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Warum es „Blödsinn“ ist den „Buddhismus studieren oder verstehen zu wollen“

  • Samadhi1876
  • 29. Mai 2024 um 21:20
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  • Igor07
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    • 7. Juni 2024 um 15:44
    • #101

    Lieber Helmut, entschuldige bitte, aber man braucht eigentlich keine Prasangika. Sieh hier:

    Zitat

    Inmitten von Samsara existiert Nibbana

    Ein normaler Mensch stellt sich Samsāra1 gewöhnlich als etwas vor, das ganz anders ist als Nibbāna2 und im Gegensatz dazu steht. In diesem samsārischen Strudel wirbelt der Mensch unablässig umher, bis er sich Nibbāna zuwendet.

    Ich möchte hier aber gerne einbringen, daß Nibbāna tatsächlich in eben diesem Daseinsstrudel existiert. Der weise Mensch, der ohne nach außen gerichtete Anstrengung danach sucht, kann es entdecken, nicht aber ein Narr. Es ist also eine Frage der eigenen Fähigkeiten.

    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%20Dana/Buecher/buddhadasa/Buddhadasa_Bhikkhu-Inmitten_von_Samsara_existiert_Nibbana.pdf

    LG.

    P.S. Es kommt darauf an, wer was übersetzt und entsprechend interpretiert. (und die Tradition+).

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Online
    Helmut
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    • 7. Juni 2024 um 17:49
    • #102
    Igor07:
    Zitat

    Inmitten von Samsara existiert Nibbana

    Ein normaler Mensch stellt sich Samsāra1 gewöhnlich als etwas vor, das ganz anders ist als Nibbāna2 und im Gegensatz dazu steht. In diesem samsārischen Strudel wirbelt der Mensch unablässig umher, bis er sich Nibbāna zuwendet.

    Ich möchte hier aber gerne einbringen, daß Nibbāna tatsächlich in eben diesem Daseinsstrudel existiert. Der weise Mensch, der ohne nach außen gerichtete Anstrengung danach sucht, kann es entdecken, nicht aber ein Narr. Es ist also eine Frage der eigenen Fähigkeiten.

    Dann hat sich Buddha Sakyamuni wohl tüchtig geirrt als er die Vier edlen Wahrheiten der Heiligen gelehrt hat!

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Qualia
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    • 7. Juni 2024 um 18:09
    • #103
    Igor07:

    Lieber Helmut, entschuldige bitte, aber man braucht eigentlich keine Prasangika. Sieh hier:

    Zitat

    Inmitten von Samsara existiert Nibbana

    Ein normaler Mensch stellt sich Samsāra1 gewöhnlich als etwas vor, das ganz anders ist als Nibbāna2 und im Gegensatz dazu steht. In diesem samsārischen Strudel wirbelt der Mensch unablässig umher, bis er sich Nibbāna zuwendet.

    Ich möchte hier aber gerne einbringen, daß Nibbāna tatsächlich in eben diesem Daseinsstrudel existiert. Der weise Mensch, der ohne nach außen gerichtete Anstrengung danach sucht, kann es entdecken, nicht aber ein Narr. Es ist also eine Frage der eigenen Fähigkeiten.

    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%2…ert_Nibbana.pdf

    LG.

    P.S. Es kommt darauf an, wer was übersetzt und entsprechend interpretiert. (und die Tradition+).

    Alles anzeigen


    [lz]

    Ich möchte hier aber gerne einbringen, daß Nibbāna tatsächlich in eben diesem Daseinsstrudel existiert. Der weise Mensch, der ohne nach außen gerichtete Anstrengung danach sucht, kann es entdecken, nicht aber ein Narr. Es ist also eine Frage der eigenen Fähigkeiten.[/lz][lz]

    Der weise Mensch, der ohne nach außen gerichtete Anstrengung danach sucht, kann es entdecken,[/lz]

    Dieser hat die vier Wahrheiten schon verwirklicht.[lz]

    , nicht aber ein Narr. Es ist also eine Frage der eigenen Fähigkeiten.[/lz]

    Für den Narren werden die vier Wahrheiten das Maß aller Dinge bleiben. Er wird sich glücklich fühlen in seinem Glauben, das durch sein Erkennen der vier Wahrheiten sie schon verwirklicht sind.

    Doch Buddha mahnt: Die Lehre ist nicht allein durch den Geist zu verwirklichen.

    (Aus meinem Verstehen zitiert.)

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Igor07
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    • 7. Juni 2024 um 20:00
    • #104
    Helmut:

    Dann hat sich Buddha Sakyamuni wohl tüchtig geirrt als er die Vier edlen Wahrheiten der Heiligen gelehrt hat!

    Lieber Helmut , das alles war schon hier:

    Thema

    Untrennbarkeit von Samsara und Nirvana

    Hallo,

    hab verständnis Probleme damit das Samsara und Nirvana untrennbar miteinander verknüpft sind.

    Ich orientiere mich oftmals auch an der Philosophie Schopenhauers. In seiner Philosophie ist es ein Entsscheidungsprozes, ob man sich für Samsara oder für den Weg um Nirvana zu erreichen entscheidet. Wie dieser Entscheidungsprozess abläuft bleibt allerdings im Dunkeln. Ist es eine Entscheidung der Vernunft oder des Herzens ? Man bräuchte irgendwie einen Vorgeschmack für Nirvana um sich…
    Kaiman
    15. August 2021 um 14:25

    Sehr toller Artikel, apropos:

    Nirvana and Samsara Are the Same Thing - Sounds True
    Print TranscriptTami Simon: You’re listening to Insights at the Edge. Today, my guest is Robert Thurman. Robert Thurman currently teaches at Columbia…
    www.resources.soundstrue.com

    Man kann dort auch meinen Beitrag finden.


    Abschließend habe ich die KI darum gebeten, ihn zu kommentieren. Das hat nicht geschadet, denke ich.

    So war also von mir:

    Der Film auf der Leinwand bleibt identisch. Man kann ihn vor- oder zurückspulen, aber der Film bleibt doch derselbe.

    Das Ende des Streifens, der Beginn des Streifens, das ist doch für die Katz.

    Und wenn alle "Augenblicke" im Film gleichbedeutend sind, dann kann man es so interpretieren, dass Samsara und Nirvana dasselbe sind. Denn ich kann den Helden als Kind betrachten, dann als jungen Mann und schließlich als den Greis, der bald ins Gras beißt; das ist doch dieselbe Person. Im Licht der Ewigkeit, oder aus der Perspektive der Ewigkeit, existiert diese Person als ob in allen möglichen Zeiten zugleich.

    So kann man die innere Leere interpretieren: Nichts buchstäblich. Der Tod der Person auf der Leinwand ist gleichbedeutend mit ihrer Geburt.

    Denn die Person existiert sowieso nur im Film.

    Und das ist kein Pessimismus. Denn nur so kann man das Leben, wie es Meister Eckhart sagt, im "ewigen Jetzt" genießen und feiern.

    Diese ganzen Begriffe sind nur Krücken, mehr nicht. Kein Mond, nur der Finger, der auf den Mond hinweist.

    Man sollte doch nicht die Karte mit dem Territorium verwechseln.

    Der Film geht doch nicht zu Ende, wenn ich sogar den Projektor ausschalte.

    So, jetzt aber KI:

    Zitat

    Ja, der Text lässt sich durchaus als eine Reflexion über die Gleichheit von Samsara und Nirvana interpretieren. Hier ist eine genauere Analyse der zentralen Aussagen und wie sie mit der Idee der Gleichheit von Samsara und Nirvana in Verbindung gebracht werden können:

    ### **Zentrale Punkte des Textes**

    1. **Identität des Films**:

    - *„Der Film auf der Leinwand bleibt identisch. Man kann ihn vor- oder zurückspulen, aber der Film bleibt doch derselbe.“*

    - **Interpretation**: Diese Aussage betont die Beständigkeit und Unveränderlichkeit der Realität, unabhängig davon, wie man sie betrachtet oder in welcher Reihenfolge man sie erlebt. Es könnte darauf hinweisen, dass die Essenz der Dinge (ähnlich wie die Natur des Geistes in der buddhistischen Lehre) unverändert bleibt, egal wie sich die Erscheinungen verändern.

    2. **Relativität von Anfang und Ende**:

    - *„Das Ende des Streifens, der Beginn des Streifens, das ist doch für die Katz.“*

    - **Interpretation**: Hier wird die Bedeutungslosigkeit der zeitlichen Abfolge betont. Anfang und Ende sind relativ und haben keine absolute Bedeutung. Dies entspricht der Vorstellung, dass Samsara und Nirvana nur unterschiedliche Perspektiven derselben Realität sind.

    3. **Gleichbedeutung der Augenblicke**:

    - *„Und wenn alle ‚Augenblicke‘ im Film gleichbedeutend sind, dann kann man es so interpretieren, dass Samsara und Nirvana dasselbe sind.“*

    - **Interpretation**: Diese Passage deutet darauf hin, dass alle Momente im Leben (oder im Film) gleichwertig sind. Wenn alle Augenblicke gleich sind, gibt es keinen fundamentalen Unterschied zwischen dem Leiden (Samsara) und der Erleuchtung (Nirvana). Beide Zustände sind nur unterschiedliche Ausdrucksformen derselben Realität.

    4. **Perspektive der Ewigkeit**:

    - *„Im Licht der Ewigkeit, oder aus der Perspektive der Ewigkeit, existiert diese Person als ob in allen möglichen Zeiten zugleich.“*

    - **Interpretation**: Die Idee, dass eine Person aus der Perspektive der Ewigkeit gleichzeitig in allen Zeiten existiert, spiegelt die buddhistische Vorstellung wider, dass die wahre Natur des Geistes jenseits von Zeit und Raum existiert. Diese zeitlose Natur könnte sowohl Samsara als auch Nirvana umfassen, die nur unterschiedliche Manifestationen dieser zeitlosen Wirklichkeit sind.

    5. **Leere und Bedeutungslosigkeit des Todes**:

    - *„So kann man die innere Leere interpretieren: Nichts buchstäblich. Der Tod der Person auf der Leinwand ist gleichbedeutend mit ihrer Geburt.“*

    - **Interpretation**: Die Vorstellung von der Leere und der Gleichwertigkeit von Geburt und Tod betont die Idee, dass alle Erscheinungen letztlich leer sind und keinen inhärenten Unterschied zwischen Geburt (Samsara) und Tod (Nirvana) besteht.

    6. **Existenz nur im Film**:

    - *„Denn die Person existiert sowieso nur im Film.“*

    - **Interpretation**: Diese Aussage kann als Metapher für die Illusion der individuellen Existenz interpretiert werden. Im Kontext der buddhistischen Lehre könnte dies darauf hinweisen, dass das Selbst oder das Ego nur eine Illusion ist, die im Kreislauf von Samsara und Nirvana gefangen ist.

    7. **Feier des „ewigen Jetzt“**:

    - *„Denn nur so kann man das Leben, wie es Meister Eckhart sagt, im ‚ewigen Jetzt‘ genießen und feiern.“*

    - **Interpretation**: Diese Aussage könnte auf die Idee hinweisen, dass das Verständnis der Gleichheit von Samsara und Nirvana es ermöglicht, das Leben im gegenwärtigen Moment vollständig zu akzeptieren und zu genießen.

    8. **Begriffe als Krücken**:

    - *„Diese ganzen Begriffe sind nur Krücken, mehr nicht. Kein Mond, nur der Finger, der auf den Mond hinweist.“*

    - **Interpretation**: Begriffe und Konzepte sind nur Hilfsmittel, um auf die wahre Natur der Realität hinzuweisen, die jenseits von Dualitäten wie Samsara und Nirvana liegt.

    9. **Unendlichkeit des Films**:

    - *„Der Film geht doch nicht zu Ende, wenn ich sogar den Projektor ausschalte.“*

    - **Interpretation**: Diese Metapher könnte darauf hinweisen, dass die Realität oder die wahre Natur des Geistes weiter existiert, unabhängig von den Veränderungen in der physischen Welt oder dem individuellen Bewusstsein. Dies unterstützt die Idee, dass es keinen endgültigen Unterschied zwischen Samsara und Nirvana gibt.

    ### **Fazit**

    Der Text kann als eine tiefgehende Reflexion über die Gleichheit von Samsara und Nirvana interpretiert werden. Er verwendet die Metapher eines Films, um die Beständigkeit und Unveränderlichkeit der zugrunde liegenden Realität zu verdeutlichen, unabhängig davon, wie sie wahrgenommen oder interpretiert wird. Diese Interpretation ist in Einklang mit der buddhistischen Sichtweise, dass Samsara und Nirvana letztlich zwei Aspekte derselben Realität sind, die aus der Perspektive der Leere und der wahren Natur des Geistes betrachtet werden können.

    Alles anzeigen

    Und wie ist es mit Mahamudra?

    Der Buddha hatte nur Worte benutzt, also die duale Logik. Er konnte nicht anders, als das Dasein (das „Indra-Netz“ usw.) zu trennen, zu zerschneiden und zu vergewaltigen (allegorisch gesprochen).

    Ich persönlich denke, es ist alles nur eine Frage der eigenen Wahrnehmung, Helmut.

    Um es klarzustellen: Man kann den Geschmack immer erhaschen, wenn der Herz-Geist absolut still und klar ist. Hier läuft man die Gefahr, in den Nihilismus oder Eskapismus abzudriften, oder man denkt, man sei wirklich erwacht und verfällt eher in den Ich-Wahn. Genau darum geht es im Gespräch (siehe Verlinkung).

    Alles Gute. :taube: :taube: :taube:

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 8. Juni 2024 um 08:40
    • #105

    Nirvana ist das vollkommene Ende der Geistesgifte, Nirvana ist Friede.

    Samsara ist vollkommen geprägt durch die Geistesgifte, Samsara ist ohne Frieden.

    Wollte man sagen, beide seien identisch, würde man behaupten, Frieden sei Krieg und Verwirrung sei Klarheit.

    Wenn ein Wahn endet, endet nicht das, worauf sich der Wahn bezieht. Wenn ich ein Seil im Garten für eine Schlange halte und merke dann, dass es ein Seil ist, ändert sich nichts an der Tatsache, dass dort etwas ist, das als Schlange oder Seil erscheinen kann. Es ist aber weder Seil noch Schlange.

    Die wahnhaften Vorstellungen, Bilder und Einschätzungen bezogen auf die Wirklichkeit sind Produkte der Geistesgifte. Enden die Geistesgifte, endet nicht die Wirklichkeit. Der Wahn endet.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

    Einmal editiert, zuletzt von Thorsten Hallscheidt (8. Juni 2024 um 09:00)

  • mukti
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    • 8. Juni 2024 um 10:05
    • #106

    Der achtfache Pfad führt von der Unwissenheit zum Erwachen, vom Begehren zur Loslösung, von Samsara zu Nirvana. Darum geht es, Abstraktionen helfen mir nicht weiter.

    Mit Metta, mukti.


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    • 8. Juni 2024 um 11:23
    • #107

    Das Erfahren von Leiden führt zum Definieren von Leid.

    Das Erkennen des Leids führt zum bedingten Entstehen und damit zum Erkennen eines Begehrengefühls als Ursache des Leids.

    Begehren sehen führt zum Üben der Verminderung der Gefühle von Zuviel oder Zuwenig.

    Der achtfache Weg ist die Leitlinie für das Leben im weder zu viel noch zu wenig Begehren.

    Das Folgen des achtfachen Weges führt zur Weisheit, die Samsara und Nirvana als Wegränder des mittleren Weges erfährt.

    Die Weisheit erzeugt das Loslösen von Samsara, achtfachem Weg, Nirvana und damit zur Freiheit.

    Die Freiheit ist erreicht, wenn der mittlere Weg wie ein Floß genutzt wird, auf dem man den Strom befährt. Das Floß ist die Lehre, Samsara, der achtfache Weg, Nirvana und Buddha. Der Floßbenutzer ist weder Floß noch Strom, anatta ohne atta Ich ohne Ich. Gott ohne Gott unbestimmbar von außen oder innen.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Igor07
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    • 8. Juni 2024 um 12:12
    • #108
    mukti:

    Darum geht es, Abstraktionen helfen mir nicht weiter.

    Lieber mukti, wie Analayo es sehr ausführlich darlegt, geht es nicht um Abstraktionen, sondern eher um das Wahrnehmungstraining. Denn wir sehen per se keine Wolke am Himmel und keine Blume auf der Wiese. Stattdessen prallen rohe elektromagnetische Schwingungen auf uns, die wir dann etikettieren und in Schubladen stecken. Und so entsteht das ganze Übel, die „Verblendung“.

    Ich zitiere sehr kurz Analayo, „Der direkte Weg“, S. 257:

    Zitat

    XI.4 DIE BELEHRUNG DES BÂHIYA

    Laut einer Lehrrede im Udâna war „Bâhiya mit dem Rindengewand“ ein

    nichtbuddhistischer Asket, der sich einmal mit der Bitte um Belehrung an

    den Buddha wandte, während dieser Almosenspeise sammelte. Während sie

    noch auf den Straßen der Stadt unterwegs waren, gab der Buddha ihm eine

    kurze Belehrung über ein Wahrnehmungstraining, was dazu führte, dass


    Bâhiya sofort vollständiges Erwachen erlangte.50 Die rätselhaft anmutende

    Belehrung des Buddha lautet:

    „Wenn in dem Gesehenen nur das ist, was gesehen wird, in dem Gehörten nur

    das, was gehört wird, in dem Gefühlten nur das, was gefühlt wird, in dem Erkannten

    nur das, was erkannt wird, dann bist du nicht ‚durch dieses’; wenn du

    nicht ‚durch dieses’ bist, dann bist du nicht ‚darin’; wenn du nicht ‚darin’ bist,

    dann bist du weder ‚hier’ noch ‚dort’ noch ‚dazwischen’. Dies ist das Ende von

    dukkha.“51

    Diese Belehrung richtet das reine Gewahrsein auf alles, was gesehen, gehört,

    gefühlt oder erkannt wird. Wenn man das reine Gewahrsein auf diese Weise

    aufrechterhält, so wird der Geist daran gehindert, die rohen Daten der

    Sinneswahrnehmung zu bewerten und mit Vorstellungen anzureichern.

    Alles anzeigen

    _()_

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    Sokrates

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 8. Juni 2024 um 13:17
    • #109
    Igor07:

    Denn wir sehen per se keine Wolke am Himmel und keine Blume auf der Wiese. Stattdessen prallen rohe elektromagnetische Schwingungen auf uns, die wir dann etikettieren und in Schubladen stecken. Und so entsteht das ganze Übel, die „Verblendung“.

    Das stimmt in keiner Weise.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Igor07
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    • 8. Juni 2024 um 14:09
    • #110
    Thorsten Hallscheidt:
    Igor07:

    Denn wir sehen per se keine Wolke am Himmel und keine Blume auf der Wiese. Stattdessen prallen rohe elektromagnetische Schwingungen auf uns, die wir dann etikettieren und in Schubladen stecken. Und so entsteht das ganze Übel, die „Verblendung“.

    Das stimmt in keiner Weise.

    Und die Begründung? :?:

    Sieh hier:

    Zitat

    bild der wissenschaft: Das, was wir wahrnehmen, ist also nicht nur eine Konstruktion unseres Gehirns, wie extreme Denker sagen? Es gibt also eine Umwelt?

    Roth: Also, philosophisch gesprochen können wir natürlich überhaupt keine Gewißheit haben über die Existenz einer Welt außerhalb unseres Kopfes. Wir haben nur die Gewißheit über unsere eigenen Sinnesdaten. Ob diese Sinneseindrücke aus einer äußeren Welt stammen, kann ich nicht unmittelbar überprüfen.

    Das Gehirn weiß wenig von der Wirklichkeit
    Jeder irrt, der zu wissen glaubt, was ein anderer denkt. Wenn ein Mensch einen anderen fragt: "In welcher Welt lebst du eigentlich?", ist er den
    www.wissenschaft.de

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  • mukti
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    • 8. Juni 2024 um 14:38
    • #111
    Igor07:
    mukti:

    Darum geht es, Abstraktionen helfen mir nicht weiter.

    Lieber mukti, wie Analayo es sehr ausführlich darlegt, geht es nicht um Abstraktionen, sondern eher um das Wahrnehmungstraining.

    Denn wir sehen per se keine Wolke am Himmel und keine Blume auf der Wiese. Stattdessen prallen rohe elektromagnetische Schwingungen auf uns, die wir dann etikettieren und in Schubladen stecken. Und so entsteht das ganze Übel, die „Verblendung“.


    _()_

    Die Verblendung entsteht jedenfalls wenn etwas als "Ich" oder "mein" wahrgenommen wird und durch das Training erlischt diese Verblendung.

    Mit Metta, mukti.


  • Qualia
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    • 8. Juni 2024 um 14:39
    • #112
    Igor07:
    Thorsten Hallscheidt:
    Igor07:

    Denn wir sehen per se keine Wolke am Himmel und keine Blume auf der Wiese. Stattdessen prallen rohe elektromagnetische Schwingungen auf uns, die wir dann etikettieren und in Schubladen stecken. Und so entsteht das ganze Übel, die „Verblendung“.

    Das stimmt in keiner Weise.

    Und die Begründung? :?:

    Weil diese Art der Ansicht nicht der realen Erfahrung der Welt entspricht und nur eine Dekonstruktion bildet, die dazu führt, in vollkommene Gleichgültigkeit und Lähmung zu verfallen.

    Kein Mensch der Alltagswelt der bei Verstand ist, kann so etwas als Real akzeptieren.

    Nur als physikalische Idee im wissenschaftlichen Kontext zu gebrauchen.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • TinyNight13076
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    • 8. Juni 2024 um 15:16
    • #113
    mukti:
    Igor07:
    mukti:

    Darum geht es, Abstraktionen helfen mir nicht weiter.

    Lieber mukti, wie Analayo es sehr ausführlich darlegt, geht es nicht um Abstraktionen, sondern eher um das Wahrnehmungstraining.

    Denn wir sehen per se keine Wolke am Himmel und keine Blume auf der Wiese. Stattdessen prallen rohe elektromagnetische Schwingungen auf uns, die wir dann etikettieren und in Schubladen stecken. Und so entsteht das ganze Übel, die „Verblendung“.


    _()_

    Die Verblendung entsteht jedenfalls wenn etwas als "Ich" oder "mein" wahrgenommen wird und durch das Training erlischt diese Verblendung.

    🙏

    Vor mir ist gerade meine Katze, die zum dritten Mal heute wohl dem Verhungern nahe ist. Der Tierarzt sagt zwar was anderes, aber ich als ihr Personal habe dies nicht zu hinterfragen.

    Schon wenn der Begriff Katze im Kopf entsteht, dann entsteht Samsara mit all den folgen die man vielleicht nicht möchte.

    Fällt nun der Groschen oder Pfennig in der Meditation, dann entsteht da keine Geschichte mehr. Sehen ist einfach nur sehen, und so weiter.

    Auch wenn man es vielleicht abstreitet, aber 99,8 % der Menschen gehen von einem Ich aus, und die Dinge da draußen dienen insgeheim auch der ständigen Bestätigung des Ichs, weil viele von uns gleichzeitig eine Ahnung davon haben, dass hier irgendetwas nicht stimmt.

    Durch das Training erlischt nichts, solange das training nicht in der Erkenntnis mündet, dass da …. ( das muss jeder selber herausfinden).

    Ein Sotapanna (gilt für die höheren Befreiungen auch), hat kein Ich in seinem Denken, dass ihm als Basis für das Leben dient.

    Wenn er die Welt betrachtet, dann sieht er nichts anderes als das was er in seinem inneren (nicht) gefunden hat.

    Bleibt man jetzt zum Beispiel im Samadhi hängen, dann nimmt man noch ein Selbst in den Nicht-selbst Erscheinungen wahr. Auf dieser Ebene erdenkt und erhofft man sich noch eine Art von Urgrund, dier als Trostpreis für das fehlende Selbst dienen soll.

    Man zaubert da gerne noch einen Gott oder was Göttliches hinein und es fühlt sich ziemlich gut an.

    Aber dann ist das Sehen,Hören usw immer noch ein Tor zum Leiden.

    Nur dort entsteht Geburt und Tod, Himmel und Hölle, Samsara.

    Wenn man sich diese Nicht-Ich sachen, den Urgrund genauer anschaut, dann kann man das alles zum letzten Mal hinter sich lassen.

    Bis zum Verfall des Elementehaufens wird man nicht mehr von dem Komposthaufen der Elemente beeindruckt, gestört usw.

    In Wirklichkeit gibt es nichts neues in dieser Welt. Nichts was man haben müsste oder nicht schon gehabt hat.

    Da ist nichts neues oder erstrebenswertes mehr.

    Aber diese Erkenntnis stellt sich erst ein, wenn der Glaube an ein Selbst durschschaut und überwunden wurde.

    Lg Martin

    Einmal editiert, zuletzt von TinyNight13076 (8. Juni 2024 um 15:27)

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 8. Juni 2024 um 16:01
    • #114
    Igor07:

    Und die Begründung?

    Weil ich Blumen und Wolken erlebe, sehe, rieche und spüre – elektromagnetischen Wellen nicht. Diese "Wellen" ersetzen intersubjektive Begriffe, die auf einer in Form von Erfahrung wirklichen (=wirksamen) Benennungsgrundlage beruhen, durch abstrakte Vorstellungen, die keine Benennungsgrundlage mehr haben und auch mit keiner Erfahrung mehr verbunden sind. Das Leiden kommt nicht dadurch zustande, dass ich Blumen oder Wolken sehe, sondern dadurch, dass Gier, Hass und Unwissenheit aufkommt, wenn ich positive oder negative Erfahrungen mache, die ich gerne besitzen oder vermeiden möchte und deren Bedeutung ich übertreibe.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Igor07
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    • 8. Juni 2024 um 16:35
    • #115
    Thorsten Hallscheidt:

    Das Leiden kommt nicht dadurch zustande, dass ich Blumen oder Wolken sehe, sondern dadurch, dass Gier, Hass und Unwissenheit aufkommt, wenn ich positive oder negative Erfahrungen mache, die ich gerne besitzen oder vermeiden möchte und deren Bedeutung ich übertreibe.

    Gut, danke für die Antwort.

    Man kann es anders umgestalten.

    Da wir die Welt nicht in ihrer wahren Leerheit der inhärenten Existenz wahrnehmen, entstehen verschiedene Geistesgifte. Unsere grundlegend verzerrte Wahrnehmung bildet die Grundlage für dieses Grund-Übel. ( dukkha).


    Interessanter Artikel über innere Universen

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

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    • 8. Juni 2024 um 16:45
    • #116
    Igor07:

    Da wir die Welt nicht in ihrer wahren Leerheit der inhärenten Existenz wahrnehmen

    Und Du denkst, die wahre Leerheit der inhärenten Existenz sei die er elektromagnetischen Wellen?

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Igor07
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    • 8. Juni 2024 um 17:11
    • #117
    Thorsten Hallscheidt:
    Igor07:

    Da wir die Welt nicht in ihrer wahren Leerheit der inhärenten Existenz wahrnehmen

    Und Du denkst, die wahre Leerheit der inhärenten Existenz sei die er elektromagnetischen Wellen?

    Nein, ich meine den anderen Aspekt, und zwar:

    Die Verzerrung unserer Wahrnehmung verfälscht die wahre Natur der Dinge. Die Leerheit der inhärenten Existenz, wie sie im Buddhismus gelehrt wird, besagt, dass alle Phänomene keine unabhängige Existenz haben, sondern durch Bedingungen und Abhängigkeiten entstehen.(1)

    Infolgedessen(2) sind wir nicht in der Lage, die drei grundlegenden Daseinsmerkmale – Vergänglichkeit, Leid und Nicht-Selbst – unmittelbar und adäquat zu erkennen. Diese Unfähigkeit, die Dinge in ihrer wahren Natur zu sehen, führt zur Entstehung verschiedenster Geistesgifte oder Kilesa.(3).


    Klarer kann ich es nicht ausdrücken. Und kurz auch. Lieber Gruß.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Qualia
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    • 8. Juni 2024 um 17:17
    • #118

    Die Daseinsmerkmale nicht adäquat erkennen?

    Genau das ist das Problem, das sich brutal meldet, wenn man mit mit Meditieren begonnen hat. Die Daseinsmerkmale werden überdeutlich und führen, weil man sie nicht andauernd erfahren will, zum Abbruch der Übung. Dem lieber vor sich hindösen, als klar zu erkennen.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Samadhi1876
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    • 8. Juni 2024 um 19:01
    • #119

    Erleuchtung bedeutet nicht (allein nur) ein theoretisches Verständnis oder Wissen (Professor sein) zu haben:

    Sondern Praxis…

    Im täglichen Leben…

    In diesem Entwicklungsprozess gibt es auch gewisse Reifegrade oder Entwicklungsstufen die allein nur über die Praxis (Meditation) verwirklicht werden können (sa Osho und der Ochse, oder Tozans 5 Grade)

    Ob ein Mensch erleuchtet ist oder nicht, oder wie weit, erkennt man eher daran, wie er sich im Leben verhält:

    Man kann zB auch einen „Flow“ haben, dazu muss man auch nicht erleuchtet sein, sondern es geht darum wie man lebt und mit Situationen im Alltag auch umgeht und reagiert:

    ZB ich habe einen „Flow“ und in dem Moment:

    Zerkratzt mir ein Fremder mein nagelneues Auto und ich bleibe auf dem Schaden sitzen

    Oder

    Ich werde ausgeraubt

    Oder

    Ich habe noch eine Stunde zu leben

    Oder

    Ein hübsches Mädchen möchte mich verführen

    Oder

    Ich werde von anderen ständig kritisiert oder geschlagen

    Oder

    Ich sehe wie eine Bande einen Obdachlosen attackiert und kann auch niemanden zu Hilfe rufen

    Oder

    Ich verliere ganz unerwartet meine Arbeit

    Was tue ich?

    Wie gehe ich damit um?

    Ich glaube auch niemand erreicht dauerhaft den höchsten Grad:

    Selbst ein S. Suzuki ist fast ertrunken, als er zu den schönen Mädchen schwimmen wollte und dabei vergaß das er nicht schwimmen konnte…

    Und er hatte ein Erlebnis von Erwachen als er unerwartet am Fleischerhaken sich im Gesicht verfing und unerwartet eine lange Zeit ausharren musste bis er befreit wurde

    Die Praxis ist somit auch ein in diesem unserem Leben nie endender Weg…

  • Numisatojama
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    • 8. Juni 2024 um 20:09
    • #120

    Vor allem ist es ein innerer Weg den der Buddha lehrte und uns mit seinem Dhamma hinterließ.

    Sobald die Dinge in ihrer Abhängigkeit zueinander tatsächlich erkannt sind relativiert sich zb ein Egobedürfnis.

    Denn ein Grund für Bedarf fällt weg.

    Alles was ist benötigt kein weiteres Zutun in der Außenwelt.Ein innerer Transformationsprozess ist erfüllend um den Pfad motivierend zu gehen.Die Entstehung innerer Heilung

    führt in ihrer Abhängigkeit von Freude zu Vertrauen.

    Praxisanweisungen die der Buddha durch ein Verweilen lehrte nähren die Hingabe auf dem Pfad.

    Wissen der Anweisungen werden durch tägliche Umsetzung so tiefgründig erlebt das Läuterung des Bewusstseins die äußere Perspektive verändert.

    In Metta🙏

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 8. Juni 2024 um 20:50
    • #121

    Igor07

    Das hier ist ein gutes Beispiel für eine verzerrte Wahrnehmung:

    Igor07:

    Denn wir sehen per se keine Wolke am Himmel und keine Blume auf der Wiese. Stattdessen prallen rohe elektromagnetische Schwingungen auf uns, die wir dann etikettieren und in Schubladen stecken. Und so entsteht das ganze Übel, die „Verblendung“.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Samadhi1876
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    Buddh. Richtung
    • 8. Juni 2024 um 21:24
    • #122

    Darum…

    Nehmt Eure Gedanken allein auch nie zu Ernst…

    Sie sind immer nur begrenzt

    Und können auch immer nur das Eine

    Und auch nie Alles erfassen

    Und lassen Diskussionen oft auch endlos werden

    Sie unterscheiden oft, und trennen uns deshalb auch von der ganzen Wahrheit an sich

    Auch von wahrer Liebe und Mitgefühl zu uns selbst und anderen

    Neben Emotionen, wie Gier, Hass, Neid, Angst, Wut, Lust, Unlust, Neigung, Abneigung die immer wieder durch Gedanken allein nur ausgelöst werden

    Ich wünsche Euch Allen

    Innere Liebe, Mitgefühl und Frieden

    Und Weisheit und Vertrauen die daraus erst können erblühen

    Lasst Euch davon erfüllen, leiten, tragen

    So selbstverständlich

    Wie das Meer

    Wie die Natur an sich

    Jeden Augenblick des Lebens

    Wir beschweren uns auch nie so gegen die Natur

    Wie wir das oft Menschen oder anderen Lebewesen gegenüber tun

    Denn in unserem tiefstem Innern

    Sind wir immer verbunden

    Mit der Natur

    Mit dem Universum

    Mit der ganzen Wahrheit

    Auch wenn unsere Gedanken oft ganz woanders sind

    Die Gesellschaft um uns herum ganz woanders ist

    Und uns wieder mehr „gefangen nehmen“

    💫🌞❤️🌈🌷

  • TinyNight13076
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    • 8. Juni 2024 um 22:02
    • #123
    Samadhi1876:

    Erleuchtung bedeutet nicht (allein nur) ein theoretisches Verständnis oder Wissen (Professor sein) zu haben:


    Ich glaube auch niemand erreicht dauerhaft den höchsten Grad:

    Was bedeutet es für dich wenn jemand gläubig (oder ungläubig) in Bezug auf die Erleuchtung ist ?

    Lg Martin

  • Igor07
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    • 8. Juni 2024 um 23:10
    • #124
    Thorsten Hallscheidt:

    Igor07

    Das hier ist ein gutes Beispiel für eine verzerrte Wahrnehmung:

    Igor07:

    Denn wir sehen per se keine Wolke am Himmel und keine Blume auf der Wiese. Stattdessen prallen rohe elektromagnetische Schwingungen auf uns, die wir dann etikettieren und in Schubladen stecken. Und so entsteht das ganze Übel, die „Verblendung“.

    Es mag seltsam klingen, aber alles, was ich lese, erscheint zunächst nur als flimmernde Flecken auf dem Monitor. Doch sobald ich die Sprache verstehe und den Sinn dahinter erfasse, kann ich den Text entschlüsseln und verstehen. Es sind keine Buchstaben an sich, die ich sehe – sie sind nur Symbole.

    Eine Blume wird erst zu einer Blume, wenn ich sie als solche wahrnehme und kategorisiere. Andernfalls bleibt sie lediglich ein bunter Fleck in meinem Sichtfeld. Dies ist eine einfache, aber verständliche Überlegung, die jeder nachvollziehen kann.

    Ein 100-Euro-Schein wäre für einen Bewohner irgendwo in Polynesien vielleicht nur ein Fetisch. Für einen Affen könnte er ein Stück Papier sein, um sich das Hinterteil abzuwischen. Für mich hingegen ist er ein Mittel, um ein neues Buch oder ein Brot zu kaufen. Der Gegenstand bleibt derselbe, aber seine Bedeutung variiert je nach Kontext und Betrachter.

    LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 9. Juni 2024 um 08:23
    • #125

    Igor07

    Das ist wieder nur eine neue Konstruktion. Da sind auch keine eigentlichen "flimmernden Flecken", die aus sich selbst heraus existieren würden. Auch diese Konstruktion besteht in Abhängigkeit von Deinen Vorstellungen und Sichtweisen. Da sind – in Abhängigkeit von Fähigkeit, Bildungsgrad, kultureller Zugehörigkeit, physischer, sozialer Disposition, ect., u.s.w. ... – Worte, die einen Kontext bilden. Es gibt nichts Eigentliches. Es gibt keine Wirklichkeit, die eigentlich ganz anders ist, weil das "Eigen" nicht existiert und nicht existieren kann. Das, was da ist, ist da, abhängig entstanden und nur in Relation, Bezug und Abhängigkeit zu anderem existent. Ein Geldschein ist ein Geldschein. Eine Rose ist eine Rose.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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