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Tibetischer Buddhismus „Selbststudium“ Hilfe

  • Yasuo
  • 5. April 2020 um 22:53
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    • 18. Mai 2026 um 12:48
    • #26

    Yasuo :


    Was meine Praxis betrifft, das soll ja hier nicht im Vordergrund stehen.

    Allerdings hat sich das aus dem Gespräch so ergeben.


    Wichtig ist mir nach wie vor, hervorzuheben, dass die von verrückter-narr empfohlenen Bücher zu studieren nur Sinn macht, wenn man mit dem Grundgerüst vertraut ist, da man nur so damit etwas anfangen kann, und es war und ist mir ein Anliegen, darauf hinzuweisen, dass von den vielen Büchern, die mir diesbezüglich begegnet sind, das Buch "Grundlagen Tibetischer Mystik" von Lama Anagarika Govinda das einzige seiner Art ist, das ein wohlsortiertes Gerüst der Grundlagen rüberzubringen imstande ist.

    In diesem Zusammenhang wies ich außerdem darauf hin, dass man das noch optimieren kann, wenn man dieses Buch zusammen mit "Gleich dem Lotos" von Eugen Schnurr studiert.


    Mehr wollte ich ursprünglich gar nicht dazu sagen.


    Speziell für Dich fiel mir allerdings noch ein, in Kurzform auf die Ähnlichkeit des Dzogchen mit dem Zen hinzweisen, doch auch die Unterschiede anzumerken.

    Verlange nicht, dass alles so geschieht, wie du es wünschest,
    sondern wolle, dass alles so geschieht, wie es geschieht,
    und es wird dir gut gehen.
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    • 18. Mai 2026 um 16:28
    • #27

    @Yuasuo.

    Hi,


    ich habe das Buch vor langer Zeit gelesen. Es geht dort nicht ausführlich um Zen oder Dzogchen, sondern eher um die Meditation auf bestimmten Chakras, also darum, diese sehr gut visualisieren zu können. Der Autor ist begeistert von Avalon, der die Kundalini-Kraft für den Westen entdeckt haben soll. Auch gibt es im ganzen Buch sehr viele Hinweise auf Yoga und auf all diese geheimen Kanäle des sogenannten feinstofflichen Körpers, der übrigens wissenschaftlich nicht nachgewiesen ist.

    Das alles war für mich noch nicht so abwegig, aber ich habe dazu auch das Buch von Lama Thubten Yeshe „Inneres Feuer“ gelesen. Dort geht es schon detaillierter um diese Kundalini und besonders um die Sexualität, die transformiert werden soll.

    Und weiter: All das kann man — mit gewissen Abweichungen bei der Bihar School of Yoga — auch in der Hatha-Yoga-Pradipika finden. Also es kann schiefgehen, wenn man so etwas praktiziert.

    Im Vajrayana gibt es eine ziemlich beträchtliche Zahl an Nebenwirkungen bei dieser Art von Praxis, und auch der sexuelle Missbrauch ist dort besonders hoch. Ob es hier einen Zusammenhang mit dieser Kraft gibt oder nicht, sei dahingestellt. Aber ich habe so eine Zeit lang praktiziert und weiß: Das ist im Grunde nicht anders als Yoga, nur in einer anderen Verkleidung — leider ebenfalls mit Nebenwirkungen.

    Ich würde hier eigentlich nicht mehr posten, und ich wollte keine Auseinandersetzungen anfangen. Aber bevor jemand so etwas praktiziert, sollte er gründlich nachdenken, um sich selbst nicht zu schaden.

    Alles Gute.

    P.S. Schau dir die amerikanische Seite von Wikipedia an — Sexualität überall. Das ist also Tantra. Ob es buddhistisch oder hinduistisch ist — dazu sagt der Autor, es sei ursprünglich buddhistisch gewesen. Beim Yoga sollte besonders der Körper absolut rein sein, um mit dieser Kraft zu spielen, denn sie kann den Adepten regelrecht verbrennen. Das ist das, was ich weiß. Denn ich praktiziere Yoga und sehr verschiedene Stile.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

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    • 18. Mai 2026 um 17:34
    • #28

    Von welchem Buch sprichst Du denn hier, Igor?


    Jedenfalls nicht von einem Buch, von dem bei mir hier die Rede ist.

    Wahrscheinlich meinst Du "Die geheimen Dakini-Lehren..." usw., was verrückter-narr empfohlen hat und was mich veranlasst hat, eindringlichst darauf hinzuweisen, dass man für solche Art Bücher die Grundlagen kennen muss, wie sie in "Grundlagen Tibetischer Mystik" von Lama A. Govinda behandelt werden, als eine Landkarte zur Orientierung. Dem einzigen Buch, das in meiner langen "spirituellen Laufbahn" erschien, das imstande war, einen Wegweiser mit klarer Struktur aufzuzeigen durch den Irrgarten der bunten tibetisch-buddhistischen Welt.


    Ich weiß, dass Du von allen möglichen Stichworten animiert und gedrängt bist, das Vajrayana, mehr oder weniger passend, und immer aus Deiner Sicht, beinahe zwanghaft stets mit [entarteter] Sexualität in Verbindung bringst.

    Das ist auch ein Hauptgrund, warum ich vorübergehend hier lange geschwiegen habe.

    Warum das bei Dir so ist, weiß ich natürlich nicht. Möglicherweise hast Du auf solchem Gebiet traumatische Erlebnisse gehabt.


    Jedenfalls, als Du dann zu allem Überfluss auch noch den unbescholtenen Lama A. Govinda und seine Gemeinschaft als Missbrauchs-Person darstelltest, war meine Schmerzgrenze überschritten und ich zog es vor, mich zurückzuziehen.

    Jetzt hast Du dieses Thema hier gefunden, weil Du alle Themen findest, und nun soll es erneut von vorne losgehen.

    Wenn Du es denn so willst und weiter verletzen willst, indem Du Dich immer derselben Instrumente bedienst, ohne das Ganze von innen zu kennen, dann werde ich mich wieder zurückziehen.

    Das ist sehr traurig, aber ich sehe da keinen anderen Ausweg.


    Wie dem auch sei: als einst Lama A. Govinda von den Eskapaden des Tschögyam Trungpa hörte, regte er sich so auf, dass er einen Schlaganfall erlitt und von da an sich nach der Erholung nur noch im Rollstuhl fortbewegen konnte. Er lebte dann nicht mehr lange und starb 1985. Ich bedaure, dass ich ihn nicht mehr kennenlernen konnte.

    Das sollte Dir hier genügen, wenn Du Takt- und Feingefühl hast.

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  • Igor07
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    • 18. Mai 2026 um 17:42
    • #29
    Amdap:

    Von welchem Buch sprichst Du denn hier, Igor?

    Ich meine dieses Buch.


    Grundlagen tibetischer Mystik 


    LG._()_

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    • 18. Mai 2026 um 17:58
    • #30

    Dann hast Du es gar nicht gelesen.

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    • 18. Mai 2026 um 18:06
    • #31

    Wie du willst, ich brauche mich hier nicht mehr zu verteidigen oder aus dem Buch zu zitieren.
    Ich habe nur gesagt, wie ich das Ganze sehe, aufgrund meines Wissens und auch meiner Praxis in diesem Bereich.
    Das war mein letzter Beitrag hier.
    Du kannst mir egal was unterstellen, dein Recht.
    Jeder kann selbst die eigene Meinung bilden.
    Mehr kann ich nicht hinzufügen.

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    • 18. Mai 2026 um 18:31
    • #32

    :roll::silent::cry:

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    Buddh. Richtung
    Mahayana, Vajrayana
    • 18. Mai 2026 um 19:35
    • #33

    Auch ich habe einst meinen buddh. Weg mit Govindas "Grundlagen Tib. Mystik" angefangen. Und es ist für mich bis heute eine der besten Einführungen in das Thema. Liegt vielleicht daran, dass Govinda Deutscher war und er diesen kritischen Abstand zum Gegenstand der Untersuchung hatte. Das war genau meine Wellenlänge als junger Wissenschaftler. Jedenfalls habe ich damals eine Ahnung erhalten, was diese vielarmigen Gottheiten des Vajrayana mit Buddhas Lehre zu tun haben, und wie die Verbindungspunkte zu Nachbarreligionen zustande kamen.

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    • 19. Mai 2026 um 06:26
    • #34

    Vielen Dank, crocus .

    _()__()__()_


    Ich habe aus gegebenem Anlass nach längerer Zeit gerade wieder reingeschaut.


    Vor allem konnte ich mich nicht erinnern, dass L.A.G., wie Igor schreibt, von A. Avalon "begeistert" gewesen sei. Govinda nennt Avalon im Zusammenhang mit seinen Analysen wenig, mit einer Ausnahme (S. 168), bei der er ausführlich den Unterschied der Zentren psychischer Kraft (Chakren) zwischen der Tradition des Kundalini-Yoga (ab S. 161) - wobei er sich zur näheren Erläuterung zweier zeichnerischer Darstellungen aus Avalons Werk bedient - und dem buddhistisch-tantrischen System erklärt.

    Beide Systeme (Hinduismus: 7 Chakren, Buddhistisches System: 5 Chakren) stammen aus unterschiedlichen spirituellen Kontexten und haben unterschiedliche Zielsetzungen.


    Wichtig ist dabei vor allem:

    1. Das hinduistische Kundalini-System (besonders bei Avalon, "Die Schlangenkraft") ist primär ein aufsteigendes Energie-Modell.

    2. Das tibetisch-buddhistische Chakren- und Nadi-System ist stärker in Meditation, Bewusstseinsintegration und Bodhicitta eingebettet.

    3. Die Chakren sind daher nicht einfach „dieselben Zentren mit anderer Anzahl“, sondern Teil verschiedener spiritueller Landkarten.


    Wir haben das im Orden sogar tabellarisch ausgearbeitet, ich bemühe mich mal hier:

    ThemaHinduistisches Kundalini-Yoga (7 Chakren)Tibetischer tantrischer Buddhismus (meist 5 Chakren)
    GrundmodellAufstieg der Kundalini-ShaktiTransformation von Bewusstsein und subtilen Energien
    HauptbewegungVon unten nach obenSammlung, Integration, oft Rückführung ins Herz
    ZielVereinigung von Shakti und ShivaVerwirklichung von Bodhicitta und Buddha-Natur
    Chakra-ZahlMeist 7 HauptchakrenHäufig 5 Hauptchakren
    HerzfunktionÜbergangsstufeZentrales Integrationszentrum
    SymbolikKosmische EvolutionLeerheit + Mitgefühl
    EnergieverständnisErweckung einer schlafenden KraftArbeit mit Windenergien (prana/lung) und Geist
    PraxisfokusErweckung/AufstiegStabilisierung, Auflösung dualer Wahrnehmung
    Gefahr des VermischensEnergetische DysbalancenVerlust systemischer Kohärenz

    Tantrischer Buddhismus:
    Die Rückführung ins Herzzentrum ist tatsächlich ein zentraler Unterschied. Im Vajrayana — besonders in bestimmten Mahamudra- und Dzogchen-nahen Traditionen — gilt das Herz nicht bloß als eines unter mehreren Zentren, sondern als eigentlicher Sitz der integrierten Erkenntnisnatur. Das entspricht Upeksha/Gleichmut und der Verkörperung der Bodhisattva-Haltung in der Welt.


    Hinduismus:

    Im klassischen Kundalini-Yoga dagegen ist der Höhepunkt oft das Durchstoßen des Scheitelzentrums (Sahasrara), also Transzendenz durch Aufstieg. In nahezu allen buddhistischen Tantras wäre ein bloßes „Hinaufsteigen“ sogar unvollständig, wenn die Erkenntnis nicht wieder in Mitgefühl, Verkörperung und Alltagsbewusstsein integriert wird.


    Hier sehen wir zwischen beiden Übungswegen einen himmelweiten Unterschied, den Igor leider verwischt, da er mit seiner ganz eigenen Botschaft auf sich selbst aufmerksam machen will.


    Igor äußerte, dass es im ganzen Buch sehr viele Hinweise auf Yoga und auf "all diese geheimen Kanäle des sogenannten feinstofflichen Körpers" gebe, "der übrigens wissenschaftlich nicht nachgewiesen" sei.

    Natürlich nicht, und das hat hier ja auch keiner behauptet - Govinda schon gar nicht, wohlgemerkt.

    Hierzu lässt sich ergänzen:

    Auch die unterschiedlichen Farben und Symboliken sind kein nebensächliches Detail. Sie zeigen, dass die Chakren nicht als anatomisch feste „Objekte“ verstanden werden, sondern als funktionale Meditationsfelder innerhalb verschiedener symbolischer Systeme.


    Bei Arthur Avalon (hinduistisch) sieht man sehr deutlich:

    Sanskrit-Tantra,

    Shakti-Metaphysik,

    aufsteigende Schlangenkraft,

    spezifische Bija-Mantras,

    lotosförmige Zentren mit festgelegter "Bütenblätter"-Zahl.


    Im tibetischen System dagegen:

    spielen Kanäle (tsa), Winde (lung) und Tropfen (thigle) oft eine größere Rolle als die Chakren selbst,

    variieren Zahl und Position der Zentren je nach Tantra,

    ist die Symbolik stärker mit Buddha-Familien und Bewusstseinsqualitäten verbunden.


    Im Orden Arya Maitreya Mandala wurde vor Vermischung gewarnt , das entspricht deshalb einer traditionellen Vorsicht. Nicht unbedingt, weil eines „richtig“ und das andere „falsch“ wäre, sondern weil jede Praxis ein in sich geschlossenes psycho-spirituelles System bildet. Wenn man Methoden unterschiedlicher Systeme kombiniert, ohne die jeweilige innere Logik zu verstehen, kann die Orientierung verloren gehen — gerade bei subtilen Energiepraktiken.

    Daher ist von "Yoga und sehr verschiedene Stile" zu praktizieren eindringlich abzuraten.


    Nochmals:

    im tantrischen Buddhismus steht nicht die "Erweckung nach oben" im Mittelpunkt, sondern Integration ins Herz und Umsetzung in Bodhisattvaschaft.

    Dazu haben wir, bevor es "übungstechnisch" ans Eingemachte ging, in einer besonderen Zeremonie die Bodhisattvagelübde abgelegt.

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  • Matthie
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    • 19. Mai 2026 um 06:59
    • #35

    Danke für die Darstellung Amdap.

    Ich finde den Zusammenhang von Yoga und Buddhismus sehr interessant.

    Ich dachte eigentlich das es nur aus dem Hinduismus stammt, da in dem meisten Yogazentren ja eher hinduistische Gottheiten zu finden sind .

    Aber Buddha bediente sich ja auch yogischer Praktiken.

    Hier lerne ich gerade, das Yoga durchaus auch seine Wurzeln in Teilen des Buddhismus hat.

    Macht für mich Sinn.

    🙏

  • JoJu91
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    • 19. Mai 2026 um 08:05
    • #36

    Wenn man von der äusseren Form absieht, den Ritualen u.s.w., und die Essenz betrachtet, sind Zen und Dzogchen sehr gut kompatibel.

    Ich habe die Dzogchen-Meditation in einer Zen-Gruppe praktiziert, weil mir die tibetischen Gruppen in meiner Nähe damals ein wenig unheimlich erschienen.


    Zen und Dzogchen betrachten den wachen Geist, während er nicht denkt,

    und führen dadurch - hoffentlich - eines Tages zu einem Erwachen durch unmittelbares Erkennen der Geistesnatur.


    :om::zen:

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    • 19. Mai 2026 um 08:06
    • #37

    Vielen Dank für Deine Rückmeldung, Matthie .


    Es ist sehr wichtig, auf diesem Gebiet Unklarheiten aufzulösen.

    Gerade das hat Lama A. Govinda getan, das ist sein Verdienst.


    Schaut man auf den riesigen esoterischen Markt, so sträuben sich einem die Haare.

    Daher bin ich froh, dass es solche sachlichen Bücher gibt, vor allem, dass sie schon in der Frühzeit der Bekanntwerdung tantrischer Methoden in der westlichen Welt erschienen.

    Trotzdem schützt das ja nicht vor Missbrauch durch ganz eigene Herangehensweisen und Interpretationen, wie gerade hier an einer Beispielperson gesehen.

    Doch wer aufrichtig und behutsam nach Klarheit sucht, nach einer "spirituellen Landkarte" zur Orientierung, der findet sie auch.


    Es liegt bei jedem in dessen eigener Verantwortung, wie er/sie mit den Inhalten umgeht.


    ----------------------------------------


    Der Buddhismus hat auf seiner Wanderschaft in andere Länder ziemlich Vieles, was dort vorhanden war, assimiliert.


    Ja, Yoga spielt auch eine Rolle im Buddhismus, aber nicht überall. Jedenfalls, das war dem Buddha nicht fremd, immerhin ist der Buddha in hinduistischer Kultur aufgewachsen und mit Sicherheit hat er auf seinem spirituellem Weg Yoga geübt (wir Westler verstehen landläufig das darunter, was eine bestimmte Sparte im Yoga ist: Hatha-Yoga).

    Was den Yoga im tantrischen Buddhismus betrifft, da ist es noch ein bisschen anders gekommen, Ich will hier aber nicht die zwei Ausbreitungswellen, die stark von der damaligen Politik beeinflusst waren, aufdröseln. Sondern es geht mir vor allem darum, dass im Wesentlichen den tantrischen Buddhismus hier geprägt haben:

    Yogamethoden aus Indien, und vorhandenes Bön, das damals ziemlich schamanistisch geprägt war.

    Die Yogamethoden wurden integriert, aber das ist nicht ganz der richtige Ausdruck, sondern es gab jahrhundertelang eine gegenseitige Wechselwirkung und Beeinflussung; wichtig ist aber zu sagen: das Gerüst, auf dem sie basierten, war ein anderes (siehe mein Post Nr.#34).

    Interessanterweise blieb dadurch auch der Hinduismus nicht unbeeinflusst, Letztendlich kann man beides historisch nicht mehr präzise nachverfolgen - die Methoden hat sich sozusagen gegenseitig befruchtet. Trotzdem ist es heute so (da vergegenwärtigst Du Dir am besten meine Tabelle in #34), dass beide eigene Systeme sind.

    Über das Bön kann man heute nicht mehr sagen, dass es sich maßgeblich am Schamanismus orientiert, denn auch hier haben sich Bön und Buddhismus gegenseitig gestärkt und beeinflusst. Einiges im Buddhismus stammt eindeutig aus dem Bön, z. B. das Staatsorakel des Dalai Lama, oder solche geflochtenen Häuschen, um "Geister zu fangen", oder ähnlich geflochtene Amulette usw. Geht man aber heute auf ein Bön-Kloster zu, denkt man auf den ersten Blick, es sei ein buddhistisches Kloster. Erst auf den zweiten Blick merkt man, dass es anders ist: die Statuen und Thankghas z. B., oder dass das Umkreisen eines heiligen Monuments nicht rechtsherum, sondern linksherum zu vollziehen ist. Auch das Grundmandala ist ganz anders, jedoch nach gleichen Prinzipien aufgebaut, und mit Äquivalenten zu den Dhyani-Buddhas.

    Der Dalai Lama hat das Bön als fünfte Tibetische Linie anerkannt.


    Nun, das sollte hier erstmal als Anregung genügen.

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    • 19. Mai 2026 um 08:08
    • #38
    JoJu91:

    Wenn man von der äusseren Form absieht, den Ritualen u.s.w., und die Essenz betrachtet, sind Zen und Dzogchen sehr gut kompatibel.

    Ich habe die Dzogchen-Meditation in einer Zen-Gruppe praktiziert, weil mir die tibetischen Gruppen in meiner Nähe damals ein wenig unheimlich erschienen.


    Zen und Dzogchen betrachten den wachen Geist, während er nicht denkt,

    und führen dadurch - hoffentlich - eines Tages zu einem Erwachen durch unmittelbares Erkennen der Geistesnatur.


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    Das hast Du bestens auf den Punkt gebracht,

    wenn auch dabei die "Geschmäcker" und "Nuancen" sich unterscheiden!

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  • Igor07
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    • 19. Mai 2026 um 09:45
    • #39

    Ach ja, zum Bon gibt es auch das Buch: „Den feinstofflichen Körper aktivieren“, also wieder diese Winde, Chakras und Visualisationen. Das hat mit dem Buddhismus wenig zu tun, aber mit Yoga.

    Nicht dasselbe wie die Sechs Yogas von Naropa, aber fast.

    Einige User warnen auf Amazon davor, das alles alleine zu praktizieren. Das wollte ich wieder unbedingt zur Sprache bringen. Wegen dieser Wind-Energien, die außer Gleichgewicht geraten können.

    Dann leiden selbst sehr erfahrene Praktizierende manchmal viele Jahre, aber die westliche Medizin kann nichts finden. Der Dalai Lama wollte darüber nicht reden, als er von W. Britton darauf angesprochen wurde.Dalai Lama Presentation: Mind and Life XXIV Das war’s.

    Ich denke, wenn es nur um das Lesen und Studium geht, dann ist es OK, aber man sollte tausendmal abwägen, ob er das Ganze wirklich praktizieren sollte.

    Gute Reise, Ironie.


    Das sollte jeder eigentlich wissen:


    Cheetah House | Help for Meditators In Distress
    Counseling, resources and support for meditators experiencing adverse effects.
    www.cheetahhouse.org


    Zitat

    Die möglichen Nebenwirkungen der Meditation sind von der breiten Öffentlichkeit weithin unbekannt und werden oft missverstanden, nicht identifiziert und unbehandelt.

    Gerade bei dieser Richtung ist es echt alarmierend und stellt das echte Problem dar.


    Siehe zum Vergleich:


    Inneres Feuer - Eine Meditationspraxis aus den 6 Yogas von Naropa

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

    3 Mal editiert, zuletzt von Igor07 (19. Mai 2026 um 10:12)

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    • 19. Mai 2026 um 10:58
    • #40

    Igor, das haben wir von Dir nun schon zum X-ten Mal gehört.


    Keiner hier ist blind oder schwerhörig.


    Wenn Du damit ein schwerwiegendes Problem hast, wäre es nicht verkehrt, professionelle Hilfe zu suchen.

    Aber bei diesem Thema ist Deine Abschweifung auf immer wieder Dasselbe fehl am Platze.

    Es wäre besser, sachliche Diskussionen auch sachlich zu lassen und sich nicht immer mit einem persönlichen Problem, auch noch grell-plakativ, einzumischen und zu stören. Nur bei einem kleinen Stichwort (hier: "Bön", das ich kurz mit einbezogen hatte) bist Du schon wieder so getriggert, dass Du sofort alles aufmischen musst.

    Übe doch mal Selbstbeherrschung, das ist eine hohe Tugend auf dem buddhistischen Pfad. Das ist doch nicht zu viel verlangt, das gehört zu den Grundübungen.


    Davon mal abgesehen:

    "Den feinstofflichen Körper aktivieren" von Tenzin Wangyal Rinpoche, das Buch besitze ich selbst auch. TWR ist ein hoch anerkannter und respektierter Meister.

    Hier allerdings geht es um ein ganz anderes Thema. Bitte respektiere das und lass ein für allemal diese sachliche Diskussion hier in Ruhe.


    Im Übrigen erinnere ich daran, dass Du (Deine Antwort Nr.#31) keine weiteren Beiträge mehr schreiben wolltest, doch hier wirfst Du das schon nach kurzer Zeit wieder über den Haufen. Sei doch konsequent. Konsequenz ist die Schwester der Selbstbeherrschung.

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    • 19. Mai 2026 um 11:12
    • #41

    Ich wollte einfach über alle möglichen Gefahren hinweisen, die alle unter dem Teppich gekehrt sind, auch von dem Dalai Lama, denn so viele Leute, die das lesen, sollten das ganze Bild sehen und keine trockene Theorie.

    Deswegen: Wenn ich etwas wichtig finde und du dich auf mich beziehst, dann würde ich weiter schreiben.

    Und über diese geheimen Chakren und darüber, wie der Schüler nur auf den Lehrer hören sollte, geht es in dem letzten Buch, also darum, unterwürfig zu sein. Das stellt eindeutig den Boden für Missbrauch dar.

    Also bitte, das ist mein Recht. Genauso wie deins, das Ganze so eindeutig und voreingenommen darzustellen.

    Und immer auf mich als Person abzuschießen – das mache ich nicht. Schlüsselwort: rechte Rede.


    Zitat

    Wenn Du damit ein schwerwiegendes Problem hast, wäre es nicht verkehrt, professionelle Hilfe zu suchen.

    Aber bei diesem Thema ist Deine Abschweifung auf immer wieder Dasselbe fehl am Platze.

    Es wäre besser, sachliche Diskussionen auch sachlich zu lassen und sich nicht immer mit einem persönlichen Problem, auch noch grell-plakativ, einzumischen und zu stören.

    Das alles sind persönliche Unterstellungen, aber keine sachliche Diskussion, über welche du hier redest. Eigentlich sollte ich das alles melden, denn es ist eindeutig ein Verstoß gegen die Forum-Regeln.


    "Es ist euch insbesondere untersagt
    - beleidigende oder unwahre Inhalte zu veröffentlichen; "


    "Ein freundlicher und respektvoller Umgang in einer Gemeinschaft ist unabdingbar und diesen setzen wir voraus. Behandelt somit jeden wie ihr selbst auch behandelt werden möchtet. Beleidigungen u. Ä. werden hier nicht geduldet und sanktioniert. "


    Also bitte...

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    Einmal editiert, zuletzt von Igor07 (19. Mai 2026 um 11:26) aus folgendem Grund: Korrigiert und ergänzt.

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    • 19. Mai 2026 um 11:14
    • #42

    Igor07 :


    Jaaa.

    Aber es reicht jetzt wirklich.

    Zum X-ten Mal,

    und Punkt.

    Verlange nicht, dass alles so geschieht, wie du es wünschest,
    sondern wolle, dass alles so geschieht, wie es geschieht,
    und es wird dir gut gehen.
    Epiktet

  • void
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    • 19. Mai 2026 um 22:15
    • #43

    Während der Theravada-Buddhismus stark auf dem Studium des Pali-Kanons basiert, ist es doch bei Vajrayana so, dass dieser auf einer tantrischen Praxis beruht, bei der sämtliche Schulen des tibetischen Buddhismus übeteinstimmend sagen, dass diese auf die Übertragung durch eine qualifizierte Lehrperson

    angewiesen ist, um Probleme zu vermeiden.


    Allerdings gibt es im tibetischen Buddhismus auch eine theoretische Annäherung durch den Lamrim. z.B in den Werken von Gampopa ( "Der kostbare Schmuck der Befreiung und Tsongkhapa (" Die große Abhandlung über die Stufen des Pfades zur Erleuchtung (Lamrim Chenmo)"


    Von daher würde dich jeder dazu raten, eben Kontakt zu einer buddhistischen Tradition aufzubauen.

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    • 20. Mai 2026 um 06:00
    • #44
    void:

    Während der Theravada-Buddhismus stark auf dem Studium des Pali-Kanons basiert, ist es doch bei Vajrayana so, dass dieser auf einer tantrischen Praxis beruht, bei der sämtliche Schulen des tibetischen Buddhismus übeteinstimmend sagen, dass diese auf die Übertragung durch eine qualifizierte Lehrperson

    angewiesen ist, um Probleme zu vermeiden.


    Allerdings gibt es gerade im Gelug auch eine theoretische Annäherung durch den Lamrim z.B in den Werken von Gampopa ( "Der kostbare Schmuck der Befreiung und Tsongkhapa (" Die große Abhandlung über die Stufen des Pfades zur Erleuchtung (Lamrim Chenmo)"


    Von daher würde dir jeder dazu raten, eben Kontakt zu einer buddhistischen Tradition aufzubauen.

    Alles anzeigen

    Es scheint so, dass Yasuo sich nur informieren wollte, da er im Zen verankert ist.

    Hat allerdings zurzeit keinen Lehrer, falls das noch aktuell ist.

    Und Du schreibst: "...ist es doch bei Vajrayana so, dass dieser auf einer tantrischen Praxis beruht, bei der sämtliche Schulen des tibetischen Buddhismus übereinstimmend sagen, dass diese auf die Übertragung durch eine qualifizierte Lehrperson angewiesen ist, um Probleme zu vermeiden."

    Hierzu möchte ich daran erinnern, dass ich (siehe auf S. 1, Beiträge Nr. #18/20) geschrieben habe, dass ich selbst gerade keinen Lehrer habe. Formell habe ich zwar einen, aber nicht wirklich. Das hat sich aus meinen Erfahrungen, und den Gesprächen mit dem Lehrer, so ergeben; wir redeten immer aneinander vorbei. So sehe ich mich auf dem spirituellen Weg wie das "einsame Nashorn" (Khaggavisana Sutta); gemeint ist die radikale Unabhängigkeit des spirituell Suchenden - frei von Anhaftung, Streit und sozialer Verstrickung.

    Meine "Problemvermeidung" besteht gerade in dem Abstand. Falls "mein Lehrer" glaubt, er sei mein Lehrer: innerlich habe ich mich von ihm längst verabschiedet.


    Und JoJu91 schrieb, dass er eigentlich Dzogchen praktizier(t)e - welches die vorherrschende Praxis bei den Nyingmas (und Bön) ist - , dass er aber lieber zum Praktizieren in eine Zen-Gruppe ging, weil ihm die tibetischen Gruppen in seiner Nähe irgendwie unheimlich erschienen.

    Warum eigentlich, JoJu91 ?

    Wie ich bereits schrieb, unterscheiden sich Zen und Dzogchen doch gewissermaßen, hier kurz auf den Punkt gebracht:

    Zen: direkte Einsicht in die Natur des Geistes durch stilles Sitzen, Achtsamkeit und oft strenge Praxis — „einfach sitzen“.

    Dzogchen: unmittelbares Erkennen des bereits vollkommenen ursprünglichen Gewahrseins (Rigpa) - üblicherweise durch direkte Einführung eines Lehrers.

    Als "Kurzform von der Kurzform" könnte man sagen: Zen betont das Durchdringen durch Praxis; Dzogchen das unmittelbare Erkennen dessen, was schon da ist.


    Jedoch, void , wie kommst Du auf Gampopa, im Zusammenhang mit den Gelugs?

    Gampopa war ein großer Lehrer der Kagyü-Schule und ein Hauptschüler von Milarepa. Er verband dessen Mahamudra- und Meditationsübertragung mit den klösterlichen Lehrtraditionen. Dadurch wurde er zu einer Schlüsselfigur der späteren Kagyu-Traditionen.

    Verlange nicht, dass alles so geschieht, wie du es wünschest,
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  • Igor07
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    • 20. Mai 2026 um 06:36
    • #45
    crocus:

    Jedenfalls habe ich damals eine Ahnung erhalten, was diese vielarmigen Gottheiten des Vajrayana mit Buddhas Lehre zu tun haben, und wie die Verbindungspunkte zu Nachbarreligionen zustande kamen.

    Lama Thubten Yeshe gehört bestimmt zum Vajrayana, aber er lehrt nichts anderes als Kundalini-Yoga. Damit die Leute nicht denken, dass das Thema etwas mit mir persönlich zu tun hat, zitiere ich aus dem Buch „Das Innere Feuer“ von Lama Thubten Yeshe:


    So lese ich auf Seite 190:

    „Diese Hitze-Explosion bringt daraufhin immer noch mehr Kundalini zum Fließen.“


    Weiter wird erklärt, wie der Praktizierende atmen sollte. Diese Übung gibt es auch im Yoga: Nach dem Einatmen soll man diese Energie nach unten drücken.

    Auf Seite 191 lese ich:

    „Das innere Feuer explodiert nun mit derartigen Intensität, dass es den Zentralkanal hinauflodert, Herz- und Kehlchakra durchdringt und das Scheitelchakra erreicht.“


    Weiter geht es um die enorme Glückseligkeit und darum, wie man damit umgehen sollte.

    Da sage ich, dass es eins zu eins Kundalini-Yoga ist und sogar gefährlich sein kann (für die Lunge oder das Herz usw.), denn alles, was nicht ins Modell passt, wird dann vom Lehrer einfach mit „mach weiter“ erklärt. Es beschleunige angeblich die Reinigung.



    Und die Sechs Yogas von Naropa gibt es ebenfalls im Buch von Lama Anagarika Govinda.


    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

    Einmal editiert, zuletzt von Igor07 (20. Mai 2026 um 06:42)

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    • 20. Mai 2026 um 06:42
    • #46

    Igor, ich gehe jetzt raus.

    Treib Deinen Schwurbelspaß hier alleine weiter.

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    • 20. Mai 2026 um 08:32
    • #47
    Amdap:

    Und JoJu91 schrieb, dass er eigentlich Dzogchen praktizier(t)e - welches die vorherrschende Praxis bei den Nyingmas (und Bön) ist - , dass er aber lieber zum Praktizieren in eine Zen-Gruppe ging, weil ihm die tibetischen Gruppen in seiner Nähe irgendwie unheimlich erschienen.

    Meine Dzogchen-Methode hatte ich aus dem "Tibetischen Buch vom Leben und Sterben", Kapitel "Meditation (im Dzogchen)": Betrachte die wache Lücke zwischen zwei Gedanken ...


    Meine Zen-Methode war Shikantaza, also Meditieren ohne Methode, das wache, direkte, nicht-denkende Betrachten des meditierenden Geistes selbst. Mit zunehmender Übung und Klarheit erscheint in der immer längeren und immer wacheren Lücke zwischen zwei Gedanken das "Hishiryo-Bewusstsein", das ursprüngliche Gewahrsein, die Natur des Geistes.


    "Wenn der (kleine) Geist bei nichts verweilt, erscheint der Wahre Geist"

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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