Ein von Herzen kommendes Danke auch von meiner Seite für den sehr lehrreichen Austausch hier und danke für die Zeit und die Worte eines Jeden. Auch bin ich dankbar dafür, dass hier offene, ehrliche und menschliche Gespräche möglich sind und man auch mitverfolgen kann wo man selbst ins Nachdenken kommt.
Beiträge von ambi
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Einen besonderen und von Herzen kommendes Danke für eure Nachrichten ❤️ - sie geben mir zum Nachdenken aber auch machen sie momentan etwas mit mir, was ich nicht beschreiben kann und fühle mich nicht bei mir ... eher als würde ich neben mir stehen...
Aber alles ist ein Prozess. Und man kann auch nichts sofort erzwingen. Alles braucht immer seine Zeit…Ich habe mir das Video angeschaut und es ist wirklich sehr informativ, auch hat es mir kurzzeitig die Möglichkeit gegeben, mehr zu verstehen, andere und mich, es fühlt sich auch genau so an wie beschrieben. Die heutige Zeit macht es einem natürlich nicht besser, aber Social Media etc. nutze ich schon seit Jahren nicht mehr, zwar waren es da die politischen Beiträge, die mir schon vor Beginn des Tages wütend machen ließen aber auch habe ich gemerkt, dass man seine Bestätigung im Außen sucht, nachschaut ob jemand geantwortet hat, den Kontrollzwang hat es auf jeden Fall sehr gefördert und daher habe ich beschlossen, bis ich nicht damit umgehen kann, mich überall abzumelden und zuerst mal daran zu arbeiten. Die Geduld ist neben allem eine sehr große Herausforderung ...
Es hört sich so an, als würdest du (permanent?) Dialoge mit deinem "Ego" führen, dem ein (wahres) Selbst zwar gegenübersteht, welches aber - gefühlt - dauernd vom Ego übertönt wird?
Oder ist es so, dass du bestimmte Gedanken, die du als Ego-generiert bewertest, bewusst von anderen, z.B. altruistischen, Gedanken trennst?
Hm ... schwer zu sagen ... in letzter Zeit ist es so, dass ich nicht mehr weiß was das Selbst ist und was das Ego... aber ja ich würde es manchmal sogar in 3 Bereiche einteilen, das Selbst, das Ego mit den verschiedenen Masken und dann etwas sehr leeres und schweres welche Worte sind, die ich angenommen und immer wieder wiederhole aus der Kindheit ... wobei wenn ich so darüber nachdenke, wenn ich den narzisstischen Anteil zuhöre, dann sind das Ängste aus der Familie, Meinungen, die ich gehört habe, wo ich mich als Kind immer dagegen gewehrt habe weil es in meinen Augen nicht richtig ist zB über andere zu urteilen, weil ich hier mehr als das oberflächliche sehen konnte und auch den Gedanken hatte "wenn er damit happy ist, dann soll er tun" aber vielleicht bröckelt das Ganze weil ich es mir anschaue... es wird gefühlt stärker, alleine wenn ich mich darüber informiere ... aber wenn ich ruhige Momente habe, und ich gerade mitten im Hamsterrad bin und dann der Gedanke kommt, nachzufragen wer das eigentlich ist, wird es ganz ruhig - da habe ich das Gefühl als würde diese Stimme sich ertappt fühlen und sich sofort wieder zurückziehen - da kommt nichts zurück... schwer zu erklären...
Ich wünsche euch allen alles alles Liebe
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Das Ich sucht Schutz und Sicherheit. Um dieses Ziel zu erreichen, nutzt es verschiedene Strategien, die sich letztlich alle den Kategorien von Gier (Haben-Wollen) und Hass (Abneigung/Angst) zuordnen lassen. Sich über andere zu stellen (Erhöhung) oder sich anzupassen (Unterordnung) sind solche Strategien.
Hat Angst deiner Meinung nach wirklich mit Hass zu tun? Hass wem oder was gegenüber?
Angst ist neben dem Hochmut ein ständiger Begleiter - habe auch schon darüber gelesen, dass Angst eine Reaktion des Egos ist, aber ich glaube wahrzunehmen, dass es noch eine andere Angst gibt - und damit meine ich nicht, die Angst, die uns vor gefährlichen Tieren beschützen sollte mit einer Kampf- oder Fluchtreaktion, sondern eine Angst, zum Beispiel vor der inneren Leere, die Leere die vielleicht im Kindesalter nicht gesättigt worden ist - oder ist es alles das gleiche? Die Unterscheidung fällt mir persönlich noch schwer ...
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Daraus sollte aber kein Denk- oder Redeverbot entstehen: solange du dir darüber im Klaren bist, dass du Gefühle, Wahrnehmungen etc. nur umschreiben, aber nie exakt beschreiben kannst, ist das erste Problem aus der Welt. Und wenn dein Gegenüber das ebenfalls versteht, und Ihr euch darüber hinaus noch einig seid, dass Begriffe immer auch noch eine semantische Unschärfe beinhalten, also nicht für jeden jederzeit exakt das gleiche bedeuten, ist ein sinnvolles Gespräch möglich.
Lieber Andreas,
danke für deine Antwort - mir fehlen momentan die Worte da ich merke, an was ich festgehalten habe und hier meine Gedanken nicht weitergedacht habe bzw. nicht andere Möglichkeiten in Betracht gezogen habe .. danke für den Input, da möchte ich mal selbst mehr in die Tiefe gehen bevor ich mehr dazu sage
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Aber alles ist ein Prozess. Und man kann auch nichts sofort erzwingen. Alles braucht immer seine Zeit…Danke für deine Nachricht - ich werde gleich mal hineinhören!
Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen... mir wurde auch mit der Zeit bewusst, und das meinte ich auch damit mit eigene Schattenseiten anschauen und Trauma weitergeben, dass mein Inneres nach Sicherheit und Liebe hungert, so wie das Innere meiner Mutter, und das zu erkennen, dass man Menschen benutzt um diese Leere zu füllen und dabei nicht verstehen möchte, dass diese Leere niemals jemand füllen kann, treibt mich momentan ans Ende meiner geistigen Grenzen... Ich weiß dass nur ich mit Mitgefühl und Vergebung diese Leere füllen kann.. oder auch nicht... oder durch was Höheres wenn man sich die Evolution anschaut und wie sehr ein kleines Lebewesen abhängig ist von Mutter und ihrer Sicherheit? Oder sollte ich da überhaupt hinschauen da ja die Vergangenheit Vergangenheit ist und ich mich zu sehr mit ihr beschäftige?
Einerseits möchte man wachsen und sieht so viel mehr als man sein Leben lang gesehen hat, andererseits, wenn man sich zB über das Thema Narzissmus informieren möchte weil man verstehen möchte, kommen unzählige Videos und Beiträge wie schlecht man doch ist und wie sehr man auf Abstand gehen sollte... und da ist der Punkt wo ich merke, dass ich noch nicht so gefestigt bin und ich Angst vor mir bekomme und wütend auf mich bin...
Wie gehst du mit dem ganzen um bzw. welche Erfahrungen hast du?
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Hallo
Hab gerade die Beiträge durchgelesen und finde sie sehr interessant und bin auch neugierig über eure Sichtweisen
Ist es notwendig zu sagen, dass einem etwas egal ist wenn es wirklich so ist? Indem ich sage, dass es mir egal ist, will ich meinem Gegenüber ja etwas beweisen, will verstanden und gesehen werden ansonsten würde ich das doch nicht sagen oder? Aber in einem Forum wo man miteinander schreibt, muss man ja schriftlich ausdrücken was man denkt und fühlt ansonsten weiß das das Gegenüber nicht... aber macht das einen Unterschied?
Und als Erwachter, ist es da besser, sich mit Menschen zu umgeben, die die gleichen Erfahrungen gemacht haben damit man sich das bewahrt was man "gefunden" hat? Oder sind gerade die Erfahrungen mit Andersdenkenden nicht das was das Leben zu dem macht was es ist? Es ist ja ein Unterschied ob ich mich mein Leben lang in einer Höhle verkrieche und meinen Geist erforsche und anderen Menschen aus dem Weg gehe um nicht "gestört" zu werden bzw. ich nur mit Menschen zu tun habe, die auf meiner "Wellenlänge" sind oder ob ich auch Menschen in mein Leben lasse, die nicht so sind wie ich und Akzeptanz und Mitgefühl für sie entwickle, ohne in Mitleid und deren Muster zu verfallen?
Was genau der Hintergrund dieser Fragen sind, kann ich nur erahnen .. ich bin keine Erwachte, ich bin Suchende, vor allem möchte ich verstehen und das Verständnis irgendwann Nutzen um Kopf und Herz miteinander zu verbinden.. oder auch nicht... ich weiß es nicht...
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Danke von Herzen für jeden einzelnen Beitrag - sie haben mir sehr weitergeholfen und mich auch auf einige neue Gedanken gebracht.
Es stimmt, dass ich, sobald Gedanken aufkommen, die mir nicht gefallen, die nicht in mein Bild eines "guten" Menschen passen, gleich mal mit der Peitsche hingehe und sie verjage. Ich halte das Rad am Laufen indem ich zu mir sage, was für ein Mensch ich doch bin, dass das gerade aufkommt. Ich gehe mit mir sehr unsanft um, da ich beim Aufdecken meiner Schattenseiten auch gesehen habe, welche zwischenmenschlichen Dynamiken entstehen können, welche ungelösten Traumata ich meiner Eltern verinnerlicht habe, unbewusst weitergegeben habe, ich wollte nie so sein wie sie und doch musste ich schmerzlich feststellen, dass das Gegenteil zu machen, nicht bedeutet, nicht so zu sein wie sie sondern genau gleich nur andersherum. Ich habe mir nicht erlaubt, dass alles da sein darf, das Licht und die Dunkelheit, ich tue mir auch jetzt noch schwer alles zu akzeptieren daher stehe ich in meinem Kopf mit der Peitsche da und bin dann noch so stolz drauf wenn ich mal keine brauche.
Was mich noch interessieren würde ist, ob sich jemand von euch mit einer milderen Dissoziation und Ego auseinandergesetzt hat? Ich hab da mal die Diagnose erhalten im Zusammenhang mit einer kPTBS und bin durch den Buddhismus auf die Idee gekommen, dass das ein massiver Widerstand gegen Ego-Anteile ist und war. Aber so ganz kann ich das nicht einordnen, da ich mich, wie beschrieben, an manchen Tagen sehr verbunden zu mir fühle und ich es auch überprüfe ob ich Zugang zu allen Erinnerungen und Erfahrungen habe und das bejahen kann, und dann passiert was kleines und schon zieht sich mein Selbst in sein Schneckenhaus zurück.
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Einen schönen guten Tag,
mich würde interessieren wie ihr mit eurem Ego umgeht - ich beschäftige mich schon eine Weile mit den buddhistischen Lehren, mal mehr mal weniger, in letzter Zeit mehr da ich ein ziemliches Problem mit Anhaftung und Loslassen habe. Dann wenn ich denke, losgelassen zu haben und es verstanden zu haben, stehe ich in der Früh auf oder vor dem Einschlafen kommen Gedanken und schon geht es in die andere Richtung. Anfangs kann ich nach einer Zeit wo ich mein Selbst stärker spüre und dann das Ego langsam wieder im Vordergrund ist, meiner Wahrnehmung schwer trauen - ich merke es fühlt sich schwer an aber irgendwie bin ich mir nicht sicher und das Ego sagt mir so in der Art "Nein nein alles gut - du kannst auf mich vertrauen".....
Manchmal bin ich auch so im Hochmut, dass es schon fast für mich unaushaltbar ist, dann versuche ich in die Akzeptanz zu gehen, das gelingt mir meiner Meinung nach auch (also ich denke dass mein Ego mir das sagt) und schon einige Minuten später ertappe ich mich wieder im hochmütigen Gefühl (das wäre zum Beispiel, dass ich denke, mehr verstanden zu haben als andere oder wenn ich sehr oberflächliche weltliche Menschen treffe, ein Gefühl von "Ich bin besser" da ich mich ja schon getraut habe in viele dunkle Ecken hinzuschauen etc.). Vielleicht kommen die Gedanken halt auch, weil ich zwar in meine dunklen Ecken geschaut habe, viele Schattenseiten aufgedeckt habe, aber ich in der Akzeptanz und Vergebung feststecke - keine Ahnung wie das gelingen soll ...
Ich weiß das klingt alles andere als gut hier, aber es ist ehrlich und offen und ich möchte mich nicht als besseren Menschen hinstellen, aber natürlich auch nicht als schlechteren. Ich wäre nur sehr gespannt auf nicht wertenden Austausch, falls jemand bereit dazu ist.
Alles Liebe
Ambi