1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhistische Schulen/Strömungen
  3. Tibetischer Buddhismus

Leerheit- eigener Zugang ?

  • RolfGe
  • 7. April 2019 um 12:23
  • Zum letzten Beitrag
  • mukti
    Reaktionen
    6.878
    Punkte
    72.968
    Beiträge
    13.001
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 5. Dezember 2019 um 23:58
    • #26
    Ellviral:

    Wichtig ist das "Ich" der Khandha zu erkennen und das "Ich bin..." der Persönlichkeit. Das jenes der Khandha eben kein -bin- hat und das das Ich-bin nur aus sein von Mein, Ich, Selbst besteht, von dem Khandha-Ich vollkommen frei ist. Darum bin ich Dir ja gefolgt das Khandha Ich ist. Doch eben so das dieses ICH frei ist von jeder Form von Mein, Selbst Ich bin.

    Doch dieses Khadha-Ich braucht als Mensch dieses Ich-bin der Persönlichkeit, ansonsten gibt es keine Achtsamkeit, kein Leiden, keine Befreiung vom Leiden. Aber auch das ist eine Illusion. Für einen Menschen gibt es keine Befreiung vom Leiden nur Verminderung des Leiden durch Verminderung von Anhaftungen und durch Förderung von Achtsamkeit auf das was gewesen ist, was ist wie es ist und auf das was möglicherweise erscheinen kann.

    Darum ist es ja gerade so spannend und reizend der Lehre Buddha zu folgen. Bis zu Nibbana und immer wissen das es immer einen Rest von Leiden gibt und sei es der Zwang einzuatmen. Kein fühlendes Wesen kann Leidfrei sein bis es zerfallen ist.

    Die Jagd von fast allen Meistern nach der Leidfreiheit erzeugt Leid, weil es nach dem Weltenlehrer nur im Zerfallen erreichbar ist. Das folgen des Buddha führt zum Erkennen der 4 Wahrheiten und das konsequente sie als wahr und unumstößlich anerkennen. Ich hab keinen Weg gefunden außer mich umzubringen oder umgebracht zu werden oder sterben, der zur Leidfreiheit führt. Jedes Einatmen erinnert mich daran das ich Ausatmen muss um wieder ein zu atmen bis es nicht mehr geht und das bestimmen die Khandha.

    Es muss natürlich klar sein das nur der Mensch wissen kann das er überhaupt atmet. Jedes andere fühlende Wesen weiß das nicht. Jedes fühlende Wesen merkt das was nicht stimmt wenn das Atmen nicht mehr geht aber nur der Mensch kann erkennen das es der Atem ist der nicht stimmt. Atem als wissen ich atme oder werde geatmet oder eben nicht. Um atmen zu erkennen muss es ein ich geben das Atem hat, geatmet wird dieses Ich das hat von den Khandha.

    Bis zu diesem Abschnitt konnte ich folgen, ab da habe ich vielleicht einen etwas anderen Zugang: "Ich bin", das bedeutet im Allgemeinen "ich bin Körper/Geist" (die Khandha). Dass ich unabhängig davon sein könnte (Selbst, Seele, Atman bzw. Atta) kann nur eine Vorstellung, eine Idee oder Glaube sein. Denn unabhängiges Sein ohne Ursache, ohne Bedingtheit, ist nicht erkennbar. Dass ein Selbst sich selbst erkennen könnte ist nicht nachvollziehbar, weil es ein Erkennendes und ein Erkanntes braucht um zu sein - "dies bin ich". So wird es erlebt: dieser Körper/Geist-Organismus, dieser Mensch, das bin ich. Ich bin entstanden, verändere mich und werde vergehen. Oder man denkt das ist mein Körper, ich bin im Körper, der Körper ist in mir - da ist immer ein Erkennendes und ein Erkanntes.

    Dass etwas außerhalb ist das Körper/Geist erkennt, ist eine Idee, eine Annahme. Dass der Körper oder der Geist das Ich ist, ist die gewöhnliche materialistische Annahme. Aber ein Knochen ist kein Ich, ein Gedanke auch nicht, usw., auch nicht alles zusammen. Dieses Ich ist in jedem Fall eine Annahme, eine Vorstellung des Geistes.

    Die Vorstellung ist nicht die Wirklichkeit, dass sie für wirklich gehalten wird ist Unwissenheit bzw. Verblendung. Soweit kann ich das verstehen und damit den achtfachen Pfad praktizieren. Was am Ende des Weges ist, darüber kann ich nachdenken aber erfahren habe ich es nicht. Vielleicht ist die Vorstellung selber nicht die Verblendung, sondern nicht wissen dass es eine Vorstellung ist, das wäre die Verblendung. Der Buddha hat zwischen sich und anderen unterschieden und von sich selber gesprochen, er wusste aber dass er nicht Gautama Siddharta ist. Auf die Frage was er ist hat er geantwortet: Ich bin, ich bin nicht, ich bin und bin nicht, weder bin ich noch bin ich nicht, das trifft alles nicht zu. Oder: Der Erhabene ist nicht aufzufinden.

    Da wäre dann auch niemand da der leidet. Vielleicht geschieht durch Jhana vorübergehend das Erlöschen, oder ganz nah dran.

    Sicher ist jedenfalls dass unangenehme Gefühle sehr viel weniger Leiden verursachen wenn man sie nicht ergreift und nur betrachtet. Es gibt auch eine Lehrrede die besagt dass das Leiden eines Erleuchteten winzig ist verglichen mit dem großen Leiden eines Unerleuchteten. Ich weiß aber jetzt nicht ob damit ein Sotapanna oder noch weiter fortgeschrittener, oder ein Arahant gemeint ist. Es würde wahrscheinlich wieder lange dauern bis ich diese Rede gefunden habe.

    Mit Metta, mukti.


    Einmal editiert, zuletzt von mukti (6. Dezember 2019 um 00:03)

  • mukti
    Reaktionen
    6.878
    Punkte
    72.968
    Beiträge
    13.001
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 6. Dezember 2019 um 10:05
    • #27

    Storl hat wohl einen Zugang zur geistigen Welt, aber einen Zugang zur Leerheit habe ich bei ihm noch nicht bemerkt.

    In der buddhistischen Überlieferung ist ja auch öfter von Naturdevas die Rede, wie ja in den Überlieferungen der gesamten alten Welt. Ich mag das und ich mag den Storl. Aber noch lieber ist mir die Befreiung, weil ja jegliche Art des Daseins mit Unwissenheit und Leid verbunden ist.

    Mit Metta, mukti.


  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 6. Dezember 2019 um 12:10
    • #28

    mukti[lz]

    Bis zu diesem Abschnitt konnte ich folgen, ab da habe ich vielleicht einen etwas anderen Zugang: "Ich bin", das bedeutet im Allgemeinen "ich bin Körper/Geist" (die Khandha). Dass ich unabhängig davon sein könnte (Selbst, Seele, Atman bzw. Atta) kann nur eine Vorstellung, eine Idee oder Glaube sein. Denn unabhängiges Sein ohne Ursache, ohne Bedingtheit, ist nicht erkennbar. Dass ein Selbst sich selbst erkennen könnte ist nicht nachvollziehbar, weil es ein Erkennendes und ein Erkanntes braucht um zu sein - "dies bin ich". So wird es erlebt: dieser Körper/Geist-Organismus, dieser Mensch, das bin ich. Ich bin entstanden, verändere mich und werde vergehen. Oder man denkt das ist mein Körper, ich bin im Körper, der Körper ist in mir - da ist immer ein Erkennendes und ein Erkanntes.[/lz]

    Ja das ist eine Wort Verwirrung. Genau damit hatte ich ein großes Problem, dieses verdammte "Ich".

    Wir verwenden dieses sehr oft, auch für ich bin "dies". Aber dann erscheint die Frage: Wer erkennt das das er Dies ist?

    Da hört dann die Kommunikation auf.

    Das konnte es aber nicht sein. Buddha muss eine Lösung gefunden habe. Das Khandha Sutra SN22 gibt die Antwort. Körperlichkeit, Wahrnehmung, Gefühl, Erinnerungen, Bewusstseinssuchlauf (Suche nach Erinnerungserfahrungen, Bewusst werden von schon mal wohl oder unwohl daraus resultierende automatische Reaktion)

    Da ist tatsächlich ein Ich bin, sonst kann sich kein Tier wirklich individuell verhalten. Aber eben kein Erkennen von Ich bin Dies. Ich bin Mensch, Ich bin Helmut.

    Wir sind uns also einig. Ich hab aber eben das "bin" bei, "Ich" Khandha weggenommen, weil ich als Mensch das eben nicht bin/sein kann weil ich die Khandha nicht als Mein, Ich bin Khandha, oder Khandha ist Mein Selbst, wohl bezeichnen kann, aber eben nicht bin.

    Ich kann jetzt aber auch nicht "Ich bin" da verwenden weil dann sofort die Person Mensch eingreift und die Khandha doch als sein in Anspruch nimmt. Durch nur Ich hab ich auch für mich diesen Weg verschlossen. Mein Verstehen heute ist das Khandha "Ich" IST, aber eben nie von der Person ergreifbar, als ich habe, bin, mein Selbst.

    Darum gibt es so viele Sutra die sich mit dem Ergreifen, festhalten von Khandha beschäftigen. Es ist sehr schwer zu erfassen. Denn es ist ja unbezweifelbar das Helmut auch Khandha sein muss denn sonst würde Helmut nicht sein was er ist. Ich, Helmut bin Khandha!!!!

    Da ist das wieder richtig.

    Helmut als Person glaubt aber das er Wahr-nimmt, Seine Erinnerungen/Gestattungen ist und das er sich wollend erinnern kann. Helmut leidet weil er das eben nur glaubt zu können und nicht erfasst das er das eben nicht wirklich ist. Das er bestimmt was er wahrnimmt, was er fühlt, das das seine Erinnerungen sind, das er sich selber bewusst ist. Weil er nicht erkennt das sein Person-sein nur eine Illusion ist verbindet er er sich mit den Khandha und schafft sich so eine Rechtfertigung das er eben ist was er ist. Der Persönlichkeitsglaube erscheint in dem Augenblick indem das ICH Khandha in der Lage ist sich als Namen zu erkennen und dieser Name bildet dann die Person. Die gebildete Person ist nie Khandha aber eben ohne diese nicht möglich.

    Das ist das nama rupa Problem. nama ist Person/Name/Begriff und rupa ist Khandha als Ganzes eben rupa und nicht nur Khandha. nama rupa wird Bewusstsein und dieses Bewusstsein nimmt sich als nama rupa wahr aber dann ist nama rupa einen Begriff und die weitere Kette arbeitet dann nur noch mit Begriffen und genau das erzeugt Leiden weil der Begriff nicht mehr frei von Khandha erkannt werden kann. Kummer ist ein Leiden durch Begrifflichkeiten und ein Leiden der Khandha. Kummer kann von den Khandha ausgehen und auf Person wirken und kann von der Person auf Khandha wirken. Wenn das nicht so ist, ist Kummer nicht zu vermindern. Es kann nicht erkannt werden das das nicht MEIN Kummer ist sondern das Kummer eigentlich nur Unwohl ist.

    ES ist sehr schwer in Worte zu fassen aber ohne Worte kann Erleben nicht erscheinen weil Erfahren erst durch nicht mehr Gedanken haben sein kann.

  • mukti
    Reaktionen
    6.878
    Punkte
    72.968
    Beiträge
    13.001
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 6. Dezember 2019 um 12:45
    • #29
    Ellviral:

    Genau damit hatte ich ein großes Problem, dieses verdammte "Ich".

    Wir verwenden dieses sehr oft, auch für ich bin "dies". Aber dann erscheint die Frage: Wer erkennt das das er Dies ist?

    Da ist niemand mehr dahinter der erkennt dass er "dies" ist. Das Bewusstsein ist über etwas bewusst - bzw. erkennt Körper/Geist. Aufgrund von Unwissenheit und Begehren entsteht die Ich-Vorstellung, das ist alles.

    Mit Metta, mukti.


  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 6. Dezember 2019 um 13:08
    • #30

    [lz]

    SuttaCentral

    So, Ānanda, bedingen Geist und Körper das Bewusstsein, bedingt das Bewusstsein Geist und Körper, bedingen Geist und Körper die Berührung, bedingt die Berührung das Gefühl, bedingt das Gefühl den Durst, bedingt der Durst das Ergreifen, bedingt das Ergreifen das Werden, bedingt das Werden die Geburt, bedingt die Geburt Alter und Tod, bedingt durch Alter und Tod entstehen Kummer, Jammer, körperliche und geistige Pein, Verzweiflung. So entsteht diese gesamte Masse von Leid.[/lz]

    Hier hatte ich immer das Problem das mein Denken "Gefühl" sofort mit dem der Khandha verband. Das ist so aber nicht erkennbar denn die sind ja schon vor Geist und Körper anwesend. Hier geht es tatsächlich um das Gefühl das die Person hat.

    Ich kämpfe nicht um eine Meinung oder ein Wissen sondern darum es zu durchschauen, heißt das unwohl der Khandha/Intuition wahrzunehmen und nicht einfach dazu sagen, Wird schon passen. Wenn keine Stille erscheint stimmt was nicht und Helmut hat gelernt da ganz genau hinzusehen um sich weder wohl noch unwohl fühlen zu können.

  • mukti
    Reaktionen
    6.878
    Punkte
    72.968
    Beiträge
    13.001
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 6. Dezember 2019 um 13:41
    • #31
    Ellviral:
    [lz]

    SuttaCentral

    So, Ānanda, bedingen Geist und Körper das Bewusstsein, bedingt das Bewusstsein Geist und Körper, bedingen Geist und Körper die Berührung, bedingt die Berührung das Gefühl, bedingt das Gefühl den Durst, bedingt der Durst das Ergreifen, bedingt das Ergreifen das Werden, bedingt das Werden die Geburt, bedingt die Geburt Alter und Tod, bedingt durch Alter und Tod entstehen Kummer, Jammer, körperliche und geistige Pein, Verzweiflung. So entsteht diese gesamte Masse von Leid.

    [/lz]

    Hier hatte ich immer das Problem das mein Denken "Gefühl" sofort mit dem der Khandha verband. Das ist so aber nicht erkennbar denn die sind ja schon vor Geist und Körper anwesend. Hier geht es tatsächlich um das Gefühl das die Person hat.

    Ich kämpfe nicht um eine Meinung oder ein Wissen sondern darum es zu durchschauen, heißt das unwohl der Khandha/Intuition wahrzunehmen und nicht einfach dazu sagen, Wird schon passen. Wenn keine Stille erscheint stimmt was nicht und Helmut hat gelernt da ganz genau hinzusehen um sich weder wohl noch unwohl fühlen zu können.

    Offen gestanden verstehe ich das Problem nicht. Es ist ja in Wirklichkeit nicht mein Denken, nicht mein Gefühl, nicht mein Körper/Geist. Bewusstsein und Körper/Geist bedingen einander, wie der Buddha hier sagt. Keines von den Beiden war zuerst da, es ist immer Erkennen und Erkanntes bzw. Bewusstsein und sein Inhalt zugleich anwesend, das macht das Dasein aus. Was soll vor Geist und Körper anwesend sein?

    Es ist in Wirklichkeit keine Person, die ein Gefühl hat. Die Person ist eine geistige Vorstellung, und diese vorgestellte Person hat Gefühle und Gedanken. In Wirklichkeit ist es nur eine Zusammensetzung von Elementen, keine Person, kein Ich oder Selbst.

    Ja es geht mir auch darum, das zu durchschauen. Wenn das vollkommen so erkannt wäre wie es in Wirklichkeit ist, dann wäre Schluss mit dem Leiden das durch die ständige Veränderung entsteht.

    Mit Metta, mukti.


  • mukti
    Reaktionen
    6.878
    Punkte
    72.968
    Beiträge
    13.001
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 6. Dezember 2019 um 13:48
    • #32
    Lucy:
    mukti:

    Storl hat wohl einen Zugang zur geistigen Welt, aber einen Zugang zur Leerheit habe ich bei ihm noch nicht bemerkt.

    In der buddhistischen Überlieferung ist ja auch öfter von Naturdevas die Rede, wie ja in den Überlieferungen der gesamten alten Welt. Ich mag das und ich mag den Storl. Aber noch lieber ist mir die Befreiung, weil ja jegliche Art des Daseins mit Unwissenheit und Leid verbunden ist.

    Stimmt!

    war für mich

    auch zeitl. vor den dharma Belehrungen.

    Und half, eine größere Perspektive haben zu können, das finde ich einen wichtigen Schritt))

    Alles anzeigen

    War bei mir auch so und es scheint mir ohne dem würde mir von einer ganzheitlichen Sicht was abgehen, auch bezüglich der Buddhalehre. Auf Storl bin ich erst viel später gestoßen, er ist mir eine weitere, willkommene Bestätigung.

    Mit Metta, mukti.


    Einmal editiert, zuletzt von mukti (6. Dezember 2019 um 13:54)

  • Katrin.
    Reaktionen
    495
    Punkte
    3.460
    Beiträge
    589
    Mitglied seit
    19. August 2019
    • 6. Dezember 2019 um 16:17
    • #33
    mukti:

    Ja es geht mir auch darum, das zu durchschauen. Wenn das vollkommen so erkannt wäre wie es in Wirklichkeit ist, dann wäre Schluss mit dem Leiden das durch die ständige Veränderung entsteht.

    mukti:

    Keines von den Beiden war zuerst da, es ist immer Erkennen und Erkanntes bzw. Bewusstsein und sein Inhalt zugleich anwesend, das macht das Dasein aus.

    Ich verstehe nicht, was du da genau durchschauen willst. Erkennen und Erkanntes sind nicht nur zugleich anwesend, sie sind auch nicht voneinander zu trennen, was willst du da noch durchschauen? Wie willst du jemals etwas anders erkennen, als es in Wirklichkeit ist, du kannst gar nicht anders, als die Wirklichkeit erkennen, denn du bist die Wirklichkeit.

  • Helmut
    Reaktionen
    2.761
    Punkte
    16.616
    Beiträge
    2.709
    Blog-Artikel
    4
    Mitglied seit
    7. Mai 2018
    • 6. Dezember 2019 um 16:38
    • #34
    Katrin.:

    Erkennen und Erkanntes sind nicht nur zugleich anwesend, sie sind auch nicht voneinander zu trennen ...

    Aufgrund unserer Unwissenheit, nämlich dass wir glauben die Objekte existieren so wie sie uns erscheinen, erkennen wir eben nicht automatisch, dass dies so ist wie du es schreibst. In den philosophischen Systemen des Nicht-Mahayana gibt Positionen, die besagen, dass das wahrgenommene Objekt und das wahrnehmende Bewusstsein unabhängig voneinander existieren und damit werden sie voneinander getrennt. Diesen Fehler muss man erst einmal erkennen und das ist nicht ganz leicht, wenn man abhängiges Entstehen (pratityasamudpada) mit kausaler Abhängigkeit gleichsetzt was auch viele Buddhisten tun.

    Ich selber kann deiner Aussage problemlos zustimmen.

    Gruß Helmut

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 6. Dezember 2019 um 17:06
    • #35

    Was ist denn der Unterschied zwischen "abhängigem Entstehen" und "kausaler Abhängigkeit"?

  • Helmut
    Reaktionen
    2.761
    Punkte
    16.616
    Beiträge
    2.709
    Blog-Artikel
    4
    Mitglied seit
    7. Mai 2018
    • 6. Dezember 2019 um 17:16
    • #36
    Sherab:

    Was ist denn der Unterschied zwischen "abhängigem Entstehen" und "kausaler Abhängigkeit"?

    Abhängiges Entstehen ist umfassender als kausale Abhängigkeit. Kausale Abhängigkeit ist ein besonderer Fall des abhängigen Entstehens (pratityasamudpada). Weiter Fälle von abhängigem Entstehen sind die Abhängigkeit des Ganzen von seinen Teilen und die Abhängigkeit der Objekte von der Benennung. Als weitere Form von pratityasamudpada findet man auf allen drei Ebenen das Bestehen in gegenseitiger Abhängigkeit.

    Auf der Ebene der kausalen Abhängigkeit bedeutet dies, dass Ursache und Wirkung in gegenseitiger Abhängigkeit bestehen. Ohne Ursache kann man nicht von Wirkung sprechen und umgekehrt. Auf der Ebene der Abhängigkeit des Ganzen von seinen Teilen bedeutet dies, dass das Ganze nur in Abhängigkeit von seinen Teilen existiert. Aber die Teile des Ganzen gibt es ohne das Ganze auch nicht.

    Gruß Helmut

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 6. Dezember 2019 um 17:28
    • #37

    Helmut

    Sorry, das verstehe ich nicht. Vielleicht kannst Du den Unterschied anhand eines Beispiels erklären?

  • mukti
    Reaktionen
    6.878
    Punkte
    72.968
    Beiträge
    13.001
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 6. Dezember 2019 um 17:39
    • #38
    Katrin.:
    mukti:

    Ja es geht mir auch darum, das zu durchschauen. Wenn das vollkommen so erkannt wäre wie es in Wirklichkeit ist, dann wäre Schluss mit dem Leiden das durch die ständige Veränderung entsteht.

    mukti:

    Keines von den Beiden war zuerst da, es ist immer Erkennen und Erkanntes bzw. Bewusstsein und sein Inhalt zugleich anwesend, das macht das Dasein aus.

    Ich verstehe nicht, was du da genau durchschauen willst. Erkennen und Erkanntes sind nicht nur zugleich anwesend, sie sind auch nicht voneinander zu trennen, was willst du da noch durchschauen? Wie willst du jemals etwas anders erkennen, als es in Wirklichkeit ist, du kannst gar nicht anders, als die Wirklichkeit erkennen, denn du bist die Wirklichkeit.

    Bitte diese zwei Zitate sind herausgepickt und wilkürlich zusammengestellt.
    Erkennen und Erkanntes sind nicht zu trennen, eben immer zugleich anwesend, ja.

    Das Durchschauen bezieht sich vor allem auf dieses Zitat:


    [lz]

    Zitat von mukti:

    Es ist in Wirklichkeit keine Person, die ein Gefühl hat. Die Person ist eine geistige Vorstellung, und diese vorgestellte Person hat Gefühle und Gedanken. In Wirklichkeit ist es nur eine Zusammensetzung von Elementen, keine Person, kein Ich oder Selbst.[/lz]

    Mit Metta, mukti.


  • Monikamarie
    Reaktionen
    7.282
    Punkte
    47.636
    Beiträge
    8.019
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 6. Dezember 2019 um 17:46
    • #39
    mukti:
    [lz]

    Zitat von mukti:

    Es ist in Wirklichkeit keine Person, die ein Gefühl hat. Die Person ist eine geistige Vorstellung, und diese vorgestellte Person hat Gefühle und Gedanken. In Wirklichkeit ist es nur eine Zusammensetzung von Elementen, keine Person, kein Ich oder Selbst.

    [/lz]

    Dieser Gedanke hilft mir immer wieder, wenn es mir schlecht geht, wenn ich nicht schlafen kann oder sogar neuerdings, wenn ich meine, ich würde mich nochmal so wie früher freuen können.

    Es ist ausgesprochen hoffnungslos, denn es bedeutet, dass alles, worüber ein ICH sich freute, Illusion war und es keinen Sinn hat, das wieder erleben zu wollen. Denn es hat eben nichts zu bedeuten.

    Im Moment hab ich allerdings leider nicht den Eindruck der Befreiung, sondern eher der völligen Sinnlosigkeit.

    _()_

  • Katrin.
    Reaktionen
    495
    Punkte
    3.460
    Beiträge
    589
    Mitglied seit
    19. August 2019
    • 6. Dezember 2019 um 18:05
    • #40
    mukti:

    Bitte diese zwei Zitate sind herausgepickt und wilkürlich zusammengestellt.
    Erkennen und Erkanntes sind nicht zu trennen, eben immer zugleich anwesend, ja.

    Das Durchschauen bezieht sich vor allem auf dieses Zitat:

    [lz]

    Zitat von mukti:

    Es ist in Wirklichkeit keine Person, die ein Gefühl hat. Die Person ist eine geistige Vorstellung, und diese vorgestellte Person hat Gefühle und Gedanken. In Wirklichkeit ist es nur eine Zusammensetzung von Elementen, keine Person, kein Ich oder Selbst.

    [/lz]

    Okay, aber was gibt es dann bei diesem Zitat zu durchschauen? Erwartest du einen Moment des "Durchblicks", in dem dir klar wird, dass da keine Person ist? Es ist doch ersichtlich, dass da keine Person, kein Ich oder Selbst ist. Das ist das einzige was nicht zu finden ist, egal wo man sucht. Was gibt es da also zu durchschauen?

    Monikadie4.:

    Es ist ausgesprochen hoffnungslos, denn es bedeutet, dass alles, worüber ein ICH sich freute, Illusion war und es keinen Sinn hat, das wieder erleben zu wollen. Denn es hat eben nichts zu bedeuten.

    Im Moment hab ich allerdings leider nicht den Eindruck der Befreiung, sondern eher der völligen Sinnlosigkeit.

    aus Khema, Ayya. Meditation ohne Geheimnis: Eine Führung ins Innerste:[lz]

    1. Unbeständigkeit

    Als Erstes müssen wir die Unbeständigkeit erkennen, das Entstehen und Vergehen unserer Gefühle, Gedanken, auch unserer Körperlichkeit, und dass Geist und Körper getrennt sind. Davon war ja schon hinlänglich die Rede.

    2. Auflösung

    Die Unbeständigkeit ist eine eindrucksvolle, aber auch bestürzende Erfahrung. Wer sich durch sie nicht abschrecken lässt und weitergeht, kommt zu dem klaren Erkennen, dass alles ständig auseinanderfällt, in Auflösung begriffen ist, nicht nur draußen, sondern in uns selbst. Dass das noch bestürzender ist, ist wohl fraglos: Wenn alles ständig auseinanderfällt, wozu bemüht man sich dann eigentlich? Es ist leicht möglich, dass in diesem Moment ein Gefühl der Sinnlosigkeit in einem hochkommt, ein Gefühl der Unlust. Man will nichts weiter wissen und nur dorthin zurück, wo man hergekommen ist. In die Kinderstube, wo alles stabil und nett und bunt aussah, wo man sich behütet fühlte – wir wollen zurück in die Kinderstube des Denkens und Verstehens. Deshalb empfehle ich immer wieder, erst die meditativen Vertiefungen zu praktizieren. Dann sind diese Erkenntnisse, die unausweichlich kommen, nichts als eine Folgerichtigkeit und vollkommen akzeptabel.[/lz]

    4 Mal editiert, zuletzt von Katrin. (6. Dezember 2019 um 18:18)

  • Xyz
    Gast
    • 6. Dezember 2019 um 18:11
    • #41
    Helmut:
    Katrin.:

    Erkennen und Erkanntes sind nicht nur zugleich anwesend, sie sind auch nicht voneinander zu trennen ...

    Aufgrund unserer Unwissenheit, nämlich dass wir glauben die Objekte existieren so wie sie uns erscheinen, erkennen wir eben nicht automatisch, dass dies so ist wie du es schreibst. In den philosophischen Systemen des Nicht-Mahayana gibt Positionen, die besagen, dass das wahrgenommene Objekt und das wahrnehmende Bewusstsein unabhängig voneinander existieren und damit werden sie voneinander getrennt. Diesen Fehler muss man erst einmal erkennen und das ist nicht ganz leicht, wenn man abhängiges Entstehen (pratityasamudpada) mit kausaler Abhängigkeit gleichsetzt was auch viele Buddhisten tun.

    Ich selber kann deiner Aussage problemlos zustimmen.

    Gruß Helmut

    Empfinde und lernte ich anders lieber Helmut..

    Wollt es nur kurz anmerken😉🙏

  • mukti
    Reaktionen
    6.878
    Punkte
    72.968
    Beiträge
    13.001
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 6. Dezember 2019 um 18:25
    • #42
    Monikadie4.:
    mukti:
    [lz]

    Zitat von mukti:

    Es ist in Wirklichkeit keine Person, die ein Gefühl hat. Die Person ist eine geistige Vorstellung, und diese vorgestellte Person hat Gefühle und Gedanken. In Wirklichkeit ist es nur eine Zusammensetzung von Elementen, keine Person, kein Ich oder Selbst.

    [/lz]

    Dieser Gedanke hilft mir immer wieder, wenn es mir schlecht geht, wenn ich nicht schlafen kann oder sogar neuerdings, wenn ich meine, ich würde mich nochmal so wie früher freuen können.

    Es ist ausgesprochen hoffnungslos, denn es bedeutet, dass alles, worüber ein ICH sich freute, Illusion war und es keinen Sinn hat, das wieder erleben zu wollen. Denn es hat eben nichts zu bedeuten.

    Im Moment hab ich allerdings leider nicht den Eindruck der Befreiung, sondern eher der völligen Sinnlosigkeit.

    _()_

    Alles anzeigen

    Der Gedanke ist hilfreich, aber er kann ja auch zur Praxis des Beobachtens führen ohne ein Gefühl zu ergreifen oder sich über das Gefühl zu identifizieren. Ein Gefühl ist entstanden und vergeht wieder, etwa ein Gefühl der Sehnsucht oder der Sinnlosigkeit.

    Mir entsteht da ein Problem wenn ich vergesse zu beobachten, was oft genug vorkommt. Manchmal scheint das auch gar nicht zu funktionieren als wäre ich da hoffnungslos hineinversunken, dann lese ich im Kanon oder den Kommentaren, spreche mit jemandem darüber, analysiere die khandha, die vier edlen Wahrheiten oder was gerade passend scheint und versuche zu begreifen was vor sich geht. Oder ich lenke mich mit was Weltlichem ab. Und es ist eine Stimmung noch nie geblieben, hat immer wieder aufgehört und immer wieder sind Momente des Erwachens gekommen, die sammle ich als den wahren Sinn meines Lebens.

    Mit Metta, mukti.


  • Helmut
    Reaktionen
    2.761
    Punkte
    16.616
    Beiträge
    2.709
    Blog-Artikel
    4
    Mitglied seit
    7. Mai 2018
    • 6. Dezember 2019 um 18:33
    • #43
    Sherab:

    Helmut

    Sorry, das verstehe ich nicht. Vielleicht kannst Du den Unterschied anhand eines Beispiels erklären?

    Was genau verstehst du denn nicht?

    Gruß Helmut

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • mukti
    Reaktionen
    6.878
    Punkte
    72.968
    Beiträge
    13.001
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 6. Dezember 2019 um 18:35
    • #44
    Katrin.:
    mukti:

    Bitte diese zwei Zitate sind herausgepickt und wilkürlich zusammengestellt.
    Erkennen und Erkanntes sind nicht zu trennen, eben immer zugleich anwesend, ja.

    Das Durchschauen bezieht sich vor allem auf dieses Zitat:

    [lz]

    Zitat von mukti:

    Es ist in Wirklichkeit keine Person, die ein Gefühl hat. Die Person ist eine geistige Vorstellung, und diese vorgestellte Person hat Gefühle und Gedanken. In Wirklichkeit ist es nur eine Zusammensetzung von Elementen, keine Person, kein Ich oder Selbst.

    [/lz]

    Okay, aber was gibt es dann bei diesem Zitat zu durchschauen? Erwartest du einen Moment des "Durchblicks", in dem dir klar wird, dass da keine Person ist? Es ist doch ersichtlich, dass da keine Person, kein Ich oder Selbst ist. Das ist das einzige was nicht zu finden ist, egal wo man sucht. Was gibt es da also zu durchschauen?

    Ja genau den Durchblick erwarte ich. Die Analyse ergibt keine Person, kein Ich oder Selbst, dennoch halte ich mich für eine Person die den achtfachen Pfad gehen muss um das zu durchschauen. Jaja, so steht's um mich.

    Mit Metta, mukti.


  • Helmut
    Reaktionen
    2.761
    Punkte
    16.616
    Beiträge
    2.709
    Blog-Artikel
    4
    Mitglied seit
    7. Mai 2018
    • 6. Dezember 2019 um 18:36
    • #45
    SGM:
    Helmut:

    Aufgrund unserer Unwissenheit, nämlich dass wir glauben die Objekte existieren so wie sie uns erscheinen, erkennen wir eben nicht automatisch, dass dies so ist wie du es schreibst. In den philosophischen Systemen des Nicht-Mahayana gibt Positionen, die besagen, dass das wahrgenommene Objekt und das wahrnehmende Bewusstsein unabhängig voneinander existieren und damit werden sie voneinander getrennt. Diesen Fehler muss man erst einmal erkennen und das ist nicht ganz leicht, wenn man abhängiges Entstehen (pratityasamudpada) mit kausaler Abhängigkeit gleichsetzt was auch viele Buddhisten tun.

    Ich selber kann deiner Aussage problemlos zustimmen.

    Gruß Helmut

    Empfinde und lernte ich anders lieber Helmut..

    Wollt es nur kurz anmerken😉🙏

    Was hast du den anders gelernt und was empfindest du denn anders? Dein Kommentar erschließt sich mir nicht.

    Gruß Helmut

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Xyz
    Gast
    • 6. Dezember 2019 um 18:38
    • #46

    Ja..hab grad keinen Raum.🕯.. versuch es evtl am Wochenende mal näher wieder zu geben.LG Susann🙏

  • Monikamarie
    Reaktionen
    7.282
    Punkte
    47.636
    Beiträge
    8.019
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 6. Dezember 2019 um 19:11
    • #47
    Katrin.:
    Monikadie4.:

    Es ist ausgesprochen hoffnungslos, denn es bedeutet, dass alles, worüber ein ICH sich freute, Illusion war und es keinen Sinn hat, das wieder erleben zu wollen. Denn es hat eben nichts zu bedeuten.

    Im Moment hab ich allerdings leider nicht den Eindruck der Befreiung, sondern eher der völligen Sinnlosigkeit.

    aus Khema, Ayya. Meditation ohne Geheimnis: Eine Führung ins Innerste:

    [lz]

    1. Unbeständigkeit

    Als Erstes müssen wir die Unbeständigkeit erkennen, das Entstehen und Vergehen unserer Gefühle, Gedanken, auch unserer Körperlichkeit, und dass Geist und Körper getrennt sind. Davon war ja schon hinlänglich die Rede.

    2. Auflösung

    Die Unbeständigkeit ist eine eindrucksvolle, aber auch bestürzende Erfahrung. Wer sich durch sie nicht abschrecken lässt und weitergeht, kommt zu dem klaren Erkennen, dass alles ständig auseinanderfällt, in Auflösung begriffen ist, nicht nur draußen, sondern in uns selbst. Dass das noch bestürzender ist, ist wohl fraglos: Wenn alles ständig auseinanderfällt, wozu bemüht man sich dann eigentlich? Es ist leicht möglich, dass in diesem Moment ein Gefühl der Sinnlosigkeit in einem hochkommt, ein Gefühl der Unlust. Man will nichts weiter wissen und nur dorthin zurück, wo man hergekommen ist. In die Kinderstube, wo alles stabil und nett und bunt aussah, wo man sich behütet fühlte – wir wollen zurück in die Kinderstube des Denkens und Verstehens. Deshalb empfehle ich immer wieder, erst die meditativen Vertiefungen zu praktizieren. Dann sind diese Erkenntnisse, die unausweichlich kommen, nichts als eine Folgerichtigkeit und vollkommen akzeptabel.

    [/lz]
    Alles anzeigen

    Danke Katrin, das ist ein hilfreiches Zitat. Allerdings will ich nicht dorthin zurück, wo ich hergekommen bin - in die Kinderstube ...

    Es ist eben ein großer Unterschied, ob ich etwas intellektuell verstanden habe oder tief innerlich begriffen oder am begreifen bin. Deshalb finde ich die Diskussionen über Leerheit auch häufig sehr nervig und überflüssig. Aber vielleicht sind sie es doch nicht. Was weiß ich schon.

    Jedenfalls verhindert mein Empfinden des völligen Auseinanderfallens und der Sinnlosigkeit (noch) nicht, mich weiterhin auf dem Pfad zu halten. Es ist nicht so, dass ich jetzt denke, ich könnte einfach wieder genau so verblendet, mit Gier und Hass agieren wie vielleicht vor 40 Jahren. So ist es nicht. Es ist eher so, dass es mir noch mehr das Leben vereinfacht, mich noch mehr zu bescheiden - ohne das Gefühl von Verzicht.

    Jetzt, wo ich das schreibe und darüber reflektiere, empfinde ich gerade Freude. Nicht mal meine Hoffnungslosigkeit ist stabil, oder? 8)

    _()_ Danke, Katrin _()_

    PS: Hab mir das Buch sofort bestellt und gleich auf meinem Kindle. Fange sofort an :D

  • keks
    Reaktionen
    100
    Punkte
    10.260
    Beiträge
    2.015
    Mitglied seit
    18. Januar 2014
    • 6. Dezember 2019 um 19:26
    • #48
    Monikadie4.:

    Es ist nicht so, dass ich jetzt denke, ich könnte einfach wieder genau so verblendet, mit Gier und Hass agieren wie vielleicht vor 40 Jahren. So ist es nicht.

    Kleiner Einwand. Nur wenige Menschen hassen. Bei den meisten ist es Wut und die ist meist schnell wieder weg. Bei Hass steigert man sich in etwas hinein und das häufig sehr lange.

    Ot.

    Laut Pk ist desweiteren Nirvana als Abwesenheit von Gier, Hass und Verblendung definiert. Also eine geistige Eigenschaft.

    Bubu :clown::oops:

  • Aravind
    Reaktionen
    5.378
    Punkte
    31.660
    Beiträge
    5.234
    Mitglied seit
    15. September 2017
    • 6. Dezember 2019 um 19:37
    • #49
    mukti:

    Ja genau den Durchblick erwarte ich. Die Analyse ergibt keine Person, kein Ich oder Selbst, dennoch halte ich mich für eine Person die den achtfachen Pfad gehen muss um das zu durchschauen. Jaja, so steht's um mich.

    Ich kann da keinen Widerspruch erkennen. Selbst wenn man Nicht-Ich erkannt hat,

    - behält das konventionelle Konzept von Ich seinen praktischen Nutzen

    - gibt es noch unendlich viele Automatismen in uns, die unbewusst die Ich-Illussion voraussetzen.

    Deshalb heißt IMHO das visuddhimagga der Weg der Reinigung; es ist eben ein Weg, und in den allermeisten Fällen macht es nicht einfach Plöpp.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Aravind
    Reaktionen
    5.378
    Punkte
    31.660
    Beiträge
    5.234
    Mitglied seit
    15. September 2017
    • 6. Dezember 2019 um 19:44
    • #50
    keks:

    Kleiner Einwand. Nur wenige Menschen hassen. Bei den meisten ist es Wut und die ist meist schnell wieder weg. Bei Hass steigert man sich in etwas hinein und das häufig sehr lange.

    Kleines Missverständnis, keks. "Hass" steht in diesem Kontext für den Hass aus den vier edlen Wahrheiten. Der Begriff Hass bedeutet dort Anhaftung an Abneigung: Solange ich das habe (schlechte Laune, ein krankes Kind, keine Schokolade,...) kann ich nicht glücklich sein.

    dito für Gier: Anhaftung an etwas, dass ich haben/behalten will.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

Ähnliche Themen

  • Lichtwesen / "Leuchtende" / Buddhistische Genesis

    • Max Schenzle
    • 30. Dezember 2018 um 13:17
    • Allgemeines zum Buddhismus
  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.21
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download