. (Klingt freilich jetzt wieder nach "moralisch erhobenem Zeigefinger"...)

    void:

    Einem Teufelskreis ist einerseits etwas sehr Tragisches aber gerade wenn man ihn von Außen betrachtet, ist es Grotesk und Tragikomisch, weil das Kreisen von Außen betrachtet ja unnötig ist - so nachvollziehbar jeder einzelne Schritt ist:

    Wenn man den Teufelskreis, in dem man selbst steckt - mit einer gewissen Distanz -

    von außen betrachtet, kann es möglich werden, diese Zusammenhänge, wie auch die Tragikomik, zu erkennen und vielleicht sogar, u.a. mit (Galgen-) Humor (ggf. inkl. (Selbst-) Ironie), einen Weg hinauszufinden.


    Sollte dies nicht gelingen, ist man spätestens dann meist ausreichend motiviert, weitreichendere Maßnahmen einzuleiten, z.B. die Suche und Annahme externer Hilfe...

    void:

    Buddhistisch gesehen, wäre der Schritt der aus dem Kreis führt einer, bei dem man in Richtung von Dukkha geht - der Scham - dem Ungenügen - statt im Kreis.

    "In Richtung von Dukkha gehen"? Wie meinst du das genau?

    Das ursächliche, "wahre", Dukkha zu erkennen und sich diesem dann zu "stellen"? :?

    (Z.B. im Sinne "Der Weg zur Angstfreiheit führt durch die Angst."?)

    Ja, das wäre eine sicherlich eine heilsame Lösung, die allerdings viel Mut, Kraft und Selbstvertrauen erfordert...


    ---


    Hallo, lieber Qualia ,

    vielen Dank für deine Beiträge, die bei mir immer wieder Dinge "in Bewegung bringen". ;)_()_

    Qualia:

    Niemand kann einen anderen von seelischen Leiden befreien, es ist immer eine eigene Tat.

    Da würde ich dir zustimmen - allerdings mit der Einschränkung, dass manchmal* ohne anregende, ermutigende Hilfe/Unterstützung von außen (und seien es nur Denkanstöße), die selbstständige Befreiung von psychischem Leiden schwerlich gelingen kann.


    Ohne professionelle Hilfe z.B. an *tiefe Traumata zu rühren (die oft unbewusst und vielfach "abgekapselt" im Geist vorhanden sind), wie es in der Meditation passieren kann, birgt erhebliche Risiken für eine Vergrößerung des Leides....

    Qualia:

    Das ist das eigentliche Leiden. Andere sollen mir helfen, meine Macken loszuwerden.

    Der Witz ist, dass ich meine Macken kenne und vor allem, dass ich sie behalten will, ich sehe nicht ein das ich falsch liege.

    Fehlende (Ein-) Sicht der eigenen Unzulänglichkeit(en), bzw. ggf. Verdrängung und Schönreden der "Macken", können eine mögliche Heilung verhindern.


    (Wobei: Mancher will - aus verschiedenen Gründen - ja gar nicht geheilt werden - weil das u.U. ziemlich schmerzt - , sondern gibt sich mit einer Linderung zufrieden.)


    Von einem neutralen, wohlwollenden, fachkundigen Menschen begleitet, besteht i.d.R. eine reellle Chance auf Offenlegung und Bewusstmachung unbewusster Bewusstseinsinhalte und "Hindernisse".


    Be- und Verarbeiten muss der Leidende diese letztlich aber selbst (allein), wozu es u.a. eines festen Entschlusses, sowie Willenskraft, Geduld und Durchhaltevermögen bedarf.

    Qualia:

    Helfen kann ein anderer bei Leiden, die durch seelische Leiden körperlich entstanden sind

    Im besten Falle, ja.....


    Interessant übrigens, dass Menschen mit spezifischen Persönlichkeitsstörungen ( Antisoziale PS, Narzisst. PS oder Paranoide PS...) nur sehr selten freiwillig Therapeuten aufsuchen und wenn doch, die Therapien häufig abbrechen.

    (Unter der übermäßigen Selbstbezogenheit der Erstgenannten Leidende, landen dagegen umso häufiger in den Praxen der Psychotherapeuten...:shrug:)


    Weshalb Narzissten praktisch nicht therapierbar sind - higgs
    Egoistische und selbstverliebte Menschen bezeichnen wir gerne als Narzissten. Allerdings ist ein grosses Ego noch keine Diagnose. Denn dafür müssen ganz…
    www.higgs.ch


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Ist Erleuchtung im Chan möglicherweise nur ein künstliches Konzept?

    • Anna Panna-Sati
    • 13. November 2025 um 19:52
    Bebop:

    Meine Ansicht ist die, dass weder der Buddha des Palikanons noch moderne Vertreter wie Brad Warner überhaupt erwacht sind/waren.

    Im ersten Fall scheint das besonders ketzerisch zu sein, doch ich lese das oben Eingeführte so, dass ein Kennzeichen des Erwachens der Verzichts aufs endgültige Nirwana ist, für dessen Erreiche der "klassische" Buddha ja gerade hoch angesehen wird.

    Seltsame Ansicht (noch dazu in einem buddhist. Forum, aber du provozierst ja auch gerne mal... :?) -

    "Buddha" bedeutet bekanntlich "der Erwachte".


    Erwachen ist nicht durch "Verzicht auf Nibbana/Nirvana" gekennzeichnet, sondern durch das Erlöschen von Gier, Hass und Verblendung, den Ursachen von Dukkha.


    Das Bodhisattva-Gelübde - "Verzicht" auf "eigenes" Nirvana", solange die anderen Wesen noch unerleuchtet sind - ist ja nicht wörtlich zu nehmen, sondern metaphorisch zu verstehen, als Ausdruck des grenzenlosen Mitgefühls, welches sich nach der Befreiung zeigt.

    (Im Falle Buddha Shakyamunis z.B. u.a. durch seine 45-jährige Lehrtätigkeit.)


    Das Ganze wäre sonst auch unlogisch:

    Wer (noch) nicht erwacht ist, kann ja gar nicht auf Nirvana "verzichten", da er es noch nicht verwirklicht hat, es geht vielmehr um die Aufgabe eigennütziger Ziele

    (wobei ich bezweifele, dass es tatsächlich möglich ist, völlig uneigennützig zu handeln, solange noch Geistesgifte vorhanden sind...), stattdessen erfolgt eine bewusste Ausrichtung auf das Wohl aller (Wesen).


    Bebop:

    Ich denke also, dass Zen im Grunde ein höheres Ideal mit dem Bodhisattva geschaffen hat (ähnlich dem Altruismus Jesu im Neuen Testament vs. mosaischer Ethik).

    Entstand das Bodhisattva-Ideal nicht lange vor dem Auftreten des Zen-Buddhismus bereits in Indien??

    Meines (diesbezüglich allerdings nur rudimentären) Wissens hat der Zen-Buddhismus dieses Ideal des Mahayana geteilt und in seine Lehre integriert, aber nicht "geschaffen", oder?

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • Anna Panna-Sati
    • 12. November 2025 um 14:01

    Samadhi1876 , Igor07 , Michael Haardt , JoJu91 , mukti , void , Qualia , Leonie , ewald und Helmut -

    Euch ALLEN HERZLICHEN DANK für eure wertvollen, erhellenden Beiträge. _()_:heart:


    (Kann (natürlich) nicht auf alle eingehen, das würde hier den Rahmen sprengen und wäre wohl auch zu selbstbezogen...;))


    Lieber void , lieber ewald


    vielen Dank für eure Beiträge. _()_:)


    Mir ist aufgefallen, dass manche Aussagen von Void als Antwort auf Ewalds Thesen passen könnten...


    ewald:

    Deshalb ist die Selbstbezogenheit und der Egoismus so lange wichtig, bis das eigene Leid behoben ist, zusätzliche Energien zur Verfügung stehen für die Zuwendung zu anderen.

    void:

    Und da habe ich den Eindruck, dass manche Menschen in ihrem Gest ebenfalls so ein Sandkorn haben, und ihre Gedanken darum kreisen, dieses loszuwerden und deswegen mit Lage um Lage an Gegenstrategie versuchen, das zu lösen.


    Dieses Kreisen kann man adeln. Zum Beispiel mittels der Psychologie.

    Wenn man das Kreisen als Selbstanalyse sieht, wird ja ein edles Unterfangen daraus.


    Nehme ich da etwa leisen Spott und Ironie wahr? :?;)

    Ob "edel" oder nicht, ist doch irrelevant, wenn (starker) Leidensdruck vorhanden ist und damit verbunden, der Wunsch, dieses Leiden loszuwerden...


    Die reale Gefahr besteht m.E. darin, aus dem (insbesondere psychotherapeutisch oder von spirituellen Lehrern unbegleiteten) Kreisen um die eigene Person, der Beschäftigung mit den Ursachen, Auswirkungen und der Beseitigung des ("eigenen") Leide(n)s, nicht mehr herauszufinden und beispielsweise an bestimmten Problemen "hängenzubleiben", wie die Tonabnehmernadel eines Plattenspielers am Kratzer einer Schallplatte- dann gibt es nur noch stereotype Wiederholungen, kein Weiterkommen...


    (Wehe, wenn dann noch Schuldzuweisungen (oft von Psychotherapeuten initiiert und befeuert) hinzukommen, die häufig resigniertes Selbstmitleid und Hilflosigkeitsgefühl beim Patienten oder Kontaktabbrüche zu (tatsächlich oder vermeintlich) "toxischen" Menschen" zur Folge haben.)

    void:

    Wie ein Kaninchenzüchter kann man seine Macken kategorisieren und erforschen, sie gegen und pflegen und schauen wie sie sich der kleine Zoo so entwickelt.

    Kaninchenzüchter erforschen ihre Macken? :lol: ;) Das wäre mir neu....

    ewald:

    Solange jedoch ein eigenes Defizit vorliegt in der Persönlichkeit, ist es besser diese selbstbezogen und egoistisch zu beheben, bevor andere damit behelligt werden.

    Das hört sich so einfach und unkompliziert an, so nach dem Motto "Jetzt kümmere ich mich mal NUR um mich, damit ich meine "Macke" (resp. Persönlichkeits"defizite") loswerde - und DANACH bin ich dann (selbstlos) wieder für die Anderen da."


    Leider lässt sich die Seele nicht immer so leicht "reparieren" und ich würde es auch nicht als "egoistisch" bezeichnen, sich um Heilung einer kranken Psyche zu bemühen, sondern als natürliche (gesunde) Selbstfürsorge ...

    (Andernfalls wäre man dementsprechend auch als "egoistisch" anzusehen, wenn man sich einer langwierigen medizin. Behandlung des Körpers, z.B. einer Zahnsanierung, unterzieht...)

    void:

    Auch die Spiritualität kann zu so einem inneren Hobby werden, wo man dann im Sinne der Selbstentwicklung super um seine Geisteszustände kreisen kann.

    Ja, da ist wohl viel Wahres dran...und dieses innere Hobby kann Wohlgefühle erzeugen, an denen angehaftet wird...:?

    Muss dabei unwillkürlich an den "Stoßseufzer" eines Dharmalehrers denken, der mal in einem Vortrag äußerte, dass er sich "ab und zu von den "Spirituellen" bei "ganz normalen Menschen" erholen" müsse...Huch...:erleichtert:

    void:

    Aber natürlich könne sowohl Psychologie als auch Spiritualität auch konstruktiv sein.

    Selbstredend..., vermutlich sogar überwiegend. :)


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • Anna Panna-Sati
    • 10. November 2025 um 16:01
    JoJu91:

    Der befreite edle Jünger wendet sich wieder der Körperlichkeit zu, wendet sich wieder dem Gefühl zu, wendet sich wieder der Wahrnehmung zu, den Gestaltungen, dem Bewußtsein ?

    Das könnte dir (und manchem anderen, inkl. mir...) so passen, lieber JoJu91 ....:erleichtert:;)

    Aber so wird es, denke ich - zumindest im Theravada - nicht verstanden.:?:shrug:

    (Oder etwa doch? Wäre eine Erklärung für die wiederholten Skandale, wenn Mönche plötzlich wieder GV mit Frauen pflegen und sich ein luxuriöses Leben gönnen...

    https://www.srf.ch/news/internati…he-im-zwielicht)


    "Entsüchtet" sein, heißt ja, nicht mehr anzuhaften, frei zu sein von

    - Gier/Begehren/Habenwollen/Verlangen sowie

    - Hass/Ablehnung/ Verlangen (nach) Weg-/Nicht-Habenwollen

    - Verblendung/Unwissenheit/Verlangen nach Ich-Identität


    Sich nach der Befreiung erneut - jetzt zwar mit anderer Sicht auf die Dinge - den Khandha zuzuwenden, würde ev. doch die Gefahr mit sich bringen, sich aufs Neue in den Trieben zu verlieren und unter ungünstigen Umständen wieder Verlangen zu entwickeln? :nosee::?

    (siehe "trockene" Alkoholiker?)


    Jener Ausspruch aus dem Zen

    "VOR der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser tragen. NACH der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser tragen."

    bedeutet ja, dass man die gleichen Routinen und Pflichten, das gleiche Leben, wie zuvor, jetzt mit anderer, "erwachter" innerer Haltung/Einstellung, weiterhin zu erledigen/bewältigen hat.


    Wie sieht es aber aus mit:

    "VOR der Erleuchtung: Frau und Kinder verprügeln. NACH der Erleuchtung: Frau und Kinder verprügeln." ??? :shock:


    (Okay, krasses Beispiel, welches illustrieren soll, dass - ohne gewisse ethische Grundprinzipien, liebende Güte und Mitgefühl - sich, von außen betrachtet, wenig ändern muss.

    (Für die Prügel finden "wohlmeinende" Menschen ja leider immer vielfältige Rechtfertigungen, es gibt ja auch Leute, die (angeblich) aus "Mitgefühl" töten...:(:shrug:)


    JoJu91:

    Hast Du denn schon konkrete Ziele, Visionen für das "nächste Leben" ?

    :erleichtert: Nein, danke, das "aktuelle Leben", mit der buddhist. Praxis, treibt mich genügend um, reicht völlig aus (Visionen für "weitere Leben" hatte ich vielleicht früher mal), planen tue ich auch nur noch das Nötigste und dies sehr flexibel....

    ("Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähle ihm von deinen Plänen." - Jüd. Sprichwort - )


    JoJu91:

    Das ist bei mir schon länger Dauerthema, optimales Reinkarnationsmangement ?

    Echt jetzt? :o:lol:

    :?


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Daseinsbegehren - die Begierde (da) zu SEIN....

    • Anna Panna-Sati
    • 9. November 2025 um 20:48

    Hallo, liebe Buddhies, :)


    mir ist aufgefallen, dass ich noch nie so ein starkes Daseinsbegehren gespürt habe, wie diesen Sommer/Herbst, zum einen, weil ich den Gedanken im Hinterkopf hatte, dass es vielleicht der letzte Sommer/Herbst sein könnte, den ich erleben darf..., zum anderen, weil meine Angsterkrankung kaum noch präsent war -

    Freude und Dankbarkeit, dass ich (erst mal) gerettet werden konnte, überwogen, also angenehme Gefühle...


    Schon verrückt, dass man jahrzehntelang Ängste und Angstspannungen/ psychosomatische Beschwerden zu ertragen hat, zig Therapien absolviert (mit mäßigem Erfolg) und sich plötzlich - nach einer wirklich üblen Diagnose und großer Todesnähe - die Angst nur noch ganz selten zeigt...Ob da ein "Notprogramm" der Psyche" läuft ?:?

    (Natürlich hat die buddhist. Praxis in den letzten 8 Jahren auch geholfen/gelindert, aber nicht so "durchschlagend".)


    An "spirituellem Fortschritt" liegt es m.E. jedenfalls nicht, da bin ich eher zurückgefallen, u.a., weil ich Schwierigkeiten mit Konzentration und Achtsamkeit hatte, mich öfter im Status "durch den Wind" befand...(::erleichtert:


    Ärzte warnten mich allerdings vor, dass meine Krankheit oft zu Depressionen führe, sicher kann ich mich also keineswegs fühlen, und Krisen, mit temporären Anfällen von "Verzweiflung", sind natürlich auch immer wieder mal zu bewältigen...


    Ich frage mich nun, ob man als prakt. Buddhist mit einer manifesten Depression (oder auch depressiven Verstimmungen) gefährdet ist, die dann vorhandene Leere, Antriebs-, Interesse- und Gefühllosigkeit mit überwundenem Daseinsbegehren zu verwechseln...

    (Analog zu Thorsten Hallscheidt s Beobachtungen in seinem Thread "Tugend und Depression", wonach es da Fehlinterpretationen geben kann...

    Tugend und Depression)


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • Anna Panna-Sati
    • 9. November 2025 um 14:12

    Liebe(r) Samadhi1876 , :)


    vielen Dank für deinen Beitrag. _()_:heart:

    Samadhi1876:

    Was Du mit Selbstbezogenheit meinst, ist vielleicht nur zuviel oder unangemessene Selbstbezogenheit.

    (Gemeint sind zweierlei Betrachtungen/Sichtweisen

    a) die alltägliche, "weltliche" und

    b) die der Buddha-Lehre)


    a) Ja, gesunde Selbstfürsorge, wie Körperpflege und "Seelenhygiene" etc. ..., zählt selbstverständlich nicht dazu.


    Ebenso wenig natürlich, die vernünftig betriebene buddhistische Praxis, auch, wenn sie den Übenden zeitweise zum Rückzug von der Welt und zur Konzentration auf sich selbst motiviert, weil sie letztlich heilsame und gute Auswirkungen für alle nach sich zieht.

    (Nicht-Buddhisten mögen intensive Praxis zuweilen als selbstbezogen wahrnehmen und bewerten...)


    Mit liebender Güte/Freundlichkeit und Mitgefühl- für sich selbst - beginnt der Übende ja auch die Metta-Meditation, bevor diese Qualitäten auf andere Wesen ausgedehnt werden.


    Samadhi1876:

    Und da helfen einserseits eigene Achtsamkeit, oder wenn andere, wie dein Mann, uns darauf hinweisen. Ist dann auch in Ordnung.

    Genau, die Ich-Zentrierung wird durch Achtsamkeitspraxis/Satipatthana bewusst und dadurch abgeschwächt, diese war von mir allerdings, durch die Erkrankung bedingt, vernachlässigt worden, so dass ich "Hilfe von außen" benötigte, um zu erkennen, dass ich zunehmend dazu tendierte, nur noch "mich" und "meine" Probleme zu sehen....


    Ein schleichender Prozess zunehmender Selbstbezogenheit durch "Hineinwachsen" und allmähliche Gewöhnung, der auch in anderen schwierigen Lebenslagen denkbar und möglich ist, z.B. bei Einsamkeit:


    Einsamkeit und Egozentrismus bedingen sich gegenseitig
    Einige Menschen genießen Einsamkeit - zumindest hin und wieder. US-Forscher sind dem Gefühl der Einsamkeit und ihren Ursachen und Auswirkungen auf den Grund…
    www.augsburger-allgemeine.de


    Jenes übermäßige "Kreisen" um die eigene Person, welches zunächst - als unmittelbare Konsequenz - Interesse an anderen Lebewesen, deren Perspektiven und Wohlergehen, weitgehend ausschließen und weiterhin dazu führen kann, grundsätzlich alles auf sich zu beziehen/persönlich zu nehmen, führt zu Leiden (auf allen Seiten).


    Es geht darum, diese Leidhaftigkeit der Ichbezogenheit - gerade auch für den auf sich fixierten "Egozentriker" - noch mal hervorzuheben.


    Das wäre die weltliche Ebene.


    b)

    Wir alle (sofern wir nicht erleuchtet sind) neigen ja dazu, alles zu "mein", "mir" und "mich" zu machen, was Identifikationen und Ich-Dünkel (asmimana), mit entsprechenden Anhaftungen, zur Folge hat.


    Der Buddha verweist dagegen wiederholt darauf, diese Identifikationen und Anhaftungen loszulassen:

    (SN 22.49)

    Zitat

    ...19.-23. "Daher, o Sona, was es irgend an Körperlichkeit gibt - an Gefühl - Wahrnehmung - Gestaltungen - Bewußtsein, vergangen, künftig, gegenwärtig, eigen oder fremd, grob oder fein, gewöhnlich oder edel, fern oder nahe:

    von jeder Körperlichkeit - von jedem Gefühl - von jeder Wahrnehmung - von allen Gestaltungen - von jedem Bewußtsein gilt:


    'Dies ist nicht mein, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst'. -


    So hat man dies der Wirklichkeit gemäß mit rechter Weisheit zu betrachten.


    24. So erkennend, o Sona, wendet sich der erfahrene, edle Jünger von der Körperlichkeit ab, er wendet sich ab vom Gefühl, er wendet sich ab von der Wahrnehmung, er wendet sich ab von den Gestaltungen, er wendet sich ab vom Bewußtsein.


    Abgewandt wird er entsüchtet.


    Durch die Entsüchtung wird er befreit.


    Im Befreiten ist die Erkenntnis: 'Befreit bin ich. Versiegt ist die Geburt, vollendet der Heilige Wandel, getan das Werk, nichts Weiteres nach diesem hier' - so erkennt er.


    https://www.palikanon.com/samyutta/sam22_050.html#s22_49

    Alles anzeigen

    Entsüchtung und Befreiung - auch von der Ich-Sucht...


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • Anna Panna-Sati
    • 7. November 2025 um 23:58

    Hallo, ihr Lieben, :)


    im Buddhismus geht es letztendlich um das Erkennen der Ursachen des Leidens, das Erlöschen dieser durch Einsicht und Übung und die daraus resultierende Beendigung/Erlöschung des Leidens.


    Wer ist es, der da leidet?

    Zitat

    Glückselig, wer durch Buddhas Wort belehrt,

    Befriedigt weilt in Abgeschiedenheit!

    Glückselig, wer stets liebevoll verkehrt

    Mit aller Welt, frei von Gehässigkeit!


    Glückselig, wem kein weltliches Begehren

    Und keine Sinnenlust den Frieden stört!


    Das höchste Glück jedoch wird dem gehören,

    Bei dem der Ich-Wahn ganz hat aufgehört."


    (Udana II.2.1)


    https://www.palikanon.com/khuddaka/ud_sc…a.htm#Mucalinda

    Alles anzeigen


    Im Laufe der buddhistischen Praxis offenbart sich dem Übenden, im günstigsten Fall, die

    " im höchsten Sinne gültige Wahrheit" (Paramattha-sacca), derzufolge eine Person, eine Persönlichkeit, ein "Ich", nicht wirklich existiert, sondern nur die, von Moment zu Moment, in den 5 Daseinsgruppen stattfindenden geistigen und körperlichen fortlaufenden Prozesse, die bedingt und wechselseitig abhängig sind.


    In der relativen (konventionellen) Realität leben aber alle (Unerleuchteten, Nicht-Erwachten) mit dem

    "Ich-Gefühl" (das unser Gehirn, sicherlich aus guten Gründen, erzeugt) als Personen, empfinden sich und andere Menschen (sogar Tiere) als Persönlichkeiten mit verschiedenen Charakteren...und sind identifiziert mit den 5 Daseinsfaktoren (deren Zusammenwirken ja die Personen "erschafft"), von denen der Buddha sagt:


    ..."Und das sollte mit angemessener Weisheit der Wirklichkeit entsprechend gesehen werden: 'Dies ist nicht mein, dies bin ich nicht, dies ist nicht mein Selbst.' " (u.a. MN 62)


    Es ist anscheinend "natürlich", dies (als unerleuchteter "Weltling") gegenteilig zu empfinden, aber eben, u.a. durch die entstehenden Anhaftungen, auch leidhaft -

    und leiden wollen wir ja gerade nicht. :?:shrug:


    Selbstbezogenheit -besonders im Übermaß- unheilsam, zeichnet sich durch einen Fokus auf das "Ich" aus - die "eigene Person" steht dabei im Mittelpunkt der Wahrnehmung, des Interesses und der Handlung, während das Einnehmen der Perspektive Anderer i.d.R. schwerfällt, temporär auch unmöglich ist.

    Allgemein spricht man von Egozentrik, wobei diese meist unbewusst bleibt, was eine u.U. gewünschte Reduktion entsprechend erschweren kann.


    Im Gegensatz dazu gilt Egoismus als bewusste Entscheidung für die Eigennützigkeit, der eigene Vorteil zählt, die Interessen Anderer sind sekundär...

    Gröbere Formen sind leicht (von Anderen, wie sich selbst) zu bemerken - da gönnt sich jemand immer - auch im übertragenen Sinne - die größten Tortenstücke, die feineren, subtilen Arten fallen weniger auf, wirken gar altruistisch: Jemand nimmt sich bewusst die kleinsten Tortenstücke, um sein Image als "selbstloser, großzügiger Mensch" zu pflegen, Andere zu beeindrucken und am Ende soziale Belohnungen (Ansehen, Sympathie,...) einzuheimsen...:angel::grinsen:


    Es stellt sich nun die Frage, inwieweit die buddhistische Praxis die (unbewusste) Selbstbezogenheit beeinflusst und man darf annehmen, dass durch die Übungen, z.B. Samatha -und Vipassana-Meditationen, Achtsamkeit, Reflektieren, Kontemplieren usw. vieles bewusst wird, an die Oberfläche gelangt und dann "bearbeitet" werden kann.


    Für Außenstehende (Partner, Familie, Freunde,..) mag es, besonders, wenn viel Zeit investiert wird, so wirken, als sei der Übende jetzt noch mehr auf sich fokussiert - was auch in gewisser Weise zutrifft - aber es dient ja einem guten Zweck und dürfte sich mit der Zeit ohnehin ändern...


    Wenn man an etwas krankt, sei es ein schmerzender Zahn oder eine psychische ("Ich")-Störung, und darunter leidet, wird man normalerweise (vermutlich eher unfreiwillig) - mehr oder weniger lange - um dieses Problem "kreisen", damit sich eine rettende Lösung für die schnellstmögliche Gesundung/Heilung findet.


    Die "Buddha-Dharma-Medizin" schmeckt teilweise recht bitter....u.a., weil die Wahrheit(en), die Desillusionierungen halt auch schmerzen:


    "Ich bin"....


    - gar nicht - also ein "Fake", eine Täuschung?

    - nur ein fortlaufender Prozess, bedingt entstanden

    - ein "Elementehaufen" ...


    Wer fragt das, wen kümmert das?


    Nibbana/Nirvana ist die (dauerhaft) geänderte Sichtweise/Daseinssphäre -> kein Leiden mehr ! ^^ _()_


    Keine Egozentrik, kein Egoismus - weil man das Ego quasi "losgeworden" ist?!


    In diesem Forum schrieb mal jemand, man solle doch "das Ego nicht abschneiden, sondern nutzen" (vermutlich gemeint war wohl "für gute Zwecke") - fand ich damals durchaus pragmatisch gedacht (und "nett" dazu, immer dieses "Ego-Bashing"..;):D).


    Der Haken ist nur, dass alles, was "mit Ego" behaftet ist, die Gefahr birgt, nicht wirklich altruistische Handlungen hervorzubringen, sondern das "Prinzip Eigennutz", quasi durch's Hintertürchen, wieder Einzug hält.

    Es läuft dann bestenfalls auf das "Prinzip der Gegenseitigkeit" hinaus, was ja - an sich - nichts Schlechtes ist, aber geistiges Leiden nicht vermeidet...:shrug:


    Falco bringt die Thematik recht gut rüber....;), aber selbst derart überzeichnet, ist es nur bedingt lustig...:?


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    Leider musste ich feststellen, seit meiner schweren Erkrankung (Autoimmunerkrankung, u.a. Nierenschädigung), die Anfang des Jahres diagnostiziert wurde, selbstbezogener geworden zu sein - der Körper fordert(e) erhöhte Aufmerksamkeit, die rasanten Veränderungen mussten "verdaut" werden und eine Art "Torschlusspanik" sorgte für eine "Mitnahme-Mentalität" - ich war selten so viel bewusst unterwegs, wie diesen Sommer...


    Mein Mann unterstützt(e) mich nach Kräften, ertrug meine - zum Glück seltenen -"Verzweiflungs-Attacken", aber irgendwann rastete er dann doch mal ziemlich aus, was mich recht unsanft aus dem Kreisen um meine Person riss, letztlich aber heilsam war: ER ist ja AUCH NOCH DA!!! :eek::oops::erleichtert:


    Und, wie seht ihr das mit der Selbstbezogenheit?;)


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Anna Panna-Sati
    • 7. November 2025 um 19:59

    Hallo, lieber Tim1 , :)

    Tim1:

    Ich merke, dass Schweigen oft mehr bewirkt als Reden. Nicht, weil man Angst hat, sondern weil man versteht, dass Worte nur dann Sinn haben, wenn jemand sie wirklich hören will.

    Schweigen ist allemal besser, als zu lügen (und sei es aus Höflichkeit), allerdings mag es Situationen geben, wo ein ehrliches, klares Wort - zur rechten Zeit und aus einer mitfühlenden Haltung heraus - Gutes bewirken kann.

    Tim1:

    Manchmal glaube ich, dass nicht das Schweigen das Problem ist, sondern die Erwartung, dass Worte etwas bewegen müssen.

    Ja, überhaupt die - mehr oder weniger - hoffnungsvolle Erwartung, dass man, sei es durch Reden oder Schweigen, bei(m) Anderen etwas erreichen kann, z.B eine Meinungs- oder Gesinnungsänderung, die günstigenfalls zu Verhaltensanpassungen führt.


    (Schweigen, obwohl es unrechte Rede vermeidet, könnte jedoch auch als Zustimmung (miss)gedeutet werden...)


    Tim1:

    Darum konzentriere ich mich auf das, was ich beeinflussen kann – ruhig zu bleiben, meinen Teil gut zu machen, Mitgefühl zu bewahren, wo es geht.

    :like::heart:


    Der Buddha gibt auch Antworten auf diese Fragen:


    Zitat

    A.V.198 Das wohlgesprochene Wort - 8. Vācā Sutta

    Ein Wort, ihr Mönche, das fünf Eigenschaften besitzt, ist wohlgesprochen, nicht schlecht gesprochen, untadelig, kann von Verständigen nicht getadelt werden. Welches sind diese fünf Eigenschaften?


    Wenn ein Wort zur rechten Zeit gesprochen wird, wenn es wahr, höflich, zweckmäßig ist und aus liebevoller Gesinnung kommt.


    https://www.palikanon.com/angutt/a05_181-200.html#a_v198


    Zitat

    Majjhima Nikāya 58

    An Prinz Abhaya - Abhayarājakumāra Sutta


    ...6."Ehrwürdiger Herr, würde ein Tathāgata Worte äußern, die anderen unwillkommen und unangenehm sind?"


    "Darauf gibt es keine eindeutige Antwort, Prinz."


    8. "Ebenso, Prinz, Worte, die der Tathāgata als unwahr, falsch und nicht nützlich erkennt, und die auch anderen unwillkommen und unangenehm sind: solche Worte äußert der Tathāgata nicht.


    Worte, die der Tathāgata als wahr und richtig, aber nicht nützlich erkennt, und die auch anderen unwillkommen und unangenehm sind: solche Worte äußert der Tathāgata nicht.


    Worte, die der Tathāgata als wahr, richtig und nützlich erkennt, aber die anderen unwillkommen und unangenehm sind:

    für den Gebrauch solcher Worte kennt der Tathāgata den richtigen Zeitpunkt.


    Worte, die der Tathāgata als unwahr und falsch erkennt, aber die anderen willkommen und angenehm sind:

    solche Worte äußert der Tathāgata nicht.


    Worte, die der Tathāgata als wahr und richtig, aber nicht nützlich erkennt, und die anderen willkommen und angenehm sind:

    solche Worte äußert der Tathāgata nicht.


    Worte, die der Tathāgata als wahr, richtig, und nützlich erkennt, und die anderen willkommen und angenehm sind:

    für den Gebrauch solcher Worte kennt der Tathāgata den richtigen Zeitpunkt.


    Warum ist das so?

    Weil der Tathāgata Mitgefühl für die Wesen hat."


    https://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m058z.html

    Alles anzeigen

    Ein ganz wichtiger Faktor ist also die freundlich-mitfühlende Gesinnung, die sich oft auch im Tonfall, sowie Gestik und Mimik, dem Gesprächspartner mitteilt.

    (Viele verfügen da über feine Wahrnehmungs-Antennen, spüren latente Ablehnung, Manipulationsabsichten oder unterschwelligen Ärger und blocken schlimmstenfalls daraufhin alles ab...)


    Und der Zeitpunkt muss passen:

    Beispielsweise macht eine Unterredung "zwischen Tür und Angel" oder in emotional aufgeladenen Situationen meist wenig Sinn...

    (Das Gegenüber sollte, in gewisser Weise, "aufnahmebereit" sein.)

    pano:

    Ehrlichkeit ist ein Wert.

    Innerhalb eines sozialen Gefüges muss das aber gegen andere Werte abgewogen werden.

    Ein ganz saloppes Beispiel, wenn man mir ganz ehrlich sagt "Die ist aber dick" hat man vielleicht die Wahrheit gesagt, aber wie es interpretiert wird ist eine ganz andere Frage.

    Ohne Ehrlichkeit kommt es zu einem Verlust an Vertrauen.

    ("Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht und wenn er auch die Wahrheit spricht.")


    Aus Höflichkeit zu lügen (und dazu gehört auch ungerechtfertigte Schmeichelei) ist natürlich weit verbreitet und soll für eine angenehme, friedliche Atmosphäre sorgen - es ist manchmal schwierig, da immer 100 % Ehrlichkeit zu bewahren, mit etwas Taktgefühl aber nicht unmöglich...


    Eine solche Äußerung, wie in deinem Beispiel, ist häufig nur scheinbar (und vorgeblich) "ehrlich", im Grunde handelt es sich um eine schlicht taktlose (manchmal gar verdeckt aggressive) Bewertung, die nicht selten ungefragt (!) verbalisiert und daher als übergriffig erlebt wird.


    Es stellt sich die Frage:

    Auch, wenn die obige "Beurteilung" höchstwahrscheinlich die wahrheitsgemäße Meinung/Einschätzung des Betreffenden widergibt - aus welchem Grund sollte diese - ungefragt - verkündet werden?

    pano:

    Es tut manchmal gut sich nicht nur zu überlegen: Was ist die Wahrheit, sondern auch "wie wirkt das was ich für die Wahrheit halte auf die denen ich es mitteilen möchte".

    _()_ :heart:


    Liebe Grüße, Anna :):heart:_()_

  • was ist die vorherrschende Meinung zum Thema Wiedergeburt.

    • Anna Panna-Sati
    • 6. November 2025 um 14:00
    Metta:

    Ironie-Detektor defekt?

    Vielleicht hättest du bei deinem Post "komisch" in Anführungszeichen setzen oder ein Emoji verwenden sollen? ;)


    Hier lesen ja noch mehr Menschen, als das "eingeweihte Stammpublikum" mit, u.U. Anfänger und Neugierige, die sich für Buddhismus (und speziell das Thema Wiedergeburt) interessieren.

    Ich nehme an, dass Helmut auch für Letztere etwas klarstellen wollte...


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

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