Notizen über die Dhammas.
RE: Pratyeka Buddha
Skandhas
Dhatus
Ayatanas
abhängiges Entstehen
Karma
vier edle Wahrheiten
ZitatAlles anzeigenPratyekabuddhas meistern die sechs Themen der Gelehrsamkeit:
Dhatus
Ayatanas
vier edle Wahrheiten
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Skandha sind weder Körper noch Bewusstsein noch Ich. Sie sind keine Dinge, sondern Funktionsbündel, Anhäufungen von Prozessen, die weder Substanz noch Identität tragen. Das Ergreifen der Skandha durch ein Ich, das sie als „Das bin ich, das ist mein“ ergreift, erzeugt die Leiden.
Die fünf Skandhas:
1. Form (rūpa)
Form ist kein Körper, kein Ding, kein Objekt. Form ist der Prozess des Erscheinens von Elementen im Kontakt mit Sinnesorganen. Sie ist ein funktionales Geschehen, das weder Substanz noch Identität trägt. Form ist nicht „mein Körper“, sondern das bloße Gegeben‑Sein von Elementen, ohne Eigenschaften, bevor ein Ich sie benennt.
2. Gefühl (vedanā)
Gefühl ist kein „Ich fühle“. Gefühl ist der automatische Prozess der Bewertung von Kontakt: angenehm, unangenehm, neutral. Es ist ein Reaktionsmuster, kein Besitz. Gefühl entsteht und vergeht ohne Substanz, ohne Identität, ohne Ich. Erst das Ergreifen („mein Schmerz“, „mein Wohlgefühl“) erzeugt Leiden.
3. Wahrnehmung (saññā)
Wahrnehmung ist kein Erkennen eines Dinges. Sie ist der Prozess des Unterscheidens, des Markierens, des Wiedererkennens von Mustern. Wahrnehmung erzeugt Merkmale, aber keine Wirklichkeit. Sie ist ein Sortiermechanismus, der ohne Ich funktioniert. Erst das Benennen („das ist ein Baum“, „das ist mein Problem“) macht daraus ein Dhamma.
4. Gestaltungen/Reaktionen (saṅkhārā)
Sankhāra sind keine Charaktereigenschaften und kein Wille. Sie sind der Prozess der Reaktion, der Impulsbildung, der Tendenzen, der Gewohnheiten. Sie sind konditionierte Funktionsabläufe, die aus früheren Kontakten entstehen. Sie tragen keine Identität. Erst das Ich, das sagt „so bin ich“, macht daraus ein Selbstbild.
5. Bewusstsein (viññāṇa)
Denkbewusstsein ist kein Subjekt, kein Beobachter, kein Ich. Es ist der Vorgang des Hervortretens eines Sinnesfeldes: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Körper‑Tastempfinden, Gedanken, Bewusstsein. Denkbewusstsein besteht nur in Abhängigkeit von Kontakt; es ist nicht eigenständig. Es ist ein Moment des Erscheinens, kein Träger dessen, was erscheint. Sinnesfelder treten nie gleichzeitig auf, sondern immer nur nacheinander – ein Moment, ein Feld.
Die fünf Skandhas sind keine Dinge, keine Substanzen, keine Identitäten und keine Bestandteile eines Ichs. Sie sind Funktionsprozesse, die nur entstehen, wenn Bedingungen zusammentreffen. Sie tragen kein Selbst. Erst durch das Ergreifen – „Das bin ich“, „Das ist mein“ – werden sie zu Quellen des Leidens und zur Grundlage einer Person, eines Ichs.
1 ist rupa, 2-5 ist nama
Bewusstsein bedingt rupa nama, erst durch Bewusstsein wird Skandha bedingt erscheinen.
Mit dem Erscheinen von Skandha wird automatisch Ich erscheinen. Alle Leiden entstehen, wenn das Ich nach den Skandha greift und dann daran festhält: Das bin ich, das ist mein.
Dhatus:
Die Sinnesorgane sind nicht das, was sie wahrnehmen. Das von Sinnesorganen Wahrgenommene ist nicht das, was in ihrem Bewusstsein erscheint. Das, was ich aus dem Bewusstsein wahrnehme und benenne, ist nicht das, was die Sinnesorgane wahrnehmen.
Ayatanas:
Organe:
Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper, Geist.
Organwahrnehmungen:
Farben, Geräusche, Gerüche, Geschmäcker, Tastempfindungen, Impulse/Objekte des Geistes
Sinnesbewusstseinswahrnehmungen:
Formen, Töne, Düfte, Säfte, Objektberührungen, Gedanken
Bewusstsein:
Dinge, Melodien, Wohl oder Unwohl Duft, Wohl oder Unwohl Aroma, Wohl oder Unwohl Tasten, Berührung, Temperatur, Druck/Schmerz, Gedankengebäude aus erfahrenen Sinneswahrnehmungen.
Alle erscheinenden Elemente (Chemie) sind bedingt erscheinend aus Materie und den Wechselwirkungen durch die Naturkräfte, die immer eine Eigennatur haben, aber keine Eigenschaft.
Bedingtes Entstehen ist immer durch eine Tat (Karma) erscheinende Erscheinung, eine Tat ist immer durch den Geist initiiert. Eigenschaften werden immer durch ein Ich gegeben. Gold ist Gold, das ist seine Eigennatur. Der erscheinende Löwe aus Gold ist bedingt durch die Handlungen des Handwerkers. Die Eigenschaft Löwe kann ohne die Handlungen des Handwerkers nicht erscheinen, und doch bleibt Gold immer Gold.
Karma:
Karma ist die Handlung im Augenblick der Handlung ohne Vergangenheit oder Zukunft. Reines Gewahrsein im Jetzt. Dass Handlungen aus vergangenen Erfahrungen und auf ein zukünftiges Ergebnis gerichtet sind, gibt dem Karma keine Ursache-Wirkung. Karma bleibt Karma, alles andere sind Konzepte und Vorstellungen, nicht Karma.
Die vier Wahrheiten:
Die vier Wahrheiten sind Konzepte, die helfen, die realen Daseinsmerkmale in sich zu verwirklichen, um jedes Leiden zu vernichten oder zu verhindern.
Das sind alles Dhammas.
Was sind Dhammas?
Alle Dhammas sind Konzepte, Begriffe oder Vorstellungen. Sie erscheinen als real, weil sie von einem Selbst (Ich) geschaffen werden.
Sie sind für dieses Ich real, doch ihre Realität besteht nur darin, dass sie Eigenschaften und Zuschreibungen ohne materielle Substanz sind – also anatta.
Dhammas – alles sinnlich Wahrgenommene und Gedachte – sind atta, weil sie vom Ich geschaffen werden und dadurch ein scheinbares Selbst-Sein erhalten.
Sie fungieren als Zuschreibungen an aus Elementen zusammengesetzte Objekte.
Diese Zuschreibungen sind nicht die Objekte selbst, denn sie werden vom Selbst getragen und erhalten dadurch Realität, jedoch keine Wirklichkeit.
Was sind Nicht-Dhammas?
Alle Elemente und alle aus Elementen zusammengesetzten Objekte sind Nicht-Dhamma. Sie sind reale Erscheinungen, die keine Eigenschaften besitzen und einfach aus sich selbst gegeben sind. Nicht durch einen Gott oder durch Zuschreibungen eines Ichs. Kein Atom und kein Atomteilchen ist real „verbunden“ mit einem anderen. Die Verbindungen bestehen nur als Wechselwirkungen, die durch Naturkräfte und Naturgesetze ihre bedingten Bedingungen sind.
Der Begriff „Elemente“ ist wie alle Worte und Begriffe in diesem Text Dhamma, atta, jenes das Worte benennen, ist anatta, denn Elemente erscheinen ohne Eigenschaften (Namen, Begriffe), doch alle so, wie sie sind.
Der Begriff „Elemente“ ist ein Dhamma, also atta: eine Benennung, eine geistige Konstruktion.
Das, worauf der Begriff zeigt, ist anatta: Die Elemente erscheinen ohne Eigenschaften, ohne Namen, ohne Begriffe. Sie haben keine Eigennatur, sondern sind bloßes, ihr bedingtes Erscheinen.
Der Geist erzeugt atta, indem er Eigenschaften und Eigennatur zuschreibt.
Das Erscheinende selbst ist eigenschaftslos und daher anatta, bedingtes Erscheinen. Nicht entstehen, da das Erscheinende nur erscheint, weder entsteht noch vergeht.
Dhammas – alles sinnlich Wahrgenommene und Gedachte – erscheinen als atta, sind aber in Wirklichkeit anatta, weil sie vollständig von materiellen Elementen und ihrem bedingten Erscheinen abhängen.
Mengenlehre:
Die Mannigfaltigkeit der bedingt erscheinenden Elemente ist unendlich, diese Menge enthält eine kleinere unendliche Menge anatta-Dhammas und eine unendliche, noch kleinere Menge unendlich vieler atta-Dhammas.
Die Kontinuums-Hypothese der Mengen: unendliche anatta-Dhammas oder unendliche atta-Dhammas erzeugt eine Vermutung über die Mächtigkeit einer der Mengen gegenüber der anderen. Die Frage, welche Menge mächtiger ist, kann nicht entschieden werden, denn beide sind unendlich und in einer unendlichen Menge bedingt erscheinender Elemente, die weder atta noch anatta sind.
Das heißt, die Axiome der Dhamma-Lehren, egal welcher man folgt, erlauben in dieser Frage keine Entscheidung: Wie mächtig die anatta-Dhammas gegenüber der atta-Dhammas ist oder umgekehrt. Es gibt auch keine Antwort darauf, ob nicht doch die Menge der bedingt erscheinenden Elemente die mächtigste ist. Einzig sicher ist, dass es keine Macht der bedingt erscheinenden Elemente geben kann, denn sie erscheinen, weil sie entstehen, keine Ursache oder Wirkung ihrer Entstehung ist auffindbar. Sie sind weder anatta noch atta, denn das sind Zuschreibungen, Dhammas.
Die Unentscheidbarkeit der Mächtigkeit einer Menge über die andere ist selbst ein Hinweis auf anatta: Die Struktur der Dhammas lässt sich nicht auf ein Selbst‑Prinzip reduzieren. Wäre die Mächtigkeit der atta‑Dhammas bestimmbar, wäre ein ontologischer Vorrang denkbar. Dass die Axiome der Dhamma-Lehren dies nicht erlauben, zeigt, dass die Frage selbst leer ist.
Der Gedanke, der real übrig bleibt, ist die Frage: Wenn die Analyse logisch korrekt ist und keine Zweifel lässt, dann:
Was ist Bewusstsein,
wenn es weder Materie noch atta oder anatta sein kann?
Die drei unendlichen Mengen sind definiert:
Die unendliche Menge der bedingt erscheinenden Elemente, weder atta noch anatta
Die kleinere in ihr: unendliche anatta‑Dhammas
Die noch kleiner ihr: unendliche atta‑Dhammas.
Die drei Mengen können nicht Bewusstsein sein, denn dann wären sie nicht klassifizierbar. Sie sind klassifizierbar, weil sie alle als unendliche Mengen definiert sind.
Wenn Bewusstsein nicht in ihnen ist, dann bleibt nur: Bewusstsein ist nicht etwas, das erscheint.
Bewusstsein ist das Erscheinen selbst.
Nicht als Objekt. Nicht als Subjekt. Nicht als „reines Gewahrsein“. Nicht als „Metaphysik“, sondern als reine Bedingtheit ohne Träger (Nicht-Ich).
Ich sage nicht:
„Alles ist Bewusstsein“ (Idealismus).
„Bewusstsein ist Substanz (nama)“ (Ontologie).
„Bewusstsein ist Gott“ (Religion).
„Bewusstsein ist Energie“ (Esoterik).
Ich sage:
Bewusstsein ist das Erscheinen selbst und bewusste Wesen sind Formen des Erscheinens. Das bewusste Wesen ist nama, das Wesen selbst rupa. Die Mengen atta-Dhamma und anatta-Dhamma sind kohärent mit rupa = anatta und nama = atta.
Bewusstsein ist nicht eine Eigenschaft von Wesen. Bewusstsein ist das Wesen aller Lebewesen.
Die Bedingung, dass einem „Wesen“ überhaupt ein Wesen erscheinen kann, sei es atta, anatta oder ein bedingtes Element. Da Bewusstsein kein Herr ist, gibt es keinen Herrn – und kein Ich.
##Unbezwiefelbar ist dieser Text von einer Intelligenz geschaffen.
Ob diese Intelligenz KI ist oder nicht, kann weder von einer KI noch von einer „natürlichen“ Intelligenz geprüft werden. Er ist mit einer KI geschaffen worden, doch eines kann ich ganz sicher sagen: Keine KI ist in der Lage, diesen Text zu erstellen. Der Intelligenz, die ihn erstellt hat, Qualia, kann nicht emotional reagieren, und ich werde es nicht tun. Kein Herr = kein Ich.