Einen schönen guten Tag,
mich würde interessieren wie ihr mit eurem Ego umgeht - ich beschäftige mich schon eine Weile mit den buddhistischen Lehren, mal mehr mal weniger, in letzter Zeit mehr da ich ein ziemliches Problem mit Anhaftung und Loslassen habe. Dann wenn ich denke, losgelassen zu haben und es verstanden zu haben, stehe ich in der Früh auf oder vor dem Einschlafen kommen Gedanken und schon geht es in die andere Richtung. Anfangs kann ich nach einer Zeit wo ich mein Selbst stärker spüre und dann das Ego langsam wieder im Vordergrund ist, meiner Wahrnehmung schwer trauen - ich merke es fühlt sich schwer an aber irgendwie bin ich mir nicht sicher und das Ego sagt mir so in der Art "Nein nein alles gut - du kannst auf mich vertrauen".....
Manchmal bin ich auch so im Hochmut, dass es schon fast für mich unaushaltbar ist, dann versuche ich in die Akzeptanz zu gehen, das gelingt mir meiner Meinung nach auch (also ich denke dass mein Ego mir das sagt) und schon einige Minuten später ertappe ich mich wieder im hochmütigen Gefühl (das wäre zum Beispiel, dass ich denke, mehr verstanden zu haben als andere oder wenn ich sehr oberflächliche weltliche Menschen treffe, ein Gefühl von "Ich bin besser" da ich mich ja schon getraut habe in viele dunkle Ecken hinzuschauen etc.). Vielleicht kommen die Gedanken halt auch, weil ich zwar in meine dunklen Ecken geschaut habe, viele Schattenseiten aufgedeckt habe, aber ich in der Akzeptanz und Vergebung feststecke - keine Ahnung wie das gelingen soll ...
Ich weiß das klingt alles andere als gut hier, aber es ist ehrlich und offen und ich möchte mich nicht als besseren Menschen hinstellen, aber natürlich auch nicht als schlechteren. Ich wäre nur sehr gespannt auf nicht wertenden Austausch, falls jemand bereit dazu ist.
Alles Liebe
Ambi