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Falsche Mönche, echte Gewinne

  • KarmaHausmeister
  • 11. Mai 2026 um 09:30
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  • KarmaHausmeister
    Globale Moderation Themenautor
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    Buddh. Richtung
    säk. Buddhismus
    • 11. Mai 2026 um 09:30
    • #1

    Auf Facebook und Instagram tauchen derzeit immer häufiger vermeintlich buddhistische Mönche auf, die weise Ratschläge geben, E-Books verkaufen oder spirituelle Mitgliedschaften bewerben. Namen wie „Yang Mun“ oder „Shen Yu“ wirken vertraut, asiatisch, klösterlich. Doch dahinter stehen keine ordinierten Praktizierenden, keine realen Lehrer, keine Sangha – sondern KI-generierte Figuren.


    Diese KI-generierten „Mönche“ bedienen ein altes Klischee: den mystischen asiatischen Weisen, der uns im richtigen Moment die Richtung weist. Was harmlos oder sogar hilfreich wirken kann, ist in Wahrheit Teil eines Geschäftsmodells. Mit künstlichen Gesichtern, nachgeahmten Stimmen und recycelten Inhalten echter Mönche werden Klicks, Werbeeinnahmen, Bücher und fragwürdige Wellness-Angebote verkauft. Hier wird das Bedürfnis von Menschen nach Orientierung ausgenutzt, um Geld zu verdienen.


    Dazu passt, dass oft nicht offengelegt wird, dass der vermeintliche Weise vollständig künstlich, KI-generiert ist. Wer diese Inhalte teilt, folgt oder bewirbt, unterstützt daher Unternehmen, die Vertrauen in buddhistische Praxis untergraben. Aufmerksamkeit, die echten Lehrerinnen und lebendigen Gemeinschaften zugutekommen könnte, fließt stattdessen in anonyme Geschäftsmodelle.


    Einige dieser Accounts geben auch Gesundheitsratschläge oder sprechen über traditionelle ostasiatische Medizin – oft verkürzt, ungenau oder schlicht falsch. Auch hier wird Autorität simuliert, ohne Verantwortung zu übernehmen.


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    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

    Nagarjuna / 塞翁失馬 – 焉知非福

  • void
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    • 11. Mai 2026 um 09:49
    • #2

    Es gibt auch immer mehr religiöse Bots. Ich habe aus dem Bekanntenkreis in einer Freikirchen gehört, die sich mit Jesus auf Telegram austauscht. Da bleibt dann die Frage "Was würde Jesus tun" nicht mehr hypothetisch sondern er ist immer mit dabei.

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    • 11. Mai 2026 um 10:58
    • #3

    _()_ich für die vielen Einblicke, kann es mir nur vorstellen, weil mir Menschen schon immer suspekt waren, bei denen ich kein eigenes, selbstständiges Denken in ihrer Kommunikation erkennen kann.


    Ja, ich benutze KI, doch nur für die Grammatik- und Ontologieprüfung meiner Texte. Zum Einholen von Datenmaterial. Der KI habe ich untersagt, metaphysische, mythologische und psychologische Tricksereien anzuwenden, und wenn unvermeidlich, sie zu kennzeichnen. So sind meine Texte meine. Mit einem riesigen, unvorstellbar schnellen Lexikon und Grammatikpool von mir korrigiert. Nur wenn ich es möchte, erscheint Emotion in meinen Texten, und die sind, wie dieser, nicht geprüft.


    Mich einem „Jesus“ in einer App hinzugeben, ist für mich vollkommen absurd.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • IsegrimRukipe
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    • 12. Mai 2026 um 08:00
    • #4

    Die Illusion des digitalen Raums wird immer manifester und doch geben sich erstaunlich viele Menschen dieser Flucht hin. Es ist spirituelles Fast Food, sieht erstmal gut aus, ernährt jedoch nicht.

    Gleichzeitig setzen viele junge Leute auch wieder mehr auf analoge Dinge.

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    • 12. Mai 2026 um 10:23
    • #5

    Eine Tastatur, ein Touchscreen, eine VR‑Brille sind auch analoge Dinge. Dass das so ist, wird nicht bemerkt, weil die digitalen Räume, einschließlich seiner eigenen Vorstellungen im Sitzen, so verlockend befriedigend sind. Kein Widerspruch, kein Unangenehm und wenn doch, dann wird es einfach geändert oder gefördert, weil der Nervenkitzel so geil ist. Die reale Umwelt wird zu einem Horrortrip, in dem es nie einfach ist, zu verändern.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Anna Panna-Sati
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    • 13. Mai 2026 um 00:24
    • #6
    KarmaHausmeister:

    Hier wird das Bedürfnis von Menschen nach Orientierung ausgenutzt, um Geld zu verdienen.

    Leider nichts Neues, nur eine andere, "modernere", Methode, die den Bedürfnissen von Menschen entgegenkommt, die vielfach (oft unbewusst) schon "digital-süchtig" geworden sind.

    KarmaHausmeister:

    Dazu passt, dass oft nicht offengelegt wird, dass der vermeintliche Weise vollständig künstlich, KI-generiert ist.

    Die verkündeten "Weisheiten" werden als solche erkannt (oder auch nicht) - letztlich scheint für viele "Konsumenten" die gefühlte Wahrheit getätigter Aussagen mehr, als die Identität des/der Urheber(s), zu zählen.

    KarmaHausmeister:

    Wer diese Inhalte teilt, folgt oder bewirbt, unterstützt daher Unternehmen, die Vertrauen in buddhistische Praxis untergraben.

    Aufmerksamkeit, die echten Lehrerinnen und lebendigen Gemeinschaften zugutekommen könnte, fließt stattdessen in anonyme Geschäftsmodelle.

    Danke für die Warnung, man sollte sie möglichst weit verbreiten und aufklären, im Bewusstsein, nicht alle spirituell Interessierten zu erreichen, bzw. zu überzeugen.


    Die zunehmende Gewöhnung an KI (- generierte Bilder, Videos, Informationen/Inhalte), sowie deren bequeme, schnelle Verfügbarkeit, (scheinbare) Kompetenz und "Freundlichkeit" übt (noch!) große Anziehungskraft aus...

    IsegrimRukipe:

    Gleichzeitig setzen viele junge Leute auch wieder mehr auf analoge Dinge.

    Ein Hoffnungsschimmer....irgendwann kommt der Überdruss und das "echte" Leben wird wieder gesucht.


    Mag sich manchmal auch schwierig gestalten, weil "Echtes" kratzen, beißen und anderweitig unangenehm werden kann...mit ungeahnten Folgen:

    Wenn der Wald unheimlich wird: Immer mehr Menschen fürchten sich vor der Natur
    Viele Menschen empfinden Natur zunehmend als bedrohlich oder abstoßend. Forschende sprechen von Biophobie – mit Folgen für Gesundheit und Naturschutz.
    www.geo.de


    (Vielleicht fürchtet sich mancher auch schon vor "echten" Weisen?;))

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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