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  1. Buddhaland Forum
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Skandhas

  • Daoist
  • 5. März 2020 um 14:19
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1. offizieller Beitrag
  • Daoist
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    • 5. März 2020 um 14:19
    • #1

    Wie ist das eigentlich aus buddh. Sicht: Habe ich Skhandas oder bin ich Skhandas?

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 5. März 2020 um 14:31
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    Es ist beides sehr irreführend. Ich würde es so ausdrücken: Skadhas sind Prozesse die eine Ich-Illusion hervorbringen. Diese Ich-Illusion ist aber nicht nur eine "bloße" Illusion sondern funktioniert auch als ein organsiierendes Prinzip. Von daher kann sie "wirken".

    Bei manchen Touristenorten werden die Besuchergruppen dadurch zusammengehalten, dass einer von ihnen ein rotes Fähnchen trägt. Das rote Fähnchen ist ein Mittel um zusammezuhalten und zu koordinieren. Man könne auch etwas beliebiges anderes wie einen auffälligen Hut nehmen. Es hat also mehr durch die Wikrung die sich daraus ergibt Bedeutung. Sowohl die Vorstellung, dass einem Fähnchen eine Besuchergruppen gehört als auch dass ein Fähnchen eine Besuchergruppe hat, klingt komische und irreführend.

  • Aravind
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    • 5. März 2020 um 14:49
    • #3
    Daoist:

    Wie ist das eigentlich aus buddh. Sicht: Habe ich Skhandas oder bin ich Skhandas?

    IMHO macht diese Frage aus buddhistischer Sicht einfach keinen Sinn. Es ist nicht das Ziel, ontologische Aussagen zu machen, sondern Aussagen über Wahrnehmung und ihrer Interpretation.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Daoist
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    • 5. März 2020 um 15:08
    • #4

    Oh, es ist ganz pragmatisch, weniger ontologisch. Wenn ich Gefühle bin, ist der Umgang sicher ein anderer (weniger dissoziativ) als wenn ich sie habe.

  • Aravind
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    • 5. März 2020 um 15:37
    • #5
    Daoist:

    Oh, es ist ganz pragmatisch, weniger ontologisch. Wenn ich Gefühle bin, ist der Umgang sicher ein anderer (weniger dissoziativ) als wenn ich sie habe.

    Ich weiß, die Frage klingt harmlos. Das Problem an dieser Frage ist, was "bin" und "haben" und "ich" bedeuten sollten. Da kommt man ohne ontologische Deutung kaum zurecht.

    Negierend gibt es dazu natürlich Aussagen (aus dem Kopf): "das bin nicht Ich, das ist nicht mein". So gesehen weder/noch.

    Liebe Grüße,

    Aravind

  • Helmut
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    • 5. März 2020 um 16:29
    • #6
    Daoist:

    Wie ist das eigentlich aus buddh. Sicht: Habe ich Skhandas oder bin ich Skhandas?

    Die logisch-philosophische Fragestellung, die hinter deiner Frage steht, wird in den buddhistischen Lehrmeinungssystemen unterschiedlich beantwortet. Es gibt zum Beispiel das Lehrmeinungssystem der Vaibhasikas in dem vertreten wird, dass die Person die fünf Skandhas ist. Aber es gibt auch andere Auffassungen. Also die eine richtige buddhistische Antwort auf deine Frage gibt es nicht.

    Bei diesen beiden Fragen geht es ja um die Beziehung zwischen der Person und den fünf Skandhas, denn die Person wird ja in Abhängigkeit von den Skandhas benannt. Aus der Perspektive des Madhyamaka sind beide Aussagen falsch, weil sie logisch nicht haltbar sind.

    Habe ich Skandhas bedeutet ja ich bin als Person der Besitzer der fünf Skandhas. Bin ich als Person die Skandhas bedeutet ja die Person und die Skandhas sind identisch.

    Im ersten Fall würde dies bedeuten, die Person und die Skandhas wären so verschieden voneinander wie der Autobesitzer und sein Auto. Wenn die Person und die Skandhas identisch wären wie im zweiten Fall, dann könnte man die Person und die Skandhas nicht voneinander unterscheiden. Wenn die Person die Skandhas ist, dann ergebe sich außerdem, dass jemand eine fünffache Person sein muss, weil es fünf unterscheidbare Skandhas gibt. Oder umgekehrt, weil es nur eine Person gibt, müssten die fünf unterscheidbaren Skandhas zu einem Skandha zusammenfallen.

    Gruß Helmut

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Noreply
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    • 5. März 2020 um 16:37
    • #7

    Bei mir setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch das Skhanda das Unbewusste ist.

    Dieses Unbewusste erscheint eben durch die Teile die beschrieben sind.

    Körperliches, Wahrnehmen, empfinden, Gestallten von Aktion und Reaktion/Verhaltensmuster, Erinnerungssuchlauf(Bewusstsein).

    Skhanda ist also eng mit den körperlichen Gegebenheiten verbunden und ist soweit ich das betrachten kann in fast jedem fühlenden Wesen vorhanden. In Säugetieren und Vögeln bin ich mir sicher.

    Wenn Du keine Person bist bist Du Skhanda, weißt auch nichts von Skhanda, ist eine Person da hast Du Skhanda.

    Genau da setzt Buddha mit seiner Lehre an.

    Eine Person sagt sie hat Skhanda. (Beachte die beschriebenen Teil der Skhanda)

    Und nur eine Person kann das. Nur sie kann etwas als mein, ich, mein Selbst bezeichnen und so auch haben.

    Helmut kann sagen das er Helmut heißt, also auch Helmut hat. Dieses Wesen hier ist Helmut. Eine Person.

    Das das nicht wahr ist interessiert die Person nicht.

    Sie hat einen Körper und dieser Körper lebt in der Welt und weil das so ist hat Helmut diese Erde.


    Worauf Buddha abzielt, die Verminderung von Leiden, wird eigentlich schon klar, wenn man bemerkt wie bescheuert die Aussage ist.

    Das heißt aber nicht das Personen das auch für sich ganz persönlich durchschauen.

    Geht es nämlich um den Besitz einer Person wird das wundervolle Auto zu einem festen Bestandteil dieser Person.

  • mukti
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    • 8. März 2020 um 11:20
    • #8
    Daoist:

    Wie ist das eigentlich aus buddh. Sicht: Habe ich Skhandas oder bin ich Skhandas?

    Weder noch, wie es oft in dem Standardsatz ausgedrückt ist, z.B. in M.62.:


    [lz]

    Was es auch, Rahulo, für eine Form sei, vergangene, zukünftige, gegenwärtige, eigene oder fremde, grobe oder feine, gemeine oder edle, ferne oder nahe: alle Form ist, der Wahrheit gemäß, mit vollkommener Weisheit also anzusehn: 'Das gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst.[/lz]

    So mit den übrigen vier Skhandhas - Gefühl, Wahrnehmung, Gestaltung und Bewusstsein.

    Mit Metta, mukti.


  • Sven
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    • 8. März 2020 um 13:45
    • #9
    void:

    Es ist beides sehr irreführend. Ich würde es so ausdrücken: Skadhas sind Prozesse die eine Ich-Illusion hervorbringen. Diese Ich-Illusion ist aber nicht nur eine "bloße" Illusion sondern funktioniert auch als ein organsiierendes Prinzip. Von daher kann sie "wirken".

    Aus einer Bremse, Rädern Sitzen etc. kann, wenn sie recht zusammengesetzt werden ein Auto entstehen. Dieses schafft ganz andere neue Bedingungen als seine Einzelteile.

    Die Ich-Illusion bringt unter anderem auch die Illusion des Wirkens als Ergebnis aus den Skandhas hervor und verhindert damit wirksam den sonst folgerichtigen Fatalismus. Dies zu durchschauen wird aber natürlich immer schwieriger, denn alle Durchschauenden haben dadurch die Tendenz zum Aussterben.

  • Netsrot
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    • 21. März 2020 um 10:40
    • #10

    Hallo Daoist,

    weder noch. Du bist nicht " deine " Aggregate, noch sind diese in " deinem " Besitz. Ich , Mein ,Selbst , Person sind nicht existierende intellektuelle Konstruktionen , Konzepte. Mein und Ich sind sehr fest installierte Fehleinschätzungen , ein Fehler im System.

  • Aravind
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    • 21. März 2020 um 10:55
    • #11
    Netsrot:

    Hallo Daoist,

    weder noch. Du bist nicht " deine " Aggregate, noch sind diese in " deinem " Besitz. Ich , Mein ,Selbst , Person sind nicht existierende intellektuelle Konstruktionen , Konzepte. Mein und Ich sind sehr fest installierte Fehleinschätzungen , ein Fehler im System.

    Hallo Torsten,

    schön von Dir zu lesen!

    Aravind.

  • Netsrot
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    • 21. März 2020 um 12:48
    • #12

    Danke

    Es fällt mir noch ein Gleichnis ein. Es ist wie ein Schachspiel mit zwei Königen einer Mannschaft. Nicht nur ist dieser König nicht nötig, sondern er behindert auch noch das Spiel

  • Netsrot
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    • 21. März 2020 um 12:50
    • #13

    Die Kunst ist es nun diese falsche Programmierung wieder aus dem System zu entfernen und sofort ist alles klar.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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