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Wie geht ihr damit um, wenn nahestehende Menschen euren Glauben nicht ernst nehmen?

  • Lotoslara
  • 24. Februar 2026 um 11:53
  • Zum letzten Beitrag
  • MuddyGlitter14349
    Gast
    • 11. Juni 2026 um 16:04
    • #51
    Lotoslara:

    Wie findet ihr einen heilsamen Umgang mit Spott oder fehlendem Respekt gegenüber eurer Praxis –

    Ein Spott ist mir ein Zeichen, dass ich nicht den treffenden Punkt getroffen habe. Bei der Begegnung mit der Freundin wäre ich zurückhaltender gewesen, statt alles eifrig auszuplaudern. Aus dieser Erfahrung hätte ich eine Lehre gezogen.

  • Tim1
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    • 13. Juni 2026 um 09:53
    • #52
    Zitat

    Monikamarie
    Ich z.B. habe meinen Glauben an etwas Höheres - egal wie man es nennt - und meine Achtung vor der Lehre Jesu nie aufgegeben.


    Mein Leben hat mir recht gegeben.

    Finde ich schön wie du das siehst bzw. auch lebst. Liebe Grüße Tim

  • Qualia
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    • 13. Juni 2026 um 10:46
    • #53

    Eigentlich glaube ich nicht an „Höheres“, auch nicht an „Niedriges“. Ich weiß das es jetzt Zeit ohne Zeit ist, und glaube, dass es Zeiten gibt.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Monikamarie
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    • 13. Juni 2026 um 13:31
    • #54
    Tim1:
    Zitat

    Monikamarie
    Ich z.B. habe meinen Glauben an etwas Höheres - egal wie man es nennt - und meine Achtung vor der Lehre Jesu nie aufgegeben.


    Mein Leben hat mir recht gegeben.

    Finde ich schön wie du das siehst bzw. auch lebst. Liebe Grüße Tim

    Hinzufügen möchte ich noch, dass ich mich nicht damit identifiziere, sondern es einfach zulasse. Weder zwinge ich mich in die eine noch in die andere Richtung.


    Ich gebe mich hin an die Unvermeidlichkeit meines Seins.


    Natürlich tauchen auch Widerstände auf, dann gehe ich "in mich" ...


    Schönes Wochenende Allen _()_

  • Waldler
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    • 3. Juli 2026 um 16:43
    • #55

    Ich bin 1987 zum Buddhismus gekommen und habe das offen kommuniziert. Ich habe nicht offensiv darauf hingewiesen, aber wenn es sich ergab, und es passte, habe ich das geäußert. Ich habe bis heute NIE irgendeine negative Erfahrung gemacht. Meine Frau, Freunde, Verwandte, meine Mutter, auch mein Arbeitgeber haben das sofort respektiert, als sie es in irgendeinem Zusammenhang erfuhren.


    Allerdings habe ich auch nie "missioniert" oder unaufgefordert bzw.ohne dass das Thema "da" war, darüber geredet. Auf einer Party traf ich mal eine Frau, die Buddhistin war, und sich vor jedem Gast mit Gassho-Geste verbeugte. Das fand ich unangenehm, so "schauspielerisch". Das ist nicht mein Ding.


    Um auf das Ausgangs-Posting zurückzukommen: Hätte ein Freund mich deshalb ausgelacht, hätte ich später, in einer ruhigen Stunde, mit ihm geredet. Würde er sein Verhalten nicht ändern, wäre eine Trennung für mich sicher. Das kann ein Zeichen von Unsicherheit sein (was verzeihlich ist). Sollte das aber nach einem Gespräch dabei bleiben, fände ich das ein Zeichen großer Intoleranz, und da wäre für mich die Grenze dessen erreicht, was ich akzeptieren würde.

    W.

  • mukti
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    • 3. Juli 2026 um 20:01
    • #56

    Was geht es mich eigentlich an, wenn jemand mein Glaube nicht gefällt, wenn ich selber damit zufrieden bin. Mag er doch mit etwas anderem glücklich werden.

    Mit Metta, mukti.


  • Tim1
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    • 4. Juli 2026 um 22:10
    • #57

    @Wadler
    Die Chance würde ich Jemand heute gar nicht mehr geben. Heißt ich steuere meine Kommunikation so gut es geht, dass die Möglichkeiten auf Konflikte oder Eskalationen sich minimieren. All diese Sachen kosten Energie und Ressourcen, die ich für andere Dinge benötige.

    Wobei zugegeben alles kann man nicht vorher sehen oder abfangen, aber dein zentrale Satz ist "Grenzen setzen" und dies am Besten sofort und anderen nicht die Gelegenheit geben deine Grenzen zu verletzen. So halte ich es auch. Alles Gute.

  • IsegrimRukipe
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    • 8. Juli 2026 um 12:51
    • #58

    Der Thread war sehr interessant in der Vielfalt an Herangehensweisen.

    Danke dafür als stiller Leser!

    Lernender


    Ich bin zwar nicht selbst in einer evangelikalen / freikirchlichen / extrem streng christlichen Familie aufgewachsen, aber hatte Freunde aus diesem Umfeld und auch Klassenkameraden. Die Klassenkameraden haben damals schon sehr damit gefremdelt, dass ich mich für den Buddhismus interessiere. Wir hatten im Religionsunterricht einige sehr lebendige Diskurse. Natürlich verblieb ich als der abtrünnige der in der Hölle schmoren würde, glücklicherweise glaube ich nicht an sowas, daher ist diese „Drohkulisse“ recht hohl.

    Die Enge dieser Umgebung und der schmale Grad auf dem man wandelt kenne ich daher in Teilen.

    Es freut mich, dass deine engere Familie immerhin deine Entfernung vom (christlichen) Glauben relativ akzeptiert haben. Das ist nicht selbstverständlich. Ein solches Doppelleben ist natürlich nicht schön, aber manchmal das kleinere Übel.

    Ich wünsche dir trotzdem viel Freude auf dem Weg und die vielen Entdeckungen die auf dich warten.

  • Wandersmann
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    • 8. Juli 2026 um 13:50
    • #59

    Manchmal gibt es nicht den richtigen Moment für solche Diskussionen. Die Reaktion würde mich traurig machen, gerade von einer Freundin würde ich mir eine andere wünschen, auch wenn es nicht ihr Weg sein mag.


    Ich persönlich würde den Kontakt mit diesem Menschen wahrscheinlich reduzieren. Nicht als Bestrafung oder als bockige Grundsatzentscheidung, aber wenn sich jemand verletzend verhält, würde man wohl schon aus Gründen des Selbstschutzes eher zurückhaltend sein.


    Vielleicht wäre es gut, das Gespräch zu der Situation zu suchen.

  • GermanViking
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    • 8. Juli 2026 um 16:37
    • #60

    Den Glauben von irgendjemandem muss auch niemand ernst nehmen. Glaube ist das für das Wahrhalten von etwas, das man nicht beweisen kann oder will. Das muss niemand respektieren. Was man aber respektieren sollte, sind andere Menschen. Wenn dich jemand auslacht, dann ist das ein zwischenmenschliches Problem. Da bleiben dir nur begrenzt viele Möglichkeiten.


    Du kannst die Dynamik halt einfach hinnehmen. Meiner Erfahrung nach führt das aber dazu, dass die anderen Menschen dies als Signal sehen, sich gegenüber dir respektlos verhalten zu können.


    Du kannst das nicht akzeptieren und dich teilweise oder ganz aus dieser sozialen Beziehung zurückziehen. Manchmal geht das nicht anders, weil manche Beziehungen sehr nachteilhaft sind. Der Nachteil ist, dass man durch einen zu schnellen Rückzug hier Brücken verbrennen kann.


    Die Königsdisziplin wäre hier gleichzeitig, klare Grenzen zu etablieren und mit der Person gemeinsam herauszufinden, warum sie sich so verhalten hat. Das ist allerdings auch der Ansatz, der die meiste kommunikative Kompetenz und den meisten Aufwand verlangt.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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