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Mahayana Sutras / Rezeption und Verfügbarkeit

  • pano
  • 2. November 2025 um 22:18
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  • pano
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    • 2. November 2025 um 22:18
    • #1

    Wollte noch hierauf antworten

    Kianga:

    Das sehe ich auch so.


    Mir fehlt hier im Buddhaland, etwas mehr über Sutren jenseits des Palikanons zu erfahren. Wo zum Beispiel ist der Unterschied zwischen dem japanischen und dem chinesischen Kanon? Was steht im tibetischen Kanon? Gibt es noch andere buddhistische Kanons?

    Wären diese Sutren so unbedeutend gewesen, wären wahrscheinlich nicht so große buddhistische Richtungen entstanden. Oder sehe ich da was falsch?


    Gibt es irgendwo ein verständliches Buch, dass die Unterschiede herausarbeitet?

    Alles anzeigen

    Die Antwort von mir ist jetzt leider ein bisschen wie stream-of-consciousness-writing. Deutet vielleicht darauf hin das meine Gedanken noch nicht so sortiert sind.


    Ich denke dafür gibts verschiedene Gründe und ein Grund ist ganz salopp: die Mahayana-Literatur scheint allgemein stiefmütterlich behandelt zu werden im Westen. Die Sutren liegen oft nicht übersetzt vor (schon garnicht auf Deutsch) und wenn sie übersetzt wurden verstauben die Übersetzungen in Bibliotheken.


    Die Gassenhauer (Lotos-Sutra, Diamant-Sutra, Herz-Sutra) gibts natürlich auch auf Deutsch. Prajnaparamita-Sutra gibts hier eine Übersicht an Übersetzungen https://en.wikipedia.org/wiki/Prajnapar…sh_translations


    Dann gibt es aber eine rechte Fülle an Sutras wie etwa die Avatamsaka-Sutra plus Kommentarlieteratur die kaum erschlossen zu sein scheint. Ein zugehöriger einflussreicher Kommentar von Fa-Tsang ist glaube ich nicht mal auf englisch erhältlich. Das soll nur mal als Beispiel dienen.


    Śantidevas Bodhicaryāvatāra hab ich mal versucht aufzutreiben. Fündig wurde ich bei Triratna https://www.triratna-buddhismus.de/fileadmin/user…caryavatara.pdf (Triratna wiederum wäre keine Sangha die ich besuchen würde). Die Bodhicaryāvatāra wird im chinesischen Zweig des Buddhismus wenig bis garnicht rezipiert, entsprechend nur eingeschränkte Quellen.


    Überhaupt erfolgt der Zugang zu entsprechender Sutra-Literatur oft über die Kurrikula von traditionellen Mahayana oder Vajrayana Gruppen. Entsprechend folgt das dann eben den chinesischen oder tibetischen Übersetzungstraditionen. Die indische Madyamaka Tradition scheint in Tibet noch gut tradiert zu sein, Avatamsaka über die chinesischen Zweige (aber in Japan nicht mehr so), etc.


    Für einen groben ersten Überblick fand ich die Bücher von TNH dann doch ganz hilfreich.


    Aber das fehlende "Angebot" an Übersetzungen und Kommentaren fand ich dann doch erstaunlich. Andererseits kann ichs auch nachvollziehen. Ein westlicher, am Theravada interessierter, etwa ein Mönch, der kann Pali studieren und Pali Texte übersetzen. Bei einer Mahayana Sutra braucht es für eine kritische Übersetzung oft eine vergleichende Übersetzung aus mehreren Quellsprachen (Tibetisch, Sanskrit, Mittel- oder altchinesisch [das dann teilw. noch in gereimten Versen], ggf. japanisch). Manche Passagen sind nur in manchen Übersetzungen enthalten. Ein großes durcheinander.


    Andererseits sind viele Mahayana-Sutras halt auch sehr eigene Texte. Manchmal muss man sich erst durch Absätze voller Schleimereien wälzen "Ein Sohn aus gutem Hause ....". Für einen Menschen aus dem westen des 21. Jahrhunderts sind das schon Einstiegshürden. Dass sie nicht breiter gelesen werden hat vielleicht auch solche Gründe.

  • Kianga
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    • 3. November 2025 um 05:42
    • #2

    Gibt es denn irgendwo ein Überblick, in welchen buddhistischen Richtungen welche Sutren favorisiert wurden?

    In welcher Welt ist das, was der andere mir gerade sagt, wahr? In welche Welt passt es hinein und ist es plausibel?

    Aus einem Gespräch mit Bernhard Pörksen.

  • Qualia
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    • 3. November 2025 um 10:23
    • #3
    Kianga:

    Gibt es denn irgendwo ein Überblick, in welchen buddhistischen Richtungen welche Sutren favorisiert wurden?

    Hab ich auch mal gesucht und dann fiel mir meine Technik bei meinem Verlieben in Autoren ein. Ihr erstes und ihr letztes Buch waren entscheidend.

    Bei Buddha klappt das mit der letzten Rede nicht, kann ich nicht viel mit anfangen, eine Suche, die bisher ohne Ende ist.


    Aber seine erste beim Wiedersehen seiner fünf Freunde nach seiner Befreiung (SN 56.11) hat sich als Glühwürmchen durch alle seine Reden und alle buddhistischen Schulen herausgestellt.


    Ich habe die Zeit hier im Buddhaland seit 2012 immer geübt, die Meinungen meiner Beiträge auf dieses Sutra zu überprüfen. Was bleibt? An welchen Sinneseindrücken halte ich fest, wenn ich das jetzt absende, und von welchen befreie ich mich, wenn ich das absende? Ohne Gefühle der Aufregung oder Erwartungen beim Absenden ist normal geworden.

    Wenn es dafür eine Quelle gibt, bin ich es.

    Ansonsten gibt es unaufzählbar viele Quellen.

  • Samadhi1876
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    • 3. November 2025 um 13:07
    • #4
    Qualia:

    Aber seine erste beim Wiedersehen seiner fünf Freunde nach seiner Befreiung

    Den Wildpark gibt es heute immer noch 🙂

  • Samadhi1876
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    • 3. November 2025 um 14:15
    • #5
    Samadhi1876:

    Den Wildpark gibt es heute immer noch 🙂

    Weiss nicht wie er heute ist, ob noch immer so magisch.

    Kann man sich auf Google Maps auch anschauen.

    Aber vor Ort sein ist oft etwas ganz anderes als auf Bildern.


    Genauso wie vor dem Grand Canyon zu stehen und dessen nicht beschreibbaren Dimensionen, Tiefe und Weite, die den Geist automatisch weiten…


    Wahrscheinlich ist es ähnlich wenn man im Weltraum fliegt und die winzige Erde nur sieht, ihre magische Schönheit, und nicht mehr nur das Leid der Lebewesen…


    Aber ich war auch mal im Buna Haus an der Bunaquelle in Mostar, und er war für mich ein ebenso gefühlt magischer Ort, der mich auch wieder an Rumi erinnerte…💫


    Genauso ist es mal in anderen Kulturen und nicht mehr „nur deutsch zu erleben“, das verändert den Blickwinkel und eigenen Horizont auch noch mal…


    Genauso wie allein wieder im Wald zu sein…🌲🌳

  • Helmut
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    • 3. November 2025 um 14:54
    • #6

    In deutscher Übersetzung gibt es noch

    • das Srimala-Sutra (Angkor Verlag)
    • das Sutra vom Goldenen Licht (Diamant Verlag)
    • das Vimalakirti Sutra (Books on Demand, Norderstedt)
    • das Lankavatara-Sutra, aus dem Sanskrit übersetzt von K.H. Golzio (Barth Verlag)
    • das Samadhiraja Sutra

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

    2 Mal editiert, zuletzt von Helmut (3. November 2025 um 15:18)

  • Yasuo
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    • 3. November 2025 um 16:03
    • #7

    Das Vimalakirti Sutra gibt es auch im Angkor Verlag.

    Und das Kegon Sutra.

  • Kianga
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    • 3. November 2025 um 16:34
    • #8

    Die Übersetzungen sind sicher interessant, vor allem, wenn sie auch in Deutsch sind.


    Aber ich suche etwas anderes:

    Eine Zusammenstellung, beziehungsweise einen Überblick, welche Sutren in den verschiedenen buddhistischen Richtungen die wichtigsten waren, also favorisiert wurden.


    Natürlich kann ich dazu auch eine KI fragen, aber ich weiß ja nie sicher, was von den Antworten stimmt....

    In welcher Welt ist das, was der andere mir gerade sagt, wahr? In welche Welt passt es hinein und ist es plausibel?

    Aus einem Gespräch mit Bernhard Pörksen.

  • Samadhi1876
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    • 3. November 2025 um 19:27
    • #9
    Kianga:

    Natürlich kann ich dazu auch eine KI fragen, aber ich weiß ja nie sicher, was von den Antworten stimmt....

    Ich benutze die KI manchmal auch um „erste Antworten“ und mögliche weitere Links zu bekommen…


    ZB habe ich die KI heute zum Thema was sagte der Buddha zur Liebe befragt:


    Der Buddha lehrte, dass wahre Liebe

    abhängigkeitsfrei, mutmaßlich von Mitgefühl und Selbstakzeptanz geprägt ist und zu Glück und innerem Frieden führt. Er beschrieb die „wahren vier Elemente der Liebe“ als liebende Güte, Mitgefühl, Freudeund Gleichmut. Diese Elemente helfen, Leid zu überwinden und fördern tiefe, erfüllende Beziehungen, anstatt Anhaftung und Eifersucht.

    Die vier Elemente der wahren Liebe (Brahmaviharas)

    • Liebende Güte: Das aufrichtige Bestreben, anderen das zu geben, was sie brauchen, und ihnen Gutes zu tun.
    • Mitgefühl: Die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen und den Wunsch zu haben, dass sie frei von Leid sind.
    • Freude: Die Fähigkeit, Freude über das Glück anderer zu empfinden und diese Freude zu teilen, was das Glück aller Beteiligten vergrößert.
    • Gleichmut (Einschließlichkeit): Ein Zustand, in dem man die Glückseligkeit und das Unglück anderer als Teil der eigenen Erfahrung anerkennt, was zu Offenheit und innerem Frieden führt, anstatt Mauern zu errichten.

    Weitere Prinzipien

    • Liebe als Haltung, nicht als Besitztum:Wahre Liebe ist nicht an die Anwesenheit des anderen gebunden und hängt nicht von seiner Gegenliebe ab.
    • Fokus auf die Gegenwart: Nur im gegenwärtigen Moment kann Liebe wirklich gelebt werden, nicht in der Vergangenheit oder in der Zukunft.
    • Die Analogie des wilden Vogels: Der Buddha verwendet das Bild eines wilden Vogels, um zu veranschaulichen, dass man jemanden, den man liebt, nicht einsperren darf. Dadurch, dass man ihn frei lässt und nicht an ihm festhält, wird er eher freiwillig bleiben.
    • Selbstliebe als Grundlage: Wahre Liebe zu anderen beginnt mit dem tiefen Verständnis und der Akzeptanz sich selbst gegenüber.
  • Qualia
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    • 4. November 2025 um 09:12
    • #10

    Kauft euch das Diamantsutra von Thich Nhat Hanh. Lest es so oft als Ganzes, bis ihr alle eure Interpretationen und die des Autors verloren habt.

    Wenn es dafür eine Quelle gibt, bin ich es.

    Ansonsten gibt es unaufzählbar viele Quellen.

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

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