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Contemplative Lab: Gemeinsam eine Bewusstseinskultur entstehen lassen

  • KarmaHausmeister
  • 15. Januar 2026 um 10:13
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  • KarmaHausmeister
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    • 15. Januar 2026 um 10:13
    • #1

    Das Contemplative Lab versteht sich als Projekt zur Schaffung einer Bewusstseinskultur jenseits religiöser Dogmatik im Dialog mit kontemplativer Praxis und moderner Wissenschaft. Über den Auftakt des Contemplative Lab in Freiburg.

    Contemplative Lab: Gemeinsam eine Bewusstseinskultur entstehen lassen
    Das Contemplative Lab versteht sich als Projekt zur Schaffung einer Bewusstseinskultur jenseits religiöser Dogmatik im Dialog mit kontemplativer Praxis und…
    ursachewirkung.com

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

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    • 18. Januar 2026 um 19:04
    • #2

    KarmaHausmeister wie findest du bloß solche Themen? Ich wusste nicht einmal, das so ein Wort „Bewusstseinskultur“ existiert. Ab hier war für mich Ende Gelände:


    In einer Zeit permanenter Ablenkung, algorithmischer Aufmerksamkeitsökonomien und mentaler Überforderung werde Bewusstseinskultur zu einem ethischen Imperativ. Nicht als Selbstoptimierung, sondern als Gegenbewegung zur inneren Verfügbarkeit.

    ...seid euch selbst die Zuflucht ... die Lehre sei euch Zuflucht, habt keine andere Zuflucht (DN16)

  • KarmaHausmeister
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    • 18. Januar 2026 um 19:09
    • #3

    Das ganze geht auf einen Metzinger-Schüler zurück, Cyril Costines. Den habe ich mal interviewt.


    Thomas Metzinger – Wikipedia
    de.wikipedia.org


    Metzingers Grundlagenwerk, Der Ego-Tunnel, ist sehr lesenswert!

    Der Ego-Tunnel. Eine neue Philosophie des Selbst: Von der Hirnforschung zur Bewusstseinsethik.Berlin Verlag, Berlin, ISBN 3-8270-0630-9

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    • 18. Januar 2026 um 21:22
    • #4

    Habe wiki Artikel durchgelesen. Seine Auslegung des Begriffs Bewusstsein beisst sich sehr mit der des Buddha. Die Beschreibungen seiner Werke wirken beeindruckend, all die Verbindungen unterschiedlicher Wissenschafsfelder, Evolution, Religion, Politik usw. Insgesamt hatte ich aber dann den Eindruck, der Mensch hat sich verlaufen in der ganzen Komplexität seiner Arbeit.

    ...seid euch selbst die Zuflucht ... die Lehre sei euch Zuflucht, habt keine andere Zuflucht (DN16)

  • KarmaHausmeister
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    • 18. Januar 2026 um 21:51
    • #5

    Wo siehst du fundamentale Unterschiede in den Bewusstseinsmodellen? Die sehe ich nicht.


    Sowohl Metzinger als auch der Buddhismus lehnen ein stabiles, unveränderliches Selbst ab und sehen das „Ich“ als prozesshafte, bedingt entstandene Konstruktion. In beiden wird das Erleben einer einheitlichen Subjektivität als Ergebnis von Integration bzw. Bündelung vieler Prozesse verstanden, nicht als Ausdruck eines festen Kerns. Metzingers Modell entspricht der bud. anatta-Lehre.


    Über die anatta-Lehre hinaus, existiert in der buddhistischen Tradition überdies kein einheitliches Bewusstseinsmodell, sondern eine Familie von Modellen, die sich historisch entwickelt haben.

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    • 18. Januar 2026 um 22:56
    • #6

    Die Antwort hast du bereits geschrieben > Bewusstseinsmodelle, sprich Theorien. Das betrifft auch buddhistische Schulen. Buddha lehrte keine Theorie, sondern das was man selbst erkennt. Und dieser Unterschied ist fundamental. In MN43 erklärt Sāriputta das gesamte Modell in wenigen Sätzen:https://suttacentral.net/mn43/de/mettik…highlight=false

    Zitat

    „,Bewußtsein, Bewußtsein‘, so sagt man, Freund. Worauf bezieht es sich, wenn man von ,Bewußtsein‘ spricht?“

    „,Es erfährt, es erfährt‘, Freund, deshalb spricht man von ,Bewußtsein‘. Was erfährt es? Es erfährt: ,angenehm‘; es erfährt: ,schmerzhaft‘; es erfährt: ,weder-schmerzhaft-noch-angenehm‘. ,Es erfährt, es erfährt‘, Freund, deshalb spricht man von ,Bewußtsein‘.“

    „Weisheit und Bewußtsein, Freund—sind diese Geisteszustände miteinander verbunden oder getrennt? Und ist es möglich, einen dieser Zustände vom anderen zu trennen, um den Unterschied zwischen ihnen beschreiben zu können?“

    „Weisheit und Bewußtsein, Freund—diese Geisteszustände sind miteinander verbunden, nicht getrennt, und es ist unmöglich, einen dieser Zustände vom anderen zu trennen, um den Unterschied zwischen ihnen beschreiben zu können. Denn, was man versteht, das erfährt man, und was man erfährt, das versteht man. Deshalb sind diese Geisteszustände miteinander verbunden, nicht getrennt, und es ist unmöglich, einen dieser Zustände vom anderen zu trennen, um den Unterschied zwischen ihnen beschreiben zu können.“

    „Was ist der Unterschied, Freund, zwischen Weisheit und Bewußtsein, diesen Zuständen, die miteinander verbunden, nicht getrennt sind?“

    „Der Unterschied, Freund, zwischen Weisheit und Bewußtsein, diesen Zuständen, die miteinander verbunden, nicht getrennt sind, ist dieser: Weisheit gilt es zu entfalten, Bewußtsein gilt es vollständig zu durchschauen.“

    Alles anzeigen
    Zitat

    „Gefühl, Wahrnehmung und Bewußtsein, Freund—sind diese Geisteszustände miteinander verbunden oder getrennt? Und ist es möglich, einen dieser Zustände vom anderen zu trennen, um den Unterschied zwischen ihnen beschreiben zu können?“

    „Gefühl, Wahrnehmung und Bewußtsein, Freund—diese Geisteszustände sind miteinander verbunden, nicht getrennt, und es ist unmöglich, einen dieser Zustände von den anderen zu trennen, um den Unterschied zwischen ihnen beschreiben zu können. Denn, was man fühlt, das nimmt man wahr, und was man wahrnimmt, das erfährt man. Deshalb sind diese Geisteszustände miteinander verbunden, nicht getrennt, und es ist unmöglich, einen dieser Zustände von den anderen zu trennen, um den Unterschied zwischen ihnen beschreiben zu können.“

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  • JoJu91
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    • 19. Januar 2026 um 08:19
    • #7
    Rimi Dalv:

    Buddha lehrte keine Theorie, sondern das was man selbst erkennt.

    Ein entscheidender Punkt.


    Was die Beschreibung des (illusionären) Ich anbelangt, gibt es vielleicht grosse Übereinstimmung in den Modellen von Metzinger und der anatta-Lehre.


    Das höchste Bewusstsein liegt jenseits davon lässt sich nicht als (Software-)Modell entwickeln und per KI nach-implementieren. Es ist die konkret erlebbare Grundlage aller Phänomene.


    "Nicht das, was der (kleine) Geist denkt, sondern das, was es dem Geist zu denken möglich macht"


    :medim::mediw:

  • KarmaHausmeister
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    • 19. Januar 2026 um 09:10
    • #8
    Rimi Dalv:

    Die Antwort hast du bereits geschrieben > Bewusstseinsmodelle, sprich Theorien. Das betrifft auch buddhistische Schulen. Buddha lehrte keine Theorie, sondern das was man selbst erkennt. Und dieser Unterschied ist fundamental. In MN43 erklärt Sāriputta das gesamte Modell in wenigen Sätzen:https://suttacentral.net/mn43/de/mettik…highlight=false

    Zitat

    „,Bewußtsein, Bewußtsein‘, so sagt man, Freund. Worauf bezieht es sich, wenn man von ,Bewußtsein‘ spricht?“

    „,Es erfährt, es erfährt‘, Freund, deshalb spricht man von ,Bewußtsein‘. Was erfährt es? Es erfährt: ,angenehm‘; es erfährt: ,schmerzhaft‘; es erfährt: ,weder-schmerzhaft-noch-angenehm‘. ,Es erfährt, es erfährt‘, Freund, deshalb spricht man von ,Bewußtsein‘.“

    „Weisheit und Bewußtsein, Freund—sind diese Geisteszustände miteinander verbunden oder getrennt? Und ist es möglich, einen dieser Zustände vom anderen zu trennen, um den Unterschied zwischen ihnen beschreiben zu können?“

    „Weisheit und Bewußtsein, Freund—diese Geisteszustände sind miteinander verbunden, nicht getrennt, und es ist unmöglich, einen dieser Zustände vom anderen zu trennen, um den Unterschied zwischen ihnen beschreiben zu können. Denn, was man versteht, das erfährt man, und was man erfährt, das versteht man. Deshalb sind diese Geisteszustände miteinander verbunden, nicht getrennt, und es ist unmöglich, einen dieser Zustände vom anderen zu trennen, um den Unterschied zwischen ihnen beschreiben zu können.“

    „Was ist der Unterschied, Freund, zwischen Weisheit und Bewußtsein, diesen Zuständen, die miteinander verbunden, nicht getrennt sind?“

    „Der Unterschied, Freund, zwischen Weisheit und Bewußtsein, diesen Zuständen, die miteinander verbunden, nicht getrennt sind, ist dieser: Weisheit gilt es zu entfalten, Bewußtsein gilt es vollständig zu durchschauen.“

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    Zitat

    „Gefühl, Wahrnehmung und Bewußtsein, Freund—sind diese Geisteszustände miteinander verbunden oder getrennt? Und ist es möglich, einen dieser Zustände vom anderen zu trennen, um den Unterschied zwischen ihnen beschreiben zu können?“

    „Gefühl, Wahrnehmung und Bewußtsein, Freund—diese Geisteszustände sind miteinander verbunden, nicht getrennt, und es ist unmöglich, einen dieser Zustände von den anderen zu trennen, um den Unterschied zwischen ihnen beschreiben zu können. Denn, was man fühlt, das nimmt man wahr, und was man wahrnimmt, das erfährt man. Deshalb sind diese Geisteszustände miteinander verbunden, nicht getrennt, und es ist unmöglich, einen dieser Zustände von den anderen zu trennen, um den Unterschied zwischen ihnen beschreiben zu können.“

    Alles anzeigen


    Da sehe ich keinen Unterschied. Auch Metzingers Modell basiert auf konkretem Erleben.

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

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  • Igor07
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    • 19. Januar 2026 um 09:50
    • #9

    Also, wenn ich es richtig verstanden habe, spricht Th. Metzinger über die phänomenale Repräsentation, die uns allen das Gefühl von "Mein-ig-keit "gibt, oder man kann von einer virtuellen inneren Realität sprechen.
    Und weiter: Dieses Gefühl von etwas, das als ob mir gehört, ist von Natur aus täuschend, irreführend, denn dieserEgo- Tunnel ist leer, sozusagen. Das ist die Schnittstelle zum Buddhismus und anattā, aber nicht dasselbe.
    Er meditiert selbst seit Jahrzehnten, und in der Präsentation zu seinem letzten Buch erzählt er alles.
    Das ist kein Pali-Kanon, der zitiert wurde, und keine bedingte Entstehung. Das ist eher Neurowissenschaft.
    Das letzte Buch ist echt toll, kann ich empfehlen. Enorme Zahl von Berichten von Meditierenden aus allen möglichen Traditionen. Sehr fein nuancierte Analyse. Er erzählt dann, es sei sein letztes Buch, und weiter sagt er-- er würde zusammen mit seiner Frau Krimis lesen. Da habe ich gelacht.


    Der Elefant und die Blinden
    Eine erkenntnisreiche Reise in unser BewusstseinWas wäre, wenn unser Ziel nicht gewesen wäre, auf dem Mars zu landen, sondern im reinen Bewusstsein? Die…
    www.piper.de

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

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    • 19. Januar 2026 um 10:22
    • #10

    Wollte mir gerade „Ego Tunnel“ kaufen, stellte fest: Hab ich schon im Kindle. Hab’ nachgesehen, wo ich aufgehört habe zu lesen, und sofort wusste ich: Der erzählt mir nichts Neues. Von Buddha hatte ich das schon gelesen und studiert. Ein Buch, das mir Buddha erklärt, brauche ich nicht. Das Gekaufte war wichtig, um in die Buddha-Lehre gestoßen zu werden.


    Ein Beispiel, wie mich mein „Ich will haben“ immer wieder zu Handlungen verführen möchte, die erklären, was ich schon weiß. Verblendung führt zu Verwirrung.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

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    • 19. Januar 2026 um 13:19
    • #11

    Ich habe immer noch ein Verständnis- und Abgrenzungsproblem, wenn es um den säkularen Buddhismus geht. Folgendes habe ich gerade dazu gelesen:


    "... Meditationsformen wie MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction) vermeiden bewusst jede spirituelle Sprache.
    Der säkulare Buddhismus – und auch Thomas Metzinger – geht aber weiter: Er lehnt die religiösen Dogmen ab (Gott, Wiedergeburt, Karma), nicht aber die spirituelle Dimension der Praxis."


    Kann man das aus deiner Sicht so auf den Punkt bringen, KarmaHausmeister ?

    DON'T HATE, MEDITATE.

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    • 19. Januar 2026 um 18:00
    • #12
    KarmaHausmeister:

    Da sehe ich keinen Unterschied. Auch Metzingers Modell basiert auf konkretem Erleben.

    Na gut, hier werden wir uns nicht einig. Eine andere Frage: Buddhas Lehre führt zum Nibbana. Wohin führt Metzingers Lehre?

    ...seid euch selbst die Zuflucht ... die Lehre sei euch Zuflucht, habt keine andere Zuflucht (DN16)

  • Rimi Dalv
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    • 19. Januar 2026 um 18:04
    • #13
    JoJu91:

    Das höchste Bewusstsein

    Was ist damit gemeint? Ein weiteres Bewusstsein, unabhängig von den 6 Sinnesbereichen?

    ...seid euch selbst die Zuflucht ... die Lehre sei euch Zuflucht, habt keine andere Zuflucht (DN16)

  • Qualia
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    • 19. Januar 2026 um 18:21
    • #14
    Rimi Dalv:
    JoJu91:

    Das höchste Bewusstsein

    Was ist damit gemeint? Ein weiteres Bewusstsein, unabhängig von den 6 Sinnesbereichen?

    Nicht unabhängig von den 6 Sinnesbereichen, aber durch diese bedingt.


    Leben bedingt Körper, Körper bedingt Skandha, Skandha bedingt 6 Sinnesbereiche, 6 Sinnesbereiche bedingen Bewusstsein, Bewusstsein bedingt Ich, Ich bedingt Selbst, Selbst bedingt Person, Person bedingt Persönlichkeitsglaube, Persönlichkeitsglaube bedingt Leiden.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

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  • KarmaHausmeister
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    • 19. Januar 2026 um 18:56
    • #15
    Rimi Dalv:
    KarmaHausmeister:

    Da sehe ich keinen Unterschied. Auch Metzingers Modell basiert auf konkretem Erleben.

    Na gut, hier werden wir uns nicht einig. Eine andere Frage: Buddhas Lehre führt zum Nibbana. Wohin führt Metzingers Lehre?


    Lediglich festzustellen, man würde sich nicht einig, ohne auf die Argumente einzugehen, ist ja eigentlich nur ein Beharren auf der eigenen Meinung ohne eine Basis für sie zu haben.


    Um Deine Frage beantworten zu können, müssen wir zunächst klären, was für Dich Nibbana bedeutet. Hier finden sich im Buddhismus selbst nämlich sehr unterschiedliche Deutungen.

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

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  • Rimi Dalv
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    • 19. Januar 2026 um 19:45
    • #16
    KarmaHausmeister:

    Lediglich festzustellen, man würde sich nicht einig, ohne auf die Argumente einzugehen, ist ja eigentlich nur ein Beharren auf der eigenen Meinung

    Richtig, es ist absehbar dass keiner von uns seine Meinung ändern wird. Die Standpunkte sind klar, man kann ab hier aufhören.

    KarmaHausmeister:

    Um Deine Frage beantworten zu können, müssen wir zunächst klären, was für Dich Nibbana bedeutet. Hier finden sich im Buddhismus selbst nämlich sehr unterschiedliche Deutungen.

    Nibbana Beschreibung MN26 https://suttacentral.net/mn26/de/mettik…highlight=false

    Zitat

    … erlangte ich die ungeborene … nicht alternde … nicht krankende … todlose … kummerfreie … unbefleckte höchste Sicherheit vor dem Gefesseltsein, Nibbāna. Das Wissen und die Schauung erwuchs mir: Meine Befreiung ist unerschütterlich; dies ist meine letzte Geburt; jetzt gibt es kein erneutes Werden mehr.

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    • 19. Januar 2026 um 20:15
    • #17
    Qualia:
    Rimi Dalv:
    JoJu91:

    Das höchste Bewusstsein

    Was ist damit gemeint? Ein weiteres Bewusstsein, unabhängig von den 6 Sinnesbereichen?

    Nicht unabhängig von den 6 Sinnesbereichen, aber durch diese bedingt.


    Leben bedingt Körper, Körper bedingt Skandha, Skandha bedingt 6 Sinnesbereiche, 6 Sinnesbereiche bedingen Bewusstsein, Bewusstsein bedingt Ich, Ich bedingt Selbst, Selbst bedingt Person, Person bedingt Persönlichkeitsglaube, Persönlichkeitsglaube bedingt Leiden.

    Entschuldige, das konnte ich jetzt nicht zuordnen.

    Das höchste Bewusstsein bedingt Ich? Was bedingen die niederen Bewusstseine?

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  • KarmaHausmeister
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    • 19. Januar 2026 um 20:55
    • #18

    Nibbana Beschreibung MN26 https://suttacentral.net/mn26/de/mettik…highlight=false

    Zitat

    Zitat

    … erlangte ich die ungeborene … nicht alternde … nicht krankende … todlose … kummerfreie … unbefleckte höchste Sicherheit vor dem Gefesseltsein, Nibbāna. Das Wissen und die Schauung erwuchs mir: Meine Befreiung ist unerschütterlich; dies ist meine letzte Geburt; jetzt gibt es kein erneutes Werden mehr.


    Das sagt erst einmal gar nichts, weil es da großen Interpretationsspielraum gibt. Wie also interpretierst Du diesen klassischen Text?

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

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  • Rimi Dalv
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    • 19. Januar 2026 um 23:30
    • #19
    KarmaHausmeister:

    Nibbana Beschreibung MN26 https://suttacentral.net/mn26/de/mettik…highlight=false

    Zitat

    Zitat

    … erlangte ich die ungeborene … nicht alternde … nicht krankende … todlose … kummerfreie … unbefleckte höchste Sicherheit vor dem Gefesseltsein, Nibbāna. Das Wissen und die Schauung erwuchs mir: Meine Befreiung ist unerschütterlich; dies ist meine letzte Geburt; jetzt gibt es kein erneutes Werden mehr.


    Das sagt erst einmal gar nichts, weil es da großen Interpretationsspielraum gibt. Wie also interpretierst Du diesen klassischen Text?

    Das kommt etwas überraschend, in meinen Augen sagt das eigentlich alles. Wie sollte man das interpretieren, als eigenes Ziel vielleicht.

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  • KarmaHausmeister
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    • 20. Januar 2026 um 09:53
    • #20
    Rimi Dalv:
    KarmaHausmeister:

    Nibbana Beschreibung MN26 https://suttacentral.net/mn26/de/mettik…highlight=false

    Zitat

    Zitat

    … erlangte ich die ungeborene … nicht alternde … nicht krankende … todlose … kummerfreie … unbefleckte höchste Sicherheit vor dem Gefesseltsein, Nibbāna. Das Wissen und die Schauung erwuchs mir: Meine Befreiung ist unerschütterlich; dies ist meine letzte Geburt; jetzt gibt es kein erneutes Werden mehr.


    Das sagt erst einmal gar nichts, weil es da großen Interpretationsspielraum gibt. Wie also interpretierst Du diesen klassischen Text?

    Das kommt etwas überraschend, in meinen Augen sagt das eigentlich alles. Wie sollte man das interpretieren, als eigenes Ziel vielleicht.

    Alles anzeigen


    Sag es mal mit eigenen Worten.

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    • 20. Januar 2026 um 10:04
    • #21
    Rimi Dalv:
    Qualia:
    Rimi Dalv:

    Was ist damit gemeint? Ein weiteres Bewusstsein, unabhängig von den 6 Sinnesbereichen?

    Nicht unabhängig von den 6 Sinnesbereichen, aber durch diese bedingt.


    Leben bedingt Körper, Körper bedingt Skandha, Skandha bedingt 6 Sinnesbereiche, 6 Sinnesbereiche bedingen Bewusstsein, Bewusstsein bedingt Ich, Ich bedingt Selbst, Selbst bedingt Person, Person bedingt Persönlichkeitsglaube, Persönlichkeitsglaube bedingt Leiden.

    Entschuldige, das konnte ich jetzt nicht zuordnen.

    Das höchste Bewusstsein bedingt Ich? Was bedingen die niederen Bewusstseine?

    Alles anzeigen

    Welches Höchste Bewusstsein? Das ist ein Begriff der Weisen, die nicht verstehen, dass es nur Bewusstsein gibt, oder von denen, die es wissen, aber erkannt haben, dass das Streben nach Höchstem Bewusstsein das Leben des „Lehrenden“ super leicht macht.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Qualia
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    Buddh. Richtung
    Lehre Buddha, Chan
    Geburtstag
    21. Mai 1954 (71)
    • 20. Januar 2026 um 10:42
    • #22
    Beitrag

    RE: Contemplative Lab: Gemeinsam eine Bewusstseinskultur entstehen lassen

    […]

    Richtig, es ist absehbar dass keiner von uns seine Meinung ändern wird. Die Standpunkte sind klar, man kann ab hier aufhören.

    […]

    Nibbana Beschreibung MN26 https://suttacentral.net/mn26/de/mettik…highlight=false

    […]

    Rimi Dalv
    19. Januar 2026 um 19:45
    SuttaCentral
    Early Buddhist texts from the Tipitaka (Tripitaka). Suttas (sutras) with the Buddha's teachings on mindfulness, insight, wisdom, and meditation.
    suttacentral.net

    „So von mir gelehrt und unterrichtet, erlangten die Bhikkhus der Fünfergruppe, nachdem sie selbst der Geburt unterworfen waren, die Gefahr in dem, was der Geburt unterworfen ist, erkannt hatten und die ungeborene höchste Sicherheit vor dem Gefesseltsein, Nibbāna suchten, die ungeborene höchste Sicherheit vor dem Gefesseltsein, Nibbāna; nachdem sie selbst dem Altern, der Krankheit, dem Tod, dem Kummer und der Befleckung unterworfen waren, die Gefahr in dem, was dem Altern, der Krankheit, dem Tod, dem Kummer und der Befleckung unterworfen ist, erkannt hatten und die nicht alternde, nicht krankende, todlose, kummerfreie und unbefleckte höchste Sicherheit vor dem Gefesseltsein, Nibbāna suchten, erlangten sie die nicht alternde, nicht krankende, todlose, kummerfreie und unbefleckte höchste Sicherheit vor dem Gefesseltsein, Nibbāna. Das Wissen und die Schauung erwuchs ihnen: ,Unsere Befreiung ist unerschütterlich; dies ist unsere letzte Geburt; jetzt gibt es kein erneutes Dasein mehr.‘“


    von Qualia bearbeitet:

    „Von mir gelehrt und unterrichtet, erlangten die Bhikkhus der Fünfergruppe, nachdem sie selbst erkannt hatten, dass sie der Geburt unterworfen waren, den Gefahren dessen was der Geburt unterworfen ist und fingen an, die ungeborene höchste Sicherheit vor dem Gefesseltsein, Nibbāna, zu suchen und sie auch erlangten.

    Weiterhin erkannten sie selbst, dass sie dem Altern, der Krankheit, dem Tod, dem Kummer und der Befleckung unterworfen waren, und die Gefahren die dieses unterworfen sein bedingen. Daraufhin suchten und erlangten sie die nicht alternde, nicht krankende, todlose, kummerfreie und unbefleckte höchste Sicherheit vor dem Gefesseltsein, Nibbāna. Dieses Wissen und das Durchschauen erwuchs ihnen: ,Unsere Befreiung ist unerschütterlich; dies ist unsere letzte Geburt; jetzt gibt es kein erneutes Dasein mehr.‘“


    Ganz kurz: Befreit euch von eurer Angst, die nur durch Festhalten an der Furcht vor Geburten, Alter, Krankheit, Tod, Kummer, Vorstellungen von Zukünftigem als Realität erscheint. Erkennt Tatsachen und vergleicht sie mit eurer Meinung.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

    Einmal editiert, zuletzt von Qualia (20. Januar 2026 um 10:49)

  • Rimi Dalv
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    • 20. Januar 2026 um 18:04
    • #23
    KarmaHausmeister:

    Sag es mal mit eigenen Worten.

    Aha verstehe, es wird dann genauso laufen wie oben mit dem Bewusstsein, zwischen der Lehre Buddhas und der von Metzinger sind keine Unterschiede erkennbar? Das können wir gleich sein lassen.

    ...seid euch selbst die Zuflucht ... die Lehre sei euch Zuflucht, habt keine andere Zuflucht (DN16)

  • KarmaHausmeister
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    • 20. Januar 2026 um 23:17
    • #24
    Rimi Dalv:
    KarmaHausmeister:

    Sag es mal mit eigenen Worten.

    Aha verstehe, es wird dann genauso laufen wie oben mit dem Bewusstsein, zwischen der Lehre Buddhas und der von Metzinger sind keine Unterschiede erkennbar? Das können wir gleich sein lassen.


    Nein, darauf will ich gar nicht hinaus.


    Wobei, um auf die Bewusstseinsgeschichte einzugehen, wo du sie anschneidest: Du hattest angeführt, dass der Unterschied zwischen Metzinger und Buddha darin bestehe, dass Buddhas Lehre aus der Praxis erwachse. Dem habe ich entgegengesetzt, dass das bei Metzinger nicht anders sei. Worauf Du nicht weiter argumentiert hast, sondern die Diskussion abbrachst. Wenn man keine Argumente mehr hat, aber dennoch seine Überzeugung nicht ändern möchte, macht man so etwas. Ich halte so ein Verhalten ja nicht für sehr buddhistisch. Soviel zur Metaebene.


    Nun zum Thema nibbana: Ich will darauf hinaus, dass es im Buddhismus nicht DIE eine Deutung gibt, was nibbana sei. Und alle diese Deutungen beziehen sich mehr oder weniger auf die klassischen Texte. Deshalb ist es nicht sehr hilfreich, diese einfach nur zu zitieren und zu meinen, sie sprächen für sich selbst. Sie sind IMMER interpreationsbedürftig. Das fängt bereits an der Stelle an, wenn man kein Pali beherrscht und sich dann allein auf Übertragungen ins Deutsche oder Englische bezieht. Da ist dann schon die ein oder andere ursprüngliche Bedeutungsebene nicht mehr erkennbar. Und so geht es dann durch die Jahrhunderte und Jahrtausende weiter mit den Deutungen in verschiedenen Kontexten.


    Die Frage also, was für Dich nibbana ist, sollte zunächst genau geklärt werden, bevor wir hier weitersprechen können.

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

    Nagarjuna / 塞翁失馬 – 焉知非福

  • Qualia
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    • 21. Januar 2026 um 00:24
    • #25

    Das kommt dabei raus, wenn man die eine Lehre verwässert, da kann man einfach nicht hinnehmen, dass Nibbana die Erklärung ist. Wird die eine Lehre gelebt, erscheint Nibbana und man merkt es nicht, nachher kommen die Erklärungen, die endlich von der einen Lehre wegführen. Anstatt sich zu befreien, befreit man sich lieber von der Lehre. Befreiung fanden die Gegenüber noch nie freundlich, also weg damit und mitleiden oder Mitgefühl und Mitfreude mit den Gefesselten.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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