1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Allgemeines zum Buddhismus

Wann sind Silas nicht mehr von Bedeutung ?

  • Hingabe
  • 12. Mai 2022 um 17:04
  • Zum letzten Beitrag
  • Noreply
    Reaktionen
    5.091
    Punkte
    81.451
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 4. Juni 2022 um 08:54
    • #76
    Rigpa:

    Verurteilt hat er sie nicht oder ? Er wollte nur helfen, er hat erkannt, dass diese Arbeiten negatives Karma machen, davor wollte er andere warnen (?).

    Nein, aber geurteilt, vielleicht hatte es auch den Sinn die Verursacher ins Gewissen zu reden, ihnen zu zeigen, dass sie Menschen zu unmenschlichen, gegen Silas verstoßenden Taten und Handeln zwingen. Er hat ja meist nur mit Herren gesprochen, die einfachen kamen nicht oder kaum an ihn ran.

  • Keine Ahnung
    Reaktionen
    190
    Punkte
    1.730
    Beiträge
    297
    Mitglied seit
    31. Mai 2022
    • 4. Juni 2022 um 10:50
    • #77
    Rigpa:
    Ellviral:

    Die meisten seiner Mitmenschen nicht und das waren eben die Hausleute. Das die ihn ernährten war normal und nicht der rede wert. Wenn ich alles sowieso bekomme, was ich zum überleben brauch, kann ich auch über Arbeiter urteilen.

    Verurteilt hat er sie nicht oder ? Er wollte nur helfen, er hat erkannt, dass diese Arbeiten negatives Karma machen, davor wollte er andere warnen (?).

    Ellviral:

    Sein Leben lang behielt er ein am Genügen ausgerichtetes Leben. Alles zuviel gab er ab.

    Das gefällt mir. Es ist wirklich erleichternd so zu leben, einfacher.

    Ellviral:

    Man muss nur erkennen, was man nicht braucht und alles was zuviel ist nicht kaufen oder wenn geschenkt weitergeben. Was wir alles wegwerfen, das aus Gier und Eitelkeit gekauft wurde,

    Finde ich eine gute Einstellung.

    Alles anzeigen

    Aber dazu braucht es doch keine Silas. Das kann man doch einfach so tun. Und die meisten Leute, die ich kenne, die so leben, kennen nicht mal die Silas. Dagegen kenne ich auch Leute, die die Silas kennen, und nicht so leben.

    "Im letzten Jahr ihres Lebens sagte meine Mutter im Alter von 95 mehrmals: "Es ist befreiend zu erkennen, dass nichts wirklich eine Rolle spielt." Sie sagte es freudig, erleichtert, so, als ob sich eine Last (auf)gehoben hätte."

    Joan Tollifson

  • Spartiat
    Reaktionen
    28
    Punkte
    328
    Beiträge
    59
    Mitglied seit
    23. Januar 2013
    • 4. Juni 2022 um 14:45
    • #78

    Ich denke man macht es sich auch zu einfach alles auf die Absichten zu reduzieren. Schreckliches zu tun ist auch einfach manchmal schrecklich. Buddha hat da gerade bei Mönchen nicht unbedingt differenziert und bei Verfehlungen sie aus dem Orden geschmissen.

    Rigpa:

    Bei so einer Arbeit kann man kaum eine gute Absicht haben oder ? Es ist einem da doch bewusst, was die Sachen machen.

    Aber es ist ja bei vielem so und wir benutzen es dennoch. ( Obwohl die Produktion Leiden verursacht hat ). Aber in dem Fall, gut, das ist ja nicht ohne Grund eine der Sila- Regeln, nicht mit Waffen zu handeln. Jetzt habe ich es verstanden. Diese fünf näher erläuterten Berufe, da kann man nicht sagen, es kommt auf die Absicht an. Bei allen anderen aber schon.

    Ich kann auch mit "guten Absichten" Waffen verkaufen. Der Sinn von Atomwaffen ist Abschreckung. Das schiere Vernichtungspotential verhindert das es zu größeren militärischen Auseinandersetzungen kommt. Selbst bei den Waffen die eingesetzt werden sollen kann man argumentieren, dass man gute Absichten hat. Ich halte eine freie Gesellschaft für erstrebenswerter als eine Autokratie und möchte, dass diese zur Not gegen einen brutalen Aggressor verteidigt werden kann. Sorgt Krieg für Leid? Sicher. Kann man mit Krieg mehr Leid verhindern? Auf jeden Fall.

    Rigpa:

    Das folgende schrieb ich vorher. Aber das macht nun keinen Sinn mehr. Denn diese fünf Arbeiten, welche als unheilsam erkannt wurden, die sollte man nicht machen.

    Das ist eine Reifesache oder ? Jemand der Buddha ist, wird wohl die Finger von Jobs lassen- allen, oder den meisten. Ihn interessiert das konsumieren nicht, er würde sich selbst versorgen. Oder zumindest versuchen so wie es Spartiat schreibt solche Jobs nicht anzunehmen welche halt für viel Leiden sorgen. Aber es gibt da wirklich eigentlich keine oder nur wenige, die das nicht verursachen. Beide habt recht.

    Die Regeln waren nicht für Buddha, sondern für seine Anhänger. Buddha war erleuchtet. Dieser Zustand ist unumkehrbar.

    Buddhas gibt es nur wenige. Das sind Menschen, die Lehre alleine erkannt haben und sie predigen. Jemand der durch die bereits bekannte Lehre Erleuchtung findet, ist ein Heiliger. Arhat.

    Ellviral:

    Buddha konnte sich das leisten so zu leben. Die meisten seiner Mitmenschen nicht und das waren eben die Hausleute.

    Buddha hat eine große Gemeinschaft an Mönchen, die sich unabhängig von ihm in verschiedenen Klöstern organisierte bzw. wenn es nicht regnete umherwanderte.

    Rigpa:

    Verurteilt hat er sie nicht oder ? Er wollte nur helfen, er hat erkannt, dass diese Arbeiten negatives Karma machen, davor wollte er andere warnen (?).

    Generell Kar

  • Sudhana
    Reaktionen
    3.014
    Punkte
    20.734
    Beiträge
    3.518
    Mitglied seit
    15. Oktober 2014
    • 6. Juni 2022 um 11:16
    • #79

    Hmm ... die Zitierfunktion zickt mal wieder. Also: alle folgenden Zitate von Spartiat aus #78.[lz]

    Buddha hat da gerade bei Mönchen nicht unbedingt differenziert[/lz]

    Da würde mich interessieren, auf welche Quelle(n) Du Dich konkret beziehst. Dann könnte ich nachschauen, ob ich Deine Exegese nachvollziehen kann, dass Buddha "nicht unbedingt" zwischen absichtlich und unabsichtlich begangenen Verstößen gegen die Ordensregeln unterschieden hat. Vorerst erlaube ich mir, das zu bezweifeln.[lz]

    Ich kann auch mit "guten Absichten" Waffen verkaufen.[/lz]

    Es ist bezeichnend, dass Du die "guten Absichten" hier in Anführungszeichen setzt. Du scheinst wohl selbst den guten Absichten nicht so recht zu trauen ...[lz]

    Der Sinn von Atomwaffen ist Abschreckung. Das schiere Vernichtungspotential verhindert das es zu größeren militärischen Auseinandersetzungen kommt.[/lz]

    Ein altbekanntes Verkaufsargument. Die entlarvendste Formulierung für diese Art Propaganda fand wohl George Orwell: "Krieg ist Frieden! Freiheit ist Sklaverei! Unwissenheit ist Stärke!" Aber mal im Ernst - das "schiere Vernichtungspotential" hat nicht ja verhindert, dass Atomwaffen eingesetzt wurden, gegen die Zivilbevölkerung zweier Großstädte. 1962 (und wer weiss, wie oft sonst noch) sind wir nur mit Glück an einem nuklearen 3. Weltkrieg vorbeigeschrammt. Ansonsten lässt sich genau dieses Argument auch umkehren: das Patt zwischen den Nuklearmächten hat die Voraussetzung für eine Vielzahl von Stellvertreterkriegen geschaffen - die Finanziers und Strategen dieser Kriege waren durch die nukleare Abschreckung vor den Auswirkungen ihrer Handlungen geschützt.[lz]

    Selbst bei den Waffen die eingesetzt werden sollen kann man argumentieren, dass man gute Absichten hat.[/lz]

    Argumentieren kan man für jeden Unsinn. Und man kann sich auch selbst belügen und dann vormachen, man argumentiere ehrlich.

    Machen wir uns doch nichts vor. Waffen sind technische Mittel zum Töten von Lebewesen. Genau zu diesem Zweck werden sie produziert und verkauft. Von Leuten, die ihre Haut natürlich nicht selbst zu Markte tragen, sondern von der Bereitstellung von Tötungswerkzeugen sehr komfortabel leben. Da macht man es sich auf Leichenbergen gemütlich. Wenn Dir so jemand etwas von "guter Absicht" erzählt, dann heuchelt er Dir ins Gesicht.

    Was ist denn eine "gute Absicht"? Eine Absicht, die frei von Gier und Hass ist. Ich weiss eine "freie Gesellschaft" wie jeder andere hier zu schätzen (wobei mir die Grenzen dieser Freiheit deutlich bewusst sind) und ziehe sie dem Leben in einer "Autokratie" vor. Aber wenn ich dafür bereit bin, zu töten - oder noch besser: töten zu lassen und nur für die nötigen Waffen zu bezahlen - dann ist das eine von Gier geprägte Absicht. Wenn ich bereit bin, Waffen "zur Not gegen einen brutalen Aggressor" anzuwenden oder anwenden zu lassen - dann ist das eine von Hass geprägte Absicht.

    OM MONEY PAYME HUNG

  • Igor07
    Reaktionen
    3.384
    Punkte
    34.524
    Beiträge
    6.174
    Termine
    1
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 6. Juni 2022 um 11:40
    • #80
    Sudhana:

    Wenn ich bereit bin, Waffen "zur Not gegen einen brutalen Aggressor" anzuwenden oder anwenden zu lassen - dann ist das eine von Hass geprägte Absicht

    Das sehe ich anders.

    Man konnte die Nazi-Regime ausser als mit der Gewalt/ "Waffen"/ nichts anders stoppen!

    Es kommt darauf an, welche Absicht dahinter steckt, weche Motivation.

    Wenn es wirklich keine andere ( und reale!) Möglichkeit gibt, den Mörderischen Krieg zu stoppen, dann es hat absolut nichts mit dem "Hass" zu tun, aber mit der "Gerechtigkeit", im Sinne nichs mehr und mehr "Böse " und die "befleckte Karmische Handlingen" gedeihen zu lassen.

    Und das wäre bestimmt die "reine Motivation", denn wenn , angenommen, der Diktator die Kinder tötet, dann man sollte ihn stoppen, das hat nichts mit dem Hass zu tun, das ist die Realität, die uns allen die Gechichte lernt... ( wenn überahupt).

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Sudhana
    Reaktionen
    3.014
    Punkte
    20.734
    Beiträge
    3.518
    Mitglied seit
    15. Oktober 2014
    • 6. Juni 2022 um 12:22
    • #81
    Igor07:

    Man konnte die Nazi-Regime ausser als mit der Gewalt/ "Waffen"/ nichts anders stoppen!

    Es kommt darauf an, welche Absicht dahinter steckt, weche Motivation.

    Du argumentierst hier mit dem klassischen Muster 'Der Zweck heiligt die Mittel'. Dass das insbesondere bei ethischen Fragen problematisch ist, ist Dir hoffentlich bewusst.

    Für jemandem, der dem buddhadharma folgt, ist der Ansatz jedoch ein völlig anderer. Nämlich keine Kosten-Nutzen-Analyse sondern sorgfältige Introspektion. 7. Aspekt des 8-fachen Weges, samyak smṛti / samma sati. Eine umfassende methodische Anleitung findet man da z.B. im Satipaṭṭhāna Sutta des Palikanon. Speziell hinsichtlich unseres Thema wird es beim Bereich 'Geist' interessant:[lz]

    Hier erkennt er einen Geist voller Begierde als ‚voller Begierde’ und einen Geist ohne Begierde als ‚ohne Begierde’; er erkennt einen zornigen Geist als ‚zornig’ und einen zornlosen Geist als ‚zornlos’; er erkennt einen verblendeten Geist als ‚verblendet’ und einen nicht verblendeten Geist als ‚nicht verblendet’; er erkennt einen zusammengezogenen Geist als ‚zusammengezogen’ und einen zerstreuten Geist als ‚zerstreut’; er erkennt einen weiten Geist als ‚weit’ und einen engen Geist als ‚eng’; er erkennt einen übertreffbaren Geist als ‚übertreffbar’ und einen unübertreffbaren Geist als ‚unübertreffbar’; er erkennt einen konzentrierten Geist als ‚konzentriert’ und einen unkonzentrierten Geist als ‚unkonzentriert’; er erkennt einen befreiten Geist als ‚befreit’ und einen unbefreiten Geist als ‚unbefreit’.[/lz]

    Was willst Du? Was willst Du nicht? Das 'Warum' ist eine andere Frage und wir sind nur allzuschnell bereit, da Antworten zu finden und zu präsentieren. Statt einfach zu fragen: Ja, warum eigentlich?

    Wobei es eine große Hilfe gerade bei ethischen Fragen ist, sich außer in den vier Säulen der Achtsamkeit auch in den vier empathischen 'Unermesslichen' zu üben, den apramāṇa / brahmavihāra. Freundlichkeit (maitrī), Mitleid (karuṇā), Mitfreude (muditā), Gleichmut (upekṣā). Unermesslich sind diese 'Verweilzustände', weil sie unbegrenzt sind. Sie grenzen nichts und niemanden aus - da gibt es keinen Kampf und nichts, worum sich zu kämpfen lohnt.

    OM MONEY PAYME HUNG

  • Monikamarie
    Reaktionen
    6.556
    Punkte
    47.396
    Beiträge
    8.113
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 6. Juni 2022 um 16:26
    • #82

    Für mich ist einfach klar, dass ich, wenn ich mich verteidigen will, immer noch nicht begriffen habe, wie ernst der Buddha es meint mit dem "Abstehen von ...".

    Wobei ich natürlich nicht weiß, wie ich im Moment der Bedrohung wirklich re-agieren würde.

    Aber es geht nicht darum, mein Leben unter allen Umständen zu retten. Und es geht auch nicht darum, daß Böse auszumerzen, egal mit welchen Mitteln.

    _()_

  • Igor07
    Reaktionen
    3.384
    Punkte
    34.524
    Beiträge
    6.174
    Termine
    1
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 6. Juni 2022 um 16:44
    • #83
    Sudhana:

    Du argumentierst hier mit dem klassischen Muster 'Der Zweck heiligt die Mittel'.

    Nein, die Argimatation besteht nur darin, wie es Dalai-Lama sagt, wenn das Böse so wie "triumpiert", wenn angenommen, deine Verwandten grausam ermordet wurden, wenn man wieder und wieder das "Böse", ( Im Sinne die konkrete taten) wieder und weider macht, dann man sollte es alles in die "Schranken (zu) weisen".

    Denn es gibt sehr viele Dinge, die man nichts tolerieren sollte.

    Dazu gehören (Z.B.) das absichtliche Ermorden der Zivil-Bevölkerung mit dem Vorwand der "Befreiung" ( was irrsinnig schon wiederspricht, eigens).

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Igor07
    Reaktionen
    3.384
    Punkte
    34.524
    Beiträge
    6.174
    Termine
    1
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 6. Juni 2022 um 16:54
    • #84
    Sudhana:

    Wobei es eine große Hilfe gerade bei ethischen Fragen ist, sich außer in den vier Säulen der Achtsamkeit auch in den vier empathischen 'Unermesslichen' zu üben, den apramāṇa / brahmavihāra. Freundlichkeit (maitrī), Mitleid (karuṇā), Mitfreude (muditā), Gleichmut (upekṣā). Unermesslich sind diese 'Verweilzustände', weil sie unbegrenzt sind. Sie grenzen nichts und niemanden aus - da gibt es keinen Kampf und nichts, worum sich zu kämpfen lohnt.

    Und das...pardon---- hätte den A.Hitler( Z.B.) stoppen sollte? ( Und nichts nur Hitler, auch das ganze "Regime")

    Als er die Millionen im KZ rein industriell vergast hatte, man sollte dann das "Mit-gefühl" ( via Karuna) zu kultivieren? Sage es bitte , aber einfach gerade, Sudhana , das wäre echt ehrlich.

    Dann ( dieser Logik entsprechend) wir alle hätten noch bis heute im drittem / verewigten/ Reich gelebt...

    Das "Gute", egal wie man es definiert , sollte imstande sein, sich selbst zu verteidigen.

    Klar, Jesus sagte, man sollte die Wange hinhlaten... Aber nichts wieder und wieder...

    *lach* das wäre doch rein Masochismus, oder?

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Sudhana
    Reaktionen
    3.014
    Punkte
    20.734
    Beiträge
    3.518
    Mitglied seit
    15. Oktober 2014
    • 7. Juni 2022 um 12:33
    • #85

    Irgendein Hitler findet sich immer. Notfalls baut man sich einen, um ein Ziel für seinen Hass zu haben. Oder man steigt halt aus und spielt nicht mehr mit. Keiner behauptet, das wäre einfach. Aber genau da zeigt sich, wer sich ernsthaft bemüht, den Weg zu gehen und für wen der Dharma nur eine Schönwetterveranstaltung ist.

    OM MONEY PAYME HUNG

  • Online
    Helmut
    Reaktionen
    2.686
    Punkte
    16.616
    Beiträge
    2.724
    Blog-Artikel
    4
    Mitglied seit
    7. Mai 2018
    • 7. Juni 2022 um 13:41
    • #86

    Hass, Gewalt, Krieg -

    Man kann damit kurzfristig seine Ziele erreichen,

    doch reißt man damit einer tragfähigen, glücklichen Zukunft

    sämtliche Wurzeln aus.

    Wie kann man Frieden in den Krieg bringen?

    Indem man die Samen des Friedens sät,

    in dem Wissen, dass es Geduld braucht, bis sie aufgehen.

    Man muss das eigene Leben

    vollkommen durchtränken mit dem Geist des Friedens.

    Der weite Geist des Friedens kennt keine Feinde.

    Wir alle sind zum Tode Verurteilte in einer Welt des Sterbens.

    Warum sollten Sterbende Sterbende verletzen oder töten?

    Das ewig gekränkte Selbst ist die eiternde Wunde,

    die den Geist vergiftet, ihn bitter, gierig und besessen macht.

    Es ist diese Wunde, die zum Wahnsinn des Krieges anstachelt,

    zu kalter Bösartigkeit gefrieren lässt und die kranke

    Lust und Sucht nach Macht ins Unersättliche steigert.

    Und im aktuellen Kriegsfall?

    Wir müssen eine Entscheidung treffen:

    Der Weise wird mit totalem Pazifismus, der über das eigene Leben hinaus denkt,

    dem Töten und der Gewalt im eigenen Sein keinerlei Raum

    mehr geben,

    und im Bewusstsein als Sterbender

    dafür zu sterben bereit sein.

    Aus: Friedensgebet, Tibet und Buddhismus Nr. 126; ein Autor ist nicht angegeben

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Igor07
    Reaktionen
    3.384
    Punkte
    34.524
    Beiträge
    6.174
    Termine
    1
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 7. Juni 2022 um 16:07
    • #87
    Helmut:

    Wir müssen eine Entscheidung treffen:

    Der Weise wird mit totalem Pazifismus, der über das eigene Leben hinaus denkt,

    dem Töten und der Gewalt im eigenen Sein keinerlei Raum

    mehr geben,

    und im Bewusstsein als Sterbender

    dafür zu sterben bereit sein.

    Alles anzeigen

    Ja, klingt sehr gut.


    Von kurzem ich habe gelesen... Buddha war in einer vorigen Reinkarnation wie der Steurmann auf dem grossem Schiff. Dort war also ein schlimmer Verbrecher, der 500 Leute umbringen wollte. Um sie zu retten, Buddha hatte ihn getötet.

    Ich fragte mich dann, welche Absicht hatte Buddha? Denn er hatte per definuotion doch den sehr schlimmen Tat begangen. Aber dann ich habe das ganze in die heutige Zeit extrapoliert. Ein Despot und seine Armee tötet jeden Tag viel mehr Menschen, als auf dem Schiff.

    Na, gut. Was würde Buddha tun? Würde er als der zahnlose und scheinheilige Pazifist agieren und über das Mitegefühl auslassen, oder er würde den Diktator umbrigen, denn es könrte bestimmt das Leben sehr vielen Tausenden Opfern retten.

    Kein Vergleich mit dem "..Schiff".

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Hingabe
    Themenautor
    Reaktionen
    794
    Punkte
    8.654
    Beiträge
    1.474
    Mitglied seit
    26. Januar 2022
    • 7. Juni 2022 um 16:14
    • #88
    Sudhana:

    Irgendein Hitler findet sich immer. Notfalls baut man sich einen, um ein Ziel für seinen Hass zu haben. Oder man steigt halt aus und spielt nicht mehr mit. Keiner behauptet, das wäre einfach. Aber genau da zeigt sich, wer sich ernsthaft bemüht, den Weg zu gehen und für wen der Dharma nur eine Schönwetterveranstaltung ist.

    Sehe es auch so, aber solange man selbst nicht an der Front ist / Ort des Geschehens, lässt es sich gut reden. Wie man dann wirklich reagiert, das ist sicher was anderes, wenn man sein Leben schützen wollen würde. Das nicht zu wollen, soweit sind wir hier meist noch nicht, vermute ich.

    Es ist noch ein langer Übungsweg bis dahin für die meisten denke ich. So wie auch für mich noch. Ja, und einfach ist er nicht, da hast du recht.

    Aber ansonsten stimme ich dem Zitat zu, finde ihn wunderbar, ich muss mich nicht anstacheln lassen, irgendwen als Feind zu sehen, meine Energie da nicht hin lassen, nicht so denken, dass es eine Gruppe ist, die gefährlich ist. Wir alle machen oft viel Mist oder unheilsames, sind unachtsam manchmal zu anderen, da draußen sind genug auch noch andere problematische Menschen, so viele, es ist sinnlos sich nur auf einen oder eine Gruppe zu fixieren, wahrscheinlich versuche ich alles zu beobachten, mich selbst. Dann sehe ich wie viel ich auch noch unheilsames in mir habe, solange steht es mir nicht zu über andere zu richten ( auch wenn ich das manchmal auch mache ). Richten sollte man ja dann auch irgendwann beiseite gelegt haben. Und solange ich über andere richte, sie verurteile bin ich wohl selbst noch auf dem Weg, nicht befreit, nicht erwacht. Wie man mit solchen ( Kriegstreibern, Mördern, problematische Menschen )umgehen sollte ? Hm. Ich stelle mir diese Frage auch noch. Es ist schwierig derzeit. Mitgefühl ist die Antwort. Da muss ich aber auch noch üben. Aber dann ergibt sich das alles schon, denke ich. Liebe ist die stärkste Kraft, heißt es. :) Schönen Tag euch.


    Als Ergänzung, ein paar Zitate von Siddhartha Gautama :

    Zitat

    Problem lösen

    Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.

    Zitat

    Wer liebt

    Wer liebt, vollbringt selbst Unmögliches.

    Zitat

    Guter Mensch

    Es nützt nichts, nur ein guter Mensch zu sein, wenn man nichts tut!

    Zitat

    Das Gute vermehren

    Von allem Bösen abzustehn, das Gute zu vermehren stets, zu läutern seinen eignen Geist: das ist der Buddhas Lehrgebot.

    (Siddhartha Gautama, 563-483 v.Chr. Begründer des Buddhismus)

    Zitat

    Wahrheit erkennen

    Wenn Du die Wahrheit erkennen willst, dann sei nicht für, aber auch nicht gegen etwas. Der Kampf zwischen dem "Für etwas oder gegen etwas sein" ist die schlimmste Krankheit der menschlichen Vernunft.

    (Aus dem Zen-Buddhismus)

    Zitat

    Mass an Leid

    Jedes Leben hat sein Maß an Leid. Manchmal bewirkt eben dies unser Erwachen.

    Zitat

    Niemand rettet uns

    Niemand rettet uns, außer wir selbst. Niemand kann und niemand darf das. Wir müssen selbst den Weg gehen.

    Zitat

    Heile Hände

    Wer heile Hände hat, dem tut das Gift nichts an; Das Böse schadet nicht dem, der es nicht getan.

    Buddhistische Weisheiten - Zitate und kurze Sprüche von Buddha, Siddhartha Gautama und anderen Buddhisten (lebensweisheiten.net)

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

    Ein solch entschlossener und weiser Jünger

    Mag dieses Lebens Wirrsal einst entwirren.

    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).



    3 Mal editiert, zuletzt von Hingabe (7. Juni 2022 um 17:04)

  • Igor07
    Reaktionen
    3.384
    Punkte
    34.524
    Beiträge
    6.174
    Termine
    1
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 7. Juni 2022 um 16:25
    • #89
    Sudhana:

    Irgendein Hitler findet sich immer

    Er war nichts allein. Den Diktator hatte legal die Wahlen im Parlament gewonnen.

    Also der fällt nichts vom Himmel. Bestimmte Ursachen und Bedingungen machen es möglich, dass er überhaupt erscheint.

    Aber es würde nichts bedeuten, man sollte das ganze dulden, tolerieren ... unter dem Vorwand des "Pazifismus".

    Im Unserem "modernen " Fall der Gechichte steht nur die Ansgt, dass der Kriminelle Verbrecher , der das ganze Land regiert , der die globale Ernärungskriese ausgelöst hatte, auch die Enegie-Krise, ... der tausenden unschuldigen Menschen einfach so ermordet hatte, usw...

    Der hat doch ( NUR!) der Zugang zur Nuklear-Waffe...

    Das ist der einzige Grund, warum man mit ihm zu "verhandeln " versucht.

    Der ehemalige Buddha... Ja... auf dem Schiff ... er wusste im voraus, das würde keine "Um-er-ziehung" ( Verhandeln) etwas bringen , und der "Mord" war die einzige Lösung.

    Um die "Opfer" zu retten.

    Das war gut, wieder zu wissen, wie alle Begriffe asbolut relativ( abgängig) sind, und es gibt kein "Dogma", egal es geht um die Lehre, um Karma, um Silas... usw... Der konkrete Kontext , die konkrte Situation bestimmt , was in dieser Situation "richtig" ist.

    Die reine "Absolute" ( .."absolutistische ") Lösung auf alle Fälle gibt es einfach nichts.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Igor07
    Reaktionen
    3.384
    Punkte
    34.524
    Beiträge
    6.174
    Termine
    1
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 7. Juni 2022 um 16:35
    • #90
    Zitat

    In den Erzählungen der vorangehenden Leben Buddhas gibt es die Geschichte von Minag Dungdung, dem Steuermann eines Bootes, auf dem fünfhundert Händler als Fahrgäste mitfuhren. Minag wollte alle, die sich auf dem Boot befanden, töten. Der Schiffskapitän war eine vorangehende Inkarnation Buddhas. Er dachte, dass er unmöglich zulassen konnte, dass Minag alle anderen tötete. Ihm zu sagen, er solle von seiner Tat ablassen, war nutzlos, da er nicht zuhören würde. Daher dachte der Kapitän: „Wenn ich diese einen Menschen umbringe, dann wird dieser Tötungsakt sicher negative Kraft auf meinem Kontinuum aufbauen. Wenn ich ihn aber nicht töte, weil es mir (nur) um mein eigenes Wohl geht, und nicht möchte, dass ich mir selbst negatives Karma aufbaue, dann wird er die noch viel stärkere negative Kraft aufbauen, fünfhundert Menschen getötet zu haben – und all diese Menschen werden ihr Leben verlieren.“ Aus Mitgefühl und Fürsorge für die fünfhundert Passagiere und den Steuermann tötete Buddha Minag Dungdung.

    Entsagung, Selbstbezogenheit versus Wertschätzung anderer — Study Buddhism

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Hingabe
    Themenautor
    Reaktionen
    794
    Punkte
    8.654
    Beiträge
    1.474
    Mitglied seit
    26. Januar 2022
    • 7. Juni 2022 um 17:27
    • #91
    Zitat

    Zitat " Aus Mitgefühl und Fürsorge für die fünfhundert Passagiere und den Steuermann tötete Buddha Minag Dungdung."

    Ich habe eben in einen Vortrag reingehört, weil ich neugierig war, wie ein Buddha das sieht mit Kriege führen( oder wie er gehandelt hat wenn er einem Mörder gegenüber stand ). Die Geschichte mit dem Steuermann scheint eine Antwort zu geben. Aber es geht immer um die jeweiligen Situationen, wie Igor schon schrieb, so sehe ich das auch, dass es kein Dogma gibt oder eine pauschale Lösung für alle Situationen.

    Noch heißt es ja nicht, dass ein Buddha jeden Mörder umbringt, das ist ja auch jedem hier klar. Er soll auch einen solchen gelehrt haben und geholfen haben, ein heilsamer Mensch zu werden.

    Aber wie in dem Zitat schon erwähnt, es geht bei einem Buddha immer um Mitgefühl, seine Absicht oder sein Wollen ist immer aus diesem heraus. So sagte der in dem Video ( verlinke ich noch ) dass man sich selbst nicht töten lassen sollte, da man damit zulässt, dass der Täter sich sehr negatives Karma anhäuft. Aus Mitgefühl würde man sich wehren, es verhindern versuchen. Auch wenn er den anderen dafür töten muss. Ob sich das nur auf einen Buddha bezog oder auf jeden anderen auch, weiß ich nicht. Solche Geschichten wie die mit dem Steuermann gibt es noch weitere, welche mit einem Buddha/ Bodhisattva zu tun haben.

    Ab circa Minute : 51:20

    Es könnte euch interessieren dachte ich. Wenn ich Zeit habe höre ich ihn mir auch an. Aber momentan gibt es noch zwei andere, die ich erst zu Ende anhören wollte.

    Buddhismus und Terrorismus - Gibt es den gerechten Krieg im Buddhismus ? - Dharmapriya - YouTube

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

    Ein solch entschlossener und weiser Jünger

    Mag dieses Lebens Wirrsal einst entwirren.

    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).



    3 Mal editiert, zuletzt von Hingabe (7. Juni 2022 um 17:37)

  • Online
    Helmut
    Reaktionen
    2.686
    Punkte
    16.616
    Beiträge
    2.724
    Blog-Artikel
    4
    Mitglied seit
    7. Mai 2018
    • 7. Juni 2022 um 17:40
    • #92

    Es gibt in dem Friedensgebet noch folgenden Aussage (ich habe es in Post#86 nicht vollständig zitiert):

    "Doch in der gewöhnlichen Welt kann man zumindest auch Widerstand leisten und sich verteidigen, ohne das Mitgefühl zu verlieren." Wenn wir dieses Mitgefühl verlieren und mit Hass auf Hass reagieren, dann geraten wir in den Prozess, der im 1.Vers formuliert wurde. Es ist leicht, sich in diesen Prozess hinein ziehen zu lassen, aber äußerst schwer, diesen zu durchbrechen, weil wir so sehr daran gewöhnt sind, mit Hass auf Hass zu reagieren.

    Ein gutes Verständnis des Zusammenhanges von Handlung und ihren Wirkungen und wie unsere eigenen Handlungen auf uns selbst zurück wirken (Karma) hilft, diesen Prozess schrittweise aufzubrechen und zu überwinden.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Hingabe
    Themenautor
    Reaktionen
    794
    Punkte
    8.654
    Beiträge
    1.474
    Mitglied seit
    26. Januar 2022
    • 7. Juni 2022 um 17:48
    • #93
    Helmut:

    (..) aber äußerst schwer, diesen zu durchbrechen, weil wir so sehr daran gewöhnt sind, mit Hass auf Hass zu reagieren.


    Ein gutes Verständnis des Zusammenhanges von Handlung und ihren Wirkungen und wie unsere eigenen Handlungen auf uns selbst zurück wirken (Karma) hilft, diesen Prozess schrittweise aufzubrechen und zu überwinden.

    Das hast du gut erkannt. :)

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

    Ein solch entschlossener und weiser Jünger

    Mag dieses Lebens Wirrsal einst entwirren.

    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).



  • Sudhana
    Reaktionen
    3.014
    Punkte
    20.734
    Beiträge
    3.518
    Mitglied seit
    15. Oktober 2014
    • 7. Juni 2022 um 18:14
    • #94
    Igor07:

    Von kurzem ich habe gelesen...

    Das hast Du hier gelesen. Aber offensichtlich nicht verstanden.

    Frage nach Gleichnis, bzw. Begebenheit (Buddha-Belehrung)

    Frage nach Gleichnis, bzw. Begebenheit (Buddha-Belehrung)

    OM MONEY PAYME HUNG

  • Igor07
    Reaktionen
    3.384
    Punkte
    34.524
    Beiträge
    6.174
    Termine
    1
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 7. Juni 2022 um 18:44
    • #95
    Sudhana:
    Igor07:

    Von kurzem ich habe gelesen...

    Das hast Du hier gelesen. Aber offensichtlich nicht verstanden.

    Frage nach Gleichnis, bzw. Begebenheit (Buddha-Belehrung)

    Frage nach Gleichnis, bzw. Begebenheit (Buddha-Belehrung)

    Wahrscheinlich, denn ich schalte mein eigenen Kopf immer ein, aber nichts nur blind die Suttren hinzitiere...

    Die alle sind "relativ", aber damit ich wollte die Lehre nichts schmälern, als die Brücke, als Floss, als "Leiter" sie ist dienlich.

    Aber nichts mehr.

    OK, dann im nächstem Leben, lol.... kein Problem, Sudhana ...

    Wo, ich hoffe, der "Pazifismus" würde nichts unter der "Lehre" sich verstecken, um alles Böse, was in der Welt passiert, einfach geschenen zu lassen.

    Wir alle sind verantwortluch, für alles, was in der Welt und in uns passiert.

    Das Link von mir stammt von Vortrag des Dalai-Lama, ich denke, er ist guter Kenner, also, wenigstens , kein Lügner...

    Man braucht das Wiissen nichts(nur) ansammeln, man sollte es richtig amwenden.

    Und wenn man die Lehre "aus-nutzt", um die Gewalt zu rechtfertigen, und den eigenen "verkehrten " Pazifismus dazu, das ich finde einfach nichts in Ordnung, also sorry...

    Und LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Igor07
    Reaktionen
    3.384
    Punkte
    34.524
    Beiträge
    6.174
    Termine
    1
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 7. Juni 2022 um 18:56
    • #96
    Helmut:

    Ein gutes Verständnis des Zusammenhanges von Handlung und ihren Wirkungen und wie unsere eigenen Handlungen auf uns selbst zurück wirken (Karma) hilft, diesen Prozess schrittweise aufzubrechen und zu überwinden.

    Wenn wir unter dem Einfluss der "vekrkehrten" Ansichten handeln, also wie unter dem Einfluss der "destruktiven " Emotionen, wir schaden zuerst nur uns selbst. Wenn man nur das versteht, das sollte ausreichend sein, um immer den Absicht zu hegen, "richtig" zu handeln.

    Dann man sammelt nichts mehr wenigestens das "negative" karma an... Ganz egal, glaubt man an die Wiedergeburt oder so....

    Man schadet damit der eigenen Gesundheit nichts mehr...

    Auf jeden Fall, sogar für den absolut normalen wie "Otto-Verbraucher" es lohnt sich immens.

    Die Liebe verbindet uns, aber der Hass trennt.

    Mit allem verbunden – Diamant Verlag

    LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Igor07
    Reaktionen
    3.384
    Punkte
    34.524
    Beiträge
    6.174
    Termine
    1
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 7. Juni 2022 um 20:24
    • #97

    Tja, sorry, aber ich wollte mich bei dir bedanken für den Text, lieber Sudhana .

    Was mir doch in der ganzen Geschichte besonders imponiert, dann es war das:

    Zitat

    Und der Räuber starb, um in einer Welt des Paradieses wiedergeboren zu werden.

    Toll! Man sollte doch die Verberecher der Gegenwart , ich nehme an, ohne wenn und aber einfach abmurksen, dann die werden sowieso im "Paradies" wiedergeboren. Sehr schöner Gedanke! *lach*.


    Zitat

    Sohn der Familie, was hältst du davon? Kann die Verkürzung von Geburt und Tod für einhunderttausend Äonen mit dieser Geschicklichkeit in den Mitteln und diesem großen Mitgefühl mit der Erkenntnis der Geschicklichkeit in den Mitteln als das Hindernis des Bodhisattvas betrachtet werden, das durch vergangene Taten verursacht wurde? Betrachten Sie es nicht auf diese Weise. Das sollte als sein eigenes Geschick in den Mitteln betrachtet werden."


    Na, wie es die Russen sagen, wie die Wölfe so wie die Schafe bleiben zufrieden (heil). Anders ausgedrückt, win-win-Situation.

    Echt sehr "geschickclich"! Und auch MIt-fühlend dazu. :erleichtert:

    LG, ich bedanke mich nochmal, selbst ich konnte diese Perle niemals finden.

    :rose:

    :taube:

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Spartiat
    Reaktionen
    28
    Punkte
    328
    Beiträge
    59
    Mitglied seit
    23. Januar 2013
    • 8. Juni 2022 um 17:27
    • #98
    Sudhana:

    Da würde mich interessieren, auf welche Quelle(n) Du Dich konkret beziehst. Dann könnte ich nachschauen, ob ich Deine Exegese nachvollziehen kann, dass Buddha "nicht unbedingt" zwischen absichtlich und unabsichtlich begangenen Verstößen gegen die Ordensregeln unterschieden hat. Vorerst erlaube ich mir, das zu bezweifeln.

    Schuhmans "Der historische Buddha". Mönche, die nicht Keusch waren, sind aus dem Orden geflogen. Ich denke unabsichtlich Sex haben, ist schwer.

    Sudhana:

    Es ist bezeichnend, dass Du die "guten Absichten" hier in Anführungszeichen setzt. Du scheinst wohl selbst den guten Absichten nicht so recht zu trauen

    Ich halte das für einen sehr relativen Begriff. Kaum einer der schlechteste tut, denkt von sich, dass er schlechtes tut.

    Sudhana:

    ber mal im Ernst - das "schiere Vernichtungspotential" hat nicht ja verhindert, dass Atomwaffen eingesetzt wurden, gegen die Zivilbevölkerung zweier Großstädte. 1962 (und wer weiss, wie oft sonst noch) sind wir nur mit Glück an einem nuklearen 3. Weltkrieg vorbeigeschrammt. Ansonsten lässt sich genau dieses Argument auch umkehren: das Patt zwischen den Nuklearmächten hat die Voraussetzung für eine Vielzahl von Stellvertreterkriegen geschaffen - die Finanziers und Strategen dieser Kriege waren durch die nukleare Abschreckung vor den Auswirkungen ihrer Handlungen geschützt.

    Heute gilt die sog. MAD-Doktrin. Wer zu erst A-Waffen einsetzt, stirbt als zweiter. Das galt am Ende des zweiten Weltkrieges noch nicht. Die Welt ist heute so friedlich wie lange nicht. Das liegt auch einfach daran, dass die Großmächte keinen Krieg mehr führen können. Das wäre auch ohne A-Waffen ein ganz andere Kaliber. Es gibt ja noch B & C.

    Sudhana:

    Machen wir uns doch nichts vor. Waffen sind technische Mittel zum Töten von Lebewesen. Genau zu diesem Zweck werden sie produziert und verkauft. Von Leuten, die ihre Haut natürlich nicht selbst zu Markte tragen, sondern von der Bereitstellung von Tötungswerkzeugen sehr komfortabel leben. Da macht man es sich auf Leichenbergen gemütlich. Wenn Dir so jemand etwas von "guter Absicht" erzählt, dann heuchelt er Dir ins Gesicht.

    Was ist denn eine "gute Absicht"? Eine Absicht, die frei von Gier und Hass ist. Ich weiss eine "freie Gesellschaft" wie jeder andere hier zu schätzen (wobei mir die Grenzen dieser Freiheit deutlich bewusst sind) und ziehe sie dem Leben in einer "Autokratie" vor. Aber wenn ich dafür bereit bin, zu töten - oder noch besser: töten zu lassen und nur für die nötigen Waffen zu bezahlen - dann ist das eine von Gier geprägte Absicht. Wenn ich bereit bin, Waffen "zur Not gegen einen brutalen Aggressor" anzuwenden oder anwenden zu lassen - dann ist das eine von Hass geprägte Absicht.

    Die Funktion von Waffen ist Töten oder durch Abschreckung dem Töten vorzubeugen. Der Zweck muss nicht das Töten sein. Wenn ich den Tyrannen erschieße, meine Lieben damit Schütze und verhindere, dass noch mehr Menschen umgebracht werden sehe ich darin weder Gier noch Hass. Hier hat die Waffen einen anderen Zweck.

    Zumindest nicht mehr oder weniger Gier und Hass, als das es braucht Teil dieser Konsumgesellschaft zu sein.

  • Igor07
    Reaktionen
    3.384
    Punkte
    34.524
    Beiträge
    6.174
    Termine
    1
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 8. Juni 2022 um 18:08
    • #99
    Spartiat:

    . Der Zweck muss nicht das Töten sein. Wenn ich den Tyrannen erschieße, meine Lieben damit Schütze und verhindere, dass noch mehr Menschen umgebracht werden sehe ich darin weder Gier noch Hass. Hier hat die Waffen einen anderen Zweck.

    Ich wollte für diese klare Worte bei dir persönlich bedanken, lieber Spartiat .

    Ich denke, um es zu verstehen, man sollte kein Buddhsist überhaupt sein.

    Das ist doch wie selbstverständlich, eigentlich.

    LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.2.6
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download