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  2. IsegrimRukipe

Beiträge von IsegrimRukipe

  • Manipulation in Buddhas Namen?

    • IsegrimRukipe
    • 3. August 2026 um 12:14
    Qualia:
    IsegrimRukipe:

    Im Überkonsum schwelgen und die Leute ausbeuten ist jedoch mehr als nur eine Macke.

    Das ist menschlich und nicht erkennen, dass nicht genug da ist für diesen Luxus. Der Überkonsum geht auf Kosten aller anderen und führt zu dem Mitleid: Tut mir leid, aber es tut mir nicht leid, dass du nicht so gierig und vermessen bist wie ich.

    Ich stimme dir zu, dass das grundsätzlich menschlich ist.

    Siehst du keinen Unterschied zwischen Menschen die in in eine Lehrerrolle im buddhistischen Sinne gehen und den Schülern? An dieser Stelle ist für mich der Knackpunkt.

    Mein Lehrer sollte diesbezüglich schon weiter sein als ich. Die Ausrede, man habe das durchschaut und kann deshalb die „33 Kuchen“ innerhalb weniger Tage benötigen, sehe ich nicht als valide an.

    Danke für deine Perspektive.

  • Manipulation in Buddhas Namen?

    • IsegrimRukipe
    • 3. August 2026 um 10:06
    JoJu91:

    Wein saufen und Wasser predigen ist der Standard.


    :?

    Ich bezog mich auf die eklatante Diskrepanz zwischen Lehre und Lebensstil. Das wäre für mich eine zu große Lücke.

    Heilige gibt es natürlich nicht, auch gute Lehrer haben ihre Macken. Wir sind eben Menschen.


    Im Überkonsum schwelgen und die Leute ausbeuten ist jedoch mehr als nur eine Macke. 😅

  • Wie viel muss man gelesen haben?

    • IsegrimRukipe
    • 2. August 2026 um 21:35

    Aufgrund der Witterung ist aus der Zeit wohl leider auch wenig (/ nichts?!) erhalten geblieben. Denkbar wäre ebenso, dass neben der mündlichen Überlieferung auch Bilder eine Rolle gespielt haben könnten, ähnlich der Wandgemälde, Mosaike und evtl. bemalter Amphoren der Griechen / Römer.


    Mir fehlt jedoch das Wissen, ob es zu der Zeit eine solche Tradition der bildhaften Darstellung gab und ob doch irgendwas überdauert hat. Das Klima Indiens lässt mich da jedoch etwas zweifeln.

  • Manipulation in Buddhas Namen?

    • IsegrimRukipe
    • 2. August 2026 um 20:58

    Ich fand den Podcast auch sehr erhellend. Mit den gemachten Angaben kommt man sehr schnell auf den „Zenmeister“ (Hessen und abstrakte teure Bilder sind eher eindeutig). Ich denke auch, wenn sich jemand schon selbst so nennt und / oder sehr viel Geld möchte bzw. einen solch extravaganten Lebensstil führt oder seine eigenen „Linien“ erzeugt, ist bereits größte Vorsicht und Abstand geboten. Teure Kurse, viele „Hierarchieebenen“, keine Anerkennung von den großen Hauptschulen usw. können gute Hinweise sein, dass man Abstand halten darf.

    Was mich doch auch irritierte, dass dort natürlich ein paar buddhistische Vokabeln verwendet wurden, aber eben meist nicht korrekt. Mit ein bis zwei Werken über Buddhismus allgemein und Zen im speziellen könnte man solche falschen Meister schon entlarven. Zusätzlich diese christliche Idee vom göttlichen Licht oder solche seltsamen Ideen wie Schutz-Mandalas. Das hat mit Zen herzlich wenig zu tun.


    Es ist doch die Sehnsucht, die uns Menschen in die Illusionen lockt. Es ist dasselbe mit Drogen und Abhängigkeit, hier ist eben der „Meister“ die Droge von der man abhängig wird.


    Natürlich kann uns das allen passieren. Dana und Samu sind Konzepte die immer wieder hinterfragt werden dürfen. Ist es stimmig? Ein Mensch der den Wein säuft und das Wasser predigt ist jedenfall keine gute Richtschnur.

  • Wie viel muss man gelesen haben?

    • IsegrimRukipe
    • 12. Juli 2026 um 16:23

    Nachdem man die sekundäre Literatur über den Buddhismus im Allgemeinen gelesen hat, kann man mit Büchern zu den einzelnen Traditionen weiter machen, die alten Texte sind auch interessant (wie bereits erwähnt), sowie historische Befrachtungen welche buddhistischen Schulen es ungefähr gab. Ich finde es auch spannend wann, welche Schulen erloschen sind und weshalb dem wohl so wahr (interne / externe Faktoren) und welche Konzepte diese Schulen entwickelt haben, welche spätere Schule mehr oder weniger von einer anderen übernahm usw. usf.

    Lesen sollte jedoch nicht die Praxis der Meditation und des Handelns im Alltag ersetzen, wie diese Praxis auch immer aussehen möge (je nach Tradition / Schule).


    Ich persönlich finde auch philosophische Exkurse in ähnliche Philosophien wie den Buddhismus spannend oder Schriften in denen buddhistische Ideen zu finden sind z.B. die Stoa (Epikur usw.), den Daoismus, Fromm (Haben oder Sein), Rosa (Resonanz) usw.

    Thich Nhat Hanh kann auch interessant sein, gleichwohl die Veröffentlichungen etwas konfus sind, da gleiche Texte oftmals unter neuem Titel neu aufgelegt wurden.

    Stephen Batchelor ist ebenfalls interessant (Jenseits des Buddhismus)


    Es hängt eben sehr davon ab, welche Geschmacksrichtung du bevorzugst. Bei Erfahrungen mit sektenartigen Strukturen ist evtl. ein System das sehr starken Fokus auf Gurus legt vielleicht eher nicht so sehr das Richtige.

    Am Beginn meiner Reise war der Theravada für mich interessant, dann wurde es eher eine Mischung aus unterschiedlichen Einflüssen mit vor allem säkularer Betrachtung und Zen Einfluss.

  • Ist "Theravada" das bessere Hinayana?

    • IsegrimRukipe
    • 8. Juli 2026 um 14:03

    Bzgl. der Begriffe in einem Buch für Anfänger wären die gängigen Begriffe am sinnvollsten. Das sind nach meinem Wissen Mahāyāna und Theravada, wenn du einen historischen Exkurs machen möchtest wirst du um den Begriff des Hinayana nicht umhin kommen.

    Man kann natürlich in einer euphemistischen Tretmühle neue Begriffe erzeugen, das wird jedoch mehr verwirren als nützlich sein für den Anfänger. Insofern es um den Anfänger geht und nicht um den Zeitgeist und vermeintliche Diskriminierungen.

  • Selbstbestimmt sterben

    • IsegrimRukipe
    • 8. Juli 2026 um 13:25

    Diese Idee eines „natürliches Todes“ ist schon ganz interessant als Argument gegen den Freitod.

    Wie „natürlich“ ist denn ein Tod der Eintritt, nachdem das Leben ganz „unnatürlich“ schon mehrfach verlängert wurde mittels antibiotischer Behandlung, OPs usw. usf.

    Wie „natürlich“ kann ein Tod des Kulturwesens Mensch grundsätzlich sein? Was an einem Freitod ist „unnatürlich“.

    Es ist eine sehr christliche Prägung zu spüren in der Idee den „Kreuzweg“ bis zum Ende gehen zu haben. Das Leiden zu zelebrieren wie Jesus am Kreuze.

    Ein Buddhist tibetischer Prägung hat natürlich auch eine ganz gewisse Vorstellung bzgl. des Übergangs in den Tod. Ein Buddhist des Theravada, Zen oder auch der säkularen Auslegung wird andere Ideen zum Thema Freitod haben. Ich denke wir finden hier keine buddhistische Haltung die für alle Strömungen Bestand hat. Es ist so individuell wie das Sterben selbst.


    Ich hafte nicht an der Idee des perfekten Todes weder im Lotussitz noch als assistierten Freitod. Wir können es nicht wissen, wie es kommt. Diese Option zu haben finde ich gesellschaftlich wichtig. Aktuell gibt es eher den gesellschaftlichen Druck nicht den assistierten Freitod zu wählen.
    Das Argument, dass alte, gebrechliche und behinderte Menschen nicht in einen assistierten Suizid getrieben werden sollten ist natürlich humanistisch völlig klar, jedoch findet aktuell, wie gesagt, eher das Gegenteil statt. Die Option des assistierten Freitods wird verheimlicht, verdeckt und stigmatisiert.


    Mit unserer deutschen Geschichte ist ein fremdeln mit assistierten Freitod verständlich und die große Vorsicht / Angst vor einem Abgleiten in das systematische Töten für mich auch in der Historie begründet. Es gibt hier jedoch nicht nur Schwarz oder Weiß, sondern viele Graustufen.

    Es ist gut dieses Thema gemeinsam zu bewegen und die unterschiedlichen Sichtweisen kennenzulernen.

    Für mich bleibt es ein Ideal den assistierten Freitod genauso valide neben dem sogenannten „natürlichen“ Tod als Option zur Verfügung zu haben.

  • Wie geht ihr damit um, wenn nahestehende Menschen euren Glauben nicht ernst nehmen?

    • IsegrimRukipe
    • 8. Juli 2026 um 12:51

    Der Thread war sehr interessant in der Vielfalt an Herangehensweisen.

    Danke dafür als stiller Leser!

    Lernender


    Ich bin zwar nicht selbst in einer evangelikalen / freikirchlichen / extrem streng christlichen Familie aufgewachsen, aber hatte Freunde aus diesem Umfeld und auch Klassenkameraden. Die Klassenkameraden haben damals schon sehr damit gefremdelt, dass ich mich für den Buddhismus interessiere. Wir hatten im Religionsunterricht einige sehr lebendige Diskurse. Natürlich verblieb ich als der abtrünnige der in der Hölle schmoren würde, glücklicherweise glaube ich nicht an sowas, daher ist diese „Drohkulisse“ recht hohl.

    Die Enge dieser Umgebung und der schmale Grad auf dem man wandelt kenne ich daher in Teilen.

    Es freut mich, dass deine engere Familie immerhin deine Entfernung vom (christlichen) Glauben relativ akzeptiert haben. Das ist nicht selbstverständlich. Ein solches Doppelleben ist natürlich nicht schön, aber manchmal das kleinere Übel.

    Ich wünsche dir trotzdem viel Freude auf dem Weg und die vielen Entdeckungen die auf dich warten.

  • Selbstbestimmt sterben

    • IsegrimRukipe
    • 1. Juli 2026 um 16:56

    Schneelöwin


    Ich halte das Procedere unbedingt für passend und sinnvoll. Man muss heute nichtmal tödlich erkrankt sein, Lebenssattheit reicht aus. Das finde ich gut.

    Ggf. lasse ich mich irgendwann sterbebegleiten, falls es nicht anders läuft.

    Diese Freiheit finde ich wichtig, es ist eine Option.

  • Falsche Mönche, echte Gewinne

    • IsegrimRukipe
    • 12. Mai 2026 um 08:00

    Die Illusion des digitalen Raums wird immer manifester und doch geben sich erstaunlich viele Menschen dieser Flucht hin. Es ist spirituelles Fast Food, sieht erstmal gut aus, ernährt jedoch nicht.

    Gleichzeitig setzen viele junge Leute auch wieder mehr auf analoge Dinge.

  • Lehrte Thich Nhat Hanh wirklich Chan?

    • IsegrimRukipe
    • 23. Februar 2025 um 17:52

    Wer Heilige unter Menschen sucht ist falsch, egal in welcher Richtung er unterwegs ist. Keine Ahnung, ob jemand "erleuchtet" ist oder nicht. Da gibt es keine verlässlichen Tests.

    Sowohl TNH als auch Deshimaru haben den Buddhismus in Europa einen gewissen Dienst erwiesen. Das ist wahrscheinlich unbestritten. Wie man dies bewertet ist unterschiedlich.

  • Teure Seminare

    • IsegrimRukipe
    • 30. Januar 2025 um 14:16

    Der Mittelweg ist eine gute Richtschnur, wie so oft. Ich finde Modelle in denen gut verdienende etwas mehr zahlen können, um es anderen auch zu ermöglichen teilzunehmen gut.

    Eine libertäre Sichtweise kann ich jedoch beim besten Willen hier im Thread nicht erkennen. Es ist natürlich eine Wahrheit, dass sich die meisten durchaus überlegen müssen, wie sie das Geld einsetzen. Wir haben alle begrenzte Mittel, würde ich annehmen. Diese Begrenzung kann gesund sein, aber bei zu großen Geldsorgen krank machen. Und erneut sind wir beim mittleren Weg.

  • "Publik Forum" 1/25: "Buddha ja, Karma nein" über säkularen Buddhismus

    • IsegrimRukipe
    • 28. Januar 2025 um 16:23

    Ein Vertreter des Theravada findet seine Schule natürlich als hilfreich für die Praxis und ggf. als die sinnvollste. Ich denke jedoch nicht, dass er gleich davon ausgeht keine der anderen Traditionen führt irgendwohin. Das fände ich in der heutigen Zeit äußerst befremdlich.

    Ich persönlich habe auch gewisse Neigungen die in gewissen Strömungen des Buddhismus vertreten werden und andere Praxen, die ich nicht verfolgen möchte. Trotzdem kann es doch sein, dass die anderen Praxen sinnvoll sind für andere Leute.

  • Offener Brief an die DBU

    • IsegrimRukipe
    • 28. Januar 2025 um 15:45
    fotost:

    Zum Thema finanzielle Situation der dbu.

    Ich habe jetzt nicht alles dazu nachgelesen, aber nach dem, was ich bisher gesehen habe, gibt es offene Finanzproblem in der Größenordnung 100-150 Tausend Euro bei einer Gruppe, die vorhat, etwa 250.000 Buddhisten zu vertreten.

    Das wirkt bei den Beträgen, die sonst überall eine Rolle spielen, fast lächerlich, auch wenn es bei der Verfasstheit der dbu sicher ernst ist.

    Wenn die USA mal eben ihrer Kreditrahmen für neue Schulden um Trillionen Dollar anhebt oder ein Mittelland wie Deutschland für den Rüstungsausbau 100 Milliarden Euro freiräumt, sind das echte Größenordnungen, über die nachzudenken ist.

    Du kannst eine kleine Organisation nicht sinnvoll mit den größten Volkswirtschaften der Welt vergleichen. Eine solche extreme Schieflage ist mindestens erklärungsbedürftig und jede Organisation muss entsprechende Maßnahmen vornehmen in einer solchen Situation.

    Bspw. nur noch E-Paper anstatt Druck der Zeitschrift. Reduktion des Personals auf die entsprechenden Möglichkeiten der Organisation etc. pp.

  • Teure Seminare

    • IsegrimRukipe
    • 28. Januar 2025 um 15:03

    Hallo zusammen,

    die 10 Tages Vipassana Kurse von Goenka (gibt unterschiedliche Erfahrungen) sind rein auf Dana angelegt. Inkl. Unterkunft und Verpflegung, wer früher abreist zahlt nichts.

    Im Zen Kontext, der mir bekannt ist, gibt unterschiedliche Angebote. Nach meinem Empfinden ist die Kostenstruktur von Eisenbuch (offiziell: Zen-Zentrum Eisenbuch und Zen-Kloster Daihizan Fumonji) recht bodenständig. Manche Kurse haben eine Gebühr und andere nicht. Die Zimmerpreise (inkl. Vollpension) sind gestaffelt von rustikaler Unterbringung auf einem Scheunenboden bis zum Einzelzimmer mit Dusche und WC.

    Die Wellnesskurse (Heilsames Leben) mit eingeladenen Lehrern zu unterschiedlichen Themen sind natürlich teurer.

    Ansonsten gibt es eine Förderkreis und es wird auch um Dana für den Abt und das Zentrum gebeten. Kann man anonym abgeben oder halt nicht.

    Ein Zentrum in der Schweiz ist natürlich grundsätzlich teurer als eines in Deutschland und je nachdem wie intensiv die Begleitung ist, kann es auch mehr Kosten. Ich habe den Eindruck, dass reine Danabasis oft nicht so richtig funktioniert und diese Empfehlungen werden auch unterschiedlich aufgenommen. Ich mag eine klare Struktur wie in Eisenbuch + zusätzliche Spenden nach eigenem Gusto.

    Was teuer oder günstig ist, ist natürlich abhängig vom Einkommen und was es einem wert ist.

    Ich habe ein Störgefühl, wenn es in keinem (guten) Verhältnis steht oder eben eine starke Geschäftstüchtigkeit im Vordergrund zu stehen scheint. Ich finde es aber auch traurig, wenn solche Orte immer um die Existenz bangen müssten. Die sollen ruhig Rücklagen für Reparaturen und Krisen haben.

    Als Haushälter und Laienanhänger unterstütze ich die für mich heilsamen Orte und Angebote mit Teilnahme und Dana, so gut es mir eben möglich ist. Wir haben nicht die Infrastruktur wie in Asien, die über Jahrhunderte gewachsen ist. Deshalb muss die Sangha mit weniger Schultern u.U. mehr stemmen.

    Natürlich ein schwieriges Thema, weil die Güter nunmal sehr unterschiedlich verteilt sind. Manche Orte sind mir ebenfalls zu teuer und zu unbescheiden. In meinen Sanghas gibt es immer günstigere Tarife für Menschen die eben nicht die finanziellen Mittel haben und das ist auch wichtig.

    Ich denke da wird man um die Recherche von passenden Orten nicht herum kommen und wenn die Übungsorte einer Tradition nicht finanzierbar sind, vielleicht die einer anderen? Kann auch eine Überlegung sein.

  • Bevorzugte Meditationsstellung

    • IsegrimRukipe
    • 22. Januar 2025 um 08:49

    Ob der (volle) Lotus funktioniert ist vor allem eine Frage der Hüftbeuger, soviel ich weiß, oder man zwingt sich in die Position und zerstört den Meniskus ;)

    Ich übe an der Hüftbeugung, bin dort aber tatsächlich nicht so (über)beweglich wie sonst. Schon als Kind war mir, im Gegensatz zu manchen Klassenkameraden, diese Position nicht zugänglich.

    Der Kniesitz mit dem Bänkchen ist für mich ein adäquater Ersatz. Letztlich muss jeder nach seinen Möglichkeiten eine adäquate Position einnehmen und üben, so wie es halt geht.

    Interessant wäre, wer denn eine Lotusposition anstrebt und weshalb.

    Ich übe daran und möchte das ggf. andere Körpergefühl dieser klassischen Position erfahren. Jedoch nicht auf Kosten der Kniegesundheit.

  • Bevorzugte Meditationsstellung

    • IsegrimRukipe
    • 20. Januar 2025 um 19:35

    Um Sesshins mal etwas differenzierter zu betrachten:

    Es gibt welche mit morgens 1 oder 2 bis zu 3 Sitzperioden zu 50 - 40min und dazwischen Kinhin, sowie abends zwei Sitzperioden zu 30 - 45min und dazwischen Kinhin. Am Tage ist einerseits Samu geplant und andererseits individuelle Beschäftigung möglich.

    Es gibt aber auch Sesshins wo der "Tag" gegen 3 Uhr mit ZaZen beginnt und abends um 21:30 endet mit insgesamt 15 Sitzperioden und Kinhin, sowie Essen und Rezitationen.

    Der Einsteiger wird sich nicht gleich das superintensive Sesshin mit den 15 Sitzperioden aussuchen bzw. wird er wahrscheinlich gar nicht zugelassen vom Veranstaltungsort. Die wollen auch nicht, dass Leute direkt vergrault werden. Man trägt als Veranstalter auch eine Verantwortung.

    Ich denke intensives Üben bedeutet schon über Grenzen zu gehen, aber auch liebevoll mit dem Körper umzugehen. In Japan war das sehr harte üben ggf. mit langfristigen Folgen früher normal(er), das wandelt sich wahrscheinlich alles ebenso wie bei uns. Ich meine Muhos Verletzung hat er sich in einem Rinzai Kloster eingehandelt, wo das Bett auch nicht ausreichend lang für ihn war usw. usf.

    Solche Verhältnisse wie in Japan mit sehr kalten Meditationshallen usw. haben wir in Europa nicht, soviel ich weiß. Das halte ich auch für vernünftig.

    Natürlich tut irgendwann auch mal etwas weh. Meistens erkennt man jedoch die Qualität der Schmerzen. Es gibt diejenigen, die auf eine richtige Verletzung hindeuten und welche die zwar durch die Belastung auftreten, aber wieder komplett ausheilen.

    Hier soll jeder seine Praxis so ausführen, wie er möchte. Bei jedem Unwohlsein direkt die Haltung zu ändern ist für mich persönlich (!) nicht die gewünschte Praxis. Das ist genauso wie ein juckendes Gefühl an der Nase, das versuche ich auch erstmal auszuhalten. Und dann muss ich mich dem ganzen vielleicht doch ergeben :)

    Hier sind Dogmen natürlich unangebracht und jeder ist für seine Praxis verantwortlich.

    In diesem Sinne, keine Angst vor einem Sesshin, denn die Tagesabläufe sind vorher einsehbar bei den meisten Anbietern.

  • Was ist gemeint mit dem Aufgeben von Sitten und Regeln ?

    • IsegrimRukipe
    • 20. Januar 2025 um 19:07

    Ich nehme an, ohne es natürlich zu wissen, dass es auch um solche Ideen wie den Ablasshandel gehen könnte. In manchen buddhistischen Ländern konnte man wohl auf dem Markt Vögel kaufen und freilassen (die jedoch direkt zum Besitzer des Stands zurückgeflogen sind). Ich denke an solche Praktiken um "gutes Karma" zu erlangen, die aber eher inhaltlich leer sind. Vielleicht ist diese Szene auch nur aus einem Film gewesen, aber im Kern wisst ihr bestimmt was ich meine.

    Letztlich sollte man wahrscheinlich sein eigenes Leben, den Alltag usw. unter die Lupe nehmen. Wo finde ich bei mir solche Praktiken, die inhaltslos sind und losgelassen werden könnten.

    Ich denke jedoch nicht, dass man jegliche Form des Feierns aus seinem Leben verbannen sollte. Der Mensch braucht doch auch diese Anlässe, ohne vielleicht zu sehr daran zu haften. Es ist wahrlich ein Spagat zwischen dem Leben in der Gesellschaft und der Praxis des Buddhismus.

  • Bevorzugte Meditationsstellung

    • IsegrimRukipe
    • 16. Januar 2025 um 13:13

    Auf einem Bänkchen, für jegliche Lotus-Haltungen bin ich (noch) zu ungelenk.

  • Kloster Daihi Shobozan Kosho Fumonji // Kloster Ryumon Ji

    • IsegrimRukipe
    • 15. Januar 2025 um 16:53

    Möglicherweise kann ich noch dazu geben:

    Schau dir die Pläne des Kloster Eisenbuchs an, gerade beim Samu Sesshin oder Zen-Kennenlernen / Wochenend Sesshin gibt es nur relativ wenige Sitzperioden (bis zu 5x mit dem freiwilligen ZaZen eingerechnet).

    Die Umgebung und das Areal des Klosters ist sehr schön und die Leute dort vor Ort sehr nett. Fumon Nakagawa (Roshi) ist ein älterer Japaner und klassisch in der Soto Schule ausgebildet, aufgrund des Alters zunehmend auf dem Rückzug.

    Zum anderen Kloster kann ich nichts sagen, das Dojo (AZI) in dem ich meditiere ist jedoch ohne schlagende Tradition und die Leute dort sind ebenfalls freundlich, zuvorkommend ohne aufdringlich zu sein. Die Mitglieder dort sind auch manchmal in Wittersweiler, aber von Stockschlägen habe ich nichts gehört.

    Alle anderen Kritikpunkte die man haben könnte sind in jeder Gruppe vorhanden wo Menschen zusammen kommen.

    Beides sind für mich sichere Übungsplätze, aber das ist auch Geschmacksache bzgl. dem japanischen Ritus der gepflegt wird.

  • Wer hat Rei Shin Bigan Noltings Übertragungsdokument je gesehen?

    • IsegrimRukipe
    • 15. Januar 2025 um 14:57

    Vielen Dank für diese interessante Diskussion.

    Gerade der Ansatz, dass der japanische Buddhismus (und hier Zen im besonderen) nicht für den Übertrag in den Westen vorbereitet war bzw. der Westen ebenfalls nicht, sieht man an allen Ecken und Enden.

    Wir haben ganz andere Voraussetzungen bzgl. Denkgewohnheiten, Infrastrukturen usw. usf. Der Buddhismus im Westen ist meistens ein Laien-Buddhismus und wird das meines Erachtens auch bleiben. Es gibt einige Laien-Ordinierte und redlich übende Personen, die bestimmt gute Dharma-Freunde sein können. Diese ganzen Meister, Roshis usw. usf. darf man immer hinterfragen und Aufklärung hilft hier sehr gut. Letztlich muss man Gemeinschaften mit kritischen Geist prüfen und schauen, ob man von diesen etwas lernen kann oder es eher problematisch ist. Ich würde mich schwer tun mit (zu) hohen Preisen für speziellen Zugang zum Lehrer usw.. Räume und Zeit kosten natürlich Geld das ist eben auch klar. Hier macht die Wahrung einer gewissen Balance sehr viel Sinn.

    Ich werde vorsichtig, wenn Menschen immer kostümiert umherlaufen und sich selbst aktiv Roshi etc. nennen. Haben andere begonnen jemanden so zu nennen und hat der Mensch eine glaubwürdige Ausbildung, ist das ggf. was anderes.

    In diesem Sinne, vielen Dank für euren Einsatz fragwürdige Lehrer und Methoden zu demaskieren. Bzw. eben Leute zu hinterfragen und abzuklopfen.

  • Wenn unser Glaube verächtlich gemacht wird...

    • IsegrimRukipe
    • 6. April 2024 um 20:26

    Ich verstehe nicht, weshalb man sich als Buddhist „outen“ sollte. Welchen Zweck sollte das haben?

    Ebenfalls ist mir unklar inwiefern die Leute dich ungerecht behandelt haben. Man kann solches Verhalten beim anderen benennen und entweder ändert er was oder man reduziert den Kontakt auf das notwendigste Minimum.

    Beste Grüße 🖖

  • Pilgern

    • IsegrimRukipe
    • 6. April 2024 um 18:46

    Diese Ideen mit dem Pilgern ist recht interessant.

    Ich würde dann vermutlich zu einem Zentrum in Bayern pilgern, habe gerade mal geschaut wie lange das dauern würde für ca. 307km. Mit 30km am Tag laufen ca. 10-11 Tage, also realistischerweise eher 12-13. Je nach dem, wie viel Zeit man auch dem meditieren geben will und Pausen machen.

    Das klingt nach einem Plan für 2025 😄 und der Abschluss ist ein Sesshin vor Ort.

  • Reiki - k/eine Spinnerei?

    • IsegrimRukipe
    • 6. April 2024 um 14:37

    Eine Ausbildung die darauf beruht, dass man mit mehr Geld auch mehr Einweihung gewinnt und aufsteigt ist nicht seriös meiner Ansicht nach. Erinnert eher an Konzepte und Firmen wie Scientology uvm.

    Mit Buddhismus hat das auch relativ wenig zu tun, denn Buddha lehrte nicht all diese übersinnlichen Dinge. Er ging nicht über das Wasser, heilte niemanden, flog nicht und teleportierte nicht usw. usf.

    Möchtest du daran glauben? In diesem Fall glaube daran und mache diese Ausbildungen und widme deine Zeit dieser Lehre und Praxis. Und ich glaube du hast dich bereits dazu entschieden.

    Im Buddhismus geht es um andere Praxis -> sitzen, achtfacher Pfad, Silas etc,

  • Netzwerk Ex-Diamantweg

    • IsegrimRukipe
    • 28. März 2024 um 19:09

    Es ist doch sehr offenkundig, weshalb man sich vom "Diamantweg" distanziert. Dieser "Lama" hat eine problematische Gemeinschaft geschaffen, welche nicht heilsam war oder ist.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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