1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Allgemeines zum Buddhismus

Dukkha

  • Thorsten Hallscheidt
  • 26. Januar 2021 um 21:13
  • Zum letzten Beitrag
  • Online
    void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.560
    Punkte
    62.705
    Beiträge
    10.903
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 29. Januar 2021 um 08:15
    • Offizieller Beitrag
    • #26
    Leonie:

    Klär mich mal auf - welches Computerspiel?

    Ich denke früher waren es das The Elder Scrolls/ Skyrim aber danach kamen noch viel mehr Spiele in der Richtung. Es ist ein ganzes Genre.

    Leonie:

    Genauso kommen wir aus den Illusionen nicht heraus - der Buddha hat eine Überschreibung hinterlassen, aber die Illusionen sind nicht verschwunden.

    Deshalb sagt das Shodoka über den "stillen Menschen" dass er weder Illusionen ablegt noch weiter nach der Wahrheit sucht.

    Er/sie räumt die Spülmaschine aus und es ist gleich, ob das nun der Buddha oder der Gewöhnliche ist.

    Man ist selber nicht mehr so wichtig. Ich denke so wird man dann dem was ansteht ( der Spülmaschine, Kindern usw) gerechter.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
    • Nächster offizieller Beitrag
  • Monikamarie
    Reaktionen
    6.485
    Punkte
    47.070
    Beiträge
    8.065
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 29. Januar 2021 um 09:11
    • #27
    Leonie:

    Du bist ein Helikopter-über-Vater, der mal große Probleme mit der Tochter bekommen dürfte, wenn sie sich von dir befreien muss. Warum genießt du nicht das tägliche Zusammensein, so wie es jetzt ist? Warum siehst du in eine Zukunft in der du nicht mehr sein

    Leonie:

    Natürlich steht es mir zu hier persönlich zu werden, da du auch persönlich geworden bist und deine persönlichen Verhältnisse hier ausgebreitet hast. Wenn dir danach ist, das Forum als Kummerkasten zu benutzen - das habe ich jetzt verstanden und werde zukünftig mich von deinen Beiträgen fern halten.

    Das empfinde ich unglaublich beleidigend. Ja, halte Du Dich mal raus, wenn Dir die Einsicht dazu fehlt.

    _()_

  • Xyz
    Gast
    • 29. Januar 2021 um 09:42
    • #28

    So verstehe ich beide liebe @Monikadie4. 🙏

  • Xyz
    Gast
    • 29. Januar 2021 um 09:54
    • #29

    Die Option meines Körpers Kinder zu bekommen wurde ihm vor 48 Jahren genommen...Wer weiß ob ich heute welche hätte.Kann es nicht sagen.

    Die Gedanken von Thortsten bzügl.kann ich dennoch nachempfinden, müssen diese ja nicht nur für eine Anhaftung an zb Kinder gelten.

    Kennst ja einen Teil meiner persönlichen Geschichte.

    Es ist schon gut für

    mich zumindest, zum praktizieren meiner und weiter in mir zu wachsen wenn mir hier die Mitschreiber Ihre Details zu beschriebenen Situationen spiegeln.Ob es mir passt oder nicht muss ich deshalb nicht schreiben, könnte es aber.

    Es bleibt meins....

    Anders herum natürlich auch.

    Dhukka ist ja ein Paliwort für vieles.

    So auch für Phänomene.

    Das zu berücksichtigen und nicht jedes Paliwort ins Deutsche zu übersetzen, übersetzen zu wollen oder technisch auseinander zu analysieren, hilft mir,... im Ganzen.🙏

  • Online
    void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.560
    Punkte
    62.705
    Beiträge
    10.903
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 29. Januar 2021 um 09:56
    • Offizieller Beitrag
    • #30
    Thorsten Hallscheidt:

    Ich denke, solche Aussagen stehen Dir nicht zu. Dazu kennst Du weder mich, noch meine Familie viel zu wenig.

    Für mich ist es ein sehr allgemeine Sache. Es ist doch ein großer Unterschied, wenn es um einen selbst und das eigene Leiden geht, oder eben um Menschen für die man verantwortlich ist. Vor 500 jahren wäre man in meinem Alter eher schon alt und von daher ist es doch ein ganz großer Unterschied, ob man sich für sich selber sorgt und für sich selber grübelt oder für andere. Das "Anhaften an den eigenen Kindern" ist für Eltern die Norm.

    So wie Vogeleltern dauernd Wümer heranbringen, sorgen sich Eltern um die Zukunft ihrer Kinder. Dass sie nicht krank werden, dass sie durchschlafen, dass sie in der Schule mitkommen, dass sie selbstsändig werden, dass sie den Übertritt schaffen, dass sie Freunde finden, dass sie nicht zu viel Zeit am Computer verbringen, dass sie nicht abstürzen, dass sie glückliche und reife Menschen sind und dass sie eine Zukunft haben. Die Sorge um die Kinder gehört zu "Brutpflege".

    Was muß man denn über deinen Familie wissen, was sie da raushebt?

    • Vorheriger offizieller Beitrag
    • Nächster offizieller Beitrag
  • Thorsten Hallscheidt
    Themenautor
    Reaktionen
    4.002
    Punkte
    18.217
    Beiträge
    2.766
    Mitglied seit
    2. März 2019
    • 29. Januar 2021 um 10:05
    • Offizieller Beitrag
    • #31

    Hallo Void.

    Ich bezog mich mit dem von Dir zitierten Satz auf folgende Behauptung:

    Du bist ein Helikopter-über-Vater, der mal große Probleme mit der Tochter bekommen dürfte, wenn sie sich von dir befreien muss.

    In meinem Verständnis sind solche Zuschreibungen, wenn man jemanden nicht kennt, zumindest fragwürdig.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
    • Nächster offizieller Beitrag
  • Schmu
    Reaktionen
    2.630
    Punkte
    19.200
    Beiträge
    3.261
    Mitglied seit
    6. Oktober 2019
    • 29. Januar 2021 um 10:15
    • #32
    Thorsten Hallscheidt:

    Na, dann können wir ja weitermachen wie bisher, wenn es erst die Generation der Kinder unserer Kinder betrifft.

    Das klingt etwas zynisch und / oder resigniert.

    Ich schreibe mal meine Sichtweise auf.

    Ich habe mich jahrelang intensiv mit der Klimakrise beschäftigt und bin zu folgendem Schluss gekommen: Es ist längst zu spät.

    Es ist nicht deshalb zu spät, weil wir das Schlimmste nicht noch mit einer Riesenanstrengung verhindern könnten, sondern weil das nicht passieren wird. Ich sehe es wie Greta Thunberg: Wir weigern uns nach wie vor, die Zusammenhänge und Auswirkungen klar zu sehen und zu benennen. Einzelnen mag das klar sein (wie in dem Video, das du verlinkt hast), aber die große Masse geht schlichtweg blindlinks einfach weiter wie zuvor.

    Auch die Politiker/innen verdrängen das Thema immer noch weitgehend. Unser ganzes System (auch das sehe ich wie Greta Thunberg) müsste auf den Kopf gestellt werden, und zwar in einem Tempo, das wir nicht schaffen werden. Dafür ist die Art wie wir leben viel zu verwurzelt.

    Seit Jahrzehnten wird davor gewarnt, was der CO2-Ausstoß bewirkt, und dass wir den dringend zurückfahren müssen. Seit Jahrzehnten ist nichts passiert.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Es ist, wie es ist. Ich fühle mich (im Gegensatz zu dir) nicht schuldig und habe auch kein schlechtes Gewissen. Noch gebe ich den Menschen seit mindestens 150 Jahren die Schuld, was sie da angerichtet haben.

    Das alles ist nichts anderes als: Gier, Hass, Verblendung. Das sind die Ursachen, und die gibt es seit Ewigkeiten. Dass das jetzt auf eine Weise in der Welt sichtbar wird, die neu ist, die es so noch nicht gab, heißt nicht, dass die Menschen jetzt schlimmer sind, als sie es vorher waren. Es heißt nur, dass es jetzt sichtbarer wird.

  • Schmu
    Reaktionen
    2.630
    Punkte
    19.200
    Beiträge
    3.261
    Mitglied seit
    6. Oktober 2019
    • 29. Januar 2021 um 10:35
    • #33

    Ein Freund von mir, der seit 15 Jahren in Dänemark lebt und eine Tochter hat, ist der Ansicht, dass es in Deutschland gar nichts anderes als Helikopter-Eltern gibt. Er drückt es gerne scherzhaft so aus, dass wir nichts als Prinzen und Prinzessinnen hervorbringen.

    Ich weiß es nicht, ich bin nicht sicher, was ich darüber denke. Das ganze Betreuungssystem scheint in Dänemark jedenfalls etwas anders zu sein. Sie scheinen dort früher vom System so "aufgefangen" zu werden, dass sie nicht so lange auf ihre Eltern fixiert sind. ich bin aber nicht sicher, ob das so stimmt, und was besser ist...

  • Thorsten Hallscheidt
    Themenautor
    Reaktionen
    4.002
    Punkte
    18.217
    Beiträge
    2.766
    Mitglied seit
    2. März 2019
    • 29. Januar 2021 um 10:40
    • Offizieller Beitrag
    • #34

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Auch dieser Beitrag ist sehr sehenswert: wenig hysterisch... informativ... klar.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
    • Nächster offizieller Beitrag
  • Aravind
    Reaktionen
    4.817
    Punkte
    31.147
    Beiträge
    5.243
    Mitglied seit
    15. September 2017
    • 29. Januar 2021 um 11:08
    • #35
    Thorsten Hallscheidt:

    Das Problem ist meine (Mit-)Verantwortung an der Welt, die ich ihr oder auch allen anderen Kindern, also insgesamt der nächsten Generation hinterlasse.

    Ja, das habe ich schon verstanden. Wobei Du ja auch zusätzlich das Beschützen sehr in den Vordergrund gestellt hattest.

    An Deiner Mitverantwortung an sich kannst Du ja nichts ändern, Du kannst nur Dein Verhalten verändern (was Du ja tust). An der Verantwortung selbst zu leiden erscheint wir wie reines Dhukka: Man möchte das lieber nicht, obwohl klar ist, dass man dem nicht entgehen kann. Aber das ist ja auch das Thema dieses Fadens, passt ja.

    Den Wunsch, seine Kinder absolut zu beschützen, gehört meiner Meinung nach in die gleiche Kategorie. Man stellt etwas in den Mittelpunkt, was man nur ein wenig beeinflussen, aber auf keinen Fall kontrollieren kann.

    Für mich bedeutet meine Praxis auch, immer wieder zu erkennen, wie unbedeutend ich bin, und wie wenig ich kontrollieren kann, auch wenn ich das sooooo gern möchte.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Online
    void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.560
    Punkte
    62.705
    Beiträge
    10.903
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 29. Januar 2021 um 12:08
    • Offizieller Beitrag
    • #36
    Thorsten Hallscheidt:

    Hallo Void.

    Ich bezog mich mit dem von Dir zitierten Satz auf folgende Behauptung:

    Du bist ein Helikopter-über-Vater, der mal große Probleme mit der Tochter bekommen dürfte, wenn sie sich von dir befreien muss.

    In meinem Verständnis sind solche Zuschreibungen, wenn man jemanden nicht kennt, zumindest fragwürdig.

    Als Elter wird man ja von seinen Kindern öfter mal, als so eine Art "Mini-Gott" ansesehen - als jemand der alles weiß und alles kann und dafür sorgt, dass es wieder gut wird. Früher war sehr klar, dass das ein Illusion ist. Bei meinem Urgroßeltern sind die Hälfte der Kinder gestorben und es war schon ein Erfolg, wenn eins die Pubertät erreichte. Ein "Oje, ich fühle mich schuldig, dass du im Krieg aufwachsen musst. Da hat meine Generation einiges falsch gemacht! Wie wird das alles werden!" hätte es da wahrscheienlich nur ganz selten (wahrschienlich nur in den höchsten Schichten) gegeben. Weil man wusste, dass man so viel nicht unter Kontrolle hatte und ein Kind jeden Tag wegen einem blöden Zufall sterben konnte. Es war klar, dass man kein "Mini-Gott" ist, sondern nur der echte Gott die Zügel in der Hand hat.

    Während heute das Projekt "Mini-Gott" als ein ganz realistisches Projekt erscheint. Man möchte zu einem kleinen Wesen sagen: "Ich werde dich umsorgen, so dass du glücklich aufwächst!" und werde alles tun, was in meiner Macht steht. Um ein "Mini-Gott" zu sein, braucht es aber viel Kontrolle. Man muss sich Helikopterertern als säkukarisierte Schutzengel vorstellen. Man lässt das Kind alleine zur Grundschule gehen ( damit es selbstsständig wird) fährt aber dann heimlich vorbei um zu schauen, das alles gut ist. Man versucht die Rolle als "Mini-Gott" - das Vertrauen das aus den kindlchen Auigen leuchtet nicht zu entäuchen und so tun solche Eltern ihr Bestes: Sie schauen bei der Stiftung Warentest welche Kinderwägen wie gut abgeschnitten haben, sie überlegen sich ob es nicht schon in der Grundschule - wo das Gehirn dafür geeignet ist - gut wäre, eine Fremdsprache zu lernen. Dass es ihrem Kind gut geht, ist ein Projekt mit dem sie sich identifizieren.

    Um so schlimmer ist es, wenn das durch irgenwelche Umstände nicht geht. Dann wird das sehr schnell zum persönlichen Scheitern. Ich kenne einige Leute deren Kinder Junkies sind und teilweise auf den Strich gehen. Da ist man als Eltern verzweifelt und überlegt sich dauern, was man anders machen hätte können und wie man das hätte verhindern können. Und auch im schulischen Bereich trifft ganz viele Eltern, das Scheitern der Kinder als persönlicher Schlag. Weil man das Gefühl hat, dass man da viel unter Kontrolle haben sollte. Und es dann schrecklich ist, wenn man das, was man seinen Kind verspricht- für es da zu sein, es zu umsorgen, gar nicht kann - das ist die Tragik. Der Weihnachtsamann entpuppt sich als Papa, der Osterhase als inexistent, der Mini Gott als eine Versager. Man hat es nie unter Kontrolle gehabt und hinterlässt der nächsten Generation eine einen heißen und kaputten Planeten.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
    • Nächster offizieller Beitrag
  • Thorsten Hallscheidt
    Themenautor
    Reaktionen
    4.002
    Punkte
    18.217
    Beiträge
    2.766
    Mitglied seit
    2. März 2019
    • 29. Januar 2021 um 12:42
    • Offizieller Beitrag
    • #37

    Aravind
    Woher stammt die Motivation, zu handeln z.B. im Falle des Klimawandels? Gründet sie auf Dukkha? Zum Teil sicher. Ich denke, es gibt noch eine andere Quelle, und das ist Mitgefühl, was nicht identisch mit Mitleid ist. Zudem gilt die Tatkraft als eine der Paramita. Woher stammt die Tatkraft, wenn es keine Handlungsmotivation gibt und kein Mitgefühl?

    Schmu

    Dann haben wir also drei Gruppen:

    a) Die, die Zusammenhänge nicht verstehen oder abstreiten. Die wollen nichts verändern.

    b) Die, die Zusammenhänge verstehen und sagen: Man kann nichts verändern.

    c) die, die Zusammenhänge verstehen und handeln wollen, aber keinen Fuß auf den Boden bekommen wegen a) und b)

    Das ist in der Tat aussichtslos... :|

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
    • Nächster offizieller Beitrag
  • mukti
    Reaktionen
    6.451
    Punkte
    72.726
    Beiträge
    13.038
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 29. Januar 2021 um 12:50
    • #38

    Man sollte meines Erachtens das Übel an der Wurzel packen. Alle Probleme entstehen doch im Grunde weil wir das Leid nicht sehen können das im scheinbaren Glück verborgen liegt. Es ist wie bei einem Fisch der in den Köder beißt weil er nur ein leckeres Fressen sieht aber nicht den Haken an dem er hängt. So lange wir die Leiden nicht sehen die sich in den scheinbaren Sinnesfreuden verbergen sind wir ihnen hilflos ausgeliefert.

    Weil wir nicht sehen dass nichts zur Zufriedenheit erhalten werden kann, arbeiten wir gegen die Natur. Denn alles ist nun mal zeitweilig. in einem ständigen Fluss des Entstehens und Vergehens.

    Das so gründlich zu erkennen dass man auch danach handeln kann, wird auch der Verantwortung gerecht die wir anderen gegenüber haben. Dann werden eben auch die Handlungen anderen Menschen, allen Wesen und der Natur gegenüber rechtes, nicht schädigendes Handeln sein. Gemäß der individuellen Situation, der Veranlagung und der Möglichkeiten die man hat, kann man auf diesem Weg das Beste zum allgemeinen Wohl beitragen, was zu sprechen wenn man den Weg zu Ende gegangen ist.

    Mit Metta, mukti.


  • Schmu
    Reaktionen
    2.630
    Punkte
    19.200
    Beiträge
    3.261
    Mitglied seit
    6. Oktober 2019
    • 29. Januar 2021 um 13:18
    • #39

    Thorsten Hallscheidt

    Es ist nicht so, dass ich überhaupt keine Hoffnung hätte. Ich kann ja einiges für mich tun, und auch gesamtgesellschaftlich ist einiges möglich. Für was das reichen wird, wird man sehen. Ich bin da skeptisch, denn ich weiß ungefähr, was auch nur eine 1,5°C wärmere Erdatmosphäre langfristig bedeutet.

    Ich selber lebe relativ bescheiden. Ich weiß aber, dass viele Menschen das nicht können, oder glauben, das nicht zu können. Man kann (wenn man das möchte) mit Leuten z.B. darüber diskutieren, warum denn beide in einer Beziehung / Ehe ein Auto brauchen. Und es kann dann auch durchaus plausibel klingen.

    Solange wir nicht beginnen, das ganze Zusammenleben komplett zu verändern und umzustrukturieren, sodass deutlich weniger Energie und Ressourcen verbraucht werden, sehe ich jedenfalls wenig Hoffnung. Und das hieße auch vor allem: Entsagung und Verzicht. Dafür braucht es Einsicht, Einsicht und Einsicht. Und Bescheidenheit. Alles Dinge, die in unserer Welt nicht so gefragt sind.

    Und auch bei mir selber gibt es immer noch was zu verbessern. Mehr kann ich nicht tun. Ich kann Leuten, die offen dafür sind und es hören wollen, von meiner Sicht erzählen. Bei allen anderen muss ich darauf warten bis die Dürreperioden, die Überschwemmungen, die Waldbrände, der stark abgeschwächte Jetstream usw. usw. soweit zugenommen haben, dass auch sie merken, wohin die Reise geht. Klingt vielleicht etwas makaber, ist aber so.

  • Thorsten Hallscheidt
    Themenautor
    Reaktionen
    4.002
    Punkte
    18.217
    Beiträge
    2.766
    Mitglied seit
    2. März 2019
    • 29. Januar 2021 um 13:22
    • Offizieller Beitrag
    • #40

    void

    Hm, ich habe mich nie für den Weihnachtsmann oder einen Minigott gehalten.

    void:

    Man hat es nie unter Kontrolle gehabt und hinterlässt der nächsten Generation eine einen heißen und kaputten Planeten.

    Da widerspreche ich Dir: Wir könnten Einfluss darauf nehmen, was wir hinterlassen. Aber, wie Schmu es treffend charakterisiert hat, klappt das leider nicht.

    Wie ich oben schon sagte, es geht mir nicht primär um die unterschiedlichsten Weisen, wie Erziehung scheitern oder gelingen kann. Das ist sicher einen eigenen Thread wert. Es geht doch hier um eine ganz andere Qualität von Krise oder Verantwortung. Ich denke es wäre viel leichter zu verstehen, wenn man die Opfer unseres Handelns aus der Zukunft in die Gegenwart holt, weil dann das Ursache--Wirkungs-Verhältnis deutlicher wird. So bleibt es zu abstrakt. Wenn z.B. ein Unternehmen Gift ins Grundwasser leitet, und Leute vergiften sich daran, sterben vielleicht sogar, so wird es sicher zu einem ungeheuren Skandal kommen. Das Gleiche geschieht zur Zeit, nur dass Opfer und Täter nicht in der selben Zeit leben.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
    • Nächster offizieller Beitrag
  • Schmu
    Reaktionen
    2.630
    Punkte
    19.200
    Beiträge
    3.261
    Mitglied seit
    6. Oktober 2019
    • 29. Januar 2021 um 13:40
    • #41

    Bei Twitter gibt es seit langem schon eine Initiative, die für eine Sendung "Klima vor 8" statt "Börse vor 8" wirbt, um es noch mehr in die Köpfe der Bevölkerung zu bekommen, wie ernst die Lage ist. Das wäre nur eine Kleinigkeit, aber die Sender sehen darin bisher keine Notwendigkeit.

  • Aravind
    Reaktionen
    4.817
    Punkte
    31.147
    Beiträge
    5.243
    Mitglied seit
    15. September 2017
    • 29. Januar 2021 um 14:04
    • #42
    Thorsten Hallscheidt:

    Aravind
    Woher stammt die Motivation, zu handeln z.B. im Falle des Klimawandels? Gründet sie auf Dukkha? Zum Teil sicher. Ich denke, es gibt noch eine andere Quelle, und das ist Mitgefühl, was nicht identisch mit Mitleid ist. Zudem gilt die Tatkraft als eine der Paramita. Woher stammt die Tatkraft, wenn es keine Handlungsmotivation gibt und kein Mitgefühl?

    Genau, hundert Prozent Zustimmung!

  • Online
    void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.560
    Punkte
    62.705
    Beiträge
    10.903
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 29. Januar 2021 um 15:09
    • Offizieller Beitrag
    • #43
    Thorsten Hallscheidt:

    Aravind
    Woher stammt die Motivation, zu handeln z.B. im Falle des Klimawandels? Gründet sie auf Dukkha? Zum Teil sicher. Ich denke, es gibt noch eine andere Quelle, und das ist Mitgefühl, was nicht identisch mit Mitleid ist. Zudem gilt die Tatkraft als eine der Paramita. Woher stammt die Tatkraft, wenn es keine Handlungsmotivation gibt und kein Mitgefühl?

    Normalerweise übt halt eben nicht Metta - man hat nicht nur den Wunsche der andere möge frei von Leid sein, sondern man identifiziert sich mit dem Projekt und ist dann traurig, wenn es nicht klappt und der andere doch leidet.

    Thorsten Hallscheidt:

    Da widerspreche ich Dir: Wir könnten Einfluss darauf nehmen, was wir hinterlassen. Aber, wie Schmu es treffend charakterisiert hat, klappt das leider nicht.

    Wie ich oben schon sagte, es geht mir nicht primär um die unterschiedlichsten Weisen, wie Erziehung scheitern oder gelingen kann. Das ist sicher einen eigenen Thread wert. Es geht doch hier um eine ganz andere Qualität von Krise oder Verantwortung. Ich denke es wäre viel leichter zu verstehen, wenn man die Opfer unseres Handelns aus der Zukunft in die Gegenwart holt, weil dann das Ursache--Wirkungs-Verhältnis deutlicher wird. So bleibt es zu abstrakt. Wenn z.B. ein Unternehmen Gift ins Grundwasser leitet, und Leute vergiften sich daran, sterben vielleicht sogar, so wird es sicher zu einem ungeheuren Skandal kommen. Das Gleiche geschieht zur Zeit, nur dass Opfer und Täter nicht in der selben Zeit leben.

    Ich glaube dein Denken in dieser Hinsicht geht vom "Verantwortung" aus. ist das richtig? Und zwar nicht so sehr von individueller Verantwortung sondern von geselllschaftlcher Verantwortung gegenüber der nächsten Generation. Und diese Idee von Verantwortung trägt in sich ein Leiden, ihr nicht gerecht zu werden. Gibt es also ein Verantwortungs-Dukkha?

    In dem Begriff Verantwortung steckt ja so ein "Antworten" drin - die Vorstellung das Enkel und Urenkel von einem selbst und der eigene Generation Rechenschaft einfordern und man sich dann nicht schämen will. Und deine Tochter ist da zwar exemplarisch - aber auch wenn du keine Tochter hättest hättest du vieleicht ähnliche Gefühle gegnüber anderen Vertretern der jüngeren Generation.

    Von daher hat das jetzt wenig mit Kindererziehung zu tun, sondern es ist was anderes. Ein riesiges Auseinanderklaffen zwischen Anspruch und Wirklichkeit und die damit verbundene Scham. Man fühlt sich als Teil der Generation, "die die Zukunft verbockt hat" und das gerade obwohl es davor ja eine ganz lange Zeit des innigen Glaubens an die menschliche Möglichkeiten und die menschliche Zukunft gegeben hatte. Noch vor einige Jahrzenten hatte man sich die Zukunft mit Captain James T. Kirk erträumt und jetzt ist man mit Donald J. Trump aufgewacht.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
    • Nächster offizieller Beitrag
  • Zuflucht
    Reaktionen
    35
    Punkte
    185
    Beiträge
    29
    Mitglied seit
    21. Mai 2018
    • 24. Februar 2021 um 22:51
    • #44

    Lieber Thorsten,

    vielen herzlichen Dank für den tollen Link zu dem Beitrag von Philipp Blom.

  • sitaara
    Reaktionen
    22
    Punkte
    242
    Beiträge
    37
    Mitglied seit
    15. März 2021
    • 15. März 2021 um 15:55
    • #45
    Thorsten Hallscheidt:

    Moin.

    Ich machs kurz:

    • Jeder Mensch, der mir etwas bedeutet, wird irgendwann leiden und sterben, und ich kann nichts tun. Wenn ich Glück habe, sterbe ich vorher.
    • Jede meiner körperlichen Fähigkeiten wird verfallen. Am Ende stehen auch für mich Schwäche, Schmerz und Ohnmacht.
    • Egal, welche Leistung ich auch die meine nenne, sie alle relativieren sich zu nichts, und nichts bleibt davon übrig, das mehr bedeuten würde als ein Regentropfen im Rauschen des Regens.
    • Alles, was mir lieb und teuer ist, wird vergehen. (Besitz ist eine so absurde Erfindung).
    • Das meiste von dem, was mich heute erfreut, wird mich beim zehnten oder zwanzigsten oder hundertsten Male, bei dem ich es erlebe, langweilen oder frustrieren.
    • Alles wandelt sich ständig und ewig. Versuche ich etwas dagegen auszurichten, ist es, als ob ich versuchte, mit der Hand einen reißenden Strom zu stauen. Dieser reißende Strom heißt Corona oder Klimawandel oder Artensterben oder Wirtschaftskrise oder Hunger oder Krieg oder Leben oder Tod oder Alltag.

    Ich bin neu hier und weiß noch nicht so viel über Buddhismus, aber ich würde gerne direkt mal antworten, was für Gedanken mir bei dem Text gekommen sind. :)

    Für mich klingt es erstmal recht nihilistisch. Ich kenne viele solcher Gedankengänge gut von mir selbst.

    Ich bin gerade nicht sicher - finden sich diese Ansichten irgendwo in der buddhistischen Lehre wieder und ist der Buddhismus nicht eine Art Unterstützung, Leiden zu verbessern? Ich bin, wie gesagt, noch nicht sehr weit dahingehend. Aber hier meine Gedanken dazu:

    1. Jeder Mensch, der dir was bedeutet, wird sterben, das stimmt. Bzw. er wird seine Daseinsform ändern ;)

    Und jeder Mensch wird auch mal leiden, klar.

    Allerdings kann man gegen Leiden auch teilweise etwas tun, finde ich. Zum Beispiel haben mir Menschen sehr geholfen in Zeiten des Leids sowohl mein Leiden selbst zu lindern als auch mir in dem Leid beigestanden und ich war nicht alleine damit.

    Das sagt mir, basierend auf der Erkenntnis des ständigen Wechselwirkens: Ich kann teilweise Ursache dafür sein, dass ein anderer von seinem Leiden etwas erleichtert wird und außerdem, dass auch Leiden einer Vergänglichkeit unterworfen ist. Ich kann Leidenden Anstöße geben, so wie auch mir Anstöße gegeben wurden.

    2. Was ist das Rauschen des Regens? Das Rauschen des Regens ist in seiner Gesamtheit die Summation von Myriaden von einzelnen Regentropfen. Jeder einzelne Tropfen ist Teil eines Regenfalls. Würde keiner dieser Tropfen sein, gäbe es keinen Regen. Jeder Tropfen trägt in seiner Existenz etwas zum Regen bei und ist daher wichtig. Ohne diese Tropfen wäre kein Regen, wäre kein Wasser, wäre kein Leben.

    Leistungen relativieren sich nicht, wenn sie nicht aus einer merkwürdigen Motivation heraus entstehen, wie Machtausübung, Geld scheffeln etc. Im Gegenteil: Ich studiere z.B. Chemie und meine Leistung besteht darin, Chemie zu lernen und zu lernen, wie diese Welt im mikroskopischen Sinne existiert ist so bereichernd (gerade in Verbindung mit Spiritualität) - dass sich das nicht relativieren kann, weil es mir sehr viel gibt. Die frage ist: Gibt das, was du leistest, dir wirklich etwas? Warum leistest du das, was du leistest? Vielleicht hilft das. :)

    3. Das stimmt natürlich. Ich finde das in Hinsicht auf materielle Dinge nicht schlimm, nur in Bezug auf die physische Abwesenheit von Menschen oder Tieren, die mir wichtig sind, wenn sie sterben. Damit zurechtzukommen ist wohl ne Aufgabe, die jeder irgendwann einmal bewältigen muss. Trotzdem kann ich mich aber auch temporär an etwas Materiellem erfreuen. Dass es vergeht, macht es nicht weniger schön. ;)

    4. Das verstehe ich nicht. Mich erfreut mein Hund jeden Tag und er wird es jeden Tag tun. Aber vielleicht meinst du Hobbies oder so etwas? Da habe ich für mich die Lösung der Abwechslung gefunden. Würde das helfen? Je mehr man sich öffnet, umso mehr Variation hat man. Dann muss man nicht fürchten, dass einem etwas öde wird. Es gibt im Grunde immer etwas zu entdecken, oder?

    Wenn dir etwas Freude macht, dann ist das doch großartig. Man könnte das dann in diesem Augenblick wahrnehmen und es genießen. Gar nicht immer so leicht. Ich übe das Ding mit dem "Bewusst im Augenblick" sein momentan. Das ist zwar so ein Kalender-und Werbespruch, aber die Umsetzung und Hintergründe sind komplex.

    5. Ist das nicht großartig, dass alles so in Bewegung ist?

    Es wandelt sich. Es vergeht nicht - es ändert nur seine Form der Existenz. Das 1. Gesetz der Thermodynamik - der Energieerhaltungssatz! Energie vergeht nicht, sie entsteht nicht, sie wandelt sich nur in ihrer Form.

    Eine Art stirbt, eine neue entsteht. Das Klima verändert sich - aus dieser Folge heraus wird wieder vergehen und entstehen. Und wenn das Leben auf der Erde dadurch vergehen mag, dann ist es dennoch eben Teil des Werdungsprozesses der Erde. Der Erde ist es egal, ob sie eine ausgetrocknete Lehmkugel im Weltraum ist. Es ist alles Teil dieses Prozesses. Nichts ist von Dauer - das ist gut so!

    Ich bin kein Freund des "auf Krampf alles positiv sehen". Das mag ich nicht. Ich bin eher gerade auf der Suche nach Ansätzen, mit diesem Strom des Wandelns, Vergehen und Entstehens mitzuschwimmen. Zu akzeptieren und nicht kontrollieren wollen.

    Ich denke, es ist dann wichtig, diesen Wandel nicht als etwas Furchtbares und Bedrohliches wahrzunehmen. Auf mein eigenes Leben versuche ich dies gerade anzuwenden und es ist sehr schwer. Ich habe viele Ängste, aber ich weiß, dass ein Großteil meines Leidens aus dem Zwang heraus verursacht wird, zu kontrollieren...

    Alles anzeigen
  • Lobi
    Reaktionen
    47
    Punkte
    427
    Beiträge
    73
    Mitglied seit
    3. Februar 2021
    • 15. März 2021 um 16:52
    • #46

    Alles ist Beziehung - wenn man zu allen wohlwollend ist, dann ist es gut.

  • Thorsten Hallscheidt
    Themenautor
    Reaktionen
    4.002
    Punkte
    18.217
    Beiträge
    2.766
    Mitglied seit
    2. März 2019
    • 27. März 2021 um 09:04
    • Offizieller Beitrag
    • #47

    Hallo Sitaara.

    Danke für Deine Gedanken. Die erste edle Wahrheit des Buddha ist Wahrheit vom Leiden. Der Begriff Leiden ist vielleicht etwas irreführend, weil damit unter Umständen nur das Gefühl von körperlichem oder seelischem Schmerz assoziiert wird. Der gehört zwar auch dazu, zumindest unter der Bedingung, dass er zu einem Gefühl von Hass oder Ablehnung führt, aber eigentlich geht es mehr um die Rastlosigkeit, die durch ein Gefühl ausgelöst wird, das man mit Unzufriedenheit, Frustration übersetzen könnte. Wenn ich auf einem Stuhl sitze, muss ich immer wieder die Position wechseln, weil es sonst zunehmend unangenehm wird. Wenn ich in einer warmen Stube sitze, muss ich irgendwann an die frische Luft, wenn ich an der frischen Luft bin, wird es mir irgendwann kalt, und ich muss wieder in die Wohnung. Wenn ich lange Zeit einen bestimmten Job mache, sehne ich mich nach Veränderung, in der Veränderung sehne ich mich nach Stabilität. Wenn ein Bedürfnis befriedigt ist, vergeht nicht viel Zeit, und das befriedigte Bedürfnis wird Gewohnheit. Neue Bedürfnisse entstehen.

    Die Dynanik dahinter hat der Buddha in der zweiten edlen Wahrheit beschrieben. Selbst wenn ich wollte, könnte ich aus diesem Kreislauf von Werden und Vergehen (von Wünschen, Ängsten, Selbstbildern, Vorstellungen, Verkörperungen, Leben, etc...) nicht aussteigen, weil mich Anhaftung, Ablehnung und Unwissenheit in ewiger Rastlosigkeit gefangen halten. Das wäre auch in Ordnung, wenn es nicht eine Möglichkeit gäbe, nicht nur die Rastlosigkeit und die Frustration zu beenden, sondern die auch noch zu einem unvergleichlich anderen Seinszustand führen würde. Diese Möglichkeit bringt Buddha in der dritten edlen Wahrheit zum Ausdruck. Die Wahrheit von der Beendigung des Leidens. Diese Erfahrung kann entstehen, wenn es gelingt, das ständige Wollen und Tun, Nicht-Wollen und Fürchten, das Getriebensein generell zumindest für kurze Zeit mal auszusetzen.

    Den Weg zu dieser Erfahrung und zur Verwirklichung im eigenen Leben hat der Buddha in der vierten edlen Wahrheit zusammengefasst, im achtfachen Pfad.

    Das Leben, wie wir es hier vor allem im reichen Westen kennenlernen, ist völlig in Ordnung. Es bietet viele Möglichkeiten, viel Freude, viel Aufregendes und Spannendes. Und doch habe ich die Erfahrung gemacht, dass es tief in mir drin immer eine Strömung gab, die ein anderes Leben wollte, eine andere Erfahrung von Wirklichkeit. Und das wirklich Erstaunliche für mich war und ist, dass diese Wirklichkeit umso näher rückt, je weniger ich versuche, etwas zu erreichen, je weniger ich nach Erfüllung, Sicherheit, Glück, Freude suche, je weniger ich etwas ablehne oder herbei sehne.

    Auch seelischer oder körperlicher Schmerz hört auf Dukkha zu sein, wenn ich nicht länger versuche, vor ihm wegzulaufen, denn das ist eine der Ursachen für Dukkha: die Ablehnung, der Hass.

    Liebe Grüße

    Thorsten

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

    2 Mal editiert, zuletzt von Thorsten Hallscheidt (27. März 2021 um 09:11)

    • Vorheriger offizieller Beitrag

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

Ähnliche Themen

  • Lehre Buddhas = Psychotherapie = Erwachen ?

    • Punk
    • 21. Januar 2021 um 19:47
    • Allgemeines zum Buddhismus
  • Habgier und Böswilligkeit

    • Lucky Luke
    • 11. Dezember 2020 um 11:48
    • Allgemeines zum Buddhismus
  • Buddhismus und Depression / Resignation

    • Schmu
    • 12. November 2020 um 12:01
    • Allgemeines zum Buddhismus
  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.2.5
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download