1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhistische Schulen/Strömungen
  3. Chan/Thien/Seon/Zen - Buddhismus

Lesegruppe 17.06 - 30.06: Das Herz Sutra

  • xiaojinlong
  • 17. Juni 2020 um 18:26
  • Zum letzten Beitrag
  • Sili
    Reaktionen
    718
    Punkte
    7.823
    Beiträge
    1.389
    Mitglied seit
    10. September 2019
    • 24. Juni 2020 um 12:23
    • #76
    Schmu:

    A. H. Almaas, einer der wenigen nicht rein buddhistischen Lehrer, die ich schätze, hat ein kleines Büchlein darüber geschrieben, warum so wenige Menschen erwachen. Es heißt: Das Elixier der Erleuchtung.

    [lz]

    "Leiden und Weglaufen vor dem Leiden ist die dauernde Hauptbeschäftigung der Mehrheit der Menschen."

    "Die Existenz von Lehren über Erleuchtung, Befreiung, Verwirklichung und ähnliches macht die Situation eher noch verwickelter."

    "Wir fragen also weiter: Wie kommt es, dass die Lehren außer in einigen wenigen Fällen nicht die gewünschte Wirkung haben? Wie kommt es, dass all diese wunderbaren Lehren und diese mächtigen Methoden nur wenige berühren, wenige der vielen, die diese Lehren tatsächlich praktizieren? Ein verwirklichter Lehrer hat vielleicht Tausende von Schülern, aber selten erlangt auch nur eine Handvoll von ihnen vollkommene Befreiung."

    [/lz]

    _()_

    Weil einige davon nicht glauben können das es nur weniger Worte bedarf um die befreiungs anleitung zu beschreiben und daher immer weiter gesucht wird und über jedes neue samenkorn der Lehre nachgedacht und reflektiert wird anstat nur mal die Anleitung zu lesen und zu praktizieren. Dazu kommt das ein anderer teil sich abwendet weil es so einfach sicher nicht sein kann. Und wieder andere erfahren Leidfreiheit und können nicht glauben das sie erwacht sind (behaupten also noch sehr zu leiden) den auch wen Satori wie ein hammerschlag plötzlich auftritt ist befreiung ein schleichender prozess bei dem man nur unterschiede bemerkt wenn man weit zurück reflektiert.

    Und dan gibt es noch jene die zu einem berühmten meister gehen und dan nichtmehr gross was tun nur um sagen zu können der oder jener ist mein meister ich bin was ganz besonderes.:grinsen: oder ist unter den alten Hasen hier einer der wirklich noch Leidet? So wie einige hier schreiben müssten sie erwacht sein;)_()_

  • Aravind
    Reaktionen
    5.349
    Punkte
    31.551
    Beiträge
    5.218
    Mitglied seit
    15. September 2017
    • 24. Juni 2020 um 12:35
    • #77
    Sili:

    Freund Nirvana bedeutet nicht das da keine anhftung und kein Ich mehr ist,

    Wie meinst Du das? Das scheint mir der Zweiten Edlen Wahrheit deutlich zu widersprechen.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 24. Juni 2020 um 12:48
    • #78

    cinnamon Das ist so richtig. Doch wenn die Prüfung ergibt das sie nicht mit den Regeln und Riten usw in Einklang zu bringen ist, kann ich mich nur zügeln oder gehen. Das Leben findet dann, für mich, in der Abgeschiedenheit statt obwohl ich Kontakt zu den Mitmenschen halte. Das ist auch das Hindernis des Bodhisattva.

    In Anwesenheit derer die die Lehre wirklich erkannt haben vertieft er sich in die Weisheit.

    Er verliert jede Verbindung zu allen anderen. Er gehört nun zu denen die die Lehrer erkannt haben und ich befreit. Doch dann wird aus dem Buddha wieder ein Bodhisattva. Ein "echter" Bodhisattva muss also diesen Weg gegangen sein. Bodhisattva, Buddha, Bodhisattva.

    Mein Hindernis ist das ich keinen Finde. Ich muss mich ganz und gar auf Buddha verlassen. Ganz egal was irgendein Bodhisattva oder Meister sagt. Ich vertraue seit vielen Jahren dem Unübertrefflichen Mantra und der Gemeinschaft und der Lehre und Buddha und mir.

    Leider hab ich die Lehre ganz durchschaut und genau das macht mich zu etwas isoliertem. Einem der immer wieder in das Zeigen einsteigen muss aber nicht durchdringt.

    Genau diese Gedanken die du jetzt hast schaffen meine Isolation.

    Einmal editiert, zuletzt von Noreply (24. Juni 2020 um 12:59)

  • Sili
    Reaktionen
    718
    Punkte
    7.823
    Beiträge
    1.389
    Mitglied seit
    10. September 2019
    • 24. Juni 2020 um 12:57
    • #79
    Aravind:
    Sili:

    Freund Nirvana bedeutet nicht das da keine anhftung und kein Ich mehr ist,

    Wie meinst Du das? Das scheint mir der Zweiten Edlen Wahrheit deutlich zu widersprechen.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

    _()_

    Wen ich eine zigarette rauche weiss ich das ich daran anhafte und sicher gesundheitliche schäden davon trage denoch geniese ich im moment die zigarette. Ich werde nach dieser packung wohl auch wieder eine kaufen. (Man könnte sagen ich hafte daran an) wen ich aber mal keine zigarette habe leide ich aber nicht darunter dan hab ich halt keine zigarette und rauche auch keine:erleichtert:

    Anhaftung und der stetige gedanke ich wilm jetzt aber eine rauchen führt zum leiden aber anhaften an einem genus und diesen loslasen wen er nicht möglich ist sind zweierlei dinge (fileicht ist es dan aber auch nicht mejr angaften) ein Ich wird immer da sein aber es wird nicht unwandelbar sein. In diesem moment bin ich ein anderer als im letzten und denoch gibt es dinge in mir die länger so bleiben als andere:grinsen:_()_

  • Schmu
    Reaktionen
    2.965
    Punkte
    19.535
    Beiträge
    3.261
    Mitglied seit
    6. Oktober 2019
    • 24. Juni 2020 um 13:31
    • #80
    Ellviral:

    Das Leben findet dann, für mich, in der Abgeschiedenheit statt obwohl ich Kontakt zu den Mitmenschen halte.

    Ellviral:

    Leider hab ich die Lehre ganz durchschaut und genau das macht mich zu etwas isoliertem.

    Das ist nur ein vorübergehender Zustand. Weil "die Lehre durchschaut haben" und "die Lehre nicht durchschaut haben" so nicht wirklich existiert. Besser gesagt: Diese beiden (scheinbaren) Merkmale durchdringen sich gegenseitig und sind gleichzeitig da.

    Wenn wir den Begriff "Wissen" nehmen, daran kann man es gut sehen. Es gibt ein gewöhnliches Wissen, darunter fällt z.B. all das, was wir in der Schule lernen. Dann gibt es noch ein Wissen, das sich auf meine Fähigkeit bezieht, die Dinge mehr so zu sehen, wie sie wirklich sind. Dafür brauche ich kein Schulwissen, das ist ein anderer Bereich. Diese beiden Arten von Wissen stehen nicht in einem Widerspruch zueinander, das eine ist eine unterschiedliche Erscheinungsform des anderen.

    Um beim Herz-Sutra zu bleiben: Das gewöhnliche Wissen hat die Tendenz sich in Richtung Form zu bewegen, das andere Wissen hat die Tendenz, sich in Richtung Leere zu bewegen. Sie sind aber letztendlich dasselbe.

    Das Sich-isoliert-Fühlen ist ein Ergebnis des Trennens zweier Bereiche, die nicht getrennt sind.

  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 24. Juni 2020 um 14:37
    • #81

    [lz]

    Die Form ist nicht verschieden von der Leere,

    Leere nicht verschieden von Form.

    Körper ist daher Leere und Leere ist Körper.

    Ebenso verhält es sich auch mit der Wahrnehmung,

    dem Gefühl, den Vorstellungen und dem Bewusstseinssuchlauf.[/lz]


    Die Form ist nicht zu trennen von der Leere, Leere nicht zu trennen von Form.,

    不異 anstatt "nicht verschieden" als " nicht zu trennen" übersetzt. Das verhindert den Irrglauben das es da sowas wie Gleichheit gibt.

    Körper ist sofort Leere und Leere ist sofort Körper.

    即 anstatt "ist daher/eigentlich" mit sofort übersetzt. Das macht klar das es immer sofort umschaltet auch Leere oder Körper.

    siehe Shinnjinmei, der letzte Abschnitt.

    Ebenso verhält es sich auch mit der Wahrnehmung,

    dem Gefühl, den Vorstellungen und dem Bewusstseinssuchlauf.


    [lz]

    Die Form ist nicht zu trennen von der Leere, Leere nicht zu trennen von Form.

    Körper ist sofort Leere und Leere ist sofort Körper.

    Ebenso verhält es sich auch mit der Wahrnehmung,

    dem Gefühl, den Vorstellungen und dem Bewusstseinssuchlauf.[/lz]


  • cinnamon
    Reaktionen
    414
    Punkte
    4.994
    Beiträge
    903
    Mitglied seit
    11. Februar 2016
    Buddh. Richtung
    Frühbuddhismus
    • 24. Juni 2020 um 14:45
    • #82
    cinnamon:

    Wenn man (mental) leidfrei ist, dann ist man erwacht laut Buddha. Auch das hat nichts mit glauben oder nicht glauben zu tun wie Sili schreibt- außer Nirvana ist was anderes ...

    Muss mich glaube ich korrigieren. Nirvana ist ein Phänomen wie Samsara, nur es ist nicht bedingt. Weiß nicht mehr wo, aber es gibt eine Sutta, wo der Buddha sagt es gibt verschiedene Arten Nirvana zu sehen. EIn Nicht-Erwachter würde das Nirvana als "mein Nirvana" sehen, und es als solches nicht richtig erkennen. Ein mehr Erwachter würde es als "nicht zu mir gehörig" sehen. Ok dann ist ein Erleuchteter oder Erwachter jemand, der grundsätzlich "leidfrei" ist. Dann ist es ja so ähnlich wie Sili geschrieben hat, das manche nicht glauben, leidfrei zu sein. Dies betrifft aber dann nur einen momentanen oder falschen (?) Zustand und keinen grundsätzlichen leidfreien, nach meinem jetzigen Verständnis.

    Einmal editiert, zuletzt von cinnamon (24. Juni 2020 um 14:54)

  • Aravind
    Reaktionen
    5.349
    Punkte
    31.551
    Beiträge
    5.218
    Mitglied seit
    15. September 2017
    • 24. Juni 2020 um 16:08
    • #83
    Sili:

    wen ich aber mal keine zigarette habe leide ich aber nicht darunter dan hab ich halt keine zigarette und rauche auch keine

    Hm, das nennt man normalerweise "ohne Anhaftung sein"; Gier und Hass in Bezug auf die Zigarette wären überwunden.

    Genuss alleine ist kein Zeichen für Anhaftung.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Online
    xiaojinlong
    Themenautor
    Reaktionen
    1.349
    Punkte
    8.879
    Beiträge
    1.460
    Mitglied seit
    15. September 2017
    • 24. Juni 2020 um 16:18
    • #84

    Weiter im Text heißt es:

    Das Herz Sutra (Hannya shingyō) | Uni Wien:

    Die Buddhas der Drei Welten erlangen durch die Prajna­paramita das Anuttara Sam­yaksam­bodhi.

    Was genau versteckt sich hinter Buddhas der Drei Welten, sind damit Daseinsbereiche gemeint?

    Sam­yaksam­bodhi bedeutet, wenn ich es richtig verstanden habe, vollkommen Erleuchtet, was bedeutet Anuttara? Bei einer (schnellen) online Suche bin ich nur auf das Yogawiki gestoßen. Dort heißt es:

    Anuttara | yoga-vidya:

    Anuttara (Sanskrit: अनुत्तर anuttara adj. u. n.) ohne ein höheres, vorzüglich; das Vorzüglichste; die höchste, transzendente Wirklichkeit; das Absolute.

    Ist das somit noch als eine Steigerung von Samyaksambodhi zu verstehen?

    _()_

    小金龍

  • Online
    xiaojinlong
    Themenautor
    Reaktionen
    1.349
    Punkte
    8.879
    Beiträge
    1.460
    Mitglied seit
    15. September 2017
    • 24. Juni 2020 um 16:27
    • #85

    Danke.. manchmal hat man einfach ein Brett vor dem Kopf und übersieht sogar die Fußnoten *facepalm*

    Edit:// Die andere Frage stellt sich mir dennoch. Da ich Samyaksambodhi als eigenstehenden Begriff kenne und ich mich frage ob das hier eine Art "textuelle Freiheit" ist oder damit tatsächlich irgendetwas spezielleres gemeint ist. Die dazugehörende Fußnote beschreibt ja letztlich nur den Begriff Samyaksambodhi (oder liege ich da falsch?).

    _()_

    小金龍

  • Sili
    Reaktionen
    718
    Punkte
    7.823
    Beiträge
    1.389
    Mitglied seit
    10. September 2019
    • 24. Juni 2020 um 16:59
    • #86
    Aravind:
    Sili:

    wen ich aber mal keine zigarette habe leide ich aber nicht darunter dan hab ich halt keine zigarette und rauche auch keine

    Hm, das nennt man normalerweise "ohne Anhaftung sein"; Gier und Hass in Bezug auf die Zigarette wären überwunden.

    Genuss alleine ist kein Zeichen für Anhaftung.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

    _()_

    Dann haben wir ne unterschiedliche ansicht fon anhaftung. Ich würde sagen wen ich meinen Körper schädige und mir der Genus das wert ist dan ist indem moment ne anhaftung da, im nächsten moment möchte ich das fileicht nochmal machen, kann aber nicht. Was dan bedeutet das ich den "entzug" bewust wahrnehme und mich freue wie interesant es sein kann einen zigaretten entzug zu machen.:grinsen: tu ich übrigens gerade ist echt interesant das da fast nichts zu spüren ist fon wegen drang oder agression:?_()_

  • Leonie
    Reaktionen
    3.321
    Punkte
    15.661
    Beiträge
    2.456
    Mitglied seit
    12. Juli 2017
    • 24. Juni 2020 um 17:29
    • #87
    xiaojinlong:

    Was genau versteckt sich hinter Buddhas der Drei Welten, sind damit Daseinsbereiche gemeint?

    [lz]

    Die „drei Welten“ (Skrt. Tridhātu)stehen im Buddhismus für die drei Standpunkte bzw. Grundhaltungen, die unser Handeln bestimmen.

    Die „erste“ Welt ist geprägt vom Verlangen (Skrt. Kāmadhātu). In ihr jagt man immer irgendetwas nach, von morgens früh bis abends spät. Sie ist beherrscht von der unersättlichen Gier nach Nahrung, Sex, Schlaf,Reichtum, Erfolg, und anderen Gütern. Dieser Zustand ist ganz unter der Herrschaft der fünf Sinnen. Da es keine endgültige, dauernde sinnliche Befriedigung geben kann, führt er unweigerlich zum Leiden.

    Die „zweite“ Welt ist die Welt der Formen (Skrt. Rūpadhātu). Statt Formen könnte man sagen Konzepte.Dies (hält eine Dose in die Höhe) ist ein Phänomen – ein Ding –, aber wenn ich es weg stecke und dann von der „Dose“ spreche, ist es kein Ding mehr, sondern ein Konzept, etwas Gedachtes. In dieser Welt beurteilt man alles aufgrund der Vorstellungen. Man teilt die Dinge ein in schön und hässlich, gut und schlecht, usw.

    Die„dritte“ Welt ist ohne Form (Skrt. Arūpadhātu). In diesem Standpunkt gibt es keine Maßstäbe und keine Werturteile. Deshalb bezeichnet man diesen Zustand als „leer“. Gemeint ist „leer von irgendwelchen Attribu-ten“. Es ist alles so, wie es ist. Sollte man aber zu irgendeinem Zeitpunkt denken, man kenne die formlosen Welt oder man befinde sich in der Leere, dann befindet man sich immer noch in der Welt des Verlangens.Denn die formlose Welt ist ein ich-loser Zustand, ohne Ideen und Vorstellungen. In diesem Zustand spricht man nicht von einer formlosen oder einer anderen Welt. [/lz]

    https://www.buddhaland.de/attachment/225…-verstehen-pdf/

    :zen:

  • Aravind
    Reaktionen
    5.349
    Punkte
    31.551
    Beiträge
    5.218
    Mitglied seit
    15. September 2017
    • 24. Juni 2020 um 19:37
    • #88
    Sili:

    _()_

    Dann haben wir ne unterschiedliche ansicht fon anhaftung.

    ... und von dem, was Du Nirvana nennst.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Sili
    Reaktionen
    718
    Punkte
    7.823
    Beiträge
    1.389
    Mitglied seit
    10. September 2019
    • 24. Juni 2020 um 19:59
    • #89
    Aravind:
    Sili:

    _()_

    Dann haben wir ne unterschiedliche ansicht fon anhaftung.

    ... und von dem, was Du Nirvana nennst.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

    _()_ wie würdest Du Nirvana den beschreiben wen nicht nur Leidfrei?

    _()_

  • Online
    xiaojinlong
    Themenautor
    Reaktionen
    1.349
    Punkte
    8.879
    Beiträge
    1.460
    Mitglied seit
    15. September 2017
    • 24. Juni 2020 um 20:12
    • #90

    Kurze bitte: wenn ihr die Nirvana Thematik ausführlicher diskutieren wollt, wäre vielleicht ein eigener Thread dafür sinnvoll. Habe schon überlegt das auszulagern, aber das entzerren ist da Teils aufgrund von Überschneidungen nicht so einfach.

    _()_

    小金龍

  • Sili
    Reaktionen
    718
    Punkte
    7.823
    Beiträge
    1.389
    Mitglied seit
    10. September 2019
    • 24. Juni 2020 um 20:35
    • #91

    _()_:silent:_()_

  • Leonie
    Reaktionen
    3.321
    Punkte
    15.661
    Beiträge
    2.456
    Mitglied seit
    12. Juli 2017
    • 24. Juni 2020 um 21:41
    • #92

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    :zen:

  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 24. Juni 2020 um 23:11
    • #93

    Aber es geht doch auch um Nirwana. Oder was Glaubt ihr aus welchem "Zustand" der Bodhisattva berichtet?

    Nur ein Gedanke. Werde meine Gedanken zu diesem Thema Herzsutra jetzt in anderem Bereich zeigen.

  • Tai
    Reaktionen
    817
    Punkte
    3.852
    Beiträge
    604
    Mitglied seit
    6. April 2015
    • 25. Juni 2020 um 09:19
    • #94
    Lucy:

    was steht denn in den anderen Versionen? Wir nutzen eine längere Fassung, die auf Vimalamitra zurück geht. In ihr steht ‚Buddhas der drei Zeiten‘.

    Die von dir xiaojinlong zitierte Version nennt in den Fußnoten die Erklärung für ‚drei Zeiten‘, schreibt aber im Text ‚drei Welten‘ ....


    .... die letzte Version aus dem ausgangsposting spricht auch von Vergangenheit/Gegenwart/Zukunft.


    haben wir jetzt dann hier eine Erläuterung zu den drei Welten, die aber nicht im herzsutra stehen?

    'Buddhas der drei Zeiten' ist korrekt.

  • Online
    void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.714
    Punkte
    62.021
    Beiträge
    10.740
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 25. Juni 2020 um 10:48
    • Offizieller Beitrag
    • #95

    Eina ganz anderer Aspekt ist, dass das Herzsutra ein Mantra beinhaltet, das als besonders wirkmächtige gepriesen wird und auch die Rezitation und das Kopieren des Herzsutras als besonders heilsam und auch wirkmächtig galt. Obowhl das Herzsutra als eines der klassischsten Mahayana-Sutren gilt, gab es eben so wie beim Lotus-Sutra eine "Esoterisierung des Herzsutra". Der Shingon Gründer Kūkai sah im Herzsutra einen tantrischen Aspekt und auch im Shugendo spielt das Herzsutra wichtige Rolle. Ich denke auch im tibetischen Buddhismus wird das Herzsutra tantrisch gesehen und ich weiß nicht, ob es irgendwo sogar ein Mandala zum Herzsutra gibt.


    [lz]

    „Höre daher den großen gött­lichen Spruch der Prajna­paramita, das große Mantra, den un­über­treff­lichen Spruch, den un­ver­gleich­lichen Spruch, der alles Leiden hinweg­fegt. Dies ist die Wahr­heit, keine Täu­schung.“

    Und so erklärte er das Mantra der Prajnaparamita und sprach:

    „Gate gate paragate parasamgate bodhi svaha“[/lz]


    [lz]

    Der namhafte Buddhismusforscher Edward Conze gibt die inhaltliche Bedeutung dieser Formel folgendermaßen wieder: „Gone, gone, gone beyond, gone altogether beyond, o what an awakening, all hail!“ (Gegangen, gegangen, hinübergegangen, ganz hinübergegangen, oh welch ein Erwachen, alles Heil!)

    Andere Buddhismuskundler deuten gate als „Weisheit“ und übersetzen: „O wisdom, o wisdom, o supreme wisdom, o unequalled supreme wisdom! Enlightenment! Hail!“ („Oh Weisheit, oh Weisheit, oh höchste Weisheit, oh unübertreffliche höchste Weiheit! Erleuchtung! Heil!“ [Michael Pye in einem Beitrag zum Diskussionsforum PMJS, 10. Jänner 2014]), wobei allseits eingestanden wird, dass die Formel eine Vielzahl von Interpretationen zulässt. In der chinesisch-japanischen Version ist die inhaltliche Bedeutung jedenfalls nebensächlich, denn man nahm an, dass nur der genaue Wortklang das gewünschte Ergebnis, die höchste Form der Erkenntnis, hervorrufen könne. Daher behielt man in China die Laute der Sanskrit-Gebetsformel so gut als möglich bei und ließ dafür den genauen Sinn der Formel unbestimmt.[/lz]

    • Vorheriger offizieller Beitrag
    • Nächster offizieller Beitrag
  • Online
    void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.714
    Punkte
    62.021
    Beiträge
    10.740
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 25. Juni 2020 um 11:14
    • Offizieller Beitrag
    • #96
    Lucy:

    wofür würde wohl ein mantra gebraucht, lieber void, wenn nicht zur Praxis?

    Für mich ist es wichtig, dass das Herzsutra nicht einfach nur inhaltlich funktioniert - also Information transportiert, sondern noch einen andere Aspekt hat.

    „Oh Weisheit, oh Weisheit, oh höchste Weisheit, oh unübertreffliche höchste Weiheit! Erleuchtung! Heil!“ ist ja sozusagen ein Loblied auf die Weisheit. Und wenn dieses mantra die Essenz des Herzsutras ist, dann ist viellecht das ganze Herzsutra als so ein Loblied zu verstehen.

    Gehen wir nochmal auf die Ausgangssituation. Avalokiteshavra versenkt sich tief in Prajnaparamita und da dämmert es ihm und er kommt zur Befreiung. Und auf eine Frage von Shariputra hin äußert Avalokiteshavra sein Verständnis von Prajñāpāramitā. Einerseits kam man dies als ein Loblied auf Prajñāpāramitā sehen, andererseits auch als Selbstäußerung von Prajñāpāramitā. Prajñāpāramitā wurde ja eben auch selber als Buddhaspekt verehrt. Es gibt also eine . mit entsprechneden Einweihungen verbundene - tantrische Lesart des Herzsutra, in der das Sutra eine Äußerungsform des Buddahasketes der "vollkommenen Weisheit" ist.

    Tändsin Tschödrön Karuna:

    Die höchste Weisheit wird verkörpert in der Großen Mutter (tib. Yum Tschenmo), der Mutter aller Buddhas. Das heißt, dass alle Buddhas aus ihr hervorgegangen sind. Sie ist die Essenz des Raumes, die als ungeboren und unaufhörlich beschrieben wird. Sie kann nur mit Hilfe der unterscheidenden Weisheit erfahren werden. Sie erscheint als Dharmakaya und wirkt für alle Lebewesen.

    Prajnaparamita besitzt die Qualität, einen reinen, plötzlich entstehenden Meditationszustand der tiefen Erkenntnis entstehen zu lassen. Für diejenigen, die die Meditation durchführen, bewirkt sie, dass alle Verunreinigungen, die aus der Unwissenheit entstanden sind, beseitigt werden. Solange man dies nicht verwirklicht hat, verbleibt man weiter im Daseinskreislauf.

    Durch die Prajnaparamita-Einweihung werden die Praktizierenden auf ihrem Weg dem Dharma näher gebracht. Daher wird in den tibetischen Traditionen im Zusammenhang mit den Erklärungen zur Vollkommenheit der Weisheit häufig auch eine Einweihung in Prajnaparamita zur Unterstützung der Praxis gegeben. Sie enthält die Kraft der ununterbrochenen Übertragungslinie, durch die die Praxis bis heute weitergegeben wurde.

    Von daher hätte mich diese tantrische Sicht auf das Herzsutra interessieren. Beim Rezitieren des herzsutra habe ich das Gefühl, dass das Herzsutra nicht nur Inhalt sondern Äußerungsform ist. Das mit dem Shugendo habe ich ja nicht zufällig gebracht. Da ist es ja eine Praxis das Herzsutra tausend mal hinteierinander zu rezitieren manchmal in Kombination mit anderen asketischen Praxisformen (z.b unter einem Wasserfall) Die idee ist wohl die, dass die Worte des Herzsutras selbst Ausdrucksformen von Prajnaparamita sind und man selber auf diese Weise Einheit mit Prajñāpāramitā erreichen kann.

    Und das ist auch nicht unabhängig von Zen. Ich muß an die Dokumentation"Ein Leben im Zeichen des Zen" über den 104-jährige ehemaligen Abt des Eihei-ji Ekiho Miyazaki denken und mit welcher Energie er trotz seines hohen Allters beständig darin fortfährt, das Hersutra wieder und wieder abszuschreiben.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
    • Nächster offizieller Beitrag
  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 25. Juni 2020 um 11:34
    • #97

    (Ellviral)

    Lehrrede von der essenziellen, das Begriffliche übersteigende Weisheit.

    Der Bodhisattva des universellen Mitgefühls vertiefte sich in die, das Begriffliche, übersteigende Weisheit

    und erkannte das die Skandhas alle leer sind, ohne mein, ich, selbst, Nirwana.

    So konnte er alles Leid und Unheil abschneiden.

    Bodhisattva spricht:

    Die Form ist nicht zu trennen von Leere, Leere nicht zu trennen von Form.

    Körper ist sofort Leere und Leere ist sofort Körper.

    Ebenso verhält es sich auch mit der Wahrnehmung,

    dem Gefühl, den Vorstellungen und dem Bewusstseinssuchlauf.

    Bodhisattva zu Shariputra: Oh...-- Shariputra

    Alle Dinge, alle Gedanken, sind leer von Mein, Ich, Selbst,

    sie sind nicht geboren, sie vergehen nicht,

    sind nicht Schmutz, nicht Rein,

    nicht Zunehmen, nicht Abnehmen!

    Darum also!?: Ist Leere kein Körper, keine Wahrnehmung, kein Gefühl, keine Vorstellung, kein Bewusstsein. (Skandha)

    Kein Auge, Ohr, Nase, Zunge, Haut oder Geist.

    Kein sehen, hören, riechen, schmecken, ertasten oder denken.

    Nicht Farbe, Ton, Geruch, Geschmack, Berührtes oder Wort. (die 6 Sinnesbereiche)

    In der Leere ist weder eine Sinnerfassbare-Welt, noch eine Bewusstsein-Welt.

    Keine Uneinsehbarkeit, kein Ende der Uneinsehbarkeit.

    Nicht Alter und Tod noch die Aufhebung von Alter und Tod.

    Kein Leiden, kein Sammeln, kein Vergehen, kein Weg.

    Keine Erkenntnis und auch kein Gewinn,

    weil nichts da ist das zu gewinnen ist, nichts das wir erwerben können.

    Kein Mein, kein Ich, kein Selbst.

    Der Bodhisattva ist aus der, das Begriffliche, übersteigenden Weisheit heraus.
    Darum ist er im Geist ohne Hindernisse, ohne Hindernisse heißt ohne Angst.

    Jenseits der Täuschungen und Vorstellungen,

    wenn alles gesagt und getan ist, ist Nirwana endlich erreicht.

    Alle Buddhas der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

    existieren aus dieser, das Begriffliche, übersteigenden Weisheit heraus

    und erlangen unübertroffene vollkommene höchste Erleuchtung.

    Bodhisattva spricht:

    Ich erkenne die, das Begriffliche, übersteigende Weisheit

    gate gate paragate parasamgate bodhi svaha

    ist das Höchste Mantra,

    ist das unübertreffliche Mantra,

    dass Leiden vollkommen beseitigt.

    Die Wahrheit ohne jeden Fehler.

    gate gate paragate parasamgate bodhi svaha

    Lehrrede von der essenziellen, das Begriffliche, übersteigenden Weisheit.

  • Horin
    Reaktionen
    581
    Punkte
    5.481
    Beiträge
    965
    Mitglied seit
    6. Mai 2017
    • 25. Juni 2020 um 11:40
    • #98

    Letztlich denke ich, ist es sinnlos durch rezitieren oder Kalligrafie des Sutras oder Mantras einen Lohn zu erwarten, Heilsamkeit kann sich nur durch die korrekte Geisteshaltung manifestieren. Und dies ist eben jene welche sich auch in der Zazenpraxis ausdrückt und in Bewegung, sei es Kinhin, Oryoki, Samu oder alle anderen Handlungen weiterführt. Und so wird auch die Praxis von Nianfo nur heilsam und SINNvoll sein, wenn es voll und ganz hier und jetzt praktiziert wird, wenn Praxis und Realisation mit einander verschmilzen

    Den Schmetterling des Zen im Netz des Verstandes zu fangen; machen wir uns das klar, dass das nicht geht

    Einmal editiert, zuletzt von Horin (25. Juni 2020 um 11:58)

  • CCC
    Reaktionen
    1.697
    Punkte
    10.116
    Beiträge
    1.669
    Mitglied seit
    15. Juli 2016
    • 25. Juni 2020 um 11:45
    • #99

    Es ist sinnlos, wenn man sich für das Mantra nicht öffnet.

    Aber wenn man damit in Resonanz gehen kann, kann es sehr unterstützend sein, jedenfallls erlebe ich das so.🙏

  • Schmu
    Reaktionen
    2.965
    Punkte
    19.535
    Beiträge
    3.261
    Mitglied seit
    6. Oktober 2019
    • 25. Juni 2020 um 12:14
    • #100

    Es gibt verschiedene Aspekte und damit auch unterschiedliche Zugänge, nicht nur zum Herzsutra, sondern zur gesamten Buddhalehre überhaupt. Hier kommt für mich das ins Spiel, was man Persönlichkeitsmerkmale nennt. Dafür gibt es mit Sicherheit Entsprechungen in der buddhistischen Psychologie, mit denen ich aber weniger vertraut bin.

    Das hat zur Folge, dass man sich hier nur bedingt gegenseitig versteht, und dass man vielleicht sogar den Eindruck hat, dieser oder jener Teilnehmer hier versteht es nicht richtig, an seiner Herangehensweise ist etwas falsch.

    Wir haben alle den jeweiligen Aspekt der anderen Sichtweise, nur dass dieser weniger im Vordergrund steht. Praxis, Theorie, Zazen, Rezitieren: das sind alles verschiedene Aspekte des Sich-Annäherns. So entstehen auch verschiedene buddhistische Richtungen, je nachdem zu welchem Aspekt die jeweilige Gemeinschaft den besten Zugang hat.

    Um nochmal auf Almaas zurückzukommen, in Bezug auf Schüler-Lehrer: Er gibt zu bedenken, dass die Qualität eines Lehrers nicht nur von dessen Grad des Erwachens abhängt, sondern auch von seiner Fähigkeit, sich in seine Schüler hineinzuversetzen (Stichwort: Mitgefühl), und zu erkennen, was genau diesen oder jenen Schüler in diesem Augenblick weiterbringt und die nächste Tür öffnet. Das kann bei einem Schüler dieses sein, und bei einem anderen Schüler etwas ganz anderes.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

Ähnliche Themen

  • Lesegruppe: Übersichts-Thread

    • xiaojinlong
    • 3. Juni 2020 um 17:54
    • Chan/Thien/Seon/Zen - Buddhismus
  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download