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  1. Buddhaland Forum
  2. Thorsten Hallscheidt

Beiträge von Thorsten Hallscheidt

  • Wo fängt das Aussen an?

    • Thorsten Hallscheidt
    • 14. März 2026 um 08:50

    Wozu Götter, Geister, Zauber oder ätherische Buddhas? Es ist doch im Grunde ganz einfach:

    Zitat

    So wie ich denke und denkend rede und handle, so werde ich. In der Art, wie ich etwas mache, mache ich mich. Mein Charakter ist durch meine Werturteile bedingt. Durch meine denkerische Aktivität wird meine Gewöhnung geschaffen, mein Geneigtsein, mein verändertes Verhältnis zu etwas und dadurch meine Empfindlichkeit.

    Hellmuth Hecker, der Heilsweg des Erwachten, S. 75


    Die Analyse des Leidens beginnt im Alltag. Der achtgliedrige Pfad, der Weg zur Befreiung vom Leiden, beschäftigt sich mit dem Alltag. Die Befreiung findet konkret mit und im Alltag statt.


    Der Weg besteht aus folgenden praktischen Übungsfeldern, in denen alltägliche unheilsame Gewohnheiten langsam und stetig in heilsame Gewohnheiten verwandelt werden.


    Entwöhnung von berauschenden und benebelnden Gewohnheiten (Alkohol, soziale Medien, Zigaretten, Haschisch, Lachgas, etc.)
    Entwöhnung vom Töten (z.B. gedankenloses Töten von Insekten, Unterstützung von Massentierhaltung, etc. )
    Entwöhnung vom Stehlen (auch Ausbeutung nicht unterstützen)
    Entwöhnung von sexuellem Fehlverhalten
    Entwöhnung vom Lügen
    Entwöhnung von übler Nachrede oder Verbreitung von Vorurteilen
    Entwöhnung von grob verletzender Rede (auch Hassrede im Netz)
    Entwöhnung von gedankenlosem Geschwätz
    Entwöhnung von Habsucht (sich über Statussymbole oder Konsum definieren)
    Entwöhnung von Übelwollen, Ärger
    Entwöhnung von falscher Sicht (z.B. Leugnung von Ursache und Wirkung)
    Entwöhnung von Neid, Missgunst
    Entwöhnung von Geiz
    Entwöhnung von Stolz, Arroganz und Überheblichkeit
    Entwöhnung von Trägheit
    Entwöhnung von Rücksichtslosigkeit, Vergesslichkeit, Unachtsamkeit
    Entwöhnung von Unruhe, Rastlosigkeit, ständiger Ablenkung (Prokrastination)


    Sich gewöhnen an Gewaltlosigkeit (psychisch und physisch)

    Sich gewöhnen an Großzügigkeit und Freigebigkeit
    Sich gewöhnen an Geduld
    Sich gewöhnen an Tatkraft / freudige Anstrengung
    Sich gewöhnen an Sammlung / Meditation

    Sich gewöhnen an liebende Güte

    Sich gewöhnen an Mitfreude

    Sich gewöhnen an Mitgefühl
    Sich gewöhnen an Gleichmut


    Das allmähliche Entwickeln von Weisheit


    Diese Veränderung der Gewohnheiten und der Konditionierung im konkreten Leben mindert das Leiden und führt zu wachsender Unabhängigkeit und Freiheit.

  • toxische Spiritualität

    • Thorsten Hallscheidt
    • 7. März 2026 um 19:28
    KarmaHausmeister:

    Nö. Buddhismus führt doch zu Freiheit von dukkha, oder nicht?

    Am Ende ja. Aber es ist ein Weg, der am Anfang begütigt, in der Mitte begütigt und am Ende begütigt. (https://www.palikanon.com/digha/d33_10.htm)


    Der Weg hat viele Etappen. Einige haben mit ganz praktischen Dingen zu tun, die je nach Biografie sehr unterschiedlich sein können. Manchmal mag es erst einmal um Freude an der Praxis gehen, bevor Freiheit von Dukkha ins Zentrum rückt, oder um Vertrauen in die Lehre, oder um eine Verbesserung der Lebenssituation. Manchmal tauscht man destruktive Anhaftungen (z.B. Alkoholismus) gegen produktivere Anhaftungen aus (Sport, Meditation, Kontrolle, etc.). So viele unterschiedliche Menschen es gibt so viele Methoden und Wege mag es geben, die praktisch heilsam sind, auch wenn sie möglicherweise in diesem Leben nicht mehr zu völliger Freiheit von Dukkha führen. Darum finde ich es erst mal gut, wenn Menschen nur meditieren, um sich etwas zu entspannen und den Stress des Alltags etwas zu vergessen. Zu soft? Vielleicht. Ich denke aber eher, dass der Buddhismus ein sehr breit gefächertes Angebot an Methoden und Einsichten bietet, die in verschiedenen Bereichen wirksam werden können, auch wenn das Erwachen erst mal keine zentrale Rolle spielt:


    Die Lehren des Buddha zu einer sozialen und harmonischen Gesellschaft
    Eine Lehrreden-Anthologie aus dem Pali-Kanon. Herausgegeben und vorgestellt von Bhikkhu Bodhi Mit einem Vorwort des Dalai Lama 
Paperback, 272 Seiten,
ISBN:…
    buddhareden.de
  • Pratyeka Buddha

    • Thorsten Hallscheidt
    • 7. März 2026 um 09:41

    LukasD Was sagt die KI, wenn man sie bittet, Deinen Text einmal kritisch zu prüfen?


    Ich habe das mal ausprobiert. Mein Prompt war einfach:


    Bitte überprüfe diesen Forumseintrag einmal kritisch. Ist das ernst zu nehmen? Ist da vielleicht sogar was dran?

    Zitat

    Kurz gesagt: Nein, der Text ist nicht ernst zu nehmen. Er zeigt typische Merkmale von religiöser Selbstüberhöhung, kombiniert mit klar unrealistischen Behauptungen. Ich gehe das kurz sachlich durch.

    1. Die Zahl „25–40 Erleuchtete weltweit“ ist erfunden.
    Es gibt keine buddhistische Quelle, die eine feste Zahl erleuchteter Menschen angibt. In der buddhistischen Tradition wird so etwas grundsätzlich nicht quantifiziert.

    2. Ein Pratyekabuddha würde sich nicht öffentlich so darstellen.
    Das ist ein zentraler Widerspruch.
    In den buddhistischen Texten gilt:

    • Ein Pratyekabuddha lehrt nicht öffentlich.
    • Er lebt zurückgezogen und verkündet seine Erkenntnis nicht in Foren.

    Dass jemand schreibt: „Hallo, ich bin ein Pratyekabuddha und erkläre euch Erleuchtung“ widerspricht bereits der Definition.

    3. Die Beschreibung der „Erleuchtung“ ist oberflächlich und falsch.
    Er reduziert Nirvana auf:

    Zitat

    Gedanken können gestoppt werden.

    Das hat mit buddhistischer Befreiung kaum etwas zu tun.
    In den Quellen bedeutet Nirvana:

    • Ende von Gier, Hass und Verblendung
    • tiefes Verständnis von Vergänglichkeit, Nicht-Selbst und Leiden
    • ethische Transformation

    Gedankenstille kann durch viele Dinge entstehen (Meditation, Flow, neurologische Zustände, sogar Dissoziation). Das ist kein Beweis für Erleuchtung.

    4. Telekinese beim Fußball („Siddhi“) ist ein klares Warnsignal.
    Die Behauptung:

    Zitat

    Ich kann Spielerformationen beeinflussen und habe zur WM 2014 beigetragen.

    liegt außerhalb jeder überprüfbaren Realität.

    Im Buddhismus werden sogenannte Siddhis zwar in alten Texten erwähnt, aber:

    • sie gelten als unwichtig oder sogar Ablenkung
    • ernsthafte Lehrer warnen ausdrücklich davor, solche Fähigkeiten zu behaupten.

    5. Die Mischung religiöser Systeme ist inkonsistent.
    Er vermischt:

    • Buddhismus (Pratyekabuddha, Samsara)
    • Hinduismus (Kundalini, Chakra)
    • Christentum („Gott hat mich entdeckt“)
    • Esoterik (Energiefluss im Gehirn)

    Das ist typisch für Laien-Esoterik, nicht für buddhistische Lehre.

    6. Psychologisch wirkt der Text wie ein klassisches Muster.
    Ich formuliere vorsichtig: Das passt zu einem bekannten Typ religiöser Selbstdeutung:

    • plötzliches „Erweckungserlebnis“
    • Gefühl der Auserwähltheit
    • besondere Kräfte
    • mangelnde Anerkennung durch Wissenschaft
    • dennoch normale Arbeit im Alltag

    Das findet man in vielen spirituellen Foren.

    Fazit:
    Der Beitrag enthält keine Hinweise auf authentische buddhistische Praxis oder Erkenntnis. Die Kombination aus

    • Selbstproklamation als Buddha
    • telekinetischen Fähigkeiten
    • erfundenen Zahlen
    • widersprüchlichen Lehren

    macht ihn sehr wahrscheinlich zu einer Mischung aus Selbsttäuschung und Esoterik.

    Alles anzeigen
  • Pratyeka Buddha

    • Thorsten Hallscheidt
    • 7. März 2026 um 09:31

    KI hat eine wesentliche Eigenschaft: Sie schmeichelt gerne. Das hat mit dem Ziel der Kundenbindung zu tun. Wenn man eine halbwegs brauchbare Antwort von einer KI haben will, muss man ihr mitteilen, dass sie bitte maximal kritisch mit den eigenen Aussagen umgehen möge und alles Schmeicheln unterlassen.


    Wenn man ohne diese Anweisungen gegenüber der KI aus dem Nähkästchen plaudert, ist man binnen Kurzem eine einzigartige, seltene, tiefgründige Person mit außerordentlichen Eigenschaften. Wer möchte nicht gerne besonders sein und selten und klug und schön. Das haben die Menschen erkannt, die KI programmieren. (:


    Also: lasst euch nicht verar**hen. KI ist ein nützliches Werkzeug, mehr nicht.


    :shrug:

  • Anhaftung an den Dharma?

    • Thorsten Hallscheidt
    • 3. März 2026 um 21:30

    Ich dachte in den letzten Tagen etwas Ähnliches: Einfach nur noch bei der Meditation den Atem begleiten und alles andere weg.

  • Wie geht ihr damit um, wenn nahestehende Menschen euren Glauben nicht ernst nehmen?

    • Thorsten Hallscheidt
    • 25. Februar 2026 um 12:24

    Externer Inhalt www.youtube.com
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  • Wie kann ich die 8 Jhanas erreichen

    • Thorsten Hallscheidt
    • 25. Februar 2026 um 09:57

    Die Jhana sind Stufen, Bereiche, die unter bestimmten Bedingungen zuverlässig erscheinen. Diese Bedingungen kann ich durch bestimmte Übungen erfüllen und festigen. Das Schöne am Buddhismus ist ja: Wenn ich bestimmten Empfehlungen mit Geduld und Energie über einen gewissen Zeitraum folge, stellen sich zuverlässig entsprechende Ergebnisse ein. Das wirklich Ärgerliche am Buddhismus ist: Wenn ich bestimmten Empfehlungen nicht mit Geduld und Energie über einen gewissen Zeitraum folge, stellen sich entsprechende Ergebnisse auch nicht ein.


    :(

  • Es gibt nichts Angenehmes oder Unangenehmes, das Du nicht selber bewirkt hast.

    • Thorsten Hallscheidt
    • 25. Februar 2026 um 07:52

    Hier eine klar formulierte Passage von Hellmuth Hecker aus dem Buch "Der Heilsweg des Erwachten", S 30


    Zitat

    Der Buddha erklärt: Das Gesetz steht dem Menschen zu Häupten, zu Lebzeiten und darüber hinaus (D 26) oder Ich lehre ein heiliges überweltliches Gesetz als Besitztum des Menschen (M 96). Und dieses dem Menschen überlegene Gesetz kann er sich doch verfügbar und zum Besitz machen, nämlich mittels des Gesetzes. Es sagt mir: „Es gibt nichts Angenehmes oder Unangenehmes, das Du nicht selber bewirkt hast." Wie ist das möglich? Nun, weil ich mir z. B. einen Ärger auf jemanden angedacht habe, deshalb muss ich mich jedes Mal über ihn ärgern, wenn er mir begegnet. Weil ich mir bestimmte Triebe angedacht habe, deshalb muss ich leiden, wenn sie nicht erfüllt werden. Weil ich mir illusionäre Vorstellungen über das Leben gemacht habe, deshalb falle ich aus allen Wolken, wenn die Realität sich als das entpuppt, was sie immer schon war. Indem ich mir Anziehung, Abstoßung und Verblendung angewöhnt habe, bin ich selber meines Glückes oder Unglückes Schmied. Ich gestalte mein Schicksal selber, indem ich mich bedürftig und verletzbar mache. Die Dinge und Ereignisse tragen ihren Wert nicht in sich, sondern ich verleihe ihnen diesen erst durch meine Bezüge. Das ist das Gesetz des sogenannten Schicksals, das Karma-Gesetz, das Gesetz von Saat und Ernte.

    Dies Gesetz lässt keinerlei Raum für irgendeine Ungerechtigkeit des Schicksals, für irgendwelche unberechenbaren Zufälle oder Prädestinationsakte. Ich ernte immer das, was ich gesät habe, nämlich vor allem mich selber mit allen meinen Charaktereigenschaften, und in zweiter Linie die von mir gestaltete Welt - was an dieser Stelle nur erwähnt, aber nicht begründet werden kann. Mir wird nichts vorenthalten, weder an Gutem noch Bösem. Wie schlecht aber auch mein Charakter angelegt ist und wie ungünstig auch die Umwelt sein mag, ich habe doch die Möglichkeit in mir, wenigstens etwas davon zu überwinden. Nur weil ich die gewaltigen Möglichkeiten nicht kenne, die jeder Mensch in sich hat, deshalb resigniere ich so leicht. Das Gewisseste, auf das ich mich in der Existenz hundertprozentig verlassen kann, das sind meine Anliegen, Wünsche und Triebe: Sie sind so, wie ich sie gemacht habe, und bleiben so, wenn ich sie nicht ändere. Insofern ist eben die Lehre, das Gesetz, ersichtlich.

    Also selbst Schuld, wenn Elend, Angst und Leiden (weiterhin) groß sind? Wahrscheinlich ja... Auch wenn Schuld hier der falsche Begriff ist – verantwortlich trifft es wahrscheinlich besser.


    Habe ich mir Anziehung, Abstoßung und Verblendung angewöhnt, oder ist das Teil meines biologischen Programms als Tier, Sozialisation durch Gesellschaft, Freunde und Eltern? Nach buddhistischer Vorstellung kommt vieles ja auch aus dem letzten Leben. Eigentlich egal woher es kommt – sobald ich es bemerke, kann ich etwas dagegen unternehmen, oder?

  • Wie geht ihr damit um, wenn nahestehende Menschen euren Glauben nicht ernst nehmen?

    • Thorsten Hallscheidt
    • 24. Februar 2026 um 19:15

    Buddhisten sind Menschen,

    • die sich die Bedingungen des Lebens, Fühlens und Denkens genau anschauen,
    • die versuchen zu verstehen, warum trotz immer mehr Arbeit, Mühe und Wohlstand sich kein dauerhaftes Glück einstellen will,
    • die bei sich und anderen bemerken, dass vor lauter Getriebensein das Leben ungelebt vergeht,
    • die bemerken, dass Ausbeutung, Lügen, Gewalt und Diebstahl zu einem schlechten sozialen Klima führen (im Kleinen wie im Großen und über Generationen hinweg),
    • die nicht versuchen, Alter, Krankheit und Tod zu verdrängen,
    • die versuchen, Freundlichkeit und Gewaltlosigkeit im eigenen Leben nicht nur gegenüber anderen Menschen zu lernen,
    • die bemerken, dass die Bilder, die sie sich von der Welt machen, nicht die Welt sind, sondern im Gegenteil nur Vorstellungen, die die Welt verstellen.
    • die irgendwann die unsichtbaren, starken, Leid und Frustration erzeugenden Fesseln bemerken, als unerträglich erleben und sich davon befreien wollen

    Hier lässt sich noch einiges anfügen...


    Nichts davon ist meiner Ansicht nach "buddhistisch", sondern – vernünftig. Nichts davon hat mit Glauben zu tun, sondern mit einem immer weiter sich vertiefenden Prozess der Selbst- und Welterkenntnis. Es geht um Freiheit und Unabhängigkeit. Weniger um Identität als Buddhst:in.


    Im Buddhismus ist dieser Weg am klarsten und freundlichsten und zugleich kompromisslos dargelegt. Aber es ging dem Buddha nie um den Buddha oder den Buddhismus, sondern um die Befreiung vom Leiden. Warum sollte es mir also daran gelegen sein, als Buddhist ernst genommen zu werden, wenn es mir um Freiheit, Verantwortung und Erkenntnis geht? Und was liegt mir daran, wenn jemand Freiheit, (Selbst-) Verantwortung und Erkenntnis nicht ernst nehmen kann? Kann ich ihn oder sie dann ernst nehmen?

  • Wie kann ich die 8 Jhanas erreichen

    • Thorsten Hallscheidt
    • 24. Februar 2026 um 18:36

    So:

    'https://www.rebuy.de/i,1922575/buec…eits-revolution


    Alan Wallace beschreibt hier sehr genau, wie man das jeweilige Jhana erreicht, woran man es erkennt und was dafür notwendig ist. Praktische, kompromisslose Darstellung von jemandem, der genau weiß, wovon er schreibt.

  • Wie könnte Wiedergeburt aussehen ?

    • Thorsten Hallscheidt
    • 18. Februar 2026 um 09:57

    Letztlich ist die Frage nach der Wiedergeburt eine Frage nach dem: Was wird aus mir?


    Meine Existenz ist eine Verengung des Seins auf eine Perspektive. Diese Perspektive ist durch meinen Körper, meine Psyche, meine Erfahrungen, meine Umwelt geformt und verfestigt. Es ist eine extreme Verengung auf eine Sicht (auf einen Gesichtspunkt) und es ist eine Last (Dukkha). Diese Konfiguration, diese Perspektive verschwindet völlig, wenn die Bedingungen und Umstände, die sie geformt und aufrechterhalten haben, sich ändern. Das ist der Tod. Dass dieselbe Perspektive noch einmal entsteht, ist nicht möglich, auch nicht das, was ich jetzt als Verengung und Perspektive bin.


    Die Person ist eine auf einen Punkt verengte Perspektive. Was ist ein Sein, ohne Gesichtspunkt, ohne Blickwinkel, ohne Ich-Zentrum, von dem aus Farbe, Form, Laut, Geschmack, Gefühl, Konzept, Bewertungen, Gedanken, etc. erst entstehen? All das sind Ergebnisse der Perspektive, nicht des Seins.

  • Wie könnte Wiedergeburt aussehen ?

    • Thorsten Hallscheidt
    • 17. Februar 2026 um 18:31

    Leben – Gedanken, Gefühle, Bewusstsein, Wille, Empfindungen, ICH sind wie Meeresschaum auf Wellen des unergründlichen Ozeans – kommen und vergehen mit den Wellen. Der Ozean ist ohne Zeit, Schaum und Wellen wechseln ständig die Form und so entsteht Zeit. Der Ozean kennt weder Geburt noch Tod. Entstehen irgendwo Schaum oder Wellen, sind sie wiedergeboren?

  • „Aus dem Kopf herausschauen“, Eure Einschätzung?

    • Thorsten Hallscheidt
    • 29. Januar 2026 um 14:46
    Dirk_:

    „aus seinem Kopf herauszuschauen“ wie als kleines Kind

    Kinder schauen nicht aus dem Kopf heraus. Sie sind Kopf und Körper und Sinne und Gefühle... alles noch ungetrennt von der Welt. Irgendwann wird der Körper fremd, und man fühlt sich wie der "Geist in der Maschine" der aus den Augen heraus auf die Welt schaut. Das ist fortgeschrittener Dualismus, schmerzhafte Trennung. Durch die Meditation kann dieser Riss zeitweise wieder kleiner werden, und sogar sich schließen.

  • Geduld

    • Thorsten Hallscheidt
    • 27. Januar 2026 um 17:01
    Qualia:

    und beide haben nichts bei den Brahmavihāra zu suchen!

    Pāramitās = Übungsfelder / Vollkommenheiten auf dem Weg

    Brahmavihāras = Geistesqualitäten / Haltungen, die kultiviert werden


    Ich sprach oben von Pāramitās. Bei den Brahmavihāras gibt es keine Geduld als Kategorie.


    Die Sila sind Übungsfelder, die zu stabilisierten Verhaltensmustern eines Menschen führen können, wenn man sie konsequent einübt. Als Paramita (Vollkommenheit) ist die Ethik mühelos und selbstverständlich.

    Sīla = so leben, dass dein Dasein für andere keine Quelle von Furcht ist.

    Zitat

    Da verwirft der edle Jünger das Töten (Stehlen, Lügen etc...), steht ab vom Töten (Stehlen, Lügen etc...). Dadurch aber, daß er vom Töten (Stehlen, Lügen etc...) absteht, gewährt er unermeßlich vielen Wesen die Gabe der Furchtfreiheit, der Freiheit von Feindschaft und Bedrückung. Indem er aber unermeßlich vielen Wesen die Gabe der Furchtfreiheit gibt, der Freiheit von Feindschaft und Bedrückung, wird ihm selber Freiheit von Furcht, Feindschaft und Bedrückung zuteil.


    Quelle

    Und diese Haltung, sowie deren Wirkung auf andere, ist eine der sechs Paramitas (nicht der vier Brahmavihāras)

  • Geduld

    • Thorsten Hallscheidt
    • 27. Januar 2026 um 13:02
    Qualia:

    Ethik oder Moral

    Das sind zwei Paar Schuh.

  • Geduld

    • Thorsten Hallscheidt
    • 27. Januar 2026 um 11:53

    Geduld und Weisheit sind zwei der sechs Paramita. Geduld allein ist nie Weisheit. Weisheit ohne Geduld ist ebenfalls keine. Bei den Paramita ist entscheidend, dass sie alle in Abhängigkeit zueinander bestehen.


    Das bedeutet, Geduld ist ohne liebende Güte, ohne Weisheit, ohne Tatkraft, ohne Meditation, ohne Ethik nicht vollständig. Das mit einberechnet ist schnell klar, dass Geduld dann in die Irre führen kann, sobald sie aus Gleichgültigkeit entsteht, blind oder unreflektiert ist, aus Trägheit geschieht, ohne meditative Klarheit und Ruhe entstanden ist, ohne Relation zu Ethik ausgeführt wird.

  • Pratyeka Buddha

    • Thorsten Hallscheidt
    • 25. Januar 2026 um 10:13
    LukasD:

    Mein erster Gedanke war Verwunderung und die Frage ob diese plötzliche Stille im Gehirn für immer bleibt. Sie ist für immer Geblieben.

    Dein erster Gedanke hat diese Stille offenbar beendet.


    By the Way: Hallo und guten Tag, Lukas. _()_

  • Die stille Revolution

    • Thorsten Hallscheidt
    • 17. Januar 2026 um 08:19
    KarmaHausmeister:

    Vielleicht die Kultur, die Sprache oder Normen in den Sanghas/Retreats? Und was würdest du stattdessen einführen – ganz konkret?

    Ich denke, ich würde versuchen, die Lücke zwischen den exotischen Formen und Ritualen (z.B. im tibetischen Buddhismus oder im Zen) und der Alltagserfahrung hier im Westen zu schließen, damit die Lehre "auf den Boden" kommt und nicht zu einem Fluchtraum in eine vermeintlich bessere Welt: Rituale, Gebete, etc. verstehen, übersetzen und in (auch sprachlich) verständlicher Form einüben, Kleidung normalisieren, Hierarchien hinterfragen, abflachen, demokratisieren. Lehrer sind wichtig, aber können nur unterrichten, wenn sie wissen, wie Menschen hier leben und welchen Problemen sie ausgesetzt sind. Keine abgehobenen Patriarchen, die Anbetung und unbedingten Gehorsam einfordern oder gewohnt sind. Keine devote Sangha, die um die Gunst des "Meister" eifert und buhlt.

  • Mitgefühl als Selbstbetrug

    • Thorsten Hallscheidt
    • 31. Dezember 2025 um 14:31

    Mitgefühl heißt: Ich kann mir vorstellen und mitempfinden, wie es einem anderen Wesen unter bestimmten Bedingungen geht. Wenn ich diese Fähigkeit bewusst begrenze, nicht ausübe oder gar nicht entwickelt habe, kann ich mir leichter etwas vormachen. Mitgefühl ist wie die Fähigkeit des Sehens. Scheuklappen machen das Leben oft einfacher. Der Selbstbetrug beginnt also mit der Begrenzung. Beispiel: Massentierhaltung.

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • Thorsten Hallscheidt
    • 7. Dezember 2025 um 16:53
    Bebop:

    Es ist nicht allzu schwer, wenn du mal solche Macht hast, zu verhindern, dass gegen dich ermittelt wird.

    *Schwurbel-di-Schwurbel*

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • Thorsten Hallscheidt
    • 7. Dezember 2025 um 15:44
    Zitat

    Man könnte vor allem auch den überall grassierenden Rechtspopulismus unter der Frage ansehen, was er dazu beiträgt, irgendwie den Beschluss, in die ökologische Katastrophe zu gehen, zu ertragen, in dem Fall durch systematische Selbstverrohung. Denn wenn er mit der menschlichen Würde und dem Selbstbild der meisten Menschen nicht vereinbar ist, dann muss entweder der Beschluss geändert werden – oder das Selbstbild. Schließlich gibt es in allen Religionen, allen Kulturen bestimmte Normen von Mitmenschlichkeit, Solidarität und Nächstenliebe, die einen Anspruch an das eigene Tun darstellen, der wiederum permanent unterlaufen wird.

    Der Rechtspopulismus bietet den Leuten eine menschenverachtende, gegenwartsgierige Ideologie an, die zur naturverachtenden, zukunftszynischen Praxis passt. Planetare Empathielosigkeit auf diese Weise politisch zu bejahen – für diese Ideologie müsste ein Name erst noch gefunden werden, Faschismus wäre vielleicht zu antiquiert. Jedenfalls gibt es gute Gründe für die Annahme, dass sich die rechte Drift nicht wirksam wird bekämpfen lassen, wenn der Beschluss, in die Katastrophe zu gehen, nicht revidiert wird.

    Quelle

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • Thorsten Hallscheidt
    • 6. Dezember 2025 um 18:40
    Samadhi1876:

    So liegt es nicht in meiner eigenen kleinen Macht

    Grosses und weit Entferntes Verändern zu können

    Die Welt, wie wir sie vorfinden, ist das Ergebnis von 8 Milliarden Einzelentscheidungen (Konsum, Wahl, soziale Entscheidungen, etc.). Selbst der größte und mächtigste Konzern der Welt kann einpacken, wenn keiner/keine seine Produkte kauft.


    Zitat

    Eigner und Erbe meiner Taten bin ich, meinen Taten entsprossen, mit ihnen verknüpft, habe sie zur Zuflucht und die guten und bösen Taten, die ich tue, werde ich zum Erbe haben“

    Quelle

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • Thorsten Hallscheidt
    • 6. Dezember 2025 um 17:53
    Bebop:

    Das sind ALLES Bereiche, wo Geld fehlt.

    Um so wichtiger sind Steuern von Menschen, die etwas abgeben können. Ich habe gut geschlafen, danke.

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • Thorsten Hallscheidt
    • 6. Dezember 2025 um 17:18
    Bebop:

    "Uns" heißt auch Steuerzahler, und uns wird definitiv was weggenommen, das ist ein Fakt und keine Frage von "Furcht"

    Dafür bekommen wir Straßen, Zugstrecken, die gesamte Infrastruktur, Schulen, Universitäten, wissenschaftliche Einrichtungen, ein funktionierendes Gemeinwesen, Institutionen, politische Einrichtungen, etc... Steuern kommen vielfach zurück, wie das, was wir aus Freigebigkeit weggeben, um eine vielfaches wieder zurückkommt. Geben-Können ist ein Privileg.

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • Thorsten Hallscheidt
    • 6. Dezember 2025 um 15:24

    Ich meine, wir können ja auch – statt zu befürchten, man könnte uns was wegnehmen – mal überlegen, wann es für uns vielleicht mal genug ist. Was Warmes und Trockenes zum Wohnen, sauberes Wasser, genug und gesundes Essen, Freunde und Freude am Leben zum Teilen mit anderen. Und Frieden! Es kann doch nicht sein, dass wir den armen Leuten, die aus Kriegsgebieten oder aus Gebieten, die durch Klimawandel oder Ausbeutung keine Zukunft mehr bieten, hierher flüchten müssen, das wenige neiden, das sie hier bekommen. Da muss man sich doch schämen! Wir sollten noch mehr Flüchtlinge aufnehmen und nicht mehr so viel Schaden anrichten durch unsere imperiale Lebensweise.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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