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Achtsamkeit: Auf was?

  • pano
  • 15. Februar 2026 um 20:15
  • Zum letzten Beitrag
  • Igor07
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    • 19. Februar 2026 um 18:33
    • #26
    Railex:

    Bin gespannt und 18€ ärmer

    Das Geld könntest du dir bestimmt sparen.


    DER EINZIGE WEG

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

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    • 19. Februar 2026 um 18:40
    • #27

    Danke Igor07 , ist in Ordnung, ich lese ja schon mit Freude darin und es lohnt sich für mich.

    Lese lieber Bücher statt online und verleihe sie später gern _()_

  • Railex
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    • 20. Februar 2026 um 05:18
    • #28

    Aus "Geistestraining durch Achtsamkeit" Nyānaponika


    "Keine andere Lehrrede des Buddha,nicht einmal die "Predigt von Benares", genießt in den buddhistischen Ländern Südostasiens, dem Verbreitungsgebiet des Theravāda-Buddhismus, solche Hochschätzung und Verehrung wie diese "Lehrrede von den Grundlagen der Achtsamkeit".


    Die große Lehrrede von den Grundlagen der Achtsamkeit- Mahā-Satipaṭṭhāna-Sutta

    Die 22.Lehrrede aus der "Langen Sammlung" (Dīgha-Nikāya).


    "Der einzige Weg ist dies, o Mönche, zur Läuterung der Wesen, zur Überwindung von Kummer und Klage ,zum Schwinden von Schmerz und Trübsal , zur Gewinnung der rechten Methode ,zur Verwirklichung des Nibbāna, nämlich die 4 Grundlagen der Achtsamkeit. Welche vier?


    Da weilt ,o Mönche, der Mönch beim Körper in Betrachtung des Körpers, eifrig ,wissensklar und achtsam, nach Verwindung von Begierde und Trübsal hinsichtlich der Welt; er weilt bei den Gefühlen in Betrachtung der Gefühle, eifrig, wissensklar und achtsam, nach Verwindung von Begierde und Trübsal hinsichtlich der Welt; er weilt beim Geist in Betrachtung des Geistes, eifrig, wissensklar und achtsam, nach Verwindung von Begierde und Trübsal hinsichtlich der Welt; er weilt bei den Geistesobjekten in Betrachtung der Geistesobjekte, eifrig, wissensklar und achtsam, nach Verwindung von Begierde und Trübsal hinsichtlich der Welt."


    (Zusammenfassung von mir)


    Körperbetrachtung:

    -die Atem-Körperbetrachtung

    -die 4 Körperhaltungen

    -die Wissensklarheit im Tun

    -Erwägung der Widerlichkeit des Körpers

    -Erwägung der Elemente

    -Die neun Leichenfeldbetrachtungen


    Gefühlsbetrachtung:

    -freudig,leidig,sinnengebunden,sinnenfreies,


    Geistesbetrachtung:

    -lustbehaftet,lustfrei

    -hassbehaftet, hassfrei

    -verblendet, unverblendet

    -gehemmt, ungehemmt

    -zerstreut,

    -entwickelt,unentwickelt

    -übertreffbar, unübertreffbar

    -gesammelt,ungesammelt

    -befreit,unbefreit.


    Geistesobjektbetrachtung

    -Die 5 Hemmungen

    -Die 5 Gruppen des Anhangens

    -Die 7 Erleuchtungsglieder

    -Die 4 Wahrheiten


    "Der einzige Weg ist dies, o Mönche, zur Läuterung der Wesen, zur Überwindung von Kummer und Klage ,zum Schwinden von Schmerz und Trübsal , zur Gewinnung der rechten Methode ,zur Verwirklichung des Nibbāna, nämlich die 4 Grundlagen der Achtsamkeit.

    Was derart gesagt wurde, in Bezug hierauf wurde gesagt."


    Also sprach der Erhabene. Befriedigt freuten sich jene Mönche über das Wort des Erhabenen.


    :rad:

  • Railex
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    • 20. Februar 2026 um 06:34
    • #29
    Igor07:
    Railex:

    Bin gespannt und 18€ ärmer

    Das Geld könntest du dir bestimmt sparen.


    DER EINZIGE WEG

    Guten Morgen Igor07

    nach mehrstündiger Beschäftigung mit dem Buch "Geistestraining durch Achtsamkeit " von Nyānaponika und Abgleich mit deinem Link, muss ich dir mitteilen, dass es sich inhaltlich und didaktisch um zwei völligst unterschiedliche Arbeiten handelt, auch wenn in beiden Abhandlungen das Sattipatthāna-Sutta behandelt wird.

    Die 18€ sind für mich sehr wertvoll investiert. _()_

    Einmal editiert, zuletzt von Railex (20. Februar 2026 um 07:14)

  • Igor07
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    • 20. Februar 2026 um 10:50
    • #30
    Railex:

    Die 18€ sind für mich sehr wertvoll investiert.

    Ja, das ist eher ein Kommentar, ich habe auch das Buch. Zum ganzen Begriff Sati im Theravada siehe:


    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%20Dana/Buecher/analayo/Die_vier_Satipatthanas_in_Studium_und_Praxis.pdf


    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%20Dana/Buecher/analayo/Sati_Pali_Lehrreden.pdf


    Der direkte Weg - Satipatthāna


    Satipatthana aus der Perspektive des frühen Buddhismus


    Satipatthana-Meditation Ein Praxisleitfaden

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

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    • 20. Februar 2026 um 15:38
    • #31

    Das Buch von Nyānaponika "Geistestraining durch Achtsamkeit" habe ich auch. Im Kapitel III. "Achtsamkeit und Wissensklarheit" schreibt er, dass die Achtsamkeit in ihrer besonderen Form des Reinen Beobachtens für die gesamte Satipatthana-Methode besonders charakteristisch ist.

    Zitat

    Das reine Beobachten ist die Haupthilfe in der Alltagsanwendung dieser Methode und begleitet auch die systematische Übung von den ersten Anfängen bis zur Erreichung des höchsten Zieles.


    Reines Beobachten ist das klare, unabgelenkte Beobachten dessen, was im Augenblick der jeweils gegenwärtigen Erfahrung (einer äußeren oder inneren) wirklich vor sich geht. Es ist die unmittelbare Anschauung der eigenen körperlichen und geistigen Daseinsvorgänge, soweit sie in den Spiegel unserer Aufmerksamkeit fallen. Dieses Beobachten gilt als "rein", weil sich der Beobachter dem Objekt gegenüber rein aufnehmend verhält, ohne mit dem Gefühl, dem Willen oder Denken bewertend Stellung zu nehmen und ohne durch Handeln auf das Objekt einzuwirken.

    Soviel ich weiß, macht kaum jemand das ganze Satipatthana-System nacheinander durch, jedenfalls nicht als regelmäßige Übung. Manchmal wird es abgekürzt und als Vipassana bezeichnet.


    Die Übung des Reinen Beobachtens ist einfach und sehr befreiend, man kann sie formal oder tagsüber bei jeder Gelegenheit machen, wo man sich nicht gerade auf eine bestimmte Aufgabe konzentrieren muss.

    Mit Metta, mukti.


  • Qualia
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    • 20. Februar 2026 um 16:10
    • #32
    mukti:

    Soviel ich weiß, macht kaum jemand das ganze Satipatthana-System nacheinander durch, jedenfalls nicht als regelmäßige Übung.

    Kurzversion für den Alltag (10–15 Minuten)

    1 Minute – Atem betrachten
    3 Minuten – Körperempfindungen wahrnehmen
    3 Minuten – Gefühle betrachten
    3 Minuten – Geisteszustand erkennen
    3 Minuten – Vergänglichkeit oder Loslassen betrachten

    1 Minute – Freundlichkeit

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Qualia
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    • 20. Februar 2026 um 18:51
    • #33
    Qualia:
    mukti:

    Soviel ich weiß, macht kaum jemand das ganze Satipatthana-System nacheinander durch, jedenfalls nicht als regelmäßige Übung.

    Kurzversion für den Alltag (10–15 Minuten)

    1 Minute – Atem betrachten
    3 Minuten – Körperempfindungen wahrnehmen
    3 Minuten – Gefühle betrachten
    3 Minuten – Geisteszustand erkennen
    3 Minuten – Vergänglichkeit oder Loslassen betrachten

    1 Minute – Freundlichkeit

    Hoffentlich bleibt das Lachen nicht stecken. Denn wenn man jahrelang die Texte studiert und lange Zazen gemacht hat, kommt genau das als Letztes Gedankenspiel beim Zazen heraus, bis das auch verschwindet.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • mukti
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    • 21. Februar 2026 um 01:31
    • #34
    Qualia:

    Hoffentlich bleibt das Lachen nicht stecken

    War nur eine freudige Ünberraschung, was man da alles machen kann.

    Mit Metta, mukti.


  • Igor07
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    • 21. Februar 2026 um 10:52
    • #35

    Da gibt es bestimmte Schemata, wie man richtig praktizieren sollte, und zwar entsprechend dem praktischen Ratgeber von Anālayo; warum sollte man das Fahrrad wieder erfinden? Ich verlinke das alles.


    Externer Inhalt www.youtube.com
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  • Railex
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    • 21. Februar 2026 um 16:00
    • #36

    Igor07, es geht nicht darum "das Fahrrad wieder zu erfinden" , sondern es gibt Übende und Interessierte, die sich die Themen zu unterschiedlichen Zeitpunkten (wieder) neu erarbeiten und dies aus unterschiedlichen Perspektiven heraus.

    Mit fortschreitender Praxis und Erfahrung eröffnen sich immer wieder neue bzw. veränderte Herangehensweisen.


    Du kannst gerne dein Wissen und deine Erfahrungen mit einfließen lassen, aber vielleicht gelingt dir dies auch ohne Bewertungen, ob man sich ein Tun deiner Meinung nach "sparen" könnte, bzw. etwas "neu erfinde".

    Macht dann vielleicht mehr Spaß der Austausch, als wenn man so "allwissend" überfahren wird.


    _()_

  • Igor07
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    • 21. Februar 2026 um 17:12
    • #37
    Railex:

    Du kannst gerne dein Wissen und deine Erfahrungen mit einfließen lassen, aber vielleicht gelingt dir dies auch ohne Bewertungen, ob man sich ein Tun deiner Meinung nach "sparen" könnte, bzw. etwas "neu erfinde"

    Railex


    Das war überhaupt nicht anmaßend gemeint, denn ich schätze diesen Autor sehr und habe sehr viel von ihm gelesen.
    Über meine eigene Praxis rede ich öffentlich nicht, auch nicht über etwas Privates.
    Und diese Reihe von Videos ist gut, sie entspricht dem Buch.
    Alles Gute._()_

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    Sokrates

  • Railex
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    • 21. Februar 2026 um 18:49
    • #38
    Igor07:
    Railex:

    Du kannst gerne dein Wissen und deine Erfahrungen mit einfließen lassen, aber vielleicht gelingt dir dies auch ohne Bewertungen, ob man sich ein Tun deiner Meinung nach "sparen" könnte, bzw. etwas "neu erfinde"

    Railex


    Das war überhaupt nicht anmaßend gemeint, denn ich schätze diesen Autor sehr und habe sehr viel von ihm gelesen.

    Igor07, deine Bewertungen bezogen sich ja auch nicht auf den Autor, sondern auf unsere Beiträge.


    Ja, der Autor ist in Bezug auf das Thema "Achtsamkeit" sehr erfahren und arbeitet praxisnah an der Lehrrede, in dieser Hinsicht sehr lehrreich.

    Du musst deine Praxis auch nicht einfließen lassen und kannst dich weiter auf das zitieren konzentrieren, aber andere User nähern sich dem Thema eben anders.


    Außerdem habe ich mich sehr gefreut, dass pano dieses Thema eröffnet hat, weil mir selbst bewusst geworden ist, wie lange ich schon nicht mehr achtsam über Achtsamkeit nachgeforscht hatte und sehr einseitig auf die Skandhaprozesse fokussiert war, aber hier in diesem Thread haben andere User nochmal sehr viele wertvolle weitere Akzente der Achtsamkeit einfließen lassen.


    Dir auch alles Gute und Danke für das Video _()_

  • Igor07
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    • 21. Februar 2026 um 19:31
    • #39
    Railex:

    deine Bewertungen bezogen sich ja auch nicht auf den Autor, sondern auf unsere Beiträge.

    Railex

    Das war keine Bewertung, und ich erkläre sehr gerne, warum ich es anders sehe. Wenn ich lese, drei Minuten über die Vergänglichkeit nachzudenken, dann kontempliere ich das Thema rund um die Uhr, nach dem Tod meines Vaters. Denn anicca ist der zentrale Punkt im Buddhismus: Alles vergeht, alles entgleitet mir und entzieht sich mir, wie auch ich mir selbst, denn dieses Ich ist nicht auffindbar, stellt aber ein Konstrukt dar. Und deswegen leiden wir, denn unsere Art der Wahrnehmung basiert auf einer Täuschung: Wir sehen das Glück, aber dahinter verbirgt sich immer Leid; wir sehen etwas als beständig, was dem Zerfall und dem Untergang geweiht ist, und wir sehnen uns nach einer Zuflucht, nach etwas Festem in der Welt, aber so etwas gibt es nicht. Und unter der schönen Haut kann man etwas Ekeliges finden. Und genau das ist sati: die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind, ohne die rosa Brille der Illusionen.
    Dazu ein passendes Zitat aus dem Pali-Kanon:


    Zitat
    • Vergängliches für unvergänglich halten: das, ihr Mönche, ist eine Verkehrtheit in der Wahrnehmung, den Gedanken und den Ansichten.
    • Leiden für Glück halten: das, ihr Mönche, ist eine Verkehrtheit in der Wahrnehmung, den Gedanken und den Ansichten.
    • Was ichlos ist, für ein Ich halten: das, ihr Mönche, ist eine Verkehrtheit in der Wahrnehmung, den Gedanken und den Ansichten.
    • Was widerlich ist, für lieblich halten: das, ihr Mönche, ist eine Verkehrtheit in der Wahrnehmung, in Gedanken und in Ansichten.

    A.IV.49 Die vier Verkehrtheiten - 9. Vipallāsa Sutta


    Das ist meine eigene Position, aber keine Bewertung der anderen.

    Also , bitte...:klee:

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Railex
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    • 21. Februar 2026 um 20:02
    • #40
    Railex:

    Gefühlsbetrachtung:

    -freudig,leidig,sinnengebunden,sinnenfreies,

    Hier möchte ich nochmal ergänzen, dass es um die Skandha "Gefühlston" (Vedanā) geht und die Bewertung : angenehm/unangenehm,neutral.


    Hier haftet sich Begehren wohl besonders schnell und stark an und wenn es gelingt hier achtsam zu stoppen, bevor der Impuls sich weiterentwickelt, schafft man sich ein gewisses Zeitfenster zur Freiheit.


    Sehr interessant und gut bei Musik und Geräuschen zu üben nach meiner Erfahrung.

  • mukti
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    • 21. Februar 2026 um 21:41
    • #41
    Railex:

    Hier möchte ich nochmal ergänzen, dass es um die Skandha "Gefühlston" (Vedanā) geht und die Bewertung : angenehm/unangenehm,neutral.


    Hier haftet sich Begehren wohl besonders schnell und stark an und wenn es gelingt hier achtsam zu stoppen, bevor der Impuls sich weiterentwickelt, schafft man sich ein gewisses Zeitfenster zur Freiheit.


    Sehr interessant und gut bei Musik und Geräuschen zu üben nach meiner Erfahrung.

    Gefühle entstehen durch Sinneswahrnehmung und angenehme Gefühle werden mit Begehren ergriffen, unangenehme mit Aversion und neutrale mit Unwissenheit, habe ich in einer Lehrrede gelesen. Wenn man sie nicht ergreift und nur beobachtet, entsteht kein Dukkha.

    Mit Metta, mukti.


  • Wetering
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    • 22. Februar 2026 um 06:35
    • #42
    Railex:
    Railex:

    ...

    Hier haftet sich Begehren wohl besonders schnell und stark an und wenn es gelingt hier achtsam zu stoppen, bevor der Impuls sich weiterentwickelt, schafft man sich ein gewisses Zeitfenster zur Freiheit.


    Sehr interessant und gut bei Musik und Geräuschen zu üben nach meiner Erfahrung.

    Railex


    Dieses "zu üben" bei/mit Vedana beziehst du hier auf Meditation oder den Alltag?

  • Railex
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    • 22. Februar 2026 um 14:19
    • #43

    Beides Wetering , im Fitnessstudio habe ich heute morgen darauf ge-achtet beim Musikhören über Kopfhörer und in der ruhigen Meditation achte ich eher auf Vedana bei der Gedankenentstehung.

    Im Fitnessstudio kann man aber auch sehr gut üben, weil da engbekleidete und körperbetonte Menschen unterwegs sind und der Prozess- angenehmer Sinnesreiz- thanā(Begehren)-upadhānā(Greifen) in Gedanken, ständig ausgelöst wird.(bei mir zumindest :nosee::))


    Gelingt es mir aber bei der ersten einfachen Gefühlsreaktion innezuhalten und ins reine Beobachten zu wechseln, kann die Weiterentwicklung des Gefühls zum Begehren und folgenden Leidenschafte unterbunden werden.

    Also, ich übe mich bei der Feststellung: angenehm, unangenehm, neutral, stehenzubleiben und Zeit zu gewinnen.

  • mukti
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    • 22. Februar 2026 um 17:06
    • #44
    Railex:

    Gelingt es mir aber bei der ersten einfachen Gefühlsreaktion innezuhalten und ins reine Beobachten zu wechseln, kann die Weiterentwicklung des Gefühls zum Begehren und folgenden Leidenschafte unterbunden werden.

    Also, ich übe mich bei der Feststellung: angenehm, unangenehm, neutral, stehenzubleiben und Zeit zu gewinnen.

    Ich denke dann 'Das Gefühl bin ich nicht und es gehört mir nicht', dann zieht es oft vorüber ohne mich zu tangieren. Wenn es aber zu verlockend ist, verschiebe ich die Übung auf später und denke 'Wird schon werden, bin ja nur ein kleiner Laie.' :oops:

    Mit Metta, mukti.


  • Railex
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    • 22. Februar 2026 um 18:23
    • #45
    mukti:
    Railex:

    Gelingt es mir aber bei der ersten einfachen Gefühlsreaktion innezuhalten und ins reine Beobachten zu wechseln, kann die Weiterentwicklung des Gefühls zum Begehren und folgenden Leidenschafte unterbunden werden.

    Also, ich übe mich bei der Feststellung: angenehm, unangenehm, neutral, stehenzubleiben und Zeit zu gewinnen.

    Ich denke dann 'Das Gefühl bin ich nicht und es gehört mir nicht', dann zieht es oft vorüber ohne mich zu tangieren. Wenn es aber zu verlockend ist, verschiebe ich die Übung auf später und denke 'Wird schon werden, bin ja nur ein kleiner Laie.' :oops:

    manchmal ertappt man sich dabei, dass man sich einer Vorstellung auch gerne hingibt, stimmt :) aber inzwischen erwische ich mich recht schnell dabei und es hilft auch bei Sehreizen z.b. den Blick abzuwenden, das Gegenteil wäre dann sich noch umzudrehen und hinterherzuglotzen....

    Die Methode: das ist nicht mein, gehört mir nicht, ist auch wirkungsvoll stimmt, hatte ich schon wieder etwas vergessen _()_


    Als Krankenpfleger, wenn ich in der Klinik extreme Dinge gesehen habe: schlimme Wunden, Suizid o.ä. , habe ich die oft neutralisiert ,um handlungsfähig zu bleiben, wenn ich ganz schnell innerlich gesagt habe: Sehorgan,Sehobjekt,Sehbewusstsein.

    Also mir die Abhängigkeit des schrecklichen Bildes klar gemacht, hat mir oft geholfen.

    Ist noch kompakter ,als die Kurzbetrachtung von Qualia aus Beitrag #32.

  • Railex
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    • 23. Februar 2026 um 19:37
    • #46

    Aus "Geistestraining durch Achtsamkeit " Nyānaponika


    "Ein großer Teil des Leidens in der Welt entsteht nicht so sehr durch bewusste Schlechtigkeit, als durch Unachtsamkeit, Unüberlegtheit, Voreiligkeit und Unbeherrschtheit.

    Ein einziger Moment der Besinnung würde oft genügen, um eine weitreichende Verkettung von Schuld und Unheil zu verhindern.

    Hier gilt wahrlich: Zeit gewonnen, alles gewonnen.


    Das Innehalten, an das man sich durch die Haltung des Reinen Beobachtens gewöhnt, ermöglicht es nun, eben jenen entscheidenden Moment zu erfassen und gleichsam festzuhalten, wo der Geist noch formbar ist, sich noch nicht festgelegt hat.

    Denn das Reine Beobachten verlangsamt oder hemmt den Übergang von der rezeptiven zur aktiven Geisteshaltung und gibt so der Entscheidung eine längere Frist.


    Solche Verlangsamung ist von großer Wichtigkeit, so lange das Unheilsame und nicht das Heilsame im menschlichen Geiste eine starke Spontanität besitzt und sich unmittelbar durchzusetzen sucht.

    Durch das Innehalten wird Voreiligkeit in Wort und Tat verhindert, und weises Überlegen und Selbstkontrolle wird sich besser durchsetzen können.

    Wenn unerwünschte und unüberlegte Reaktionen sich dann nicht mehr so häufig und gewohnheitsmäßig einstellen, wird dadurch die Formbarkeit und Zugänglichkeit des Geistes beträchtlich wachsen."


    :rad:

  • Monikamarie
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    • 24. Februar 2026 um 09:53
    • #47

    Lieber Railex, im Prinzip sehe ich das auch so.

    Ich übe mich schon lange in Achtsamkeit, wurde auch dankbar, wenn mich jemand auf mein "Fehlverhalten" aufmerksam machte.


    Aber die Realität hat mir gezeigt, dass da noch etwas Anderes eine Rolle spielt.


    Die letzten Tage im Leben meines Mannes war ich offenbar so "abwesend", dass ich sein Leid nicht wahrnahm. Ich erkannte nicht sein Bedürfnis nach meiner Nähe - also wirkliche Gegenwärtigkeit. Ich wunderte mich nur, dass er mir anerkennende Worte über unser gemeinsames Leben sagte (er sprach sonst nicht viel).


    Als er dann einen Morgen nicht aufstehen und keinen Arzt etc. wollte, habe ich immer noch gedacht, das sei nur "mal so", er war ja nicht sichtbar krank, nur müde.


    Er schlief 3 Stunden später für immer ein (inzwischen war die Ärztin da, später der Rettungsdienst, die ihn noch ins künstliche Koma versetzte).


    Ich bin bis heute sprachlos, was mit mir und meiner Achsamkeit war - und unglaublich traurig, nein, erschüttert wie das möglich ist.


    Der Zeitraum von ca. 1 Woche kommt mir vor wie ein Traum in Zeitlupe, in dem ich nicht wirklich DA war - wie ferngesteuert.


    Wo war ich?


    Für mich gibt es nur eine Erklärung, wir haben keine wirkliche Kontrolle ...


    _()_Monika

    Einmal editiert, zuletzt von Monikamarie (24. Februar 2026 um 10:08)

  • Railex
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    • 24. Februar 2026 um 12:24
    • #48

    Liebe Monika,


    die Erfahrung mit den letzten Tagen und Stunden deines Mannes sind tragisch und scheinen dich immer noch zu belasten, es tut mir sehr leid, dass du diese Erfahrung machen musstest.

    Dass neurowissenschaftlich der Spielraum unseres freien Willens limitiert ist, entlastet dich hoffentlich und du machst dir keine quälenden Vorwürfe.


    Ich halte es aber auch für möglich, das neben deiner mangelnden praktischen Erfahrung mit Sterbenden Monika, vielleicht noch ein gewisses "Nichtwahrhaben-wollen" eine Rolle gespielt haben könnte, bzw. da er offensichtlich nicht so schwer krank war und du die Situation deshalb nicht richtig einschätzen konntest.

    Ich würde das an deiner Stelle nochmal mit einer guten Psychotherapie nacharbeiten Monika, das war wirklich eine schwierige Situation, die dich in dieser Zeit überfordert hat, so etwas passiert eben, weil wir nicht vollends die Kontrolle haben.


    So etwas kann man wahrscheinlich üben, wenn man im Hospizdienst arbeitet und des öfteren diesen Situationen ausgesetzt ist, im Krankenhaus habe ich mich damit auch eher schwer getan und es erfahrenen Kollegen überlassen Sterbende zu begleiten.


    Die Achtsamkeitsübungen kann man häufiger isoliert für sich im Alltag üben, aber im Zusammenhang mit Sterbebegleitung ist es für ungeübte bzw. unerfahrene eine Überforderungssituation, wo du nicht zu streng mit dir sein solltest.

    Auch professionellen Helfern und Ärzten unterlaufen Fehleinschätzungen.


    Ich wünsche dir von Herzen einen möglichst leidfreien Umgang damit _()_:taube::kerze:

    Einmal editiert, zuletzt von Railex (24. Februar 2026 um 12:31)

  • mukti
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    • 24. Februar 2026 um 12:33
    • #49

    Als meine Mutter im Pflegeheim im Sterben lag, bin ich vorzeitig gegangen, um noch die letzte Schnellbahn zu erwischen. Wäre ich nicht diesem Impuls gefolgt und hätte innegehalten, wäre mir die Möglichkeit eingefallen, ein Taxi zu nehmen, so dass ich ihr in den letzten Stunden noch beistehen kann.


    Mein Vater hatte einen Schlaganfall und ich habe ihn nach einer Operation im Spital besucht. Es gab was Dringendes zu erledigen und so verließ ich ihn und wollte am nächsten Tag wiederkommen. Er ist aber in der Nacht gestorben. Wäre ich achtsam gewesen, wäre mir aufgefallen, dass er die Nähe des Todes fühlte und hätte auch ihm beistehen können.


    Da habe ich mich selber angeklagt und Trost in den Worten des Buddha gefunden: "In diesem Dhamma ist es üblich, seine Fehler einzusehen und in Zukunft zu vermeiden." Was geschehen ist, lässt sich nicht mehr rückgängig machen aber man kann daraus lernen, wie wichtig es ist, Achtsamkeit zu üben.

    Mit Metta, mukti.


    Einmal editiert, zuletzt von mukti (24. Februar 2026 um 12:59)

  • Monikamarie
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    • 24. Februar 2026 um 12:50
    • #50

    Danke Railex und mukti für die liebevollen und tröstenden Worte.


    Railex ich vermisse meinen Mann sehr, denke aber nicht ständig an seine letzten Tage, um "mein Leid nicht zu pflegen".


    Mir ging es hier nur um die Achtsamkeit, die ich unverständlicherweise offenbar nicht hatte. Aber es lag wohl an der ungewohnten Situation, die mich zu einer "Schlafwandlerin" werden ließ.


    _()_:heart:

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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